Spendenaktion erbringt über 15.000,00 € – erste Auswertung und dringender Aufruf zu weiteren Spenden!!

Spendenaktion erbringt über 15.000,00 € – erste Auswertung und dringender Aufruf zu weiteren Spenden!!

Bartmeise-Reisen dankt allen Reisegästen und Freunden, die sich an unserer laufenden Spendenaktion für die freien Mitarbeiter in aller Welt, unsere Biologen und Birdguides in Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika beteiligt haben. Mit Stand vom 8. Dezember 2020 gingen rund 15.000,00 € an Zuwendungen dafür ein!

Diese Spenden konnten an acht Empfänger in sieben Ländern auf drei Kontinenten weitergeleitet werden in Tranchen zu 1x 300,00 €, 1x 632,42 €, 3x 1.000,00 €, 1x 1.200,00 €, 1x 4.100,00 € und 1x 5.000,00 €, und zwar auch genau so, wie von den Spendern für einzelne Kollegen vorgesehen bzw. nach unserer Beurteilung zu Bedürftigkeit und Bedeutung vergeben wurden. 

Alle Spender erhalten in diesen Tagen ein persönliches Schreiben mit allen Details zu ihrer Spende und deren Verwendung!

Jetzt, kurz vor Weihnachten, treffen erfreulicherweise weitere Spenden ein, für die wir uns erneut herzlichst bedanken! Damit können wir vor Weihnachten ganz bestimmt nochmals zwei Kollegen in Afrika helfen, damit diese zusammen mit ihren Familien wenigstens finanziell sorgenfreie Weihnachtstage erleben zu können!

Während wir uns hier mit den Überbrückungshilfen vom Land/Bund über Wasser halten konnten, sieht es für unsere Kollegen auf anderen Kontinenten sehr, sehr schlecht aus! Unseres Wissens nach haben nirgendwo anders zwischen Südamerika und Asien Regierungen an ihre Dienstleiter im Bereich Naturtourismus auch nur einen einzigen Dollar an Hilfsgelder ausgezahlt!

Bitte, wenn Sie können, spenden Sie weiter! Jeder Euro ist willkommen! Niemand weiß, wann das normale Reisebusiness wieder vollständig anlaufen kann. Die Kollegen vor Ort zum Beispiel in Brasilien, in Mexiko, in Gambia, Kenia, Uganda, in Nepal und in Indien … erleben eine wirklich harte Zeit, haben seit März 2020 defacto keinerlei Einkommen mehr, und müssen sich mit diesem unerträglichen Zustand vermutlich sogar noch bis weit in das Frühjahr 2021 arrangieren. Ihre Spende hilft hier auf jeden Fall!

Wie soll die Welt nach Corona aussehen? Immer noch bunt und vielfältig? Immer noch für uns auch geprägt von Menschen vor Ort, die uns mit ihrem Wissen und ihren Kenntnissen so fantastisch bereichern, die Vogelwelt anderer Kontinente kennen- und zu verstehen zu lernen? Oder müssen wir uns damit abfinden, dass mit dieser Pandemie auch Kompetenz und Wissen im schnöden Überlebenskampf verloren gehen? Das kann und will ich nicht glauben und akzeptieren!

Liebe Reisegäste, bitte helfen Sie mit einer Spende!

Bankverbindung:
Hartmut Meyer
DE88 8709 5974 0300 0294 42
BIC:GENODEF1GC1 (VR-Bank Glauchau)

Hinweis: Das Ausstellen von Spendenquittungen ist bei dieser privaten Aktion nicht möglich!

Vielen Dank!

Hartmut Meyer
Inhaber Bartmeise-Reisen

Startfoto: Prachtelfe. Foto: A. Eisen Rupp
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Raubwürger und Prachttaucher derzeit zu beobachten – www.ornitho.de bietet perfekten Überblick

Raubwürger und Prachttaucher derzeit zu beobachten – www.ornitho.de bietet perfekten Überblick

Der Raubwürger (Lanius excubitor; Great Grey Shrike) ist im Freistaat Sachsen ein regelmäßiger, aber seltener Brutvogel, der durch die intensive Landwirtschaft im Flachland viele Brutplätze verloren hat. Sein Brutbestand wird heute stabil mit 150-250 Brutpaaren angegeben (Steffens et al. 2013). Insbesondere auf Truppenübungsplätzen im Norden des Landes sowie in den ehemaligen Rauchschadensgebieten auf dem Erzgebirgskamm kann die Art zur Brutzeit noch regelmäßig in geeigneten Habitaten beobachtet werden.

Jetzt im Winterhalbjahr bezieht der Raubwürger aber spezielle Winterreviere, die teilweise weit abseits der Brutplätze liegen. Und auch aus nördlichen Regionen Europas zieht die Art bis nach Mitteleuropa, wie durch Ringfunde belegt ist. Heuer fällt eine gewisse Häufigkeit der Art auf, die auch verschiedene Winterreviere besetzt hat, die teilweise über einen längeren Zeitraum (10 Jahr und mehr) unbesetzt waren! Das könnte im Zusammenhang mit der aktuell noch hohen Feldmausgradation stehen, zumindest in bestimmten Regionen Sachsens. So zum Beispiel im Tal der Zwickauer Mulde, wo auch jetzt noch Feldmäuse in Massen vertreten sind. Und genau in solchen Gebieten, die von extensiv genutztem Grünland, von Ruderalflächen mit Heckenreihen und solitären Einzelbäumen sowie abwechslungsreicher offenen Feldflur geprägt werden, sind seit September bereits Raubwürger anwesend. Immer ein Vogel pro Revier, denn der Raubwürger ist außerhalb der Brutzeit nicht an Seinesgleichen interessiert. Zwischen Waldenburg und Wolkenburg entlang der Zwickauer Mulde, aber auch in der weiteren Feldflur im Zwickauer Land, in Mittelsachsen und darüber hinaus konnten die Ornithologen schon mehrere, auch neue Winterquartiere finden.

Aufgrund seiner Größe und der überwiegend hellgrauen und weißen Farbe mit schwarzer Maske und Flügeln „leuchtet“ die kontrastreiche Vogelart in der nicht verschneiten, meist grauen Feldlandschaft weithin,  zumal er meist sehr exponiert auf den obersten Spitzen von Büschen, großen Pflanzen oder sogar auf Leitungsdrähten nach seiner Beute Ausschau hält. Und auf diesen „festen Plätzen“ kann die Art tagtäglich gesehen werden. Oft sind die Vögel auch nicht so scheu, lassen eine Annäherung auf  unter 50 Meter zu, was vielleicht auf eine skandinavische Herkunft deuten könnte.

Die hier gezeigten Fotos (2) stammen aus dem Winterhalbjahr 2018 und gelangen unserem westsächsischen Avifaunisten und Vogelfotograf Jens Halbauer. 

Wer größere Stau- und Grubenseen bzw. Teichgebiete für seine jetzt in der Pandemie-Zeit eingeschränkten Beobachtungsgänge präferiert, muss auf einen anderen Durchzügler und Wintergast achten. Schon seit einigen Wochen sind Prachttaucher (Gavia arcitca; Black-throated Loon) aus der Familie der Seetaucher auf dem Wegzug zur Rast eingetroffen. So kann man derzeit zwei Individuen auf dem Stausee Glauchau und einen auf dem Schwanenteich in Zwickau, fast mitten in der Stadt gelegen, beobachten. Bei diesen Individuen handelt es sich um diesjährige Jungvögel, die sehr schlicht grau-weiß gefärbt sind, aber durch den dolchförmigen Schnabel mit leicht abwärts gebogenem First auffallen. Oft kann man auch das in der Literatur beschriebene „Wasserlugen“ sehen, bei dem die Art nur den Kopf ins Wasser steckt. Einmal abgetaucht kann der Tauchvogel bis zu zwei Minuten unter Wasser bleiben und einen mittelgroßen Stauseen oder Teich fast komplett bis in eine andere Ecke durchtauchen. Manchmal halten sich die Vögel, die z.B. an den großen Seen Skandinaviens und bis nach NE-Sibiriens Brutvögel sind, viele Wochen im Binnenland auf, so lange die Gewässer eisfrei bleiben und die Vögel Nahrung finden. Öfters wurden in Sachsen auch Übersommerungen von Nichtbrütern nachgewiesen.

Auch diese Fotos (2) konnte Jens Halbauer vor einigen Tagen am Stausee Glauchau (Lkr. Zwickau) aufnehmen.

Wer mehr wissen möchte, wie diese und viele andere Arten derzeit über Sachsen verbreitet sind, der sollte www.ornitho.de nutzen! In diesem vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) gemeinsam mit den ornithologischen Landesverbänden getragenen Beobachtungsplattform werden täglich Tausende Daten gemeldet. Der DDA als Betreiber stellt zudem für die verschiedensten Arten regelmäßig Durchzugs- oder Verbreitungsmuster dar. Außerdem kann man als aktiver Melder von eigenen Daten sich auch Vorkommen von Arten über bestimmte Gebiete selber zusammenstellen.

Literatur:

Steffens, R. et al. (2013): Die Brutvögel Sachsens. Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Dresden.
Steffens, R. et al. (1998): Die Vogelwelt Sachsens. Gustav Fischer Verlag Jena.

Hartmut Meyer

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Alpenbraunelle aktuell am Fichtelberg zu sehen – Art neuer Brutvogel im Erzgebirge

Alpenbraunelle aktuell am Fichtelberg zu sehen – Art neuer Brutvogel im Erzgebirge

Bereits seit 2003 wird, wenn auch nicht durchgehend jährlich, zwischen April und Juni, zur Brutzeit also, die Alpenbraunelle (Brunella collaris, Alpine Accentor) im Klinovec-Fichtelberg-Gebiet im Erzgebirge festgestellt. Im Jahr 2018 wurde eher zufällig ein Brutnachweis erbracht (siehe die beigefügte Publikation aus den „Mitteilungen des Vereins Sächsischer Ornithologen e.V.). Kurze Zeit später konnte auch der Brutplatz auf deutscher Seite gefunden werden.

Immer wieder tritt die Art auch im Winterhalbjahr sowohl am Keilberg und an der Felsformation Meluzina auf böhmischer als auch am Fichtelberg auf deutscher Seite auf. So auch in diesem Jahr aktuell, als am 25. November 2020 der tschechische Ornithologe V. Teply einen Vogel am Fichtelberg beobachten und fotografieren konnte (beide Fotos hier: V. Teply). Am gleichen Tag, so wurde bekannt, konnte auch ein Vogel im Harz auf dem Brocken (Sachsen-Anhalt) festgestellt werden, was auf Zuzug deutet.

Das Vorkommen der Art in beiden Mittelgebirgen ist eine spannende Entwicklung, da die Gebiete recht weit abseits der üblichen Brutareale in den Alpen und im Riesengebirge liegen und geografisch isoliert sind. In Deutschland brütete die Alpenbraunelle bisher ausschließlich in Bayern, in den Nördlichen Kalkalpen und in den Schwäbisch-Oberbayerischen Voralpen, seit 2018 auch im Erzgebirge. Das in östliche Richtung vom Fichtelberg existierende Brutvorkommen am Krkonose/Riesengebirge liegt ca. 190 km entfernt (Hering 2018).

Wer also jetzt im oberen Erzgebirge auf dem Fichtelberg unterwegs ist, der sollte sein Augenmerk auf die Alpenbraunelle richten. Die Art ist oft am Boden oder bodennah (Foto oben) an Gebäudeteilen unterwegs und überhaupt nicht scheu, wie im Foto vom 25.11.2020 zu erkennen ist. Man kann sie daher eher übersehen, wenn man nicht genau auf die Art achtet!

Hartmut Meyer

Alle Fotos: V. Teply

Mitt. Sächs. Orn. Kurzmitteilung + Jahresvers + Register

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Fortsetzung, die neunte: Mauerläufer im Winterquartier im Erzgebirge eingetroffen – Exkursion im März 2021?

Fortsetzung, die neunte: Mauerläufer im Winterquartier im Erzgebirge eingetroffen – Exkursion im März 2021?

Mauerläufer im Winterquartier. Foto: B. Franzke

Und noch einmal ist er zurückgekommen. Ein wirklich unglaubliches Naturwunder! Am 13. November 2020 traf der kleine Hochgebirgsvogel nunmehr den neunten (!) Winter in Folge in seinem Winterquartier auf der Südseite des Erzgebirges in Böhmen, in einem kleinen Dörfchen unweit des Fichtelbergs, ein. Zwar ist es nicht bewiesen, dass es sich um den gleichen Vogel handelt, aber die Tatsache, das er auch dieses Jahr sofort bei Ankunft seine Futterbretter anflog und die dort schon für ihn ausgelegten Mehlwürmer absammelte, spricht wie immer für den gleichen Vogel, der ‘sein Winterquartier’ bestens kennt!

Sein jährlicher Brutort im Hochgebirge (in den Alpen?) bleibt freilich unbekannt. Im Erzgebirge und den anderen deutschen Mittelgebirgen jedenfalls sind noch nie Bruten von dieser Art nachgewiesen worden. Vor der Lebensleistung dieses Vögelchens, dessen Brutgebiete Hunderte Kilometer weit entfernt zu suchen sein müssten, kann man nur ehrfurchtsvoll stauen. In der Tat, ein Naturwunder!

Den neunten Winter in Folge hat nun der Vogel sein Winterquartier an einem alten Fabrikgebäude, wo er im Dachfirst Schlafplätze hat, bezogen. Dort wird sein Aufenthalt von einem böhmischen Ornithologen, unserem Freund Vladimir, gut dokumentiert. Und wenn ihm auch in diesem traurigen Corona-Winter nichts zustößt, dann wird der Vogel, ein Männchen, bis in den März hinein dort zu sehen sein. Dann wir er wie jedes Jahr ins Brutkleid mausern und erste Balzflüge kündigen dann seinen baldigen Abzug ins Brutgebiet an …

Einmal am Tag holt er sich einige Mehlwürmer, die man für ihn auf einem Fenstersims auslegt. Stellt sich die Frage, wie alt ein Mauerläufer in Freiheit werden kann? Dazu gibt es keine Angaben in der Literatur. Aber in Gefangenschaft kann die Art durchaus ein hohes Alter erreichen wie aus dem Alpenzoo Innsbruck bekannt ist, wo 2016 der letzte seiner Art mit 15 Jahren gestorben ist. Vielleicht ist es nun doch der letzte Winter, in dem dieser kleiner Lebenskünstler so weit abseits seines Brutplatz im Erzgebirge zu sehen sein wird?

Aufgrund der Pandemie-Einschränkungen sowohl auf tschechischer als auch auf deutscher Seite können wir jetzt noch keinen Exkursionstermin bekanntgeben. Aber kurz vor Abzug des Vogels ins Brutgebiet, vielleicht im März 2021, sofern sich die Situation entspannt hat, planen wir kurzfristig einen Besuch ein. Die Bekanntgabe erfolgt hier an dieser Stelle. 

Titelfoto und Foto 2: Vladimir Teply

Hartmut Meyer

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Jetzt geht es wieder los: Mornellregenpfeifer auf dem Wegzug beobachten – Exkursionsangebot für Reisegäste

Jetzt geht es wieder los: Mornellregenpfeifer auf dem Wegzug beobachten – Exkursionsangebot für Reisegäste

Da gähnt er müde …, denn nach einem nächtlichen Flug vermutlich aus dem Norden Skandinaviens kommend, ist er am Vormittag zur Tagesrast und Nahrungsaufnahme auf einem Feld in der Nähe von Werdau im Landkreis Zwickau gelandet, wo der Langstreckenzieher bereits vom Ornithologen Jens Halbauer erwartet (und 2019 fotografiert) wurde. Die hübschen Mornellregenpfeifer (Eurasian Dotterel), die in Europa in den Tundren Skandinaviens brüten, überwintern in Afrika nördlich der Sahara. Zweimal im Jahr treten die Vögel ihre ca. 8.000 bis 10.000 Kilometer lange Reise an, auf der sie traditionelle Zwischen-Rastplätze in der Feldflur nutzen. Diese Rastplätze können über Jahrzehnte genutzt werden, wobei es echt verblüffend ist, dass die Vögel fast immer auf den gleichen Flächen (abhängig auch von der Fruchtfolge), teils auf den halben Hektar genau, zur Rast einfallen!

Nun ist es wieder so weit. Der Sommer ist vorbei und die Zugvögel treten den Wegzug an. In Norddeutschland wurden am 13. August die ersten 12 rastenden Mornellregenpfeifer entdeckt. Bei uns hier in Westsachsen liegen die üblichen Durchzugszeiten der Art zwischen dem 25. August und 5. September mit Schwerpunkt um den Monatswechsel August/September.

Der bekannte westsächsische Ornithologe Jens Halbauer beobachtet seit vielen Jahren das Durchzugsgeschehen der Art in so einem traditionellen Rastgebiet in der Nähe von Werdau. Er kennt die Verhältnisse und die Gewohnheiten der Vögel genau und beobachtet daher dort auch jeden Herbst rastende Mornellregenpfeifer. Mit ihm in dieser Zeit unterwegs zu sein, bietet hohe Chancen, die seltenen Vögel beobachten zu können. Allerdings, eine Erfolgsgarantie kann niemand geben, denn die Tagesverhältnisse, auch was die Wettersituation anbetrifft, kann niemand voraussagen!

Wir laden unsere Bartmeise-Reisegäste zu einer gemeinsamen Exkursion am Dienstag, 1. September, nach 08412 Werdau bei Zwickau ein. Die Exkursion beginnt um 8.30 Uhr in Werdau (Ende gegen 11.00 Uhr). Aufgrund der bekannten Sicherheitsvorkehrungen infolge der Pandemie müssen wir um Anmeldung bitten! Die Teilnahme ist kostenfrei. Mit der Bestätigung der Anmeldung wird auch der genaue Treffpunkt bekanntgegeben. Anreise mit eigenem PKW ist Voraussetzung zur Teilnahme.

Anmeldungen bitte an:

per E-Mail: info@bartmeise.de oder hartmutmeyer11@gmail.com oder per Fax 03723 – 44211.

Hartmut Meyer

Bildautor aller Fotos (2019): Jens Halbauer (Werdau) 

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Silberreiher seit 11 Jahren Brutvogel in Ostdeutschland – Exkursion für Bartmeise-Reisegäste zum NSG „Große Rosin“

Silberreiher seit 11 Jahren Brutvogel in Ostdeutschland – Exkursion für Bartmeise-Reisegäste zum NSG „Große Rosin“

Silberreiher am Nest in Niederdorf. Foto: E. Akkermann

Auch wenn der Silberreiher in Deutschland nun bereit seit mehr als 20 Jahren (bis auf die Monate Mai bis Juli) Jahresvogel ist und auch hier in Sachsen im Herbst Ansammlungen von bis zu 600 Vögeln in Fischteichgebieten keine große Seltenheit mehr sind, hat kein anderes deutsches Bundesland so viele Silberreiher wie Mecklenburg-Vorpommern, wo an mind. einem Schlafplatz Maximalzahlen von bis zu 1.600 Silberreihern nachgewiesen wurden. Daher war es vielleicht auch für Profis keine Überraschung, dass der erste deutsche Brutnachweis 2009 für die Art in Mecklenburg-Vorpommern, an der Ostsee, erbracht wurde. Aber für viele Vogelfreunde ist dieser Umstand noch immer noch recht unbekannt.

Unser Reisefreund Frank Vökler, ein bekannter Avifaunist und Vorstandsmitglied der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern OAMV, der die Kolonie betreut, kennt die Geschichte von Anfang an und hat für Bartmeise-Reisen den Verlauf der Besiedlung bis heute nachgezeichnet:

Seit 2005 nahm das Auftreten des Silberreihers in Mecklenburg-Vorpommern (MVP) wie auch in anderen Teilen Deutschlands, deutlich zu. Erstmals seit 2009 brütet die Art in MVP, in Niederhof bei Stralsund in der bekannten Graureiher- und Kormorankolonie. Die Silberreiher brüten hier inmitten der Graureiher teils auf den gleichen Nistbäumen (Rotbuchen). 2015 hatten sich bereits 12 Brutpaare angesiedelt, und in diesem Jahr habe ich bereits 32 Brutpaare mit Nest beobachten können. Die Reiher werden hier alljährlich von mir erfasst. 2015 brüteten auch zwei Paare im NSG „Große Rosin“ am Kummerower See auf Grauweidenbüschen, allerdings leider erfolglos. Zwar werden alljährlich auch weiterhin hier Vögel im Brutkleid festgestellt, eine Brut konnte seither allerdings nicht mehr festgestellt werden. Im NSG „Große Rosin“ sammeln sich alljährlich nach der Brutzeit Silberreiher, die im August/September Höchstzahlen erreichen (Ende Sept. 2015: max. 1.620 Exemplare). Daneben gibt es zahlreiche weitere Schlafplätze an verschiedenen Stellen in Mecklenburg-Vorpommern mit oft mehr als 300-500 Vögeln. Die Tabelle (oben) zeigt das jährliche Auftreten der Art in MVP.

Bartmeise-Reisen lädt seine Reisegäste (und gern auch solche, die es werden möchten) am 29./30. August 2020 zu zwei geführten Exkursionen in das NSG “Große Rosin“ am Kummerower See ein. Die wiedervernässten Polderflächen der Peene am Kummerower See haben sich in wenigen Jahren zu einem Vogelparadies der Sonderklasse entwickelt, welches in Deutschland einzigartig ist. Bruten der Weißbartseeschwalbe (2020 ca. 30 Paare, nach Unwetterereignis vermutlich erfolglos), 40-50 BP Trauerseeschwalbe, dazu Weißflügelseeschwalben zur Brutzeit anwesend, verdeutlichen die herausragende Qualität dieses Schutzgebietes. Der einzigartige Charakter dieser permanent unter Wasser stehenden Polder versetzt den Besucher in eine Art “deutsches Pantanal”. Diesen Eindruck hat unser brasilianischer Mitarbeiter, der Ornithologe und Biologe Adrian Eisen Rupp aus Santa Catarina in Südbrasilien, bei einem Besuch im Jahr 2018 mit den Worten auf den Punkt gebracht: „Es fehlen nur die Wasserschweine, ansonsten Pantanal pur!“

Unsere Exkursionen finden am Sonnabend und Sonntag 29./30. August 2020 statt. Erster Treffpunkt wird am Sonnabend, 29.08., um 17.00 Uhr in Aalbude (Ortsteil von 17159 Dargun) sein, zu einer Abendexkursion in das Gebiet, um Silberreiher am Schlafplatz und die weitere Vogelwelt zu beobachten. Und am Sonntagvormittag steht dann eine weitere gemeinsame Exkursion an, zu der es aus berufenem Munde von Frank Vökler auch viele Inforationen geben wird.

Da vermutlich auch noch Ende August gewisse Schutzmaßnahmen infolge der COVID-19-Pandemie zu beachten sein werden, muss die Teilnehmerzahl limitiert werden. Interessenten müssen sich daher bitte ab sofort verbindlich per Email an info@bartmeise.de anmelden (mit Name/Adresse/Geburtsdatum und Telefonnummer mobil). Und das bitte bis 30. Juli 2020. Der Unkostenbeitrag von 20,00 € pro Person ist nach Bestätigung der Anmeldung zu überweisen.

Details zum Ablauf, zu den genauen Treffpunkten etc., werden nach der Bestätigung der Anmeldung gegeben.

In der Gemeinde 17159 Dargun bzw. in der Umgebung des Kummerower Sees, zwischen Demmin und Malchow (Umkreis 20km) gibt es zahlreiche Pensionen, Hotels, Gasthöfe und Ferienwohnungen, die genutzt und von Jedermann nach Bedarf selbst gebucht werden können.

Hartmut Meyer

info@bartmeise.de

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Der Wiedehopf als neuer Brutvogel im Zschopautal bzw. im Ergebirgsvorland – eine Folge des Klimanwandels?

Der Wiedehopf als neuer Brutvogel im Zschopautal bzw. im Ergebirgsvorland – eine Folge des Klimanwandels?

Eine erfolgreiche Brut vom Wiedehopf (Eurasian Hoopoe) in Landkreis Mittelsachsen, in

einem Kleingarten in Ortslage im Zschopautal/Landkreis Mittelsachsen, bei der in diesen Tagen die flüggenJungvögel in einer Baumhöhle in einem alten Obstbaum gefüttert werden, stellt eine weitere neue Entwicklung in der sächsischen Vogelwelt dar. Zwar ist der Wiedehopf (Foto re.: F. Seifert) vor allem in den klimatisch begünstigten Heidegebieten in Ostsachsen (punktuell auch in Nordsachsen) ein regelmäßiger, wenn auch nicht häufiger Brutvogel auf Truppenübungsplätzen, in der Bergbaufolgelandschaft und in angrenzenden Dörfern, jedoch wurden in Sachsen bisher keine Bruten außerhalb der genannten Gebiete bekannt, schon gar nicht im Erzgebirgischen Becken und seinen Flusstälern bzw. im angrenzenden Erzgebirgsvorland im Landkreis Zwickau und im Chemnitzer Umland.

Vermutlich lässt die aktuelle Brut im Raum Kriebstein auf eine Entwicklung schließen, die im Zusammenhang mit den klimatischen Veränderungen zu sehen ist, auf die auch die derzeitige Ausbreitung der Art im sächsischen Elbtal zurückzuführen sein könnte. Nachdem es auch im angrenzenden Landkreis Zwickau aktuell Brutzeitbeobachtungen von der Art gibt, wurde in der vergangenen Woche per Zeitungsaufruf die interessierte Bevölkerung aufmerksam gemacht, nach der Art in Privatgärten etc., die bei Kartierungen bzw. Beobachtungsgängen nur schwer berührt werden können, zu achten. Erstaunlicherweise erbrachte dieser Presseaufruf konkrete Angaben zu mindestens vier seit Mai und bis jetzt besetzten Wiedehopf-Revieren: Zwei im Umland der Großstadt Chemnitz und zwei im Tal der Zwickauer Mulde im Landkreis Zwickau. In fast allen Fällen handelt es sich um ländliche, dörfliche Strukturen. Die Reviere befinden sich meist in der Umgebung von Bauerngehöften mit altem Baumbestand, mit offenen Schuppen, Holz- und Strohlagern, mit Viehhaltung (Schafe, Rinder) und mit Obstgärten. Auch wenn im Moment noch kein weiterer Brutnachweis (mit Jungvögeln) erbracht werden konnte, gelten die seit Wochen bestehenden Vorkommen als Revierpaare. Das stellt in der Tat eine bemerkenswerte Entwicklung dar, die vielleicht auch im Einklang mit einem seit diesem Jahr wieder leichten Anstieg von Großinsekten zu sehen ist. Zumindest bei der Brut in Mittelsachsen wurde beobachtet, dass die Altvögel viele Insekten, insbesondere Libellen und große Würmer, füttern. Foto: ruf. Wiedehopf jetzt im Juni in Niederlichtenau. Foto: privat.

Unser Aufruf an alle Beobachter in Sachsen außerhalb der bekannten Brutgebiete: Unbedingt auf die Anwesenheit dieser Vogelart, die bei erfolgreicher Brut jetzt im Juni flügge Jungvögel haben müsste, achten. Und das auch in den kommenden Jahren! Meldungen nimmt der Verein Sächsischer Ornithologen e.V. www.vso-web.de und hier Eberhard Flöter e_floeter@web.de gern entgegen. Mehr zur Art als Brutvogel in Deutschland bei Gedeon et. al (2014): “Altas Deutscher Brutvogelarten”, (Seiten 362/363). 

Der Wiedehopf ist bei unseren Reisen in Südeuropa, in Bulgarien und am Kerkinisee, ein häufiger Brutvogel und im Herbst auch regelmäßiger Durchzügler. Gerade im September bei unserer Reise zum Vogelzug am Schwarzen Meer in Bulgarien sollte dieser hübsche Vogel häufig als Durchzügler zu sehen sein.

Hartmut Meyer

Eine aktuelle Publikation zum Wiedehopf im südlichen Brandenburg aus “Die Vogelt” von Möckel & Raden finden Sie hier: Möckel_Raden_Wiedehopf_Südbrandenburg_Vogelwelt_042019

Startfoto: Wiedehopf als Durchzügler im Lkr. Zwickau. Foto: Jens Halbauer.
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Ungewöhnliches mehr aus unserer Vogelwelt: Was macht der Mauersegler als Brutvogel in einem Knorpelkirschaum?

Ungewöhnliches mehr aus unserer Vogelwelt: Was macht der Mauersegler als Brutvogel in einem Knorpelkirschaum?

Dass der Mauersegler (Common Swift) in grauer Vorzeit vermutlich ausschließlich in Baumhöhlen (und Felsen) gebrütet hat, lässt sich gut vermuten. Mindestens seit dem Menschen größere Behausungen bauen und bewohnen und die Industriekultur Einzug hielt, hat sich die Art dem Menschen eng als Gebäudebrüter angeschlossen. Und das wird ihr heutzutage leider allzu oft zum Verhängnis, da bei Gebäudesanierungen meist gezielt alle Hohlräume verschlossen werden. Ebenso wie beim Kleingärtner-Wahn, das Gras alle sechs Tage auf englischen Standard mähen zu müssen, siegt heute oft der Zwang, auch nur jede Ritze am Haus zu verschließen … um der EU-Norm XYZ irgendwie gerecht zu werden.

Ob die Entdeckung einer Mauerseglerbrut in einer Buntspechthöhle hier in der sächsischen Kleinstadt Hohenstein-Ernstthal eine Art „zurück zu den Wurzeln“ bei der Art ist, muss völlig offenbleiben. Schließlich gab es vor einigen Jahren auch noch eine kleine Baumbrüterkolonie in großen Bäumen in Mitteldeutschland (Literatur dazu siehe unten), wohl als Relikt aus der früheren Zeit. Ersatzmaßnahmen wie das Aufstellen von Mauersegler-Laternen, wie hier im Bild (unten) in Oberlungwitz, führen, wenn der Standort optimal ist, meist zu einem guten Erfolg und helfen der Art auch.

Dass sich der Mauersegler im zweiten Jahr in Folge in einer Buntspechthöhle in ca. 4 Meter Höhe in einem Kirschbaum in einem innerstädtischen Hausgarten seine Kinderstube eingerichtet hat, ist jedoch absolut ungewöhnlich! Weder in der regionalen sächsischen Literatur noch in den neuzeitlichen Datensammlung beim Verein Sächsischer Ornithologen e.V. bzw. beim Landesamt für Umwelt und Geologie (SMUL) ist je ein derartiger Brutplatz bekannt bekannt geworden!

Dieser Fund in westsächsischen Kleinstadt Hohenstein-Ernstthal am Rande des Erzgebirges reiht sich also ein in die anhaltenden Veränderungen, die unsere heimische Vogelwelt derzeit permanent erfährt.

Noch am Montag (13.07.) hat das Paar seine Jungvögel im Kirschbaum gefüttert. Andreas Kretschel gelangen die hier gezeigten ungewöhnlichen Bilder. Und wenn am 30. Juli die Masse der Mauersegler in den Süden Afrikas aufbricht dann könnten vielleicht „zwei Jungvögel davon berichten, dass sie nicht in einem schnöden Mauerloch, sondern einem gut gepflegten Knorpelkirschenbaum das Licht der Welt erblickt haben.“

Ein großes Dankeschön gilt der Familie Schenk aus Hohenstein-Ernsttahl, die den Brutplatz in ihrem Garten 2019 entdeckten und das Umweltamt des Landkreises darüber informierten! Außerdem hat die Familie bei der Sanierung ihres Hauses im Dachbereich weitere Brutplätze für die Art geschaffen, die auch genutzt werden.

Bei unserer Reise im September in die Savannen Ostafrikas, nach Kenia, haben wir – vor Mai 2021 –  wieder Chancen, „unsere“ Mauersegler zu sehen. Vielleicht sogar die Kirschbaum-Brüter? Aber das bleibt ein Geheimnis. Unsere Reise nach Kenia in die Masai Mara zur großen Tierwanderung kann nach heutigem Kenntnisstand durchgeführt werden. Noch sind vier Plätze verfügbar.

Mauersegler_baumbr._Vogelwelt2004

Mauersegler_VogeldesJahres203_OrniKalender_BNicolai

Hartmut Meyer

Alle Fotos: Pressefotograf Andreas Kretschel

 

Mausersegler-Brutkolonie (mind. 12 BP) in der Mauersegler-Laterne in 09358 Oberlungwitz, Abteistraße.

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Die Geschichte vom weißen Rehbock aus dem Hirschgrund – deutschland- und weltweit in der Presse

Die Geschichte vom weißen Rehbock aus dem Hirschgrund – deutschland- und weltweit in der Presse

Bei einer unserer Beringungsaktionen im Rahmen eines Greifvogelmonitoring-Programmes im Landkreis Zwickau in den vergangenen Tagen im Gebiet um die Stadt Hohenstein-Ernstthal war auch

Beringer D. Kronbach (re.) und Helfer O. Günther bei der Beringung junger Rotmilane. Foto: A. Kretschel

unser Freund und Pressefotograf, Andreas Kretschel, mittlerweile ein anerkannter Tierfotograf, dabei. Während im „Hirschgrund“ zwei kräftige junge Rotmilane ihre Vogelwarten-Ringe erhielten (Foto li.: A. Kretschel), kamen Andreas seine Erlebnisse mit einem weißen Rehbock ins Gedächtnis. „Hier, genau hier auf den angrenzenden Feldern, habe ich 2008 den weißen Rehbock fotografiert. Das war der Anfang der Tierfotografie bei mir, und bis heute bin ich dabeigeblieben“, meint Andreas. Er konnte sich gut an die 12 Jahre zurückliegenden Ereignisse erinnern. Von einem Jagdpächter bekam er im Herbst 2007 Kenntnis davon, dass sich hier auf den Feldern ein „Albino-Reh“ aufhalten würde. Nach entsprechender Vorbereitung war es dann im Frühjahr 2008 soweit. „Nächtelang habe ich gewartet, um das Tier vor meine Kamera zu bekommen … und dann, nach einer weiteren kalten Mai-Nacht ohne Schlaf war er da, der weiße Rehbock im blühenden Raps“, schwärmt Andreas. Danach habe ich das Tier, ein Bock, noch mehrfach gesehen, bis in das Jahr 2009 hinein.

Junge Rotmilane im Nest. Foto: M. Liebschner.

Nachdem seine Fotos in der großen sächsischen Tageszeitung „Freie Presse“ und anderen lokalen Medien für Aufsehen sorgten, gingen die Bilder auch deutschlandweit in verschiedene Printmedien ein. Die Aufmerksamkeit war riesig, denn ein komplett weißes Reh (Albino) ist äußerst selten und gute Bilder gibt es fast keine. Die Spitzen der sächsischen Jägerschaft waren der Meinung, dass so ein abnormales Tier nicht in die Natur und abgeschossen gehöre … und so machte der Albino-Rehbock auch kontrovers Schlagzeilen in der Boulevardpresse, was wiederum Pressenagenturen auf den Plan rief. Nachdem eine internationale Agentur den weißen Rehbock aus Westsachsen in ihre Bild-Datenbank aufgenommen hatte, druckten sogar Zeitungen außerhalb Europas die Bilder ab. Nachweislich erschienen diese Fotos von Andreas Kretschel z.B. in den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Zeitungen, und erfreuten die Jagd-wütigen Scheichs.

Über das Schicksal des hübschen Tieres, dem die Boulevardpresse den Namen “Schneeweißchen” gab, ist indes nichts bekannt. Der hiesige Jagdpächter hatte versprochen, dem Tier kein Haar zu krümmen. Nach knapp zwei Jahren verschwand das Reh aus dem “Hirschgrund” und wurde nie wieder gesehen. Ob der Bock dennoch als Trophäe in einem Jagdzimmer verstaubt, ob er im Kochtopf verschwand oder aber am Straßenrand sein Leben als Verkehrsopfer verlor, ist unbekannt. Einige Jahre später wurde etwa 60 Kilometer weiter in Mittelsachsen ein weißes Reh gesehen. Zusammenhänge mit dem weißen Rehbock aus dem „Hirschgrund“ erschienen nach so langer Zeit aber eher unwahrscheinlich.

Ungewöhnliche Erlebnisse mit Vögeln und vielen anderen Tieren bieten unsere Bartmeise-Reisen in alle Welt immer. Neu im Programm Ende Oktober ist wieder eine Kurz-Reise in des fantastische Naturparadies Kerkinisee in Nordgriechenland, wo wir bei einer unserer letzten Reisen eine schwimmende Wildkatze beobachten und fotografieren konnten. Und ebenfalls neu im Programm ist eine Reise nach Nordwest-Argentinien zu den Vogel- und Tierwelt von der Puna bis zur Yungas am Ostabfall der gewaltigen Anden. 

Hartmut Meyer

Alle Fotos urheberrechtlich geschützt! Pressefotograf: Andreas Kretschel
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Jungvogelzeit beim “fliegenden Edelstein” – afrikanische Eisvögel im September im Programm

Jungvogelzeit beim “fliegenden Edelstein” – afrikanische Eisvögel im September im Programm

Nachdem der Eisvogel (Alcedo atthias; Common Kingfisher) der „fliegende Edelstein“ Europas, nach

Junge Eisvögel nach dem Ausfliegen am Lungwitzbach/Lkr. Zwickau. Fotos: Andreas Kretschel

einigen milden Wintern in Folge, die kaum Verluste an Altvögeln forderten, hier in Südwestsachsen aktuell recht hohe Siedlungsdichten aufweist, ist es jetzt wieder soweit: In geeigneten Lebensräumen der Art sind in diesen Tagen die Jungvögel ausgeflogen. Entlang der Flussläufe insbesondere der Mulde, der Zschopau, der Chemnitz aber auch an kleineren Bachläufen sowie an Teichen und Stauseen kann die Art beim Füttern der Jungen beobachtet werden. Diese sind nach dem Ausfliegen zwar sofort selbstständig und können selbst jagen, sitzen aber oft noch gemeinsam knapp über dem Wasser im Ufergebüsch oder Wurzeltellern und warten auf Futter. Oft sind die Männchen der hoch territorialen Art damit beschäftigt, den Nachwuchs noch einige Tage bei Laune zu halten, während die Weibchen bereits wieder ein Gelege gezeitigt haben. Einige Tage nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel dann auch gezielt aus den Revieren der Elterntiere vertrieben.

Wer jetzt mit offenen Augen in der Natur unterwegs ist und seine Ohren spitzt, der kann die markanten Bettelrufe der Jungvögel und die hohen „tjiii“-Rufe der Altvögel unverkennbar vernehmen, und mit etwas Geschick auch solche Szenen, wie von Andreas Kretschel (Pressefotograf) festgehalten, entdecken und beobachten.

Während unserer nächsten Reise ins ostafrikanische Kenia im September stehen auch die dortigen Eisvögel, Verwandte unserer europäischen Art, im Programm. In Kenia können bis zu 12 Arten erwartet werden, wobei unsere Reiseroute die Lebensräume von mindestens acht (8) Arten berührt. Noch sind einige Plätze für unsere Reise zu den Naturwundern im Großen Afrikanischen Grabenbruch (10. bis 25.09.2020) risikofrei buchbar.

Hartmut Meyer

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