Fortsetzung, die sechste: Mauerläufer im Winterquartier im Erzgebirge eingetroffen

Fortsetzung, die sechste: Mauerläufer im Winterquartier im Erzgebirge eingetroffen

Mauerläufer im Winterquartier. Foto: B. Franzke (auch Startfoto)

Und wieder ist er da! Anfang November traf der kleine Alpenvogel nunmehr den sechsten (!) Winter in Folge in seinem Winterquartier auf der Südseite des Erzgebirges in Böhmen, in einem kleinen Dörfchen unweit des Fichtelbergs, ein. Sein jährlicher Brutort im Hochgebirge (in den Alpen?) bleibt freilich unbekannt. Vor der „Lebens“leistung dieses Vögelchens, dessen Brutgebiete Hundert Kilometer weit entfernt liegen dürften, kann man nur ehrfurchtsvoll stauen.

Den sechsten Winter nun hat der Vogel – mit großer Sicherheit das gleiche Individuum – sein Winterquartier an einem alten Fabrikgebäude, wo er im Dachfirst Schlafplätze hat, bezogen. Dort wird sein Aufenthalt von einem böhmischen Ornithologen, unserem Freund Vladimir, gut dokumentiert. Bis in den März hinein, dann mausert das Männchen ins Brutkleid und beginnt erste Balzflüge, hält sich der Mauerläufer (ein Männchen) auf. Einmal am Tag holt er sich einige Mehlwürmer, die man für ihn auf einem Fenstersims auslegt.
Stell sich die Frage, wie alt ein Mauerläufer in Freiheit werden kann. Das ist wohl unbekannt. Aber in Gefangenschaft kann die Art durchaus ein hohes Alter erreichen wie aus dem Alpenzoo Inssbruck bekannt ist, wo 2016 der letzte seiner Art mit 15 Jahren gestorben ist. Mit etwas Glück können wir diesen Wintergast im Erzgebirge also auch noch im kommenden Winter beobachten!

Vladimir gilt unser Dank, dass wir dieses schöne Schauspiel bisher schon anschauen und fotografieren durften. Und am 27. Januar 2019 bieten wir eine geführte Exkursion zu diesem Winterplatz an. Interessenten können sich anmelden (siehe „Reiseprogramm/Naturerlebnis-Touren“)

Hartmut Meyer

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