Reisebericht Peru: Grandiose Vogelwelt zwischen Cuzco, Amazonas und der Inkastadt Machu Picchu

Reisebericht Peru: Grandiose Vogelwelt zwischen Cuzco, Amazonas und der Inkastadt Machu Picchu

Reisebericht über die Reise nach Peru vom 31. Juli bis 18. August 2019

Mittwoch, 31. Juli 2019: „Gefühlte“ Abreise nach Südamerika
Beim Vortages-online check-in die Überraschung: Die Bordkarten wiesen aus, das unsere Anreise nach Peru geändert, unser Anschlussflug am 1. August von Bogota nach Cuzco (Foto H. Meyer) gestrichen und um 24 Stunden nach hinten verlegt wurde! Warum, das sollten wir schnell erfahren! Flug Avianca 55 von München nach Bogota, der am 31.7. um 22.45 Uhr in München starten sollte, wurde mindestens 10 Stunden später ankommend erwartet (also am frühen Morgen des 1. August), sodass der nächtliche Abflug gestrichen war. Der ‚Dreamliner‘ musste wohl in eine Werkstatt … und wir mussten in München im Hotel übernachten. Avianca hatte aber wenigstens alles gut vorbereitet, sodass unsere Gäste schnell und kostenlos und mit Verpflegungs-Vouchern ausgestattet in die Hotels kamen.

Donnerstag, 1. August: „Reale“ Abreise nach Südamerika
Avianca war am zeitigen Morgen tatsächlich in München eingetroffen und stand nun am Gate bereit. „Pünktlich“ um 8.50 Uhr (mit neun Stunden Verspätung) hob die Maschine in München mit Ziel Bogota endlich ab. Für die 13.580 Kilometer waren 11 Stunden und 30 Minuten Flugzeit berechnet. Gegen 14.00 Uhr Ortszeit erreichten wir Bogota. Leider mussten wir nun nochmals eine ungeplante Zwischenübernachtung, dieses Mal hier in Bogota, in Kauf nehmen, denn unser eigentlicher Anschlussflug nach Cuzco um 6.45 Uhr war natürlich längst weg … und es gab heute keinen weiteren Flug nach Cuzco. Vertreter der Airline warteten aber auch hier wieder mit Hotel- und Verpflegungs-Vouchern, sodass wenigstens dafür gesorgt war. Transfer ins Hotel/Abendessen.

Freitag, 2. August: Ankunft in Cuzco und Weiterfahrt hinauf zu den „Riesen“-Vögeln der Puna
Heute um 10.00 Uhr, am Ende leider mit 24 Stunden Verspätung (1 Tag verspäteter Reisebeginn!), treffen wir in Cuzco, der peruanischen Anden-Hauptstadt, ein. Gegen 11.00 Uhr sind wir bereits fertig mit der völlig unkomplizierten und komplett papierlosen Einreise, Geldwechsel etc., und so können wir unseren Birdguide Adrian begrüßen. Der Mercedes-Sprinter ist rasch beladen. Bei angenehmem Wetter (sonnig, um 20°C) birden wir zuerst in einem Feuchtgebiet (Ramsar-Site) am Stadtrand von Cuzco auf 3.000 mNN. Im Gras und Schilf sind nicht nur wilde Meerschweinchen aktiv. Auch der farbenprächtige Vielfarben-Tachurityrann (Many-colored Rush-tyrant) zeigt sich wenigstens kurz neben anderen typischen Arten für dieses Habitat. Wir sehen u.a. Spitzschwanz- und Südandenente (Yellow-billed Pintail & -Teal), Rollandtaucher (White-tufted Grebe) und Andenmöwe (Andean Gull; Foto li: A Eisen Rupp).

Nach unserem Mittagspicknick am See benutzen wir eine unbefestigte Passstraße, die uns hinauf auf 4.200 mNN in die peruanische Puna, eine Trockensteppe, bringt. Unterwegs an Blüten entdecken wir den Riesenkolibri (Giant Hummingbird), einen echten Riesen aus dieser Vogelgruppe. An einem Puna-See auf über 4.200 mNN können wir Inkataucher (Northern Silvery Grebe), Gruppen von Andengänsen (Andean Goose; Foto re: A. Eisen Rupp), Riesenblässhühner (Giant Coot) und weitere Arten der Andenhochsteppe wie Punaibis (Puna Ibis), Andenkiebitz (Andean Lapwing), Blassbauch- & Schwarzschwanz-Uferwipper (Creme-winged- & White-winged Cincloides) sowie den endemischen Rotgesichtcanastero (Rusty-fronted Canastero) beobachten. Wir überqueren den Pass und fahren die Anden-Ostseite hinunter bis zu einer Lodge, die bereits auf knapp 3.000 mNN im Nebelwald in Richtung Amazonas liegt. Hier bleiben wir eine Nacht (zwei waren geplant …). Wir kommen erst gegen 20.00 Uhr an, das Abendessen wartet und dann auch die Betten.

Sonnabend, 3. August: Nebelwald-Vögel entlang der berühmten Manu-Straße
Nach einem zeitigen Frühstück packen wir unsere Sachen ins Auto und treten die Weiterreise in Richtung Amazonas-Tiefland an. Aber heute und in den nächsten Tagen steht erst einmal die Vogelwelt im Nebelwald der Anden, in Regionen zwischen 3.000 und 1.500 mNN, im Programm. Diese einzige Straße von Cuzco ins Amazonastiefland von Peru ist unbefestigt, einspurig und verlangt vom Fahrer reichlich Geschick und Umsicht, vor allem beim Ausweichen im Gegenverkehr. Unser Fahrer Omar hat das aber gut drauf. Rasch stellen wir zudem fest, dass Omar nicht nur ein geschickter Fahrer, sondern auch ein guter Kenner der Vogelwelt ist, denn er beteiligt sich häufig erfolgreich an der Bestimmung bzw. entdeckt auch selber neue Arten. Wir haben heute Glück und können zahlreiche Bergnebelwald-Arten wie z.B. Andenguan (Andean Guan), den endemischen Hartertkolibri (Peruvian Piedtail), Blautukan (Grey-breasted Mountain-tucan), Bergwald-Baumsteiger (Montane Woodcreeper) sowie die endemischen Arten Marcapataschlüpfer (Marcapata Spinetail) und Rostbrust-Laubtyrann (Inca Flycatcher) finden. Andenklarino (Andean Solitare) und Riesendrossel (Great Thrush) sowie Masken– und Barthakenschnabel (Masked & Moustached Flowerpircer) ergänzen unsere Liste der Nebelwaldarten.

Zum Vogel des Tages wird heute aber ein prächtiger Goldkopftrogon (Golden-headed Quetzal; Foto: A Eisen Rupp), der sich aus nächster Nähe wunderbar beobachten lässt. Dann erreichen wir die berühmte Cock-of-the-rock-Lodge, die uns für die nächsten zwei Nächte Quartier in schönen Bungalows bieten wird. Nach dem schmackhaften Abendessen erledigen wir noch die Vogelliste, die bereits jetzt rund 140 gesehene Arten (dazu weitere „nur gehört“-Arten) aufweist. Aus den Betten heraus genießen wir den nächtlichen Gesang der Salvinkreischeule (Rufescent Screech-owl).

Sonntag, 4. August: Im Nebelwald der Nebel wallt …
… leider auch heute Morgen wieder, sodass wir keine Chance haben auf Vögel im oberen Bergwald. Wir entschließen uns daher, rund um die Lodge am Bergflüsschen zu birden. Wir entdecken abfliegende Sturzbachenten (Torrent Duck) und eine Weißkopf-Wasseramsel (White-capped Dipper), hoffen aber auf eine bessere Gelegenheit am nächsten Tag. Dann wird der Nebel auch hier immer dichter. Wir fahren zurück und erfreuen uns an der bunten Vogelwelt an den Fütterungen in der Lodge. Im Gebüsch dahinter leuchtet es plötzlich rot: ein prächtiger Andenfelsenhahn (Cock-of-the-rock; Foto: A. Eisen Rupp) agiert im Hintergrund. Der Große Veilchenohr-Kolibri (Sparkling Violet-ear) ist der Platzhirsch unter den 6-7 Kolibriarten an den Tränken. Eine, später sogar zwei Tyra, eine große südamerikanische Marderart, betätigen sich als Strauchdiebe an den mit Papaya-Früchten bestückten Tangaren-Fütterungen. Für die Säugetier-Interessenten sicher eine besondere Beobachtung! Wie wir von den Betreibern der Lodge erfahren, ist das Wetter hier auf ca. 1.500m NN dieses Jahr ungewöhnlich kühl. Morgens herrschen nur wenige Grad über Null, tags, im Nebel, kaum 10-12°C, was auf einen ungewöhnlichen Kaltluftstrom aus Südamerika zurückzuführen sei. Dieses Wetterphänomen trete nur alle paar Jahr auf … leider ausgerechnet während unserer Anwesenheit.

Montag, 5. August: Am Balzplatz der Andenfelsenhähne
Die Lodge trägt den Namen des bekannten Anden-Vogels „Cock-of-the-rock“ (Andenfelsenhahn) wohl auch deswegen, weil sich angrenzend ein offenbar seit Jahrzehnten besetzter Tanz- oder Balzplatz der in Familienverbänden lebenden attraktiven Vogelart befindet. Mit dem Hellwerden um 6.00 Uhr suchen wir den Platz, der am Hang getarnt einen Beobachtungsstand für die Vogelfreunde bietet, auf. Die Hähne, etwa fünf bis sieben, sind schon da und zeigen ihre Farbenpracht beim Tanz. Die nur krächzenden Stimmen scheinen so gar nicht zur Farbenpracht des majestätischen Vogels zu passen. Aber so ist das eben in der Vogelwelt. Das eine scheint zum anderen oftmals nicht zu passen. Wir beobachten das Spiel der Hähne eine Weile, dann wartet das Frühstück. Den restlichen Vormittag beobachten wir am Gebirgsbach vor der Lodge, der aus den Anden herabstürzt. Wir können uns an den prächtigen Inkablauraben (Green Jay; Foto: A. Eisen Rupp) erfreuen und auch einen Andenzaunkönig (Mountain Wren) beim Gesang belauschen.

Nach einem vorzüglichen Mittagessen reisen wir weiter und lassen die letzten Reste vom Bergnebelwald hinter uns. Bei einem Stopp an der Straße entdecken wir in einem alten Baum ein besetztes Nest vom Däumlingssperber (Tiny Hawk). Der Zwerg aus dieser Artengruppe lässt sich im Spektiv gut beobachten. Bald erreichen wir unser Quartier für die nächsten zwei Nächte. Hier auf ca. 580 mNN beginnt der Amazonasregenwald und eine neue Faunenregion. Wir checken in die luxuriösen Bungalows (Foto re. von außen ins Wohnzimmer geschaut – Foto: H. Meyer) ein, die eine völlig offene, nur mit festem Insektenschutz bespannte Rückwand zum Regenwald bieten. Die für unsere Ohren ungewöhnlichen Stimmen der Regenwaldnacht bieten aber die beste Einschlafmelodie.

Dienstag/Mittwoch, 6./7. August: Im Wald der Ameisenvögel zu Fuße des Amazonasregenwaldes
An beiden Tagen sind wir je nach einem zeitigen Frühstück um 5:30 Uhr im riesigen Gelände des privaten Schutzgebietes unterwegs, insbesondere auf der Suche nach den Spezialitäten in der Vogelwelt. Die dominanten Breithauben-Stirnvögel (Russet-backed Oropendola), die neben ihren Glockenartigen Stimmen immer wieder auch andere Vogelstimmen imitieren, sind allgegenwärtig. Aber insbesondere die Vielfalt an Ameisenvögeln ist beeindruckend. Um die 25 Arten finden wir in diesen Tagen hier, darunter solche Spezialitäten wie Bambusameisenwürger (Bamboo Antshrike), Manuameisenfänger (Manu Antbird) und Goeldiameisenvogel (Goeldi’s Antbird). Von den fast immer „unsichtbaren“ Ameisenpittas ist für uns die Olivmantel-Ameisenpitta (Amazonien Antpitta) wichtig, die man hier angeblich gut sehen kann. Es gibt einen Platz, an der ein Vogel daran gewöhnt ist, ab und zu schmackhafte Würmer gereicht zu bekommen. Das gelingt auch heute: Der scheue Vogel lässt sich nicht lange bitten und reagiert auf die Lockrufe vom lokalen Guide, kommt heran und holt sich eine Belohnung ab. Ein wunderbares Erlebnis für alle Gäste!

Anderswo im Gelände der Lodge hat es ein Beobachtungsversteck, um die scheuen Tinamu‘s, die man sonst immer nur rufen hört, sehen zu können. Zwei Vertreter dieser Bodenvögel, der Wellentinamu (Undulated- &) und der seltene Schwarzkappentinamu (Black-capped Tinamou), lassen sich so bestens beobachten und auch fotografieren. Highlight hier ist aber zweifellos eine weitere seltene, endemische Vogelart: Der attraktiv schwarz-gelb-weiß gefärbte Weißzügel-Todityrann (Black-backed Tody-flycatcher) hat ein Brutrevier hier direkt neben unseren Bungalows. Was für ein prächtiger kleiner Vogel! Auf den Beginn des Amazonasregenwald machen lautstark und erstmals bei dieser Reise Papageien auf sich aufmerksam. Ab hier kommen Palmen vor, die Palmnüsse bieten, und daher finden Gelbbrust– und Blaukopfara (Blue-and-yellow- & Blue-headed Macaw) sowie weitere Arten Lebensraum.

Auch unsere Säugetierfreunde durften sich über eine ganz besondere Begegnung freuen: ein Jaguarundi-Weibchen mit Jungtier – trotz ihrer weiten Verbreitung in Südamerika die am wenigsten erforschte Wildkatze – ließ sich in der Nähe der Lodge eine kurze Zeit gut beobachten. Obwohl sich alle Gäste einig waren, dass man es hier mit der vielfältigen Vogelwelt, in den schönen Bungalows und bei bester Verpflegung gefühlt noch mindestens eine Woche länger ausgehalten hätte, verlassen wir nach dem Mittagessen am 7. August die Lodge und fahren weiter auf der Manu-Road in Richtung Amazonas. An einem speziellen Aussichtspunkt genießen wir den fantastischen Blick (Foto li. H. Meyer) auf das Amazonastiefland und den hier so richtig beginnenden Madre de Dias-Fluss (Mutter-Gottes-Fluss), der viele Kilometer später in den Amazonas münden wird. In einem kleinen Dörfchen endet nun jegliche Straßenverbindung im peruanischen Amazonas. Hier verabschieden wir uns von Omar und dem Auto, denn ab jetzt geht es für einige Tage nur noch per Boot weiter. Rasch wird unser Gepäck verladen, und schon sind wir flussabwärts unterwegs. Das nächste Ziel für wieder zwei Nächte ist nach rund einer Stunde erreicht. Ein unbefestigter Halt am Flussufer und ein „Loch“ im Regenwald nebst kleinem Schild sind die einzigen Hinweise auf die Unterkunft, die sich 200 Meter weiter drinnen im Wald verbirgt.

Donnerstag, 8. August: Mehr Natur geht nicht 
… sagen sich wohl die Gäste, die Zimmer im am Hang gelegenen Neubau der Lodge beziehen! Für jede Mahlzeit hin und zurück 20 Minuten Wanderung durch den peruanischen Urwald, teilweise in völliger Dunkelheit, und dann als krönender Abschluss nochmals 107 große, in den Hang hinein gebaute Betonstufen überwinden, was mehr als einem Fitnessprogramm gleichkommt. Die Belohnung: Natur pur! An den auch hier üblichen Kolibrifütterungen können wir neue Arten entdecken, darunter den attraktiven, sehr seltenen Rotbrust-Brilliantkolibri (Gould’s Brilliant; Foto re: A. Eisen Rupp). Wir entdecken hier allein drei neue Seglerarten für diese Reise: Stutzschwanz-, Gabelschwanz– und Kleiner Schwalbensegler (Short-tailed-, Fork-tailed Palm- & Lesser Swallow-tailed Swift). Am Fluss lassen sich Rotbrust-, Amazonas– und Grünfischer (Ringed, Amazon & Green Kingfisher) sehen und in Ufernähe ein Weißkehlarassari (Greyish-throated Toucanet). Und nur hier können wir den Rotbauch-Zwergspecht (Rufous-breasted Piculet) finden.

Am Vormittag wartet wieder ein Boot auf uns, das uns einige Kilometer flussabwärts bringt. Hier versteckt im Regenwald liegt ein kleiner See, der wiederum einige interessante Vogelarten bereithält. Lautstark begrüßen uns hier die eigentümlichen Hornwehrvögel (Horned Sceemer), die zusammen mit den auch hier häufigen Hoatzin (Foto li: H. Meyer) die “Urzeit” in der Vogelwelt repräsentieren. Später finden wir noch einige seltene Arten wie Marmor- und Blaureiher (Rufescent Tiger-heron, Little Blue Heron) sowie den Rostflügelcanastero (Plain Softtail). Die hübsche Rohrspotdrossel (Donacobius) erfreut uns in der Ufervegetation, und der Drosselzaunkönig (Thrush-like Wren) singt uns zum Abschied sein melodisches Lied. Unseren beschwerlichen Übernachtungs-Aufstieg im Schein der Stirnlampen nach dem Abendessen begleitet ein Urutau-Tagschläfer (Common Patoo), der auf einem abgebrochenen Ast sitzend von oben zuschaut bis wir in den harten Betten verschwunden sind …

Freitag, 9. August: Tagesfahrt per Boot auf dem Madre de Dias-Fluss ins Amazonastiefland
Nach dem Frühstück steht unser Boot für die Tagesreise flussabwärts ins gewaltige Amazonastiefland zum Manu-Nationalpark bereit. Wir sind für die lange Fahrt gut vorbereitet, neben unserem Reisegepäck werden auch das Mittagessen als Lunchpack, Snacks, frisches Obst und genügend Trinkwasser verladen. Das Boot (Foto li: H. Meyer) ist überdacht, sodass niemand in der prallen Sonne sitzen muss. Das tolle Wetter verspricht ein herausragendes Abenteuer auf dem Urwaldfluss. Jeder hat seine Position in Fahrtrichtung rechts- bzw. linksseitig im Boot eingenommen und das Fernglas zur Hand. Es kann losgehen.

Wir sind noch gar nicht lange unterwegs, da entdecken wir bereits ein nächstes Highlight in der peruanischen Vogelwelt: ein Paar Orinokogänse (Orinico Goose). Es sollte die einzige Begegnung mit der seltenen Art bleiben! Sonnenrallen (Sunbittern) sind oft am Ufer jagend zu sehen, ebenso Streifen-, Mangroven-, Cocoi- und Schmuckreiher (Fasciated Tiger-, Green-backed, Cocoi Heron, Snowy Egret). Große Gelbschenkel (Greater Yellowlegs) fliegen von Sandbänken ab, ebenso die Amerikanischen Scherenschnäbel (Black Skimmer), die wie Amazonasseeschwalben (Yellow-billed Tern) hier brüten bzw. schon Junge versorgen. Hinter jeder Kurve erwartet uns eine andere fantastische Szenerie. Gelbkehlkarakara (Black Caracara) und Fledermausfalken (Bat Falcon) jagen am Fluss. Wasserschweine sitzen allerorts auf den Sandbänken.

Zur Mittagspause legen wir am Ufer an. Auf einer Sandbank können wir unseren Lunch verzehren, uns die Füße vertreten. Im weichen Uferschlamm finden wir überall Spuren vom Tapir und einmal auch vom Jaguar, ganz frisch. Er kann noch nicht weit sein … Dann drängt unser Kapitän, denn er will noch bei Tageslicht das Manu-Wildlife-Center erreichen. Wir haben noch einige Stunden bis dahin vor uns, und bei Dunkelheit kann ein Urwaldfluss gefährlich sein … Weißbrauen- (Drab Water-tyrant) und Schwarzkopf-Phoebeyrann (Black Phoebe) sitzen auf im Wasser liegenden Bäumen und mindestens fünf verschiedene Schwalbenarten jagen nach Insekten. Die Zeit vergeht wie im Fluge … und schon versinkt die Sonne langsam hinter der Urwaldriesen. Flussnachtschwalben (Sand-colored Nighthawk) sind bereits auf der Jagd, als wir im letzten Tageslicht und wegen Niedrigwasser sehr mühsam einen unscheinbaren Anlegesteg erreichen. Hier werden wir schon erwartet. Wir sind angekommen. Das bekannte Manu-Wildlife-Center ist erreicht. Schnell wird ausgeladen und in die auf Holzpfählen gegen Hochwasser geschützten Bungalows (Foto ob.li: Manu Wildlife-Center H. Meyer) eingecheckt. Dann wartet das Briefing und danach das Abendessen. Der Generator-Strom verlischt … Ruhe und Nachtruhe kehren ein.

Sonnabend/Sonntag, 10./11. August: Vogelkundliche Abenteuer tief im Amazonas aus der Vogelperspektive
Zwei volle Tage vogelkundliche Abenteuer tief im Amazonas, im Manu-Nationalpark, die können hier schon aus Platzgründen überhaupt nur ansatzweise beschrieben werden. Da wäre am ersten Morgen der Besuch einer Aussichtsplattform in einem Baumwipfel (Foto re. H. Meyer) in mehr als 30 Metern Höhe. Eine schwankende Wendeltreppe, nicht jedermanns Sache, führt nach oben. Dort kann man den Nektar fressenden Vögeln sozusagen von Angesicht zu Angesicht zuschauen. Diverse Arten, die vom Boden aus im Urwald nur sehr schwer zu entdecken sind, sind hier hautnah möglich wie z.B. Zügel- und Rotbauchorganist (Golden- & Rufous-bellied Euphonia) und Olivkopf-Stirnvogel (Amazonian Oropendula). Weitere spezielle Arten wie u.a. die Gelbschopftangare (Yellow-crested Tanager) und Gelbstirn-Würgertangare (White-winged Shrike-Tanager) können beobachtet werden.
Nach der Mittagspause warten wieder Boote auf uns, die uns einige Kilometer flussaufwärts bringen. Im Regenwald versteckt liegt ein kleiner See, ein spezielles Schutzgebiet für den global gefährdeten Riesenotter (Giant Otter), der aber auch für verschiedene Vogelarten äußerst interessant ist. Für uns steht ein Floß (Foto li.: H. Meyer) bereit, mitgebrachte Camping-Hocker dienen als Sitze, und unsere Bootscrew bedient ausschließlich mit Handkraft das Gefährt. Lautlos gleiten wir dahin und können die großartige Szenerie genießen. Eine Familie Riesenotter jagt im See. In den Baumriesen am Ufer sitzen Blaukehlguane (Blue-throated Piping-guan) und ein Schwarzkopf-Zwergtaucher-Paar (Last Grebe) hat hier offenbar einen Brutplatz. Doppelzahnweih (Double-toothed Kite), Sperberweih (Crane Hawk) und Plattschnabelmotmot (Broad-billed Motmot) lassen sich sehen. Es gelingt auch wie erhofft, zwei seltene Tukanarten vor die Ferngläser zu bekommen: Cuvier- und Weißkehltukan (White-throated- & Channel-billed Tucan) sind aktiv in den Baumriesen, ebenso wie Reinwardt- und Rotkopfarassari (Golden-collared Toucanet, Ivory-billed Aracari). Kurz gesichtet wird auch die ungewöhnliche Nackthalskotinga (Bar-necked Fruitcrow). Spezialität hier, und nur hier, in der Ufervegetation ist der seltene Gelbaugenstärling (Pale-eye Blackbird; Foto re: A. Eisen Rupp), der sich auch zeigt.

Vor dem Abendessen können wir an den Blütensträuchern im Schatten des Haupthauses einen Roten Zwergschattenkolibiri (Reddish Hermit) entdecken. Der Winzling wird uns jeden Tag genau immer wieder hier an „seinen Blüten“, die er eifrig gegen Konkurrenten verteidigt, erfreuen. Nach dem Abendessen suchen wir nach einem ganz ungewöhnlichen Vogel, dessen unheimliche Stimme wir bereits gehört haben. Im Schein der Taschenlampe sitzt ein Riesentagschläfer (Great Patoo) deutlich größer als eine Schleiereule, in aufrechter Körperhaltung sozusagen als „Spitze“ auf einem abgerochenen Baumstamm und ruft sein gruseliges Lied in die Nacht. Sein schnarchender „Gesang“ ertönt die halbe Nacht und wird hier im Camp zu unserer Bettmelodie.

Auch am nächsten Tag warten verschiedene Abenteuer auf uns. Erneut im Morgengrauen geht es mit dem Boot flussaufwärts, und wieder wandern wir ein Stück in den Regenwald bis zu einem anderen See. Birding erneut aus den Baumwipfeln eines Urwaldriesen, noch etwas höher als gestern, bestimmt 35 Meter. Und wieder viele neue Vogelarten, die wir vom Boden nicht hätten entdecken können, darunter z.B. Elsteradler (Black-and-white Hawk-eagle), Purpurbrust– und Veilchenkehlkotinga (Purple-throated Fruitcrow, Plum-throated Cotinga), Silberkopf-Breitschnabeltyrann (White-crested Spadebill), Türkisnaschvogel (Red-legged Honeycreeper), Maskenpitpit (Black-faced Dacnis) und Trauertangare (White-shouldered Tanager). Über uns laben sich Hunderte der kaum Staren großen Kobaltflügelsittiche (Cobalt-winged Parakeet) am süßen Nektar der Baumblüten, und verschiedene Arten der großen, bunten Aras fliegen lärmend hin und her. Amazonas eben.

Später suchen wir am Waldrand nach dem sehr seltenen Purusglanzvogel (Purus Jacamar, Foto re: A. Eisen Rupp), der nur hier ein bekanntes Vorkommen aufweist. Wir haben Glück und finden eine Familie von 5-6 Vögeln, die sich auch gut fotografieren lassen. Als wir zurück ins Camp kommen, haben wir gerade „Vanessa“, einen halbzahmen Flachlandtapir, verpasst. Das Tierchen kommt in regelmäßigen Abständen in die Lodge und lässt sich mit Früchten füttern … Dafür ist wieder unser Riesentagschläfer aktiv.

Montag, 12. August: Papageien an der Lehmwand und seltene Amazonassittiche zum Abschied
Geweckt werden wir irgendwann gegen 4.00 Uhr wieder vom schaurigen Gesang des Riesentagschläfers. Das Frühstück wartet bereits um 5.00 Uhr. Rasch wird unser Gepäck ins Boot verladen, wir verabschieden uns von unvergesslichen Erlebnissen im Manu Wildlife-Camp, und mit Tagesanbruch starten wir. Heute steht der nächste Höhepunkt im Programm. Wir besuchen am Morgen eine Lehmwand, an der sich die großen Papageien mit Mineralien versorgen. Vom Versteck aus können wir das wirklich bunte Treiben gut verfolgen. Bereits bei unserer Ankunft sind mehrere Hundert Schwarzohrpapageien (Blue-headed Parrot) am Lehmplatz. Dazu viele Mülleramazonen (Southern Mealy Amazon). Zu unserer Freude können wir auch die eher seltenen Goldwangenpapageien (Orange-cheaked Parrot) und auch einige Gelbscheitelamazonen (Yellow-cronwned Amazon) entdecken. Dazwischen wuseln viele der kleinen Kobaltflügelsittiche (Cobalt-winged Parakeet). Später erscheinen die prächtig rot-grün-blau leuchtenden Gelbbrustaras (Blue-and-yellow Macaw). Wir beobachten das bunte Vogelleben ca. zwei Stunden, dann machen wir uns auf den ca. zwei Kilometer langen Rückweg zum Boot. Wir ahnen jetzt noch nicht, dass wir den Höhepunkt erst auf diesem Marsch finden werden. In einer Cecropia (Ameisenbaum) – wir schauen nach einer ganz anderen Vogelart – sehen wir 5-6 kleine Papageichen, die völlig still sind. Schnell finden wir die Vögel im Spektiv. Adrian, unser Birdguide, fertigt Belegaufnahmen per Digiskopie an, denn es sind tatsächlich die hier äußerst seltenen Amazonassittiche (Amazonian Parrotlet). Nach seiner Information wurde diese Art in den vergangenen 30 Jahren hier nur zweimal gesehen!

Dann wartet das Reise-Boot am Flussufer auf uns, denn wir müssen heute noch die nächste größere Siedlung Puerto Maldonado erreichen. Das ist logistisch gar nicht so einfach. Zuerst fahren wir mehr als zwei Stunden weiter flussabwärts. Dann erreichen wir eine eher schäbige Goldschürfer-Siedlung. Das Flusswasser ist vom Gold waschen rot gefärbt. Wir wissen nicht, ob das Schürfen legal oder illegal ist … Aber die Siedlung lässt Klischees vom „Wilden Westen“ (Foto re.: H. Meyer) aufleben. Wenig später treffen unsere Landrover ein, die uns etwa eine Stunde auf staubiger, mit abenteuerlichen Brücken bestückten Piste zu einem anderen großen Urwaldfluss bringen. Was wir dort am Ufer sehen können, übersteigt alle Erwartungen an „Peru live“. Es ist unglaublich, unter welchen Umständen, mit welchem Einfallsreichtum, die Peruaner in dieser abgelegenen Gegend ihr tägliches Leben meistern! Da werden auf drei kleinen Booten, parallel gestellt und quer mit dicken Brettern belegt, Lastkraftwagen übergesetzt. Nicht auszudenken, wenn eines der unbefestigten Boote in der Strömung die Kontrolle verliert und ausschert.

Unser Boot ist auch schon sehr alt, der Fährmann auch, nur noch zwei Zähne im Mund … aber freundlich und bestimmt. Mit der einen Hand bedient er den Außenbordmotor, mit der anderen Hand schöpft er das Wasser aus dem Boot … Wir denken einfach mal, das muss so sein. Zwei Stromschnellen müssen „bergauf“ überwunden werden, eine unglaubliche Leistung, denn der Fluss führt Niedrigwasser. Trotz allen Befürchtungen erreichen wir das andere Ufer, wo bereits wieder ein Minibus auf uns wartet. Rasch verladen wir, und dann beginnt die Fahrt in die Kleinstadt Puerto Maldonado, wo wir nach 2 ½ Stunden Reise auf guter Straße gegen 18.00 Uhr eintreffen. Im Stadthotel wartet ein super-Abendessen, bevor wir müde in die Betten sinken.

Dienstag, 13. August: Aus dem Amazonas ins „Geheime Tal der Inka“
Am heutigen Vormittag können wir im schönen Stadthotel erstmals auf dieser Reise eine kurze Erholungsphase genießen. Frühstück um 8:30 Uhr – welch ein Luxus! Dann packen wir unsere Sachen, genießen einen Sprung in den Pool oder kaufen ein paar Reisemitbringsel ein, dann noch ein frühes Mittagessen und ab geht es zum Mini-Flughafen. Gegen 14.00 Uhr bringt uns LAN zurück nach Cuzco. Auf dem Parkplatz am Flughafen winkt uns schon Omar, unser Fahrer, mit dem wir bereits bis zum Madre de Dias-Fluss unterwegs waren. Schnell ist alles in den Mercedes- Sprinter verladen und dann starten wir zum Pass. Bei knapp 3.600 mNN stoppen wir kurz und genießen die traumhaft-sonnige Puna. Unterwegs sehen wir immer wieder Buntfalken (American Kestrel) und Bergkarakaras (Mountain Caracara, Foto re: A. Eisen Rupp). Dann geht es talabwärts und bald haben wir unser Ziel vor den Augen: Das „Geheime Tal der Inka“ (Foto li. o.: H. Meyer) liegt vor uns, sozusagen der Eingang nach Machu Picchu! Was für ein tolles Panorama! Schnell erreichen wir das alte, ursprüngliche Inka-Dorf Ollantaytambo, heute eine touristisch-geschäftige Kleinstadt, zu Füßen einer mächtigen Inka-Festung. In unserem Hotel mitten im Ort (auf 2.800 mNN) warten sehr schöne Zimmer auf uns und auch schon das Abendessen.

Mittwoch, 14. August: Beim Andenkondor am „Mirador del Condor“ am Abra Malaga-Pass
Ein wieder sehr zeitiges Frühstück steht an, denn wir wollen ganz hinauf in die Puna, zum Abra Malaga-Pass auf 4.200 mNN. Zügig bringt uns Omar mit dem Bus die gut ausgebaute Passstraße hinauf. Unterwegs stoppen wir uns suchen nach einigen seltenen Kolibri-Arten der Hochlagen wie Braunes– und Schwarzkopf-Glänzschwänzchen (Olivaceous- & Blue-manteld Thornbill) sowie Schwertschnabelkolibri (Sword-billed Hummingbird), die wir auch sehen können. Ganz intensiv suchen wir nach einer endemischen Art, die nur hier zu finden ist, den Rotbrust-Andenkolibri (White-tufted Sunbeam). Auch wenn das Vögelchen sehr unruhig ist, die Beobachtung gelingt dennoch. Ganz oben auf dem Pass liegen Schneereste und Eis, es ist winterlich kalt, Handschuhe, Mütze und Schal werden ausgepackt. Die dünne Luft in dieser Höhe macht sich bemerkbar. Jeder Schritt fällt schwer. Aber die, die es schaffen, wandern ein Stück durch das karge Grasland der Puna aufwärts in ein Schutzgebiet zum Polylepsis-Wald (Foto re.u.: H. Meyer) Leder vergeblich suchen wir hier nach dem akut vom Aussterben bedrohte Weißkehl-Uferwipper (Royal Cinclodes). Wir haben heute leider kein Glück, der Vogel ist nicht zu finden. Am „Mirador del Condor“ (Kondor-Aussichtspunkt) bei fast 4.400 mNN scheint die Sonne auf einen vor uns liegenden Schnee bedeckten 5.000er, und plötzlich segeln zwei Andenkondore in den weißen Wolken! Ein Alt- und ein Jungvogel. Ein fantastisches Erlebnis, dass wir einige Zeit genießen können. Und dann noch ein Falke über den Polylepsis-Wald! Eine seltene Begegnung, ein Aplomadofalke (Aplomado Falcon) auf Jagd. In der Puna begegnet uns nochmals der eigenwillige Andenspecht (Andean Flicker, Foto li. o.: A. Eisen Rupp), der in bis 4500 mNN Höhe vorkommt und in Erdhöhlen brütet.

Da wir uns nicht zu lange in dieser Höhe aufhalten wollen, damit niemand arg unter der Höhenkrankheit leiden muss, treten wir am frühen Nachmittag den Rückzug ins Tal an. Auf der Fahrt stoppen wir in verschiedenen Höhenstufen mehrmals, um nach weiteren seltenen Arten der hohen Anden zu suchen. Wir haben hier mehr Glück und können u.a. Weißschwanz-Tachurityrann (White-tailed Tyrannulet) und Meisentachurityrann (Tufted Tit-tyrant) sowie (endemisch) Fahlkappen-Baumschlüpfer (Creamy-crested Spinetail) und Inkazaunkönig (Inca Wren) gut beobachten. Erwartet hatten wir hier auch die endemische Schieferbuschammer (den legendären Cuzco Brush-finch), die wir ebenfalls vor die Ferngläser bekommen. Der Tag war sehr erfolgreich, nicht 100 %, aber immerhin um die 90. Als ‚Zugabe‘ die Andenkondore – Mensch was willst Du mehr! Im Hotel in Ollantaytambo wartet das Abendessen, Vogelliste und danach rufen dringend die Betten …

Donnerstag/Freitag, 15./16. August: Mit dem Inka-Rail nach Machu Picchu-Pueblo
Heute Morgen wird unser Reisegepäck in den Bus verladen und schon nach Cuzco transportiert. Wir starten nur mit einem kleinen Tagesrucksack, denn im berühmten Inka-Rail (Foto: H. Meyer), dem Zug nach Aquas Calientes (Machu Picchu-Pueblo) ist kein Reisegepäck zugelassen. Der Bahnhof liegt nur wenige Meter zu Fuß vom Hotel entfernt und dort wartet auch schon der „Luxus-Zug“. In jedem der sechs oder sieben Reisewaggons ist jeder Platz, den man Monate vor einer Reise reservieren muss, nummeriert und auch heute jeder einzelne Platz belegt. Das wird peinlich genau vom Schaffner kontrolliert. Der Zug startet am Morgen pünktlich und ruckelt in langsamer Fahrt, ca. 1 1/2h lang das Tal der Inka entlang bis zu seiner Endstation Aquas Calientes. Auf der Fahrt im engen Tal immer am Gebirgsfluß entlang zählen wir über 40 (!) Sturzbachenten, die teilweise auch Junge führen. Im Ort angekommen, der nicht per Straßenverbindung, sondern nur zu Fuß oder per Zug zu erreichen ist, tummeln sich Tausende Touristen aus aller Welt, die ebenso wie wir die berühmte „Stadt in den Wolken“ besuchen wollen. Wir deponieren rasch unseren Rucksack im Hotel und begeben uns zu den Shuttlebussen, denn die Zeit drängt. Viele Menschen warten hier in langer Schlange, aber es geht sehr zügig voran. Mittlerweile gibt es feste Zeiten für die Führungen in Machu Picchu, so dass es kaum noch zu Wartezeiten kommt. Etwa 20 Minuten stehen wir oben auf 2.800 Meter Höhe am Eingang zur „Stadt in den Wolken“. Hier wartet unser archäologischer Führer auf uns für den Rundgang. Machu Picchu (Foto re. und unten mit Gruppe: H. Meyer) beschreiben zu wollen, hieße Eulen nach Athen tragen (Verweis auf Reiseführer). Zurecht ist diese archäologische Stätte Weltkulturerbe der UNESCO und eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Egal wie viele Menschen in den Ruinen unterwegs sind, allein die Lage von Machu Picchu hoch über dem „Geheimen Tal“ der Inka auf einem Felsvorsprung umgeben von grandioser Natur ist einfach umwerfend. Man kann sich kaum sattsehen … und fotografiert immer und immer wieder die gleichen Motive. Wir sind ungefähr zwei Stunden unterwegs und bekommen die wichtigsten Bauwerke und vielen historische Fakten gut erklärt.

Während unseres Rundganges achten wir auch auf Vögel, denn es gibt hier einige Arten, die ganz speziell und typisch sind für Machu Picchu. Wir suchen hier u.a. nach zwei seltenen Kolibri-Arten und werden fündig: Rotbauchkolibri (Chestnut-braested Coronet) und die endemische Grünweißamazilie (Green-and-white-Hummingbird) lassen sich beobachten. Einige Gäste entdecken die zu den Chinchillas gehörende Peruanische Hasenmaus (Bergviscachas). Diese Hasen großen Nager leben hier in den Ruinen und sogar bis 5.000 Meter hoch in den Anden. Nach dem Rundgang wartet ein spätes Mittagessen in Machu Picchu auf uns, wie man es an einem solchen Ort nie erwarten würde. Statt Touristen-Fastfood ein Nobel-Buffet vom Feinsten mit diversen Spezialitäten von Meeresfrüchten bis Sushi und edlen Nachspeisen aller Art.

Am Nachmittag checken wir rasch in unsere Zimmer ein, nutzen aber die restliche Tageszeit noch, um im Tal entlang des Urubamba-Flusses zu beobachten. Hunderte Meter steil über uns erkennen wir Teile der äußeren Mauern von Machu Picchu. Wir finden Berg- und Andensegler (White-tippend- & Andean Swift), Weißkehlbussard (White-throated Hawk), den seltenen Buntbartvogel (Blue-moustached Barbet) sowie Grünscheitelorganist (Bronze-green Euphonia). Am Fluss bzw. auf den großen Steinen entdecken wir Graubrust- und Sturzbach-Kleintyrann (Sclater’s- & Torrent Tyrannulet).

Der rauschende Gebirgsfluss ist unser Wecker am nächsten Morgen und vom Fenster aus können wir schon wieder einzelne Sturzbachenten entdecken. Die haben hier wenig Scheu vor den Menschen. Heute Morgen wollen nochmals, aber weiter flussabwärts, entlang des Urubamba birden und versuchen, noch einige Spezialitäten in der Vogelwelt zu finden. Wir freuen uns u.a. über Ockerkehl-Faulvogel (Black-streaked Puffbird), Südlicher Tropfenameisenwüger (Variable Antshrike) und Wellenbekarde (Barred Becard), Olivgelb-Laubtyrann (Mottle-cheeked Tyrannulet) sowie Taczanowskidrossel (Pale-eyed Thrush). Besonders intensiv sucht Adrian bestimmte Fruchtbäume ab und dann entdecken wir  d i e  Vogelart des Tages, die attraktive Gelbbrustkotinga (Masked Fruiteater), eine endemische Art, die nur ein kleines Vorkommensgebiet hat und hier im Tal eine Spezialität ist. Den Abschluss in der Vogelliste bildet der Goldbauch-Kernknacker (Black-backed Grosbeak), der auch nicht alltäglich ist gesehen wird.

Im Bahnhofsrestaurant nehmen wir das Mittagessen ein und dann starten wir mit dem Inka-Rail zurück nach Ollantaytambo. Auf der Rückfahrt können wir noch einen Agula (Black-chested Buzzard-eagle) ausmachen. Am Bahnhof erwartet uns Omar mit dem Bus und wir fahren sofort zurück nach Cuzco (Foto H. Meyer). Unsere letzte Nacht in Peru verbringen wir in einem wunderbaren Hotel in einem Kolonialhaus aus der Spanierzeit. Unser Reisegepäck wartet hier schon auf uns. Und unser Abschluss-Abendessen hat Gloria, unsere peruanische Geschäftspartnerin, angeblich im besten Restaurant der Stadt bestellt, welches für seine ausgezeichnete peruanische und internationale Küche bekannt sein soll. Und das können wir am Ende des Abends voll und ganz bestätigen!

Sonnabend, 17. August: Abschieds-Birding am Waipu-See und Rückreise nach Europa
Wer immer noch nicht genug hatte von Peru’s Vogelwelt der konnte heute Morgen nochmals mit Adrian an einem kleinen See oben in der Puna birden. In der Vogelliste kommen nun noch neu Kaninchenkauz (Burrowing Owl) und Grauweihe (Cinereous Harrier) hinzu. Und der letzte Endemit, der auf dieser Reise gesehen wird, ist der Buntflügel-Schmätzertyrann (Piuara Chat-tyrant). Unsere Vogelliste weist jetzt am Ende der Reise knapp 522 Arten aus, davon wurden 486 gut gesehen!
Andere Gäste nutzten den Vormittag, um wenigstens einen kurzen Stadtrundgang durch die hervorragend restaurierte Kolonialstadt Cuzco zu unternehmen. Und ganz Mutige probierten sogar noch eine andere Spezialität (Foto li: H. Meyer), für die das Land weltbekannt ist. Allerdings ist es nicht jedermanns Sache, Tiere zu essen, die anderswo auf der Welt als Kuscheltiere in vielen Kinderzimmern gehalten werden … Gegen 14.00 Uhr verabschieden wir uns am Flughafen von Adrian und von Gloria. Beide haben einen tollen Job gemacht! Eine außergewöhnliche intensive Zeit in einem faszinierenden Land geht zu Ende. Gegen 16.00 Uhr bringt Avianca Peru uns zurück in die kolumbianische Hauptstadt nach Bogota, wo um 22.45 Uhr der Direktflug nach München wartet. Nach einer langen Nacht und einen ganzen Tag im Flugzeug landen wir pünktlich am frühen Abend des 18.08. in München. Die Anschlussflüge nach Hause warten.

Zusammenfassung:  Im Programm dieser speziellen Reise waren die Hohen Anden ab Abra Malaga Pass (4.400 mNN), das Urubamba-Gebirge um Cuzco bis zu Manu-Nationalpark im Amazonasbecken, einem der Orte mit der höchsten Biodiversität der Welt, enthalten. Die Reise war anspruchsvoll, denn die Beobachtungsorte lagen zwischen 4.400 und 250 Meter über Meeresspiegel, klimatisch somit zwischen 0°C und 32°C in wenigen Tagen. Im Interesse stand die Vogelwelt in der Puna (trockene Hochsteppe ab 4.000 mNN), in den Nebelwaldgebieten am Ostabfall der Anden und im Amazonasbecken am Flusslauf Madre de Dias bis zum Manu-Nationalpark. Diese Reise bot 522 Vogelarten, darunter 486 gut gesehene. Insbesondere die Vielfalt der Tangaren-Arten (Beispiel Goldbrusttangare, Green-and-Gold Tanager. Foto: A. Eisen Rupp) im Nebelwald und die fantastischen Ameisenvögel im Amazonastiefland begeisterten die Teilnehmer an dieser Reise. Zu den Höhepunkten zählen sicherlich die gesehenen endemischen Vogelarten, Beobachtungen am Balzplatz der Andenfelsenhähne (Cock-of-the-rock”), vom Andenkondor, Sturzbachenten (mit pull.) am Urubamba-Fluss und die Entdeckung einer seltenen Papageienart, dem Amazonassittich. Touristisches Highlight war Machu Picchu, die “Geheime Stadt der Inka in den Wolken”.

Diese Reise erforderte einen enormen logistischen (und personellen) Aufwand. An sieben verschiedenen Orten waren unterschiedliche Fahrzeuge (Mercedes-Sprinter, Kleinbus, Landrover usw.) erforderlich. Für fünf Tage wurde ein Boot auf dem Madre de Dias-Fluss mit zwei Mann Besatzung gebraucht sowie dazu zwei weitere Fährboote. Zwei Tage lang war die Gruppe im Tal der Inka mit dem Zug unterwegs, und ein Inlandsflug (Foto: H. Meyer) vom Amazonas zurück in die Anden war notwendig.

Reiseteilnehmer Michael F. aus Dresden schreibt zur Reise: “Es war eine wahnsinnig intensive Zeit für mich in Peru. Der Amazonasregenwald mit seiner ungeheuren Artenvielfalt und natürlich die gewaltigen Anden, deren Schönheit atemberaubend ist … Ich habe zudem selten so gut gegessen wie auf dieser Reise … danke an Bartmeise-Reise für eine absolut reibungslose Organisation.”

Reisegäste nach Boarding. Foto: H. Meyer

Susanne und Ernst K. aus Hamburg meinen: “Eine absolut tolle Reise, ein unglaublich intensives Erlebnis. Unser deutschsprachiger Birdguide Adrian ist nicht nur ein kenntnisreicher Ornithologe und Biologe, sondern auch ein super-netter Mensch”.

Für diese Reise im August 2020 kann derzeit noch 1 Platz (Einzelzimmer) gebucht werden. 

Hartmut Meyer

 

 

 

Spannende Entdeckungen auf schwierigen Inseln – Bartmeise-Reisegruppen auf Sao Tome & Principe unterwegs

Spannende Entdeckungen auf schwierigen Inseln – Bartmeise-Reisegruppen auf Sao Tome & Principe unterwegs

Newton’s Fiscal. Foto: A. Eisen Rupp

Noch bis zum bis zum 8. Februar ist auch unsere zweite Bartmeise-Reisegruppe in der westafrikanischen Inselwelt von Sao Tome & Principe unterwegs. Während die erste Gruppe bereits wieder zurück in Deutschland ist, halten sich die nächsten Teilnehmer derzeit noch auf Principe-Island auf. Diese neuen Reiseangebote für Vogelkundler fanden im Rahmen unserer seit längerer Zeit laufenden Reihe „Schatzinseln der Evolution“ statt und wurden gezielt aufgelegt, um den spannenden Endemismus auf diesen bemerkenswerten Inseln vor der westafrikanischen Küste im Golf von Guinea, die man unter anderen Umständen eher nicht bereist, entdecken zu können.

Sao Tome Scops-owl. Foto: A. Eisen Rupp

Denn so klein die Inseln auch sind – beide zusammen rund 1.000 km² groß – so schwierig sind die topografischen und klimatischen Verhältnisse. Bis zu 2.024 Meter hohe Vulkankegel auf der einen Insel, an denen sich permanent die Wolken vom Atlantik abregnen, bedingen enorme Niederschläge, eine hohe Luftfeuchte und schwierige Verhältnisse beim Beobachten. Fehlende Wanderwege, steile Aufstiege auf nassen, steinigen und mit Baumwurzeln und Geröll gespickten Dschungelpfaden lassen die Suche nach den Raritäten in der Vogelwelt zum Kraftakt werden. Und auf der kleineren Insel Principe fehlt zudem geeignete Infrastruktur, um die Primärwaldgebiete im Süden erreichen zu können. Nur per Boot ist das überhaupt möglich. Die Andamanen-Inseln in Südostasien gelegen, die Bartmeise-Reisen auch im Programm hat, sind im Vergleich zu dieser Inselwelt ein Spaziergang!

Sao Tome Ibis. Foto: A. Eisen Rupp

Aber dennoch konnte unsere erste Gruppe auf Sao Tome-Island 19 der 20 Insel-Endemiten gut sehen und meistens auch fotografieren, darunter wegen ihrer geringen Bestandszahlen so bedeutende Arten wie Sao-Tome-Ibis (Sao-Tome-Ibis), Sao-Tome-Würger (Newton’s Fiscal) und die Stummelschwanzstelze (Sao Tome-Short-tail). Auch die Sao-Tome-Zwergohreule (Sao Tome Scops-owl) konnte im Tageseinstand gefunden und fotografiert werden. Nur eine der seltensten Arten der Insel, von der es auch nur alle paar Jahre belegbare Sichtungen gibt, der Einfarbgirlitz (Sao Tome Grosbeak), blieb vermutlich nur stimmlich vernehmbar (Stimmaufnahme).

Auf Principe hingegen gelang beim ersten Versuch nicht alles, was wir im Plan hatten. Da es kein Boot für den Transport in den Süden gab, waren die Vorkommensgebiete von drei wichtigen Endemiten der Insel unerreichbar. Principedrossel (Principe Thrush), Fahlbrillenvogel (Principe White-eye) und die erst im vergangenen Sommer neu als eigene Art wiss. beschriebene Principe-Zwergohreule (Principe Scops-owl) konnten leider nicht gefunden werden. Alle weiteren sieben Endemiten der kleinen Islands wie Princenglanzstar (Principe Starling) und Prinzenweber (Principe Golden Weaver, Foto oben re., A. Eisen Rupp) sowie der Hartlaub-Nektarvogel (Principe Sunbird) waren problemlos auffindbar. Die auf Insel die Vogelwelt dominierenden Graupapageien (Grey Parrot) bilden hier eine eigene endemische Unterart.

Absolute Rarität: Die vom Aussterben bedrohte Prinzendrossel auf Principe. Foto: A. Eisen Rupp

Während unseres Aufenthaltes auf Principe gelang es jedoch, die Logistik aufzubauen und schon wieder bessere Bedingungen für die nächste Gruppe zu schaffen. Für deren Aufenthalt jetzt aktuell steht nun ein entsprechend großes Boot bereit, so dass nun tatsächlich auch in den südlichen Primärwälder auf Vogelpirsch gegangen werden konnte. Und das mit Erfolg! Bei einer Tour gestern (04.02.2023) konnte an einem der Vulkankegel auf über 350m Höhe die äußerst seltene Principedrossel gesehen und sogar fotografiert werden (Foto von gestern)! Es wird geschätzt, dass es von dieser Vogelart nur noch 250 Individuen insgesamt gibt. Damit gehört auch die Principedrossel zu den seltensten Vogelarten der Welt!

Für unsere nächsten Reisangebote (Jahresende) auf diese Inseln im Golf von Guinea müssen wir nach den aktuelle Erfahrungen unsere Reisehinweise anpassen. Nur wer körperlich über eine gute Fitness verfügt, kann auch die anstrengenderen Touren unter meist schwierigen klimatischen Verhältnissen meistern. Als Belohnung für die Mühen warten dann jedoch einzigartige Vogelarten (auch als begehrte Fotomotive), die man nirgendwo anders auf der Welt sehen kann!

Hartmut Meyer

Bartmeise-Reisen

Landschaft auf Sao Tome-Island. Foto: H. Meyer

Startbild: Reisegruppe I mit einer extra für uns gecharterten “Gulf Jetstream 32” (19 Plätze) ging es von Sao Tome-Island nach Princeip-Island und zurück. Foto: H. Meyer.

Das sagt Frank W. aus der 1. Gruppe zu unserer Reise: “Es war trotz aller Schwierigkeiten eine tolle und erfolgreiche Reise. Wir als ‘Vortruppe’ können wirklich stolz auf das Gesehene sein! Umso mehr freut mich das auch bei der 2. Tour die Principedrossel gesehen werden konnte… Außerdem hatten wir mit der Beobachtung von Gartengrasmücke auf Sao Tome und dem Schwarzhalsreiher auf Principe zwei seltene Nachweise. Nach Korrespondenz mit dem Mitautor der aktuellen Checkliste, Herrn Ricardo de Lima, ist z.B. der Reiher erst die 2. Beobachtung dieser Art auf Principe. Zum Grosbeak: Nach meinen Tonaufnahmen ist der Nachweis sicher! Auch in diesem Fall hat Ricardo de Lima sich die Aufnahme angehört und den Vogel als Sao Tome Grosbeak identifiziert und bestätigt.”

Glück und Gesundheit für alle Bartmeise-Reisegäste im neuen Jahr – Ausblick auf Neuigkeiten und mehr …

Glück und Gesundheit für alle Bartmeise-Reisegäste im neuen Jahr – Ausblick auf Neuigkeiten und mehr …

Mit diesem tollen Bild (oben) – ein stimmungsvoller Sonnenuntergang in der afrikanischen Savanne – welches unseren Reisegästen Barbara und Ralf S. aus Berlin kurz vor Weihnachten 2022 bei unserer Reise durch grandiose Wildnisgebiete Kenias gelungen ist, möchte ich mich in Namen meines kleinen Teams bei allen Bartmeise-Reisegästen für die Treue und das Vertrauen auch im Jahr 2022 bedanken!

Wir haben uns sehr gefreut, dass Sie in noch immer nicht wieder ‚völlig normaler’ Zeit nach der Pandemie sowie durch die neuen Krisen, ausgelöst durch Kriegsereignisse, dennoch mit uns unterwegs waren.

Für das Jahr 2023 wünschen wir Ihnen alles erdenklich Gute, vor allem viel Gesundheit!

Auch im Jahr 2023 bieten wir unsere Reisen in der gewohnten Bartmeise-Qualität, ausschließlich mit fest angestellten bzw. langjährig für uns tätigen Reiseleitern und immer mit den besten lokalen Guides von vor Ort, mit denen wir zudem eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen, an.

Leider bleiben uns auch in 2023 Kriegsereignisse und in deren Folge enorme Wirtschaftskrisen nicht erspart. So können wir auf absehbare Zeit keine Reisen mehr nach Russland und nach Weißrussland anbieten. Auch Kuba und Äthiopien sowie einige Ziele in Asien mussten wir streichen. Auf Kuba leiden die Menschen unter einer heftigen Wirtschaftskrise mit Verfall der Landeswährung, Nahrungsmittelmangel usw. Die kriegerischen Auseinandersetzungen um die Region Tigray sowie deren Folgen versetzen Äthiopien noch immer in große Unsicherheit, wie unser Äthiopien-Experte Dr. Kai Gedeon erst kürzlich persönlich vor Ort feststellen musste.

Der massive Verfall der europäischen Währung seit Kriegsbeginn am Rande Europas hat eine ärgerliche Verteuerung vieler Reiseangebote überall dorthin ausgelöst, wo mit US-Dollar bezahlt werden muss. Sollte sich im Laufe des Jahres der Euro vielleicht wieder stabilisieren, werden wir selbstverständlich unsere Preise überprüfen und hoffentlich auch wieder nach unten korrigieren können!

Sekretär. Foto: B.&R. Schwindling.

Dennoch ist die Palette unserer Reiseziele auch 2023 groß und im neuen Jahr noch größer geworden. Zu Ihrer Auswahl finden Sie hier auf unserer Seite bis in den Spätherbst hinein Reisen auf bis zu vier Kontinenten (mit neuen Angeboten in Südamerika und Afrika) und in den bekannten Bartmeise-Kategorien „Vögel intensiv“, „Vögel und mehr“ sowie „Naturerlebnis-Touren“. Aufgrund entsprechender Nachfrage haben wir in 2023 erstmalig eine neue Kategorie aufgenommen, nämlich Foto-Reisen für Vogelfotografen, die unser brasilianisch-deutscher Mitarbeiter Adrian Eisen Rupp, selber ein ausgezeichneter Vogelfotograf, leiten wird. Bei Interesse bitten wir Sie, entsprechende Angebote in unserer neuen Kategorie “Fotoreisen” auszuwählen. 

Im Anhang findet sich hier eine kurze Zusammenfassung unserer aktuellen Angebote bis in den Sommer hinein, bei denen noch freie Plätze verfügbar sind (meist entsprechend gekennzeichnet). Reisen_2023_I_JAN Bereits ausgebuchte Reisen werden nicht mehr aufgeführt. Ich empfehle Ihnen daher, von Zeit zu Zeit hier nach neuen, weiteren Angeboten für die Zeit ab Oktober 2023 Ausschau zu halten.

Da wir selber als geübte Vogelkundler auf Aktualität sowie neue Entdeckungen in der Vogelwelt weltweit Wert legen und alle angebotenen Ziele vorher selber bereisen, dürfen Sie auch zukünftig immer wieder mit neuen Reiseangeboten rechnen. Wir arbeiten daher derzeit an drei bis vier neuen Zielen, die bald in unser Portfolie aufgenommen werden können!

Vielen Dank!

Hartmut Meyer (CEO & Inhaber Bartmeise-Reisen)
sowie Adrian Eisen Rupp und Andre Müller (Reiseleiter)

 

Startbild: Sonnenuntergang in der afrikanischen Savanne. Foto: B.&R. Schwindling (Berlin)
Vom Nairobi-Nationalpark bis zum Indischem Ozean: 400 gesehene Vogel- und über 40 Säugetierarten in Kenia

Vom Nairobi-Nationalpark bis zum Indischem Ozean: 400 gesehene Vogel- und über 40 Säugetierarten in Kenia

Die durch den Eisregen in Teilen Deutschlands am Wochenanfang verursachten enormen Störungen im Flugverkehr hatten auch Auswirkung auf die Rückreise unserer letzten Gruppe in 2022 aus dem kenianischen Mombasa. Und so trafen unsere Reisegäste am Dienstagabend leider verspätet auf dem Flughafen von Frankfurt/Main ein. Alle abendlichen Weiterflüge nach Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Dresden waren gecancelt bzw. nicht mehr erreichbar. Aber Lufthansa/Eurowings hatten die Übernachtung am Flughafen organisiert. Hotelvoucer, Taxi- bzw. S-Bahntickets standen zur Verfügung und so konnte man bald der Ankunft ein sehr gutes Hotel für die Nacht auf Mittwoch mit der nun neu geplanten Heimreise für Mittwochmorgen beziehen.

Zählen zu den seltensten Vögeln der Welt: Paar der Sokoke-Zwergohreule. Foto: J. Aengwo.

Unsere (dritte in 2022) Rundreise in Kenia führte vom Nairobi- durch den Amboseli-, Tsavo West- & Ost-Nationalpark  zu den berühmten Taita-Hills (Endemiten-Zone) und von dort weiter an die Küste des indischen Ozeans zum Küstentrockenwald, dem Biosphärenreservat Arabuke-Sokoke-Wald und schließlich in das für überwinternde Wasser- und Watvögel  so wichtige Watt-Gebiet Mida-Creek, UNESCO-Weltnaturerbe und RAMSAR-Site. Die Gesamtstrecke der Reise, die mit Safari-tauglichen Toyotas zurückgelegt wurde, betrug 1.550 Kilometer.

Mit über 400 gesehenen Vogelarten war diese Reise sehr erfolgreich (im Vergleich: 2019 waren es „nur“ 340 Arten). Zu den ornithologischen Besonderheiten der Reise dürfen Schmuckzwergente (African Pygmy-goose, Häherkuckuck (Great Spotted Cuckoo) und im Mida Creek die Spezialitäten dort, viele Terekwasserläufer (Terek Sandpiper) und Hunderte Reiherläufer (Crab-plover) gezählt werden. In den Taita-Hills konnten die gesuchten Zielarten (Endemiten) Taitafeinsänger (Taita Apalis), Taitabrillenvogel (Taita White-eye) und die attraktive Taitdrossel (Taita Thrush) gefunden (und auch fotografiert) werden. Und im Arabuke-Sokoke dürfte ein Paar der zu den seltensten Vögel der Welt gezählten Sokoke-Zwergohreulen (Sokoke Scops-owl) neben dem ebenfalls sehr seltenen Amaninektarvogel (Amani Sunbird) und dem nur lokal verbreiteten Malindipieper (Malindi Pipit) die Attraktionen gewesen sein.

Endemisch in diesem Küstentrockenwald: Das Goldrücken-Rüsselhündchen. Foto: B. & R. Schwindling.

Auf dieser Reise konnten zudem mehr als 40 (bestimmbare) Säugetierarten registriert werden! Dazu zählen viele der in Kenia vorkommenden Antilopenarten, darunter auch die seltenen Giraffenhals-Antilopen (Gerenuk), mind. 15 verschiedene Breitmaulnashörner (einige mit Kälbern), mehrerer Löwen-Familien, Geparden, ein jagender Leopard und im Arabuke-Sokoke-Wald das (endemische) Goldrücken-Rüsselhündchen (Golden-rumped elephant-shrew) sowie außergewöhnlicherweise eine Vierzehen-Rüsselratte (Four-toed elephant-shrew), ein weiterer Vertreter aus diesen ungewöhnlichen Tiergruppe.

Beim WM-Finalspiel an der Rundbar in der Severin Sea Lodge. Im Vordergrund unser kenianisches Team Joseph (li.) und Ronald (re.). Foto: H. Meyer

Den hoch-spannenden Auftritt der argentinischen Fußball-Zauberer um L. Messi, die verdient den Weltmeistertitel mit nach Südamerika nehmen konnten, erlebten die meisten unserer Reisegäste am Sonntagabend an der großen Rund-Bar in der schönen „Severin Sea Logde“, unserem Quartier für die letzten Tage am indischen Ozean in Mombasa. Das grandiose Finalspiel – auch unsere Gratulation geht an das argentinische Team für den verdienten Sieg !! – war sozusagen einer der letzten Höhepunkte dieser erfolgreichen und schönen Reise durch das Land Kenia, das mit Sicherheit mit den schönsten und attraktivsten Naturparadiesen in Ostafrika aufwartet.

Diese Reise wird ab 6. Januar 2024 wieder angeboten (und kann bereits gebucht werden!). Unsere nächsten Reisen nach Afrika stehen im Februar nach Uganda (Primaten-Reise, für die es noch ein Zimmer gibt!) https://www.bartmeise.de/Reisebeschreibungen/uganda-wildlife-primaten, im März mit Gambia & Senegal https://www.bartmeise.de/Reisebeschreibungen/gambia/ und im Mai wieder mit Kenia in den Nordwesten des Landes (Aberdare-Gebirge und Gebiete im Somali-Biom) https://www.bartmeise.de/Reisebeschreibungen/kenia-voegel-im-norden-und-in-den-bergen/ im Programm. Unser Team in Kenia, Birdguides Joseph sowie Ansu in Gambia und unser Bartmeise-Mitarbeiter für Ostafrika, Ronald Arama, freuen sich auf neue Gäste, die sie wieder betreuen zu dürfen!

Das meinen unsere Gäste zu dieser Reise: “Auch von dieser Bartmeise-Vögel-intensiv-Tour waren wir sehr begeistert. Optimale Organisation, tolle Unterkünfte, absolut zuverlässige Fahrer und natürlich mit Joseph ein sehr guter Birdguide , der uns viele Bestimmungen ermöglichte, die wir alleine nicht geschafft hätten. Etwas schade fanden wir dass Joseph nur wechselweise zur Verfügung stand, was den zwei Fahrzeugen geschuldet war …” schreiben Barbara & Ralf S. (Berlin).

Und Nadine & Kai R. (Hamburg) merkten an: “Uns hat die Reise sehr gut gefallen, wir haben viel Spaß gehabt und sind trotz der ereignisreichen Rückreise …irgendwann vorgestern wohlbehalten im Hamburg angekommen… Joseph ist ein hervorragender Guide! Es ist wirklich sehr lobenswert, dass er sich auf die unterschiedlichen Birder-Kompetenzen … eingestellt hat. Wir fanden zudem sehr gut, dass Joseph halbtäglich auf die beiden Fahrzeuge aufgeteilt wurde. Die Unterkünfte haben unsere Erwartungen übertroffen… Die Komposition der Parks und Reservate und Habitate war sehr abwechslungsreich . Das spiegelt sich ja auch in den 400 gesichteten Arten wider.”

Jetzt wünschen wir allen Reisegästen und Freunden ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage im Kreise ihrer Lieben und Familien!

Hartmut Meyer, CEO
(23.12.2022)

Startbild: Unsere Reisegruppe vor dem Schnee bedeckten Kilimandscharo. Links unser Birdguide Joseph A. zusammen mit Fahrer Edwin I; 2.v.re. Bartmeise-Ostafrika-Mitarbeiter Ronald A. und rechts Fahrer Edwin II. Foto: H. Meyer
Mit 44 Arten mehr als bei den “Felsspringern”: Bartmeise-Reisegruppe aus Nordwest-Argentinien zurückgekehrt

Mit 44 Arten mehr als bei den “Felsspringern”: Bartmeise-Reisegruppe aus Nordwest-Argentinien zurückgekehrt

Die menschenleere, endlose Anden-Hochsteppe. Foto: A. Eisen Rupp.

Erneut unter der bewährten Leitung unseres Südamerika-Spezialisten, Adrian Eisen Rupp, unserem brasilianisch-deutschen Mitarbeiter, kehrte gestern unsere Argentinien-Reisegruppe wohlbehalten zurück nach Deutschland. Mehr als 360 gesehene Arten, darunter fast alle seltenen Arten der Anden-Hochsteppe (Puna) und auch zahlreiche Endemiten Nordwestargentiniens stehen in der Vogelliste zu unserer Reise, die nach fast 14-stündigem Direktflug aus Buenos Aires nach Amsterdam/Berlin bzw. nach Frankfurt/M. zu Ende ging.

Einer der vogelkundl. Höhepunkte dieser Reise: Orangekehl-Regenpfeifer (Tawny-throated Dotterel). Foto: A. Eisen Rupp.

Diese neue Reise führt in das nordwestliche Argentinien zur neotropischen Vogelwelt am Ostabfall der gewaltigen Anden in den Provinzen Jujuy, Salta und Tucuman zwischen Altiplano, Puna, Chaco und den feuchten Tälern der Yunga im gleichnamigen UNESCO Biosphärenreservat. Höhepunkte sind die subtropischen Bergregenwälder im Nationalpark Calilegula, die Trockenwälder und Dornbuschsavannen der Gran Chaco, die argentinische Puna, die Altiplano mit ihren Salzlagunen. Die bemerkenswerte Vogelwelt der Puna mit z.B. drei Flamingo-Arten und fünf Arten von Blässrallen war ganz sicher einer der Höhepunkte dieser tollen Reise.

Wie üblich konnten Bartmeise-Reisegäste per WhatsApp-Status (über die kostenfreie Bartmeise-Mobilnummer 0172-3703374) auch während der Reise kurze Eindrücke vom Verlauf, der grandiosen Anden-Landschaft und ihrer Vogelwelt bekommen. Dieser Service, der fast für jede laufende Reise angeboten wird, wird stets von rund 100 Gästen genutzt.

“Adrian Eisen Rupp ist auf jeden Fall einer der besten Vogelführer für Südamerika, da bin ich mir nach einigen Reisen mit ihm zusammen und vor allem auch nach dieser Reise mehr als sicher. Seine Kenntnisse sind faszinierend und sein Einfühlungsvermögen menschlicherseits sind bemerkenswert. Daher ist auch diese Reise für mich ein absoluter Erfolg” meint Teilnehmer Michael S. aus Leipzig.

Graubrust-Höhenläufer. Foto: A. Eisen Rupp

Obwohl Vogelbeobachtung natürlich immer eine vom Zufall bestimmte Momentaufnahme ist, konnte ein anderer Reisegast, der zwei Wochen vor unserer Reise genau die gleiche Region mit einem bekannten südafrikanischen Spezialreise-Anbieter (den “Felsspringern” ) unternommen hatte, auf unserer Reise unter Adrians Leitung 44 Arten mehr in seiner Liste verbuchen!

In unserer Bildergalerie (Startseite oben “Bilder” auswählen) steht jetzt eine Auswahl von bemerkenswerten Vogelaufnahmen von dieser Reise zur Verfügung: https://www.bartmeise.de/photo-gallery/fotos-von-unserer-reise-nach-nordargentinien-mit-anden-hochsteppe-im-november-2022/

Im kommenden Jahr zum Jahresende hin wir eine nächste Reise nach Nordost-Argentinien in einer neuen Kombination mit den berühmten Iguaszu-Wasserfällen in Brasilien angeboten.

Unsere nächste Möglichkeit, mit Adrian auf Vogelpirsch zu gehen, bietet sich ab 26. Januar 2023 auf die “Schatzinseln der Evolution”, https://www.bartmeise.de/Reisebeschreibungen/sao-tome-principe-schatzinseln-der-evolution -iii/nach Sao Tome & Principe (Westafrika, Golf von Guinea), für die durch Krankheit wieder ein (!) Zimmer gebucht werden kann. 

Hartmut Meyer

Reisegruppe auf über 4.000 mNN in der Puna. In Bildmitte (blau) Adrian Eisen Rupp. Foto: privat

Startbild: Morenotäubchen (Moreno Ground-Dove), ein seltener Endemit der Hohen Anden. Alle Fotos: A. Eisen Rupp
Unterwegs zwischen Regenwald und Savanne: Rundreise durch das westafrikanische Ghana im Oktober 2022 erfolgreich

Unterwegs zwischen Regenwald und Savanne: Rundreise durch das westafrikanische Ghana im Oktober 2022 erfolgreich

Eine sehr angenehme Überraschung erlebte unsere Reisegruppe, die vom 15. bis 30. Oktober 2022 im westafrikanischen Ghana unterwegs war, bei der Ankunft im Ankasa Nationalpark, der zum berühmten ‘Upper Guinea Rainforst’-Gürtel gehört und ganz im Westen des Landes, nur ca. 15 m entfernt von der Grenze zur Elfenbeinküste, liegt. Musste unsere letzte Reisegruppe vor einigen Jahren hier noch ein Zelt-Camp nutzen, durften wir nun in eine neu gebaute Lodge einziehen. Erst im vergangenen Jahr, verspätet auch durch die Pandemie, konnte unsere ghanaisch-britische Partnerfirma Ashanti African Tours diese neue Lodge in Betrieb nehmen. Statt Zelten warteten jetzt sieben moderne und großzügige geschnittene Bungalows für je zwei Personen – voll klimatisiert, mit Balkonen, Fenster mit Insektennetzen, eigene große Bäder und weiteren Annehmlichkeiten – auf unsere Gäste, und das schon im Nationalpark, im Herzen der Natur, gelegen! Zur Anlage gehört natürlich auch ein schönes Restaurant. Francis (Bildmitte), der junge Manager (beim letzten Besuch war er noch der Chefkoch im Zelt-Camp) und seine Damen aus der Küche, boten exzellenten und äußerst freundlichen Service, der keine Wünsche offenließ. Alle Speisen konnten immer frisch zubereitet aus drei verschiedenen Hauptgängen ausgewählt werden, nebst Vorspeisen und Desserts.

Diese neue Lodge setzt nun Maßstäbe für das ganze Land, das nun nicht unbedingt zu den Touristen-Hotspots in Afrika zählt und wo viele Rahmenbedingungen für den Tourismus noch stark verbesserungsbedürftig sind. Jedenfalls haben sich unsere Gäste hier ausgesprochen wohl gefühlt und waren sogar traurig, als die Zeit im Nationalpark nach drei Tagen abgelaufen war und unsere Rundreise weiterziehen musste …

Insgesamt verlief unsere vogelkundliche Reise außerordentlich erfolgreich. Im ersten Teil standen die berühmten ‘Upper-Guinea-Regenwaldgebiete’ mit ihrer bemerkenswerten und teil endemischen Vogelwelt entlang der Gold-Küsten zwischen Accra und Ankasa im Programm. Und beendet wurde unsere Reise ganz im Norden des Landes, in den Savannen-artigen Gebiete im Mole-Nationalpark nahe der Grenze zu Burkina Faso. Dazwischen lag ein weiterer Höhepunkt: Ein Besuch bei den selten, vom Aussterben bedrohten (einst ausgestorben geglaubten) Gelbkopf-Felshüpfern in Zentral-Ghana. Diese ganz besondere Vogelart lebt in lockeren Familienverbänden ganzjährig an ihren Brutplätzen an solitären Felsen im Wald, wo sie ihre Lehmnester unter den Felsen angeklebt auch außerhalb der Brutzeit allabendlich aufsuchen. Und so hatten wir auch das Glück, mindestens zwei der ungewöhnlichen Stelzkrähen, wenn auch bereits in der Dämmerung und bei Gewitterstimmung, gut zu sehen. Auch hier im nächsten Dorf, das intensiv in den Schutz dieser Vogelart einbezogen ist, hat unsere Partnerfirma neben einer Schule eine weitere neue Lodge eröffnet. Und auch hier konnten wir in nagelneue und nach dem gleichen Muster wie in Ankansa errichteten Bungalows übernachten.

Auch wenn die Reise mit rund 350 gesehenen Vogelarten, darunter viele der gewünschten Spezialisten wie …, die es nur hier zu sehen gibt, erfolgreich war, gelang nicht alles. An außergewöhnlichen Wetterereignissen kann niemand etwas ändern. Leider führt der Schwarze Volta-Fluss enormes Hochwasser. Alle Sandbänke und die Uferbereiche waren bis in die Dörfer hinein überschwemmt, so dass es keine Chance gab, die sonst hier rastenden Krokodilwächter zu sehen.

Aber, alles geht eben nicht zusammen. Trotzdem und trotz der vielen, anstrengenden Fahrkilometer (rund 2.600 quer durch das gesamte Land) waren unsere Teilnehmer mit der Reise zufrieden. Gäste aus Hamburg, Susanne K. und ihr Ehemann Ernst K.,  meinten: „Auch diese Reise war für uns etwas ganz besonderes. Wie immer eure Reisen kleine Oasen, die wir sehr genießen. Die Begegnungen mit der Vogelwelt, der Natur, aber auch mit den Menschen einer anderen Kultur, lassen uns vom Alltag entfliehen und geben uns Entspannung … Danke an Bartmeise-Reisen für diese großartigen Momente.“

Hartmut Meyer
Bartmeise-Reisen

Startbild: Francis, der Manager, und sein Team in der Ankasa-Logde. Foto: H. Meyer
Bartmeise-Reisegruppen wieder unterwegs in Südamerika und in West- bzw. Ostafrika – Restplätze für das Frühjahr buchen!

Bartmeise-Reisegruppen wieder unterwegs in Südamerika und in West- bzw. Ostafrika – Restplätze für das Frühjahr buchen!

Nachdem wir zwischen Juli und September 2022 aufgrund der Auswirkungen der weltweiten Energiekrise und den enormen Problemen an den europäischen Flughäfen verschiedene Reisen nach Südamerika absagen mussten, läuft unser Reiseprogramm seit Oktober 2022 wieder planmäßig.

Anfang der Woche traf unter Leitung unseres Südamerika-Spezialisten, unserem brasilianisch-deutschen Mitarbeiter Adrian Eisen Rupp, unsere diesjährige Reisegruppe im klassischen Pantanal, in einem der größten Feuchtgebiete der Erde, ein und entdeckt nun jeden Tag spannende neue Vogelarten. Im Programm stehen tägliche Vogel-Safaris bei Tag und auch bei Nacht. Ab Morgen warten dann die tollen Bootsfahrten auf den Urwaldflüssen, bei denen Jaguar (Foto unten, vom 12.10., A. Eisen Rupp), Riesenotter und Wasserschweine sehr sicher und vielleicht auch der Tapir gesehen werden können. Unser Gruppenfoto (links, Foto: A. Eisen Rupp) entstand vor wenigen Tagen am Eingang zum Pantanal, am Beginn der legendären “Transpantaneira”, die von hier ab als Sandpiste über abenteuerliche Holzbalken-Brücken bis an den Cuiabá-River führt. Ab hier können – wie auch bei dieser Reise – die seltenen Hyazinthara (Titelfoto, A. Eisen Rupp) und die großen Jabiru-Störche (Foto re., A. Eisen Rupp), Symbolvögel des Pantanal, beobachtet werden. Nach einigen Tagen Aufenthalt in Brasiliens größtem Feuchtgebiet führt unsere Reise weiter in die Endemiten-Regionen “Garden of the Amazons” und danach per Inlandsflug weiter in den Südamazonas, wo neue vogelkundlichen  Abenteuer warten.

Am Sonnabend, 15. Oktober 2022, startet eine weitere Reisegruppe in das westafrikanische Ghana zu einer Rundreisen zwischen der Goldküste und dem Mole-Nationalpark im Norden des Landes. Verschiedene ornithologische Höhepunkte wie ein Besuch bei den (vor Jahrzehnten ausgestorben geglaubten) Gelbkopf-Felshüpfern, sind hier geplant. Auch diese Reise ist ausgebucht.

Kapuzenammertangare.

Für unsere neue Reise nach Nord-Argentinien (15.-30.11.2022) zur neotropischen Vogelwelt am Ostabfall der gewaltigen Anden in den Provinzen Jujuy, Salta und Tucuman zwischen Altiplano, Puna, Chaco Serrano (baumlose Dornbuschsavanne) und den feuchten Tälern der Yunga im gleichnamigen UNESCO-Biosphärenreservat führt, sind jetzt auch kurzfristig noch zwei Plätze (ein Zimmer) verfügbar! Höhepunkte sind die subtropischen Bergregenwälder im Nationalpark Calilegula, die Trockenwälder und Dornbuschsavannen der Gran Chaco, die argentinische Puna, die Altiplano mit ihren Salzlagunen (Foto: Salzsee Laguna de Pozuelos, Puna und der Nationalpark Los Cordones, der neben einer besonderen Vogelwelt auch eine gleichnamige, bis 12 Meter hohe Kakteenart schützt.

Alle weiteren Ostafrika-Reisen 2022 nach Kenia im November, nach Uganda/Kenia-Primaten im November/Dezember und die fantastische Reise entlang der Kenianischen Küste des Indischen Ozeans mit den Endemiten der Taita-Berge sowie dem UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiet “Mida Creek”, mit der wir uns dann in die Weihnachtsferien verabschieden, sind ebenfalls ausgebucht.

Unter dem Stichwort “Christmas-Birding 2022” bieten wir im Dezember allerdings noch eine sehr schöne Kurzreise an die bulgarische Schwarzmeerküste zwischen Durankulak und Burgas an. Für diese Reise – zum TOP-Preis (!!) – können noch Plätze gebucht werden.

In das neue Jahr starten wir am 6. Januar 2023 mit einem neuen Reiseangebot in unserer Reihe “Schatzinseln der Evolution” zu den eher unbekannten westafrikanischen Inseln Sao Tome & Principe mit ihren zauberhaften endemischen Vogelarten. Es ist unglaublich, was diese ehemals portugiesischen Inseln vor der Küste von Kamerun für eine traumhafte tropische Natur bewahren! Auch diese Reise ist ausgebucht. Aufgrund der Nachfrage bieten jedoch einen zweiten Termin ab 26. Januar an. Für diesen Termin gibt es derzeit noch Plätze. Interessenten sollten sich jedoch schnell entscheiden, damit die Flüge noch zu günstigen Frühbucher-Preisen gesichert werden können.

Einer der seltensten Vögel der Welt: Der Sao-Tome-Ibis. Foto: J. Hering.

Alle weiteren Reiseangebote bis mindestens Sommer 2023, die auf unserer Startseite oben unter dem Button “Reisen” nach persönlicher Vorliebe (Intensität des Programms!) als “Vögel intensiv”, “Vögel und mehr”, “Naturerlebnis-Touren” und (neu) “Vogelfotografie-Reisen” ausgewählt werden können, können ohne Probleme und in der Regel jetzt auch immer ohne PCR-Tests bzw. weitere Pandemie-Einschränkungen gebucht werden. Lediglich die Reiseländer geben heute vor, welche Voraussetzungen für die Einreise zu erfüllen sind (i.d.R. ein vollständiger Corona-Impfschutz). Aber es bereits auch Zielländer, die sogar darauf verzichten! Wir informieren alle Gäste in jedem Falle über diese Reise-Voraussetzungen.

Hartmut Meyer
CEO Bartmeise-Reisen

Reisegruppe erneut erfolgreich in Kolumbien unterwegs – mehr als 500 Vogelarten im Andenland beobachtet

Reisegruppe erneut erfolgreich in Kolumbien unterwegs – mehr als 500 Vogelarten im Andenland beobachtet

Wegen der Pandemie mehrfach verschoben und für November/Dezember 2021 kurzfristig wieder terminiert befand sich eine weitere Bartmeise-Reisegruppe wenige Wochen vor Weihachten auf vogelkundlicher Tour in Kolumbien. Die Reise sollte in das Amazonastiefland und in die berühmte Endemiten-Region der Santa-Marta-Berge an der Karibikküste führen. Kurzfristig musste umgeplant werden, weil inner-kolumbianische Flüge ins Amazonastiefland plötzlich eingestellt wurden. Statt Mitu im Amazonas führte die Reise schließlich im zweiten Teil in die Westlichen Anden im Gebiet um Buga und Cali zu den Cocho-Endemiten und neu auch ins pazifische Tiefland. Einen kurzen Abstecher gab es in den Anden oberhalb von Bogota.

Trotz Wegfall der Vogelwelt im tiefen Amazonas war die Reise ornithologisch äußerst erfolgreich. Über 500 Vogelarten, darunter um die 50 Kolibri-Arten mit seltenen Vertretern wie Tooth-billed Hummingbird (Zahnschnabelkolibiri) konnten beobachtet werden.

In einem Schutzgebiet an der Karibikküste konnten auch wieder die seltenen und vom Aussterben bedrohten Lisztäffchen beobachtet werden. Foto: A. Eisen Rupp

In den Santa Marta-Bergen war eine wichtige Station die bei Vogelkundler so beliebte El Dorado-Lodge, deren Gemeinschaftstrakt-Neubau verbesserte Bedingungen bot. Fast alle Santa-Marta-Endemiten konnten gesehen werden, viele auch fotografiert. Leider jedoch, zum Schreck unserer Reisegäste, waren bestimmte Glasfronten an der neuen Lodge nicht gegen Vogelanflug geschützt. Und so wurden in wenigen Tagen mehrmals angeflogene Vögel tot gefunden. Ein Umstand, der dem Besitzer der Lodge („Pro Aves“) von uns mitgeteilt wurde mit der dringenden Bitte, dieses Problem schnellstens zu lösen.

Ganz besonderer Höhepunkt in der zweiten Reisewoche war der Aufenthalt in der von unserem kolumbianischen Geschäftspartner neu gebauten Araucana-Lodge in den Anden oberhalb von Cali am bekannten Beobachtungspunkt km. 28. Das neue, helle und freundliche Haus begeisterte unsere Reisegäste mit seiner komfortablen Ausstattung, großen Zimmern und tollen Lage, die die Erreichbarkeit neuer Beobachtungsgebiete, die sonst nicht möglich gewesen wäre, bot. Mit der Motor-Draisine ginge es so zum Birdwachting ins pazifische Tiefland, ein Highlight zum Schluss mit nochmals zahlreichen neuen Vogelarten.

Stimmen unserer Gäste zur Reise:
Diese von ‚Bartmeise‘ und seinen kolumbianischen Partnern organsierte Vogelreise war wieder eine hervorragende Tour … Die Unterkünfte und die Verpflegung waren erneut mehr als erstklassig. Dafür großer Dank“ … schreibt Michel S. „Unsere Kolumbienreise ist problemlos, harmonisch und sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Alle Unterkünfte (Hotels und Lodges) waren von einem ausgezeichneten Standard. Insbesondere die Araucana-Lodge ist absolut spitzenmäßig. Für die sicher nicht einfache, da z.T. kurzfristige Planung dieser Reise möchte ich danke sagen!! Dank Adrian Eisen Rupp und mit Unterstützung der lokalen Guides, konnten wir insgesamt 507 Vogelarten …“ meint Rainer M.

Kolumbien wird auch 2022 ab Sommer und im kommenden Herbst/Winter wieder im Bartmeise-Reiseplan verfügbar sein. Die wenigen Plätze sind stets rasch ausgebucht. Daher empfehlen wir immer eine schnelle Anmeldung.

Hartmut Meyer

Startbild: Mit der Motor-Draisine zum Birdwatching in pazifische Tiefland. Foto: M. Schulz 
Bartmeise-Reisegäste 2021 trotz Pandemie auf vier Kontinenten unterwegs – ihre Buchung jetzt hilft enorm!

Bartmeise-Reisegäste 2021 trotz Pandemie auf vier Kontinenten unterwegs – ihre Buchung jetzt hilft enorm!

Zwischen Juli und Dezember 2021 – seit September 2021 nur noch mit vollständig geimpften Gästen – hat Bartmeise-Reisen trotz Pandemie vogelkundliche Reisen auf vier Kontinenten (Amerika, Afrika, Asien und Europa) in mind. 10 Ländern erfolgreich und sicher durchgeführt. Es bleibt im Nachhinein festzustellen, dass für geimpfte Reisegäste keine Hindernisse bestanden und wir uns auch in den Ländern (im Rahmen der auch dort geltenden Vorschriften) frei bewegen konnten. Durch vorsorglich meist leicht geänderte An- und Abreisezeiten war es auch möglich, das vollständige Reiseprogramm lt. Ausschreibung zu bieten. Wenige Einschränkungen gab es nur dann, wenn Regierungen kurzfristig und ohne Vorankündigung Regeln so verändert hatten, dass wir nicht mehr darauf reagieren konnten.

Mit der neuen Virusvariante, die derzeit die Welt erobert, haben die allermeisten Länder der Welt erweiterte Regeln eingeführt. Und auch Deutschland überbieten sich Bund und Ländern derzeit mit  unabgestimmten Maßnahmen.

Seit Januar 2022 lassen immer mehr Länder (aktuell Kenia, Bulgarien, Sri Lanka …) nur noch vollständig geimpfte Gäste einreisen, wobei „vollständig“ jetzt nur mit Auffrischungsimpfung (booster) gilt! Demzufolge müssen alle Bartmeise-Reisegäste ab sofort bis 14 Tage vor Reisebeginn der jeweiligen Reise eine Auffrischungsimpfung (booster) nachweisen (Impfung bis vier Wochen vor Reisebeginn notwendig). Wir weisen auch darauf hin, dass einzelne Länder (z.B. aktuell Kenia) einen Genesenen-Nachweis nicht mehr akzeptieren, wobei dies aber einer Einzelfallprüfung bedarf.

Bartmeise-Reisen wird alle Reisegäste rechtzeitig vor Antritt einer Reise über die Bedingungen zur Einreise ins jeweilige Reiseland informieren. Und wie schon im vergangenen Halbjahr 2021 organisieren wir alle notwendigen Maßnahmen für die Rückreise. Wir übernehmen die Anmeldungen beim RKI und organisieren die PCR- oder Antigen-Tests vor Ort, so erforderlich. Befristet vorerst bis Juni 2022 übernehmen wir auch weiterhin die Kosten dafür. Um es unseren Gästen so bequem wie möglich zu machen, haben wir in verschiedenen Reiseländern komfortable Abläufe eingerichtet. In Peru und Uganda z.B. werden die Labor-Proben (PCR, Antigen etc.) von Mitarbeitern eines autorisierten Labors direkt in unseren Hotels entnommen. Anderswo in der Welt erhalten unsere Gruppen bevorzugte Termine in Testlaboren, so dass nur ein geringer Extra-Zeitaufwand notwendig wird.

Bartmeise-Reise bietet auch weiterhin kulante Rücktrittsregelungen im Störungsfalle an und sichert eine reibungslose Abwicklung zu. Unsererseits werden wir auch in 2022 bemüht sein, so viele Reisen wie möglich aus unserem Reiseprogramm durchzuführen. Gleichzeitig bedanken wir uns bei unseren Reisegästen für das Vertrauen in schwieriger Reisezeit 2021 und bitten Sie, uns auch 2022 wieder ihr Vertrauen zu schenken!

Buchen Sie bitte jetzt Ihre Wunsch-Reise aus unserem Programm! Sie helfen auch unseren Geschäftspartnern in den Reiseländern der so genannten Dritten Welt, die nun bald zwei Jahre lang unter den Auswirkungen der Pandemie leiden! Ihre Buchung jetzt für 2022 gibt uns die notwendige Unterstützung und Planungssicherheit, auch für unsere Geschäftspartner überall in der Welt! 

In der Grafik sind die derzeit für Deutschland geltenden Einreisebestimmungen dargestellt. Bartmeise-Reisen führt zudem nur Reisen in “grüne” und “orange” Länder durch, keine in Virus-Variantengebiete!
Das Startbild zeigt eine Bartmeise-Reisegruppe im Dezember 2021 in Sri Lanka. Foto: H. Meyer
Kleines Land am großen Fluss: “Grünes” Gambia begeistert mit seiner Vogelwelt und Einblicken in das Leben der Menschen

Kleines Land am großen Fluss: “Grünes” Gambia begeistert mit seiner Vogelwelt und Einblicken in das Leben der Menschen

Die gewaltigen Baobab-Baumriesen (Affenbrotbaum) ungewohnt “grün” und voller Früchte. Foto: H. Meyer

Mit über 250 gesehenen Vogelarten (von rund 550 insgesamt) im kleinen westafrikanischen Land Gambia kehrte diese Woche eine weitere Bartmeise-Reisegruppe (nach Kenia und Uganda) vom schwarzen Kontinent zurück. Die Vielfalt und Anzahl der Vogelarten war schon überraschend, zumal die gesamte Palette an europäischen Wintergästen überwiegend noch gar nicht eingetroffen waren. Da diese Reise Covid19-bedingt zum Ende der Regenzeit außerhalb der sonst üblichen Reisezeit stattfand, war die Rundreise zudem klimatisch wirklich anstrengend. Mit täglichen Temperaturen über +30°C und einer hohen Luftfeuchte waren die Bedingungen ungewohnt hart. Wegen der Pandemie, die zwar im Land kaum spürbar ist, war eine Weiterreise auf dem Landweg in den Senegal nicht möglich, wodurch die Reise an zwei Tagen live umorganisiert werden musste.

Belohnt wurden unsere Teilnehmer aber durch ein Land, das sich üppigst subtropisch grün von seiner schönsten Seite zeigte, und durch seine spannende westafrikanische Vogelwelt, die sich in Gambia sehr vertraut und nicht scheu präsentiert. Viele in Afrika weit verbreitete Vogelarten, die anderswo aber schwer zu entdecken sind, waren konnten nord- und südlich entlang des gewaltigen Gambia-Rivers oft aus nächster Nähe erlebt werden. Außerdem bot diese Reise einen ungewohnt intimen Einblick in das Leben der Menschen in den kleinen Dörfern, welches nur wenigen Naturtouristen vorbehalten sein dürfte.

Von vielen wichtigen afrikanischen Vogelfamilien konnten die herausragenden Vertreter beobachtet und fotografiert werden. So bei den Bienenfressern z.B. auch der in Gambia nicht häufige. Karminspint (Northern Carmin Bee-eater) und die hübschen Rotkehlspinte (Red-throated Bee-eater) in einer riesigen Brutkolonie (mind. 450 Brutpaare). Für Gambia interessante Vertreter aus der Gruppe der Hornvögel bis hin zum größten, dem Blaugesicht-Hornrabe (Northern Ground-hornbill; am Brutplatz) und der wohl schönsten Limikole der Welt, dem seltenen Krokodilwächter (Egyptian Plover; Digiskopie-Foto li. u. H. Meyer) konnten gesehen werden.

Ein bisschen „große Kultur“ bot zur Abwechselung ein kurzer Aufenthalt in den „Heiligen Steinen“ (prähistorische Steinkreise) von Wassu, die zum UNESCO-Welterbe gehören.

Unser umsichtiges Personal, Ansu („Professor“), unser Birdguide, und unser Busfahrer Liam, der uns immer sicher durch den Verkehrs-Wahnsinn der Hauptstadt Banjul brachte, und die unsere Versorgung mit gekühltem Trinkwasser und immer frischen Früchten für unterwegs vorbildlich organisierten, trugen westlich zum Gelingen auch dieser Reise bei!

Unser Gambia-Reiseangebot ist insbesondere für „Afrika-Einsteiger“ gedacht, die sich einen ersten Überblick verschaffen möchten. Nach einer Gambia-Reise lässt sich die westafrikanische Vogelwelt besten erweitern bei einem Besuch z.B.

im Ghana (wieder im August 2022), welches z.B. noch über einen ausgedehnten Guinea-Regenwald mit zahlreichen neuen Vertretern afrikanischer Vogelfamilien verfügt.

Aufgrund der Nachfrage haben wir eine Neuauflage für diese Gambia-Reise, dann hoffentlich auch wieder in den Senegal, zum im Nikolo-Kobo-Nationalpark führen kann, für den Zeitraum vom 27.11. bis 12.12.2021 aufgelegt. Hier sind jetzt noch Plätze buchbar, und die Flüge von Deutschland über Brüssel nach Banjul derzeit äußerst kostengünstig reservierbar!

Ein detaillierter Reisebericht wird hier in Kürze zu finden sein.

Hartmut Meyer

Titelbild: Bartmeise-Reisegruppe beim Picknick unter Palmen … unterwegs. Foto: H. Meyer
Bartmeise-Reisen startete im Juli 2021 in die „Nach-Pandemie-Zeit“ – Reisen nach Peru erfolgreich durchgeführt

Bartmeise-Reisen startete im Juli 2021 in die „Nach-Pandemie-Zeit“ – Reisen nach Peru erfolgreich durchgeführt

Inka-König Pachacutec grüßt die Besucher seiner Stadt Cuzco. Foto: H. Meyer

Bartmeise-Reisen startete im Juli in die „Nach-Pandemie-Reisezeit“ mit zwei Reisegruppen zuerst nach Peru. Beide Reisen begannen und endeten jeweils in der berühmten Anden-Metropole, der alten Kaiserstadt aus Inka-Zeiten, in Cuzco (auf 3.000m NN). Um Cuzco herum wurden zuerst interessante Feuchtgebiete aufgesucht, die ein breites Spektrum an seltenen Anden-Arten boten. Auch der im Norden Südamerikas nur spärlich verbreitete Vielfarben-Tachurityrann – Many-colored Rush-tyrant (Titelfoto: Adrian Eisen Rupp), der zudem zu den farbenprächtigsten Vertretern seiner Artengruppe zählt, konnte gut beobachtet werden.

Unsere Reisen führten dann weiter jeweils über den San Francisco-Pass bei 4.200mNN immer entlang der legendären Manu Road den Ostabfall der Anden hinunter bis zum Amazonas-Tiefland am Madre de Dias-Fluss. In den verschiedenen Höhenstufen entlang dieser einzigen Straßenverbindung konnten viele spezielle Vogelarten, darunter die Endemiten des Nebelwaldes sowie des Tieflandes, beobachtet werden. Ab Puerto Atalaya ging es per Tagesfahrt im Boot hinunter in den Amazonas bis zum Manu-Wildlife-Center tief im gleichnamigen Nationalpark. Diese Reise auf dem gewaltigen Urwaldstrom wird immer als ein grandioses Erlebnis wahrgenommen.

Bartmeise-Reisegruppe Peru I. Foto: H. Meyer

Die erste Reisegruppe im August erlebte im Amazonas ein außergewöhnliches Wetterphänomen: antarktische Kaltluft aus dem Süden des Kontinentes zog mehrere Tage lang fast über ganz Südamerika hinweg und verursachte z.B. ungewöhnliche Fröste und Schneefall im Süden Brasiliens. Dieses Wetterphänomen war sogar mehr als eine Meldung in europäischen Nachrichtenkanälen wert! Im peruanischen Amazonas fielen die Temperaturen nachts auf ungewöhnliche 12°C  und tags wurden kaum mehr als 16°C erreicht. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Wärme gewohnte tropische Vogelwelt. Bestimmte Artengruppen blieben in dieser Kälteperiode  „unsichtbar“, andere wiederum verhielten sich sehr inaktiv und unsichtbar. Glücklicherweise hielt dieses Wetterphänomen nur vier Tag an, dennoch war unsere erste Gruppe im Amazonas voll davon betroffen und war über diese Auswirkungen nicht glücklich. Mit dem Rückflug von Puerto Maldonada, der Urwald-Metropole, zurück nach Cuzco, besserte sich das Wetter und die Normalwerte kehrten zurück.

Die letzten Tage beider Reisen führten ins „Geheime Tal der Inka“ und dort auch zur berühmten Inka-Festung Machu Picchu. Beim geführten Rundgang durch die gewaltige Ruinen-Stadt waren natürlich auch spezielle Vogelarten zu sehen, auch die eigentümlichen Viscacha (Hasenmäuse), die zwischen Steinen ihre Baue haben.

Farbenprächtiger Endemit: Gould’s Jewelfront – Violettscheitelkolibri. Foto: A. Eisen Rupp

Leider waren nach den 15-monatigen Schließzeiten durch die Pandemie noch nicht alle Lodges auf unserer Reise wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Es gab hier und da Unregelmäßigkeiten, insbesondere auch beim Personal, welches sich in der Corona-Auszeit einfach andere Jobs zum Überleben suchen musste. Aber auch das konnten unsere Kollegen vor Ort in Peru meistern. In den Amazonas sind unserer Gruppen mit eigenem Koch gereist, der dort die feinste peruanische Küche zauberte. Und das Bootspersonal arbeitete abends als Bedienung. Welch eine Überraschung!

Während der Exkursionen gab es keine Einschränkungen durch Covid19-Maßnahmen etc. Unsere vollständig geimpften (und dazu getesteten) Reisegruppen konnten sich frei und ohne Masken in der Natur bewegen! In den Siedlungsgebieten gelten auch in Peru die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, die aber mittlerweile zum Alltag in der ganzen Welt gehören. Mit 450 bis 500 Vogelarten in den Listen kehrten die Teilnehmer zufrieden und entspannt nach Deutschland zurück.

Im kommenden Jahr im August wird diese Reise wieder im Bartmeise-Programm im enthalten sein. Bereits jetzt liegen Vormerkungen dafür vor, so dass nur noch vier Plätze im Angebot sind.

Bartmeise-Reisegruppe Peru II. Foto: A. Eisen Rupp

Das schreiben unsere Gäste zu den Reisen: “Die Reise war phantastisch und wir waren sehr begeistert! Adrian ist ein toller und kompetenter Bird Guide und wir würden gerne wieder mit ihm eine Tour machen. Mal sehen wann das möglich ist …” (Thomas Pleschke). “Die Peru-Reise fand ich toll. Sie war wirklich sehr schön und Adrian ist ein sehr guter Guide und er hat das wirklich gut gemacht obwohl er alleine war und den Organisationsaufwand mit Flügen, Boot, Zug und Autos dennoch präzise und sehr anspruchsvoll gemeistert hat. Die Unterkünfte waren gut, das Essen war sehr gut (J. Hottinger)” Und Sigrid & Herbert Lange schreiben: “Die Reise war sehr gut organisiert, Adrian half auch sofort, wenn es mal hakte. Der Reisetag nach Puerto Maldonado hatte schon ein wahnsinniges Tempo, aber alles hat geklappt. Die Unterkünfte waren überwiegend sehr schön, Manu Wildlife Center leider noch etwas im Corona-Schlaf und nicht gut vorbereitet … Der Flug dann über Lima nach Cuzcos hatte seine Tücken, aber auch da hat Adrian sich unermüdlich dafür eingesetzt, dass wir doch noch nach Cuzco gekommen sind …  Unseren Koch werden wir in guter Erinnerung behalten, im übrigen das ganze übrige Essen – besonders hervorzuheben das in Aguas Calientes.”

Unsere nächsten Reisen führen jetzt im September nach Bulgarien, Gambia/Senegal (ausgebucht), im Oktober nach Ghana (noch buchbar) und nach Nordgriechenland (ausgebucht), und dann im November/Dezember nach Sri Lanka (ausgebucht).

Aufgrund der Wiederöffnung unserer Reiseziele nach Covid-19 haben wir weitere Reisen nach Mexiko/Yucatán sowie in den ersten beiden Dezemberwochen nach Kolumbien (Santa Marta-Endemiten und Amazonas/Mitu) sowie nochmals nach Gambia/Senegal kurzfristig ins Programm genommen. Diese Reisen können hier auf unserer Seite gebucht werden.

Hartmut Meyer

Titelfoto (Adrian Eisen Rupp): Vielfarben-Tachurityrann – Many-colored Rush-tyrant. 
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