Spanien: Vogel- und Naturparadies Extremadura

Reisebeschreibung

Naturparadies Extremadura: Trappen, Geier und blühende Dehesas

Natur- und Vogelbeobachtung in der europäischen Steppe und Bergvögel in der Sierra de Gredos

Reisezeitraum: 21. bis 29. April 2018 

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Blühende Dehasas im Frühjahr. Foto: R. Cabo

Die außergewöhnliche Vielfalt ihrer Vogelwelt und die enormen Weiten ihrer beeindruckenden Landschaften haben die Extremadura vor allem bei Vogelbeobachtern zu einem Traumziel in Europa werden lassen.

Seit seiner Jugend fühlt sich Roberto Cabo von der Extremadura angezogen und lädt für Bartmeise-Reisen ein, den Naturreichtum und die Schönheit dieser südwestspanischen Landschaften auf kleinen Wanderungen und Fahrten zu erleben. Wir beobachten die charakteristischen Tier- und Pflanzenarten in deren Lebensräumen und spüren die Stille und den Frieden beim Wandern durch weiträumige Naturlandschaften.

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Ausgangspunkt für die täglichen Exkursionen in die Extremadura ist das mittelalterliche Städtchen Trujillo. Foto: H. Meyer

Wir wohnen in einem kleinen Hotel mit sehr gutem Essen im historischen Städtchen Trujillo. Die Lage ist ideal, um von hier aus sternförmig unsere Exkursionsziele zu erreichen.

Bei dieser Reise werden wir an den letzten beiden Tage erstmals die Berge der Sierra de Gredos bereisen. Die Sierra de Gredos verläuft als Teil eines langen Gebirgszuges in ost-westlicher Richtung quer durch Spanien und trennt die nördliche von der südlichen Meseta. Es ist ein gewaltiges Granitmassiv mit Höhen bis zu 2.600 mNN. Charaktervogelarten hier oben sind Heckenbraunelle, Zippammer, Ortolan, Feldlerche, Bergpieper, Steinschmätzer, Schafstelze, Blaukehlchen (in Zentralspanien besiedelt das Blaukehlchen Ginsterfluren ab ca. 1.600 m Höhe) und Steinrötel. Auch Alpenkrähen, Wasseramsel und Geier auf Nahrungsflügen kommen vor.

Den thematischen Rahmen bildet die Natur- und Vogelbeobachtung und das Naturerlebnis, ergänzt durch das Verständnis für die Entstehung des heutigen Landschaftsbildes das bedingt ist durch uralte Nutzungsformen, wie z. B. die Wanderweide (Transhumanz). Ein Rundgang durch den beeindruckenden mittelalterlichen Ort Trujillo, Heimat mehrerer bekannter Konquistadoren, mit vielen Störchen, Rötelfalken. Schwalben und Seglern, ergänzt das Bild der Region. Meist fahren wir auch nach Mérida, der römischen Hauptstadt der Iberischen Halbinsel, um auf der 800 m langen Römerbrücke über den Guadiana den Blick auf die Flußinseln mit ihren Reihern, Eisvogel, Beutelmeise, Purpurhuhn zu genießen.

In einer Gruppe ergeben sich immer interessante Fragen, so dass in dieser Woche ein abgerundetes Bild über den Themenbereich Natur und Naturschutz in Spanien, zu Fauna und Flora, Landesgeschichte sowie Land & Leute entstehen wird.

Startbild: Röfelfalke in Trujillo. Foto: Gunter Färber

Reiseplan

Reiseplan

21. April 2018 (1. Tag): Flug nach Madrid

Gruppenflug mit Lufthansa ab Dresden/Leipzig/Berlin bzw. anderen deutschen Flughäfen sowie aus Zürich und Wien möglich nach Madrid und Fahrt mit einem oder zwei Minivan (9-sitzer) nach Trujillo (260 km; ca. 3 Stunden Fahrzeit). Bezug des in der unteren Altstadt gelegenen Hotels***.

22. – 25. April (2.-5. Tag): Naturbeobachtungen in der Steppe 

Von unserem schönen und zentral gelegenen Standort Trujillo aus unternehmen wir Tagesausflüge um die landschaftliche Vielfalt sowie die Pflanzen- und Tierwelt der meist sehr einsamen Landschaften kennenzulernen. Wir werden dabei immer wieder Spaziergänge und kleine Wanderungen unternehmen die jedoch nie beschwerlich sind und keine großen Höhenunterschiede überwinden. Die Beobachtungsbedingungen der Tier- und Pflanzenwelt in der Extremadura sind erstaunlich bequem obwohl durch den vorherrschenden Großgrundbesitz, mit extensiver Weidewirtschaft, viele Flächen eingezäunt sind.

Entspanntes Greifvogel-Beobachten im NP Monfragüe. Bartmeise-Reisegruppe im Mai 2018. Foto: H. Meyer

Anders als meist sonst in Europa handelt es sich hier nicht um einige wenige, konkrete Naturschutzgebiete die durch Siedlungen, Infrastrukturen und intensive Landnutzungsformen reliktartig voneinander getrennt wurden. Das Besondere der Extremadura als Naturraum ist vielmehr das fast flächendeckende Vorhandensein von sehr naturnahen Landschaften, geprägt von extensiver Weidewirtschaft, Wald und Dehesas, ausgedehntem Brach- und Buschland, unregulierten, frei fließenden Bach- und Flussläufen… und wenigen, sich harmonisch in die Landschaft einfügenden Dörfern.

Im Folgenden werden die Vögel besonders herausgestellt da sie die bekanntesten Protagonisten der Extremadura sind – aber wir achten genauso auf die Pflanzen, Reptilien, Schmetterlinge… Wer die hier vorkommenden, begehrten und seltenen Vogelarten kennen lernen möchte, wird sie in dieser Woche auch fast alle beobachten können – dennoch wollen wir die Natur auch in ihrer ganzen Vielfalt auf uns wirken lassen.

Der genaue Tagesablauf wird vor Ort kurzfristig festgelegt, abhängig u. a. vom Wetter und den Wünschen der Gruppe. Im Verlauf der 4 Beobachtungstage werden wir folgende Gebiete näher kennenlernen:

Nationalpark Monfragüe. Über 2 Hügelketten parallel des Tajoflusses erstrecken sich ausgedehnte Dehesaflächen (parkartiges Weideland mit Stein- und Korkeichen). Markante Unterschiede der Vegetation zwischen den Nord- und Südhängen. Die Nordhänge sind mit ursprünglichem mediterranen Wald bedeckt (neben Kork- und Steineiche auch Portugiesische Eiche, Erdbeerbaum, Lorbeer-Schneeball, Schmalblättrige Steinlinde, Baumheide) während die Südhänge von Wildem Ölbaum und Steineiche dominiert werden.

Die Blauracke ist ein verbreiteter Brutvogel in der Extremadura und kann gut beobachtet werden. Foto: G. Färber

Aufgrund der abgeschiedenen Lage wurde das Gebiet erst vor ca. 40 Jahren aufgrund seines weltweit bedeutenden Bestandes an großen Greifvögeln bekannt. Hier leben über 500 Paare Gänsegeier, über 200 Paare Mönchsgeier, dazu 5 Adlerarten, Schwarzstörche und viele weitere andernorts selten gewordene Tierarten. Die Beobachtungsbedingungen der Vogelwelt sind ideal, die Vögel lassen sich bequem beobachten.

Wir unternehmen auch einen Spaziergang in einer uralten Korkeichendehesa mit freilaufenden schwarzen Iberischen Schweinen.

Stausee Arrocampo. Ein flacher, verschilfter Stausee ist Lebensraum zahlreicher Reiherarten (auch Rallenreiher und Zwergdommel) sowie von Rohrschwirl, Purpurhuhn und Rohrweihe.

Trujillo Wunderschöne Altstadt. Zahlreiche Konquistadoren stammen aus dieser immer arm gewesenen Region; die wenigen die erfolgreich zurückkehrten ließen prachtvolle Häuser in ihrem Heimatort bauen, etwa Francisco Pizarro aus Trujillo, dem Eroberer von Peru oder Francisco de Orellana, der den Amazonas erkundete.

Mérida Ehemalige römische Hauptstadt der Iberischen Halbinsel. Besonders schön ist die 2000 Jahre alte und fast 800 m lange Brücke über den Guadiana, von der aus man u.a. Purpurhühner, Zwergdommeln, Eisvogel, Alpen-, Fahl- und Mauersegler… beobachten kann. Auf den Flussinseln brüten Seiden- und Kuhreiher. Auf Wunsch können auch die römischen Ausgrabungsstätten besichtigt werden.

Steppengebiete um Trujillo und Cáceres Große, baumfreie Ebenen erstrecken sich über hunderte Quadratkilometer und bieten spezialisierten Vogelarten wie Groß- und Zwergtrappen, Flughühnern, Triel und Lerchenarten wichtige Rückzugsgebiete.

La Serena. Eine fast baumlose Fläche von über 1.000 qkm war einst das Ziel riesiger Merinoschafherden die hier die Wintermonate im milden Mediterranklima verbrachten und zweimal im Jahr von den Winter- zu den Sommerweidegebieten (in Nordspanien und den Hochgebirgen) und zurück pendelten. Dieses uralte System der Transhumanz ist heute praktisch erloschen. Die baumlosen, windigen und felsigen Landschaften wirken faszinierend melancholisch und entfalten im kurzen Frühling eine schöne Blumenpracht. Die Weideflächen sind nie künstlich gedüngt worden, die Vielfalt an Pflanzen und Insekten erlaubt auch das Vorkommen andernorts so selten gewordener Vogelarten wie Groß- und Zwertrappen, Wiesenweihen und den allgegenwärtigen Weißstörchen. Besuch einer Burg mit fantastischem Rundumblick. Hier kommen u.a. Alpenkrähe, Blaumerle und Trauersteinschmätzer vor.

26. April (6. Tag): Auf dem Weg zur Sierra de Gredos

Abreise aus Trujillo. Über den Nationalpark Monfragüe und das Städtchen Plasencia fahren wir im Tal des Jerteflusses (berühmt durch seinen Kirschenanbau) hinauf um über den Tornavacapass an der Nordseite der Sierra de Gredos entlang zu fahren. Fast plötzlich ändert sich das Landschafts- und Vegetationsbild, es wird sehr viel grüner, die Vegetationsentwicklung scheint im Vergleich zu den Tieflagen der Extremadura um Wochen zurück zu liegen. Unser Standort für die nächsten Tage liegt am Nordrand der Sierra de Gredos.

27./28. April (7./8. Tag): Bergvögel in der Sierra de Gredos 

Zum Abschluss der Reise 2018 Abstecher nach Sevilla. Bartmeise-Reisegruppe am Dom. Foto: H. Meyer

Die Sierra de Gredos verläuft als Teil eines langen Gebirgszuges in ost-westlicher Richtung quer durch Spanien und trennt die nördliche von der südlichen Meseta. Es ist ein gewaltiges Granitmassiv mit Höhen bis zu 2.600 m. Wir können auf einer Strasse bis ca. 1.800 m Höhe hinauffahren und von dort aus, ohne besondere Anstrengungen, die Tier- und Pflanzenwelt beobachten. Iberische Steinböcke sind gut vertreten und verhalten sich sehr vertraut. Charaktervogelarten hier oben sind Heckenbraunelle, Zippammer, Ortolan, Feldlerche, Bergpieper, Steinschmätzer, Schafstelze, Blaukehlchen (in Zentralspanien besiedelt das Blaukehlchen Ginsterfluren ab ca. 1.600 m Höhe) und Steinrötel. Auch Alpenkrähen, Wasseramsel und Geier auf Nahrungsflügen kommen vor. Die Iberische Smaragdeidechse erreicht hier oben ihre höchstgelegenen Vorkommen. Während wir in den vergangenen Tagen die mediterrane Flora auf dem Höhepunkt ihrer Blüte erlebt haben, werden wir hier wieder Frühlingsblühern wie Reifrock- und Felsennarzissen begegnen…

Je nach Interesse und Kondition der Teilnehmer können auch längere Wanderungen unternommen werden – um die charakteristischen Tierarten zu beobachten reichen jedoch Spaziergänge und kleine Wanderungen aus!

29. April (9. Tag): Rückfahrt nach Madrid – Rückflug 

Nach dem Frühstück checken wir aus und treten unsere Rückfahrt zum Flughafen Madrid (ca. 2,5 Stunden Fahrzeit). Am Nachmittag starten wir mit LH oder ähnlich zurück nach D/CH/A.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 
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Leistungen, Teilnehmer, Preise

Im Reisepreis eingeschlossene Leistungen:

  • 8x Übernachtungen (5x Trujillo (Hotel***) / 3 x Gredos (schönes Landhotel**). Jedes Zimmer mit eigenem Bad.
  • 8x Frühstück und 8x Abendmenu (Wein und Wasser incl.)
  • Alle Fahrten in einem Kleinbus (mit Fahrer) ab/bis Madrid.
  • Exkursionen und Wanderungen lt. Programm
  • Reiseleitung: Roberto Cabo
  • Deutscher Reiseinsolvenzversicherung/Reisesicherungsschein nach BGB § 651k

Im Reisepreis nicht eingeschlossen:

  • Fluganreise/Gruppenflug ab Berlin-Tegel für 399,00 €
  • Mittagessen (meist als Picknick);
  • Eintritte (z. B. Ausgrabungsstätten in Mérida falls gewünscht);
  • Reiserücktrittskosten-Versicherung
  • private Ausgaben, Trinkgelder
  • ggf. Kosten für Ersatzbuchungen bei Flugausfällen durch “Höhere Gewalt” (Streik, Unwetter) usw.

Reisepreis

  • 1.490,00 € pro Person im Doppelzimmer
  • 1.690,00 € pro Person im Einzelzimmer
Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

Teilnehmer:

maximal 2×7 Teilnehmer (oder 1×7) in Minivans.

 

 

 

 

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Reisedetails

Flugreisen, Naturerlebnis-Touren, Vögel & mehr
21. bis 29. April 2018

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