Firmenportrait: Von den Reisen des Vereins Sächsischer Ornithologen zu Bartmeise-Reisen

Firmenportrait: Von den Reisen des Vereins Sächsischer Ornithologen zu Bartmeise-Reisen

Bartmeise-Reisen: Vogelkundliche Reisen mit Herz und Sachverstand

Was mit den Reisen des Vereins Sächsischer Ornithologen e.V. (VSO) vor über 30 Jahren begann, das ist seit 2013 Bartmeise-Reisen als Unternehmen. Mit seinen langjährigen Erfahrungen als Ornithologe, im Vereinsmarketing, Management und mit einem Netzwerk von Kontakten in viele Länder gründete Hartmut Meyer, der 26 Jahre lang als Geschäftsführer des VSO e.V. tätig war, Bartmeise-Reisen als selbstständiges Unternehmen. Als Mitbegründer der Stiftung „Vogelmonitoring in Deutschland“ (heute: „Vögel in Deutschland“), die im Jahr 2014 den Atlas Deutscher Brutvogelarten ADEBAR herausgegeben hat, war von Anfang an die Anbindung an die wissenschaftlich orientierte Vogelkunde Ziel und Anspruch für alle Bartmeise-Reisen, die zugleich aber Reisegästen je nach ihren Vorstellungen die Freude an der Entdeckung der Vogelwelt nicht vorenthält. Unsere Reiseangebote sind daher stets in drei Kategorien, nämlich „Vögel intensiv“, Vögel und mehr“ und „Naturerlebnistouren“, auswählbar. Jeder Reisegast hat so schon vorab die Möglichkeit, für sich das passende Programm in der passenden Intensität auszuwählen, erklärt Hartmut Meyer …

In der ebenen erschienenen Ausgabe Nummer 3/2021 (Juni) der Zeitschrift VÖGEL – Magazin für Vogelbeobachtung www.voegel-magazin.de findet sich ein kurzes Firmenportrait unseres Unternehmens.

Firmenportrait_VÖGEL3_2021

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Thorhühnchen machte Station an den Limbacher Teichen  – arktischer Brutvogel ins Binnenland verdriftet

Thorhühnchen machte Station an den Limbacher Teichen – arktischer Brutvogel ins Binnenland verdriftet

Einen seltenen Anblick bot bis zum 1. Juni 2021 über eine Woche lang ein Thorshühnchen (Phalaropus fulicarius – Red Phalarope), eine ca. 20cm große und um die 50g schwere Limikole, an den Limbacher Teichen/Lkr. Zwickau im Erzgebirgsvorland. Der hoch arktische Vogel, der in Europa nur auf Grönland, Spitzbergen und der Bäreninsel brütet, wurde offenbar durch das extreme Wetter von seinem Weg vielleicht nach Grönland abgebracht, und in dieses sächsische Teichgebiet verflogen. Vermutlich dürfte der ungewöhnlich heftige und anhaltende Starkwind (Jetstream) der

Größenvergleich zwischen Thorshühnchen und Stockente; derzeit an den Limbacher Teichen/Lkr. Zwickau möglich.Fotos: Andreas Kretschel

vergangenen Wochen Schuld daran sein, dass der kleine Watvogel aus der Familie der Wassertreter auf dem Rückzug aus seinem Winterquartier im offenen Meer weit vor den Küsten West- und Südafrikas soweit ins europäische Binnenland verdriftet wurde. Zwar passiert dies regelmäßig, insbesondere im Winterhalbjahr an der Nordseeküste (z.B. auf Helgoland), aber das Auftreten der Art Ende Mai im sächsischen Binnenland und noch dazu im vollen Brutkleid stellt schon eine herausragende faunistische Besonderheit dar!

Das Wassertreter-Weibchen, prächtig rot-braun brutzeitlich gefärbt und mopsfidel, erfreute einige Tge lang die Vogelkundler und die Club-300-Vogelfotografen aus nah und fern. Dabei zeigte der Vogel an den Limbacher Teichen das typische wenig scheue Verhalten arktischer Vogelarten, die kaum Bekanntschaft mit Menschen machen und diese daher bis auf wenige Meter herankommen lassen. Die Art weist zudem eine recht ungewöhnliche Brutbiologie auf, bei der die Geschlechterrollen vertauscht sind: Weibchen nehmen die Rolle der Männchen ein, tragen das farbenfreudigere Brutkleid und wählen sich einen Partner aus. Nachdem das Gelege mit 2-4 Eiern vollständig ist, verlässt das Weibchen die Brut und paart sich ggf. neu. Das zurückbleibende Männchen, das zum Schutz der Brut deutlich schlichter gefärbt ist, brütet das Gelege aus und führt die Jungen. Eine Verhaltensweise, die in der Vogelwelt ungewöhnlich ist, aber z.B. auch vom Nandu, einem großen Laufvogel, so praktiziert wird.  Hier brütet auch ausschließlich der Hahn und führt die Jungen.

Hartmut Meyer

Startfoto: Weibliches Thorshühnchen im Brutkleid, entspannt. Foto: Andreas Kretschel

 

 

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3. Gänsesäger-Brut in der Rochsburg – erstmals Weg/Zeit der Jungvögel per Video und im Foto dokumentiert

3. Gänsesäger-Brut in der Rochsburg – erstmals Weg/Zeit der Jungvögel per Video und im Foto dokumentiert

Gänsesäger-Brutplatz in einem Dohlen-Nistkasten in der Rochsburg. H. Meyer

Zum dritten Mail in Folge brütete 2021 der Gänsesäger erfolgreich in einem Dohlen-Nistkasten in der historischen Rochsburg im Landkreis Mittelsachsen. In den vergangenen zwei Jahren, insbesondere aber heuer durch einen glücklichen Zufall, konnten einige interessante Fakten zum Verhalten der Vögel nach dem Schlupf und nach dem Ausfliegen dokumentiert werden. Der hinter ein Fenster eingebaute Nistkasten erlaubt durch einen Spalt Einblicke nach innen, ohne die Vögel zu stören (Foto li. J. Voigt). So sieht man schon zwei Tage vor dem Ausfliegen die ersten geschlüpften Jungvögel, die auf die anderen warten müssen.

Mit dem letzten geschlüpften Jungvogel ist es dann so weit. Das Weibchen lockt ihren Nachwuchs ins Freie. Die frisch geschlüpften Pulli springen dann ca. 25 Meter nach unten. Am Fuße der Burg wurde am 27. April 2021 genau um 11.18. dieses Video (unten 1, R. Dietze) aufgenommen. Es zeigt mind. 10 Jungvögel dieser Brut sind schadenfrei am Boden gelandet und auf dem Weg durch die Vegetation zur ca. 100 Meter entfernten Zwickauer Mulde. Das Weibchen fliegt in dieser Zeit offensichtlich rufend an der Burg vorbei bzw. über die Bäume in Richtung Flusslauf.

Gänsesäger-Familie nach dem Ausfliegen auf der Zwickauer Mulde. Foto: Roberto Cabo

In diesem Jahr war zufällig der Ornithologe Roberto Cabo (Chemnitz), genau an diesem Tag, am 27. April,  rund 500 Meter weiter flussaufwärts auf einer vogelkundlichen Wanderung an der Zwickauer Mulde unterwegs – und hatte zum Glück seine Kamera dabei! Im gelangen ab 12.08 Uhr die beiden Fotos (Startfoto und das Video 2 – unten) von der Gänsesäger-Familie. Video und Fotos erlauben die Feststellung, dass die Jungvögel nach dem Sprung in die Tiefe innerhalb von nur 50 Minuten nicht nur den Flusslauf erreicht hatten, sondern bereits mindestens 540 Meter flussaufwärts geschwommen waren.

Historie: Nach jahrelangem Brutverdacht gelang 2018 der erste sichere Brutnachweis für den Gänsesäger am Flusslauf der Zwickauer Mulde im Erzgebirgischen Becken im Landkreis Mittelsachsen. Bei der Kontrolle von Dohlen-Nistkästen wurde am 24. April 2018 ein bebrütetes Gänsesäger-Gelege mit 11 Eiern statt einer Dohlenbrut festgestellt. In den Jahren zuvor konnten zahlreiche Puzzle-Teile für begründeten Brutverdacht – wie z.B. späte Aufenthalte von adulten Gänsesägern bis Anfang Mai, mehrmals bereits flugfähige Junge mit je einem Weibchen im zeitigen Juli, ein kleine Junge (pull.) führendes Weibchen im Mai an der benachbarten Zschopau vor zwei Jahren und in diesem Jahr Anfang April Balz und Kopula einer Gruppe Gänsesägern auf der Zwickauer Mulde nicht weit vom jetzigen Brutplatz entfernt – zusammengetragen und auch fotografisch festgehalten werden.

Mittlerweile ist die Art auch in Sachsen in Ausbreitung begriffen und brütet sogar an der Elbe in der Landeshauptstadt Dresden. Auf der Südseite des Erzgebirges hat der Gänsesäger den Eger-Fluss in Tschechien bereits seit einigen Jahren als Brutplatz entdeckt. Nun ist die Art auch am Nordrand des Erzgebirges im Flusssystem Mulde/Zschopau als Brutvogel angekommen.

Weg und Zeit der Gänsesäger nach dem Ausfliegen am 27. April 2021. J. Hering

Im am Jahresende 2021 erscheinenden nächsten Heft der “Mitteilungen des Vereins Sächsischer Ornithologen e.V.” wird es einen ausführlichen Bericht zur Besiedlung des Flusssystems der Mulde und Zschopau durch diese Art gegeben.

Hartmut Meyer, Jens Hering & Jens Voigt

Startbild: Die Gänsesäger-Familie ca. 540 Meter vom Brutplatz entfernt auf der Zwickauer Mulde. Foto: Roberto Cabo.

 

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Neue Schwalbe entdeckt? Bartmeise-Reiseleiter in Afrika auf der Spur einer unbekannten Art

Neue Schwalbe entdeckt? Bartmeise-Reiseleiter in Afrika auf der Spur einer unbekannten Art

Schwalben und Uferschwalben werden für ihren anmutigen Flug und ihre langen Migrationsrouten bewundert, stehen aber nicht ganz oben auf der Liste der Vogelbeobachter in Afrika. Vor allem die recht unauffälligen Vertreter der Gattung Riparia können nicht mit „attraktiveren“ afrikanischen Vogelarten konkurrieren. Infolgedessen werden sie meist nur dann bemerkt, wenn gerade nichts “Spannenderes” zu sehen ist. Dieser Umstand könnte dazu beigetragen, dass die eine oder andere Art dem neugierigen und in der Regel sehr akribischen Auge der Taxonomen entgangen ist.

Neue Riparia-Art (?) in Äthiopien im Juni 2019. Foto: Dr. K. Gedeon

Auf mehrere Reisen durch Äthiopien haben sich Bartmeise-Reiseleiter Dr. Kai Gedeon und Dr. Till Töpfer nicht nur mit dem Studium von seltenen Endemiten beschäftigt, wie etwa der Weißschwanzschwalbe Hirundo megaensis, sondern sich auch den weniger prominenten Vertretern dieser Vogelfamilie gewidmet. Immer wieder stießen sie bei der Artbestimmung auf Schwierigkeiten und Ungereimtheiten, insbesondere bei den graubraunen Vertretern der Felsenschwalben (Gattung Ptyonoprogne) und Uferschwalben (Riparia). Nach Auswertung all ihrer Fotos, Videos und Tonaufnahmen konnten sie eine Reihe von Vögeln keiner der bisher beschriebenen Arten zuordnen. Alles deutet darauf hin, dass es sich hier um ein bisher unbekanntes Taxon handelt. Was wir bisher sicher sagen können: Es ist eine Uferschwalbe. Für eine wissenschaftliche Neubeschreibung ist es nunmehr erforderlich, dass mindestens ein Exemplar gesammelt wird (der sogenannte “Typus”) und auch begleitende genetische Untersuchungen, die im Moment noch nicht durchgeführt werden konnten, gehören heute zum Standard einer solchen Veröffentlichung. Die beiden Entdecker hoffen, dass die zuständigen äthiopischen Behörden bald die notwendige Genehmigung für eine entsprechende Studie erteilen.

Im Übrigen konnten Teilnehmer der Bartmeise-Reisen im Oktober 2019 und im Januar 2020 diese Vögel bereits selbst an ihren Brutplätzen in Augenschein nehmen. Dr. Kai Gedeon wird auch unsere nächsten Reisen nach Äthiopien, die Pandemie bedingt neu terminiert werden müssen, leiten. Die wenigen Plätze sind stets rasch ausgebucht. Daher bieten wir Interessenten die unverbindliche Vormerkung an (info@bartmeise.de). 

Die bisherigen Forschungsergebnisse wurden im April 2021 im “Bulletin of the African Bird Club” publiziert. Die Arbeit steht im Anhang zum Download bereit.

Dr. Kai Gedeon

Startfoto: Unbekanntes Taxon aus der Gattung Riparia (Uferschwalbe) in Äthiopien. Foto: Dr. K. Gedeon

Gedeon & Töpfer 2021 Is there an undescribed martin in Ethiopia

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Sicheres Reiseziel Mallorca: Bartmeise-Reise auf die Baleareninsel Ende April bietet noch zwei Plätze!

Sicheres Reiseziel Mallorca: Bartmeise-Reise auf die Baleareninsel Ende April bietet noch zwei Plätze!

Mallorca zieht eine positive Bilanz aus dem Osterexperiment! Der „kleinen Tourismus-Boom“, den die deutschen Reisegäste der durch die zurückliegenden Pandemiezeiten arg gebeutelten spanischen Insel Mallorca zu Ostern beschwert haben, hat bestens und reibungslos funktioniert! Durch die PCR-Tests, die bei der Einreise notwendig waren und sind, und die auch zur Rückreise nach Deutschland wieder neu erstellt werden müssen, ist es zu keiner Erhöhung der Inzidenzen auf der Insel gekommen, so wie dies voreilig verschiedentlich heraufbeschworen wurde.

Mit nach wie vor weniger als 30 Fällen auf 100.000 Menschen ist die Insel nach wie vor ein sicheres Reiseziel und berechtigt aus der Liste der Risikogebiete gestrichen! Darauf verweist heute auch die Inselregierung der Balearen in einem Interview für die deutsche und internationale Presse.

Unsere daher kurzfristig für 24. bis 30. April ins Programm genommene Vogelbeobachtungs-Reise auf die Insel kann unter und bei den bekannten Sicherheitsvorkehrungen problemlos durchgeführt werden. Und noch sind zwei Plätze (ein Doppelzimmer) verfügbar. Wer Interesse an dieser Sonderreise zu Sonderkonditionen hat und kurzfristig teilnehmen möchte, der kann sich jetzt gern noch entscheiden (Anmeldung mit Buchungsformular möglich).

Hartmut Meyer

Startfoto: Die hübsche Korallenmöwe, die Brutvogel auf den Balearen ist, ist eine Zielart dieser Kurzreise. Foto: shutterst.

 

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Überraschendens bei den wilden Störchen von Waldenburg: Partnerwechsel am laufenden Band …

Überraschendens bei den wilden Störchen von Waldenburg: Partnerwechsel am laufenden Band …

Dass es bei Weißstörchen in der Zeit der Besetzung der Brutreviere und der Nester nicht zimperlich zugeht, das ist aus der Fachliteratur hinreichend bekannt. Kämpfe unter den Weißstörchen um die Hoheit am Brutplatz sind immer nicht unüblich. Die in einer Brutpopulation vorhandene natürliche Individuen-Reserve bietet die Chance, ausfallende Partner zu ersetzen. Und so suchen solche Vögel immer wieder die Nester anderer Storchenpaar auf und schauen, ob sich vielleicht eine Chance bietet …

So auch in der westsächsischen Kleinstadt Waldenburg (im Landkreis Zwickau), wo sich 2020 erstmals überhaupt (nach nur Einzelvögeln in den Vorjahren) ein Storchenpaar auf einer kleinen Esse einer ehem. Töpferei niedergelassen hatte. Eine Brut erfolgte noch nicht. Vermutlich hatten die – unberingten (!) – Vögel die Geschlechtsreife noch nicht vollständig erreicht.

Bei der Kopula am 11.04. hatte noch das “unverheiratete” Männchen den Vorzug (gleiches Motiv Startbild), doch heute schon bewies ein neues Männchen (mit Alu-Ring) sein Können. Fotos: Andreas Kretschel

Spannend, was sich nun in den vergangenen drei Tagen dieses Jahres dort ereignete! Am Sonnabend, 10. April, traf offenbar der erste Storch am Nest ein. Dieser Vogel, mit einem Alu-Ring der Vogelwarte links markiert, zeigte mit hörbaren Klappergeräuschen seinen neu bezogenen Besitz an.  Nur einen Tag später standen bereits zwei Störche in friedlicher Eintracht auf dem Nest. Der zweite Vogel mit schwarzem ELSA-Ring, der sofort gut abgelesen werden konnte, beweist einen tschechischen Vogel, der 2018 im Bezirk Plzeň auf der Südseite des Erzgebirges, erbrütet wurde. Bereits 2020 besuchte dieser Storch, ein Weibchen, mehrere andere Storchenreviere in den angrenzenden Landkreisen Erzgebirge und Mittelsachsen, wo der Ring mehrfach abgelesen wurde.

Mit nun drei Jahren scheint der Storch langsam in die Geschlechtsreife zu kommen. Zumindest die Kopulationen, die am Sonntag und heute Morgen fotografiert werden konnte, deutet darauf hin. Aber so richtig festgelegt auf einen Partner hat sich die tschechische Storchendame offenbar nicht nicht!  Denn während am 11.04. eine Kopulation mit einem unbedingten Männchen fotografisch dokumentiert wurde, war heute Morgen plötzlich wieder das zuerst am Sonnabend anwesende (mit Alu beringte) Männchen, jenes, das die Kopulation vollzog.

Es geht also ziemlich wild zu bei den Störchen in Waldenburg 😊. Und wie im richtigen Leben, sind Fotos eben Beweise! Dann schauen wir mal, was das Jahr noch so für Überraschungen bei den wilden Waldenburger Störchen … bringt!

Danke an Pressefotograf Andreeas Kretschel, dem erneut diese Aufnahmen zu verdanken sind. Und diese wiederum versetzen uns in die Lage, die Ringe und damit die Vögel individuell zu identifizieren!

Hartmut Meyer

 

Das aus dem Bezirk Plzeň stammende tschechische Weibchen mit ELSA-Ring (schwarz)

Vergrößerung ELSA-Ring

Alle Fotos: Andreas Kretschel.

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Wintergäste aus den Tundren Skandinaviens nun auch im Erzgebirge zu beobachten: Raufußbussard und Merlin

Wintergäste aus den Tundren Skandinaviens nun auch im Erzgebirge zu beobachten: Raufußbussard und Merlin

Während www.ornitho.de diese Vogelarten oft schon ab Ende September für Norddeutschland, z.B. auch für die Ostseeküste und in deren Hinterland etc., meldet, dauert es meist ein bisschen länger, bis Raufußbussard (Rough-legged Buzzard) und Merlin (Foto re.) sowie auch andere wie Kornweihe und gelegentlich Sumpfohreule im Erzgebirge und dessen Vorland wie hier im Erzgebirgischen Becken eintreffen. Mal mit mehr, mal mit weniger Individuen, je nachdem wie die vergangene Brutsaison in der Tundra ausgefallen ist.

Aber seit einigen Wochen sind auch diese Arten hier eigetroffen und waren, bis zum Schneefall zumindest, gut zu beobachten. Insbesondere fällt der Raufußbussard auf, der bei seiner Jagd oft auch schon vom Straßenrand in mäusereicher Feldflur zu entdecken ist. Er rüttelt öfter, länger und meist viel niedriger als der hiesige Mäusebussard. Und je nach Beobachtungs-Perspektive, glaubt man einen „kleinen Adler“ zu sehen oder aber es fällt ein eher weihen-ähnlicher Flug auf. Wenn man richtig liegt mit seiner Bestimmung, dann hat man immer einen „irgendwie einen anderen, größeren Bussard“ vor sich. Man muss man eben genau hinschauen, denn die Farbvarianten unseres heimischen Mäusebussards bieten hinreichend Verwechslungsmöglichkeiten mit dem Wintergast aus dem hohen Norden. Unter günstigen Beobachtungsbedingungen kann man einen Raufußbussard zweifelsfrei bestimmen. Meist hat die Art ein gut sichtbares dunkles Endband am Schwanz und einen dunklen Flugelbugfleck. Je nach Geschlecht und Alter des Vogels fallen entweder ein durchgehender schwarzer Bauch (bei Jungvögeln – wie Startbild) oder ein mehr gebänderter Bauch (Altvögel) und dazu ein eher „eis-grauer“ Grund-Ton auf. Die Merkmale zwischen Männchen und Weibchen verschwimmen oft und sind meist nicht eindeutig. Wohl in der Mehrzahl sieht man hier im Winterhalbjahr Jungvögel aus der vergangenen Brutsaison (als immat. bzw. nach dem 31.12. dann im 2. Kalenderjahr), so wie unser Startbild. Das Flugbild zeigt einen Altvogel.

Meist viel eindeutiger ist die Bestimmung vom kleinsten europäischen Falken, dem Merlin, der ebenfalls oft auf Straßenbäumen sitzt und nach Nahrung (Kleinvögel oder auch Mäuse) Ausschau hält. Dieser kleine kompakte Falke kommt aus den Waldtundrazonen Eurasiens zu uns, wird aber nicht jeden Winter festgestellt. Meist handelt es sich um Jungvögel bzw. weichenfarbige Individuen, wie auch der Vogel im Bild, der in der Feldflur in Zwickau fotografiert wurde (auf Baum sitzend, Foto li.). Der fressende Vogel am Boden (oben rechts, aufgenommen im April) zeigt jedoch einen zweijährigen Vogel, ein Männchen, welcher ins Alterskleid mausert.

Der Schneefall in den zurückliegenden Tagen, der zu einer geschlossenen Schneedecke von 20 bis teilweise 40cm geführt hat, dürfte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Mäusen haben. Daher ziehen bei solcher Wetterlage insbesondere die Raufußbussarde in südwestliche Richtung weiter, wo wieder offene Flächen zum Jagen zu finden sind. Auch der Raubwürger verschwindet bei geschlossener, hoher Schneedecke aus seinen hiesigen Winterrevieren. Achten Sie darauf bei Ihren Beobachtungsgängen! In www.ortnitho.de übrigens kann man solche Bewegungen, Winterflucht genannt, meist gut nachvollziehen.

Alle Fotos: Jens Halbauer (Werdau).

Hartmut Meyer

 

 

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Sie sind wieder da! Aber Klimawandel bedroht Rasthabitate massiv – Hilfe beim Erhalt von Feuchtflächen notwendig

Sie sind wieder da! Aber Klimawandel bedroht Rasthabitate massiv – Hilfe beim Erhalt von Feuchtflächen notwendig

Die Zwergschnepfen Lymnocryptes minimus (Jack Snipe) sind wieder da! Jahr für Jahr kommen sie aus den borealen Wald- und Tundrazonen Eurasiens und aus den Weiten Sibiriens zum Überwintern nach Mitteleuropa, wobei aus dem geheimnisvollen Leben der Art nach wie vor nur Fragmente bekannt sind. Auch hier im Raum Westsachsen hat die Art jetzt ihre verbliebenen Winterquartiere besetzt.

Aber, die Bedingungen werden für die Art hier immer schlechter! Das infolge des Klimawandels absinkende Grundwasser lässt ihre Rasthabitate zunehmend austrocknen. Und so sind auch hier zwischen Chemnitz und dem Tal der Zwickauer Mulde im Landkreis Zwickau in den zurückliegenden Jahren viele jahrzehntelang genutzte, traditionelle Rasthabitate z.B. in Feuchtwiesen und in Teichgebieten einfach ausgetrocknet und stehen für die Art nicht mehr zur Verfügung.

Jens Hering und Dieter Kronbach (Limbach-Oberfrohna) gehören zu den Pionieren bei der Erforschung der Zwergschnepfen im Winterhalbjahr in Deutschland. Ungefähr 2.000 Individuen, so viele wie wohl nirgendwo anders in Europa, wurden hier in den zurückliegenden Jahren gefangen und mit Ringen der Vogelwarte Hiddensee markiert. Die gewonnen Erkenntnisse auch über das Verhalten der Art sind geradezu erstaunlich! Viele Individuen nutzen Jahr für Jahr das gleiche Rasthabitat und werden teils auf dem gleichen Quadratmeter immer wieder angetroffen. Eine unglaubliche Leistung, und zugleich eine wichtige Erkenntnis für den Schutz selbst von Kleinstflächen als Rasthabitate!

Die Experten können über winzige Spuren, über Trittsieggel im Schlamm oder Schnee bzw. über kleine Kothäufchen, schon erkennen, ob ein Gebiet besetzt ist oder nicht. Die Zwergschnepfe hingegen vertraut auf ihre Tarnung und fliegt erst im aller letzten Moment überhaupt auf. Dieses Verhalten machen sich Jens und Dieter zum Nutzen, denn meist greifen sie die kleinen Schnepfen einfach mit der Hand vom Boden ab (Foto und neues Video auf Facebook von Jens Hering).

Aus der jahrzehntelangen Arbeit mit und für die Art haben sich wertvolle Hinweise zum Schutz der winterlichen Rasthabitate ergeben. So konnten zahlreiche Maßnahmen für den Erhalt von Nassstellen, Sumpfwiesen bzw. auch sumpfigen Feldteichen umgesetzt werden. Oft in Zusammenarbeit mit dem Besitzer, aber auch über Naturschutzmaßnahmen im Landkreis. Lediglich dem Klimawandel stehen nun alle machtlos gegenüber, weil durch fehlende Niederschläge das Grundwasser immer weiter absinkt und die Flächen nachhaltig austrocknen. Dennoch kann man etwas tun. Oft sind unbedachte, manchmal unbeabsichtigte Aktivitäten der Grundbesitzer Auslöser für zusätzlichen Wasserablauf aus den Flächen. Manchmal kann man im Gespräch mit einem gutwilligen Eigentümer weiteren Schaden abwenden. Ein unbedacht geöffnet gebliebener Feldteich kann wieder verschlossen werden, ein kleiner Graben, der Nassflächen zusätzlich entwässert, kann gestoppt werden. Vogelkundler, die bei ihren Beobachtungsgängen in der Natur Derartiges feststellen, sollten nichts unversucht lassen, um mit dem Eigentümer ins Gespräch zu kommen und diesen zu sensibilisieren. Notfalls kann auch über die zuständige Untere Naturschutzbehörde im Hilfe angefordert werden.

Wertvolle Feuchtwiesen bieten nicht nur der Zwergschnepfe Winterquartiere, sondern stellen auch auch für zahlreiche weitere seltene und bedrohte Arten – vom Bergpieper bis zur Sumpfohreule –  Rast- und Nahrungsflächen dar. Daher lohnt sich ein Einsatz immer!

Jens Hering und Dieter Kronbach haben ihre Erkenntnisse zum Schutz der Rasthabitate der Zwergschnepfe in zahlreichen Vorträgen deutschlandweit präsentiert, so auch bei der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) in Wort und Poster. In der legendären Zeitschrift „Limicola – Zeitschrift für Feldornithologie“ erschien 2007 ein längerer Hauptbeitrag unter dem Titel „Die Häufigkeit der Zwergschnepfe als Durchzügler und Wintergast in Südwest-Sachsen“, in dem die Autoren all ihr Wissen über die geheimnisvolle Art komprimiert darstellen konnten (Fotos unten).

Sobald es die Situation wieder zulässt, will Bartmeise-Reisen eine Tagesexkursion zur Zwergschnepfe hier in Westsachsen anbieten. Das kann noch im März oder April 2021 sein. Wir informieren kurzfristig.

Hartmut Meyer

Alle Fotos im Beitrag: Jens Hering

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Taigabirkenzeisige A. flammea im Erzgebirge unterwegs – spannende Bestimmungshilfe mit Bildern

Taigabirkenzeisige A. flammea im Erzgebirge unterwegs – spannende Bestimmungshilfe mit Bildern

Es war feldornithologisch schon immer eine echte Herausforderung für Profis, die Unterarten vom Birkenzeisig exakt bestimmen zu können. Neben unserem heimischen Brutvogel, dem Alpenbirkenzeisig (C. f. cabaret) konnten im Winterhalbjahr auch Vögel aus Fennoskandien auftreten, die als Unterarten „Taigabirkenzeisig“ (C. f. flammea) und „Polarbirkenzeisig“ (C. f. hornemanni) geführt wurden. Seit mehr als 10 Jahren gilt jedoch der Polarbirkenzeisig als eigene Art bis dato unter dem wissenschaftlichen Namen Carduelis hornemanni.

Mit der 2019 von der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G, http://www.do-g.de) herausgegebenen neuen amtlichen „Liste der Vögel Deutschlands“ (Barthel & Krüger, unten) wurden nun auch die Änderungen aus der IOC-Weltliste (Gill & Donsker 2019) verbindlich eingeführt. Dieser nun in der Ornithologie international üblichen Anordnung soll auch in Deutschland gefolgt werden, wie die zuständige deutsche Kommission festgelegt hat.

Die Birkenzeisige werden nun unter dem neuen Gattungsnamen Acanthis geführt und in drei Arten getrennt: Alpenbirkenzeisig (Acanthis cabaret), Polarbirkenzeisig (Acanthis hornemanni) und Taigabirkenzeisig (Acanthis flammea).

Am vergangenen Wochenende wurden die ersten beiden Taigabirkenzeisige (englisch: Common Redpoll) an einem Vogelmonitoringplatz im Erzgebirgskreis bei Gelenau gefangen, genauestens bestimmt (vermessen etc.) sowie beringt (Dr. Rico Spangenberg). In der Hand ist die Bestimmung der Art machbar, denn neben den Gefiedermerkmalen (sehr hell, „mealy = mehlig“, grau, weniger gestreift) können hier die Flügelmaße ab mehr als 76mm herangezogen werden.

Man sollte jetzt mit offenen Augen unterwegs sein, denn neben den östlichen Trompetergimpeln sind nun auch diese Wintergäste, die in der borealen Taigazone im östlichen Skandinavien und in den Weiten Sibiriens Brutvögel sind, bei uns unterwegs!

Für die Fotos danke ich meinem Freund Dr. Rico Spangenberg (Stollberg).

Das Startfoto und das 2. Bild (ausgebreiteter Flügel) zeigt ein Männchen (gleiches Individuum) vom 21.11.2020; das 1. Bild (ob. re) zeigt ein Weibchen vom Taigabirkenzeisig vom 21.11.2020. Das untere Bild (re.) wiederum ein Männchen aus 2018, das bereits ins BK mausert.

Hartmut Meyer

Hier im direkten Vergleich: links ein Taigabirkenzeisig (grauer Gesamteindruck und breite, weiße Flügelbinde) und rechts ein Alpenbirkenzeisig (mehr braun und gelbliche Flügelbinde), dazu die Größenmerkmale bei der Beringung in der Hand, die, wenn vorhanden, sehr sicher sind. Foto: Dr. Rico Spangenberg (13.12.2020)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Taigabirkenzeisig (Acanthis flammea) mit grauem Gesamteindruck (13.12.2020). Foto: Dr. Rico Spangenberg

Literatur:

Barthel, PH & Krüger, T (2019): Liste der Vögel Deutschlands. Version 3.2. Deutsche Ornithologen-Gesellschaft Radolfzell

Barthel, PH et al. (2020): Deutsche Namen der Vögel der Erde. Vogelwarte 58, 2020: I, Deutsche Ornithologen-Gesellschaft Radolfzell

Diese Publikation wird Bartmeise-Reisegästen mit Reiseunterlagen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Vogelwarte – Zeitschrift für Vogelkunde Heft 1/2020. Bezug unter www.do-g.de

 

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Raubwürger und Prachttaucher derzeit zu beobachten – www.ornitho.de bietet perfekten Überblick

Raubwürger und Prachttaucher derzeit zu beobachten – www.ornitho.de bietet perfekten Überblick

Der Raubwürger (Lanius excubitor; Great Grey Shrike) ist im Freistaat Sachsen ein regelmäßiger, aber seltener Brutvogel, der durch die intensive Landwirtschaft im Flachland viele Brutplätze verloren hat. Sein Brutbestand wird heute stabil mit 150-250 Brutpaaren angegeben (Steffens et al. 2013). Insbesondere auf Truppenübungsplätzen im Norden des Landes sowie in den ehemaligen Rauchschadensgebieten auf dem Erzgebirgskamm kann die Art zur Brutzeit noch regelmäßig in geeigneten Habitaten beobachtet werden.

Jetzt im Winterhalbjahr bezieht der Raubwürger aber spezielle Winterreviere, die teilweise weit abseits der Brutplätze liegen. Und auch aus nördlichen Regionen Europas zieht die Art bis nach Mitteleuropa, wie durch Ringfunde belegt ist. Heuer fällt eine gewisse Häufigkeit der Art auf, die auch verschiedene Winterreviere besetzt hat, die teilweise über einen längeren Zeitraum (10 Jahr und mehr) unbesetzt waren! Das könnte im Zusammenhang mit der aktuell noch hohen Feldmausgradation stehen, zumindest in bestimmten Regionen Sachsens. So zum Beispiel im Tal der Zwickauer Mulde, wo auch jetzt noch Feldmäuse in Massen vertreten sind. Und genau in solchen Gebieten, die von extensiv genutztem Grünland, von Ruderalflächen mit Heckenreihen und solitären Einzelbäumen sowie abwechslungsreicher offenen Feldflur geprägt werden, sind seit September bereits Raubwürger anwesend. Immer ein Vogel pro Revier, denn der Raubwürger ist außerhalb der Brutzeit nicht an Seinesgleichen interessiert. Zwischen Waldenburg und Wolkenburg entlang der Zwickauer Mulde, aber auch in der weiteren Feldflur im Zwickauer Land, in Mittelsachsen und darüber hinaus konnten die Ornithologen schon mehrere, auch neue Winterquartiere finden.

Aufgrund seiner Größe und der überwiegend hellgrauen und weißen Farbe mit schwarzer Maske und Flügeln „leuchtet“ die kontrastreiche Vogelart in der nicht verschneiten, meist grauen Feldlandschaft weithin,  zumal er meist sehr exponiert auf den obersten Spitzen von Büschen, großen Pflanzen oder sogar auf Leitungsdrähten nach seiner Beute Ausschau hält. Und auf diesen „festen Plätzen“ kann die Art tagtäglich gesehen werden. Oft sind die Vögel auch nicht so scheu, lassen eine Annäherung auf  unter 50 Meter zu, was vielleicht auf eine skandinavische Herkunft deuten könnte.

Die hier gezeigten Fotos (2) stammen aus dem Winterhalbjahr 2018 und gelangen unserem westsächsischen Avifaunisten und Vogelfotograf Jens Halbauer. 

Wer größere Stau- und Grubenseen bzw. Teichgebiete für seine jetzt in der Pandemie-Zeit eingeschränkten Beobachtungsgänge präferiert, muss auf einen anderen Durchzügler und Wintergast achten. Schon seit einigen Wochen sind Prachttaucher (Gavia arcitca; Black-throated Loon) aus der Familie der Seetaucher auf dem Wegzug zur Rast eingetroffen. So kann man derzeit zwei Individuen auf dem Stausee Glauchau und einen auf dem Schwanenteich in Zwickau, fast mitten in der Stadt gelegen, beobachten. Bei diesen Individuen handelt es sich um diesjährige Jungvögel, die sehr schlicht grau-weiß gefärbt sind, aber durch den dolchförmigen Schnabel mit leicht abwärts gebogenem First auffallen. Oft kann man auch das in der Literatur beschriebene „Wasserlugen“ sehen, bei dem die Art nur den Kopf ins Wasser steckt. Einmal abgetaucht kann der Tauchvogel bis zu zwei Minuten unter Wasser bleiben und einen mittelgroßen Stauseen oder Teich fast komplett bis in eine andere Ecke durchtauchen. Manchmal halten sich die Vögel, die z.B. an den großen Seen Skandinaviens und bis nach NE-Sibiriens Brutvögel sind, viele Wochen im Binnenland auf, so lange die Gewässer eisfrei bleiben und die Vögel Nahrung finden. Öfters wurden in Sachsen auch Übersommerungen von Nichtbrütern nachgewiesen.

Auch diese Fotos (2) konnte Jens Halbauer vor einigen Tagen am Stausee Glauchau (Lkr. Zwickau) aufnehmen.

Wer mehr wissen möchte, wie diese und viele andere Arten derzeit über Sachsen verbreitet sind, der sollte www.ornitho.de nutzen! In diesem vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) gemeinsam mit den ornithologischen Landesverbänden getragenen Beobachtungsplattform werden täglich Tausende Daten gemeldet. Der DDA als Betreiber stellt zudem für die verschiedensten Arten regelmäßig Durchzugs- oder Verbreitungsmuster dar. Außerdem kann man als aktiver Melder von eigenen Daten sich auch Vorkommen von Arten über bestimmte Gebiete selber zusammenstellen.

Literatur:

Steffens, R. et al. (2013): Die Brutvögel Sachsens. Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Dresden.
Steffens, R. et al. (1998): Die Vogelwelt Sachsens. Gustav Fischer Verlag Jena.

Hartmut Meyer

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