Fortsetzung, die achte: Mauerläufer im Winterquartier im Erzgebirge eingetroffen – geführte Exkursion im Februar 2020

Fortsetzung, die achte: Mauerläufer im Winterquartier im Erzgebirge eingetroffen – geführte Exkursion im Februar 2020

Mauerläufer im Winterquartier. Foto: B. Franzke (auch Startfoto)

Und wieder ist er zurückgekommen. Ein wirklich unglaubliches Naturwunder! Zwar sehr spät in diesem Jahr, so spät wie noch nie vorher, aber am 22. November traf der kleine Hiochgebirgsvogel nunmehr den achten (!) Winter in Folge in seinem Winterquartier auf der Südseite des Erzgebirges in Böhmen, in einem kleinen Dörfchen unweit des Fichtelbergs, ein. Zwar ist es nicht bewiesen, dass es sich um den gleichen Vogel handelt, aber die Tatsache, das er auch dieses Jahr sofort bei Ankunft seine Futterbretter anflog und die dort schon für ihn ausgelegten Mehlwürmer absammelte, spricht wie immer für den gleichen Vogel, der ‘sein Winterquartier’ bestens kennt!

Sein jährlicher Brutort im Hochgebirge (in den Alpen?) bleibt freilich unbekannt. Im Erzgebirge und den anderen deutschen Mittelgebirgen jedenfalls sind noch nie Bruten von dieser Art nachgewiesen worden. Vor der Lebensleistung dieses Vögelchens, dessen Brutgebiete Hunderte Kilometer weit entfernt zu suchen sein müssten, kann man nur ehrfurchtsvoll stauen. In der Tat, ein Naturwunder!

Den achten Winter in Folge hat nun der Vogel sein Winterquartier an einem alten Fabrikgebäude, wo er im Dachfirst Schlafplätze hat, bezogen. Dort wird sein Aufenthalt von einem böhmischen Ornithologen, unserem Freund Vladimir, gut dokumentiert. Und wenn ihm auch in diesem Winter nichts zustößt, dann wird der Vogel, ein Männchen, bis in den März hinein dort zu sehen sein. Dann wir er wie jedes Jahr ins Brutkleid mausern und erste Balzflüge kündigen dann seinen baldigen Abzug ins Brutgebiet an …

Einmal am Tag holt er sich einige Mehlwürmer, die man für ihn auf einem Fenstersims auslegt. Stellt sich die Frage, wie alt ein Mauerläufer in Freiheit werden kann? Dazu gibt es keine Angaben in der Literatur. Aber in Gefangenschaft kann die Art durchaus ein hohes Alter erreichen wie aus dem Alpenzoo Innsbruck bekannt ist, wo 2016 der letzte seiner Art mit 15 Jahren gestorben ist. Vielleicht ist es nun auch der letzte Winter, in dem dieser kleiner Lebenskünstler so weit abseits seines Brutplatz im Erzgebirge zu sehen sein wird?

Auch in diesem Winter laden wir wieder zu einer geführten Exkursion am Sonnabend, 22. Februar 2020, ein. Die Exkursion beginnt um 7.00 Uhr am sächsisch-böhmischen Grenzübergang Oberwiesenthal-Bozi Dar (Treffpunkt) und dauert bis ca. mittags. Unkostenbeitrag pro Person 10,00 €. Interessenten melden sich bitte formlos per Email an info@bartmeise.de an. Die genauen Details zum Ablauf der Exkursion (Achtung: bei extremen Winterwetter kann der Termin kurzfristig auch verschoben werden!) werden allen Anmeldern schriftlich mitgeteilt. 

Hartmut Meyer

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