Kolumbien: Vogelparadies zwischen Karibik und Hochgebirge – Purpurkardinal, Santa-Marta-Sittich und Perijá-Endemiten

Reisezeitraum: 10.01. – 25.01.2027 Kategorie: Der Flugpreis ist im Reisepreis nicht enthalten.
ab 5.490,00  p. P./DZ/VP

Reisebeschreibung

Kolumbien kann wahrlich als „Feldlabor der Artenvielfalt“ bezeichnet werden, da seine außergewöhnliche Biodiversität und die Vielzahl unterschiedlicher Ökosysteme ideale Bedingungen zum Beobachten von Tieren (insbesondere der grandios vielfältigen Vogelwelt), Pflanzen und ökologischen Prozessen bietet. Dazu hat sich der Norden Kolumbiens dank der Arbeit lokaler NGOs, die gleichzeitig Artenschutzprojekte für bedrohte Arten und die Förderung des Tourismus in der Sierra Nevada de Santa Marta umgesetzt haben, zu einem der wichtigsten Vogelbeobachtungszentren Südamerikas entwickelt. Aber das ist nicht der einzige Grund für seine Attraktivität für Vogelbeobachter. Die gesamte Region besitzt ein enormes Potenzial, da ihre unterschiedlichen Lebensräume einer vielfältigen Vogelwelt Raum bieten – vom karibischen Küstengebiet bis in die Höhenlagen der Sierra Nevada de Santa Marta und der Perijá-Berge an der Grenze zu Venezuela. Zudem gibt es zahlreiche Arten mit eng begrenztem Vorkommen. Einige werden nur mit Venezuela geteilt, wie der Glanztrogon (White-tipped Quetzal), andere sind streng endemisch, wie der Santa-Marta-Sittich (Santa Marta Parakeet), oder zählen zu den sogenannten „near-endemic“-Arten.

Die Sierra Nevada de Santa Marta, das höchste Küstengebirge der Welt, beherbergt zahlreiche endemische Arten wie die Grauohr-Buschammer (Santa Marta Brushfinch) und die Sierra-Nevada-Ameisenpitta (Sierra Nevada Antpitta), insbesondere in Gebieten wie dem El-Dorado-Reservat und Minca. Diese Orte umfassen eine große Bandbreite an Höhenlagen und Lebensräumen, die ideale Voraussetzungen für die Beobachtung einer vielfältigen Vogelwelt bieten.

Die Halbinsel La Guajira bildet mit ihren trockenen Landschaften eine kontrastreiche Umgebung, in der Arten wie der Purpurkardinal (Vermilion Cardinal) leben. Mit seiner leuchtenden Farbe und auffälligen Erscheinung ist dieser Vogel nicht nur ein Symbol für Schönheit und Vitalität, sondern auch tief in der lokalen Folklore, insbesondere bei der Wayúu-Volksgruppe, verankert. Man glaubt, dass er Glück bringt und als Vorbote wichtiger Ereignisse oder als Überbringer von Botschaften aus der spirituellen Welt dient. Ein wichtiges Beobachtungsgebiet ist das Los-Flamencos-Schutzgebiet, in dem sowohl einheimische Arten als auch Zugvögel in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden können. Das einzigartige Wüstenökosystem von La Guajira bietet ein besonderes Vogelbeobachtungserlebnis, das in dieser Form anderswo in Kolumbien nicht zu finden ist.

Ebenfalls entlang der Karibikküste liegt der Tayrona-Nationalpark, eines der letzten großen Tieflandregenwaldgebiete Kolumbiens. Er ist daher ein wichtiges Rückzugsgebiet für bedrohte Arten wie den Blaulappenhokko (Blue-billed Curassow) und für die seltenen Lisztäffchen (Cotton-top Tamarin), die nur noch in dieser Region vorkommen. Zweifellos wird unser Besuch in diesem Schutzgebiet zahlreiche besondere Beobachtungen ermöglichen.

Die Perijá-Berge, die sich entlang der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela erstrecken, bieten weniger erforschte, aber ebenso lohnende Vogelbeobachtungsmöglichkeiten. Unterschiedliche Lebensräume – von Nebelwäldern bis zu hoch gelegenen Páramo-Landschaften – beherbergen endemische Arten wie das Rotschwanz-Glanzschwänzchen (Perija Metaltail) und den Perijacanastero (Perija Thistletail). Bedeutende Gebiete wie das Sabana-Rubia-Reservat und der Cerro Pintao sind entscheidend, um diese seltenen Vögel zu entdecken. Insgesamt machen die abwechslungsreichen Landschaften und der reiche Vogelbestand den Norden Kolumbiens zu einem herausragenden Reiseziel für Vogelbeobachter.

Kolumbien präsentierte sich uns stets als sicheres, erstaunlich sauberes, freundliches und gut organisiertes Reiseland – mit netten, offenen Menschen, die sich über Gäste aus Europa freuen. Die in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts leider mit einer Teilreisewarnung versehenen Gebiete werden auf dieser Reise nicht aufgesucht! Keiner der von uns angesteuerten Orte ist dort als „Warngebiet“ aufgeführt; die genannten Konfliktregionen liegen mehrere Fahrstunden von unserer Reiseroute entfernt. Dies gilt auch für das von ProAves betreute ‚Reserva Natural de las Aves Chamicero del Perijá‘, welches sich in einer ruhigen und friedlichen Region befindet.

Titelbild: Purpurkardinal, Endem. Bilder: Adrian Rupp

Reiseplan

Tag 1 (10.01.2027, So.): Flug von Deutschland nach Kolumbien

Mit innerdeutschen Zubringerflügen oder Zug-zum-Flug geht es heute Morgen nach Frankfurt am Main. Gegen 13:30 Uhr fliegen wir mit dem täglichen Lufthansa-Direktflug nach Bogotá, wo wir nach etwa zwölf Stunden Flug gegen 19:30 Uhr eintreffen. Hier steigen wir aus und übernachten in einem schönen Stadthotel. Ü/Abendessen im Stadthotel in Bogotá.

Tag 2 (11.01., Mo.): Weiterflug in den Norden Kolumbiens und seltene Vögel am Fluss

Nach dem Frühstück verlassen wir gegen 7:30 Uhr morgen unser Hotel und fahren zurück zum Flughafen von Bogotá. Unser kurzer Inlandsflug in den Norden steht um 10.00 Uhr im Programm. Am Flughafen begrüßt uns unser lokaler Guide. Wir verladen unser Gepäck in die Geländewagen und beginnen unsere Rundreise ostwärts bis an einen Fluss, wo wir Arten wie Weißwangen-Wehrvogel (Northern Screamer), Zwergkuckuck (Dwarf Cuckoo), Grünkolibri (Shining-green Hummingbird), Blaukehlkolibri (Sapphire-throated Hummingbird), Rostkehl-Faulvogel (Russet-throated Puffbird), Kolumbientöpfer (Caribbean Hornero) und Blauflecktangare (Glaucous Tanager) finden wollen. Am Nachmittag setzten wir unsere Fahrt in die Berge fort … Ü/VP. 

Tag 3 (12.01., Di.): Unterwegs bis in die Berge an der Grenze zu Venezuela

Auch dieser Tag beginnt mit einem frühen Check-out gegen 5:30 Uhr und anschließender Vogelbeobachtung. Das Frühstück nehmen wir unterwegs ein, das Mittagessen in Manaure. Anschließend verlassen wir die Karibikküste und fahren in die Serranía del Perijá, eine selten besuchte Bergkette an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela. Mit geländegängigen 4×4-Fahrzeugen erreichen wir unsere abgelegene Lodge für die nächsten drei Nächte. In den umliegenden Berghängen erwarten uns bis zu 150 Vogelarten, darunter Rotflügelguan (Chestnut-winged Chachalaca), Schwarzweiß-Ameisenwürger (Black-backed Antshrike), Venezuelaschopftyrann (Venezuelan Flycatcher), Weißbart-Dickichtschlüpfer (White-whiskered Spinetail) und Trinidadorganist (Trinidad Euphonia). Nach dem Mittagessen steigen wir zum Chamicero-de-Perijá-Reservat auf, das 2014 gegründet wurde und über 330 dokumentierte Vogelarten beherbergt. Ü/VP.

Tag 4 (13.01., Mi.): Endemiten der Perijá-Berge und des Páramo

Mit einem Frühstückspaket brechen wir noch vor Sonnenaufgang zum Sabana-Rubia-Páramo auf, einem Hochlandgebiet, das für seine einzigartige Vogelwelt bekannt ist. Hier suchen wir nach endemischen Arten, die nur in dieser Region vorkommen, wie Perijacanastero (Perija Thistletail), Rotschwanz-Glanzschwänzchen (Perija Metaltail), Perijátapaculo (Perija Tapaculo) und Perijá-Ameisenpitta (Perija Antpitta). Gegen Mittag kehren wir zur Lodge zurück, um uns kurz auszuruhen und zu Mittag zu essen.

Am Nachmittag setzen wir unsere Vogelbeobachtungen in der Nähe der Lodge fort. Dabei konzentrieren wir uns auf weitere endemische Arten wie den Perijákolibri (Perija Starfrontlet) und die Perijábuschammer (Perija Brushfinch) sowie auf besondere Arten wie die Longuemare-Sonnennymphe (Longuemare’s Sunangel) und die Rotfahnenelfe (Rufous-shafted Woodstar). Zusätzlich halten wir Ausschau nach mehreren häufigeren Arten, die hier durch endemische Unterarten vertreten sind und möglicherweise eines Tages als eigenständige Arten anerkannt werden könnten. Diese Region bietet eine beeindruckende Vielfalt und macht den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für jeden Vogelbeobachter. Ü/VP.

Tag 5 (14.01., Do.): Von den Bergen zurück ins Tiefland

Wir nutzen den Morgen und beginnen bereits vor dem Frühstück mit einer Vogelbeobachtung. Erst danach frühstücken wir, checken aus und verlassen diese wunderbare Gebirgswelt im Grenzbereich zu Venezuela. Auf dem Weg zurück ins Tiefland legen wir strategische Stopps ein, um unsere Beobachtungen in der Region abzuschließen. Diese Stopps befinden sich in der Nähe von Plantagen unterhalb des Chamicero-de-Perijá-Reservats, wo wir nach Arten wie der Perijábuschammer (Perija Brushfinch), dem Schnurrbart-Faulvogel (Moustached Puffbird), dem Graukehl-Waldsänger (Gray-throated Warbler) und dem Goldkehl-Tukan (Yellow-throated Toucan) suchen. Nach einer Mittagspause in der Gegend von Manaure setzen wir unsere Reise in Richtung La Jagua de Ibirico fort, wo wir die Nacht verbringen. Ü/VP.

Tag 6 (15.01., Fr.): Auf der Suche nach dem Rotzügelsittich und nordamerikanischen Zugvögeln

Erneut checken wir früh am Morgen aus und setzen unsere Rundreise nach La Victoria fort. Von dort steigen wir in eine Region auf, in der der Rotzügelsittich (Todd’s Parakeet, Pyrrhura picta caeruleiceps) und weitere Arten wie Fischertukan (Keel-billed Toucan), Graubauch-Schattenkolibri (Sooty-capped Hermit) und Küstenkordilleren-Ameisenfänger (Klage’s Antbird) vorkommen. Während der Suche haben wir außerdem die Chance, verschiedene Zugvogelarten zu beobachten, die den nordamerikanischen Winter in der Neotropis verbringen. Anschließend setzen wir unsere Reise in Richtung Riohacha fort. Unterwegs nehmen wir unser Mittagessen ein und genießen die Landschaft. Ü/VP.

Tag 7 (16.01., Sa.): Unterwegs im Los-Flamencos-Schutzgebiet und an der Karibikküste

Um 5:30 Uhr starten wir zum Los-Flamencos-Schutzgebiet, wo wir uns den ganzen Tag Zeit nehmen, um nach den typischen Arten dieser nördlichen Region Kolumbiens zu suchen. Zu unseren Hauptzielen zählen der Weißbart-Dickichtschlüpfer (White-whiskered Spinetail), der auffällige Purpurkardinal (Vermilion Cardinal) und der melodische Zimtflankensaltator (Orinocan Saltator). Außerdem suchen wir nach Zimtzwergspecht (Chestnut Piculet), Blassrücken-Ameisenfänger (Northern White-fringed Antwren), Zimtbrustkolibri (Buffy Hummingbird), Kolumbiensmaragdkolibri (Red-billed Emerald) und Tocuyoammer (Tocuyo Sparrow), die in Kolumbien fast endemisch sind oder nur ein eingeschränktes Vorkommen in Venezuela besitzen.

Die Lagunen in Strandnähe weisen unterschiedliche Wasserstände auf und werden häufig von Wasservögeln besucht. Wenn wir bei den endemischen und „near-endemic“-Arten erfolgreich waren, werfen wir einen Blick auf diese Lagunen. Dort können wir Arten wie Schneesichler (White Ibis), Rosalöffler (Roseate Spoonbill), Amerikascherenschnabel (Black Skimmer) sowie möglicherweise Kubaflamingo (American Flamingo) und Scharlachsichler (Scarlet Ibis) erwarten. Ü/VP.

Tag 8 (17.01., So.): Riohacha Forest und Transfer nach Tayrona

Um 5:30 Uhr brechen wir in Richtung Tayrona auf. Zuvor legen wir einige Stopps an strategisch gelegenen Beobachtungsplätzen wie El Ebanal und Las Gaviotas ein, an denen wir nach interessanten Arten suchen.

Tag 9 (18.01., Mo.): Zu Besuch bei Blaulappenhokko, Lanzettschwanzpipra und Lisztäffchen

Erneut starten wir früh am Morgen zum Tayrona-Nationalpark, wo wir auch unser Frühstück einnehmen. Mit etwas Glück sehen wir den seltenen Blaulappenhokko (Blue-billed Curassow). Darüber hinaus bietet das Schutzgebiet einer Vielzahl weiterer Vogelarten geeigneten Lebensraum, darunter zwei Tanzvogelarten: die Lanzettschwanzpipra (Lance-tailed Manakin) und manchmal auch die Weißbrustpipra (White-bearded Manakin). Zu unseren weiteren Wunscharten zählen Grünschwanztrogon (Gartered Trogon), Weißnacken-Faulvogel (White-necked Puffbird) und Rotschwanz-Glanzvogel (Rufous-tailed Jacamar). Auch die Scharlachbauchtangare (Crimson-backed Tanager) und der hübsche Türkisnaschvogel (Red-legged Honeycreeper) sind hier zu Hause. Zusätzlich zu den Vögeln sollten wir in dieser Region die seltenen Lisztäffchen (Cotton-top Tamarin) sehen können. Ü/VP.

Tag 10 (19.01., Di.): Von Tayrona an den Fuß der Santa-Marta-Berge

Nach der Vogelbeobachtung am Morgen begeben wir uns auf die etwa zweistündige Fahrt nach Minca, einem malerischen Städtchen am Fuß der Sierra Nevada de Santa Marta. Dieses Gebiet eignet sich hervorragend, um die Vogelwelt der unteren Höhenstufen der Santa-Marta-Berge kennenzulernen. Zunächst suchen wir an einer Kolibrifütterung unter anderem nach Rotschwanz-Schattenkolibri (Hairy Hermit), Schwarzbrust-Mangokolibri (Black-throated Mango), Rosenkehlkolibri (Long-billed Starthroat), dem fast endemischen Gibsonsmaragd-Kolibri (Red-billed Emerald) und der Violettkronennymphe (Purple-crowned Woodnymph). In der Umgebung dürfen wir viele weitere Arten wie Schuppenzwergspecht (Scaled Piculet) und Rötelbauchmotmot (Whooping Motmot) erwarten. Ü/VP.

Tag 11 (20.01., Mi.): Seltene Vögel und Endemiten der Santa-Marta-Berge

An diesem Tag beobachten wir in verschiedenen Höhenstufen entlang der Straße zur El-Dorado-Lodge. Sowohl in den oberen Lagen als auch weiter unten im Tal dürfen wir verschiedene Spezialisten wie Goldflügel-Buschammer (Golden-winged Sparrow), Rosenbrust-Tangarenammer (Rosy Thrush-tanager), Rotkopf-Dickichtschlüpfer (Rusty-headed Spinetail) sowie den sehr seltenen und erst vor vergleichsweise kurzer Zeit wissenschaftlich beschriebenen Rotbrust-Baumspäher (Santa Marta Foliage-gleaner) erwarten. Gute Chancen haben wir hier auch auf den farbenprächtigen Grünorganist (Blue-naped Chlorophonia) und den attraktiven Rotkappen-Waldsänger (Rufous-capped Warbler). im oberen bereich der Santa-Marta-Berge bietet sich zudem ein spektakulärer Blick auf die Karabikküste des Landes.  Ü/VP.

Tag 12 (21.01., Do.): In der Heimat der letzten Santa-Marta-Sittiche

Wir stehen früh auf und konzentrieren uns heute auf die Endemiten am Cerro Kennedy, darunter Santa-Marta-Sittich (Santa Marta Parakeet), Santa-Marta-Waldsänger (Santa Marta Warbler), Schwarzwangen-Bergtangara (Santa Marta Mountain-tanager), Santa-Marta-Buschtyrann (Santa Marta Bush-tyrant), Hellkehltapaculo (Brown-rumped Tapaculo) und viele weitere Arten. Unser Mittags-Picknick genießen wir in großer Höhe mit einem großartigen Blick auf die Sierra Nevada. Auf dem Weg ins Tal hoffen wir auf weitere beeindruckende Arten wie Blauzügelarassari (Groove-billed Toucanet), Weißkehlarassari (Santa Marta Toucanet), Schwarzbrust-Blaurabe (Black-chested Jay), den endemischen Weißzügel-Waldsänger (White-lored Warbler) und den fast endemischen Glanztrogon (White-tipped Quetzal). Nach dem Abendessen halten wir Ausschau nach der endemischen und ebenfalls erst vor vergleichsweise kurzer Zeit beschriebenen Santa-Marta-Kreischeule (Santa Marta Screech-Owl). Ü/VP.

Tag 13 (22.01., Fr.): Vom El-Dorado-Reservat an die Karibik … 

Nach dem Frühstück beginnen wir mit dem Abstieg und suchen unterwegs weiterhin nach interessanten Arten. Am Nachmittag erreichen wir unser Hotel in einem Küstenort an der Karibik. Ü/VP. 

Tag 14 (23.01., Sa.): Vogelbeobachtung hinter der Karibikküste 

Heute besuchen wir verschiedene Beobachtungsgebiete wie den Malecón del Río, die Universidad del Norte und Kilómetro 4. Dort suchen wir nach den für die Region typischen und für unsere Reise besonders interessanten Arten.

Tag 15 (24.01., So.): Abschied von Kolumbien und Heimreise

Beim Mittagessen schließen wir unsere Vogelliste endgültig ab. Mit etwas Glück könnten wir deutlich mehr als 400 beobachtete Arten vermerkt haben. Am frühen Nachmittag fahren wir zu einem Lokalflughafen und verabschieden uns von unseren kolumbianischen Kollegen. Gegen 17:00 Uhr steht unser Inlandsflug zurück in die Hauptstadt Bogotá auf dem Programm. Dort angekommen, haben wir mindestens vier Stunden Zeit, um in Ruhe auf den Lufthansa-Flug nach Frankfurt am Main umzusteigen, der etwa 30 Minuten vor Mitternacht startet.

Tag 16 (25.01., Mo.): Ankunft in Deutschland, der Schweiz und Österreich

Nach einem etwa elfstündigen Direktflug sollten wir gegen 16:30 Uhr MEZ in Frankfurt am Main eintreffen. Ab etwa 18:00 Uhr sind die innerdeutschen Anschlussflüge nach Berlin, Hamburg, Dresden und weitere Ziele organisiert beziehungsweise der Zug-zum-Flug steht für die Heimreise bereit.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten.

Teilnhemer, Preise & Leistungen

Teilnehmer

Mindestens 8 und maximal 10 Personen.

Staffelpreise

  • 8 Teilnehmer – 5.890,00 € p. P./VP/DZ 
  • 9 Teilnehmer – 5.690,00 € p. P./VP/DZ 
  • 10/11 Teilnehmer – 5.490,00 € p. P./VP/DZ 

Einzelzimmerzuschlag: 890,00 €

Bartmeise-Reisen Vertrieb für die Schweiz und Österreich:
Michael Straubhaar, 3110 Münsingen
Tel.: (+41) 79 466 9329
E-Mail: buchung@bartmeise.de

Im Reisepreis inbegriffen

  • alle Hotels und Lodges für 14 Nächte, mittlerer bis sehr guter Standard; alle Zimmer mit Dusche/WC, in den Hotels kostenloses WLAN; die Hotelliste wird nach der Buchung ausgereicht
  • alle Mahlzeiten als Vollpension
  • während der gesamten Reise unbegrenzt Mineralwasser sowie Snacks und Früchte; an Reisetagen nachmittags zusätzlich Kaffee
  • die Verpflegung beginnt am 10.01.2027 mit dem Abendessen in Bogotá bei pünktlicher Ankunft und endet am 24.01.2027 mit dem Mittagessen; für die An- und Abreisetage sind darüber hinaus Verpflegung im Flugzeug, Imbisse an Flughäfen beziehungsweise eigene Verpflegung einzuplanen
  • alle beschriebenen Aktivitäten und Besichtigungen
  • alle Eintrittsgelder und Nationalparkgebühren
  • Flughafentransfers
  • Birdguide in englischer und spanischer Sprache
  • deutsche Reiseleitung durch Bartmeise-Reisen: Hartmut Meyer
  • Vogelliste als Booklet zum Eintragen der täglich beobachteten Arten in wissenschaftlicher, deutscher und englischer Sprache sowie Bartmeise-Notizbuch mit Kugelschreiber und Lineal
  • deutscher Insolvenzversicherungsschutz beziehungsweise Reisesicherungsschein gemäß § 651r BGB

Im Reisepreis nicht inbegriffen

  • Langstreckenflug mit Lufthansa oder SWISS/Edelweiß Air ab einem inner-deutsch über Frankfurt (oder Zürich) am Main nach Bogotá und zurück ab inner-kolumbianisch über Bogota und Frankfurt/M. plus inner-deutsch für ab 1.480,00 € (Economy-Class; weitere Buchungsklassen auf Anfrage)
  • Zug-zum-Flug/Railway Germany 94,00 € (2. Kl., alle Züge, 24h gültig auf Hinreise, bis 10.00 am am Folgetag auf Rückreise)
  • Inlandsflug nach Nordkolumbien am 11.01. für ab 270,00 € (Economy-Class) 
  • mögliche Verlängerungsnächte bei Flugausfällen
  • alkoholische Getränke
  • Trinkgelder für Serviceleistungen in Hotels sowie persönliche Ausgaben
  • zusätzlicher Bargeldbedarf pro Person von nicht mehr als 150,00 €; größere private Einkäufe ausgenommen
  • Trinkgelder für Birdguide und Fahrer; grundsätzlich empfohlen für Bartmeise-Reisen: Birdguide 2,00–2,50 € pro Tag und Person, Fahrer 1,00–1,50 € pro Tag und Person, gegebenenfalls Tour-Helfer 1,00 € pro Tag und Person

Allgemeine Reisehinweise

Mitnahmeempfehlungen

  • geschlossenes, möglichst wasserdichtes Outdoor-Schuhwerk mit griffiger Sohle, das auch für Wege im Gebirge geeignet ist; Hochgebirgsausrüstung ist nicht erforderlich
  • wetterfeste und warme Outdoor-Kleidung im Zwiebelprinzip sowie langärmlige Hemden beziehungsweise T-Shirts als Schutz vor Sonne und Insekten
  • leichte Jacke oder Pullover als Schutz vor stark klimatisierten Fahrzeugen und Räumen
  • Kopfbedeckung, möglichst mit Schutz der Halspartie
  • Regenjacke oder Regenschirm
  • gute Stirnlampe oder Taschenlampe
  • wiederverwendbare Trinkwasserflasche zum Auffüllen
  • persönliche Reiseapotheke
  • Bestimmungsliteratur: McMullan, M.: Field Guide to the Birds of Colombia. Rey Naranjo Editores, 2018. ISBN 978-958-8969-62-6
  • App für iPhone: All Birds Colombia Field Guide von Mullen & Pohland GbR
  • App für iPhone: The Birds of Colombia, I.M.D. Publication C.A.

Abschließende Reisehinweise und Abreisevorbereitungen

Etwa eine Woche vor dem Abreisetermin erhalten alle Reiseteilnehmer per E-Mail die abschließenden und aktuellsten Reisehinweise für das Zielgebiet, die Teilnehmer- und Hotelliste zur Rundreise, die Vogelliste als Excel-Datei zur Bearbeitung vor oder nach der Reise, erneut die elektronischen Flugtickets, unsere Hinweise für Flugreisen sowie Informationen zum Online-Check-in und zum Versand der in der Regel ab 24 Stunden vor Abflug ausgestellten Bordkarten. Eine postalische Aussendung erfolgt nicht.

Bitte informieren Sie sich vor der Reise zusätzlich über die allgemeinen Gegebenheiten des Ziellandes, insbesondere über Wetter, aktuelle Bedingungen und Zahlungsmittel. Einige wichtige Angaben sind bereits in den Abschnitten zu Einreise und Visum, Mitnahmeempfehlungen, Wetter und Klima sowie Gesundheitsvorsorge enthalten.

Die als Booklet gedruckte Vogelliste zum abendlichen Eintragen der beobachteten Arten sowie das Bartmeise-Merchandising – je nach Verfügbarkeit beispielsweise Postkarten, Kugelschreiber, Lineal, Notizbuch oder Tragetasche – bringt der Reiseleiter für jeden Gast zum Flughafen mit.

Informationen zur Garderobe

Die Wetterbedingungen können sich während der Reise deutlich unterscheiden und im Tagesverlauf mehrfach wechseln: von kühlen Morgenstunden in den höheren Lagen über Nebel und Regen bis hin zu sehr warmen und feuchten Bedingungen im karibischen Tiefland. Deshalb sollte die Garderobe nach dem Zwiebelprinzip zusammengestellt werden. Ein warmer Pullover sollte ebenso wenig fehlen wie zuverlässiger Regenschutz, auch für den Tagesrucksack. Ein Regenschirm kann bei kurzen und kräftigen Tropenschauern praktischer sein als eine Regenjacke. Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Insektenschutz sind besonders für die heißen und trockenen Gebiete an der Karibikküste und in La Guajira wichtig. Möglichst wasserdichte Wanderschuhe mit sicherem Halt sind für die Wege in den Bergen erforderlich. Der Schwierigkeitsgrad der Wanderungen ist überwiegend einfach, gelegentlich mittel.

Gesundheitshinweise

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert Koch-Instituts anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören unter anderem Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis sowie gegebenenfalls gegen Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza. Malaria kommt in Kolumbien vor, wobei das Risiko regional und je nach Höhenlage unterschiedlich ist. Wir empfehlen deshalb unbedingt eine individuelle tropenmedizinische Beratung, beispielsweise beim Gesundheitsamt oder einem Tropeninstitut.

Eine Auslandskrankenversicherung, die im Notfall auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland absichert, ist für diese Reise Vertragsbedingung und muss bei der Buchung, spätestens jedoch mit der Abschlusszahlung, nachgewiesen werden. Auch wenn das Aufkommen stechender und saugender Insekten in höheren Lagen meist geringer ist, ist ein geeigneter Insektenschutz für die tiefer gelegenen und warmen Regionen erforderlich.

Sicherheitshinweise

Wir bereisen überwiegend ländliche Gebiete. Die Menschen in Kolumbien erleben wir als freundlich und hilfsbereit gegenüber Gästen aus dem Ausland. Wie überall auf der Welt muss jedoch insbesondere in Städten mit Taschendiebstählen und Trickbetrug gerechnet werden. Wir empfehlen daher, persönliche Wertsachen wie Brieftasche, Bank- und Kreditkarten, Reisepass und hochwertige Optik beim Stadtbesuch sicher aufzubewahren und nur das notwendige Bargeld mitzuführen. Bitte beachten Sie außerdem die jeweils aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Kolumbien.

Altersbegrenzung bei dieser Reise

Für unsere Reisekategorie „Vögel intensiv“ – und damit auch für diese Reise – gilt grundsätzlich eine Altersbegrenzung von 78 Jahren. Da die Reise nicht barrierefrei angeboten werden kann und wir auf der Suche nach besonderen Vogelarten teilweise schwer zugängliche und abgelegene Regionen unter anspruchsvollen klimatischen Bedingungen besuchen, dient diese Begrenzung der Sicherheit aller Beteiligten.

Neue Reisegäste ab 75 Jahren, die erstmals mit Bartmeise-Reisen unterwegs sein möchten, bitten wir um eine kurze Beschreibung ihres allgemeinen Fitnesszustands in drei bis vier Sätzen. Gegebenenfalls behalten wir uns vor, ein ärztliches Attest anzufordern. Für Stammgäste, die wir persönlich aus früheren Reisen kennen, gilt diese Altersbegrenzung nicht. Ebenso gilt sie nicht für die weiteren Reisekategorien „Vögel und mehr“, „Naturerlebnis-Reisen“ und „Ökoferien“.

Charakter dieser Reise

Diese Reise ist eine intensive Birding-Tour der Bartmeise-Kategorie „Vögel intensiv“. Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – unterbrochen durch Mahlzeiten und notwendige Pausen – Vögel beobachtet, teilweise bis zu zwölf Stunden am Tag. Der Schwerpunkt liegt neben der gesamten lokalen Vogelwelt auf seltenen, „near-endemic“ und möglichst vielen endemischen Arten der bereisten Bioregion.

Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten lokalen Guides zusammen, die ausgezeichnete Kenner ihrer heimischen Vogelwelt sind und häufig über landesweite Vereine oder Gesellschaften in Projekte zum Schutz und zur Erforschung der Vogelwelt eingebunden sind. Neue Erkenntnisse zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die während solcher Reisen gewonnen werden, können dadurch in lokale Kartierungs-, Monitoring- und Schutzprojekte einfließen.

Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare oder versteckt lebende Arten beobachten zu können. Dies geschieht unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche der jeweiligen Arten. Die deutsche Bartmeise-Reiseleitung vermittelt die Interessen der Reiseteilnehmer und unterstützt bei der sprachlichen Verständigung. Die Verantwortung für die operativen Abläufe der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programms liegt beim lokalen Birdguide beziehungsweise bei der Bartmeise-Partnerfirma.

Bartmeise-Reisen sind Kleingruppenreisen mit in der Regel 6 bis 12 Teilnehmern. Wer grundsätzliche Probleme mit Gruppenreisen, den Weisungen der verantwortlichen Reiseleitung oder Mehrheitsentscheidungen innerhalb der Gruppe hat, kann an einer solchen Reise nicht teilnehmen.

Weiterführende touristische Informationen zu Land und Leuten stehen bei dieser Reise nicht im Mittelpunkt. Interessenten sollten sich deshalb vorab mithilfe eines Reiseführers oder seriöser Informationsquellen mit dem Zielgebiet vertraut machen.

Weitere Bestimmungsliteratur und Feldführer

  • Hilty, S. L. & W. L. Brown: Guide to the Birds of Colombia. Princeton University Press, 1986. Ein klassisches Bestimmungswerk mit Informationen zu Stimmen, Verhalten, Brutbiologie, Status, Lebensraum und Verbreitung.
  • Restall, R., C. Rodner & M. Lentino: Birds of Northern South America, Band 2: Plates and Maps. Christopher Helm. Das Werk deckt sieben Länder ab und enthält mehr als 7.000 Abbildungen.
  • Hilty, Steven: Birds of Tropical America: A Watcher’s Introduction to Behavior, Breeding and Diversity. University of Texas Press, 2005. Empfehlenswert als Einführung in Verhalten, Brutbiologie und Vielfalt tropischer Vogelgemeinschaften.
  • Kricher, John C.: A Neotropical Companion. Princeton University Press, 1989. Ein breit angelegtes Werk zu Pflanzen, Vögeln, Insekten, Reptilien, Amphibien und Säugetieren der Neotropis.
  • Snow, David: The Web of Adaptation: Bird Studies in the American Tropics. Demeter Press, 1976. Ein Klassiker über fruchtfressende Vögel und ihre Anpassungen in den amerikanischen Tropen.

Karte

Zusätzliche Informationen

Flughafen

Basel (BSL), Berlin Brandenburg (BER), Bremen (BRE), Brüssel (BRU), Dortmund (DTM), Dresden (DRS), Düsseldorf (DUS), Flughafen, Frankfurt (FRA), Friedrichshafen (FDH), Genf (GVA), Gruppenflug, Hamburg (HAM), Hannover (HAJ), Karlsruhe/Baden‑Baden (FKB), Köln–Bonn (CGN), Leipzig/Halle (LEJ), Lübeck (LBC), Memmingen (FMM), München (MUC), Nürnberg (NUE), Stuttgart (STR), Weeze (NRN), Wien (VIE), Zürich (ZRH)

Alternativer Flughafen

Basel (BSL), Berlin Brandenburg (BER), Bremen (BRE), Dresden (DRS), Frankfurt (FRA), Genf (GVA), Leipzig/Halle (LEJ), München (MUC), Nürnberg (NUE), Wien (VIE), Zürich (ZRH)

Anreise zum Flughafen

Sonstige, Zug-zum-Flug (94,00 € p. P. deutschlanweit 2. Klasse)

Mitreisender

Ja, Nein

Zimmertyp

Doppelzimmer, Einzelzimmer, Halbes Doppelzimmer