Uganda: Endemische Vögel im Albertine Rift Valley

Reisebeschreibung

Uganda: Endemische Vögel im Albertine Rift Valley 

Unterwegs im “Schwarzen Herzen Afrikas” zwischen Virunga-Vulkanen und Ruwenzori-Bergen

Reisezeitraum: 22. Juni bis 8. Juli 2019 (noch 4 Doppel-/Twin-Zimmer verfügbar; Einzelzimmer ausgebucht)

Bartmeise-Reisegruppe 2018 in den Virunga-Vulkanen. Foto: H. Meyer

Diese spannende vogelkundliche Reise („Vögel intensiv“) in den Westen und Südwesten Ugandas führt vom Viktoriasee über die Virunga-Vulkane bis an den Fuß der geheimnisvollen Ruwenzori-Berge. Auf der insgesamt ca. 1.800 Kilometer langen Rundreise bietet sich ein umfassender Einblick in die außergewöhnliche (endemische) Vogelwelt der Berge des Albertine Riftvalleys, einem Nebenarm des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Es werden ausschließlich Regionen ab minimal 1.100 und maximal bis 2.600 Meter bereist, die ein angenehm kühles (nachts in den Bergen sogar sehr kühles) bis moderat sommerliches (ca. bis 25°C tags in der Savanne), meist auch trockenes Klima erwarten lassen.

Die Tour beginnt am zweitgrößten Binnensee der Erde, dem Victoriasee, wo der Botanische Garten von Entebbe zur ersten Bekanntschaft mit der Vogelwelt Ugandas einlädt. Immer eine wunderbare Gelegenheit, einige afrikanische Vogelarten sehr vertraut und sehr nah erleben zu können. Danach führt die erste Etappe der Reise zum „Lake Mburo-Nationalpark“, wo neben speziellen Vogelarten in der Savanne auch einige spannende Wasservogelarten am zauberhaften See warten. Von dort aus erreichen wir die legendären Virunga-Vulkane im Grenzgebiet Uganda-Ruanda-Kongo, einer tropischen Landschaft aus Eis und Feuer, in der der Legende nach die sagenhaften Diamantenminen König Salomos verborgen sein sollen. 1898 stieß hier im Dschungel ein weißer Elefantenjäger auf das Skelett eines gewaltigen Affen. Man glaubte fortan an geheimnisvolle Riesenaffen, die die Vorlage für das Fabelwesen „Kingkong“ bildeten. 1902 wurden zum ersten Mal die Berggorillas, die hier leben, wissenschaftlich als Gorilla-Unterart beschrieben.

Batwa-Pygmäen in den Virunga-Bergen. Foto: H. Meyer

In alten Schriften wird zudem über ein eigenartiges Volk berichtet, das in der Abgeschiedenheit der Virunga-Berge leben soll. Die Batwa-Pygmäen sind die Ureinwohner dieser Bergregion. Seit Jahrtausenden leben diese in 1000 bis 2000 Meter Höhe im Schatten der Vulkane. Sie sind berühmt für ihre Tänze und Gesänge. Man bezeichnete sie als „Tanzende Zwerge aus dem Land der Geister“, die keine Zeit kennen. 1890 wurde der kleinwüchsige Stamm – im Durchschnitt sind die Batwa 1,50m groß – von weißen Forschern entdeckt. Sie wohnen in Hütten aus Zweigen und Blättern und leben auch heute noch ausschließlich vom Jagen und Sammeln. Sie nehmen nur das aus dem Wald, was sie zum Leben brauchen. Sie könnten noch tausende Jahre so im Einklang mit der Natur leben, wenn diese nicht zerstört würde. Die moderne Zivilisation heute geht allerdings gnadenlos mit diesem Urvolk um. Ihr aktuelles Schicksal ist eher traurig. Auf zweiten Tag unseres Aufenthaltes in den Virunga-Bergen ist ein Kurzbesuch bei den Batwa geplant.

Berggorilla im Bwind-NP. Foto: R. Kalz

Danach führt die Reise weiter in den berühmten “Bwindi Impenetrable Nationalpark”, einem weiteren UNESCO-Weltnaturerbegebiet, für dessen vielfältige Vogelwelt allein drei volle Tage geplant sind. Hier bieten wir auch optional die Möglichkeit, am Gorilla-Trekking der Uganda Wildlife Authority (siehe Reisebeschreibung), ein einzigartiges Naturerlebnis, teilzunehmen. Wir weisen darauf hin, dass die Genehmigungen (Permits) zur Teilnahme am Gorilla-Trekking (meist einfache Erreichbarkeit der habituierten Gorilla-Familien!) möglichst viele Monate im Voraus bestellt werden müssen, da der Ansturm seit Verdreifachung der Kosten im Nachbarland Ruanda außerordentlich hoch ist! Nur in Uganda wird die Genehmigung noch für 600 USD angeboten. Reiseteilnehmer, die Interesse haben, sollten daher rasch buchen (Bartmeise-Reisen vermittelt den Kauf 1:1 bei der UGA). Ähnliches gilt für geführte Wanderungen zu den Schimpansen im „Kibale-Nationalpark“, wobei die Kosten deutlich niedriger liegen (siehe Reisebeschreibung).

Nördlichste und letzte Etappe dieser Rundreise liegt im “Kibale-Nationalpark”, der neben einer beeindruckenden Vogelwelt auch für seinen Primatenreichtum weltberühmt ist. Hier finden sich auf engstem Raum 13 verschiedene Primaten-Arten, so viele wie nirgendwo anders auf der Welt. Der Kibale-Wald ist auch Heimat der Schimpansen. Optional lassen sich diese bei einer geführten Wanderung erleben. Und zum Abschluss führt unsere Rundreise wieder zurück an den gewaltigen Viktoriasee, und dort in die Papyrus-Sümpfe in der Mabamba-Bucht, um mit den “Ur”-Vogel Afrikas, dem Schuhschnabel, Bekanntschaft schließen zu können.

Kammschnabelturako (Ruwenzori Turaco). Foto: Shutterstock

Diese Reise ist einer der Höhepunkte im jährlichen Bartmeise-Reiseprogramm. Neben einer spannenden Bergvogelwelt sind inbesondere die Endemiten des Albertine Riftvalleys wie Kammschnabelturako (Ruwenzori Turaco), Blaukehl-Breitrachen (African Green Broadbill), Ruwenzorischnäpper (Ruwenzori Batis), Schwarzbrustmeise (Stripe-breastet Tit), Ruwenzori- und Kivufeinsänger (Ruwenzori- & Black-faced Apalis), Ruwenzori-, Purpurbauch-, Stuhlmann- und Königsnektarvogel (Blue-headed-, Purpel-breasted-, Ruwenzori double-collared & Regal Sunbird) sowie u.a. Meisenweber (Strange Weaver) und Jacksonastrild (Dusky Cromsonwing) wichtige Zielarten. Und natürlich auch die Grünbrustpitta (Green-breasted Pitta) und der seltene Schuhschnabel (Shoebill). Insgesamt können zwischen 360 und 380, vielleicht auch bis 400, verschiedene Vogelarten erwartet werden. Neben der Vogelwelt sind die seltenen Primaten ein weiterer Höhepunkt. Abgesehen von Berggorillas und Schimpansen (optional erlebbar bei durch Ranchern geführten Wanderungen) können bei unseren täglichen Beobachtungstouren bis zu fünf andere Arten, darunter die vom Aussterben bedrohten Roten (Unganda) Stummelaffen, aber auch Östliche Vollbartmeerkatze, Grauwangenmangabe, Blaue Meerkatze usw. beobachtet werden. Der Reichtum an Schmetterlingsarten in den Bergwäldern ist zudem beeindruckend.

Abseits üblicher Touristenpfade bietet diese Reise durch Uganda, das bereits von Winston Churchill als die „Perle Afrikas“ bezeichnet wurde, unerwartete Entdeckungen und absolut authentische – bei einem spontanen Kurzbesuch in einer kleinen Dorfschule zudem sehr intime – tief beeindruckende Einblicke in das Leben der Menschen im “Schwarzen Herzen Afrikas, die ihresgleichen suchen!

Für nähere Informationen und weitere Details empfehlen wir unsere Reiseberichte 2017 und 2018 von dieser Reise (hier unter “Reiseberichte” zum Download).

Titelfoto: Schuhschnabel in den Mbamba-Sümpfen. Foto: Renate Kalz.

Reiseplan

Reiseplan

22. Juni 2019: Anreise nach Entebbe
Anreise ab Deutschland/Schweiz/Österreich tags mit Brüssel Airline und/oder KLM (ab Frankfurt, Berlin-Tegel, Hamburg, München, Wien und Zürich) über Amsterdam und/oder Brüssel direkt nach Entebbe. Je nach Flug treffen wir spät abends in Entebbe (ca. 1.100 m NN) ein. Unser Birdguide Emmy und unsere Fahrer holen uns am Flughafen ab, dann Transfer ca. 20 min. zum Hotel, welches direkt, nur durch eine Nebenstraße getrennt, am Ufer des gewaltigen Victoriasees liegt. Bezug der Zimmer (die meisten mit Balkon und Blick auf den See).

Grauwangen-Hornvogel. Foto: R. Kalz

23. Juni (1. Tag): Bekanntschaft mit der Vogelwelt Ugandas
Heute besuchen wir den nahe gelegenen Botanischen Garten zum Kennenlernen einiger wichtiger Vogelarten Ugandas. Allein für dieses Gebiet sind über 300 Vogelarten beschrieben worden. Nirgendwo besser auf unserer Rundreise werden wir den Riesenturako (Great Blue Turako) so gut sehen können, da die Art hier sehr vertraut ist. Hier kommt auch der Graupapagei (African Grey Parrot) vor, und mit etwas Glück sollten wir den (endemischen) Königsweber (Orange Weaver) im Ufergebüsch entdecken können. Ü/A Hotel

24.06. (2. Tag): Start Rundreise zum Lake Mburo Nationalpark
Nach dem Frühstück checken wir aus und starten unsere Rundreise zur ersten Etappe in den Südwesten des Landes zum bekannten Lake Mburo Nationalpark. Für die ca. 300 km lange Fahrt benötigen wir den ganzen Tag, denn wir stoppen mindestens zweimal zum Vögel beobachten (im Mpanga Forest Reserve und am Kaku Swamp). Im “Wald der Hornvögel”, dem Mpanga Forest Reserve, der von Primär-Forst mit altem Baumbestand geprägt ist, dürften wir verschiedene Arten von Hornvögeln und vielleicht auch auf den Narinatrogon (Narina Trogon) treffen. Mit etwas Glück hören und sehen wir die seltene Kongotaube (Afep Pigeon). Am frühen Abend treffen wir in unserer herausgehobenen, auf einem Felsplateau (1.100m NN) gelegenen Logde ein und genießen einen wunderbaren Sonnenuntergang mit Blick auf die vor uns gelegene Savannenlandschaft. Ü/VP Logde.

25.06. (3. Tag): Vögel im Lake Mburo Nationalpark und Bootsfahrt zu seltenen Vögeln 

Afrikanische Binsenrall, Männchen, auf dem Lake Mburo. Foto: S. Lange.

Nachdem wir in einer absolut Licht unverschmutzten Gegend einen traumhaften südlichen Sternenhimmel genießen konnten, dürften wir von den Stimmen von Goldbürzel-, Tränen– und vielleicht auch Haubenbartvogel (Yellow-rumped Tinkerbird, Spot-flanked- und Crested Barbet) sowie dem Grunzen von einer Pavian-Gruppe, die sich die nahe Umgebung der Logde als Lebensraum ausgesucht haben, geweckt worden sein. Nach dem Frühstück unter dem Palmdach einer offenen afrikanischen Logde beginnt unser Vogelbeobachtungstag im Nationalpark. Hier treffen wir auch auf Herden der für die Region Ugandas berühmten AnkoleRinder, einer einzigartigen Rasse mit über einen Meter langen Hörnern.  Am späten Nachmittag, um das zauberhafte Licht des nahen Sonnenuntergangs genießen zu können, erleben wir eine spannende Bootsfahrt auf dem See. Hier erwarten uns neben Nilpferden verschiedene seltene Vogelarten wie Binsenralle (African Finfoot), die wir in aller Ruhe und aus nächster Nähe sehen (und fotografieren) können. Ü/VP/Logde.

 

26.06. (4. Tag): Auf dem Weg in die Virunga-Berge nach Kisoro im Grenzgebiet zum Kongo und Rwanda

Endemisch im Albertine Rift Valley: Königsnektarvogel. Foto: S. Lange.

Heute endet unser Ausflug in die afrikanische Savanne. Für die nächsten Tage begeben wir uns in die geheimnisvolle Bergwelt Ugandas. Nach dem Frühstück wird unser Gepäck in unsere Safari-Toyotas (6-7 Plätze mit pop-up-Dach) verladen, und wir verlassen die Felsen-Logde. Vorher versuchen wir noch, die Fleckenachtschwalbe (Freckled Nigthjar) am Tageseinstand zu sehen, die wir nachts immer gehört haben. Mit einem letzten Blick auf die Großsäuger des Parks wie Topi- und Elenantilopen, Wasserböcke, Impalas, Zebras, Rothschild-Giraffen und Kaffernbüffel verlassen wir die Savanne. Auf dem Weg in die Grenzregion zu Rwanda und dem Kongo stoppen wir am Byongi-Stausee und versuchen, einige seltene Würgerarten, Nektar- und Webervögel zu beobachten. In den Dörfern an der Straße sollten wir auf den mächtigen Geierrabe treffen. Weiter geht es bis auf 2.300 m NN zum Ecuja Forest Reserve, einem Primär-Bergwald. Hier nehmen wir uns Zeit, denn es dürften verschiedene endemische Vogelarten sowie ausgewiesene Berg-Vogelarten, die nur im Albertine Rift Valley vorkommen, wie z.B. Ruwenzorifeinsänger (Ruwenzori Apalis),  den attraktiven Königsnektarvogel (Regal Sunbird) und den scheuen Bergkuckuck (Barred Long-tailed Cuckoo) zu finden sein. Nach rund 290 km Gesamtstrecke treffen wir am frühen Abend in Kisoro (1.930 m NN) ein und beziehen unser Quartier im Hotel. Ü/VP.

27.06. (5. Tag): Im ‘Magahinga Gorilla National Park’ auf der Suche nach den Endemiten der Berge 

Stuhlmann’s Naektarvogel. Foto: S. Lange.

Nach einem zeitigen Frühstück und mit unserem Lunch im Gepäck starten wir am Morgen hinauf zum ‘Magahinga Gorilla National Park’. Die Straße hinauf ist sehr schlecht, und wir werden eine Stunde Fahrzeit für die kurze Strecke benötigen. Aber schon auf der Fahrt zum Eingang können wir verschiedene neue Vogelarten wie … erwarten. Nach Erledigung aller Formalitäten beginnt unsere Wanderung auf 2.350 m NN leicht den Berg hinauf in Richtung Vulkan. Wir werden den ganzen Tag unterwegs sein (ca. 6 km hin und zurück; bis auf maximal 2.800 m NN, 400 Meter Steigung). Heute dürfen wir uns auf echte Raritäten in der Vogelwelt freuen. Mit etwas Glück sehen wir in Fruchtbäumen den attraktiven Kammschnabelturako (Ruwenzori Turaco). Weiter suchen wir hier im Gebiet nach Endemiten der Berge wie z.B. Ruwenzorischnäpper (Ruwenzori Batis), Schwarzbrustmeise (Stripe-breasted-Tit), Stuhlmann-Nektarvogel (Stuhlmans’s Double-collared Sunbird), Bergfeinsänger (Chestnut-throated Apalis) und Meisenweber (Strange Waever). Auch die attrraktive und zugleich äußerst seltene Goldmeerkatze (Golden Monkey) ist nur hier an den Virunga-Vulkanen zu finden. Mit Glück entdecken wir, so wie 2017, eine Gruppe dieser Primaten. Immer wieder wandern wir über Freiflächen und sehen vor uns die gewaltigen Virunga-Vulkane, die das Dreiländereck Uganda, Rwundi und Kongo markieren. Ein atemberaubender Anblick. Spätestens gegen 18.00 Uhr abends erreichen wir unser Hotel in Kisoro, wo das Abendbuffet wartet.

28.06. (6. Tag): Auf dem Batwa-Trail unterwegs 
Den heutigen Tag verbringen wir in der Grenzregion zwischem dem Virunga-Nationalpark und der Feldflur. Vor zwei Jahren haben wir festgestellt, dass wir hier mit interessanten Vogelarten rechnen können, die im dichten Wald an den Vulkanhängen eher nur schwer zu entdecken waren. In der Feldern, reifes Getreide, Hirse usw., sind zudem zahlreiche Prachtfinken unterwegs. Mit etwas Glück hören wir hier auch die europäische Wachtel (Common Quail). Dass die Art in Uganda überwintert, war bekannt. Das man diese aber auch zur Brutzeit mit Brutverdacht hier finden kann, war völlig neu! Am Ende unserer vormittäglichen Wanderung kommen wir zu einer kleinen Batwa-Kommune. Mehrere Pygmäen-Familien haben zwischen den Feldern in Strohhütten ihre Heimat. Dieses Leben in seiner Urform ist für uns Europäer einfach unfassbar. Die kleinwüchsigen Menschen sind gastfreundlich, singen und tanzen für uns. Von einem jungen Begleiter aus der Batwa-Kommune erfahren wir über das harte Leben dieses Volkes am Rande der Gesellschaft. Nach Verzehr unseres mitgebrachten Lunchpaketes kehren wir zurück Richtung Kisoro. Wenn etwas Zeit bleibt, besuchen wir noch einen der Kraterseen, bevor wir zum Abendessen zurück ins Hotel fahren.

29.06. (7. Tag): Durch den “Gemüsegarten Ugandas” zum Bwindi Nationalpark

Akut vom Aussterben bedroht: Gelbbauch-Rohrsänger. Foto: S. Lange.

Zeit zur Weiterreise, die wir nach dem Frühstück antreten. Nach dem doch anstrengenden Tag gestern an den Vulkanbergen haben wir heute wieder einen Reisetag vor uns, obwohl die Fahrstrecke bis zum nächsten Nationalpark mit rund 70 km nicht so lang ist. Aber nach dem Verlassen der Hauptstraße erwartet uns erneut unbefestigte Straße, und außerdem stoppen wir mehrfach unterwegs, weil interessante Gebiete warten. Zuerst suchen wir am Lake Bunyonyi nach Mackinnonwürger (Mackinnon’s Shrike) Mit etwas Glück können wir im See (wir schauen vom Hang direkt auf den See) eine Familie Fleckenhalsotter (Spot-necked Otter) beim Fischfang beobachten, die in Afrika weit verbreitet, aber selten zu beobachten sind. Im einem Papyrus-Sumpf am See wartet wieder aber eine neue ornithologische Rarität: Gelbbauch-Rohrsänger (Papyrus Yellow Warbler), der wegen schwindender Lebensräume akut vom Aussterben bedroht ist, sollte hier mit etwas Glück zu beobachten sein. Auch den seltenen Papyrusgirlitz (Papyrus Canary) sollten wir hier finden.

Nach einer Lunch-Pause geht es weiter durch endloses, fruchtbares Farmland, dem “Gemüsegarten” Ugandas. Bevor wir den Bwindi Nationalpark erreichen, suchen wir hier an geeigneten Stellen wieder nach einer seltenen Vogelarten, dem Schieferastrild (Dusky Twinspot), einen echten Spezialisten der Berge des Albertine Riftvalley. Vielleicht haben Glück und entdecken dabei auch den großen Braunscheitelwürger (Lüdher’s Bush-Shrike). Am späten Nachmittag erreichen wir plötzlich den Bwindi Inepetrabel Nationalpark; in riesiges, fast komplett von Farmland umgebenes tropisches Waldgebiet, in dem allein mehr als 400 Vogelarten beschrieben sind. Auch die berühmten Berggorillas leben hier. Im Camp erwartet uns bereits das Team von Emmy Gongo, unserem Birdguide, mit einem Begrüßunsgetränk und reicht uns heiße Tücher, damit wir uns den roten Staub von den afrikanischen Wegen aus den Gesichtern wischen können. Danach beziehen wir beim letzten Tageslicht unsere bequemen Zelte (self-contained, mit WC/D und teilweise sogar Wannenbädern). Ein wunderbares Abendessen wartet auf uns. Am Kamin, vielleicht bei einem Glas Rotwein, schreiben wir unsere Vogelliste fort. 4 Übernachtungen/VP im Camp.

30.06.-02.07. (8.-10. Tag): Auf Vogelpirsch im “Wald der Turakos” und zu Besuch bei den Berggorillas 

Ein wohl unvergessliches Erlebnis: Die Berggorillas vom Bwindi Nationalpark. Foto: H. Meyer

Das Gebiet ist so interessant und so eindrucksvoll, sodass wir vier Nächte bleiben “müssen”. Und dennoch werden wir zeitlich Mühe haben, alle ornithologischen Höhepunkte zu schaffen. Die Abläufe der Tage richten sich natürlich nach dem aktuellen Wetter, das hier in den Bergen bei 2.000 bis 2.200 m NN unbeständig und auch kühl sein kann. Obwohl wir zur besten Reisezeit (Trockenzeit) unterwegs sein werden, kann das Wetter sowohl extrem nass (2016) oder auch extrem trocken (2017) sein. Das Wetter ändert sich, leider auch in Afrika. Einen Tag planen wir hier für das Gorilla-Trekking ein (optinaler Angebot, nicht Bestandteil des Reiseprogrammes – siehe unter Sonstiges). Im Park leben verschiedene Gorilla-Familien, von denen drei habituiert, also an Menschen gewöhnt, sind. In der Saison können diese Familien täglich eine Stunde lang besucht werden. Die Menschenaffen nehmen vermeintlich keine Notiz von ihren Verwandten auf zwei Beinen, fressen, ruhen und kümmern sich um den Nachwuchs. Ein Besuch bei diesen bedrohten Riesen des Waldes, die man aus wenigen Metern Entfernung hauthnah erleben kann, gehört wohl zu den im Moment eindrücklichsten Naturerlebnissen, die man in Afrika, vielleicht in der ganzen Welt erleben kann! Den Rest dieses Tages nutzen wir zum Birden um die Logde. Viele spannende Vogelgarten warten hier auf uns. Am Abend suchen wir die nur hier in den Bergen vorkommende Ruwenzori-Nachtschwalbe (Montane Nightjar; eine Unterart der Höhennachtschwalbe), deren Gesang im Camp jede Nacht zu hören sein wird.

Die meist gesuchte Vogelart im Bwini NP: Blauskehl-Breitrachen. Digiskopie-Foto: H. Meyer

Einen weiteren Tag nutzen wir, um tief in das Bwindi-Tal bis zum Bwindi-Sumpf vorzudringen. Auf einem schmalen Pfad steigen wir von ca. 2.250 m NN (Ausgangspunkt) hinab ins Tal bis auf ca. 1.950 m NN. Zwar wird der Höhenunterschied nur um die 200 Meter betragen, aber dennoch benötigen wir für die anspruchsvolle Wanderung ca. 6 km hin und zurück erneut einen ganzen Tag (9-10 h unterwegs), weil wir in aller Ruhe ganz bestimmte Vogelarten suchen wollen. Unten im Tal findet sich der Lebensraum vom Blaukehl-Breitrachen (Grauer’s Broadbill), einem der meist gesuchten Vogelarten dieses Nationalparkes. Vielleicht haben wir Glück und es lässt sich wieder, wie 2017, ein Nest entdecken, an dem wir aus sicherer Entfernung per Spektiv das Brutgeschäft beobachten können. Hatten wir Glück mit der Art, dann kann man das im Anschluss offen zeigen: In einem kleinen Shop kann dann ein T-Shirts mit der Aufschrift “I have seen the African Broadbill” erworben werden. Und hier halten wir auch Ausschau nach dem endemischen Ruwenzori-Nektarvogel (Blue-headed Sunbird) und dem Edelfrankolin (Handsome Fracolin), die machmal auf den Wegen nach Nahrung suchen.

Den dritten Tag exkursieren wir im nördlichen Randgebiet es Nationalparks, am Ihihitso-Fluss. und “The Nack”. Hier erreichen wir schon wieder tiefer liegende Bereiche bei 1.600 m NN und damit auch wieder andere/neue Vogelarten. In den Baumblüten am Fluss suchen wir nach dem Purpurbauch-Nektarvogel (Purple-breasted Sunbird), einem weiteren Endemiten des Albertine Rift Valley’s. Mit etwas Glück finden wir hier auch den Vielfarbenwürger (Many-coloured Bush-shrike, eine echte Schönheit!

03.07. (11. Tag): Abschied vom Bwindi und Fahrt zum Kibale Forest
Nach drei hoffentlich hoch effektiven Tagen in einem der schönsten Bergregenwälder Ugandas nehmen wir nach dem Frühstück Abschied vom Camp und starten einen langen Reisetag bis zum Kibale Nationalpark. Am Vormittag stoppen wir zuerst am Rande des Bwindi-Gebietes in einer kleiner Dorfschule, um unsere mitgebrachten Geschenke (Bleistifte, Buntstifte, Kugelschreiber, Schulhefte, Süßigkeiten und vielleicht einige Kinder-Shirts) abzugeben. Auch dieser Besuch wird spontan sein, niemand erwartet uns, aber die Freude der Kinder (und der Lehrer) kann man dann in deren Augen ablesen (weitere Hinweise dazu unter “Allgemeines).  Am späten Nachmittag erreichen wir nach der ca. 300 km langen Tagesetappe unsere Logde am Rande des Kibale Forest.

Grünbrustpitta im Unterholz am Boden. Foto: Chr. Martin

04./05. 07. (12./13. Tag): Bei Grünbrustpitta und seltenen Primaten im Kibale-Nationalpark
Abhängig von der gestrigen Ankunftszeit, aber voraussichtlich doch gleich am ersten Morgen verlassen wir noch in der Dunkelheit unser Quartier, denn wir haben ein ganz spezielles, anspruchsvolles Ziel. Wir wollen die seltene Grünbrustpitta (Green-breasted Pitta) suchen, auf die wir in Uganda nur hier in diesem Gebiet eine echte Chance haben. Unser Aufenthalt hier gilt insbesonderer dieser seltenen Vogelart! Aufgrund der speziellen Biologie der schwierig zu beobachtenden Art müssen wir unbedingt vor dem ersten Tageslicht in ihrem Revier sein. Sollte das Glück auf unserer Seite gewesen sein, kommen wir zum späten Frühstück, vielleicht auch mit Fotos von der seltenen Art, aus dem Budongo-Forest zurück zur Logde. Nach dem Mittagessen und einer verdienten Mittagspause gehen wir auf die Suche nach weiteren seltenen Arten in diesem schönen Schutzgebiet. Den zweiten Tag verbringen wir ebenfalls mit Birding. Optional besteht zudem die Möglichkeit, an einer geführten Wanderung zu den wilden Schimpansen teilzunehmen (bitte anmelden, damit die Permits bestellt werden können).

Halbtags planen wir auch einen Besuch im “Bigodi Wetland Sancturay”, einem kleinen Feuchtgebiet. Hier erhoffen wir uns weitere neue Arten wie z.B. Grünkehl-Glanzköpfchen und Braunrücken-Nektarvogel (Green-throated- & Blue-throated Brown Sunbird) sowie Graukehlnicator (Western Nicator). Vielleicht haben wir Glück und entdecken auch zwei neue seltene Primatenarten, Östliche Vollbartmeerkatze und Grauwangenmangabe. Nach dem Abendbuffet in der Logde wartet die Vogelliste. Ganz bestimmt können für beide Tage mit 60-70 neuen Arten vermerkt werden.

06.07.2018 (14. Tag): Auf dem Weg zurück nach Entebbe 

Menschen, Tiere, Sensationen … Überraschende Einblicke in das Leben der Menschen in Uganda. Foto: H. Meyer.

Heute können wir ausschlafen, gut frühstücken, dann checken wir aus und treten unsere ca. 360 Kilometer lange Rückfahrt (meist auf Hauptstraße bzw. 80 km auf unbefestigten Wegen am Lake George) zum Ausgangspunkt unserer Reise, nach Entebbe, an. Wir werden den ganzen Tage mit kurzen Beobachtungsstopps unterwegs sein. Insbesondere auf dieser Fahrt dürften wir interessante Begegnungen mit dem geschäftiges Alltagsleben und vielleicht auch das eine oder andere persönliche Erlebnis mit den freundlichen Menschen Ugandas haben. Aber auch neue Vogelarten lassen sich entdecken. Wir suchen nach dem schönen Rossturako (Ross Turaco),  Elstertoko (Congo Pied Hornbill) sowie auch kleineren Arten wie z.B. Rüppelmeise (White-winged Black Tit) und Dominikanerwitwe (Pin-tailed whydah). Gegen Abend erreichen wir unsere komfortable Logde auf einem Hügel über den Mabamba-Sümpfen. Der Pool lädt zu einer Abkühlung ein, das Abendbuffet wartet …

07.07. (15. Tag): Auf der Suche nach dem Schuhschnabel im Mabamba-Sümpfen und Abschied von Ugandas Vogelwelt

Ausgeruht verlassen wir heute zeitig unserer Logde etwas später als sonst und starten spätestens um 8.00 Uhr morgens unsere kurze Fahrt bis zu den Bootsanlgern im Sumpf. Hier im ca. 16.500 ha großen Sumpfgebiet leben ca. neun bis zehn der urzeitlich anmutenden Schuhschnäbel (Shoebill). Unser Site-Guide Joseph mit seinem Team erwartet unsere Gruppe schon. Mit kleinen Booten fahren wir auf engen Kanälen, an denen Haubenzwergfischer (Malachite Kinghfisher) jagen, hinein in den Sumpf. Mit etwas Glück finden wir nach kurzer Zeit die gesuchte Art, kommen vielleicht auf 10-20 Meter heran und können Fotos und Videos vom Schuhschnabel machen. Während unserer Suche lassen sich weitere seltene Arten entdecken, auf die wir auf dieser Reise nur hier eine Chance haben wie z.B. Zwergteichhuhn (Lesser Moorhen) und Afrikazwergente (African Pygmy-goose) usw. Sollten wir bei unserer ersten Tour kein Glück mit dem

Schuhschnabel. Foto: Shutterstock

Schuhschnabel haben, dann planen wir am Nachmittag eine zweite Bootsfahrt, um die Art sicher beobachten zu zu können. Nach dem erfolgreichen Abenteuer kehren wir in unsere Logde zurück. Dort stellen wir unsere Reisebereitschaft her und freuen uns auf das Abschieds-Abendessen. Wir vervollständigen unsere Vogelliste, in der – mit etwas Glück – mindestens 360, vielleicht auch 380 oder sogar bis 400 gesehene Vogelarten stehen könnten. Unsere ca. 1.800 Kilometer lange Rundreise durch die grandiosen Berge des Albertine Riftvalleys endet jetzt. Spätesten gegen 19.30 Uhr bringen uns unsere Tourbusse zum Flughafen von Entebbe, wo wir uns verabschieden. Kurz vor Mitternacht starten wir ab Entebbe entweder über Amsterdam oder über Brüssel nach Hause (F/M/A).

08.07 (16. Tag): Ankunft in Europa
Am zeitigen Morgen kommen wir in Amsterdam bzw. in Brüssel an, unsere Anschlussflüge bringen uns zurück zu den Heimatflughäfen, von wo aus am Mittag die endgültige Heimreise stattfindet.

Weitere Details zu den Abläufen usw. können dem Reisebericht 2018 von dieser Reise entnommen werden, der hier unter “Reisebericht” zum Download zur Verfügung steht. 

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Teilnehmer, Preise, Leistungen

Teilnehmer

  • Minimum 6 und maximal 11

Preise (Staffelpreise):

  • ab 6 Teilnehmer – 3.090,00 € pro Person
  • 7/8 Teilnehmer – 2.990,00 €
  • 9/10 Teilnehmer – 2.940,00 €
  • 11 Teilnehmer – 2.890,00 €
  • Einzelzimmerzuschlag: 390,00 € (nur 2 Einzelzimmer verfügbar!)

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

Im Reisepreis inbegriffen

  • alle Unterkünfte (Hotels, Lodges) in Doppel- und Einzelzimmern
  • Vollpension (alle Mahlzeiten inkl. Tee, Kaffee, soweit verfügbar)
  • Trinkwasser unterwegs unbegrenzt
  • eigener WiFi-Hotspot für die Reisegruppe während der gesamten Reise (Hinweis: in abgelegenen Gebieten keine Netzabdeckung)
  • Eintrittsgelder für Nationalparke und lokale Guides (Ausnahme siehe unten)
  • Transport (pop-up-Minibusse mit 8/9 Plätzen, belegt mit max. 5 und/oder 6 Reiseteilnehmern pro Fahrzeug), incl. Treibstoff
  • englischsprachiger Birdguide und Tourhelfer sowie deutschsprachige Reiseleitung durch Bartmeise-Reisen
  • Deutsche Reiseinsolvenzversicherung/Reisesicherungsschein gemäß § 651k BGB

Im Reisepreis nicht inbegriffen

  • Fernflug ab D/CH/A nach Entebbe und zurück (derzeit ab 570,00 €)
  • Einreisevisa (online derzeit 50,00 USD)
  • Batwa-Trail Virunga-Vulkane 80,00 USD
  • Verpflegung am Anreiseabend aus dem Rucksack (bzw. vorher im Flugzeug)
  • Sonstige alkohol. Getränke, Trinkgelder in Hotel usw.
  • Trinkgelder für Birdguide und Fahrer (grunds. empfohlen für alle Bartmeise-Reisen: Birdguide 2,00 €-2,50 € pro Tag/Person; Fahrer 1,00 €-1,50 € pro Tag/Person;  ggf. Tour-Helfer: 1,00 € pro Tag/Person – in allen Währungen der Reise)
  • Persönliche Ausgaben wie Telefon, Wäscheservice, Einkäufe usw.
  • ggf. Verlängerungsnacht/e bei Flugausfällen etc.
  • zusätzlicher weiterer Bargeldbedarf insgesamt weniger als 200,00 € pro Person
  • optional: Teilnahme am Gorilla-Trekking im Bwindi-Nationalpark zum Preis von 600,00 USD pro Person (an UGA)
  • optional: Teilnahme an einer geführten Wanderung in den Lebensraum von (wilden) Schimpansen im Kibale-Nationalpark zum Preis von 150,00 USD (an UGA)
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Gorilla-Trekking

Im Bwindi-Nationalpark ist es möglich, am Gorilla-Trekking teilzunehmen. Die Teilnahme ist optional und kein Bestandteil dieses Bartmeise-Reiseprogrammes Uganda. Wir vermitteln die Gäste, die dieses Erlebnis buchen, an den Uganda Wildlife Authority und kaufen die Permits zum Preis von derzeit 600,00 USD ohne Provision direkt von dort ein.

Trekking- Bedingungen und Ablauf:

  • Teilnehmer müssen gesund sein, keine Erkältungskrankheiten (bei Krankheit am Buchungstag 2. Exkursionstag möglich; danach ggf. Rückabwicklung des Tickets (allerdings nur zu ca.

    Atemberaubend: Einem “Silberrücken” ganz nah. Foto: H. Meyer.

  • 70 %, bestimmte Gebühren eingehalten)
  • Trekking-Einweisung (englischsprachig) vorab (1 Stunde vorher) von den begleitenden Nationalpark-Ranchern und Guides im Nationalparkzentrum
  • Gruppengröße max. 8 Personen
  • gemeinsamer Abmarsch mit den Rangern zu den wilden Gorillas (Scouts voraus, die die Tiere lokalisieren)
  • Verbote (Sicherheitsabstand wird angewiesen; keine Berührung der Tiere usw.) müssen eingehalten werden
  • Foto, Filmaufnahmen uneingeschränkt möglich (teilweise aus nur 2-6 Metern Entfernung)
  • grundsätzlich eine Stunde Verweildauer bei der Gorilla-Familie (8 bis 16 Tiere, Silberrücken, erw. Männchen, Weibchen mit Jungtieren unterschiedlichen Alters (Erklärungen zu den Tieren englischsprachig durch den verantwortlichen Ranger)
  • Gesamtdauer der Trekking-Exkursion zwischen zwei und fünf Stunden (je nach Entfernung zur Gorilla-Familie)
  • Gelände teilweise steil abfallend, Anstieg (200-400 Meter) wieder steil nach oben, u.U. anstrengend, keine Wege (ggf. Wanderstöcke mitbringen, Naturhölzer als Abstütze vorhanden, Träger (Porter) geben Hilfestellung beim Ab- und Aufstieg).
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Allgemeine Hinweise, Reise-Charakter, Reiseleitung, Gesundheitshinweise, Sonstiges

Zum Charakter dieser Reise 

Diese Reise ist eine Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Alle Teilnehmer müssen über eine mittlere Fitness verfügen (zwei Tageswanderungen über ca. gesamt 2x 10km geplant; möglichst keine chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten bzw. durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 12 Stunden am Tag – bitte Reiseberichte lesen!). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, “near endemic-” und endemischen Arten. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in Aktivitäten von Landesvereinen und Gesellschaften zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten sichtbar zu machen. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt aber ausschließlich in den Händen des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben. Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn ich der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit anderen Menschen in Kleingruppen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, der kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen! So genannte “Lister”, also jene Vogel-Interessierte, die nur in der Welt unterwegs sind, um ihre ‘persönliche Lifeliste’ an Vogelarten aufzufüllen, die sich rücksichtslos und unhöflich gegenüber anderen Gästen verhalten und die Gruppenaktivitäten stören, sind absolut unwillkommen (solche Gäste können auch von einer laufenden Reise ausgeschlossen werden).  Vogelfotografen sind immer willkommen, jedoch müssen diese bereit sein, sich den Beobachtern unterzuordnen.

Gesundheitshinweise 

Beim Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland sind folgende Empfehlungen für Uganda/Kenia eingetragen: “Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) ggfs. auch Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen”.

Malaria-Prophylaxe bzw. standby für diese Reise ist angeraten, auch wenn wir immer in Höhenlagen ab 1.100 mNN unterwegs sein werden. Eine Gelbfieberimpfung ist nicht zwingend vorgeschrieben (bei Einreise aus Gelbfieber freien Ländern Europas), aber zu empfehlen. Hinweis: Wer in der Nähe einer Filiale der Fa. “Globetrotter” wohnt (z.B. in Dresden, Berlin, München usw.), dem sei die kostenfreie reisemedizinische Beratung und Reiseimpfungen (gegen Bezahlung) in diesen Filialen empfohlen. Meistens finden diese mehrmals in der Woche nachmittags und ohne Terminvereinbarung statt (vorher erkundigen!).

Ansonsten gelten die allgemein üblichen Hinweise zu Vorkehrungen für Reisen in solche Regionen wie ausreichender Insektenschutz, Tragen von Kleidung, die den Körper bedeckt, ausreichender Sonnenschutz usw.

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Reisedetails

Reisen, Startseite, Vögel intensiv
Staffelpreise ab 2.890,00 € pro Person/Vollpension im Doppelzimmer

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