Reisebeschreibung
Unterwegs von der Sahelzone im Senegal über Gambia bis zur suptropischen Casamance
Grandiose Vogelwelt im Djoudj-Nationalpark, am Gambia-Fluss und in den feucht-tropischen Casamance-Wäldern
Reisezeitraum: 1. bis 17. Februar 2026 (noch ein Doppel-/Twin-Zimmer verfügbar; 10.12.2025)
Diese außergewöhnliche Reise führt uns in zwei der faszinierendsten Faunenregionen Westafrikas – den Senegal und das kleine Nachbarland Gambia, zusammengefasst genannt “Senegambia” (rund um den Senegal- und Gambia-Fluss). Von den trockenen Ebenen des Sahels bis zu den tropischen Galeriewäldern der Casamance erleben wir eine eindrucksvolle Vielfalt an Lebensräumen, Klimazonen und Vogelarten. Unsere Route beginnt in Dakar, der lebhaften Hauptstadt Senegals, und folgt dem Rhythmus des Landes von Nord nach Süd: von den weiten Savannen des Sahelgürtels bis zu den grünen Uferwäldern und Mangroven des Gambia-Flusses.
Schon in den ersten Tagen erwartet uns ein ornithologisches Highlight: der Nationalpark Djoudj, UNESCO-Weltnaturerbe und eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Afrikas. In den Lagunen und Kanälen dieses riesigen Deltas rasten und brüten jedes Jahr Hunderttausende Wasservögel – darunter unzählige Rosapelikane (Great White Pelican), Flamingos (Greater Flamingo) und Afrikanische Löffler (African Spoonbill). Das leise Schlagen der Flügel und die Rufe der Vögel schaffen ein beeindruckendes Klangbild, das diesen Ort zu einem unvergesslichen Einstieg in die Vogelwelt Westafrikas macht.
Weiter nördlich bei Richard Toll und Podor tauchen wir in die Trockensavannen der Sahelzone ein – Heimat zahlreicher Spezialitäten dieser Region. Hier begegnen wir Arten wie dem zierlichen Wachtelregenpfeifer (Quail-plover), dem eleganten Rennvogel (Cream-colored Courser) oder mit etwas Glück sogar der seltenen Arabientrappe (Arabian Bustard). In der Dämmerung erklingt der leise Ruf der Prachtnachtschwalbe (Golden Nightjar), die zu den geheimnisvollsten Arten des Sahel zählt. Diese kargen Landschaften, geprägt von Akazien, Sand und Licht, sind ein Paradies für Liebhaber außergewöhnlicher Beobachtungen. Unsere Tour im Senegal endet dann schließlich in der üppig grünen Casamance-Region, wo Arten wie der scheue Weißschopfreiher (White-crested Tiger Heron) und der seltene Turatiwürger (Turati’s Boubou) zu finden sind, bevor die Rundreise weiter entlang Gambia-Rivers bis nach Banjul führt.
Im Zentrum im zweiten Reiseteil steht Gambia – das kleinste Land des afrikanischen Festlands, aber eines der artenreichsten für Vogelbeobachter. Entlang des mächtigen Gambia-Flusses erkunden wir Schutzgebiete wie Kiang-West und Tendaba, wo Savanne, Galeriewald und Mangroven aufeinandertreffen. Hier lassen sich eindrucksvolle Arten wie der majestätische Schwarzhals–Kronenkranich (Black Crowned Crane), die heimliche Binsenralle (African Finfoot) oder der farbenprächtige Goldscheitelwürger (Yellow-crowned Gonolek) beobachten. Auf leisen Bootstouren gleiten wir durch die Mangrovenkanäle, während über uns Schreiseeadler (African Fish Eagle) kreisen – Momente purer Ruhe und Naturintensität. Über den Akazien kreisen Weißkehlspint (White-throated Bee-eater) in kleinen, lebhaften Trupps, deren grün-blaues Gefieder in der Sonne leuchtet. Am Hauptfluss haben wir aber auch guten Chancen auf den seltenen Krokodilwächter (Egytian Plover). Zu den Zielarten dieser Reise in Gambia zählen weiterhin Bindenfischeule (Pel’s Fish-owl) und der attraktive Blauhaubenschnäpper (African Blue-flycatcher).
Diese Reise, die unsere klassische Tour in Gambia entlang des Gambia-Flusses mit einem Abstecher in den Nikolo-Koba-Nationalpark im Senegal ergänzt (siehe Dezember 2026), bietet einen wunderbaren Überblick über die westafrikanische Vogelwelt in zwei unterschiedlichen Faunenregionen, die auch viele europäische Wintergäste beherbergen. Von der Logistik her ist die Tour unkompliziert und komfortabel: Wir reisen in einem kleinen, geländegängigen Bus, die Unterkünfte sind gut gelegen und landschaftlich reizvoll. Diese Kombination macht die Reise ebenso ideal für erfahrene Vogelbeobachter wie auch für Einsteiger, die sich einen ersten Überblick über die afrikanische Avifauna verschaffen wollen – mit vielen Arten, die sich hier leicht und ohne Scheu beobachten (und auch fotografieren) lassen!
Titelfoto: Die hübschen Scharlachspinte zählen zu den Zielarten dieser Reise. Foto: Shutterst.
Reiseplan
Tag 1 (01.02.2026, So.): Ankunft am Atlantik – Senegambia wartet
Unser Direktflug aus Brüssel (mit Anschlussflügen immer ab 6.00 Uhr morgens aus Deutschland, Schweiz, Österreich) trifft bereits kurz vor 18.00 Uhr in der senegalesischen Hauptstadt Dakar ein. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten nehmen unsere Kollegen – Ansu und unser Fahrer Lamin – uns freundlichst am Flughafen im Empfang. Wir beladen unseren Tourbus und begeben uns auf die kurze Fahrt (ca. 60km) bis nach Popenguine. Auf der Strecke dahin stoppen wir schon mal an der Atlantikküste um die warme, trockene Luft des Sahels, die sich mit der frischen Brise des Meeres mischt, zu spüren. Unser charmantes Hotel für die erste Nacht liegt direkt am Meer – der perfekte Ort, um anzukommen und bei einem Abendessen am Meer von der Reise zu entspannen. In der Nacht kann man hier vielleicht den tiefen Ruf vom Blaßuhu (Verreaux’s Eagle-Owl) vernehmen. A/Ü Hotel.
Tag 2 (02.02.): Im Vogelschutzgebiet Popenguine unterwegs und Weiterfahrt nach Djoudj
Schon wahrend des Frühstücks am Meer können wir vielleicht über den Felsen am Meer die ersten, hier häufigen Fischadler (Osprey) und Beaudouin-Schlangenadler (Beaudouin’s Snake Eagle) kreisen sehen, während am Strand Glocken- und Küstenreiher (Black Heron & Western Reef-egret) auf Nahrungssuche gehen.
Nach dem Frühstück checken wir aus und starten zu unserer ersten Vogelbeobachtung im Schutzgebiet von Popenguine. Die Mischung aus Dünen, Lagunen und Buschland bietet Lebensraum für viele Arten. In der Buschzone zeigen sich Grautokos (African Grey Hornbill), Senegaltschagra (Black-crowned Tchagra) und mit Glück die bunte Senegalracke (Abyssinian Roller). Zwischen den Akazien fliegen Weißkehl-Bienenfresser (White-throated Bee-eater) und Zwergfischer (African Pygmy Kingfisher), während über den Wasserflächen vielleicht Afrikascherenschnäbel (African Skimmer) und Schwalbenschwanzspinte (Swallow-tailed Bee-eater) jagen. In den Büschen sind häufig Graukehlammern (Gosling’s Bunting) zu hören und entlang der Lagunen tauchen immer wieder Braunbauch-Flughühner (Chestnut-bellied Sandgrouse) auf. Am späten Nachmittag unternehmen wir einen Spaziergang entlang der Küste von Popenguine.
Nach einem letzten Blick auf die Atlantikküste fahren wir gen Norden durch weite Savannen, über staubige Straßen, vorbei an Dörfern und Viehherden. Unterwegs begegnen uns Heuschreckenbussarde (Grasshopper Buzzard), Graubülbüls (Common Bulbul) und Trupps von Kuhreihern (Western Cattle Egret). Am späten Nachmittag erreichen wir unser Hotel in der Nähe des Djoudj-Nationalparks – dem ornithologischen Herzstück Senegals. Ü/VP Hotel.
Tag 3 (03.02.): Unterwegs im Djoudj-Nationalpark zu Wasser und zu Land
Der Djoudj-Nationalpark, UNESCO-Welterbe und eines der wichtigsten Feuchtgebiete Westafrikas, empfängt uns mit einem überwältigenden Anblick: Tausende Wasservögel bevölkern die Lagunen, Kanäle und Schilfinseln. Während unserer Bootstour am Morgen gleiten wir lautlos durch die Wasserwege, begleitet vom Flügelschlag riesiger Kolonien von Rosapelikanen (Great White Pelican). In den Flachwasserzonen waten Rotgesichtlöffler (African Spoonbill) und mit etwas Glück könnten wir hier auch den beeindruckenden Sattelstörchen (Saddlebill) begegnen.
Auf den Inseln brüten tausende Kormorane (Great Cormorant), und über dem offenen Wasser segelt der eindrucksvolle Schreiseeadler (African Fish Eagle), die “Stimme Afrikas”. Im Schilfbereich halten sich bestimmt Schmuckzwergenten (African Pygmy Goose) auf. Am Nachmittag erkunden wir den Park zu Land – vielleicht begegnen wir dem farbenprächtigen Haubenzwergfischer (Malachite Kingfisher) oder den Pharaonenibis (African Sacred Ibis). Die weiten Himmel über Djoudj leuchten im Abendlicht, während Scharen von Rosaflamingos (Greater Flamingo) in die Sonne gleiten. Ü/VP Hotel.
Tag 4 (04.02.): Vogelwelt zwischen Fluss und trockenen Ebenen
Nach einem wie immer zeitigen Frühstück fahren wir in die Flussregion um Marigot, wo sich ebenfalls unzählige Wasservögel versammeln. In den Uferzonen balancieren Rosaflamingos (Greater Flamingo) auf langen Beinen, während Sporngänse (Spur-winged Goose), Rallenreiher (Squacco Heron) und Knäkenten (Garganey) in den seichten Tümpeln nach Nahrung suchen. Über den offenen Flächen fliegen Schuppenkopfsänger (Cricket Warbler) und Wiedehopfe (Common Hoopoe).
Am Nachmittag erreichen wir Richard Toll, eine Stadt am Senegal-Fluss, deren Umgebung von Kanälen und Feldern geprägt ist. Am alten Flugfeld suchen wir nach dem Horussegler (Horus Swift). In den Bäumen rufen Senegaltschagra (Black-crowned Tchagra), und kurz vor Sonnenuntergang ziehen Schwärme von Afrikasilberschnäbel (African Silverbill) über das Gelände.
Auf den trockenen Ebenen um Richard Toll halten wir Ausschau nach dem eleganten Rennvogel (Cream-colored Courser), der mit seiner sandfarbenen Tarnung perfekt in die Umgebung passt. Diese charakteristische Sahel-Art lässt sich oft in kleinen Trupps beobachten, die flink über den offenen Boden laufen. Ü/VP Hotel.
Tag 5 (05.02.): Unterwegs in der Heimat der Sahel-Arten auf der Suche nach der Arabientrappe
Nach dem Frühstück geht es weiter nach Podor, der nördlichsten Stadt Senegals. Die Landschaft wird immer trockener, Dornbüsche und Sandflächen dominieren. Diese Zone halten wir Ausschau nach seltenen Sahel-Arten wie Lerchenlaufhühnchen (Quail-plover), die perfekt getarnt am Boden verharren. In den Akazien klingen die Rufe von Graukappeneremomela (Senegal Eremomela) und Braunrücken-Goldsperling (Sudan Golden Sparrow).
Über den weiten Ebenen kreisen u.a. Schwalbenschwanzaar (Scissor-tailed Kite) und Kappengeier (Hooded Vulture), während kleine Trupps von Kordofanlerchen (Kordofan Lark) am Boden umherlaufen. Mit etwas Glück können wir in dieser Region auch die eindrucksvolle Arabientrappe (Arabian Bustard) erspähen – ein seltener und majestätischer Bewohner der trockenen Savannen Nordsenegals, dessen Vorkommen hier zuletzt nur vereinzelt bestätigt wurde. Podor liegt malerisch am Senegal-Fluss – ein stiller, atmosphärischer Ort, an dem die Sonne langsam im goldenen Wasser versinkt.
Nach Einbruch der Dunkelheit begeben wir uns noch einmal hinaus in die Stille der Sahel-Ebene – hier besteht mit etwas Glück die Möglichkeit, die geheimnisvolle Prachtnachtschwalbe (Golden Nightjar) zu entdecken, deren leiser Ruf über die trockenen Akazienhänge hallt. Ü/VP Hotel.
Tag 6 (06.02.): Vom Atlantik bis zur ältesten Kolonialstadt Westafrikas …
Nach einem letzten Frühstück in Podor checken wir aus. Wir verlassen den trockenen Norden und wieder zurück Richtung Atlantik. Die Landschaft wandelt sich: Auen, Felder und kleine Seen prägen nun das Bild. An Wasserstellen tummeln sich erneut verschiedene Wasser- und Watvögel. In der Ufervegetation singen vielleicht Zimtrohrsänger (Common Reed Warbler) und Rahmbrustprinia (Tawny-flanked Prinia) sowie andere mehr.
Kurz vor Saint-Louis, der ältesten Kolonialstadt Westafrikas, breiten sich Mangroven und Sandbänke aus, wo Graukopfliest (Grey-headed Kingfisher) und Schmetterlingsastrild (Red-cheeked Cordon-bleu) zu sehen sind. Die Altstadt mit ihrer Kolonialarchitektur bietet einen spannenden Kontrast zur lebendigen Vogelwelt der Umgebung. Ü/VP Hotel.
Tag 7 (07.02.): Am Schlafplatz der Schwalbenschwanzaare
Heute verlassen wir die Küste. Unsere Rundreise führt weiter südostwärts durch offene Savannenlandschaften. Unterwegs halten wir an einem bekannten Beobachtungsgebiet, um nochmals gezielt nach dem scheuen Lerchenlaufhühnchen (Quail-plover) zu suchen – einer der begehrtesten Arten der Sahelzone. Hier hätten wir eine letzte Gelegenheit, diese seltene Art zu finden. Nahe Kaolack suchen wir einen bekannten Schlafplatz von Schwalbenschwanzaaren (Scissor-tailed Kite) auf, der teilweise von Hunderten dieser eleganten Greifvögel genutzt wird. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, wenn diese im orangeroten Licht der Abenddämmerung kreisen. Ü/VP Hotel.
Tag 8 (08.02.): Die Vogelwelt Gambias wartet …
Heute verlassen wir den Senegal und fahren weiter in Richtung gambische Grenze auf. Die Fahrt führt durch Felder, Feuchtgebiete und Dörfer – ein Stück authentisches Westafrika. Im Bereich von Farafenni, wo wir die Landgrenze überqueren und nach Gambia einreisen (was etwas Zeit benötigen wird), bietet die landwirtschaftlich geprägte Flusslandschaft beste Chancen, die seltene Adamauaturteltaube (Adamawa Turtel-dove), die zusammen mit bis zu fünf weiteren Taubenarten und dem Doppelspornfrankolin (Double-spurred Frankolin) in Feldern auf der Nahrungssuche unterwegs sein kann, zu entdecken. Auch Gruppen von Helmperlhühnern (Helmeted Guineafowl) sollten unterwegs sein. Ü/VP Lodge.
Tag 9 (09.02.): Bei Binsenralle und Krokodilwächter am Gambia-River
Am Morgen, nach einem zeitigen Frühstück, besuchen wir ein ursprüngliches Waldgebiet nahe Farafenni. Hier leben in den Feuchtwiesen und Palmenhainen viele charakteristische Arten der gambischen Flusslandschaft. Mit etwas Glück könnten auf den großen Akazien eine gemischte Brutkolonie von Nimmersatt (Yellow-bellied Stork) und Rötelpelikan (Pink-backed Pelican) entdecken. Die Höhlenweih (African Harrier-hawk) sollten wir beim jagen beobachten können.
Im Anschluss fahren wir zu einer am Fluss gelegenen Lodge, wo uns eine Bootsfahrt auf dem Gambia-Fluss erwartet. Lautlos gleiten wir durch Mangrovenkanäle und suchen nach der seltenen Binsenralle (African Finfoot) und dem heimlichen Weißrückenreiher (White-backed Night Heron). Hier haben wir auch eine erste gute Chance auf den Krokodilwächter (Egyptian Plover), eine der schönsten Limikolen weltweit. Entlang der Ufervegetation erklingt häufig der markante Gesang vom Goldscheitelwürger (Yellow-crowned Gonolek) – ein farbenprächtiger Charaktervogel der Flusslandschaften, dessen Rot und Schwarz im Grün der Uferbüsche besonders leuchten. Auch der ungewöhnliche Pirolsänger (Oriole Warbler) ist hier nicht selten. Ü/VP Logde.
Tag 10 (10.02.): Auf der Suche nach Bindefischeule und Blauhaubenschnäpper
Nach dem Frühstück unternehmen wir eine weitere Bootstour auf dem Fluss, wo zwischen Mangrovenwurzeln der Riesenreiher (Goliath Heron) und vielleicht wieder die Binsenralle (African Finfoot) aktiv sind. Am Mittag erreichen wir das Tendaba Camp – bereits legendär für Vogelfreunde in dieser Region. Vorher sollten wir an einem hoffentlich wieder besetzen Nest vom eindrucksvollen Kampfadler (Martial Eagle) vorbeikommen.
Am Nachmittag führt uns die Fahrt in den angrenzenden Kiang West Nationalpark – ein Mosaik aus Trockenwald, Buschland und Sumpf. Unsere wichtigen Zielarten hier sind die seltene Bindenfischeule (Pel’s Fishing Owl) und der attrtraktive, farbenprächtige Blauhaubenschnäpper (African Blue-flycatcher). Auch der Senegalparadiesschnäpper (Red-bellied Paradise-flycatcher) kommt hier vor. Mit etwas Glück zeigt sich auch der eindrucksvolle Blaugesicht-Hornrabe (Northern Ground Hornbill), dessen tiefer, trommelnder Ruf über die Savanne hallt. Der Tag klingt mit dem Licht der Niedergänge am Flussufer aus. Ü/VP Logde.
Tag 11 (11.02.): Unterwegs in der Casamance im Senegal
Nach einem frühen Frühstück verlassen wir Gambia und überqueren erneut die Grenze in den Südosten Senegals. Doch bevor wir nach Ziguinchor fahren, erleben wir noch eine letzte Bootstour durch die Wasserarme bei Tendaba – ein Refugium für Wasser- und Waldvögel. In den Mangroven gleiten Afrikanische Schlangenhalsvögel (African Darter) und Afrikanische Löffler (African Spoonbill) über das Wasser.
In der Region Casamance mit dichten Wäldern und sattem Reisfeld-Dschungel erwartet uns eine neue Vogelwelt: nur hier im Senegal leben unter anderem Olivnektarvogel (Olive Sunbird) und der im Unterwuchs heimische Puvellaubdrossling (Puvel’s Illadopsis). Am Nachmittag erreichen wir Ziguinchor und checken ins Hotel ein. Ü/VP Hotel.
Tag 12 (12.02.2026, Do.): Auf der Suche nach dem Turatiwürger …
Nach dem Frühstück erkunden wir den Gibilor-Forest-Park – ein kleines, aber artenreiches Waldgebiet mit alten Bäumen und dichtem Unterwuchs. Dort suchen wir gezielt nach einer ornithologischen Rarität, dem Turatiwürger (Turati’s Boubou). Während wir durch die Waldkante gehen, hören wir den Gesang vom Ahantafrankolin (Ahanta Francolin und entdecken in den Baumkronen den Elstertoko (West African Pied Hornbill). Mit sehr viel Glück lässt sich hier auch der seltene Weißschopfreiher (White-crested Tiger Heron) beobachten – eine heimliche, dämmerungs- und nachtaktive Art der westafrikanischen Regenwälder, die in schattigen Flussläufen der Casamance gelegentlich nachgewiesen wird.
Am Nachmittag fahren wir zu den dörflichen Palmhainen von Oussouye, Kacout und Elinkine – hier verschmelzen Natur und Leben so eindrucksvoll wie kaum anderswo. Nach dem Beobachtungsprogramm kehren wir zum Hotel zurück und lassen den Tag bei einem entspannten Abend ausklingen. Ü/VP Hotel.
Tag 13 (13.02.): In der Grenzregion zu Guinea-Bissau unterwegs
Heute steht eine Fahrt in die Grenzregion zu Guinea-Bissau auf dem Programm, eine der artenreichsten Zonen des südlichen Senegal. In den schattigen Waldrändern suchen wir nach Waldarten wie Graukopf-Borstenbülbül (Grey-headed Bristlebill) oder Grünhylia (Green Hylia), beide häufig in dieser Region genannt. Besonders spannend ist erneut die Suche nach Puvellaubdrossling (Puvel’s Illadopsis) und dem lebhaften Senegalparadiesschnäpper (Black-headed Paradise-Flycatcher). Am Nachmittag kehren wir nach Ziguinchor zurück – drei Nächte in dieser Region geben uns Ruhe und Gelegenheit, das Gebiet in aller Ruhe zu erleben. Ü/VP Hotel.
Tag 14 (14.02.): Wieder zurück nach Gambia und Besuch in den Jululung-Wetlands
Wir verabschieden uns von der Casamance und fahren Richtung Norden nach Gambia. Unterwegs stoppen wir bei den Jululung-Wetlands, einem beeindruckenden Feuchtgebiet mit zahlreichen Wat- und Küstenvögeln – darunter Witwenpfeifgans (White-faced Wistling-duck), Küstenreiher (Western Reef-egret), Rüppel- und Königsseeschwalbe (Lesser Crested- & Royal Tern). Auch die Strichelracke (Purple Roller) kann hier gesehen werden, ebenso wie der erneut der hübsche Krokodilwächter (Egyptian Plover).
Am Nachmittag erkunden wir das Farasuto Forest-Reserve. Hier leben versteckt u.a. Perlenralle (White-spotted Flufftail) und der eindrucksvolle Schildturako (Violet Turaco), die wir suchen werden. Mit etwas Glück kommen uns hier auch Afrika-Zwergohreule (African Scops-owl), Silberadler (Wahlberg’s Eagle), Grünbaumhopf (Green Woodhoopoe) und Riesenfischer (Giant Kingfisher) vor die Ferngläser. Wir können noch zahlreiche weitere charismatische Arten erwarten. Nach dem Beobachtungsprogramm übernachten wir in Kotu. Ü/VP Hotel.
Tag 15 (15.02.): Per Boot vom Kartong-Wetland in die Atlantikmünundung
Auf der Fahrt in die Karton-Wetlands, im Hinterland der Atlantikküste gelegen, werden uns am Straßenrand sicher die agilen Spitzschwanzelstern (Piapiac) auffallen. Am Vormittag unternehmen wir einen Bootstrip in der Flussmündung von Kartong, bei dem wir mit etwas Glück und bei günstigen Wasserständen mit freiliegenden Sandbänken riesige Vogelschwärme bestehend aus mind. neun Reiherarten, Rötel- und Rosapelikanen (Pink-backed- & Great White Pelican), Riedscharben (Long-tailed Comorant), mind. 10 Limikolenarten, Dünnschnabel- und Graukopfmöwe (Slender-billed & Grey-headed Gull) und mind. fünf Seeschwalbenarten beobachten können. Überraschungen nicht ausgeschlossen! Anschließend widmen wir uns den Lagunen und dem umgebenden Buschland. Diese Habitat-Kombination bietet optimale Bedingungen auch für die Vogelfotografie, zum Beispiel um den attraktiven Scharlachspint (Northern Carmine Bee-eater; siehe Startfoto) aber auch weiteren Arten wie Blauwangen– und Zwergspint (Blue-cheeked- & Little Bee-eater) vor die Linsen zu bekommen. Ü/VP Hotel.
Tag 16 (16.02.): Abschied von der gambischen Vogelwelt im Brufut-Wald – Heimreise
Am letzten Tag unserer Reise besuchen wir den Brufut-Forest, ein bewaldetes Reservat nahe der Küste mit erstaunlicher Vielfalt. Hier können wir noch Arten suchen, die wir vielleicht unterwegs bisher verpasst haben. Mit etwas Glück finden wir hier noch den seltenen, attraktiven Arten wie dem Guineaturako (Green Turaco) und den Graubrust-Paradiesschnäpper (African Paradise-flycatcher), die in den Baumkronen rufen und jagen.
Danach schließen wir bei einem frühen Abendessen unsere Vogelliste, die bestimmt zwischen 250 und 280 gesehene Arten enthält, für die Reise ab. Nach 18.00 Uhr fahren wir zum internationalen Flughafen Banjul/Gambia. Dort verabschieden wir uns von Ansu, unserem Birdguide und von Lamin, unserem Fahrer. Gegen 19.00 Uhr beginnen wir mit dem check-in. Brussels Airline startet 20:40 Uhr mit dem langen Flug durch die Nacht in die Europahauptstadt nach Brüssel …
Tag 17 (17.02.2026, Die): Ankunft in Europa und Weiterreise nach Deutschland
… wo der A330-300 am frühen Morgen gegen 05:10 Uhr landen soll. Wir steigen um und zügig geht es ab 07:00 Uhr weiter nach Frankfurt/M., Berlin, Zürich und/oder Wien. Gegen Mittag werden die meisten Reiseteilnehmer an ihren Ausgangsorten angekommen sein und sich bestimmt noch lange an eine tolle Reise zur senegambischen Vogelwelt erinnern!
Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten!
Teilnehmer, Preise, Leistungen
Teilnehmer
min. 6 (Durchführungsgarantie!) bis max. 10
Preise/Staffelpreise
- 6 Teilnehmer – 3.390,00 € pP/VP/DZ
- 7 Teilnehmer – 3.290,00 € pP/VP/DZ
- 8 Teilnehmer – 3.190,00 € pP/VP/DZ
- 9 Teilnehmer – 3.090,00 € pP/VP/DZ
- 10 Teilnehmer – 2.890,00 € pP/VP/DZ
Einzelzimmerzuschlag: 390,00 €
Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise
Im Reisepreis inbegriffen
- alle Hotels und Lodges (15 Nächte), guter/sehr ordentlicher Standard in den Camps, sehr gutes Mittelklasse-Hotel am Meer. Alle Zimmer mit DU/WC, teilweise mit Klimaanlage bzw. Ventilator und mit Mückenschutznetzen an den Betten
- alle Mahlzeiten (Vollpension; Mittagessen mind 8x als Lunch-Picknick unterwegs) ab Abendessen (am 01.02.2026; nur bei pünktlicher Ankunft möglich!) und bis zum Abendessen am 16.02.2026. Verpflegung an den Reisetagen ‘aus dem Rucksack’ bzw. im Flugzeug einplanen
- Mineralwasser tagsüber während der gesamten Reise (immer gekühlt aus der Kühlbox) unbegrenzt
- alle beschriebenen Aktivitäten und Besichtigungen
- mind. 4 Bootstouren
- alle Eintrittsgelder, Nationalpark-Gebühren, Flughafentransfer usw.
- lokaler Birdguide (englischsprachig) und deutsche Reiseleitung (Hartmut Meyer)
- Vogelliste (Booklet) zum Eintragen der täglich gesehenen Arten (wiss./deutsch/engl.), Bartmeise-Bartmeise-Stoffbeutel sowie Notizbuch mit Kugelschreiber
- Deutscher Insolvenzversicherung/ Reisesischerungsschein
Im Reisepreis NICHT inbegriffen
- Gabelflug mit Brüssel Airline (Star Alliance) ab D/CH/A nach Dakar und zurück ab Banjul für ca. ab 1.100,00 €; Zug zum Flug pauschal deutschlandweit für 86,00 € zubuchbar
- Ein-/Ausreisegebühr für Gambia (2x 20,00 USD oder Euro – bei Ankunft und bei Abreise in bar zu bezahlen – ohne Visa
- Einreise in den Senegal (2025 kostenfrei!) und ohne Visa
- mögliche Verlängerungsnacht/e bei Flugausfällen (‘höhere Gewalt’-Ereignisse usw.)
- Alkoholische Getränke
- Trinkgelder, Wäsche-Service, persönliche Ausgaben für Einkäufe usw.
Allgemeine Hinweise, Mitnahmeempfehlungen, Abreisevorbereitungen, Klima, Gesundheit, Charakter der Reise
Mitnahmeempfehlungen
- nur leichtes, aber geschlossenes Outdoor-Schuhwerk (möglichst wasserdicht)
- nur leichte Sommergarderobe, aber grundsätzliches langärmlige Hemden bzw. T-Shirts (Schutz gegen Sonne und Insekten)
- eine leichte Jacke/Pullover zum Schutz gegen Erkältungen in klimatisierten Fahrzeugen und Räumen Kopfbedeckung (möglichst mit Abdeckung der Halspartie gegen Sonne)
- leichte Regenjacke oder Regenschirm (im Regenwald)
- wasserdichte Tasche für Ausflüge auf den Booten
- Badesachen (ggf. für Pools)
- gute Stirnlampe oder Taschenlampe (Teilnehmer erhalten eine Notfall-Lampe)
- Campingbesteck, Desinfektionstücher, kleines Handtuch für unterwegs
- Outdoor-Trinkwasserflasche (um Plastikflaschen zu sparen)
- persönliche Reiseapotheke
- Bestimmungsliteratur: N. Borrow, R. Demey (2012): “Helm Field Guides – Birds of Senegal and The Gambia” Christopher Helm London. ISBN 978-1- ………..
- N. Borrow, R. Demey (2014): “Helm Field Guides – Birds of Western Africa” Christopher Helm London. ISBN 978-1-4729-0568-0
Abschließende Reisehinweise und Abreisevorbereitungen
Etwa ab zwei Wochen vor dem Abreisetermin (und daher jeweils auf dem aktuellsten Stand) erhalten alle Reiseteilnehmer per Email (keine Postaussendung!) die abschließenden Reisehinweise für das Zielgebiet, die Teilnehmer- und Hotelliste zur Rundreise, die Vogelliste in Excel (zur Bearbeitung vor oder nach der Reise am PC), nochmals die e-Flugtickets, unsere ‘Hinweise für Flugreisen’ und unsere Hinweise für den online-check-in (zum Versand der i.d.R. ab 24h vor Abflug ausgestellten Bordkarten). Vor der Reise informieren Sie sich bitte im Internet über allgemeine Gegebenheiten des Ziellandes (Wetter, Bedingungen, Geldmittel usw.). Einige wichtige Angaben haben wir hier im Reiseplan unter (ggf.) “Einreise/Visa”, “Mitnahmeempfehlungen”, “Wetter/Klima” und “Gesundheitsvorsorge” bereits benannt.
Die als Booklet gedruckte Vogelliste zum abendlichen Eintrag der gesehenen Arten während der Rundreise sowie das Bartmeise-Merchandising (je nach Verfügbarkeit z.B. Postkarten, Kugelschreiber, Lineal, Notizbuch, Tragetasche usw.) bringt der Reiseleiter für jeden Gast zum Flughafen mit.
Wetter und Klima
Senegambia bietet mit seinem Querschnitt an Lebensräumen von den Ausläufern der Sahelzone bis zum tropischen Regenwald ein angenehmes subtropisches Klima. Das Wetter speziell im Februar gehört zur Trockenzeit. Im nördlichen Senegal (Sahelzone) dauert die jährliche Regenzeit üblicherweise von ca. Juli bis September, in der subtropischen Casamance in der Regel von Mai bis Oktober.
Im Norden Senegals herrscht typisches Wüstenklima – hieß und trocken. Nachts meist um +20°C, tags durchaus bis 35°C. Kein Regen. In Gambia und in der suptropischen Casamace liegen die Tiefsttemperaturen nachts bei 18-22°C, die Höchsttemperaturen tags um 30°C. Luftfeuchtigkeit relativ niedrig (im Vergleich zur Regenzeit). Die Vegetation zeigt sich in dieser Jahreszeit grün und tropisch.
Gesundheitshinweise
Beim Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland sind folgende Empfehlungen für Gambia/Senegal eingetragen: “Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Eine Gelbfieberimpfung ist jedoch dringend empfohlen, da Gambia und Senegal Gelbfieberinfektionsgebiete sind. Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden. Schützen Sie sich konsequent vor Insektenstichen. Lassen Sie sich von einem Tropen- oder Reisemediziner zu einer Malaria-Prophylaxe (Einnahme von Tabletten) beraten.” Ansonsten gelten die allgemein üblichen Hinweise zu Vorkehrungen für Reisen in solche Regionen wie ausreichender Insektenschutz, Tragen von Kleidung, die den Körper bedeckt, ausreichender Sonnenschutz usw.
Charakter dieser Reise
Diese Reise ist eine intensive Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten bzw. durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 10 Stunden am Tag). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, “near endemic-” und möglichst vielen endemischen Arten der bereisten Bioregion. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten, lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in die Aktivitäten zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) über landesweite Vereine bzw. Gesellschaften sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen daher in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten beobachten zu können. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt ausschließlich in der Verantwortung des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).
Diese Reise ist für Menschen mit körperlichen Behinderungen und mit ausgeprägten Erkrankungen des Bewegungsapparates nicht geeignet. Die meist hohen Tagestemperaturen sind zudem für Menschen mit chronischen Herz-/Kreislauferkrankungen nicht zu empfehlen! Speiseangebote für Vegetarier sind mit leichten Einschränkungen möglich. Für Veganer ist diese Reise jedoch völlig ungeeignet.
Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben. Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).
Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-12 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn ich der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit Gruppenreisen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen! “Lister” oder “Twitcher”, Vogel-Interessierte, die nur in der Welt unterwegs sind, um ihre persönliche “Lifelist” an Vogelarten aufzufüllen, die sich egoistisch, rücksichtslos und unhöflich gegenüber anderen Gästen verhalten und die Gruppenaktivitäten stören, sind absolut unwillkommen (solche Gäste können von einer laufenden Reise ausgeschlossen werden)! Vogelfotografen sind immer willkommen, jedoch müssen diese bereit sein, sich den Beobachtern unterzuordnen.
Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 









