Spannende Entdeckungen auf schwierigen Inseln – Bartmeise-Reisegruppen auf Sao Tome & Principe unterwegs

Spannende Entdeckungen auf schwierigen Inseln – Bartmeise-Reisegruppen auf Sao Tome & Principe unterwegs

Newton’s Fiscal. Foto: A. Eisen Rupp

Noch bis zum bis zum 8. Februar ist auch unsere zweite Bartmeise-Reisegruppe in der westafrikanischen Inselwelt von Sao Tome & Principe unterwegs. Während die erste Gruppe bereits wieder zurück in Deutschland ist, halten sich die nächsten Teilnehmer derzeit noch auf Principe-Island auf. Diese neuen Reiseangebote für Vogelkundler fanden im Rahmen unserer seit längerer Zeit laufenden Reihe „Schatzinseln der Evolution“ statt und wurden gezielt aufgelegt, um den spannenden Endemismus auf diesen bemerkenswerten Inseln vor der westafrikanischen Küste im Golf von Guinea, die man unter anderen Umständen eher nicht bereist, entdecken zu können.

Sao Tome Scops-owl. Foto: A. Eisen Rupp

Denn so klein die Inseln auch sind – beide zusammen rund 1.000 km² groß – so schwierig sind die topografischen und klimatischen Verhältnisse. Bis zu 2.024 Meter hohe Vulkankegel auf der einen Insel, an denen sich permanent die Wolken vom Atlantik abregnen, bedingen enorme Niederschläge, eine hohe Luftfeuchte und schwierige Verhältnisse beim Beobachten. Fehlende Wanderwege, steile Aufstiege auf nassen, steinigen und mit Baumwurzeln und Geröll gespickten Dschungelpfaden lassen die Suche nach den Raritäten in der Vogelwelt zum Kraftakt werden. Und auf der kleineren Insel Principe fehlt zudem geeignete Infrastruktur, um die Primärwaldgebiete im Süden erreichen zu können. Nur per Boot ist das überhaupt möglich. Die Andamanen-Inseln in Südostasien gelegen, die Bartmeise-Reisen auch im Programm hat, sind im Vergleich zu dieser Inselwelt ein Spaziergang!

Sao Tome Ibis. Foto: A. Eisen Rupp

Aber dennoch konnte unsere erste Gruppe auf Sao Tome-Island 19 der 20 Insel-Endemiten gut sehen und meistens auch fotografieren, darunter wegen ihrer geringen Bestandszahlen so bedeutende Arten wie Sao-Tome-Ibis (Sao-Tome-Ibis), Sao-Tome-Würger (Newton’s Fiscal) und die Stummelschwanzstelze (Sao Tome-Short-tail). Auch die Sao-Tome-Zwergohreule (Sao Tome Scops-owl) konnte im Tageseinstand gefunden und fotografiert werden. Nur eine der seltensten Arten der Insel, von der es auch nur alle paar Jahre belegbare Sichtungen gibt, der Einfarbgirlitz (Sao Tome Grosbeak), blieb vermutlich nur stimmlich vernehmbar (Stimmaufnahme).

Auf Principe hingegen gelang beim ersten Versuch nicht alles, was wir im Plan hatten. Da es kein Boot für den Transport in den Süden gab, waren die Vorkommensgebiete von drei wichtigen Endemiten der Insel unerreichbar. Principedrossel (Principe Thrush), Fahlbrillenvogel (Principe White-eye) und die erst im vergangenen Sommer neu als eigene Art wiss. beschriebene Principe-Zwergohreule (Principe Scops-owl) konnten leider nicht gefunden werden. Alle weiteren sieben Endemiten der kleinen Islands wie Princenglanzstar (Principe Starling) und Prinzenweber (Principe Golden Weaver, Foto oben re., A. Eisen Rupp) sowie der Hartlaub-Nektarvogel (Principe Sunbird) waren problemlos auffindbar. Die auf Insel die Vogelwelt dominierenden Graupapageien (Grey Parrot) bilden hier eine eigene endemische Unterart.

Absolute Rarität: Die vom Aussterben bedrohte Prinzendrossel auf Principe. Foto: A. Eisen Rupp

Während unseres Aufenthaltes auf Principe gelang es jedoch, die Logistik aufzubauen und schon wieder bessere Bedingungen für die nächste Gruppe zu schaffen. Für deren Aufenthalt jetzt aktuell steht nun ein entsprechend großes Boot bereit, so dass nun tatsächlich auch in den südlichen Primärwälder auf Vogelpirsch gegangen werden konnte. Und das mit Erfolg! Bei einer Tour gestern (04.02.2023) konnte an einem der Vulkankegel auf über 350m Höhe die äußerst seltene Principedrossel gesehen und sogar fotografiert werden (Foto von gestern)! Es wird geschätzt, dass es von dieser Vogelart nur noch 250 Individuen insgesamt gibt. Damit gehört auch die Principedrossel zu den seltensten Vogelarten der Welt!

Für unsere nächsten Reisangebote (Jahresende) auf diese Inseln im Golf von Guinea müssen wir nach den aktuelle Erfahrungen unsere Reisehinweise anpassen. Nur wer körperlich über eine gute Fitness verfügt, kann auch die anstrengenderen Touren unter meist schwierigen klimatischen Verhältnissen meistern. Als Belohnung für die Mühen warten dann jedoch einzigartige Vogelarten (auch als begehrte Fotomotive), die man nirgendwo anders auf der Welt sehen kann!

Hartmut Meyer

Bartmeise-Reisen

Landschaft auf Sao Tome-Island. Foto: H. Meyer

Startbild: Reisegruppe I mit einer extra für uns gecharterten “Gulf Jetstream 32” (19 Plätze) ging es von Sao Tome-Island nach Princeip-Island und zurück. Foto: H. Meyer.

Das sagt Frank W. aus der 1. Gruppe zu unserer Reise: “Es war trotz aller Schwierigkeiten eine tolle und erfolgreiche Reise. Wir als ‘Vortruppe’ können wirklich stolz auf das Gesehene sein! Umso mehr freut mich das auch bei der 2. Tour die Principedrossel gesehen werden konnte… Außerdem hatten wir mit der Beobachtung von Gartengrasmücke auf Sao Tome und dem Schwarzhalsreiher auf Principe zwei seltene Nachweise. Nach Korrespondenz mit dem Mitautor der aktuellen Checkliste, Herrn Ricardo de Lima, ist z.B. der Reiher erst die 2. Beobachtung dieser Art auf Principe. Zum Grosbeak: Nach meinen Tonaufnahmen ist der Nachweis sicher! Auch in diesem Fall hat Ricardo de Lima sich die Aufnahme angehört und den Vogel als Sao Tome Grosbeak identifiziert und bestätigt.”

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Vom Nairobi-Nationalpark bis zum Indischem Ozean: 400 gesehene Vogel- und über 40 Säugetierarten in Kenia

Vom Nairobi-Nationalpark bis zum Indischem Ozean: 400 gesehene Vogel- und über 40 Säugetierarten in Kenia

Die durch den Eisregen in Teilen Deutschlands am Wochenanfang verursachten enormen Störungen im Flugverkehr hatten auch Auswirkung auf die Rückreise unserer letzten Gruppe in 2022 aus dem kenianischen Mombasa. Und so trafen unsere Reisegäste am Dienstagabend leider verspätet auf dem Flughafen von Frankfurt/Main ein. Alle abendlichen Weiterflüge nach Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Dresden waren gecancelt bzw. nicht mehr erreichbar. Aber Lufthansa/Eurowings hatten die Übernachtung am Flughafen organisiert. Hotelvoucer, Taxi- bzw. S-Bahntickets standen zur Verfügung und so konnte man bald der Ankunft ein sehr gutes Hotel für die Nacht auf Mittwoch mit der nun neu geplanten Heimreise für Mittwochmorgen beziehen.

Zählen zu den seltensten Vögeln der Welt: Paar der Sokoke-Zwergohreule. Foto: J. Aengwo.

Unsere (dritte in 2022) Rundreise in Kenia führte vom Nairobi- durch den Amboseli-, Tsavo West- & Ost-Nationalpark  zu den berühmten Taita-Hills (Endemiten-Zone) und von dort weiter an die Küste des indischen Ozeans zum Küstentrockenwald, dem Biosphärenreservat Arabuke-Sokoke-Wald und schließlich in das für überwinternde Wasser- und Watvögel  so wichtige Watt-Gebiet Mida-Creek, UNESCO-Weltnaturerbe und RAMSAR-Site. Die Gesamtstrecke der Reise, die mit Safari-tauglichen Toyotas zurückgelegt wurde, betrug 1.550 Kilometer.

Mit über 400 gesehenen Vogelarten war diese Reise sehr erfolgreich (im Vergleich: 2019 waren es „nur“ 340 Arten). Zu den ornithologischen Besonderheiten der Reise dürfen Schmuckzwergente (African Pygmy-goose, Häherkuckuck (Great Spotted Cuckoo) und im Mida Creek die Spezialitäten dort, viele Terekwasserläufer (Terek Sandpiper) und Hunderte Reiherläufer (Crab-plover) gezählt werden. In den Taita-Hills konnten die gesuchten Zielarten (Endemiten) Taitafeinsänger (Taita Apalis), Taitabrillenvogel (Taita White-eye) und die attraktive Taitdrossel (Taita Thrush) gefunden (und auch fotografiert) werden. Und im Arabuke-Sokoke dürfte ein Paar der zu den seltensten Vögel der Welt gezählten Sokoke-Zwergohreulen (Sokoke Scops-owl) neben dem ebenfalls sehr seltenen Amaninektarvogel (Amani Sunbird) und dem nur lokal verbreiteten Malindipieper (Malindi Pipit) die Attraktionen gewesen sein.

Endemisch in diesem Küstentrockenwald: Das Goldrücken-Rüsselhündchen. Foto: B. & R. Schwindling.

Auf dieser Reise konnten zudem mehr als 40 (bestimmbare) Säugetierarten registriert werden! Dazu zählen viele der in Kenia vorkommenden Antilopenarten, darunter auch die seltenen Giraffenhals-Antilopen (Gerenuk), mind. 15 verschiedene Breitmaulnashörner (einige mit Kälbern), mehrerer Löwen-Familien, Geparden, ein jagender Leopard und im Arabuke-Sokoke-Wald das (endemische) Goldrücken-Rüsselhündchen (Golden-rumped elephant-shrew) sowie außergewöhnlicherweise eine Vierzehen-Rüsselratte (Four-toed elephant-shrew), ein weiterer Vertreter aus diesen ungewöhnlichen Tiergruppe.

Beim WM-Finalspiel an der Rundbar in der Severin Sea Lodge. Im Vordergrund unser kenianisches Team Joseph (li.) und Ronald (re.). Foto: H. Meyer

Den hoch-spannenden Auftritt der argentinischen Fußball-Zauberer um L. Messi, die verdient den Weltmeistertitel mit nach Südamerika nehmen konnten, erlebten die meisten unserer Reisegäste am Sonntagabend an der großen Rund-Bar in der schönen „Severin Sea Logde“, unserem Quartier für die letzten Tage am indischen Ozean in Mombasa. Das grandiose Finalspiel – auch unsere Gratulation geht an das argentinische Team für den verdienten Sieg !! – war sozusagen einer der letzten Höhepunkte dieser erfolgreichen und schönen Reise durch das Land Kenia, das mit Sicherheit mit den schönsten und attraktivsten Naturparadiesen in Ostafrika aufwartet.

Diese Reise wird ab 6. Januar 2024 wieder angeboten (und kann bereits gebucht werden!). Unsere nächsten Reisen nach Afrika stehen im Februar nach Uganda (Primaten-Reise, für die es noch ein Zimmer gibt!) https://www.bartmeise.de/Reisebeschreibungen/uganda-wildlife-primaten, im März mit Gambia & Senegal https://www.bartmeise.de/Reisebeschreibungen/gambia/ und im Mai wieder mit Kenia in den Nordwesten des Landes (Aberdare-Gebirge und Gebiete im Somali-Biom) https://www.bartmeise.de/Reisebeschreibungen/kenia-voegel-im-norden-und-in-den-bergen/ im Programm. Unser Team in Kenia, Birdguides Joseph sowie Ansu in Gambia und unser Bartmeise-Mitarbeiter für Ostafrika, Ronald Arama, freuen sich auf neue Gäste, die sie wieder betreuen zu dürfen!

Das meinen unsere Gäste zu dieser Reise: “Auch von dieser Bartmeise-Vögel-intensiv-Tour waren wir sehr begeistert. Optimale Organisation, tolle Unterkünfte, absolut zuverlässige Fahrer und natürlich mit Joseph ein sehr guter Birdguide , der uns viele Bestimmungen ermöglichte, die wir alleine nicht geschafft hätten. Etwas schade fanden wir dass Joseph nur wechselweise zur Verfügung stand, was den zwei Fahrzeugen geschuldet war …” schreiben Barbara & Ralf S. (Berlin).

Und Nadine & Kai R. (Hamburg) merkten an: “Uns hat die Reise sehr gut gefallen, wir haben viel Spaß gehabt und sind trotz der ereignisreichen Rückreise …irgendwann vorgestern wohlbehalten im Hamburg angekommen… Joseph ist ein hervorragender Guide! Es ist wirklich sehr lobenswert, dass er sich auf die unterschiedlichen Birder-Kompetenzen … eingestellt hat. Wir fanden zudem sehr gut, dass Joseph halbtäglich auf die beiden Fahrzeuge aufgeteilt wurde. Die Unterkünfte haben unsere Erwartungen übertroffen… Die Komposition der Parks und Reservate und Habitate war sehr abwechslungsreich . Das spiegelt sich ja auch in den 400 gesichteten Arten wider.”

Jetzt wünschen wir allen Reisegästen und Freunden ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage im Kreise ihrer Lieben und Familien!

Hartmut Meyer, CEO
(23.12.2022)

Startbild: Unsere Reisegruppe vor dem Schnee bedeckten Kilimandscharo. Links unser Birdguide Joseph A. zusammen mit Fahrer Edwin I; 2.v.re. Bartmeise-Ostafrika-Mitarbeiter Ronald A. und rechts Fahrer Edwin II. Foto: H. Meyer
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Mit 44 Arten mehr als bei den “Felsspringern”: Bartmeise-Reisegruppe aus Nordwest-Argentinien zurückgekehrt

Mit 44 Arten mehr als bei den “Felsspringern”: Bartmeise-Reisegruppe aus Nordwest-Argentinien zurückgekehrt

Die menschenleere, endlose Anden-Hochsteppe. Foto: A. Eisen Rupp.

Erneut unter der bewährten Leitung unseres Südamerika-Spezialisten, Adrian Eisen Rupp, unserem brasilianisch-deutschen Mitarbeiter, kehrte gestern unsere Argentinien-Reisegruppe wohlbehalten zurück nach Deutschland. Mehr als 360 gesehene Arten, darunter fast alle seltenen Arten der Anden-Hochsteppe (Puna) und auch zahlreiche Endemiten Nordwestargentiniens stehen in der Vogelliste zu unserer Reise, die nach fast 14-stündigem Direktflug aus Buenos Aires nach Amsterdam/Berlin bzw. nach Frankfurt/M. zu Ende ging.

Einer der vogelkundl. Höhepunkte dieser Reise: Orangekehl-Regenpfeifer (Tawny-throated Dotterel). Foto: A. Eisen Rupp.

Diese neue Reise führt in das nordwestliche Argentinien zur neotropischen Vogelwelt am Ostabfall der gewaltigen Anden in den Provinzen Jujuy, Salta und Tucuman zwischen Altiplano, Puna, Chaco und den feuchten Tälern der Yunga im gleichnamigen UNESCO Biosphärenreservat. Höhepunkte sind die subtropischen Bergregenwälder im Nationalpark Calilegula, die Trockenwälder und Dornbuschsavannen der Gran Chaco, die argentinische Puna, die Altiplano mit ihren Salzlagunen. Die bemerkenswerte Vogelwelt der Puna mit z.B. drei Flamingo-Arten und fünf Arten von Blässrallen war ganz sicher einer der Höhepunkte dieser tollen Reise.

Wie üblich konnten Bartmeise-Reisegäste per WhatsApp-Status (über die kostenfreie Bartmeise-Mobilnummer 0172-3703374) auch während der Reise kurze Eindrücke vom Verlauf, der grandiosen Anden-Landschaft und ihrer Vogelwelt bekommen. Dieser Service, der fast für jede laufende Reise angeboten wird, wird stets von rund 100 Gästen genutzt.

“Adrian Eisen Rupp ist auf jeden Fall einer der besten Vogelführer für Südamerika, da bin ich mir nach einigen Reisen mit ihm zusammen und vor allem auch nach dieser Reise mehr als sicher. Seine Kenntnisse sind faszinierend und sein Einfühlungsvermögen menschlicherseits sind bemerkenswert. Daher ist auch diese Reise für mich ein absoluter Erfolg” meint Teilnehmer Michael S. aus Leipzig.

Graubrust-Höhenläufer. Foto: A. Eisen Rupp

Obwohl Vogelbeobachtung natürlich immer eine vom Zufall bestimmte Momentaufnahme ist, konnte ein anderer Reisegast, der zwei Wochen vor unserer Reise genau die gleiche Region mit einem bekannten südafrikanischen Spezialreise-Anbieter (den “Felsspringern” ) unternommen hatte, auf unserer Reise unter Adrians Leitung 44 Arten mehr in seiner Liste verbuchen!

In unserer Bildergalerie (Startseite oben “Bilder” auswählen) steht jetzt eine Auswahl von bemerkenswerten Vogelaufnahmen von dieser Reise zur Verfügung: https://www.bartmeise.de/photo-gallery/fotos-von-unserer-reise-nach-nordargentinien-mit-anden-hochsteppe-im-november-2022/

Im kommenden Jahr zum Jahresende hin wir eine nächste Reise nach Nordost-Argentinien in einer neuen Kombination mit den berühmten Iguaszu-Wasserfällen in Brasilien angeboten.

Unsere nächste Möglichkeit, mit Adrian auf Vogelpirsch zu gehen, bietet sich ab 26. Januar 2023 auf die “Schatzinseln der Evolution”, https://www.bartmeise.de/Reisebeschreibungen/sao-tome-principe-schatzinseln-der-evolution -iii/nach Sao Tome & Principe (Westafrika, Golf von Guinea), für die durch Krankheit wieder ein (!) Zimmer gebucht werden kann. 

Hartmut Meyer

Reisegruppe auf über 4.000 mNN in der Puna. In Bildmitte (blau) Adrian Eisen Rupp. Foto: privat

Startbild: Morenotäubchen (Moreno Ground-Dove), ein seltener Endemit der Hohen Anden. Alle Fotos: A. Eisen Rupp
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Unterwegs zwischen Regenwald und Savanne: Rundreise durch das westafrikanische Ghana im Oktober 2022 erfolgreich

Unterwegs zwischen Regenwald und Savanne: Rundreise durch das westafrikanische Ghana im Oktober 2022 erfolgreich

Eine sehr angenehme Überraschung erlebte unsere Reisegruppe, die vom 15. bis 30. Oktober 2022 im westafrikanischen Ghana unterwegs war, bei der Ankunft im Ankasa Nationalpark, der zum berühmten ‘Upper Guinea Rainforst’-Gürtel gehört und ganz im Westen des Landes, nur ca. 15 m entfernt von der Grenze zur Elfenbeinküste, liegt. Musste unsere letzte Reisegruppe vor einigen Jahren hier noch ein Zelt-Camp nutzen, durften wir nun in eine neu gebaute Lodge einziehen. Erst im vergangenen Jahr, verspätet auch durch die Pandemie, konnte unsere ghanaisch-britische Partnerfirma Ashanti African Tours diese neue Lodge in Betrieb nehmen. Statt Zelten warteten jetzt sieben moderne und großzügige geschnittene Bungalows für je zwei Personen – voll klimatisiert, mit Balkonen, Fenster mit Insektennetzen, eigene große Bäder und weiteren Annehmlichkeiten – auf unsere Gäste, und das schon im Nationalpark, im Herzen der Natur, gelegen! Zur Anlage gehört natürlich auch ein schönes Restaurant. Francis (Bildmitte), der junge Manager (beim letzten Besuch war er noch der Chefkoch im Zelt-Camp) und seine Damen aus der Küche, boten exzellenten und äußerst freundlichen Service, der keine Wünsche offenließ. Alle Speisen konnten immer frisch zubereitet aus drei verschiedenen Hauptgängen ausgewählt werden, nebst Vorspeisen und Desserts.

Diese neue Lodge setzt nun Maßstäbe für das ganze Land, das nun nicht unbedingt zu den Touristen-Hotspots in Afrika zählt und wo viele Rahmenbedingungen für den Tourismus noch stark verbesserungsbedürftig sind. Jedenfalls haben sich unsere Gäste hier ausgesprochen wohl gefühlt und waren sogar traurig, als die Zeit im Nationalpark nach drei Tagen abgelaufen war und unsere Rundreise weiterziehen musste …

Insgesamt verlief unsere vogelkundliche Reise außerordentlich erfolgreich. Im ersten Teil standen die berühmten ‘Upper-Guinea-Regenwaldgebiete’ mit ihrer bemerkenswerten und teil endemischen Vogelwelt entlang der Gold-Küsten zwischen Accra und Ankasa im Programm. Und beendet wurde unsere Reise ganz im Norden des Landes, in den Savannen-artigen Gebiete im Mole-Nationalpark nahe der Grenze zu Burkina Faso. Dazwischen lag ein weiterer Höhepunkt: Ein Besuch bei den selten, vom Aussterben bedrohten (einst ausgestorben geglaubten) Gelbkopf-Felshüpfern in Zentral-Ghana. Diese ganz besondere Vogelart lebt in lockeren Familienverbänden ganzjährig an ihren Brutplätzen an solitären Felsen im Wald, wo sie ihre Lehmnester unter den Felsen angeklebt auch außerhalb der Brutzeit allabendlich aufsuchen. Und so hatten wir auch das Glück, mindestens zwei der ungewöhnlichen Stelzkrähen, wenn auch bereits in der Dämmerung und bei Gewitterstimmung, gut zu sehen. Auch hier im nächsten Dorf, das intensiv in den Schutz dieser Vogelart einbezogen ist, hat unsere Partnerfirma neben einer Schule eine weitere neue Lodge eröffnet. Und auch hier konnten wir in nagelneue und nach dem gleichen Muster wie in Ankansa errichteten Bungalows übernachten.

Auch wenn die Reise mit rund 350 gesehenen Vogelarten, darunter viele der gewünschten Spezialisten wie …, die es nur hier zu sehen gibt, erfolgreich war, gelang nicht alles. An außergewöhnlichen Wetterereignissen kann niemand etwas ändern. Leider führt der Schwarze Volta-Fluss enormes Hochwasser. Alle Sandbänke und die Uferbereiche waren bis in die Dörfer hinein überschwemmt, so dass es keine Chance gab, die sonst hier rastenden Krokodilwächter zu sehen.

Aber, alles geht eben nicht zusammen. Trotzdem und trotz der vielen, anstrengenden Fahrkilometer (rund 2.600 quer durch das gesamte Land) waren unsere Teilnehmer mit der Reise zufrieden. Gäste aus Hamburg, Susanne K. und ihr Ehemann Ernst K.,  meinten: „Auch diese Reise war für uns etwas ganz besonderes. Wie immer eure Reisen kleine Oasen, die wir sehr genießen. Die Begegnungen mit der Vogelwelt, der Natur, aber auch mit den Menschen einer anderen Kultur, lassen uns vom Alltag entfliehen und geben uns Entspannung … Danke an Bartmeise-Reisen für diese großartigen Momente.“

Hartmut Meyer
Bartmeise-Reisen

Startbild: Francis, der Manager, und sein Team in der Ankasa-Logde. Foto: H. Meyer
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Bartmeise-Reisegruppen wieder unterwegs in Südamerika und in West- bzw. Ostafrika – Restplätze für das Frühjahr buchen!

Bartmeise-Reisegruppen wieder unterwegs in Südamerika und in West- bzw. Ostafrika – Restplätze für das Frühjahr buchen!

Nachdem wir zwischen Juli und September 2022 aufgrund der Auswirkungen der weltweiten Energiekrise und den enormen Problemen an den europäischen Flughäfen verschiedene Reisen nach Südamerika absagen mussten, läuft unser Reiseprogramm seit Oktober 2022 wieder planmäßig.

Anfang der Woche traf unter Leitung unseres Südamerika-Spezialisten, unserem brasilianisch-deutschen Mitarbeiter Adrian Eisen Rupp, unsere diesjährige Reisegruppe im klassischen Pantanal, in einem der größten Feuchtgebiete der Erde, ein und entdeckt nun jeden Tag spannende neue Vogelarten. Im Programm stehen tägliche Vogel-Safaris bei Tag und auch bei Nacht. Ab Morgen warten dann die tollen Bootsfahrten auf den Urwaldflüssen, bei denen Jaguar (Foto unten, vom 12.10., A. Eisen Rupp), Riesenotter und Wasserschweine sehr sicher und vielleicht auch der Tapir gesehen werden können. Unser Gruppenfoto (links, Foto: A. Eisen Rupp) entstand vor wenigen Tagen am Eingang zum Pantanal, am Beginn der legendären “Transpantaneira”, die von hier ab als Sandpiste über abenteuerliche Holzbalken-Brücken bis an den Cuiabá-River führt. Ab hier können – wie auch bei dieser Reise – die seltenen Hyazinthara (Titelfoto, A. Eisen Rupp) und die großen Jabiru-Störche (Foto re., A. Eisen Rupp), Symbolvögel des Pantanal, beobachtet werden. Nach einigen Tagen Aufenthalt in Brasiliens größtem Feuchtgebiet führt unsere Reise weiter in die Endemiten-Regionen “Garden of the Amazons” und danach per Inlandsflug weiter in den Südamazonas, wo neue vogelkundlichen  Abenteuer warten.

Am Sonnabend, 15. Oktober 2022, startet eine weitere Reisegruppe in das westafrikanische Ghana zu einer Rundreisen zwischen der Goldküste und dem Mole-Nationalpark im Norden des Landes. Verschiedene ornithologische Höhepunkte wie ein Besuch bei den (vor Jahrzehnten ausgestorben geglaubten) Gelbkopf-Felshüpfern, sind hier geplant. Auch diese Reise ist ausgebucht.

Kapuzenammertangare.

Für unsere neue Reise nach Nord-Argentinien (15.-30.11.2022) zur neotropischen Vogelwelt am Ostabfall der gewaltigen Anden in den Provinzen Jujuy, Salta und Tucuman zwischen Altiplano, Puna, Chaco Serrano (baumlose Dornbuschsavanne) und den feuchten Tälern der Yunga im gleichnamigen UNESCO-Biosphärenreservat führt, sind jetzt auch kurzfristig noch zwei Plätze (ein Zimmer) verfügbar! Höhepunkte sind die subtropischen Bergregenwälder im Nationalpark Calilegula, die Trockenwälder und Dornbuschsavannen der Gran Chaco, die argentinische Puna, die Altiplano mit ihren Salzlagunen (Foto: Salzsee Laguna de Pozuelos, Puna und der Nationalpark Los Cordones, der neben einer besonderen Vogelwelt auch eine gleichnamige, bis 12 Meter hohe Kakteenart schützt.

Alle weiteren Ostafrika-Reisen 2022 nach Kenia im November, nach Uganda/Kenia-Primaten im November/Dezember und die fantastische Reise entlang der Kenianischen Küste des Indischen Ozeans mit den Endemiten der Taita-Berge sowie dem UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiet “Mida Creek”, mit der wir uns dann in die Weihnachtsferien verabschieden, sind ebenfalls ausgebucht.

Unter dem Stichwort “Christmas-Birding 2022” bieten wir im Dezember allerdings noch eine sehr schöne Kurzreise an die bulgarische Schwarzmeerküste zwischen Durankulak und Burgas an. Für diese Reise – zum TOP-Preis (!!) – können noch Plätze gebucht werden.

In das neue Jahr starten wir am 6. Januar 2023 mit einem neuen Reiseangebot in unserer Reihe “Schatzinseln der Evolution” zu den eher unbekannten westafrikanischen Inseln Sao Tome & Principe mit ihren zauberhaften endemischen Vogelarten. Es ist unglaublich, was diese ehemals portugiesischen Inseln vor der Küste von Kamerun für eine traumhafte tropische Natur bewahren! Auch diese Reise ist ausgebucht. Aufgrund der Nachfrage bieten jedoch einen zweiten Termin ab 26. Januar an. Für diesen Termin gibt es derzeit noch Plätze. Interessenten sollten sich jedoch schnell entscheiden, damit die Flüge noch zu günstigen Frühbucher-Preisen gesichert werden können.

Einer der seltensten Vögel der Welt: Der Sao-Tome-Ibis. Foto: J. Hering.

Alle weiteren Reiseangebote bis mindestens Sommer 2023, die auf unserer Startseite oben unter dem Button “Reisen” nach persönlicher Vorliebe (Intensität des Programms!) als “Vögel intensiv”, “Vögel und mehr”, “Naturerlebnis-Touren” und (neu) “Vogelfotografie-Reisen” ausgewählt werden können, können ohne Probleme und in der Regel jetzt auch immer ohne PCR-Tests bzw. weitere Pandemie-Einschränkungen gebucht werden. Lediglich die Reiseländer geben heute vor, welche Voraussetzungen für die Einreise zu erfüllen sind (i.d.R. ein vollständiger Corona-Impfschutz). Aber es bereits auch Zielländer, die sogar darauf verzichten! Wir informieren alle Gäste in jedem Falle über diese Reise-Voraussetzungen.

Hartmut Meyer
CEO Bartmeise-Reisen

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Reisegruppe erneut erfolgreich in Kolumbien unterwegs – mehr als 500 Vogelarten im Andenland beobachtet

Reisegruppe erneut erfolgreich in Kolumbien unterwegs – mehr als 500 Vogelarten im Andenland beobachtet

Wegen der Pandemie mehrfach verschoben und für November/Dezember 2021 kurzfristig wieder terminiert befand sich eine weitere Bartmeise-Reisegruppe wenige Wochen vor Weihachten auf vogelkundlicher Tour in Kolumbien. Die Reise sollte in das Amazonastiefland und in die berühmte Endemiten-Region der Santa-Marta-Berge an der Karibikküste führen. Kurzfristig musste umgeplant werden, weil inner-kolumbianische Flüge ins Amazonastiefland plötzlich eingestellt wurden. Statt Mitu im Amazonas führte die Reise schließlich im zweiten Teil in die Westlichen Anden im Gebiet um Buga und Cali zu den Cocho-Endemiten und neu auch ins pazifische Tiefland. Einen kurzen Abstecher gab es in den Anden oberhalb von Bogota.

Trotz Wegfall der Vogelwelt im tiefen Amazonas war die Reise ornithologisch äußerst erfolgreich. Über 500 Vogelarten, darunter um die 50 Kolibri-Arten mit seltenen Vertretern wie Tooth-billed Hummingbird (Zahnschnabelkolibiri) konnten beobachtet werden.

In einem Schutzgebiet an der Karibikküste konnten auch wieder die seltenen und vom Aussterben bedrohten Lisztäffchen beobachtet werden. Foto: A. Eisen Rupp

In den Santa Marta-Bergen war eine wichtige Station die bei Vogelkundler so beliebte El Dorado-Lodge, deren Gemeinschaftstrakt-Neubau verbesserte Bedingungen bot. Fast alle Santa-Marta-Endemiten konnten gesehen werden, viele auch fotografiert. Leider jedoch, zum Schreck unserer Reisegäste, waren bestimmte Glasfronten an der neuen Lodge nicht gegen Vogelanflug geschützt. Und so wurden in wenigen Tagen mehrmals angeflogene Vögel tot gefunden. Ein Umstand, der dem Besitzer der Lodge („Pro Aves“) von uns mitgeteilt wurde mit der dringenden Bitte, dieses Problem schnellstens zu lösen.

Ganz besonderer Höhepunkt in der zweiten Reisewoche war der Aufenthalt in der von unserem kolumbianischen Geschäftspartner neu gebauten Araucana-Lodge in den Anden oberhalb von Cali am bekannten Beobachtungspunkt km. 28. Das neue, helle und freundliche Haus begeisterte unsere Reisegäste mit seiner komfortablen Ausstattung, großen Zimmern und tollen Lage, die die Erreichbarkeit neuer Beobachtungsgebiete, die sonst nicht möglich gewesen wäre, bot. Mit der Motor-Draisine ginge es so zum Birdwachting ins pazifische Tiefland, ein Highlight zum Schluss mit nochmals zahlreichen neuen Vogelarten.

Stimmen unserer Gäste zur Reise:
Diese von ‚Bartmeise‘ und seinen kolumbianischen Partnern organsierte Vogelreise war wieder eine hervorragende Tour … Die Unterkünfte und die Verpflegung waren erneut mehr als erstklassig. Dafür großer Dank“ … schreibt Michel S. „Unsere Kolumbienreise ist problemlos, harmonisch und sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Alle Unterkünfte (Hotels und Lodges) waren von einem ausgezeichneten Standard. Insbesondere die Araucana-Lodge ist absolut spitzenmäßig. Für die sicher nicht einfache, da z.T. kurzfristige Planung dieser Reise möchte ich danke sagen!! Dank Adrian Eisen Rupp und mit Unterstützung der lokalen Guides, konnten wir insgesamt 507 Vogelarten …“ meint Rainer M.

Kolumbien wird auch 2022 ab Sommer und im kommenden Herbst/Winter wieder im Bartmeise-Reiseplan verfügbar sein. Die wenigen Plätze sind stets rasch ausgebucht. Daher empfehlen wir immer eine schnelle Anmeldung.

Hartmut Meyer

Startbild: Mit der Motor-Draisine zum Birdwatching in pazifische Tiefland. Foto: M. Schulz 
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Bartmeise-Reisegäste 2021 trotz Pandemie auf vier Kontinenten unterwegs – ihre Buchung jetzt hilft enorm!

Bartmeise-Reisegäste 2021 trotz Pandemie auf vier Kontinenten unterwegs – ihre Buchung jetzt hilft enorm!

Zwischen Juli und Dezember 2021 – seit September 2021 nur noch mit vollständig geimpften Gästen – hat Bartmeise-Reisen trotz Pandemie vogelkundliche Reisen auf vier Kontinenten (Amerika, Afrika, Asien und Europa) in mind. 10 Ländern erfolgreich und sicher durchgeführt. Es bleibt im Nachhinein festzustellen, dass für geimpfte Reisegäste keine Hindernisse bestanden und wir uns auch in den Ländern (im Rahmen der auch dort geltenden Vorschriften) frei bewegen konnten. Durch vorsorglich meist leicht geänderte An- und Abreisezeiten war es auch möglich, das vollständige Reiseprogramm lt. Ausschreibung zu bieten. Wenige Einschränkungen gab es nur dann, wenn Regierungen kurzfristig und ohne Vorankündigung Regeln so verändert hatten, dass wir nicht mehr darauf reagieren konnten.

Mit der neuen Virusvariante, die derzeit die Welt erobert, haben die allermeisten Länder der Welt erweiterte Regeln eingeführt. Und auch Deutschland überbieten sich Bund und Ländern derzeit mit  unabgestimmten Maßnahmen.

Seit Januar 2022 lassen immer mehr Länder (aktuell Kenia, Bulgarien, Sri Lanka …) nur noch vollständig geimpfte Gäste einreisen, wobei „vollständig“ jetzt nur mit Auffrischungsimpfung (booster) gilt! Demzufolge müssen alle Bartmeise-Reisegäste ab sofort bis 14 Tage vor Reisebeginn der jeweiligen Reise eine Auffrischungsimpfung (booster) nachweisen (Impfung bis vier Wochen vor Reisebeginn notwendig). Wir weisen auch darauf hin, dass einzelne Länder (z.B. aktuell Kenia) einen Genesenen-Nachweis nicht mehr akzeptieren, wobei dies aber einer Einzelfallprüfung bedarf.

Bartmeise-Reisen wird alle Reisegäste rechtzeitig vor Antritt einer Reise über die Bedingungen zur Einreise ins jeweilige Reiseland informieren. Und wie schon im vergangenen Halbjahr 2021 organisieren wir alle notwendigen Maßnahmen für die Rückreise. Wir übernehmen die Anmeldungen beim RKI und organisieren die PCR- oder Antigen-Tests vor Ort, so erforderlich. Befristet vorerst bis Juni 2022 übernehmen wir auch weiterhin die Kosten dafür. Um es unseren Gästen so bequem wie möglich zu machen, haben wir in verschiedenen Reiseländern komfortable Abläufe eingerichtet. In Peru und Uganda z.B. werden die Labor-Proben (PCR, Antigen etc.) von Mitarbeitern eines autorisierten Labors direkt in unseren Hotels entnommen. Anderswo in der Welt erhalten unsere Gruppen bevorzugte Termine in Testlaboren, so dass nur ein geringer Extra-Zeitaufwand notwendig wird.

Bartmeise-Reise bietet auch weiterhin kulante Rücktrittsregelungen im Störungsfalle an und sichert eine reibungslose Abwicklung zu. Unsererseits werden wir auch in 2022 bemüht sein, so viele Reisen wie möglich aus unserem Reiseprogramm durchzuführen. Gleichzeitig bedanken wir uns bei unseren Reisegästen für das Vertrauen in schwieriger Reisezeit 2021 und bitten Sie, uns auch 2022 wieder ihr Vertrauen zu schenken!

Buchen Sie bitte jetzt Ihre Wunsch-Reise aus unserem Programm! Sie helfen auch unseren Geschäftspartnern in den Reiseländern der so genannten Dritten Welt, die nun bald zwei Jahre lang unter den Auswirkungen der Pandemie leiden! Ihre Buchung jetzt für 2022 gibt uns die notwendige Unterstützung und Planungssicherheit, auch für unsere Geschäftspartner überall in der Welt! 

In der Grafik sind die derzeit für Deutschland geltenden Einreisebestimmungen dargestellt. Bartmeise-Reisen führt zudem nur Reisen in “grüne” und “orange” Länder durch, keine in Virus-Variantengebiete!
Das Startbild zeigt eine Bartmeise-Reisegruppe im Dezember 2021 in Sri Lanka. Foto: H. Meyer
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Kleines Land am großen Fluss: “Grünes” Gambia begeistert mit seiner Vogelwelt und Einblicken in das Leben der Menschen

Kleines Land am großen Fluss: “Grünes” Gambia begeistert mit seiner Vogelwelt und Einblicken in das Leben der Menschen

Die gewaltigen Baobab-Baumriesen (Affenbrotbaum) ungewohnt “grün” und voller Früchte. Foto: H. Meyer

Mit über 250 gesehenen Vogelarten (von rund 550 insgesamt) im kleinen westafrikanischen Land Gambia kehrte diese Woche eine weitere Bartmeise-Reisegruppe (nach Kenia und Uganda) vom schwarzen Kontinent zurück. Die Vielfalt und Anzahl der Vogelarten war schon überraschend, zumal die gesamte Palette an europäischen Wintergästen überwiegend noch gar nicht eingetroffen waren. Da diese Reise Covid19-bedingt zum Ende der Regenzeit außerhalb der sonst üblichen Reisezeit stattfand, war die Rundreise zudem klimatisch wirklich anstrengend. Mit täglichen Temperaturen über +30°C und einer hohen Luftfeuchte waren die Bedingungen ungewohnt hart. Wegen der Pandemie, die zwar im Land kaum spürbar ist, war eine Weiterreise auf dem Landweg in den Senegal nicht möglich, wodurch die Reise an zwei Tagen live umorganisiert werden musste.

Belohnt wurden unsere Teilnehmer aber durch ein Land, das sich üppigst subtropisch grün von seiner schönsten Seite zeigte, und durch seine spannende westafrikanische Vogelwelt, die sich in Gambia sehr vertraut und nicht scheu präsentiert. Viele in Afrika weit verbreitete Vogelarten, die anderswo aber schwer zu entdecken sind, waren konnten nord- und südlich entlang des gewaltigen Gambia-Rivers oft aus nächster Nähe erlebt werden. Außerdem bot diese Reise einen ungewohnt intimen Einblick in das Leben der Menschen in den kleinen Dörfern, welches nur wenigen Naturtouristen vorbehalten sein dürfte.

Von vielen wichtigen afrikanischen Vogelfamilien konnten die herausragenden Vertreter beobachtet und fotografiert werden. So bei den Bienenfressern z.B. auch der in Gambia nicht häufige. Karminspint (Northern Carmin Bee-eater) und die hübschen Rotkehlspinte (Red-throated Bee-eater) in einer riesigen Brutkolonie (mind. 450 Brutpaare). Für Gambia interessante Vertreter aus der Gruppe der Hornvögel bis hin zum größten, dem Blaugesicht-Hornrabe (Northern Ground-hornbill; am Brutplatz) und der wohl schönsten Limikole der Welt, dem seltenen Krokodilwächter (Egyptian Plover; Digiskopie-Foto li. u. H. Meyer) konnten gesehen werden.

Ein bisschen „große Kultur“ bot zur Abwechselung ein kurzer Aufenthalt in den „Heiligen Steinen“ (prähistorische Steinkreise) von Wassu, die zum UNESCO-Welterbe gehören.

Unser umsichtiges Personal, Ansu („Professor“), unser Birdguide, und unser Busfahrer Liam, der uns immer sicher durch den Verkehrs-Wahnsinn der Hauptstadt Banjul brachte, und die unsere Versorgung mit gekühltem Trinkwasser und immer frischen Früchten für unterwegs vorbildlich organisierten, trugen westlich zum Gelingen auch dieser Reise bei!

Unser Gambia-Reiseangebot ist insbesondere für „Afrika-Einsteiger“ gedacht, die sich einen ersten Überblick verschaffen möchten. Nach einer Gambia-Reise lässt sich die westafrikanische Vogelwelt besten erweitern bei einem Besuch z.B.

im Ghana (wieder im August 2022), welches z.B. noch über einen ausgedehnten Guinea-Regenwald mit zahlreichen neuen Vertretern afrikanischer Vogelfamilien verfügt.

Aufgrund der Nachfrage haben wir eine Neuauflage für diese Gambia-Reise, dann hoffentlich auch wieder in den Senegal, zum im Nikolo-Kobo-Nationalpark führen kann, für den Zeitraum vom 27.11. bis 12.12.2021 aufgelegt. Hier sind jetzt noch Plätze buchbar, und die Flüge von Deutschland über Brüssel nach Banjul derzeit äußerst kostengünstig reservierbar!

Ein detaillierter Reisebericht wird hier in Kürze zu finden sein.

Hartmut Meyer

Titelbild: Bartmeise-Reisegruppe beim Picknick unter Palmen … unterwegs. Foto: H. Meyer
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Bartmeise-Reisen startete im Juli 2021 in die „Nach-Pandemie-Zeit“ – Reisen nach Peru erfolgreich durchgeführt

Bartmeise-Reisen startete im Juli 2021 in die „Nach-Pandemie-Zeit“ – Reisen nach Peru erfolgreich durchgeführt

Inka-König Pachacutec grüßt die Besucher seiner Stadt Cuzco. Foto: H. Meyer

Bartmeise-Reisen startete im Juli in die „Nach-Pandemie-Reisezeit“ mit zwei Reisegruppen zuerst nach Peru. Beide Reisen begannen und endeten jeweils in der berühmten Anden-Metropole, der alten Kaiserstadt aus Inka-Zeiten, in Cuzco (auf 3.000m NN). Um Cuzco herum wurden zuerst interessante Feuchtgebiete aufgesucht, die ein breites Spektrum an seltenen Anden-Arten boten. Auch der im Norden Südamerikas nur spärlich verbreitete Vielfarben-Tachurityrann – Many-colored Rush-tyrant (Titelfoto: Adrian Eisen Rupp), der zudem zu den farbenprächtigsten Vertretern seiner Artengruppe zählt, konnte gut beobachtet werden.

Unsere Reisen führten dann weiter jeweils über den San Francisco-Pass bei 4.200mNN immer entlang der legendären Manu Road den Ostabfall der Anden hinunter bis zum Amazonas-Tiefland am Madre de Dias-Fluss. In den verschiedenen Höhenstufen entlang dieser einzigen Straßenverbindung konnten viele spezielle Vogelarten, darunter die Endemiten des Nebelwaldes sowie des Tieflandes, beobachtet werden. Ab Puerto Atalaya ging es per Tagesfahrt im Boot hinunter in den Amazonas bis zum Manu-Wildlife-Center tief im gleichnamigen Nationalpark. Diese Reise auf dem gewaltigen Urwaldstrom wird immer als ein grandioses Erlebnis wahrgenommen.

Bartmeise-Reisegruppe Peru I. Foto: H. Meyer

Die erste Reisegruppe im August erlebte im Amazonas ein außergewöhnliches Wetterphänomen: antarktische Kaltluft aus dem Süden des Kontinentes zog mehrere Tage lang fast über ganz Südamerika hinweg und verursachte z.B. ungewöhnliche Fröste und Schneefall im Süden Brasiliens. Dieses Wetterphänomen war sogar mehr als eine Meldung in europäischen Nachrichtenkanälen wert! Im peruanischen Amazonas fielen die Temperaturen nachts auf ungewöhnliche 12°C  und tags wurden kaum mehr als 16°C erreicht. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Wärme gewohnte tropische Vogelwelt. Bestimmte Artengruppen blieben in dieser Kälteperiode  „unsichtbar“, andere wiederum verhielten sich sehr inaktiv und unsichtbar. Glücklicherweise hielt dieses Wetterphänomen nur vier Tag an, dennoch war unsere erste Gruppe im Amazonas voll davon betroffen und war über diese Auswirkungen nicht glücklich. Mit dem Rückflug von Puerto Maldonada, der Urwald-Metropole, zurück nach Cuzco, besserte sich das Wetter und die Normalwerte kehrten zurück.

Die letzten Tage beider Reisen führten ins „Geheime Tal der Inka“ und dort auch zur berühmten Inka-Festung Machu Picchu. Beim geführten Rundgang durch die gewaltige Ruinen-Stadt waren natürlich auch spezielle Vogelarten zu sehen, auch die eigentümlichen Viscacha (Hasenmäuse), die zwischen Steinen ihre Baue haben.

Farbenprächtiger Endemit: Gould’s Jewelfront – Violettscheitelkolibri. Foto: A. Eisen Rupp

Leider waren nach den 15-monatigen Schließzeiten durch die Pandemie noch nicht alle Lodges auf unserer Reise wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Es gab hier und da Unregelmäßigkeiten, insbesondere auch beim Personal, welches sich in der Corona-Auszeit einfach andere Jobs zum Überleben suchen musste. Aber auch das konnten unsere Kollegen vor Ort in Peru meistern. In den Amazonas sind unserer Gruppen mit eigenem Koch gereist, der dort die feinste peruanische Küche zauberte. Und das Bootspersonal arbeitete abends als Bedienung. Welch eine Überraschung!

Während der Exkursionen gab es keine Einschränkungen durch Covid19-Maßnahmen etc. Unsere vollständig geimpften (und dazu getesteten) Reisegruppen konnten sich frei und ohne Masken in der Natur bewegen! In den Siedlungsgebieten gelten auch in Peru die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, die aber mittlerweile zum Alltag in der ganzen Welt gehören. Mit 450 bis 500 Vogelarten in den Listen kehrten die Teilnehmer zufrieden und entspannt nach Deutschland zurück.

Im kommenden Jahr im August wird diese Reise wieder im Bartmeise-Programm im enthalten sein. Bereits jetzt liegen Vormerkungen dafür vor, so dass nur noch vier Plätze im Angebot sind.

Bartmeise-Reisegruppe Peru II. Foto: A. Eisen Rupp

Das schreiben unsere Gäste zu den Reisen: “Die Reise war phantastisch und wir waren sehr begeistert! Adrian ist ein toller und kompetenter Bird Guide und wir würden gerne wieder mit ihm eine Tour machen. Mal sehen wann das möglich ist …” (Thomas Pleschke). “Die Peru-Reise fand ich toll. Sie war wirklich sehr schön und Adrian ist ein sehr guter Guide und er hat das wirklich gut gemacht obwohl er alleine war und den Organisationsaufwand mit Flügen, Boot, Zug und Autos dennoch präzise und sehr anspruchsvoll gemeistert hat. Die Unterkünfte waren gut, das Essen war sehr gut (J. Hottinger)” Und Sigrid & Herbert Lange schreiben: “Die Reise war sehr gut organisiert, Adrian half auch sofort, wenn es mal hakte. Der Reisetag nach Puerto Maldonado hatte schon ein wahnsinniges Tempo, aber alles hat geklappt. Die Unterkünfte waren überwiegend sehr schön, Manu Wildlife Center leider noch etwas im Corona-Schlaf und nicht gut vorbereitet … Der Flug dann über Lima nach Cuzcos hatte seine Tücken, aber auch da hat Adrian sich unermüdlich dafür eingesetzt, dass wir doch noch nach Cuzco gekommen sind …  Unseren Koch werden wir in guter Erinnerung behalten, im übrigen das ganze übrige Essen – besonders hervorzuheben das in Aguas Calientes.”

Unsere nächsten Reisen führen jetzt im September nach Bulgarien, Gambia/Senegal (ausgebucht), im Oktober nach Ghana (noch buchbar) und nach Nordgriechenland (ausgebucht), und dann im November/Dezember nach Sri Lanka (ausgebucht).

Aufgrund der Wiederöffnung unserer Reiseziele nach Covid-19 haben wir weitere Reisen nach Mexiko/Yucatán sowie in den ersten beiden Dezemberwochen nach Kolumbien (Santa Marta-Endemiten und Amazonas/Mitu) sowie nochmals nach Gambia/Senegal kurzfristig ins Programm genommen. Diese Reisen können hier auf unserer Seite gebucht werden.

Hartmut Meyer

Titelfoto (Adrian Eisen Rupp): Vielfarben-Tachurityrann – Many-colored Rush-tyrant. 
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Neue Brutvogelart für Gambia: Sächsischer Vogelforscher entdeckt Little Rush-warbler am Gambia-River

Neue Brutvogelart für Gambia: Sächsischer Vogelforscher entdeckt Little Rush-warbler am Gambia-River

Unserem Vereinsfreund Jens Hering (Limbach-Oberfrohna), Vorstand im VSO und Beirat der DO-G, der seit Jahren gezielte ornithologische Forschungen insbesondere in Afrika betreibt, gelingen immer wieder recht spektakuläre Entdeckungen, über die er in der orn. Fachpresse regelmäßig publiziert. Neben seinen früheren Aktivitäten u.a. auf den Azoren und in Libyen (er ist Mitautor des Buches: „Oiseaux de Libye – Birds of Libya”) laufen derzeit noch – nur durch die Pandemie unterbrochen – seine Forschungen zur bis dato reichlich unbekannten Vogelwelt auf dem Nasserstausee in Ägypten.

Jens Hering (li.) und Solomon Jallow (re.) mit den zur genetischen Beprobung gefangenen Sumpfbuschsängern. Foto: H.-J. Eilts.

Aber auch für das kleine westafrikanische Land Gambia, das ornithologisch seit Jahrzehnten als „völlig erschlossen“ und vor allem von britischen und französischen Ornithologen als „bestens untersucht“ gilt, konnte er eine bisher unbekannte Vogelart sicher nachweisen!

Der Erstnachweis des Little Rush-warbler (Bradyterus spec. – Sumpfbuschsänger) wurde bereits im Jahr 2019 erbracht, als er zusammen mit seiner Frau das Land bereiste. Ganz aktuell im Juli 2021 fand nun eine umfassende Suchexpedition in den Sümpfen im zentralen Teil Gambias zusammen mit Dr. Hans-Jürgen Eilts, Solomon Jallow und einem weiteren einheimischen Ornithologen statt. Die Feldarbeit musste teilweise unter extremen Bedingungen in Wathosen und bei bis zu +40°C in den Sümpfen durchgeführt werden. Dabei konnte der Zufallsfund von 2019 bestätigt und sogar ein größeres Vorkommensgebiet der Art, sogar als Brutvogel, nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein uraltes Insel-Vorkommen in den Typha-Sümpfen in der Central River Division! Es wird ausgeschlossen, dass die Vögel eingewandert sind, da diese extrem kurz- und rundflügelig sind und sich eher zu Fuß als fliegend im Röhricht bewegen. Diese kryptische Art wurde bisher überraschender Weise übersehen und trotz lautem Gesang überhört! Die nächsten Vorkommen werden in etwa 1.000 km Entfernung für Nigeria, Togo, Benin und Kamerun beschrieben.

Little Rush-warbler im Juli 2021. Foto: Jens Hering.

 

Die Felduntersuchungen zu den Funden sind weitgehend abgeschlossen und eine wiss. Publikation zur Entdeckung dieser neuen Vogelart für Gambia ist im Bulletin beim „African Bird Club“ in Vorbereitung.

Unsere Bartmeise-Reisegäste profitieren wie immer von solchen avifaunistischen Neuigkeiten. Auf unserer Reise nach Gambia/Senegal (ab 20. September – noch drei Plätze frei – siehe Reiseplan Startseite) bauen wir einen Besuch im Vorkommensgebiet ein und können die neue Brutvogelart des Landes mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sehen und hören!

Hartmut Meyer

Startbild: Little Rush-warbler im Juli 2021 in den Typha-Sümpfen am Gambia-River. Foto: Jens Hering

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