Seltene Vögel in den geheimnisvollen “Mondbergen” – Bartmeise-Reisegruppe aus Uganda zurück

Seltene Vögel in den geheimnisvollen “Mondbergen” – Bartmeise-Reisegruppe aus Uganda zurück

Zielart der Reise: Ruwenzori-Turako. Digiskopie H. Meyer

Berggorilla im Bwindi-NP: Foto 2017: H. Meyer

Mit fast 400 gesehenen Vogelarten in der Liste (neuer Rekord!) kehrte am Wochenanfang unsere Bartmeise-Reisegruppe aus dem Albertine Riftvalley in Uganda zurück. Während der 15-tägigen Rundreise über insgesamt erneut rund 2.000 Kilometer wurden grandiose Landschaften zwischen dem Viktoriasee (zweitgrößter Binnensee der Erde), den Virunga-Vulkanen im Grenzgebiet Uganda-Ruanda-Kongo, dem Lake Mburo-, Weltnaturerbe Bwindi Impenetrable-, dem Kibale- bis zum Simliki-Nationalpark zu Füßen der geheimnisvollen “Mondberge” des über 5.400 m hohen Ruwenzori-Gebirges bereist. Ziel waren insbesondere die für die Region des Albertine Riftvalleys (Uganda, Ruanda und Kongo) endemischen (NE) und seltenen Bergvogelarten, von denen die überwiegende Anzahl auch beobachtet und meist sogar fotografiert werden konnten. Mit umfangreichen Kenntnissen über die Lebensgewohnheiten einheimischer Vögel ausgestattet ermöglichte es unser ugandischer Birdguide und Bartmeise-Mitarbeiter Emmy, dass die Gruppe die wirklich seltene, scheue und im Unterholz schwer aufzufindende Grünbrustpitta beobachten – und sogar fotografieren – konnte. Neun von 10 Gruppen bleiben dabei regelmäßig erfolglos.

Zum Schluss der Reise stand ein Tag in den beeindruckenden Mabamba-Papyrussümpfen am Viktoriasee im Programm. Ziel war hier der urzeitlich anmutende, seltene Schuhschnabel (Shoebill) den wir ebenfalls gut und aus weniger als 10 Meter Entfernung genießen konnten. Und es gelang zudem, die weiteren Top-Zielarten der Reise, Kammschnabelturako (Ruwenzori Turaco), Grünbrustpitta  (Green-breasted Pitta) und Blaukehl-Breitrachen (African Green  Broadbill) zu beobachten.

Geschenke für eine Dorfschule. Foto: H. Meyer

Außerdem bot diese Reise erneut einen absolut authentischen Einblick in das Leben der Menschen in Uganda im schwarzen Herzen Afrikas, abseits touristischer Pfade. Ein kurzer, unangemelderter Besuch in einer kleinen Dorfschule, für die die Reisegäste wieder Schulsachen und anderen Geschenke mitgebracht hatten, zeigte einmal mehr, warum Afrika auch unsere Unterstützung so dringend braucht! Die Dankbarkeit, mit der die Lehrer und die Kinder die kleinen Geschenke entgegen nahmen, rührte so manchen Reisegast zu Tränen.

Auch Dank der Umsicht unserer afrikanischen Begleiter und unseres Birdguides konnte diese Reise wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis mit wunderbaren Vogel- und Naturbeobachtungen gestaltet werden. Dass man in Uganda zwei Meter neben den mächtigsten Primaten der Erde, den bis zu 1,80m großen Berggorillas stehen kann, ist ein Erlebnis, welches man nie vergessen wird. “Atemraubend, diesen Riesen so nahe kommen zu können … Ich hätte das nie für möglich gehalten” meinte z.B. Carola Seifert (Chemnitz) nach ihrem Besuch bei den Berggorillas. Zum Abschluss dieses Erlebnisses baten uns die Rancher von der UGA (Uganda Wildlife Authority), den Menschen in der Heimat folgendes mitzuteilen: “Die Berggorillas gibt es heute nur noch, weil Menschen wie sie aus Europa, Amerika und von überall her auf der Welt zu uns kommen, um diese Tiere in der freien Wildbahn zu sehen”!

Unsere Reise durch das grandiose Albertine Riftvalley wird auch im kommenden Jahr im Bartmeise-Reiseprogramm zu finden sein (ca. ab 22. Juni 2019). Der komplette Reisebericht steht hier in wenigen Tagen zur Verfügung.

Hartmut Meyer

Titelfoto: Bartmeise-Reisegruppe vor den Virunga-Vulkanen im “Magahinga Gorilla Nationalpark” in Kisoro. Foto: H. Meyer

 

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Bei den „Vögeln des Glücks“ in zauberhafter Winterlandschaft im Nationalparks Unteres Odertal unterwegs

Bei den „Vögeln des Glücks“ in zauberhafter Winterlandschaft im Nationalparks Unteres Odertal unterwegs

 

Bartmeise-Reisegruppe Singschwantage Unteres Odertal 2019. Foto: H. Meyer

Mit dem Ziel, insbesondere Singschwäne und die bevorzugt nur hier im Osten Deutschlands vorkommenden Waldsaatgänse sowie die weitere Wintervogelwelt zu beobachten, fand übers verlängerte Wochenende (17.-20.01.2019) eine Bartmeise-Kurzreise zu den 13. Singschwantagen in den Nationalpark Unteres Odertal Brandenburg statt.

Am Anreisetag stand wie immer ein Besuch im Naumann-Museum in Köthen/Anhalt auf dem Programm. Dieses einzigartige Ornithologie-geschichtliche Museum der Welt begeistert insbesondere mit seinen Original Biedermeier-Dioramen, wie sie der Museumsgründer, Johann Friedrich Naumann, noch selber errichtet hat. Seit 1835 findet sich die Naumannsche Vogelsammlung in den gleichen Räumen!

Singschwäne im Winter. Foto: B. Franzke

Am Freitagmorgen konnte uns Singschwan-Experte Nico Stenschke (Startfoto, H. Meyer) an einem Schlafgewässer im Landkreis Wittenberg schon die ersten 160 Singschwäne zeigen und auch die Methodik der Farb- und Sender-Markierung an dieser Vogelart erläutern. Unter den am Schlafgewässer anwesenden Vögeln konnten zwei mit farbigen Halsringen entdeckt und auch abgelesen werden, wobei einer der Singschwäne, zur Freude von Nico Stenschke, von ihm persönlich vor fünf Jahren in Estland beringt wurde!

Waldsaatgans. Foto: A. Töpfer

Im Nationalpark Unteres Odertal erwartete unsere Gäste zauberhaftes Winterwetter. In der Nacht hatte es etwas geschneit, eine dünne aber geschlossene Schneedecke bedeckte die Landschaft und bei leichtem Frost begannen die Oderpolder zuzufrieren. Hunderte Singschwäne boten genau das, was Ziel dieser Exkursion und erhofft war: ein optisches und dazu ein akustisches Erlebnis vom Feinsten, wie es im Winterquartier der Art an der Oder zu erleben ist. Auch unter den hier anwesenden Vögeln konnten wieder zwei Halsringe abgelesen und gemeldet werden. Obwohl die meisten nordischen Gänse nach dem Schneefall am Freitag ganz offensichtlich in schneefreie Gegenden abgewandert waren, konnte am Sonnabend aber doch ein Trupp von um die einhundert Waldsaatgänse aus nächster Nähe ausgiebig beobachtet werden. Da sich zudem einige Tundrasaat- Bläß- und auch Graugänse im gleichen Trupp aufhielten war es möglich, die Art- und Unterartmerkmale beispielhaft zu studieren.

Die Teilnehmer an der Exkursion konnten sich im Nationalpark an verschiedenen weiteren Vogelarten erfreuen, die heute auch nicht mehr alltäglich und überall zu sehen sind. So begeisterten Kornweihen, darunter ein männlicher Vogel, Raubwürger und ein Trupp von mind. 8 Schneeammern, die aus nächster Nähe zu sehen und auch gut zu fotografieren waren. Kraniche und einzelne Kiebitze trotzten Eis und Schnee, auf der Anreise aus Sachsen war auch ein Rotmilan zu sehen.

Auf der Rückfahrt gab es am Sonntag einen Stopp am Bötzsee bei Strausberg nahe Berlin, an dem seit Wochen einen weibliche Ringschnabelente als Irrgast für Aufsehen unter den Birdern sorgte. Aber leider, durch den Frost war der See über Nacht komplett zugefroren und für Tauchenten nicht mehr geeignet. Dafür balzten trotz Minustemperaturen im strahlenden Sonnenschein zwei Mittelspechte, die sich zudem in den alten Erlen am Seeufer gut beobachten ließen.

Naumann’s original Biedermeier-Dioramen im Naumann-Museum in Köthen. Foto: H. Meyer

Auch diese Kurzreise war auch wie immer für Anfänger in der Ornithologie ausgelegt und geeignet, denn die zu sehenden Vogelarten wurden erklärt und deren Artmerkmale erläutert.

Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Freund Jochen Haferland (Gartz/O.) der vor Ort im Nationalpark mit seiner herausragenden Sachkunde als Guide und Exkursionsleiter zur Verfügung stand. Ebenso ein Dankeschön an Nico Stenschke für seine qualifizierten Erläuterungen zu den Singschwänen und deren Zugverhalten.

Hartmut Meyer

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Überraschende Entdeckung in Nepal: Seltener Riesenstorch (Black-necked Stork) mit flüggen Jungvögeln gefunden

Überraschende Entdeckung in Nepal: Seltener Riesenstorch (Black-necked Stork) mit flüggen Jungvögeln gefunden

Eine wirklich überraschende Entdeckung konnte unsere Bartmeise-Reisegruppe auf ihrer Rundreise gestern (17.02.2019) im Westen Nepals im Flachland des Therai machen: Ein Paar vom äußerst seltenen Riesenstorch (Black-necked Stork) mit zwei 

Männchen (schwarze Augen) vom Riesenstorch: Foto: Som Gharti Chhetri

flüggen Jungvogeln wurde bei der Nahrungssuche in einem kleinen Feutchgebiet gesehen und fotografiert. Die Art zählt mit nur drei bekannten Brutpaaren für das ganze Land zu den seltensten Vögeln Nepals, und ist von der IUCN als “Global vom Aussterben bedrohte Art” eingestuft. Auch in den Nachbarländern Nepals zahlt der Riesenstorch zu den großen Seltenheiten. Unsere nepalesischen Kollegen werden BirdLife Nepal über diese Entdeckung informieren. 
Startfoto: Weibchen (mit gelben Augen): Foto: Som Gharti Chhetri
Hartmut Meyer
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Wo das Froschmaul den Tag verschläft: Auf den Spuren von Kipling’s Dschungelbuch-Abenteuern in Südindien unterwegs

Wo das Froschmaul den Tag verschläft: Auf den Spuren von Kipling’s Dschungelbuch-Abenteuern in Südindien unterwegs

Nach der Mangrovenpflanzung einen Kaffee … Foto: H. Meyer

Seit einer Woche ist eine weitere Bartmeise-Reisegruppe in Südindien unterwegs. Auf den Spuren von Kipling’s zauberhaften Dschungelbuch-Abenteuern wurden bisher die ‘Backwaters’, eine der ausgedehntesten, beschiffbaren Wasserlandschaften der Welt und Vogelschutzgebiete am Fuße der Western Ghats besucht. In den Backwaters begeisterte insbesondere die vielfältige Wasservogelwelt entlang der von üppiger Tropenvegetation gesäumten Kanäle. In den angrenzenden, oft aufgelassenen Reisefeldern, in denen sich riesige Seerosenteppiche gebildet hatten, tummelten sich Hunderte Reiher in mind. neun verschiedenen Arten, Javapfeifgänse, zahlreiche Hindublatthühnchen, Wasserfasan, dazu immer wieder auch Koromandelzwergente und viele andere Arten mehr. Auch bei dieser Reise beteiligten sich unsere Bartmeise-Reisegäste an der Pflanzung von Mangrovensetzlingen, die in einem privaten Eco-Ressort dem Umweltschutz dienen sollen. “Es hat Spaß gemacht, einen kleinen Beitrag für die Natur und Umwelt in Südindien, die insbesondere nach dem Hochwasser der vergangenen Monate schwer gelitten hat, zu leisten”, meinte Eric Reinisch nach der Aktion … bei Kaffee und Imbiss (Startfoto H. Meyer), zu der die Gruppe eingeladen wurde.

Seltene Entdeckung: Malabarhornvogel. Foto: J. Börner

Im “Salim-Ali-Vogelschutzgebiet am Periyar-Fluss konnten weiterhin 11 endemische und viele seltene, meist nur in Südindien bzw. auf Sri Lanka vorkommende Vogelarten entdeckt werden, wie auch das Ceylonfroschmaul (Startfoto 1 ad.+ 1 immat., Foto: J. Börner). Derzeit ist die Bartmeise-Gruppe auf einem Hochplateau der Western Ghats (ca. 900 m NN) auf der Suche nach weiteren seltenen Vogelarten der Region, zu denen auch der farbenprächtige Malaientrogon zählt, unterwegs. Aber auch ungewöhnliche Vertreter der Säugetierfauna kamen bereits vor die Ferngläser und Fotooptik. So gelang am Periyar-Fluss am Rande des Salim-Ali-Vogelschutzgebietes die Beobachtung einen Rothundes, einer asiatischen Wildhundart, die akut vom Aussterben bedroht ist. Täglich trifft man hier zudem auf die bemerkenswerten Indischen Königsriesenhörnchen, die in ihren Körpermaßen einem Fuchs kaum nachstehen. Und heute Morgen erregte einer der scheuen Asiatischen Waldelefanten, der im Schutzgebiet am Flussufer in Ruhe der Nahrungssuche nachging, die Aufmerksamkeit der Ornithologen.

Weiter führt diese Reise noch bis auf 1.500m NN in die Western Ghats, wo in der Region um Munnar weitere endemische Vogelarten warten. Abschluss und Höhepunkt dieser vogelkundlichen Rundreise durch Südindien bilden die ca. 1.200 km östlich des indischen Subkontinentes gelegenen Andamanen-Inseln, die in der kommenden Woche im Programm stehen. Hier dürfen nochmals um die 20 endemische Arten erwartet werden.

Eine nächste Begegnung mit der zauberhaften asiatischen Vogelwelt steht im Flachland von Nepal für Februar 2019 im Bartmeise-Reiseprogramm (siehe dort).

Hartmut Meyer

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Das besondere Erlebnis am Kerkinisee: Schwimmende Wildkatze

Das besondere Erlebnis am Kerkinisee: Schwimmende Wildkatze

Der Künstler und Vogelmaler, unser Reiseleiter Paschalis Dougalis bei seinen Skizzen. Foto: privat

Ein Naturerlebnis der besonderen Art konnten unsere Bartmeise-Reisegäste im Oktober im nordgriechischen Naturparadies Kerkinisee erleben. Eine Wildkatze – nicht unbedingt als Wasser liebende Tiere bekannt – wurde bei Tag schwimmend in einen Kanal am See beobachtet, und dabei von unseren Reisegästen fotografiert und gefilmt (Startfoto aus Video: Paschalis Dougalis).

Auch zur Reise im Oktober begeisterte die großartig gemischte Vogelwelt aus Nord und Süd die Vogelkundler. Zwerggänse aus Skandinavien neben Flamingos, Kraniche neben Löfflern und bis zu 70 Triele neben Raubseeschwalben … Diese Artenmischung in Nordgriechenland war wie immer überwältigend. Die Bartmeise-Reiseleitung für diese Reise hatte erneut der griechisch-deutsche Künstler und Vogelmaler, Paschalis Dougalis (Bildautor des Klassikers „Was fliegt denn da“ und vom „Atlas Deutscher Brutvogelarten ADEBAR“ ) übernommen, dem unsere Reisegäste bei seinen Skizzen und Zeichnungen über die Schulter schauen konnten (siehe unten).

Im Jahr 2019 bieten wir wieder vier Kurzreisen (Februar, April, Mai und Oktober) in dieses Naturparadies an. Wir starten im Februar (17. bis 23. Februar 2019) zum Beginn der Brutzeit der seltenen Krauskopfpelikane, die im Nationalpark Kerkinisee eines ihrer wichtigsten europäischen Brutgebiete haben. Unsere Reise im Mai (11. bis 18.05.2019) wird besonders gestaltet sein, da diese in den ersten vier Tagen nach Mazedonien (Geier, Schmetterlinge und blühende Bergwiesen im Frühling) führen wird!

Hartmut Meyer

Skizze Krauskopfpelikan (P. Dougalis, Kerkinisee im Oktober 2018)

 

Triele (P. Dougalis im Oktober 2018)

 

Raubseeschwalbe (P. Dougalis im Oktober 2018)

 

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Bartmeise-Reisegruppe in den Mittleren Anden Kolumbiens unterwegs

Bartmeise-Reisegruppe in den Mittleren Anden Kolumbiens unterwegs

Seit 22. August ist wieder eine Bartmeise-Reisegruppe in den Mittleren Anden und in der Choco-Region (Endemiten-Region) im Cauca-Valley unterwegs. Im Tatama-Nationalpark gleich zu Beginn der Reise eine sehr freundschaftliche Begrüßung unserer Reisegäste aus Deutschland und Polen durch das kolumbianische Militär der Station im Nationalpark. Der Chef der Gruppe nutzte die Gelegenheit zur Anfertigung eines kleinen Werbevideos für sein Militärtagebuch – mit Flagge und Ansprache – und rief die kolumbianisch-deutsch-polnische Freundschaft aus. Danach nutzen die jungen Soldaten die Gelegenheit, moderne Optik kennenzulernen. Weiter führte die Reise vorbei an der bekannten Sonsoa-Lagune, wo in diesen Jahr auch erstmals der bemerkenswerte Hornwehrvogel (Horned Screemer) beobachtet werden konnte, durch die zauberhafte Natur der Mitteleren Anden bis auf 4.200 Meter in die Paramo am Fuße des Schnee bedeckten Los Nevados-Vulkans (5.400 mNN), vorbei an Manizales, der Hauptstadt des so genannten Kaffee-Dreieckes und in diesen Tagen wieder zurück nach Cali, wo noch einige vogelkundliche Höhepunkte wie die Gruppenbalz vom Andenfelsenhahn (Cock-of-the-rock) usw. warten. Insgesamt dürfte die Reise am Ende wieder etwas mehr als 400 gesehene Vogelarten, darunter mind. 25 (von 34 möglichen) Endemiten der Region erbringen. Mehr nach Abschluss der Reise. Im November 2019 steht dieses Erlebnis wieder im Reiseprogramm. Mehr dazu in Kürze hier.

Weitere Fotos siehe unsere Facebookseite.

Hartmut Meyer

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Doppelschnepfenbalz, Lasurmeise und Terekwasserläufer am Brutplatz in den weißrussischen Sümpfen

Doppelschnepfenbalz, Lasurmeise und Terekwasserläufer am Brutplatz in den weißrussischen Sümpfen

Lasurmeise. Foto: P. Simeonov.

Am Pfingstsonntag (20.05.2018) kehrte unsere diesjährige Reisegruppe aus den weißrussischen Pripjat-Sümpfen zurück. Die zehn Teilnehmer in diesem Jahr kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unsere Reise startete fulminant mit Seggenrohrsänger und Bartkauz in der Nähe von Bereza, gefolgt von Lasurmeise nahe Liaskavicy und endete mit der spektakulären Doppelschnepfenbalz in den Feuchtwiesen von Turov. Die Gruppe konnte alle Zielarten und insgesamt 163 Arten beobachten, wie zum Beispiel Terekwässerlaufer, Weißrückenspecht, Zwergschnäpper und viele weitere. Für die meisten Gäste waren die genannten Vogelarten neu, insbesondere die Lasurmeise am Brutplatz in einem Stromkasten sorgte für Begeisterung. Ein weiterer Höhepunkt war die Balz der Doppelschnepfe an einem Balzplatz, der von mindestens 20 Männchen besetzt war.

Diese Reise findet im Jahr 2020 (2019 nicht!) erneut statt.

Martin Winter

Startfoto: Gruppe bei der Doppelschnepfenbalz am 18.05.2018. Foto: M. Winter

Terekwasserläufer: Foto: P. Simeonov.

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„Wilder Balkan“: Bartmeise-Reisegruppe von Brutvogelwelt am und um den Kerkinisee begeistert

„Wilder Balkan“: Bartmeise-Reisegruppe von Brutvogelwelt am und um den Kerkinisee begeistert

Bootstour im “schwimmenden Wald” vor der Traumkulisse des Balkan-Gebirges. Foto: H. Meyer

Mit einer „vollen“ Artenliste von (ca.) 163 Vogelarten sozusagen von Austernfischer bis Zwergohreule, kehrte die Bartmeise-Reisegruppe Kerkinisee am 18.05.2018 sehr zufrieden aus der griechischen Provinz Makedonien pünktlich vor Pfingsten nach Hause zurück. Der Kerkinisee präsentierte sich auch im Monat Mai von seiner schönsten Seite: Krauskopfpelikane am Brutplatz, besetzten Reiherkolonien im „Schwimmenden Wald“ wie immer bei einer Bootstour, allen Sumpfseeschwalben-Arten und mit mediterranen Brutvögeln in reicher Auswahl von Bienenfresser über Maskenwürger bis zum Olivenspötter. Blauracken konnten am Brutplatz (schon mit Futter für die Jungen!) beobachtet werden, Kurzfangensperber und Schreiadler bei der Balz. Die in diesem Jahr zeitig reifen, sehr köstlichen Maulbeeren lockten auch schon Rosenstare an den See, über die sich alle Reiseteilnehmer freuen konnten. Wie üblich führte eine Tagestour auch etwas weiter an die Küste bei Thessaloniki, wo neben Triel und Rotflügelbrachschwalbe u.a. auch Seeregenpfeifer und Spornkiebitz (am westlichsten griechischen Vorkommen überhaupt) gesehen und fotografiert werden konnten, letztere sogar mit Jungvögeln.

Den gelungenen Rahmen für den Aufenthalt bot wieder unser schönes Hotel am See, das von unseren Reisegruppen bereits seit Jahren genutzt wird. Gelobt wurde wieder die üppige Verpflegung zur Reise, die neben dem Frühstück im Hotel und einem reichhaltigem Lunch-Pack für unterwegs am Abend in den umliegenden Restaurants zum Dinner viele lokale Salate der Saison unlimitiert zur Auswahl für jeden Reisegast sowie Hauptspeise und Dessert im Vollpensionspreis bot.

„Wieder zu Hause. Tolle Reise mit einer tollen Truppe. Der Kerkinisee ist ein Paradies für Birdwatching. 163 Vogelarten haben wir gesehen. Das spricht für sich. Bartmeise-Reisen kann man nur empfehlen. Eine rundum zufriedenstellende Reise.“ schreibt Teilnehmer Michael Franke (Dresden) auf seiner Facebook-Seite zur Reise.

Abendessen im Restaurant. Leckere griechische Speisen der Saison in reicher Auswahl. Unter Hotellier und Birdguide Nikos (li.) hat wie immer hervorragende Arbeit für die Gruppe geleistet. Foto: H. Meyer

Unsere nächste Tour zu diesem in jeder Jahreszeit absolut lohnenden Hotspot der europäischen Vogelwelt findet zum Herbstzug, vom 15. bis zum 21. Oktober 2018, statt. Die Reiseleitung dieser Gruppe übernimmt dann der griechisch-deutsche Künstler und Vogelmaler (Bildautor des „ADEBAR“-Atlas – Atlas Deutscher Brutvogelarten), Paschalis Dougalis (München). Noch sind einige Plätze auf dieser Kurzreise (in den sächsischen Herbstferien) buchbar. Für junge Gäste (Kinder, Jugendliche bis hin zu wirtschaftlich Unselbstständigen) sind Sonderkonditionen möglich (bitte erfragen; Kinder/Jugendliche immer in Begleitung eines normal zahlenden Erwachsenen). Anfragen dazu an: info@bartmeise.de.

Hartmut Meyer

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Vogelwelt im Himalaja – Bartmeise-Reisegruppe bei Ibisschnabel und Himalajarotschwanz eingetroffen

Vogelwelt im Himalaja – Bartmeise-Reisegruppe bei Ibisschnabel und Himalajarotschwanz eingetroffen

Ibisschnabel am Rapti-River. Fotos (2): Som Gharti Chhetri

Am Sonnabend (17.02.2018) traf wieder eine Bartmeise-Reisegruppe im Himalajaland Nepal ein. Auf dem Programm dieser Reise steht die Vogelwelt hauptsächlich im Westen des Landes, zwischen der Hauptstadt Katmandu, den Pulchowski-Bergen, dem berühmten Chitwan-Nationalpark, dem Farmland um Lumbini, Pokhara und dem “Australien Camp” (2.000 mNN) zu Füßen der Anapurna-Region, der höchsten Berge der Welt. Bevor unsere Gruppe heute im Chitwan-Nationalpark eintraf, stand ein weiterer vogelkundlicher Höhepunkt im Programm: Die Suche nach dem seltenen Ibisschnabel (Ibisbill) im Überwinterungsgebiet am Rapti-Fluss bei Hetauda. Um die Art möglichst sicher sehen zu können, wurde die diesjährige Reise um 10 Tage vor den sonst üblichen Termin gelegt …, und wir hatten tatsächlich Glück! Gestern Nachmittag konnten wir 2 (3) Ibisschnäbel am mächtigen Gebirgsfluss aus naher Distanz (wie auf den Fotos) gut beobachten (eines der beiden hier gezeigten Fotos entstand genau an diesem Plazt, allerdings bereits vor zwei Jahren. Die Flugaufnahme gelang unserem nepalesischen Guide Som, mit dem wir unterwegs sind, an einem anderen Platz im Himalaja). Ein tolles Erlebnis, dass bei allen Reisegästen für Begeisterung sorgte!

Ab Morgen werden wir zwei volle im Nationalpark zwischen Panzernashörnern, wilden Elefanten, Lippenbären und hoffentlich auch dem Benagltiger nach diversen seltenen Vogelarten Ausschau halten. Danach steht im Gebiet um Pokahara auch Nepal’s einziger (echter) Endemit, der Igeldrossling (Spinny Babbler) auf dem Programm. Auch dem Geburtsplatz Buddhas, dem weltweit wichtigsten Ort für alle Buddisten (vergleichbar mit der Geburtskirche Jesu in Jerusalem) werden wir einen Besuch abstatten. Mehr vom Reiseverlauf später an dieser Stelle.

Hartmut Meyer

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Rothalsgänse, Fischmöwen und Adlerbussarde am Schwarzen Meer in Bulgarien und Rumänien

Rothalsgänse, Fischmöwen und Adlerbussarde am Schwarzen Meer in Bulgarien und Rumänien

Rothalsgänse im Winter vor der Branta-Logde (früheres) Foto: Pavel Simeonov.

Eine Kleingruppe von vier Gästen besuchte vom 29. Januar bis 4. Februar 2018 die Region um Durankulak an der nördlichen bulgarischen Schwarzmeerküste. Ziel diese Kurzreise waren die am Schwarzen Meer überwinternden arktischen Rothalsgänse. Trotz äußerst ungünstiger Wetterverhältnisse, bedingt durch einen viel zu milden Winter, konnten bis zu 7.000 Individuen in einem Trupp unter mind. 12.000 Blässgänsen gut beobachtet werden. Auch Fischmöwen in verschiedenen Alterskleidern waren abends am Schlafgewässer gut zu sehen. Unsere Reisegruppe hatte Quartier bezogen in der Branta-Logde von Pavel Simeonov direkt am Durankulak-See, der Schlafgewässer für die Rothalsgänse ist. Trotz der witterungsbedingten Einschränkungen waren die Beobachtungsbedingungen ausgezeichnet. Neben den Wasservögeln konnten zudem bemerkenswert viele Greifvögel, zahlreiche Korn- und Rohrweihen sowie Adler- und Raufußbussarde beobachtet werden. Auch das berühmte Kap Kaliakra und die vorgelagerten Steppenlandschaften waren Exkursionsziele. Diese interessante Kurzreise bieten wir auch Anfang Februar 2019 wieder an (zeitnah im Reiseprogramm zu finden).

Hartmut Meyer

 

Alle Mahlzeiten in der Branta-Logde immer frisch von Frau Simeonov zubereitet. Fisch nach Art des Hauses. Foto: H. Meyer

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