Vortrag:  „Birds, Wildlife and Nature of  Nepal“ am 06. September in Reichenbach

Vortrag:  „Birds, Wildlife and Nature of  Nepal“ am 06. September in Reichenbach

Zu diesem besonderen Vortrag  laden wir im Rahmen der monatlichen Regionaltreffen Chemnitz des Vereins Sächsischer Ornithologen e.V. am kommenden Dienstag, 6. September 2016, um 19.30 Uhr in Beierleins Landgasthaus und Hotel http://www.beierleins.de in im Callenberger Ortsteil Reichenbach bei Hohenstein-Ernstthal ein.

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Som Gharti Chhetri. Foto: privat

Der nepalesische Ornithologe, Birdguide und Naturfotograf Som  Gharti  Chhetri, der im Rahmen einer internationalen Konferenz http://www.BirdNumbers2016.de einige Tage in Deutschland zu Besuch sein wird, stellt die außergewöhnliche Vogelwelt und grandiose Natur des Himalaya-Landes in Bildern vor. Er spricht aber auch über die Folgen des schweren Erdbebens und die Auswirkungen auf die Menschen. Mit seinem Vortrag wird er zudem auf die enorme Bedrohung der Natur und der Tierwelt infolge von Abholzung und illegaler Tötung der letzten Tiger,  die im 21. Jahrhundert immer noch von am Medizin-Märchen glaubenden Menschen gewildert werden, hinweisen. Der Vortrag soll auch eine Einführung in eine vogel-und naturkundliche Bartmeise-Reise sein, die Som  Chhetri  vom 7. bis 22. März 2017 in Nepal führen wird. Der Vortrag in englischer Sprache wird ins Deutsche übersetzt. Alle Interessenten sind zum Vortrag, der kostenfrei ist, herzlich eingeladen. Um eine Spende wird aber gebeten.

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Kupferschmid_Bartvogel. Foto: Som Ghharti.

Presentation:  ‘Birds, Wildlife and Nature of Nepal’ on Tuesday in Reichenbach
All are invited to attend this special presentation, which will take place at the next monthly regional meeting of the Saxon Ornithologists’ Society Chemnitz at 7.30 p.m. on Tuesday the 6th of September, in Beierlein’s Landgasthaus and Hotel in the Callenberg suburb of Reichenbach near Hohenstein-Ernstthal. Som Gharti Chhetri, the Nepalese ornithologist, bird guide and nature photographer, who is visiting Germany for a few days for an international conference, will present in photographs the extraordinary bird world and grandiose nature of the Himalayan countryside. He will also talk about the consequences of the severe earthquakes and their effects on the Nepalese people. In addition, he will discuss the enormous threat to nature of deforestation and the illegal slaughter of the last tigers, which are still hunted in the 21st Century by those who believe in the mythical medicinal powers of tiger parts.The presentation also serves as an introduction to a Bartmeise Tours birding and nature expedition to Nepal from 8th to 22nd March 2017, which will be led by Som Chhetri. The presentation is in English with simultaneous translation into German.

All are heartily invited to attend the presentation. Entrance is free, but a donation would be greatly appreciated. http://www.facebook.com/Bartmeise

 

 

Reisgäste von Kolumbien und seiner Vogelwelt begeistert – neue Reise im November!

Reisgäste von Kolumbien und seiner Vogelwelt begeistert – neue Reise im November!

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Der Anden-Felsenhahn (englisch: ‘Andean cock-of-the-rock’) ist einer der schönster Vögel der Anden und zugleich das Symbol der kolumbianischen Vogelwelt. Alle drei Fotos hier vom Juli 2016, Autor: Rainer Mönke.

Anfang August ging die erst Bartmeise-Reisen nach Kolumbien in die mitteleren Anden zu Ende. Ziel der Reise galt insbesondere die Vogelwelt der Choco-Region (ein Hotspot der Biodiversität) und den zahlreichen Endemiten dort. Die Reise in das Land mit über 1.000 Vogelarten war ein voller Erfolg. Die Gruppe konnte in 14 Tagen um die 370 Arten, darunter zahlreiche seltene Endemiten, beobachten.

Rainer Mönke, Reiseteilnehmer, äußert sich wie folgt zu dieser Reise:

Insgesamt hat die Reise perfekt und völlig ohne Probleme geklappt. Der Guide Jose ist ein exellenter Stimmenkenner und hat ein sehr gutes Auge. Er wusste genau, wo welche Arten zu erwarten sind … Unser Fahrer war ebenfalls ein sehr angenehmer Mensch, hatte auch immer sein Fernglas dabei und beobachtete mit uns zusammen. Jedenfalls bemühten sich beide sehr, es uns in jeder Beziehung so angenehm wie möglich zu machen …
Die vielgestaltige Landschaft der Anden und die abwechlungsreiche Vegetation bis in 4.200m Höhe haben uns ebenfalls begeistert. Die Vogelwelt ist natürlich sowohl nach Arten- als auch nach Individuenzahl einmalig. Vor allem die Vielfalt der Tangaren und Kolibris ist sehr beeindruckend. Wir konnten fast 370 Arten, darunter viele seltene Endemiten, beobachten. Die Unterkünfte waren fast immer sehr gut und überall trafen wir nur auf nette, freundliche Menschen. Für mich insgesamt eine meiner besten Reisen überhaupt!”
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Rainer Mönke ist Autor der hier gezeigten drei Fotos vom Anden-Felsenhahn. Und dazu schreibt er weiter: “Den Felsenhahn werdet ihr im November sicher auch sehen, ich hätte nicht gedacht, dass die Art so vertraut ist und man auf ca. 4-5 m herankommt. Jose meinte, das auch der November ein sehr guter Monat für die Vögel sei, da dann noch weitere Arten (auch aus Nordamerika) zu erwarten seien. Bedeckt, nebelig, trübe und manchmal regnerisch war es bei uns auch öfter. Allerdings zeigten die Vögel dann die meiste Aktivität.”
Hartmut Meyer
Abreise in die Pripjat-Sümpfe nach Weißrussland

Abreise in die Pripjat-Sümpfe nach Weißrussland

Zu einer nicht alltäglichen und ganz sicher spannenden ornithologischen Reise in den Pripjat-Nationalpark nach Weißrussland (Belarus) ist heute Mittag eine Bartmeise-Reisegruppe nach Minsk aufgebrochen. In den nächsten acht Tagen stehen die für ihren Artenreichtum bekannten riesigen und teilweise unberührten Sümpfe am Pripjat sowie das Sporovo- und Vygonoschansky-Reservat im Blickpunkt der 10 deutschen Vogelkundler. Die größten europäischen Sumpflandschaften sind Heimat seltenster europäischer Brutvögel wie Zwergsäger, Doppelschnepfe, Terekwasserläufer, Schelladler und Lasurmeise sowie dem Symbol der unberührten weißrussischen Natur, dem Seggenrohrsänger.

 

 

Reisebericht Griechenland: Krauskopfpelikane und Zwerggänse am Kerkinisee

Reisebericht Griechenland: Krauskopfpelikane und Zwerggänse am Kerkinisee

Reisebericht über die Reise an den Kerkinisee/Griechenland vom 22. bis 27.02.2016

22.02.2016 – Anreise nach Griechland:

Krauskopfpelikane im Brutkleid auf dem Kerkinisee. Foto 2015 A. Schonert.

Mit reichlich Rückenwind erreicht unsere erste Reisegruppe 2016 aus Berlin-Schönefeld wie üblich mit easyJet kommend nach zwei Stunden Flugzeit die nordgriechische Metropole Thessaloniki. Unser griechischer Bird-Guide, George, holt uns ab und wir fahren in ein ländliches Randgebiet der Stadt, um noch etwas Zeit bis zur Ankunft eines weiteren Reisegastes aus München zu überbrücken. Der Olymp, mit knapp 3.000 mNN Griechenlands höchstes Gebirge, leucht Schnee bedeckt im Westen in der Nachmittagssonne. Das kleine Feuchtgebiet erreichen wir zwar nicht mehr, dafür entdecken wir aber Hunderte Schwarzkopfmöwen, die offenbar gerade aus den Winterquartieren angekommen sind. Die Vögel, die gerade ins Brutkleid mausern, können bei der Jagd nach Insekten über Wiesen und Felder beobachtet werden. Gegen 13.30 Uhr holen wir unseren letzten  Reisegast am Flughafen ab und es geht auf direktem Weg an den Kerkinisee. Etwa nach einer Stunde Fahrtzeit sind die rund 70 km geschafft und wir fahren gleich zu Fischer Thomas, um nach den Krauskopfpelikanen zu schauen. Dort halten sich an diesem Nachmittag aber nur wenige immature Vögel auf, da die adulten bereits mit dem Brutgeschäft – die Eiablage hat wohl schon begonnen – beschäftigt sind.  Das späte Nachmittagslicht dieses wunderbaren Frühlingstages mit +18°C und völliger Windstille erlaubt noch einen Besuch auf dem Westdamm des Sees. Dort lassen sich zwei verschiedene Schelladler gut beobachten. Der See hat noch den für das Frühjahr typischen äußerst niedrigen Wasserstand und auf den weiten Schlammflächen können bis zu 15 Zwergschwäne unter Flamingos, Löfflern und Silberreiher, zahlreichen Entenarten, Kormoranen und Zwergscharben sowie diversen anderen Rast- und Brutvögeln ausgemacht werden. Nach diesem ersten Eindruck fahren wir nach Chrysohorafa und checken in unserem kleinen  Hotel ein. Nikos, Ornithologe und Hotelier,  begrüßt wie immer herzlich alle Gäste, und anschließend wartet im Restaurant schräg gegenüber ein üppiges Abendessen, mit dem der Anreisetag endet.

23.02.2016 – 1. Beobachtungstag:

Ausschnitt aus einem Art reinen Trupp von 84 Zwerggänsen am Kerkinisee. Foto: 23.02.2016 G. Spiridakis.

Ausschnitt aus einem Art reinen Trupp von 84 Zwerggänsen am Kerkinisee. Foto: 23.02.2016 G. Spiridakis.

Die Wettervorschau trifft erneut zu 100 Prozent zu: Ein weiterer Frühlingstag am See mit Temperaturen wieder um die 18-20°C und völlig windstillem Wetter wartet. Gleich nach dem Frühstück haben wir Eile und wollen vom Westdamm aus versuchen, die bis gestern Morgen am See noch zu beobachtenden skandinavischen Zwerggänse zu sehen. Es wurden in diesem Jahr mit 118 Vögeln die höchste Individuenzahl  bisher in diesem EU-Life-Projekt für die vom Aussterben bedrohte Vogelart festgestellt.  Auch ihr Aufenthalt am See ist offenbar länger als sonst, denn als spätester Heimzugtermin galt bisher immer der 20.02. Und tatsächlich, wir haben Glück: Nachdem die schon kraftvolle Sonne den Morgennebel durchbrochen hatte, konnten wir bis zu 84 Individuen in einem Art reinen Trupp über eine Stunde lang und unter besten Bedingungen sowie aus geringer Entfernung beobachten (und fotografieren), bevor die gesamte Gruppe abflog. Eich echter Höhepunkt, der nicht jedes Jahrs so zu erleben ist!

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Schelladler am Kerkinisee. Foto 2015 B. Möckel.

Bis zum fünf verschiedene Schelladler ließen sich heute sehen, der Seeadler und eine männliche Kornweihe kreuzten die schon besetzen Kormorankolonien im schwimmenden Wald. Zahlreiche Wasservögel, nordische und südlichen Arten bunt gemischt wie in diesem Nationalpark üblich, wurden entdeckt.  Zilpzalpe und Seidensänger singen, und ein erster Schwarzstorch stand zwischen RosaflamingosLöfflern, Rost- und Brandgänsen sowie Pfeif- und Spießenten. Sogar eine Gruppe von um die 15 Rosapelikanen war schon zeitig aus dem Winterquartier zurück und ergänzte die mehreren Hundert Krauskopfpelikane.

Grauspecht an Telefonmast. Foto 23.02.2016 G. Spiridakis.

Nach einer gemütlichen Mittagsrast in der historischen Bahnhofskneipe von Vironia am südlichen Seeende, die aufgrund der milden Frühlingstemperaturen im Freien stattfinden konnte, ging es weiter zum Beobachten in den nahen Steinbruch.  Zippammern waren sehr aktiv und  ein Paar Felsenkleiber sang am Nest. Kurzzeitig waren Rufe vom Uhu zu vernehmen. Zwei adulte Steinadler, vermutlich ein Brutpaar, kreiste über anhaltend über den Bellis-Bergen auf rund 2.000 m Höhe. Ein Grauspecht war äußerst fotogen und lies sich aus nächster Nähe betrachten. Der Blick über den Strymonas-Fluss, der den Kerkinisee speist, ist von hier oben aus immer wieder ein Erlebnis.

Bei einem kurzen Stopp in Mandraki konnten die Krauskopfpelikan-Brutkolonien, die „voll“ besetzt schienen, gut eingesehen werden. Auch eine im Vorjahr dort neu aufgeschüttete große Steininsel scheint besetzt zu sein. Vielleicht werden es ja in diesem Jahr sogar schon wieder mehr als 120 Brutpaare sein? Als weitere Rastvögel konnte hier noch eine Gruppe von Blässgänsen und um die 27 Kraniche festgestellt werden. Die ersten Säbelschnäbler arbeiteten sich durch die Schlammflächen und verschiedene weitere neue Wasservogelarten konnten der Tagesliste hinzu gefügt werden.  Der Blutspecht, ein hier üblicher Brutvogel, rief und in den bereits  blühenden Weiden summten die Bienen den Frühling in Zentralmakedonien ein. Auf der Rückfahrt durch die Dörfer an der Ostseite des  Sees entdeckten wir sich sonnende Steinkäuze im Abendlicht. Von einem der neuen Beobachtungstürme aus bot sich ein imposanter Blick auf eine große Gruppe gemeinsam fischender Krauskopfpelikane, begleitet von den üblichen Kormoranen und Möwen. Damit ging ein langer und schöner erster Beobachtungstag zu Ende.  Im Hotel wartete kur nach unserer Rückkehr schon unser Abendessen, Haus gemachtem Mousaka und vielen leckeren griechischiche Salate.

24.02.2016 – 2. Beobachtungstag: Hier in den zentralmazedonischen Dörfern dürfen die Hähne noch das machen, was sie seit Menschengedenken

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Trupp von über 1.500 Weidensperlingen in einem Getreidefeld. Foto: G. Spiridakis

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Weidensperlinge und Grauammern. Foto 24.02.2016 G. Spiridakis.

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ad. Weidensperling. Foto 24.02.2016 G. Spiridakis

tun: nämlich kräftig krähen, und das ab ca. 4.00 Uhr morgens, und um die Wette. Dazu bellen die Hunde und ein offenbar noch einsam gebliebener Steinkauz ruft die ganze Nacht am Limneo-Hotel. Der heute trübe Morgen, das Wetter ist bedeckt und es sind Regenschauer zu erwarten, wird aber wieder vom Konzert der Türkentauben eröffnet, die defacto an jedem Haus in jeder Himmelsrichtung ein Brutpaar haben. Eine Amsel, die hier in der Region scheuer Waldvogel ist, hätte keine Chance gehört zu werden. Ihr Gesang würde im Morgenkonzert der Türkentauben völlig untergehen. Nach dem Frühstück fahren wir heute die rund 70 Kilometer in Richtung Thessaloniki, denn im Beobachtungsprogramm stehen die Kolochori-Lagunen, die früheren Salinen von Thessaloniki. Dort präsentieren sich Rosaflamingos im schönsten Brutkleid und der Jahreszeit entsprechend zahlreiche Wasser- und Watvögel.  Erneut fallen Hunderte von Schwarzkopfmöwen auf, die gerade aus den Winterquartieren eintreffen, sich hier an der Küste sammeln um endgültig ins Brutkleid zu mausen, bevor sie ihre Brutplätze aufsuchen. Wiesenpieper und Buchfinken sind auf dem Heimzug und auch der Wasserpieper wird gesehen. Schwarzhalstaucher, Mittelsäger, Zwergscharben und viele Mittelmeermöwen beleben die Küste. Nach dem Mittagslunch fahren wir heute einige Kilometer westlich zum “Axios-Loudias-Aliakmonas-Nationalpark”, ein Flussdeltagebiet am Meer. Hier in diesen Wetlands kann man erahnen, welche Bedeutung dieses Gebiet als Brutplatz z.B.  für Seeregenpfeifer und die südlichen Reiherarten, die aber noch nicht an ihren Brutplätzen angekommen sind, hat.  Die Zufahrt ins das Delta führt durch kleinbäuerlich strukturierte Getreidefelder, deren Ernterste sowie Stoppeln vom letzten Herbst Körnerfressern noch Nahrung bieten. Und so sind sind diese hier auch in großer Anzahl zu finden: Tausende Grauammern, die in großen Trupps auf den Leitungsdrähten im Straßenrand sitzen. Ein für heutige Verhältnisse riesiger Sperlingsschwarm erregt unsere Aufmerksamkeit! Es sind Weidensperlinge, die wie Stare immer wieder aus der Deckung eines mit Brombeeren und Gebüsch bestandenen Feldrains in die Getreidefelder einfliegen. 1.000, 1.500 oder mehr Vögel … an dieser einen Stelle!  Die Flugmanöver dieser Schwarmvögel sind einfach faszinierend. Am späten Nachmittag fahren wir zurück an den Kerkinisee. Das Abendessen wartet im Restaurant.

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Krauskopfpelikan im Brutkleid. Foto 2015 A. Schonert.

25.02.2016 – 3. Beobachtungstag: Heute ist unsere Krauskopfpelikan-Tag. Nach dem Frühstück im Limneo-Hotel stoppen wir kurz im Xiropotamus-Flusstal. Hier können wir die Zaunammer als neue Art für unsere Tour beobachten. Dann geht es weiter zu den Fischern, die bereits auf unser warten. Mit einem kleinen Fischerkahn, gesteuert von Nikos, unserem Hotelier, fahren wir zu den etwas weiter draußen schon auf der Lauer liegenden Krauskopfpelikanen. Die Vögel wissen genau, dass sich ihnen morgens, wenn die Fischer ihre Reusen einholen,  leichte Beute bietet. Doch der aktuell noch mildere Winter als der vorangegangene hat wohl mit dafür gesorgt, dass die Pelikane in diesem Jahr noch etwas früher als 2015 mit der Brutzeit begonnen haben. Und so ist die Schar der Pelikane,  die Lust auf unseren Fisch hat, eher überschaubar. Die Brutpaare sitzen bereits auf bzw. an ihren Nestern in den Brutkolonien.  Und viele der immaturen Vögel sind doch recht scheu und halten eher einen gehörigen Sicherheitsabstand zu den Booten ein. Aber dennoch, eine Gruppe Pelikane  kann der leichten Beute nicht widerstehen und kommt sofort näher und bedient sich des mitgebrachten Fischs. Es ist immer wieder beeindruckend, die großen Vögel, noch dazu in dieser Jahreszeit, in der sich die Altvögel mit den

Quartier für alle Bartmeise-Reisegruppen im Nationalpark Kerkinisee ist das kleine Hotel „Limneo“ im Dorf Chrysochorafa. In den acht schönen Zimmern mit Bad/Dusche, Kamin, Klimaanlage, Balkon fühlen sich die Gäste stets sehr wohl. Der Inhaber, Nikos Gallios, ist selber Ornithologe und hilft bei allen Aktivitäten. Foto: H. Meyer.

Quartier für alle Bartmeise-Reisegruppen im Nationalpark Kerkinisee ist das kleine Hotel „Limneo“ im Dorf Chrysochorafa. In den acht schönen Zimmern mit Bad/Dusche, Kamin, Klimaanlage, Balkon fühlen sich die Gäste stets sehr wohl. Der Inhaber, Nikos Gallios, ist selber Ornithologe und hilft bei allen Aktivitäten. Foto: H. Meyer.

leuchtend rot-orangen Kehlsäcken und der witzigen Federhaube schmücken, aus geringer Entfernung beobachten zu können. Das gelingt schließlich hier am Kerkinisee am besten, denn die großen Vögel sind in diesem griechischen Nationalpark die Stars. Fischer und Fischfresser leben hier einträchtig zusammen und Jagd ist nicht erlaubt. Das ist sicher auch ein Grund dafür, warum es jedes Jahr zahlreiche Ornithologen und Vogelfotografen vom Kontinent und weit darüber hinaus an diesen See in die nordgriechische Provinz Makedonien zieht, die noch dazu eine reizvolle Landschaft eingebettet in die Berge des Balkan bietet.

Nachmittgas exkursieren wir an der Westseite des Sees und können weitere neue Arten für die Reise entdecken. Von einem Naturdenkmal aus, den angeblich 800-jährigen Platanen von Mandraki, bietet sich nochmals ein Blick auf das grandiose Flussdelta des Strymonas, der hier den Kerkinisee aufstaut. Dann wartet schon ein frühes Abendessen in Vironia auf uns ehe es zurück ins Hotel geht. …

(Auszug)

Hartmut Meyer

 

Reisebericht Costa Rica: Unterwegs zwischen Bergen und Meer im Kolibriland

Reisebericht Costa Rica: Unterwegs zwischen Bergen und Meer im Kolibriland

Reisebericht über die Reise nach Costa Rica vom 31. Oktober bis 13. November 2015

Reiseleiter: Steven Easley und Knut Eisermann

Diese 12-tägige Bartmeise-Reise durch Costa Rica war eine hervorragende Einführung in die Vogelwelt der Neotropis, bei der viele Vertreter ausschließlich in diesem Faunenreich vorkommender Vogelfamilien beobachtet wurden, wie Tangaren, Motmots, Tukane, Hokkohühner, Kolibris, Baumsteiger, Naschvögel, Kotingas, und Ameisenvögel. Spektakuläre Arten wie Papageien und Trogone, inkl. des Quetzals, haben nicht gefehlt. Auch viele endemische Arten der Berge Costa Ricas und des westlichen Panamas wurden beobachtet. Bequeme Lodges und Hotels, meist kurze Fahrten zwischen den Beobachtungsgebieten, sowie viele Beobachtungsstopps auf den Fahrten haben zum allgemeinen Komfort dieser Reise beigetragen. Futterstellen an mehreren Lodges boten die Möglichkeit, viele Arten auch aus der Nähe zu beobachten und zu fotografieren. Das Interesse der Reisegruppe war nicht nur auf Vögel konzentriert. Auch die vor allem botanisch Interessierten Reiseteilnehmer kamen bei dieser Beobachtungsreise durch Regen-, Nebel- und Trockenwälder, Mangroven, Hochgebirgspampas, und Tieflandssümpfe auf ihre Kosten.

Titelfoto: Schneekappen-Kolibri. Foto: Eashley.

Die nächste Bartmeise-Reise nach Costa Rica findet im Februar 2021 statt.

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Beitragsbild: Unsere Reisegruppe vor dem Vulkan Arenal. Im Foto von links nach recht: Knut Eisermann (Reiseleiter), Dr. Marcel Baumgartner, Dr. Marlies und Peter Voser, Hartmut Meyer (CEO Bartmeise-Reisen), Valerio Sala, Dr. Rolf Steffens und Steven Easly (Reiseleiter Cost Rica Gateway). 
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