Weihnachts- und Neujahrsbirding im Schatten des Kilimandscharo: Seltene Vögel am Indischen Ozean

Weihnachts- und Neujahrsbirding im Schatten des Kilimandscharo: Seltene Vögel am Indischen Ozean

 

Im Schatten des Kilimandscharo … Foto: H. Meyer

In diesen Stunden geht das Weihnachts- und Neujahrsbirding 2018/2019 in Kenia zu Ende. Mit 340 gesehen Vogelarten an nur 10 Beobachtungstagen verlief auch diese intensive Tour sehr erfolgreich. Die Reise begann im Amboseli-Nationalpark (auf 1.200 mNN) in offener Steppenlandschaft mit Elefanten, Antilopen und Löwen sowie dem Amboseli-See mit seiner beeindruckenden Wasservogelwelt (Hunderten Zwerg- und Rosaflamingos) im Schatten des knapp 6.000 Meter hohen Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas. Im Tsavo West- und Tsavo Ost-Nationalpark erlebten wir neben der afrikanischen Vogelwelt, auch ein Paar vom seltenen gewordenen Kaffernadler war zu entdecken, auch die berühmten „roten“ Elefanten. In den Taita-Hills auf 1.800mNN konnten wir weitere Zielarten der Reise, vor allem die dort vorkommenden Endemiten wie Taitadrossel, Taitafeinsänger und Taitabrillenvogel gut beobachten und fotografieren. Ein Höhepunkt dieser Reise!

Einer der berühmten “roten” Elefanten vom Tsavo-Nationalpark. Foto: H. Meyer

Danach führte die Tour weiter an die Küste des Indischen Ozeans in die Region um Mombasa und Watamu. Hier waren vor allem die Endemiten im Sokoke-Arabuko-Nationalpark sowie die nur hier im Südosten vorkommenden Vogelarten im Brachystegia-Wald (endemische Baumart) Ziel der Ornithologen. Sokoke- und Malindipieper, Amaninektarvogel z.B.  und einer der seltensten Vögel Kenias überhaupt, die Sokoke-Zwergohreule (Brutpaar mit zwei flüggen Jungvögeln) waren die Höhepunkte hier im Gebiet. Der letzte volle Beobachtungstag am 4. Januar führte in das UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiet Mida Creek bei Watamu. Auf den Wattflächen im ca. 13 Kilometer langen Meeresarm findet sich eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete des Reiherläufers (Brutgebiete im Oman) und vom Terekwasserläufer. Beide Arten konnten ausgiebig beobachtet und fotografiert werden. Im Moment erholt sich die Gruppe von den Anstrengungen der Rundreise in einem wunderbaren Resort direkt am Bamburi Beach am Indischen Ozean. Die freien Stunden nutzen die Reiseteilnehmer zum birden im Watt und zum relaxen am Meer, bevor ab Morgen bzw. am Montag die Rückreise nach Hause beginnt.

Graubrust-Paradiesschnäpper am Nest. Foto: M. Liebschner

Nächste Gelegenheit, die beeindrucke Tier- und Vogelwelt Ostafrikas in Kenia zu erleben, ist unsere Rundreise von der Masai Mara bis zum Mount Kenia durch den großen Afrikanischen Grabenbruch. Vom 5. bis 19. September 2019 findet diese Tour statt. Noch sind einige Plätze verfügbar! Unverbindliche Anmeldungen erbitten wir an: info@bartmeise.de (Programm und Abläufe werden mitgeteilt).

Startfoto: Bartmeise-Reisegruppe im Mida Creek. Foto: H. Meyer.

Hartmut Meyer

DO-G veröffentlicht “Liste der Vögel Deutschlands” neu – Bartmeise-Reisegäste erhalten diesem im Rahmen ihrer Reiseunterlagen

DO-G veröffentlicht “Liste der Vögel Deutschlands” neu – Bartmeise-Reisegäste erhalten diesem im Rahmen ihrer Reiseunterlagen

Cover “Liste der Vögel Deutschlands” www.do-g.de.

Soeben (Oktober 2019) hat die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft (DO-G www-do-g.de) die von Peter H. Barthel und Thorsten Krüger bearbeitete „Liste der Vögel Deutschlands“ in der Version 3.2. auf dem aktuellen Stand von ornithologischer Systematik, Taxonomie und Nomenklatur neu veröffentlicht. Die Autoren beschreiben die Unterschiede zur Liste von 2018, die teilweise gravierend sind. So hat man nun auch für Deutschland die seit Sommer 2019 geltende IOC-Weltliste, der die DO-G strikt folgt, übernommen. Von nun an stehen die Hühnervögel am Beginn der Artenliste und durch die Neufassung von Ordnungen und Familien in der Liste der Vögel der Erde mussten auch einige deutsche Bezeichnungen verändert werden. Weiterhin wurden zwei Sumpfhühner der Gattung Porzana in Zapornia umbenannt.

Diese kleine Lektüre sei allen Vogelkundlern dringend empfohlen! Bartmeise-Reisegäste zwischen Dezember 2019 und April 2020 erhalten die neue „Liste der Vögel Deutschlands“ zusammen mit ihren Reiseunterlagen.

In dieser Veröffentlichung wird auch nochmals gezielt darauf hingewiesen, warum man eine Mitgliedschaft in der ältesten wissenschaftlichen ornithologischen Vereinigung der Welt, der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft, auch als Laie in Erwägung ziehen sollte. Unterstützen sie die DO-G – werden sie Mitglied www-do-g.de !

Hartmut Meyer

Startbild: Junger Kuckuck im Teichrohrsängernest. Foto: A. Kretschel

Vorexkursion zur nächsten Nasserstausee-Expedition im März: Unterwegs zur afrotropischen Vogel- und Tierwelt in einer unbekannten Wasser-Wüsten-Traumlandschaft

Vorexkursion zur nächsten Nasserstausee-Expedition im März: Unterwegs zur afrotropischen Vogel- und Tierwelt in einer unbekannten Wasser-Wüsten-Traumlandschaft

Pressebericht zur Nasserstausee-Expedition 2019. Gerenalanzeiger Halberstadt.

Unter Leitung des westsächsischen Faunisten Jens Hering (Vorstandsmitglied im Verein Sächsischer Ornithologen und Mitglied im wiss. Beitrat der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft – DO-G) laufen seit einigen Jahren avifaunistische Forschungen auf dem weitgehend unbekannten Nasserstausee in Ägypten, an der Grenze zur afrotropischen Vogelwelt. Erst kürzlich trafen sich die Mitglieder der Nasserstausee-Expedition im Museum Heineanum in Halberstadt/Sachsen-Anhalt zur Auswertung ihrer Expedition im Frühjahr 2019. Dabei wurden auch die Ergebnisse aus einer Brutvogelerfassung zu bestimmten Arten sowie gesammelte Daten zu zahlreichen weiteren Organismen vorgestellt, aus- und bewertet. Auch diese Expedition brachte wieder erstaunliche und bis dato unbekannte Ergebnisse, so z.B. zur Brutbiologie von Rohrsängern, Blassspötter und verschiedenen Wasservögeln wie Seeschwalben. Von der Witwenstelze, die am Stausee ihre nördlichste Verbreitung in der Afrotropis erreicht, gab es ebenfalls neue Daten. Die in PowerPoint-Präsentation vorgestellten Ergebnisse fließen auch dieses mal wieder ein in wissenschaftliche Publikationen, die im Rahmen der Schriftenreihen der DO-G publiziert und als Posterpräsentationen und Vorträge zu den Jahresversammlungen der ältesten wissenschaftlichen vogelkundlichen Vereinigung der Welt gehalten werden.

Der ca. 500 km lange Nasserstausee in Ägypten wartet mit einer Traumlandschaft und spannenden vogelkundlichen Entdeckungen. Foto: J. Hering

Während des Treffens wurden zudem die nächste Expedition in 2020 vereinbart, Zielstellungen diskutiert und die Teilnehmergruppe ausgewählt. Bartmeise-Reisen unterstützt seit Jahren logistisch und auch personell die Aktivitäten von Jens Hering. Daher führen wir Anfang März wieder eine Vorexkursion als Reiseprogramm auf dem Nasserstausee durch. Während der Exkursion, die Teilnehmer und Reisegäste aber frei und ungezwungen genießen können, sind dennoch alle gebeten, Daten zu bestimmten Vogelarten zu dokumentieren und zu sammeln, die dann den

Auch der Stentorrohrsänger ist eine wichtige Brutvogelart am Nasserstausee, die im Interesse der Untersuchungen steht. Foto: Jens Hering

Kollegen der nächsten Expedition zugängig gemacht werden. Einer unserer Mitarbeiter, ein Biologe, Botaniker und Ornithologe, wird die Dokumentation der Daten während dieser Reise betreuen.

Unsere 8-tägige Exkursion in eine unglaublich eindrucksvolle Wasser-Wüsten-Landschaft eignet sich insbesondere auch für ornithologische Freundeskreise und Gruppen, die sich gut kennen und die auf den kleinen Exkursionsbooten (max. 6 Personen pro Bott) gut miteinander zurechtkommen. Alle weiteren Details finden sich im Reiseplan zu dieser Reise, der hier veröffentlich ist.

Hartmut Meyer

Startbild: Witwenstelze am Nasserstausee. Foto: Mohamed Habib.
Fortsetzung, die achte: Mauerläufer im Winterquartier im Erzgebirge eingetroffen – geführte Exkursion im Februar 2020

Fortsetzung, die achte: Mauerläufer im Winterquartier im Erzgebirge eingetroffen – geführte Exkursion im Februar 2020

Mauerläufer im Winterquartier. Foto: B. Franzke (auch Startfoto)

Und wieder ist er zurückgekommen. Ein wirklich unglaubliches Naturwunder! Zwar sehr spät in diesem Jahr, so spät wie noch nie vorher, aber am 22. November traf der kleine Hiochgebirgsvogel nunmehr den achten (!) Winter in Folge in seinem Winterquartier auf der Südseite des Erzgebirges in Böhmen, in einem kleinen Dörfchen unweit des Fichtelbergs, ein. Zwar ist es nicht bewiesen, dass es sich um den gleichen Vogel handelt, aber die Tatsache, das er auch dieses Jahr sofort bei Ankunft seine Futterbretter anflog und die dort schon für ihn ausgelegten Mehlwürmer absammelte, spricht wie immer für den gleichen Vogel, der ‘sein Winterquartier’ bestens kennt!

Sein jährlicher Brutort im Hochgebirge (in den Alpen?) bleibt freilich unbekannt. Im Erzgebirge und den anderen deutschen Mittelgebirgen jedenfalls sind noch nie Bruten von dieser Art nachgewiesen worden. Vor der Lebensleistung dieses Vögelchens, dessen Brutgebiete Hunderte Kilometer weit entfernt zu suchen sein müssten, kann man nur ehrfurchtsvoll stauen. In der Tat, ein Naturwunder!

Den achten Winter in Folge hat nun der Vogel sein Winterquartier an einem alten Fabrikgebäude, wo er im Dachfirst Schlafplätze hat, bezogen. Dort wird sein Aufenthalt von einem böhmischen Ornithologen, unserem Freund Vladimir, gut dokumentiert. Und wenn ihm auch in diesem Winter nichts zustößt, dann wird der Vogel, ein Männchen, bis in den März hinein dort zu sehen sein. Dann wir er wie jedes Jahr ins Brutkleid mausern und erste Balzflüge kündigen dann seinen baldigen Abzug ins Brutgebiet an …

Einmal am Tag holt er sich einige Mehlwürmer, die man für ihn auf einem Fenstersims auslegt. Stellt sich die Frage, wie alt ein Mauerläufer in Freiheit werden kann? Dazu gibt es keine Angaben in der Literatur. Aber in Gefangenschaft kann die Art durchaus ein hohes Alter erreichen wie aus dem Alpenzoo Innsbruck bekannt ist, wo 2016 der letzte seiner Art mit 15 Jahren gestorben ist. Vielleicht ist es nun auch der letzte Winter, in dem dieser kleiner Lebenskünstler so weit abseits seines Brutplatz im Erzgebirge zu sehen sein wird?

Auch in diesem Winter laden wir wieder zu einer geführten Exkursion am Sonnabend, 22. Februar 2020, ein. Die Exkursion beginnt um 7.00 Uhr am sächsisch-böhmischen Grenzübergang Oberwiesenthal-Bozi Dar (Treffpunkt) und dauert bis ca. mittags. Unkostenbeitrag pro Person 10,00 €. Interessenten melden sich bitte formlos per Email an info@bartmeise.de an. Die genauen Details zum Ablauf der Exkursion (Achtung: bei extremen Winterwetter kann der Termin kurzfristig auch verschoben werden!) werden allen Anmeldern schriftlich mitgeteilt. 

Hartmut Meyer

Bartmeise-Reisegruppe von den “Big Five” Südamerikas zurückgekehrt – 430 gesehene Vogelarten in der Liste

Bartmeise-Reisegruppe von den “Big Five” Südamerikas zurückgekehrt – 430 gesehene Vogelarten in der Liste

Jaguar am 14.10.2019 am Cuiaba-Fluss. Foto: J. Hottinger

Mit 430 gesehenen Vogelarten ist am Sonntag (27.10.) eine Bartmeise-Reisegruppe aus dem Pantanal und dem Südamazonas Brasiliens im Bundesstaat Mato Grosso nach Hause zurückgekehrt. Auch bei dieser äußerst erfolgreichen Reise stand die beeindruckende Vogelarten-Vielfalt Südamerikas im Vordergrund, aber auch die “Big Five” des Kontinents, die hier im Pantanal, beobachtet werden können, begeisterten die Reisegäste. Am Cuiaba-River war die fünfmalige Begegnung mit mindestens vier verschiedenen Jaguaren – aus ca. 25 Meter Entfernung zu sehen und zu fotografieren; einer der Großkatzen sogar beim Durchschwimmen des Flusses zuschauen zu können (siehe Video: Bartmeisen-Reisen auf Facebook; Startfoto: J. Hottinger) – ein echter Höhepunkt! Dazu fischende und spielende Riesenotter ebenfalls aus wenigen Metern Entfernung, südamerikanische Fischotter, Gürteltiere usw. Mehrmals konnten Flachlandtapire beobachtet und einmal ebenfalls im Fluss schwimmend gesehen (und fotografiert) werden.

Einer der seltensten Vögel Brasiliens: die Witwentangare. Foto: A. Eisen Rupp.

Die Vogelwelt wartete ebenfalls mit vielen ungewöhnlichen Begegnungen auf. Im Pantanal konnte die Witwentangare (Cone-billed Tanager), die rund ein Jahrhundert als ausgestorben bzw. verschollen galt und von der erst seit wenigen Jahren kleinste Vorkommen wiederentdeckt worden, gut beobachtet werden. Auch die Sandsteinfels-Formationen der Chapada, die ein bisschen an das heimische Elbsandsteingebirge erinnern, boten mit ihrer Cerrado (Steppe) einige andere typische, sehr seltene, teilweise akut bedrohte Vogelarten, die nirgendwo anders zu sehen sind. In den “Garden of the Amazons”, im Übergangsbereich der Steppe in den Amazonas und im Südamazonas standen insbesondere die attraktiven Ameisenvögel, darunter zahlreiche Endemiten, im Interesse der Vogelbeobachter. Zu den Höhepunkten hier zählte die Begegnung mit einer immaturen, kürzlich ausgeflogenen Harpyie, dem mächtigsten Adler Südamerikas, und dem ungewöhnlichen, mehr als Krähen großen Kurzlappen-Schirmvogel (Amazonian Umbrellabird), der aus allernächster Nähe zu erleben war. Demnächst mehr dazu im Reisebericht!

Bartmeise-Reisen als Unternehmen und die Reisegäste dieser Reise haben vor Ort im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso 1.000,00 € in bar an ein Naturschutzprojekt gespendet, mittels welchem die Brutplätze der Harpyie gegen Brandrodung im Amazonas geschützt werden und das insgesamt einen Beitrag zur Popularisierung des Vogelschutzes bei den lokalen Farmern leistet!

Diese spezielle Reise (zwei Wochen), die nirgendwo anders so angeboten wird (!), findet erneut 2020 vom 2. bis 18. Oktober statt. Noch sind zwei Doppel- bzw. Twin- und ein Einzelzimmer verfügbar, für die jetzt unverbindliche Vorreservierungen eingetragen werden (Email an: info@bartmeise.de). 

Hartmut Meyer

Mit vielen Grüßen in die Heimat meldet sich unsere Äthiopien-Gruppe – seltenste Vogelarten wurden gesehen

Mit vielen Grüßen in die Heimat meldet sich unsere Äthiopien-Gruppe – seltenste Vogelarten wurden gesehen

Eine andere Reisegruppe unter Leitung von Dr. Kai Gedeon bereist derzeit und noch bis zum 7. Oktober 2019 18 Tage lang das afro-alpine Äthiopien auf der Suche nach den ganz speziellen Vogelarten des Landes. Die Reise führte u.a. schon durch die grandiosen Bale-Mountains, dem weltweit größten afro-alpinen Schutzgebiet, sowie in den Borana-Nationalpark (in Gründung), zum Lake Langano und dem Abijata-Shala-Nationalpark. Das Foto wurde aufgenommen am Lake Awasa, wo die Gruppe auf der Suche nach dem Wellenbartvogel war. Weitere Höhepunkte der Reise: Bestens gesehen wurde die Libenlerche (einer der seltensten Singvögel Afrikas), Weißflügeltaube und Jubaweber (die nur an wenigen Stellen außerhalb ihres Hauptverbreitungsgebietes in Somali vorkommen) und die Maskenlerche (von der es nur fünf bekannte Vorkommen gibt).

Nach dem Aufenthalt im Awasa-Gbiet begibt sich unsere Reisegruppe jetzt am Wochenende in Verlängerung der Rundreise auf das Sanetti-Plateau, dem Hauptverbreitungsgebiet des seltenen Äthiopischen Wolfes. Außerdem steht ein Besuch bei den attraktiven (endemischen) Dscheladas (Blutbrustpaviananen) im Programm mit dem Ziel, beide Säuger beobachten und vielleicht auch fotografieren zu können. Auf dem weg dorthin wird nach dem endemischen Harwoodfrankolin gesucht.

Eine nächste Reise in die zauberhafte Bergwelt Äthiopiens im Januar 2020 ist bereits restlos ausgebucht. Im 2. Halbjahr 2020 wird es mit Äthiopien-Experten Dr. Kai Gedeon (Biologe/Ornithologe/Völkerkundler) eine weitere Reise auf das “Dach Afrikas” geben. Die Ankündigung dazu erfolgt in Kürze hier.

Hartmut Meyer

Startbild: Äthiopien-Reisegruppe am 2. Oktober 2019 im Awasa-Gebiet. Foto: Dr. K. Gedeon

Bartmeise-Reisegruppe aus Kenia zurück: Überraschendes Ergebnis mit 480 gesehene Vogelarten!

Bartmeise-Reisegruppe aus Kenia zurück: Überraschendes Ergebnis mit 480 gesehene Vogelarten!

Mit 480 gesehenen (und viele auch  fotografiert) Vogelarten im Gepäck ist vergangene Woche unsere Reisegruppe aus dem Westen Kenias nach Deutschland zurückgekehrt. Bereist wurden die Großlebensräume der Grassteppe in der Masai Mara, die großen Seen im Großen Afrikanischen Grabenbruch in der trockenen Akaziensteppe, der bekannte Kagamega-Regenwald an der Grenze zu Uganda und die Bergregenwälder am Mount Kenia-Massiv auf ca. 2.000mNN.

Ad. Kronenadler mit Futter am Nest im Kagamega-Forest. Digiskopie-Foto M. Walter.

Neben unglaublichen 480 beobachteten Vogelarten war auch die Begegnung mit den großen Huftieren der Masai Mara – Tausende Gnus, Büffel, Zebra, Elefanten, Giraffen und vielen Antilopenarten – sowie die Löwen, Geparden und Tiger ein eindrückliches, großartiges Erlebnis. Zu den Höhepunkten in der Vogelwelt zählte auch in diesem Jahr die Begegnung mit den größten Adlerarten des Kontinents, mit Kaffern- und Kronenadler. Letzterer war im Kagamega-Regenwald wieder an einem mit einem Jungvogel besetzten Nest hautnah zu erleben. Mehrmals konnten die Fütterungen des Jungvogel beobachtet werden (Digiskopie-Foto).

“Mich hat die Vielfalt dieses Landes, allein nur hier im Westen, außerordentlich beeindruckt. Ich kann jedem Naturfreund, speziell ornithologisch Interessierten, eine Reise in die phantastische Natur Kenias empfehlen” meint Manfred W. aus Riesa. Und Benedikt B. aus Göttingen: “Die tolle Vogelwelt hat mich überrascht. Ich hätte nicht erwartet, dass wir um die 480 Arten, darunter viele Seltenheiten wie z.B. auch den hoch bedrohten Olivibis am Mount Kenia, sehen können”.

Die nächste Bartmeise-Reise in die Vogelwelt Kenias findet am April 2020, gleich nach Ostern, statt. Dann steht der trockenere Norden des Landes mit seiner wieder ganz anderen Vogelwelt (Somali-Biom) sowie die speziellen Bergvögel (darunter zahlreiche Endemiten) in den Abadere-Mountains im Programm. Die “Big Five” Afrikas sind natürlich möglich und “eingeplant”, wozu auch das bedrohte Spitzmaulnashorn im Nairobi Nationalpark gehört.

Hartmut Meyer

 

Startbild: Bartmeise-Reisegruppe am Äquator. Foto: H. Meyer

Von den Anden bis zum Amazonasbecken in Peru: Beeindruckende Vogelwelt von Cuzco bis zum Manu-NP

Von den Anden bis zum Amazonasbecken in Peru: Beeindruckende Vogelwelt von Cuzco bis zum Manu-NP

Mit 486 gesehenen und nochmals um die 35 ‘nur gehörten’ Vogelarten ist gestern eine Bartmeise-Reisegruppe aus dem südamerikanischen Peru zurückgekehrt. Diese Reise, erstmals durchgeführt, sah das Erlebnis Vogelwelt in den Hohen Anden, im Urubamba-Gebirge um Cuzco ebenso vor wie im berühmten Manu-Nationalpark im Amazonasbecken, der die höchste Biodiversität der Welt aufweisen soll. Die Reise war anspruchsvoll, denn die Beoachtungsorte lagen zwischen 4.400 und 250 Meter über Meeresspiegel, klimatisch somit zwischen 0°C und 32°C in wenigen Tagen.

Besucht wurden die Puna (trockene Hochsteppe ab 4.000 mNN), die vogelreichen Nebelwaldgebiete am Ostabfall der Anden und das Amazonasbecken am Flusslauf Madre de Dias bis zum Manu-Nationalpark. Außerdem standen das legendäre “Heilige Tal der Inka” und die berühmte Inkastadt “in den Wolken”, Machu Picchu, mit im Vogelbeobachtungsprogramm, wobei natürlich auch eine archäologische Führung durch die berühmtesten Ruinen der Welt (Startbild: Bartmeise-Reisegruppe. Foto: H. Meyer) nicht fehlen durfte.

Insbesondere die Vielfalt der Tangaren-Arten im Nebelwald und die fantastischen Ameisenvögel im Amazonastiefland begeisterten die Teilnehmer an dieser Reise. Zu den Höhepunkten zählen sicherlich auch 11 endemische Vogelarten, Beobachtungen am Balzplatz der Andenfelsenhähne (Cock-of-the-rock”), vom Andenkondor, Sturzbachenten (mit pull.) am Urubamba-Fluss und die Entdeckung einer seltenen Papageienart, dem Amazonassittich, der nach Angaben des Manu Wildlife-Center in den vergangenen 30 Jahren nur zweimal im Manu-Nationalpark gesehen werden konnte!

Diese Reise erforderte einen enormen logistischen (und personellen) Aufwand. An sieben verschiedenen Orten waren unterschiedliche Fahrzeuge (Mercedes-Sprinter, Kleinbus, Landrover usw.) erforderlich. Für fünf Tage wurde ein Boot auf dem Madre de Dios-Fluss mit zwei Mann Besatzung gebraucht sowie dazu zwei weitere Fährboote. Zwei Tage lang war die Gruppe im Tal der Inka mit dem Zug unterwegs, und ein Inlandsflug vom Amazonas zurück in die Anden war notwendig.

Einer unserer Reiseteilnehmer, Michael F. aus Dresden schreibt zur Reise: “Es war eine wahnsinnig intensive Zeit  für mich in Peru. Der Amazonasregenwald mit seiner ungeheuren Artenvielfalt und nachtürlich die gewaltigen Anden, deren Schönheit atemberaubend ist … Ich habe zudem selten so gut gegessen wie auf dieser Reise … danke an Bartmeise-Reise für eine absolut reibungslose Organisation.” Susanne und Ernst K. aus Hamburg: “Eine absolut tolle Reise, ein unglaublich intensives Erlebnis. Unser deutschsprachiger Birdguide Adrian nicht nur ein kenntnisreicher Ornithologe und Biologe, sondern auch ein super-netter Mensch”. 

Der Reisebericht steht in wenigen Tagen hier zur Verfügung. Diese Reise wird ab ca. 1. August 2020 erneut (mit min. 6 bis max. 10 Teilnehmern) durchgeführt. Interessenten können sich bereits jetzt unverbindlich vormerken lassen (info@bartmeise.de).

Hartmut Meyer

 

Zwischen Orient und Okzident: Unterwegs bei den Vögeln an der Grenze von Europa nach Asien

Zwischen Orient und Okzident: Unterwegs bei den Vögeln an der Grenze von Europa nach Asien

Reisebericht über die Bartmeise-Reise in den Großen Kaukasus und in die Ararat-Ebene Georgien und Armenien vom 26. April bis 8. Mai 2019.

Zwei Zielarten der Reise: Berggimpel und Riesenrotschwanz. Foto: S. Stutz.

Tag 1/2 (26./27. April 2019): Anreise nach Tiflis und erste Begegnung mit der Vogelwelt 
Mit dem Austrian-Nachtflug am 26. April ab Wien erreichen alle Teilnehmer am frühen Morgen gegen 04:00 Uhr die georgische Hauptstadt Tiflis. Vom Flughafen fahren wir umgehend ins Hotel, wo wir eine erste sehr kurze Nacht verbringen. Nach einem späten Frühstück starten wir unsere Fahrt Richtung Stepanzminda im Großen Kaukasus. Entlang der Route können Ohrenlerchen und Bergpieper, unsere ersten Bergvögel, entdecken. Am Denkmal der russisch-georgischen Freundschaft in Gudauri lassen sich dann Alpenbraunellen aus nächster Nähe beobachten. Einige Zeit braucht es, die Verwirrung um durchziehende Schwarzmilane zu klären. Nach Weiterfahrt und kurzem Stau am Tunnel der Passstraße erreichen wir unser Gästehaus. Wir checken kurz ein und nutzen anschließend den restlichen Tag zum Beobachten. Unsere Zielarten Riesenrotschwanz und Berggimpel wollen wir aber in tieferen Lagen suchen. Die vielen Berberitzen- und Sanddornbeeren dienen beiden Arten bis ins Frühjahr hinein als Nahrungsquelle. Bevor das gelingt, haben wir noch eine wunderbare Sichtung vom Mauerläufer. Anschließend sind wir im Kerngebiet der Zielarten. Riesenrotschwanz und Berggimpel können perfekt beobachtet werden. Zudem werden wir Zeuge eines besonderen Naturschauspiels: Über unsere Köpfe hinweg ziehen in der Dämmerung nicht weniger als 25 Riesenrotschwänze (!) in höhere Lagen. Dieses besondere Erlebnis gleich am ersten Tag wird sicher lange in Erinnerung bleiben.

Bartmeise-Reisegruppe In den Bergen des Kaukasus im April 2019. Foto: A. Sutter.

Tag 3 (28. April): Auf der Suche nach dem Kaukasuskönigshuhn im Großen Kauskasus 
Vor dem Frühstück beobachten wir am Fuße des Yuro-Bergmassivs. Von da haben wir gute Sicht in die Berge. Die Rufe des Kaukasuskönigshuhn sind weithin hörbar. Recht schnell gelingen auch Beobachtungen. Daneben können wir Kaukasusbirkhühner und weibliche Berggimpel beobachten. Dort sehen wir auch die ersten Bezoarziegen unserer Reise. Nach dem Frühstück fahren wir zur berühmten Gergetier Dreifaltigkeitskirche. Dort können unter anderem Gänsegeier, Steinadler und Wanderfalke gesehen werden. Am Abend besuchen wir wieder das Gebiet vom Vortag. Nochmals können wir hier sehr schön Riesenrotschwanz und Berggimpel beobachten.

Traumkulisse: Kleiner und großer Ararat. Foto: S. Stutz.

Tag 4 (29. April): Im Brutgebiet des Türkenkleibers 
Durch die guten Erfolge bei der Suche nach unseren Zielarten haben wir einiges an Zeit gewonnen. So starten wir nach einer weiteren Morgenexkursion im Umfeld etwas zeitiger Richtung Tiflis. Bevor wir am späten Nachmittag in unser Hotel einchecken, steht noch ein Besuch des östlichsten Brutgebietes des Türkenkleibers bevor. Nach ein paar Lockversuchen kommt ein Pärchen und lässt sich gut beobachten.

Tag 5 (30. April): Abschied von Georgien und Weiterreise nach Armenien 
Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Armenien. Unweit von Tiflis besuchen wir aber zuerst noch einen See. Der See selbst ist überraschend artenarm. Im Offenland des Sees können wir jedoch Wiesenweihen, Brachpieper sowie einige Gänsegeier beobachten. Anschließend Weiterfahrt über die armenisch-georgischen Grenze bis zu unserer Unterkunft in Diligan. In einer ersten abendlichen Waldexkursion ist es vorerst recht ruhig. Ein Mittelspecht der Unterart causcasicus lässt sich beobachten.

Tag 6 (1. Mai): Im Wald um Diligan bei Wachholderlaubsänger und Halbringschnäpper
Nach unserem Frühstück besuchen wir erneut die bewaldeten Gebiete um Diligan. Dieses Mal ist es viel lebhafter. Wacholderlaubsänger, Zwergschnäpper und Halbringschnäpper lassen sich beobachten, letzterer sehr schön vor seiner Bruthöhle. Mitten im Wald singt ein Karmingimpel. Am Nachmittag besuchen wir das berühmte Kloster Harghartsin.

Tag 7 (2. Mai): Armeniermöwen am Sevansee und Hochebenen noch voller Schnee
Nach dem Frühstück brechen wir Richtung Sevansee auf. Unser erster Stopp liegt auf einer kleinen Halbinsel. Hier können wir viele Weißflügelseeschwalben und Armeniermöwen sehen. Daneben verschiedene Enten- und Reiherarten, Grünschenkel, Rotkehlpieper und sehr viele Rohrweihen. Kurz vor Abfahrt bestimmen wir noch zwei Kurzzehenlerchen, welche ihren charakteristischen Fluggesang hören lassen. Unweit des ersten Stopps halten wir erneut in der Nähe einer Ortschaft. In diesem schönen Offenland lassen sich unter anderem Schwarzstirnwürger, Maskenschafstelzen sowie verschieden Limikolen und Entenarten beobachten. Weiter geht es nun Richtung Selim Pass. Die Hochebenen liegen noch voller Schnee. An deren Rändern lässt sich jedoch Einiges beobachten. Dazu zählen unter anderem Berghänflinge, Braunkehlchen, Blaukehlchen und eine Rostgans. Die erhoffte Steinbraunelle können wir heute aber nicht beobachten. Ein Baumfalke fliegt vorüber. Am Himmel kreisen Adlerbussarde. Weiterfahrt zur Karawanserei. Nach kurzem Stopp fahren wir die letzte halbe Stunde zur Unterkunft. Nachts beobachten wir auf dem Gelände Zwergohreulen.

Rotstirngirlitz. Foto: R. Aeschlimann.

Tag 8 (3. Mai): Mit Allradfahrzeugen hinauf in die hohen kaukasischen Berge 
Unser Tag beginnt heute sehr früh. Allradfahrzeuge bringen uns auf abenteuerlichen Wegen in höhere Lagen. Dort angekommen hören wir alsbald den Ruf des Kaukasuskönigshuhn. Nach kurzer Suche wird es gefunden. Daneben entdecken wir einen Braunbär mit Jungem. Wir erleben einen wunderschönen Morgen in den kaukasischen Bergen. Erneut können wir hier eindrucksvoll die Gastfreundschaft der Menschen erleben. Mühevoll gesammelter Koreander wird uns geschenkt, und wir werden von freundlichen Einheimischen unvermittelt zu einem Gläschen Wodka einladen. Dieser Morgen wird vielen sicher in Erinnerung bleiben. Nach der Rückfahrt ins Tal besuchen wir noch einen sicheren Platz für den Weißkehlsänger, haben aber noch kein Glück. Mittagsrast haben wir heute in einem Höhlenrestaurant unweit des Klosters Noravank. Gegen Nachmittag stoppen wir in einem schönen Tal nahe unserer Unterkunft. Dort können wir nun endlich sehr ausgiebige Beobachtungen von Rotstirngirlitzen machen. Eine kleine Kolonie Steinsperlinge hat sich einen großen Felsblock als Brutplatz ausgewählt. Rufende Chukarhühner werden nach hartnäckiger Suche im Hang entdeckt. Die Unterscheidung von Felsen und Klippenkleiber bereitet uns Kopfzerbrechen. Gemeinsam finden wir dann aber doch klare Antworten. Anschließend Fahrt in die Unterkunft.

Tag 9 (4. Mai): Unterwegs in der Araratebene und an den Armash-Fischteichen
Heute führt uns unser Weg in die Aratebene. Unser Hauptziel sind die Armash-Fischteiche. Zuvor haben wir noch einen Stopp. Weißkehlsänger und Chukarhuhn lassen sich heute schön beobachten. In Armash angekommen, können wir nach kurzer Verzögerung ins Gebiet. Bei einer Wanderung auf einem der unzähligen Dämme können wir die für das Gebiet typischen Arten beobachten. Dazu zählen Blauwangenspint, Weissschwanzkiebitz, Weißkopf-Ruderente, Mariskenrohrsänger, Feldrohrsänger und Stummellerche. Am Ende des Weges begegnen wir einem großen Trupp Schafstelzen, in dem wir sogar vier Unterarten entdecken können. Darunter auch eine Wolgaschafstelze. Ein erster Trupp Rosenstare zieht an uns vorbei. In einem abgelassenen Becken können wir neben vielen anderen Limikolen drei Teichwasserläufer bestimmen. Am späten Nachmittag fahren wir bei starkem Regen ins Hotel nach Jerewan.

Paar Weißflügelgimpel. Foto: S. Stutz.

Tag 10 (5. Mai): Seltene Gimpelarten in der Halbwüste 
Unser heutiger Weg führt uns in halbwüstenartiges Gelände. Bekannt ist es für seine Vorkommen an seltenen Gimpelarten. Eine Vielzahl weiterer Arten lässt sich ebenfalls beobachten. Dazu zählen u.a. Greifvögel wie Schmutzgeier, Bartgeier, Mönchsgeier, Schlangenadler, Steppenweihe und Kurzfangsperber. Auch an Singvögel lässt sich nach anfänglicher Ruhe einiges sehen. Wir finden mehrere Reviere des Steinortolans. Felsensteinschmätzer lassen sich gut beobachten. Über uns fliegen Wüstengimpel und lassen ihren charakteristischen Ruf hören. Am Ende erleben wir mit einem sehr fotogenen Pärchen des Weißflügelgimpels noch ein besonderes Highlight. In ganz Armenien gibt es nur einen bekannten Brutplatz dieser Art. Auf dem Rückweg versuchen wir erneut unser Glück mit dem Heckensänger. Leider wieder ohne Erfolg.

Tag 11 (6. Mai): Zielart heute: der seltene Kaukasussteinschmätzer 
Unser erstes Ziel heute gilt einer der seltensten Arten Armeniens, dem Kaukasussteinschmätzer. Es gibt hier lediglich zwei bekannte Vorkommen. Dazu bringen uns erneut Geländewagen in die Berge. Dort können wir zuerst schön sich jagende Rotkopfwürger und Weißkehlsänger beobachten. Vom Steinschmätzer ist nichts zu hören und zu sehen. Schließlich wird der sehr unscheinbare Vogel nach intensiver Suche doch entdeckt. Viele Augen sehen eben doch mehr! Nach dem Mittag fahren wir erneut zu den Armash. Wir erkunden wieder das riesige Gebiet. Am Artenspecktrum hat sich nicht viel geändert. Schön zu sehen sind Zwergseeschwalben und Rotflügelbrachschwalben. Unsere letzte Chance auf den Heckensänger nutzen wir, und fahren erneut zu bekannten Platz. Neben schönen Beobachtungen von Tamariskengrasmücken zeigt sich nun endlich auch dieser Vogel. Die Art scheint dieses Jahr spät im Brutgebiet einzutreffen. Anschließend Fahrt zurück ins Hotel nach Jerewan.

Weißkehlsänger. Foto: B. Möckel

Tag 12 (7.Mai): Abschied von der zauberhaften Vogelwelt des Kaukakus 
Am letzten Tag unserer Reise fahren wir ein letztes mal in die Berge. Die Auffahrt zur Bergstation ist durch den vielen Schnee noch versperrt. Anfänglich als Nachteil bewertet, ergibt sich daraus jetzt ein Vorteil. Viele Arten gelangen noch nicht in höhere Lagen und lassen sich wunderbar und in großer Zahl an den Schneerändern beobachten. Dazu zählen unter anderem Berghänfling, Steinbraunelle, Weißkehlsänger, Blaukehlchen, Steinrötel und Ohrenlerche. Anschließend fahren wir in niedrigere Lagen. Dort kommen Ortolan und Brachpieper in großen Dichten vor. Mit dieser letzten Exkursion endet unsere ornithologische Reise 2019 in den Kaukasus.

Tag 13 (8. Mai 2019): Rückflug über Wien nach Europa
Mit über 220 gesehen Arten und hoffentlich bleibenden Eindrücken unberührter Natur und gastfreundlichen Menschen fliegen wir heute Nacht um 04:30 Uhr über Wien zurück nach Deutschland, Schweiz und Österreich, wo wir am Vormittag eintreffen.

Andrè Müller (Reiseleiter)

Im Jahr 2020 steht auch diese Reise zur Vogelwelt im Großen Kaukasus wieder im Bartmeise-Reiseprogramm (24.04.-06.05.2020), und kann gebucht werden! 

Startfoto: Bartmeise-Reisegruppe (Ausschnitt) 2020 im Großen Kaukasus. Rechts im Bild Reiseleiter Andrè Müller. Foto: A. Sutter.

Vom Kaukasus zum Persischen Golf: Bartmeise-Reisegruppen unterwegs in der euro-asiatischen Hochgebirgsregion

Vom Kaukasus zum Persischen Golf: Bartmeise-Reisegruppen unterwegs in der euro-asiatischen Hochgebirgsregion

Zwischen Kaukasus und Elbrus und zwischen Kaspischem Meer und Persischem Golf sind derzeit zwei Bartmeise-Reisegruppen unterwegs in der euro-asiatischen Hochgebirgsregion auf vogelkundlichen Rundreisen.

Unsere Reiseteilnehmer erleben spannende, unbekannte Landschaften in zauberhafter Bergwelt, erneut gastfreundliche und aufgeschlossene Menschen und natürlich eine fantastische Vogelwelt, die je im Mittelpunkt steht.

Über einige Reiseabenteuer berichten wir an dieser Stelle nach Rückkehr unserer Gruppen.

Startbild: Bartmeise-Reisegruppe unterwegs zwischen Kaspischem Meer und Persischen Golf am 25. April 2019. Foto: privat.

Noch ‘dicken Winter’ im hohen Kaukasus erlebte unsere Reisegruppe in Georgien am 27. April 2019. Rechts vorn Bartmeise-Reiseleiter Andre Müller. Foto: privat

Die Wüste lebt: Bartmeise-Reisegruppe auf der mexikanischen Baja California unterwegs – Meeressäuger und Wüstenvögel

Die Wüste lebt: Bartmeise-Reisegruppe auf der mexikanischen Baja California unterwegs – Meeressäuger und Wüstenvögel

Grauwal mit Jungtier. Foto: Martin Winter

Seit einigen Tagen ist eine Bartmeise-Reisegruppe auf der mexikanischen Halbinsel Baja California unterwegs. Ziel dieser “Vögel-und-Mehr”-Reise durch den “größten Kaktusgarten der Welt” sind neben der Vogelwelt auch die großen Meeressäuger wie Grauwale, die hier in den gewaltigen Buchten zwischen Pazifik und Golf von Kalifornien ihre Kinderstuben haben, sowie die Naturschönheiten dieser außergewöhnlichen Wüste zwischen den Ozeanen.

Krabbenreiher. Foto: Martin Winter

Die pazifische Vogelwelt wird beherrscht von den Meeresvögeln, die wie die allgegenwärtigen Braunpelikane, endemische Heermann– und Gelbfußmöwen, verschiedenen Seeschwalben-, viele Reiherarten wie auch Krabbenreiher und den “Hyänen” der Meere, den Prachtfregattvögeln, täglich beobachtet werden können. Begeistert zeigt sich die Reisegruppe von der Limikolen-Vielfalt, die bestimmt werden durch die Arten des amerikanischen Kontinents wie Wilson– und Keilschwanzregenpfeifer, Wiesen– und Bergstrandläufer, Großer Gelbschenkel, Marmor- sowie Hudsonschnepfen. Aber auch einige ausgesprochene Seltenheiten wie 7 Individuen vom nur ausnahmsweise vorkommenden Bergstrandläufer konnten bereits gesehen und fotografiert werden. Außerdem gelang es, einen Schwarzkopf-Zwergtaucher, ebenfalls ein Ausnahmegast auf der Baja, nachzuweisen.

Wüstenkolibri, die Veilchenkopfelfe. Foto: Martin Winter

Wechselnd werden vogelkundlich interessante Gebiete sowohl am Golf von Kalifornien als auch am Pazifik aufgesucht. Dann führt die Reise stets durch ausgedehnte Wüstengebiete z.B. der Sierra San Francisco oder der Sierra de la Giganta mit ihren Riesenkakteen und einer ganz eigenen Vogelwelt, bestimmt von den häufigen Truthahngeiern, Nordkarakara, Buntfalken, Rotschwanz– und Präriebussard sowie auch weiteren seltenen (endemischen) Arten wie Grauspottdrossel und Schwarzstirn-Saphirkolibri. 

Mehr später im Reisebericht.

Hartmut Meyer

Titelfoto: Bartmeise-Reisegruppe am 20.03.2019 im ‘Refugio de Aves’ (Vogelschutzgebiet) in Guerrero Negro am Pazifischen Ozenan. Foto: H. Meyer

 

 

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