Nepal: Spektakulärer Greifvogelzug im Himalaja

Reisebeschreibung

Nepal – Spektakulärer Greifvogelzug im Himalaja entlang der 8.000er-Berge

Schneegeier, Steppenadler, Malaienbaumfalken vor der Kulisse des gewaltigen Anapurna-Massivs 

Reisezeitraum: 8. bis 15. November 2019

Jedes Jahr zum Ende der Monsunzeit ab September vollzieht sich auch im Himalaja-Land Nepal eine gewaltige Greifvogel-Migration. Tausende Adler, Bussarde, Weihen und Falken sowie Geier verlassen dann ihre Brutgebiete in den Bergen vor dem Beginn der Schneefälle bzw. ziehen aus ihren mittelasiatischen Brutgebieten kommend durch die Täler entlang des Hauptkammes des höchsten Gebirges der Erde in ihre Winterquartiere im Südostasien.

Schneegeier zum Greifen nah am “Australien Camp”. Foto: som Gharti Chhetri.

Zum Glück und im Gegensatz zu anderen mittelasiatischen Ländern in Nepal völlig ungestört, denn hier gibt es keine Jagd und schon gar keine Jagd auf Vögel! Hindus und Buddhisten, die die Mehrzahl der Bevölkerung stellen, glauben an die Wiedergeburt und sehen die Tiere als die Träger der Seelen ihrer Ahnen. Daher kann man in Nepal dieses Naturschauspiel in jeder Beziehung ungestört genießen, denn es gibt keine legalen und illegalen Schießer, die die vorbeiziehenden Greifvögel hinter der nächsten Bergkuppe abschießen.

Ab Oktober, wenn die Trockenzeit beginnt, startet die große Migration zuerst mit dem Zug Tausender Amur– und Rötelfalken (Amur Falcon and Lesser Kestrel) in ihre südasiatischen Winterquartiere, gefolgt von Merlin, Baum– und Malaienbaum– sowie Wander– und Sakerfalken (Merlin, Hobby and Oriental Hobby, Peregrine and Saker Falkon) in unterschiedlicher Konzentration. Täglich können Malaienadler (Black Eagle) erwartet werden, zudem Tibet-, Mongolen– und Adlerbussarde (Himalaya-, Upland- and Long-legged Buzzard). Regelmäßig werden Schopfhabicht (Crested Goshawk) und Besrasperber (Besra), seltener Steppen– und Wiesenweihen (Pallid- and Montagu’s Harrier) sowie Kaiseradler (Eastern Imperial Eagle) gezählt.

Akut vom Aussterben bedroht: Indiengeier. Außergewöhnliche Beobachtung während unserer 2019er-Reise in Nepal. Foto: Ssom Gharti Chhetri.

Der Höhepunkt der Greifvogelzuges wird jährlich zwischen dem 8. und 15. November erreicht. In diesen Tagen ziehen dann Tausende Steppenadler (Steppe Eagle), Hunderte der großen Schnee-, viele Kahlkopf– und Bengalen- (Himalayan Griffon, Red-headed-, White-rumped Vulture) sowie auch Mönchs-, Gänse– und Schmutzgeier (Griffon-, Cinereous- and Egyptian Vulture) durch das Pokhara-Tal entlang des gewaltigen Anapurna-Massivs vorbei am „Australien-Camp“, dem bekannten Greifvogel-Beobachtungsplatz, der unsere Basis und unser Standort in diesen Tagen sein wird.
In dieser Zeit werden hier Mitarbeiter von BirdLife Nepal den täglichen Greifvogelzug erfassen. Wir haben die Möglichkeit, neben der Beobachtung der ziehenden Greifvögel auch bei der Erfassung mitzuhelfen. Insgesamt um die 30 Greifvogelarten, darunter sicher manche Überraschung, dürfen erwartet werden!

Nach dem Monsun herrscht im November meist klares Wetter mit fast ungetrübter Sicht auf die 8.000er-Bergwelt des Hauptkammes des Himalayas. Vom „Australien Camp“ aus auf 2.045m NN bietet sich eine atemberaubende Sicht auf das nahe Anapurna-Süd-Massiv und den berühmten Fischschwanz (rund 7.000 mNN). Die Tagestemperaturen sind mild, um die 20°C, und es herrscht meist ruhiges und trockenes Wetter. Bei guter Thermik können die ziehenden Greifvögel in der Tat zum Greifen nah entlang des Felsvorsprunges beobachtet werden. Teilweise ziehen die gewaltigen Schneegeier und andere Arten nur wenige Meter am Beobachter vorbei, und es bieten sich zudem einzigartige Fotobedingungen.

Singender Igeldrossling, einziger Endemit Nepals. Foto: Som Gharti Chhetri.

Zum Rahmenprogramm dieser speziellen Kurzreise gehört am Rande des Greifvogelzuges auch die Beobachtung der weiteren Vogelwelt in der Umgebung des „Australien Camps“ sowie ein ca. halbtägiger Beobachtungsgang in die Umgebung von Pokhara, dem „Tor zum Anapurna“. Hier findet sich der Lebensraum vom einzigen (echten) endemischen Vogel Nepals, vom Igeldrossling (Spiny Babbler), der in dieser Jahreszeit gut zu beobachten sein sollte.
Diese Reise ist mit einer mittleren körperlichen Anstrengung (Aufstieg zu Fuß zum „Australien Camp“) verbunden (genauere Erläuterungen zum Schluss) und daher nur für körperlich gesunde Menschen, insbesondere junge und junggebliebene Ornithologen geeignet.

Unser nepalesischer Birdguide und Mitarbeiter, Mr. Som Gharti Chhetri, ein ausgezeichneter, bestens in der lokalen Szene vernetzter und kenntnisreicher Ornithologe, Natur- und Bergführer, leitet diese Kurzreise vor Ort in englischer Sprache.

Startfoto: Auch im Himalaya haben es die Greifvögel nicht leicht. Dschungelkrähe mobbt Bengalengeier beim Fressen. Foto: S. Gharti Chhetri

 

Reiseplan

Unser nep. Mitarbeiter und Guide, Som Gharti Chhetri, erwartet die Gäste. Foto. privat

1./2. Tag: Anreise nach Kathmandu
Wir starten am Freitag, 8. November, ca. ab Mittag ab Deutschland/Österreich/Schweiz per Nachtflug nach Kathmandu. Die Hauptstadt Nepals erreichen wir am Sonnabend (9. November) gegen oder nach dem Mittag, je nach Airline. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten begrüßt uns unser nepalesischer Partner und Birdguide für die Reise, Som Gharti Chetri. Danach Bezug der Zimmer, spätes Mittagessen und Mittagspause. Am späten Nachmittag kann ein geführter Rundgang durch die unmittelbar an unser Hotel angrenzende Innenstadt von Kathmandu unternommen werden (private Einkäufe usw.). Abendessen und Übernachtung im Stadthotel.

3. Tag: Weiterreise zum “Australien Camp”
Zeitig am Morgen checken wir aus und fahren zum Flughafen. Nach einem kurzen Inlandsflug (ca. 35min) mit der Morgenmaschine um 07:00 erreichen wir die Stadt Pokhara, die bei allen Trekkingtouristen weltweit als das “Tor zum Anapurna” bekannt ist, gegen 07:35 Uhr. Unser Transfer steht am Flughafen bereit und bringt uns sofort nach Kande (ca. 1 1/2h Fahrt). Von dort aus Aufstieg zum “Australien Camp” (siehe unten). Unterwegs sollten uns im Bergwald die ersten Bergvögel Nepals wie … begegnen. Oben angekommen wartet ein warmes Essen. Danach Bezug der Zimmer und Einweisung in die Abläufe. Am Nachmittag Beobachtung des Greifvogelzuges/Einarbeitung in die Artbestimmung.

Logde “Australien Camp” auf dem Australien Camp vor der Kulisse des Anapurna Süd (in Wolken) und dem 7000m hohen Fischwanz /re.). Foto: H. Meyer

4.-6. Tag: Greifvogelzug am ‘Australian Camp’
Hier auf dem Felsplateau “Australien Camp” haben wir alles am gleichen Ort: Unsere Loge und davor die Vögel! Vom Felsplateau aus beobachten wir den sichtbaren Greisfvogelzug. In Absprache mit BirdLife International (und je nach persönlicher Fähigkeit und Bestimmungskenntnis) kann auch bei der Erfassung und Dokumentation des Greifvogelzuges (Details zu den zu erwartenden Arten siehe Beschreibung Einleitung) mitgearbeitet werden. Dies richtet sich allerdings auch nach den persönlichen Bestimmungskenntnissen der Teilnehmer.

Wir haben an diesen vier Tagen auch Zeit, zahlreiche weitere Vogelarten der mittleren Berge Nepals zu entdecken, und zwar direkt vor unserer “Haustür”. Wir sind immer nur wenige Hundert Meter von der Logde entfernt. Mit etwas Glück kommen hier um die 50 Vogelarten zusammen. Hierbei dürfte so manche überraschende Beobachtung gelingen, wenn das Wetter mitspielt. Neben dem Greifvogelzug sind Vertreter folgender Artengruppen zu erwarten: Tauben, Häherlinge, Meisen, Minlas (Sivas), Laubsänger und Fliegenschnäpper (alle Tage mit Vollpension).

Aufstieg zu Fuß zum Australien Camp (mit Gepäckträgern). Foto: H. Meyer

Hinweis: Das Camp erreicht man vom Ort Kande aus nur zu Fuß. Unser Reisegepäck übernehmen Porter, die das gegen Honorar nach oben tragen (12.000 Rupien/ca. 10,00 € one-way). Für uns steht jetzt ein Fußmarsch an, der von 1.770 mNN bis auf 2.045 mNN führt. Ungefähr 3,5 Kilometer bergauf, ziemlich steil, teilweise über Natursteintreppen. Menschen mit chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates können nicht an dieser Reise teilnehmen!

7. Tag: Scherenschwänze und Igeldrossling 
Nach einem zeitigen Frühstück verabschieden wir uns von den Greifvögeln und dem Camp und steigen hinab nach Kande. Unser Transfer wartet, und wir fahren zurück Richtung Pokhara. Unterwegs, sofern die Straße befahrbar ist, stoppen wir an einem Gebirgsfluss, der eine Besonderheit bieten kann: Drei der attraktiven Fächerschwanz-Arten kommen, bei entsprechendem Wasserstand, hier vor und könnten gleichzeitig vom gleichen Punkt aus beobachtet werden: Stummel- (Little-), Flecken- (Spotted-) und Graurücken-Scherenschwanz (Slaty-backed Forktail). Danach geht es weiter zum Pokhara-See. Hier auf ca. 1.200m Höhe findet sich der Lebensraum des einzigen endemischen Vogels Nepals, dem Igeldrossling (Spiny Babbler). Unser Guide kennt die Art und ihren Lebensraum sehr gut. Es sollte also gut gelingen, den Vogel aus 10-15 Meter Entfernung zu sehen, zu hören und sicher auch fotografieren zu können.

Anschließend wartet unser schönes Stadthotel, check in. Das Abendessen nehmen wir am Pokhara-See in einem Restaurant ein, das nebenbei auch ein traditionelles Kulturprogramm bietet. Vertreter einer der 120 Ethnien Nepals zeigen Ausschnitte aus ihren Tänzen und Gesängen.

8. Tag: Abschied von der Bergwelt Nepals
Heute kann ausgeschlafen werden. Das Frühstück wartet spät, und gegen Mittag fahren wir dann zum Internationalen Flughafen von Kathmandu. Ab Nachmittag Rückflug nach Deutschland/Österreich/Schweiz. Je nach Airline erreichen wir noch am gleichen Abend (z.B. mit Türkish Airline) bzw. am Morgen des nächsten Tages (16. November) die Ausgangsorte.

Hinweis zum Flugverkehr: Im Himalaja muss ständig mit extremen Wetterlagen gerechnet werden. Diese können insbesondere Auswirkungen auf den nationalen Flugverkehr haben. Daher empfiehlt es sich, inner-nepalesische und internationale Flüge zeitlich so zu legen, dass je mind. ein halber Tag, besser ein Tag zwischen nationalen und unternationalen Flügen liegt. Die Abreise von Pokhara nach und von Kathmandu weiter nach Europa kann daher nicht am gleichen Tag geplant werden!

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 

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Teilnehmer, Preise, Leistungen

Staffelpreise

  • 04-06 Teilnehmer: 820,00 € pro Person
  • 07-10 Teilnehmer: 690,00 € pro Person

Einzelzimmer-Zuschlag: 140,00 €

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise

 

Im Reisepreis inbegriffen

  • Stadthotels (3 Nächte, sehr guter Standard, DU/WC, Schwimmbad, Sauna usw.) und einfache (Basic) Logde (4 Nächte) “Australien Camp” (mit DU/WC)
  • alle Mahlzeiten (Vollpension) ab Mittag vom 9. November bis zum Frühstück am Abreisetag (teilweise Lunchpakete)
  • alle beschriebenen Aktivitäten und Besichtigungen
  • alle Eintrittsgelder und Nationalpark-Gebühren
  • Flughafentransfer
  • Birdguide (Englisch)
  • Deutscher Insolvenzversicherung/Reisesicherungschein gemäß § 651k BGB

Im Reisepreis NICHT inbegriffen

  • Langstreckenflug/Gruppenflug von D/CH/A nach Kathmandu-Nepal (ab 680,00 €)
  • inner-nepalesischer Flug von Kathmandu nach Pokhara und zurück mit Buddha Air ca. 250,00 €
  • Visa für Nepal (ca. 35,00 USD, Kauf bei Einreise)
  • mögliche Verlängerungsnächt/e bei Flugausfällen
  • Alkoholische Getränke
  • Trinkgelder für Serviceleistungen in Hotels, persönliche Ausgaben für Einkäufe usw.
  • zusätzlicher Bargeldbedarf pro Person nicht mehr als 50,00 € (größere private Einkäufe exklusive)
  • Trinkgelder für Guides und Fahrer zwischen 1,00 € und 2,50 € pro Tag und Person (nach separater Empfehlung)
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Allgemeine Reisehinweise

Charakter dieser Reise 

Diese Reise ist eine intensive Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten bzw. durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 12 Stunden am Tag). Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten, lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in die Aktivitäten zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) über landesweite Vereine bzw. Gesellschaften sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen daher in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt ausschließlich in der Verantwortung des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben. Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn sich der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit Gruppenreisen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen!

Sicherheitshinweise 

Wir bereisen vor allem ländliche Gebiete, die in allen Bereichen als sicher gelten. Die Nepalesen sind freundlich und hilfsbereit gegenüber Gästen aus dem Ausland. Wie überall auf der Welt muss man jedoch auch in nepalesischen Städten mit Taschendiebstählen und Trickbetrug rechnen. Wir empfehlen daher, persönliche Wertsachen wie Brieftaschen, EC- und Kreditkarten, Reisepass, hochwertige Optik usw. beim Stadtbesuch im Hotel zu lassen und nur das Notwendigste an Bargeld mitzuführen. Nehmen Sie bitte auch die Allgemeinen Reisehinweise für Nepal auf der Seite des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de zur Kenntnis.

Bestimmungsliteratur/Feldführer

Folgt in Kürze!

 

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Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 

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Reisedetails

Flugreisen, Reisen, Startseite, Vögel intensiv
ab 690,00 € pP im DZ/VP

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