Neues aus der Vogelwelt: Gänsesäger-Brut im Erzgebirgischen Becken dokumentiert

Neues aus der Vogelwelt: Gänsesäger-Brut im Erzgebirgischen Becken dokumentiert

Nach jahrelangem Brutverdacht gelang in diesem Jahr der erste sichere Brutnachweis für den Gänsesäger am Flusslauf der Zwickauer Mulde im Erzgebirgischen Becken im Landkreis Mittelsachsen. Bei der Kontrolle von Dohlen-Nistkästen in einem Gebäude wurde am 24. April 2018 ein bebrütetes Gänsesäger-Gelege mit 11 Eiern statt einer Dohlenbrut festgestellt.

Gänsesäger-Balz (und Kopula) am 02.04.2018 auf der Zwickauer Mulde/Mittelsachsen. Foto: Jens Hering.

In den Jahren zuvor konnten zahlreiche Puzzle-Teile für begründeten Brutverdacht – wie z.B. späte Aufenthalte von adulten Gänsesägern bis Anfang Mai, mehrmals bereits flugfähige Junge mit je einem Weibchen im zeitigen Juli, ein kleine Junge (pull.) führendes Weibchen im Mai an der benachbarten Zschopau vor zwei Jahren und in diesem Jahr Anfang April Balz und Kopula einer Gruppe Gänsesägern auf der Zwickauer Mulde nicht weit vom jetzigen Brutplatz entfernt – zusammengetragen und auch fotografisch festgehalten werden.

Mittlerweile ist die Art auch in Sachsen in Ausbreitung begriffen und brütet sogar an der Elbe in der Landeshauptstadt Dresden. Auf der Südseite des Erzgebirges hat der Gänsesäger den Eger-Fluss in Tschechien bereits seit einigen Jahren als Brutplatz entdeckt. Nun ist die Art auch am Nordrand des Erzgebirges im Flusssystem Mulde/Zschopau als Brutvogel angekommen.  Der erforderliche Nachweis gilt nun als erbracht.

Hartmut Meyer, Jens Hering, Jens Voigt und Dieter Kronbach

Gänsesäger-Gelege mit 11 Eiern am 28.04.2018 in einem Dohlennistkasten. Foto: H. Meyer.

Startbild: Den Nistkasten anfliegendes Gänsesäger-Weibchen (28.04.2018). Foto: Jens Hering.

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