3. Gänsesäger-Brut in der Rochsburg – erstmals Weg/Zeit der Jungvögel per Video und im Foto dokumentiert

3. Gänsesäger-Brut in der Rochsburg – erstmals Weg/Zeit der Jungvögel per Video und im Foto dokumentiert

Gänsesäger-Brutplatz in einem Dohlen-Nistkasten in der Rochsburg. H. Meyer

Zum dritten Mail in Folge brütete 2021 der Gänsesäger erfolgreich in einem Dohlen-Nistkasten in der historischen Rochsburg im Landkreis Mittelsachsen. In den vergangenen zwei Jahren, insbesondere aber heuer durch einen glücklichen Zufall, konnten einige interessante Fakten zum Verhalten der Vögel nach dem Schlupf und nach dem Ausfliegen dokumentiert werden. Der hinter ein Fenster eingebaute Nistkasten erlaubt durch einen Spalt Einblicke nach innen, ohne die Vögel zu stören (Foto li. J. Voigt). So sieht man schon zwei Tage vor dem Ausfliegen die ersten geschlüpften Jungvögel, die auf die anderen warten müssen.

Mit dem letzten geschlüpften Jungvogel ist es dann so weit. Das Weibchen lockt ihren Nachwuchs ins Freie. Die frisch geschlüpften Pulli springen dann ca. 25 Meter nach unten. Am Fuße der Burg wurde am 27. April 2021 genau um 11.18. dieses Video (unten 1, R. Dietze) aufgenommen. Es zeigt mind. 10 Jungvögel dieser Brut sind schadenfrei am Boden gelandet und auf dem Weg durch die Vegetation zur ca. 100 Meter entfernten Zwickauer Mulde. Das Weibchen fliegt in dieser Zeit offensichtlich rufend an der Burg vorbei bzw. über die Bäume in Richtung Flusslauf.

Gänsesäger-Familie nach dem Ausfliegen auf der Zwickauer Mulde. Foto: Roberto Cabo

In diesem Jahr war zufällig der Ornithologe Roberto Cabo (Chemnitz), genau an diesem Tag, am 27. April,  rund 500 Meter weiter flussaufwärts auf einer vogelkundlichen Wanderung an der Zwickauer Mulde unterwegs – und hatte zum Glück seine Kamera dabei! Im gelangen ab 12.08 Uhr die beiden Fotos (Startfoto und das Video 2 – unten) von der Gänsesäger-Familie. Video und Fotos erlauben die Feststellung, dass die Jungvögel nach dem Sprung in die Tiefe innerhalb von nur 50 Minuten nicht nur den Flusslauf erreicht hatten, sondern bereits mindestens 540 Meter flussaufwärts geschwommen waren.

Historie: Nach jahrelangem Brutverdacht gelang 2018 der erste sichere Brutnachweis für den Gänsesäger am Flusslauf der Zwickauer Mulde im Erzgebirgischen Becken im Landkreis Mittelsachsen. Bei der Kontrolle von Dohlen-Nistkästen wurde am 24. April 2018 ein bebrütetes Gänsesäger-Gelege mit 11 Eiern statt einer Dohlenbrut festgestellt. In den Jahren zuvor konnten zahlreiche Puzzle-Teile für begründeten Brutverdacht – wie z.B. späte Aufenthalte von adulten Gänsesägern bis Anfang Mai, mehrmals bereits flugfähige Junge mit je einem Weibchen im zeitigen Juli, ein kleine Junge (pull.) führendes Weibchen im Mai an der benachbarten Zschopau vor zwei Jahren und in diesem Jahr Anfang April Balz und Kopula einer Gruppe Gänsesägern auf der Zwickauer Mulde nicht weit vom jetzigen Brutplatz entfernt – zusammengetragen und auch fotografisch festgehalten werden.

Mittlerweile ist die Art auch in Sachsen in Ausbreitung begriffen und brütet sogar an der Elbe in der Landeshauptstadt Dresden. Auf der Südseite des Erzgebirges hat der Gänsesäger den Eger-Fluss in Tschechien bereits seit einigen Jahren als Brutplatz entdeckt. Nun ist die Art auch am Nordrand des Erzgebirges im Flusssystem Mulde/Zschopau als Brutvogel angekommen.

Weg und Zeit der Gänsesäger nach dem Ausfliegen am 27. April 2021. J. Hering

Im am Jahresende 2021 erscheinenden nächsten Heft der “Mitteilungen des Vereins Sächsischer Ornithologen e.V.” wird es einen ausführlichen Bericht zur Besiedlung des Flusssystems der Mulde und Zschopau durch diese Art gegeben.

Hartmut Meyer, Jens Hering & Jens Voigt

Startbild: Die Gänsesäger-Familie ca. 540 Meter vom Brutplatz entfernt auf der Zwickauer Mulde. Foto: Roberto Cabo.

 

Wenn der Raps blüht werden Erinnerungen wach  – nächste Reisen nach Griechenland und Ostafrika buchbar

Wenn der Raps blüht werden Erinnerungen wach – nächste Reisen nach Griechenland und Ostafrika buchbar

Im Mai wenn der Raps blüht, dann erinnert sich unser Freund, Pressefotograf Andreas Kretschel, an seine Erlebnisse mit dem weißen Rehbock im Hirschgrund bei Oberlungwitz/Lkr. Zwickau. „Hier, genau hier auf den angrenzenden Feldern, habe ich 2008 den weißen Rehbock fotografiert. Das war der Anfang der Tierfotografie bei mir, und bis heute bin ich dabeigeblieben“, meint Andreas. Er konnte sich gut an die 12 Jahre zurückliegenden Ereignisse erinnern. Von einem Jagdpächter bekam er im Herbst 2007 Kenntnis davon, dass sich hier auf den Feldern ein „Albino-Reh“ aufhalten würde. Nach entsprechender Vorbereitung war es dann im Frühjahr 2008 soweit. „Nächtelang habe ich gewartet, um das Tier vor meine Kamera zu bekommen … und dann, nach einer weiteren kalten Mai-Nacht ohne Schlaf war er da, der weiße Rehbock im blühenden Raps“, schwärmt Andreas. Danach habe ich das Tier, ein Bock, noch mehrfach gesehen, bis in das Jahr 2009 hinein.

Nachdem seine Fotos in der großen sächsischen Tageszeitung „Freie Presse“ und anderen lokalen Medien für Aufsehen sorgten, gingen die Bilder auch deutschlandweit in verschiedene Printmedien ein. Die Aufmerksamkeit war riesig, denn ein komplett weißes Reh (Albino) ist äußerst selten und gute Bilder gibt es fast keine. Die Spitzen der sächsischen Jägerschaft waren der Meinung, dass so ein abnormales Tier nicht in die Natur und abgeschossen gehöre … und so machte der Albino-Rehbock auch kontrovers Schlagzeilen in der Boulevardpresse, was wiederum Pressenagenturen auf den Plan rief. Nachdem eine internationale Agentur den weißen Rehbock aus Westsachsen in ihre Bild-Datenbank aufgenommen hatte, druckten sogar Zeitungen außerhalb Europas die Bilder ab. Nachweislich erschienen diese Fotos von Andreas Kretschel z.B. in den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Zeitungen, und erfreuten die Jagd-wütigen Scheichs.

Über das Schicksal des hübschen Tieres, dem die Boulevardpresse den Namen “Schneeweißchen” gab, ist indes nichts bekannt. Der hiesige Jagdpächter hatte versprochen, dem Tier kein Haar zu krümmen. Nach knapp zwei Jahren verschwand das Reh aus dem “Hirschgrund” und wurde nie wieder gesehen. Ob der Bock dennoch als Trophäe in einem Jagdzimmer verstaubt, ob er im Kochtopf verschwand oder aber am Straßenrand sein Leben als Verkehrsopfer verlor, ist unbekannt. Einige Jahre später wurde etwa 60 Kilometer weiter in Mittelsachsen ein weißes Reh gesehen. Zusammenhänge mit dem weißen Rehbock aus dem „Hirschgrund“ erschienen nach so langer Zeit aber eher unwahrscheinlich.

Ungewöhnliche Erlebnisse mit Vögeln und vielen anderen Tieren bieten unsere Bartmeise-Reisen in alle Welt immer. Nach den Lockerungen im Reiseverkehr wieder ins Programm aufgenommen ist in der Woche nach Pfingsten, ab 23. Mai 2021, eine Kurz-Reise zur Brutzeit in des fantastische Naturparadies Kerkinisee in Nordgriechenland, wo wir bei einer unserer letzten Reisen auch eine schwimmende Wildkatze und öfters schon Goldschakale beobachten konnten. Im August führt dann eine Reise in das ostafrikanische Kenia zum grandiosen Naturschauspiel der Massenwanderung der Gnus in die Masai Mara und über den Monatswechsel August/September in die “Perle Afrikas” nach Uganda, wo auch die bemerkenswerten Berggorillas im Bwindi-Nationalpark neben der endemischen Vogelwelt im Albertine Rift Valley zu erleben sein werden. Für beide Reise sind hier Restplätze buchbar. 

Hartmut Meyer

Alle Fotos urheberrechtlich geschützt! Pressefotograf: Andreas Kretschel
Von Korallenmöwe, Marmelente und Mönchsgeier – Mallorcas Vogelwelt und zauberhafte Natur begeisterte

Von Korallenmöwe, Marmelente und Mönchsgeier – Mallorcas Vogelwelt und zauberhafte Natur begeisterte

Marmelenten. Foto: Bernd Möckel

Nachdem die Baleareninseln für die deutsche Außenpolitik kurzfristig einmal wieder kein Risikogebiet mehr waren, fand eine ebenso kurzfristig angesetzte vogelkundliche Reise nach Mallorca mutige Reisegäste, die gern ein paar Tage der deutschen Corona-Tristesse entfliehen wollten. Das Zeitfenster seit Ostern war jedoch knapp, so dass das Reisedatum zwar auf den frühestmöglichen Termin gelegt wurde, dennoch für die Vogelwelt nicht mehr – oder noch nicht – optimal war. Für einige Brutvogelarten der Insel war der Termin schon recht spät, da diese bereits ihre Jungen fütterten, für andere wiederum noch zu früh. So konnte die Ligurien-Bartgrasmücke, die zum Monatswechsel auf der Insel ankommt, noch nicht gefunden werden. Und wegen den auf der Insel noch geltenden Corona-Beschränkungen war auch keinerlei Bootsverkehr auf Nachbarinseln, insbesondere um pelagische Vögel gut zu sehen, machbar.

Trotz dieser Einschränkungen, die im Vorfeld bekannt waren, konnten in den wenigen Tagen um die 120 Vogelarten auf der Insel beobachtet werden. Überraschenderweise in größerer Anzahl an mehreren Tagen bis zum 20 der seltenen Marmelenten (Marbled Duck), denen bei der Balz zugeschaut werden konnte. Von dieser stark bedrohten Art sollen in ganz Spanien heute nur noch weniger als 100 Brutpaare leben. Auch die ersten Eleonorenfalken waren am Kap Formentor an ihren Brutplätzen eingetroffen ebenso wie Gänse- und Mönchsgeier, die wunderbar beobachtet und fotografiert werden konnten. Nicht so optimal war die Sicht vom Cap Salines aus auf die zahlreichen zwischen der Südküste Mallorcas und der vorgelagerten Insel Cabrera jagenden Sturmtaucher, da kein Boot zu bekommen war. Relativ sicher konnten nur die Sepiasturmtaucher bestimmt werden. Mindestens ein, vielleicht zwei, der kleineren ebenfalls anwesenden Arten, u.a. vermutlich auch der Balearensturmtaucher, konnten jedoch nicht zweifelsfrei zugeordnet werden. Die endemische Balearengrasmücke sang immer nur noch ganz kurz in der dichten Macchie, wo die Art sicher bereits ihrem Brutgeschäft nachging.

Bienenragwurz. Foto: B. Möckel

Ansonsten war die Vogelwelt von der hübschen Korallenmöwe bis zur Zwergohreule vertreten, wobei viele in Mitteleuropa häufige Arten wie z.B. Star, die Rohrsänger oder die Bachstelze auf Mallorca äußerst selten sind oder sogar ganz fehlen. Sehr häufig vertreten waren Stelzenläufer, Säbelschnäbler und Seeregenpfeifer, letztere bereits mit Jungvögeln. Neben der Vogelwelt konnten auch hoch interessante und seltene Orchideenarten wie Bienen- und Drohnenragwurz, Wanzen- und Sumpfknabenkraut in teils großen Beständen gefunden werden.

Der Behauptung, Mallorca sei ganz Spanien im Kleinen, kann man absolut zustimmen. Die Vielfalt an Landschaften – von rauer Küste mit Dünen über Pinienwälder, trockene Macchie-Zwergpalmen-Lebensräume, Salinen mit Sumpfgebieten, ausgedehnte Agrarlandschaften (teils extensiv bearbeitet) bis hin zu den bis 1.400m hohen Bergen in der Sierra de la Tramuntana und atemberaubende Klippen – bietet auf kurze Distanzen eine unglaubliche Vielfalt für alle die, für die Mallorca mehr ist als nur Ballermann!

Da jetzt angekündigt wurde, dass auch Griechenland ab 14. Mai 2021 wieder für den Tourismus öffnet, bieten wir in der Pfingstwoche 20231 (Ferien in einigen süddeutschen Bundesländern) ebenso kurzfristig und zu gleichen Pandemie-Bedingungen eine unserer beliebten Kurzreisen in das Vogelparadies Kerkinisee an. Noch sind einige Plätze verfügbar! 

Hartmut Meyer

Startfoto: Marmelenten-Paar balzend. Foto: Bernd Möckel

Die häufigste Grasmücke der Insel, die Samtkopfgrasmücke

Portrait Korallenmöwe

häufige Art in den Salinen, Seeregenpfeifer (mit pull.)

Eher sehr selten, das Kammblässhuhn

Rötelfalke im BK bei der Insektenjagd

Rothuhn

Theklalerche im Singflug. alle Fotos von oben: Bernd Möckel

Brachpieper. Foto: Susanne Krasemann.

Gänsegeier. Foto: Susanne Krasemann

Neue Schwalbe entdeckt? Bartmeise-Reiseleiter in Afrika auf der Spur einer unbekannten Art

Neue Schwalbe entdeckt? Bartmeise-Reiseleiter in Afrika auf der Spur einer unbekannten Art

Schwalben und Uferschwalben werden für ihren anmutigen Flug und ihre langen Migrationsrouten bewundert, stehen aber nicht ganz oben auf der Liste der Vogelbeobachter in Afrika. Vor allem die recht unauffälligen Vertreter der Gattung Riparia können nicht mit „attraktiveren“ afrikanischen Vogelarten konkurrieren. Infolgedessen werden sie meist nur dann bemerkt, wenn gerade nichts “Spannenderes” zu sehen ist. Dieser Umstand könnte dazu beigetragen, dass die eine oder andere Art dem neugierigen und in der Regel sehr akribischen Auge der Taxonomen entgangen ist.

Neue Riparia-Art (?) in Äthiopien im Juni 2019. Foto: Dr. K. Gedeon

Auf mehrere Reisen durch Äthiopien haben sich Bartmeise-Reiseleiter Dr. Kai Gedeon und Dr. Till Töpfer nicht nur mit dem Studium von seltenen Endemiten beschäftigt, wie etwa der Weißschwanzschwalbe Hirundo megaensis, sondern sich auch den weniger prominenten Vertretern dieser Vogelfamilie gewidmet. Immer wieder stießen sie bei der Artbestimmung auf Schwierigkeiten und Ungereimtheiten, insbesondere bei den graubraunen Vertretern der Felsenschwalben (Gattung Ptyonoprogne) und Uferschwalben (Riparia). Nach Auswertung all ihrer Fotos, Videos und Tonaufnahmen konnten sie eine Reihe von Vögeln keiner der bisher beschriebenen Arten zuordnen. Alles deutet darauf hin, dass es sich hier um ein bisher unbekanntes Taxon handelt. Was wir bisher sicher sagen können: Es ist eine Uferschwalbe. Für eine wissenschaftliche Neubeschreibung ist es nunmehr erforderlich, dass mindestens ein Exemplar gesammelt wird (der sogenannte “Typus”) und auch begleitende genetische Untersuchungen, die im Moment noch nicht durchgeführt werden konnten, gehören heute zum Standard einer solchen Veröffentlichung. Die beiden Entdecker hoffen, dass die zuständigen äthiopischen Behörden bald die notwendige Genehmigung für eine entsprechende Studie erteilen.

Im Übrigen konnten Teilnehmer der Bartmeise-Reisen im Oktober 2019 und im Januar 2020 diese Vögel bereits selbst an ihren Brutplätzen in Augenschein nehmen. Dr. Kai Gedeon wird auch unsere nächsten Reisen nach Äthiopien, die Pandemie bedingt neu terminiert werden müssen, leiten. Die wenigen Plätze sind stets rasch ausgebucht. Daher bieten wir Interessenten die unverbindliche Vormerkung an (info@bartmeise.de). 

Die bisherigen Forschungsergebnisse wurden im April 2021 im “Bulletin of the African Bird Club” publiziert. Die Arbeit steht im Anhang zum Download bereit.

Dr. Kai Gedeon

Startfoto: Unbekanntes Taxon aus der Gattung Riparia (Uferschwalbe) in Äthiopien. Foto: Dr. K. Gedeon

Gedeon & Töpfer 2021 Is there an undescribed martin in Ethiopia

Sicheres Reiseziel Mallorca: Bartmeise-Reise auf die Baleareninsel Ende April bietet noch zwei Plätze!

Sicheres Reiseziel Mallorca: Bartmeise-Reise auf die Baleareninsel Ende April bietet noch zwei Plätze!

Mallorca zieht eine positive Bilanz aus dem Osterexperiment! Der „kleinen Tourismus-Boom“, den die deutschen Reisegäste der durch die zurückliegenden Pandemiezeiten arg gebeutelten spanischen Insel Mallorca zu Ostern beschwert haben, hat bestens und reibungslos funktioniert! Durch die PCR-Tests, die bei der Einreise notwendig waren und sind, und die auch zur Rückreise nach Deutschland wieder neu erstellt werden müssen, ist es zu keiner Erhöhung der Inzidenzen auf der Insel gekommen, so wie dies voreilig verschiedentlich heraufbeschworen wurde.

Mit nach wie vor weniger als 30 Fällen auf 100.000 Menschen ist die Insel nach wie vor ein sicheres Reiseziel und berechtigt aus der Liste der Risikogebiete gestrichen! Darauf verweist heute auch die Inselregierung der Balearen in einem Interview für die deutsche und internationale Presse.

Unsere daher kurzfristig für 24. bis 30. April ins Programm genommene Vogelbeobachtungs-Reise auf die Insel kann unter und bei den bekannten Sicherheitsvorkehrungen problemlos durchgeführt werden. Und noch sind zwei Plätze (ein Doppelzimmer) verfügbar. Wer Interesse an dieser Sonderreise zu Sonderkonditionen hat und kurzfristig teilnehmen möchte, der kann sich jetzt gern noch entscheiden (Anmeldung mit Buchungsformular möglich).

Hartmut Meyer

Startfoto: Die hübsche Korallenmöwe, die Brutvogel auf den Balearen ist, ist eine Zielart dieser Kurzreise. Foto: shutterst.

 

Überraschendens bei den wilden Störchen von Waldenburg: Partnerwechsel am laufenden Band …

Überraschendens bei den wilden Störchen von Waldenburg: Partnerwechsel am laufenden Band …

Dass es bei Weißstörchen in der Zeit der Besetzung der Brutreviere und der Nester nicht zimperlich zugeht, das ist aus der Fachliteratur hinreichend bekannt. Kämpfe unter den Weißstörchen um die Hoheit am Brutplatz sind immer nicht unüblich. Die in einer Brutpopulation vorhandene natürliche Individuen-Reserve bietet die Chance, ausfallende Partner zu ersetzen. Und so suchen solche Vögel immer wieder die Nester anderer Storchenpaar auf und schauen, ob sich vielleicht eine Chance bietet …

So auch in der westsächsischen Kleinstadt Waldenburg (im Landkreis Zwickau), wo sich 2020 erstmals überhaupt (nach nur Einzelvögeln in den Vorjahren) ein Storchenpaar auf einer kleinen Esse einer ehem. Töpferei niedergelassen hatte. Eine Brut erfolgte noch nicht. Vermutlich hatten die – unberingten (!) – Vögel die Geschlechtsreife noch nicht vollständig erreicht.

Bei der Kopula am 11.04. hatte noch das “unverheiratete” Männchen den Vorzug (gleiches Motiv Startbild), doch heute schon bewies ein neues Männchen (mit Alu-Ring) sein Können. Fotos: Andreas Kretschel

Spannend, was sich nun in den vergangenen drei Tagen dieses Jahres dort ereignete! Am Sonnabend, 10. April, traf offenbar der erste Storch am Nest ein. Dieser Vogel, mit einem Alu-Ring der Vogelwarte links markiert, zeigte mit hörbaren Klappergeräuschen seinen neu bezogenen Besitz an.  Nur einen Tag später standen bereits zwei Störche in friedlicher Eintracht auf dem Nest. Der zweite Vogel mit schwarzem ELSA-Ring, der sofort gut abgelesen werden konnte, beweist einen tschechischen Vogel, der 2018 im Bezirk Plzeň auf der Südseite des Erzgebirges, erbrütet wurde. Bereits 2020 besuchte dieser Storch, ein Weibchen, mehrere andere Storchenreviere in den angrenzenden Landkreisen Erzgebirge und Mittelsachsen, wo der Ring mehrfach abgelesen wurde.

Mit nun drei Jahren scheint der Storch langsam in die Geschlechtsreife zu kommen. Zumindest die Kopulationen, die am Sonntag und heute Morgen fotografiert werden konnte, deutet darauf hin. Aber so richtig festgelegt auf einen Partner hat sich die tschechische Storchendame offenbar nicht nicht!  Denn während am 11.04. eine Kopulation mit einem unbedingten Männchen fotografisch dokumentiert wurde, war heute Morgen plötzlich wieder das zuerst am Sonnabend anwesende (mit Alu beringte) Männchen, jenes, das die Kopulation vollzog.

Es geht also ziemlich wild zu bei den Störchen in Waldenburg 😊. Und wie im richtigen Leben, sind Fotos eben Beweise! Dann schauen wir mal, was das Jahr noch so für Überraschungen bei den wilden Waldenburger Störchen … bringt!

Danke an Pressefotograf Andreeas Kretschel, dem erneut diese Aufnahmen zu verdanken sind. Und diese wiederum versetzen uns in die Lage, die Ringe und damit die Vögel individuell zu identifizieren!

Hartmut Meyer

 

Das aus dem Bezirk Plzeň stammende tschechische Weibchen mit ELSA-Ring (schwarz)

Vergrößerung ELSA-Ring

Alle Fotos: Andreas Kretschel.

32 Quadratmeter für die Lachmöwe am Stausee Glauchau – Finnischer Ringvogel sorgt für Aufsehen

32 Quadratmeter für die Lachmöwe am Stausee Glauchau – Finnischer Ringvogel sorgt für Aufsehen

Jens Hering, 2.v.li., Mitarbeiter der Naturschutzbehörde im Landkreis Zwickau, leitet die Artenschutzmaßnahme Lachmöwen-Brutinsel am Stausee Glauchau. Foto: H. Meyer

Im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme durch Investor-Finanzierung hat die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Zwickau, auch in diesem Falle wieder bestens gemanagt von Jens Hering, Mitarbeiter der Behörde und Vorstandsmitglied im Verein Sächsischer Ornithologen e.V. www.vso-web.de  am Mittwoch, 17. März 2021, eine künstliche Brutinsel für Lachmöwen auf dem Stausee Glauchau installieren lassen.

Das 32 Quadratmeter große und etwa zwei Tonnen schwere Schwimmfloß wurde von einer auf solche Artenschutzmaßnahmen spezialisierten Firma in Mecklenburg-Vorpommern angefertigt und per Tieflader zu Stausee Glauchau geliefert. Mittels Spezialtechnik eines örtlichen Bauunternehmens, des Technischen Hilfswerkes und der Feuerwehr konnte die Insel zu Wasser gelassen und durch vier jeweils 500 Kilo schwere Betonelemente an ihrem Platz verankert werden. Der enorme Aufwand an Technik lockte nicht nur interessierte Zuschauer an den Stausee, sondern auch zahlreiche Vertreter von Print-, Funk- und TV-Medien. Und so war das Ereignis regional und überregional am Abend kurz im TV zu erleben und tags darauf in der Presse nachzulesen.

Der Stausee Glauchau, der von 1936-1938 als 46 ha großer Brauchwasserspeicher für die aufstrebende Textilindustrie angelegt wurde, war von Anfang an ein Magnet für Wasservögel im gewässerarmen Erzgebirgsvorland, und zog in der Folge natürlich auch die Ornithologen an. Seit etwa 1952 und bis heute gibt es daher detaillierte Aufzeichnung von der Avifauna des größten Gewässers im Erzgebirgischen Becken, die von der Ortsgruppe Glauchau des Vereins Sächsischer Ornithologen e.V. verwaltet werden.

Im SPA Limbacher-Teiche, ca. 15 Kilometer Luftlinie vom Stausee Glauchau entfernt, befindet sich eine weitere Lachmöwen-Brutkolonie im Großteich, die aber stark unter der Trockenheit leidet und 2020 wegen Niedrigwasser Totalausfall erlitt. Foto: J. Hering

Im Jahr 1979 siedelte sich auf der alten Insel, die einer Entschlämmung ab 1992 zu Opfer fiel, eine Lachmöwen-Brutkolonie an, die in ihren besten Jahren um die 80 Brutpaare aufwies. Kurz vor der Sanierung des Gewässers im Jahr 1992 war es vermutlich der Waschbär als Prädator, der die Lachmöwen zur Aufgabe ihres Brutplatzes bewegte. Aber wohl auch Nahrungsmangel spielte eine Rolle, da die EU-weiten neuen Regelungen im Umgang mit dem Hausmüll das Verschwinden auch von zwei angrenzenden Hausmülldeponien, die den Vögeln seinerzeit als Nahrungsquelle dienten, nach sich zog.

In den zurückliegenden 25 Jahren verlor das Gewässer allerdings stark an Bedeutung als Brutplatz für Wasservögel, wobei deren Ursachen bis heute weitgehend unklar sind. Da aber eine neue moderne Kläranlage mit ihren Becken und Spülteichen am Stadtrand jetzt immer mehr Lachmöwen offenbar gute Nahrungsmöglichkeiten bietet und die Vögel den Stausee wieder regelmäßig aufsuchen, war es eine gute Entscheidung der Behörde, hier ein solches Brutangebot für die in Sachsen und in weiten Teilen Deutschlands im Brutbestand teils drastisch zurückgehende Lachmöwe zu installieren. Auch die Flussseeschwalbe, die in Ostsachsen als Brutvogel auch auf solchen künstlichen Kiesinseln auftritt, könnte nun auch hier in Westsachsen einen Brutplatz finden.

Einen Tag vor der Installation der Insel im Stausee gab es in der Kläranlage eine recht interessante Ringablesung einer Lachmöwe mit finnischen Kennring (Foto re., M. Bauch). Jetzt warten die Vogelkundler gespannt auf die genaueren Ringdaten dieser Lachmöwe, die als Vagabunden heute hier und morgen dort als Brutvögel auftreten können. Vielleicht findet der Gast aus Finnland sogar Gefallen an der Insel und bleibt eine Brutsaison in Glauchau? Um die 200 Lachmöwen, die während der Installation der Brutinsel auf dem Stausee anwesend waren und das Geschehen offenbar interessiert verfolgten, machen Hoffnung, dass die Möwen „ihre neue Insel” als  attraktiven und sicheren Brutplatz annehmen werden.

Hartmut Meyer

Startfoto: Die 32 Quadratmeter große Kiesinsel (Schwimmfloß), die als Brutinsel für Lachmöwen auf dem Stausee Glauchau installiert wurde. Foto: J. Hering

Technischer Aufwand zur Installation der Insel: 

Dem Senior-Fachgruppenleiter der Glauchauer Ornithologen, Horst Fritsche (re.) ist es zu verdanken, das es detaillierte Daten zum Auftreten der Lachmöwe und deren Brutkolonie am Stausee Glauchau von 1979 bis 1992 gibt. Alle. Fotos: H. Meyer

In Corona-Zeiten unterwegs: Von Krauskopfpelikanen und Steinsperlingen in Nordgriechenlands Naturparadies

In Corona-Zeiten unterwegs: Von Krauskopfpelikanen und Steinsperlingen in Nordgriechenlands Naturparadies

Kurzbericht von einer Reise an den Kerkinisee vom 25. Oktober bis 1. November 2020

Durch ein kurzes Zeitfenster für Reisen nach Griechenland war es im Oktober 2020 möglich, mit einer Gruppe erneut die Naturschönheiten im Nationalpark Kerkinisee in Nordgriechenland zu erleben. Die insgesamt 10 Gäste aus verschiedenen Gegenden Deutschlands und aus der Schweiz trafen sich am Nachmittag des 25. Oktober im Flughafen von Thessaloniki. Nach etwa einstündiger Fahrt erreichten wir zuerst den südlichen Damm des Kerkinisees. Von hier aus bietet sich stets ein erstes guter Eindruck vom Gebiet und dessen Umgebung. Anschließend fuhren wir zu unserem bewährten Hotel unweit des Sees, wo wir von Gastgeber Nikos und seiner Familie herzlich empfangen wurden. Unser Abendessen nahmen wir in einer der zahlreichen Tavernen am Dorfplatz ein.

Die nächsten Tage verbrachten wir meist im näheren Umfeld des Sees. Am ersten Tag erkundeten das Ostufer. Dort konnten wir schon die für den See berühmten Krauskopfpelikane sehen. Daneben Rosaflamingos und viele weitere Wasservögel. Auch die ersten Schelladler ließen sich blicken. Am Ende des Ostdeichs erreichten wir einen kleinen schilfbewachsenen Teich, welcher sich als sehr lohnend erweisen sollte. Vom Damm lässt sich die Schilfkante super mit dem Spektiv absuchen. Neben Wasserrallen können wir auch eine späte Zwergdommel sehen. Das Highlight jedoch war ein juveniles Kleines Sumpfhuhn, welches wenig scheu auf den Seerosenblättern Nahrung suchte. Eine seltene Gelegenheit, die die Vogelfotografen unserer Gruppe zu nutzen wussten. Ein weiteres großartiges Erlebnis stellte die Beobachtung eines Fischotters dar, der frei über das Wasser schwamm. Am Nachmittag besuchten wir noch einen alten Steinbruch am Fuße des Belles-Gebirges. Dieser Ort wurde aufgrund seiner schönen Lage und der guten Beobachtungsbedingungen zu einem der Lieblingsplätze der Teilnehmer dieser Gruppe. Wir konnten dort u.a. Balkanmeise, Felsenkleiber und Blaumerle gut beobachten. Der Blick zum See während des Sonnenuntergangs hat zudem einen besonderen Reiz.

Am nächsten Tag machten wir uns auf, um den Westdeich zu erkunden. Unser erster Stopp galt einem kleinen Hafen. Dort ist einer der besten Plätze, um die Krauskopfpelikane ganz nah zu erleben. An die Fischer gewöhnt, zeigen die Tiere kaum Scheu. Nach dem kurzen Fotoshooting fuhren wir immer weiter entlang des Sees bis wir dessen nordwestliches Ende erreichten. Neben verschiedenen Limikolen war die große Anzahl von Bergpiepern in den Schlickflächen auffällig. Zum ersten Mal ließ sich auch ein für den See so bekanntes Naturschauspiel, das Massenfischen Hunderter Kormorane, Pelikanen und Möwen bestaunen. Ein Reisegast hatte das große Glück, eine Europäische Hornotter zu entdecken. Unser weiterer Weg über eine Schotterpiste war zudem gespickt mit vielen kleinen Würfelnattern. Mit dem Auto mussten wir aufpassen, sie nicht zu überfahren. Auf dem Rückweg hatten wir noch das Glück, eine Wildkatze ausgiebig bei der Mäusejagd zu beobachten.

An einem anderen Tag besuchen wir die bekannten Colohori-Lagunen von Thessaloniki. Gleich zu Beginn stoppten wir an einer recht unspektakulären Stelle. Dort befindet sich ein traditioneller Sammelplatz des Triels, von dem um die 20 Individuen anwesend waren. Anschließend fuhren wir auf endlosen Pisten durch das riesige Gelände. Neben vielen Wasservögel wie Zwergscharben und verschiedenen Enten, waren auch zahlreiche Limikolen-Arten zu sehen. Zum Schluss entdeckten wir auch noch die lang gesuchten Dünnschnabelmöwen. In den abgeernteten Reis-Felder steckten riesige Trupps aus verschiedenen Sperlingen, darunter viele Weidensperlinge und Grauammern. Zahlreiche Rohr- und auch Kornweihen jagten niedrig über die Felder.

Leider holte uns am Ende das Coronavirus auch hier wieder ein. So verfügten die griechischen Behörden von einem Tag auf den anderen verpflichtend, dass der Bezirk (Distrikt) nicht mehr ohne wichtigen Grund verlassen werden durfte. Auch unsere abendlichen Besuche in den Tavernen im Ort mussten an den letzten Tagen ausfallen, da die griechischen Behörden ebenfalls ohne weitere Vorwarnung sofort deren Schließung verfügt hatte. Dafür improvisieren unsere Gastgeber und zauberten an den letzten Abenden schmackhaftes griechisches Essen für uns im Hotel, was keinesfalls zum Nachteil war.

Zwei weitere Tage verbrachten wir so am See. Dabei besuchten wir unter anderem erneut den alten Steinbruch sowie den schilfbewachsenen Teich. Dort hatten wir erneut Glück, denn wir konnten einen Mariskenrohrsänger ausgiebig beobachten. Die Art brütet nicht am See und ist hier nur im Winter zu Gast. Ein Abstecher in ein für seine Spechtpopulation bekanntes Waldgebiet direkt an der bulgarischen Grenze war allerdings in dieser Jahreszeit nicht so lohnend. Die an einem Tag etwas früher erfolge Rückkehr ins Dorf zum Hotel nutzen unsere Gäste, um sich die Steinkäuze im Ort näher anzusehen. Dieser Charaktervogel der griechischen Dörfer lässt sich vor allem zur Dämmerung und in den frühen Morgenstunden gut beobachten. Sein zahlreiches Auftreten hier hat schon viele Besucher erfreut.

Ebenfalls im Programm wie immer stand eine Bootsfahrt auf dem Kerkinisee. Dabei kam man den Kraukopfpelikanen wieder sehr nahe und die Fotografen hatten perfekte Bedingungen. Nach einem kleinen Missverständnis über das Ziel der Bootsfahrt hatten wir am letzten Tag nochmals die Chance, die Krauskopfpelikane per Boot zu besuchen. Anschließend nutzten wir unseren letzten Tag für ein etwas entfernteres Ziel. Wir fuhren ins Hinterland und passierten dabei interessante Landschaften. Unser Ziel war ein landwirtschaftlich geprägtes Offenland am Fuße des Gebirges. Die hier erhoffte Kalanderlerche konnten wir leider nicht sehen. Dafür beobachteten wir unter anderem Raubwürger, Merlin und schließlich noch zwei Steinadler. Vor unserem letzten Stopp legten wir noch eine Kaffeepause auf einem alten Marktplatz ein. Schließlich erreichten wir Sidirokastro. Bei einem Besuch der byzantinischen Burgruine erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang mit Blick zum Kerkinisee. Die Überraschung wurde perfekt, als sich hier noch drei Steinsperlinge beobachten ließen. Anschließend fuhren wir zurück zum Hotel und verbrachten unseren Abschlussabend in der gewohnt gastfreundlichen Atmosphäre.

Das gesehene Artenspektrum entsprach dem, was man für diese Jahreszeit im Nationalpark Kerkinisee sowie in der Umgebung bis nach an die Küste nach Thessaloniki erwarten konnte. Das Wetter war durchweg freundlich und die Temperaturen angenehm. Trotz der plötzlich auftretenden Einschränkungen durch die Pandemie dürfte auch diese Reise zum Kerkinisee mit seinen berühmten Krauskopfpelikanen in guter Erinnerung bleiben. Wir danken allen Gästen, die in schwerer Zeit den Mut hatten, zu reisen!

Andrè Müller
Reiseleiter Bartmeise-Reisen

Titelfoto: Bartmeise-Reisegruppe Oktober 2020 mit Andrè Müller (Reiseleiter, 4.v.re. stehend) und Georgious Spiridakis (Birdguide, re.u.). Foto: L. Meckling

BM Spahn: “Harte Wochen der Knappheit” angekündigt – Storno-Sonderkonditionen für 2021

BM Spahn: “Harte Wochen der Knappheit” angekündigt – Storno-Sonderkonditionen für 2021

Absage aller Bartmeise-Reisen bis Mitte Juni 2021 unumgänglich! 

Sonderkonditionen: Reisen zwischen Juni und Dezember 2021 Pandemie bedingt stets kostenfrei stornierbar!

Liebe Reisegäste und Interessenten,

EU-Absturz auf ganzer Linie … Foto: H. Meyer

noch immer hat die Pandemie die Welt fest im Griff. Reisen sind, wenn überhaupt, nur unter erschwerten Bedingungen und in ganz wenige Länder möglich. Der Tourismus ist defacto abgestürzt und rostet ab Boden vor sich hin …  Ein echter Neuanfang ist wohl erst ab Sommer 2021 in Sicht.

Die im Dezember angekündigte Impfstrategie in der EU und in Deutschland ist zeitlich krachend gescheitert. Während andere Länder bereits Jugendliche und Kinder versorgen, reicht es in Deutschland noch nicht einmal für die Senioren 80 plus aus. Touristische und geschäftliche Reisen werden stigmatisiert und das Grundrecht auf Reisen ist drastisch eingeschränkt.

Diese Situation hat auch uns gezwungen, unser gesamtes Reiseprogramm zwischen Januar und bis Mitte Juni 2021 abzusagen. Fast alle für den Zeitraum zwischen Januar und Mai 2021 geplanten Reiseangebote haben bereits neue Termin erhalten bzw. werden für Frühjahr 2022 neu terminiert.

So wie die großen Reiseverbände und die gesamte Tourismus-Industrie hoffen und erwarten auch wir, dass ab Juni bzw. mit Sommerbeginn ein Rückkehr zur Normalität und zu den in der Verfassung festgeschriebenen Grundrechten, wozu auch Reisefreiheit gehört, wieder möglich wird!

Bartmeise-Reisen hat fest geplant, mit der Reise ab 17. Juni in den brasilianischen Amazonas das Reiseprogramm wieder aufzunehmen. Für diese Reise, die allerdings ausschließlich mit Gästen, die über eine Covid-19-Schutzimpfung verfügen, durchgeführt wird, sind aktuell noch drei Plätze verfügbar!

Bitte buchen Sie bitte jetzt ihre Wunschreise ab Juni bis Jahresende 2021! Aufgrund der unklaren Situation bieten wir die Möglichkeit, jede bis Jahresende 2021 gebuchte Bartmeise-Reisen Pandemie bedingt absolut kostenfrei wieder zu stornieren! 

Noch ein offenes Wort: Es steht zu erwarten, dass zahlreiche Reiseländer in Afrika, Asien, Südamerika (vielleicht sogar in Europa!) nach Wiederöffnung und Wiederaufnahme des Tourismus die Einreise nur noch mit einem Covid-19-Impfnachweis zulassen werden (so wie zum Beispiel für Gelbfieber-Risikogebiete schon immer üblich). Wer nach der Pandemie wieder uneingeschränkt reisen möchte, dem empfehlen wir, sich im Rahmen der gesetzlich geregelten Abfolge zeitnah um einen Impftermin zu bemühen!

„Harten Wochen der Knappheit“
… beschwört am Dienstag (02.02.2021) der Deutsche Bundesgesundheitsminister und weist damit nachdrücklich auf das Totalversagen der EU, im Jahr 2020 von der Deutschen Ratspräsidentschaft „tatkräftig unterstützt“, hin! Während die EU die Impfstoff-Hersteller mit Milliarden an Steuergeldern subventioniert hatte, scheitert sie krachend bei der Beschaffung ausreichender Mengen für die Menschen. Obwohl drei, mit dem russischen sogar vier (!) wirksame Impfstoffe zur Verfügung stehen, liegt die Mortalitätsrate in der EU immer noch doppelt so hoch als normal, weil eben andere Länder bei der Beschaffung effektiver und schneller waren.

Die Länder der EU sind zerstritten, teilweise sogar bitter verfeindet. Gemeinsam verabredete EU-Werte werden mit Füßen getreten, bei ungestraft weiter fließenden Subventions-Milliarden aus Steuergeldern. In Kombination mit den noch immer ungelösten (peinlichen) Problemen wie der Verteilung der Migranten bzw. der gesamtem Migrationsproblematik, ausufernder Bürokratie (als Beispiele die überzogene Europäische Datenschutzrichtlinie, das in der Praxis gescheiterte Europäische Reiserecht) usw., weist klar und deutlich nach, dass die EU auch heute noch keine „Union“ ist, sondern die Stufe einer „Wirtschaftsvereinigung“ (früher EG genannt), tatsächlich nicht verlassen hat.

Russland, das mit Deutschland nicht nur durch die tragischen Ereignisse des 2. Weltkrieges verbunden ist, wird zum Staatsfeind ernannt. Eine Katastrophe insbesondere für die ostdeutsche Wirtschaft! Hingegen werden andere Despoten am Golf und am Mittelmeer hofiert und auskömmlich mit deutschen Waffen ausgestattet, die denen zur Fortsetzung ihrer Glaubenskriege äußerst nützlich sind. Direkt oder indirekt ziehen diese wieder Hundertaussende neue Flüchtling – in Richtung EU und Deutschland – nach sich. Was für eine abscheuliche Doppelmoral!

Frau von der Leyen – die man im Vorjahr in einer Marketing-Glanzleistung Hände waschend unter Absingen der EU-Hymne europaweit am heimischen Bildschirm erleben durfte, muss man sicher zugutehalten, dass sie sich nie um die Kommissionspräsidentschaft bemüht hat, sondern politisch in diese Rolle gedrängt wurde – ist spätestens jetzt politisch krachend gescheitert! Da hilft es ihr auch nicht, dass sie mehrere EU-Sprachen fließend spricht. Noch zu Zeiten ihres Vaters gehörte es zur politischen Kultur, für solche Fehler die Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten. Aber auch diese Form von Anstand scheint abhanden gekommen zu sein.

Als überzeugter Europäer, der ich seit Jahren den europäischen Markt nutzen darf, bin ich zutiefst über den heutigen Zustand der EU besorgt!! Wenn sich jetzt nicht schnell neue, kluge europäische Politiker finden, die das Ruder noch herzureißen können, dann wird man wohl den baldigen und schnellen Zerfall dieser „Gemeinschaft“ in Betracht ziehen müssen. Und das wäre in der Tat der Supergau!

Hartmut Meyer
Inhaber/CEO

Foto: Weissnackenkolibri in Kolumbien. Foto: Bernd Möckel.
Avifaunistisches Highlight im Erzgebirge: Rostflügeldrossel bei Stollberg begeistert Beobachter aus ganz Deutschland

Avifaunistisches Highlight im Erzgebirge: Rostflügeldrossel bei Stollberg begeistert Beobachter aus ganz Deutschland

Am späten Nachmittag des 27.2.2021 wurde bei wolkenverhangenem, diesigem Wetter in Beutha, Stadt Stollberg, Erzgebirgskreis, eine Rostflügeldrossel (Turdus eunomus) entdeckt. Seit Sonntag konnten bei dann bestem Wetter viele Beobachter aus ganz Deutschland den Vogel beobachten.

Es handelt sich offensichtlich erst um den zweiten (oder dritten) Nachweis in Sachsen. Die erste Feststellung ist schon über 172 Jahre alt und stammt von einem nicht mehr genau zu datierendem Präparat aus dem Tierkundemuseum Dresden, das vor 1849 bei Nossen gesammelt wurde. Der Status einer Meldung aus 1987 ist derzeit nicht ganz klar. Auch in ganz Deutschland gibt es weniger als zehn Beobachtungen, erst drei aus der “Neuzeit”, seit dem Beginn der Arbeit der Deutschen Seltenheitenkommission. 1996 war ein Vogel in Böhnhusen und 2017 auf Helgoland, beides Schleswig-Holstein. Der jetzt festgestellte Vogel ist jedenfalls der erste seiner Art im Erzgebirge.

Seit Sonntag begeistert die ostpaläarktische bzw. sibirische Art, die früher zusammen mit der Rostschwanzdrossel unter dem Namen „Naumanndrossel“ zu einer Art zusammengefasst war, Beobachter aus ganz Deutschland und lässt Erinnerungen an die im Winter 2013/14 über Monate ganz in der Nähe anwesende Sperbereule aufkommen.

Aktuelle updates zum Geschehen vor Ort finden sich natürlich auf: www.ornitho.de 

Thomas Hallfarth & Hartmut Meyer

Fotos: Jens Halbauer.

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