Kolumbien: Zwischen Cauca-Valley und Paramo

Reisebeschreibung

Kolumbien: Zauberhafte und farbenprächtige Vogelwelt der Mittleren und Zentralen Anden

Bei den Endemiten der Choco-Region, beim “Andean Cock-of-the-rock” und zauberhafte Vogelwelt um die Auracana-Lodge

Reisezeitraum: 11. bis 26. September 2024

Unsere Reiseroute. Foto: C. Colonje

Das in weiten Teilen noch recht unberührte Kolumbien mit seiner extremen Vielfalt an Landschaften bietet unglaublichen 1950 Vogelarten Lebensraum! Vermutlich nirgendwo anders auf der Welt leben so viele Arten eng beieinander. Unsere exklusive ornithologische Reise durch Kolumbiens Nebelwälder, Feuchtgebiete, Täler und Hochplateaus und der ‚Choco-Bioregion‘ in den Mittleren und Zentralen Anden, die ein ausgewiesener einheimischer Kenner und Experte für endemische Vogelarten für uns erarbeitet hat, stellt eine weitere Besonderheit in unserem Reiseprogramm dar.

Die neue, komfortabel Auraucana Lodge wartet auf uns. Foto: C. Colonje

Wir freuen uns, bei dieser Reise einen längeren Aufenthalt an einem der besten und effektivsten Plätze für Vogelbeobachter in den kolumbianischen Anden anbieten zu können. Ohne die sonst üblichen langen Anfahrtszeiten aus und nach Cali ermöglichst die auf ca. 1.800m Höhe in den Mittleren Anden neu gebaute und erst vor zwei Jahren eröffnete Auracana-Lodge auf kurzen Wegen schnell die vielfältige Vogelwelt zwischen San-Antonio-Nebelwald, dem Unteren Anchicaya-Tal und dem erstmals zu erreichenden Farralones Nationalpark zu entdecken. Von hier aus können nun auch Ziele angesteuert werden, die aus zeitlichen Gründen vorher unmöglich waren. Die Auracana-Lodge wurde speziell für Vogelbeobachter und Naturliebhaber errichtet, bietet große komfortable Zimmer und einen Service der Spitzenklasse. Die Gäste unserer Reise in 2021 äußersten sich absolut begeistert von dieser Unterkunft und der vielfältigen Vogelwelt darum herum. Für Vogelfotografen bieten die Auracana-Lodge und die Umgebung beste Bedingungen, da hier zahlreiche Fütterungen für Kolibris und andere Vögel eingerichtet sind!
Vido zur Araucana Lodge: https://youtu.be/nxtzwXW38ZU

Andenfelsenhahn, ein Höhepunkt dieser Reise. Foto: C. Colonje

Weitere Reisehöhepunkte: Zum Auftakt unserer Reise verbringen wir einen halben Tag in einem kleinen, aber sehr bedeutenden Feuchtgebiet im Cauca-Valley direkt am Cauca-Fluss. Nur hier in der Sonso-Lagune können wir auf unserer Reise durch die Anden einige Wasservögel und Limikolen beobachten. Das Schutzgebiet ist auch Heimat des bizarren Hornwehrvogel (Horned Screemer), der vielleicht auch beobachtet werden kann. Weitere Zielarten sind hier zwei echte Endemiten:  Kolumbienschopftyrann  (Apical Flycatcher) sowie Braunrücken-Zwergspecht (Greyish Piculet). Bei unseren Reisen konnten wir stets auch den ungewöhnlichen Urutau-Tagschläfer (Common Patoo) am Tagesrastplatz beobachten (und fotografieren).

Danach folgen Aufenthalte im berühmten Rio Blanco-Schutzgebiet in den Mittleren Anden und in der ‚Choco Bioregion‘ (einem der artenreichsten Hotspots in der Welt und gemäß US-amerikanischer Einschätzung einem der „drei besten Vogelbeobachtungsgebiete in der Welt“). Hier dürfte es uns gelingen, zahlreiche weitere endemische Arten wie Goldring-Tangare  (Gold-ringed Tanager) – Cover-Vogel des Bestimmungsbuches McMullen et al.: „Field Guide to the Birds of Columbia“ -,  Negretzaunkönig (Munchique Wood-wren), Maronenbauch-Hakenschnabel (Chestnut-bellied Flowerpiercer) sowie die seltene Orangebrustkotinga (Orange-breasted Fruiteater) zu sehen. Allein im Rio Blanco-Schutzgebiet erwarten uns mind. sieben Ameisenpitta-Arten (Antpittas), zwei davon davon endemisch. Etwa fünf Arten werden an Fütterungen hautnah zu erleben sein!

Violettkehl-Helmkolibri, endem. Foto: B. Möckel

Dann geht es hoch hinauf in die Anden. Bei 4.150m NN erreichen wir den Los Nevados-Nationalpark zu Füßen des zweithöchsten aktiven Vulkans der Nordhalbkugel, dem knapp 5.400m hohen ‚Nevados del Ruiz‘, der trotz seiner Lage nur 500 km nördlich des Äquators eine Eiskappe trägt. Hier im Nationalpark suchen wir nach weiteren endemischen Arten, darunter einer ungewöhnlichen Kolibriart dieser extremen Höhenstufe, den Violettkehl-Helmkolibri (Buffy Helmetcrest, Foto: C. Calonje) und einem sehr seltenen, endemischen Papagei, der nur in diesem Nationalpark vorkommt, dem Rotstirnsittich (Red-fronted Paraket). Bevor wir uns am Abend vielleicht in den 40°C heißen Schwefel-Thermalquellen in unserem Hotel von der Anstrengung der Anden erholen, erwartet uns noch ein zauberhafter Garten mit Futterstellen für Kolibris. Unter den spannenden Anden-Arten dürfen wir auch den ungewöhnliche Schwertschnabel-Kolibri (Sword-billed Hummingbird) erwarten.

Im Otun-Quimbaya-Schutzgebiet suchen wir nach dem endemischen Caucaguan  (Cauca Guan), und können uns als nächstes Highlight auf die ungewöhnliche Sturzbachente (Torrent Duck) freuen, die hier im reißenden Otun-Gebirgsfluss lebt. Nur hier kommt die seltene Rotkehlkotinga (Red-ruffed Fruitcrow) vor, auf die wir beste Chancen haben. Und unter extrem günstigen Bedingungen könnten wir hier auch die endemische Kastanienwachtel (Chestnut-wood Quail), einen scheuen Regenwald-Bodenbewohner, aufzuspüren.

Über Manizales, der wichtigsten Stadt im ‚Kaffeedreieck‘ Kolumbiens, kehren wir im zweiten Teil dieser Reise nach Cali zum “km18”und die legendären Nebelwald-Gebiete von San Antonio zurück. Vor mehr als 100 Jahren verbrachte Frank Chapman vom American Museum of Natural History einige Zeit damit, die Vogelvielfalt dieses Waldes zu erforschen, was die ersten detaillierten Publikationen zur Kolumbien ergab.

Die farbenprächtige Multicolored Tanager, endem. Foto: C. Colonje.

Die letzten Reisehöhepunkte befinden sich im San-Antonio-Nebelwald in der Nähe von Cali, wo wir einen der farbenprächtigsten und berühmtesten Vögel, dem Andenfelsenhahn (Andean-cock-of-the-rock), der geradezu als Symbol für die Vogelwelt der Anden stehen kann, erwarten können. Wir werden die Art an einem Gruppenbalzplatz voraussichtlich wieder gut sehen können. Die Zusammensetzung der Vogelwelt in diesem Nebelwald insgesamt ist schier unglaublich. Gemischte Trupps aus seltenen Tangaren (einige endemisch) wie Schwarzohr-Bunt-, Feuerbürzel-, Purpurmantel- und Rotscheitel-Tangare (Multicolored-, Flame-rumped-, Purplish-manteld- & Scrub-Tanager) können bei der Nahrungssuche zusammen mit Goldband- und Schuppenkotinga (Green-and-black- & Scaled Fruiteater), Schwarzbrauen- und Grünorganist  (Chestnut-breasted- & Blue-naped Chlorophonia) sowie Goldkopf- und Kammtrogon (Golden-headed- & Crested Quetzal) in den fruchtenden Nebelwaldriesen beobachtet werden.

Tukan-Bartvogel. Foto: A. Eisen Rupp

Ein weiteres Ziel, das wir von hier aus gut erreichen können, ist  ist das Untere Anchicaya-Tal in einem der artenreichsten Nationalparks der Welt: dem Farallones Nationalpark. Das Gebiet liegt an der Old Buenaventura Road, die von den westlichen Anden zum Pazifischen Ozean hinabführt, und ist eines der neuesten Reiseziele Kolumbiens, das sich nun für Vogelbeobachter öffnet. Dieses Gebiet bietet eine überwältigende Vielfalt an Vögeln und inspirierte Steve Hilty dazu, mit der Arbeit an seinem “Field Guide to the Birds of Colombia” zu beginnen. Dies war der erste ornithologische Feldführer für Südamerika und inspirierte unzählige Ornithologen auf dem Kontinent. Hier an der Old Buenaventura Road, mit 900 mNN am niedrigsten Punkt unserer Reise, suchen wir ganz gezielt nach einer der farbenprächtigsten Arten der Region, dem Tukan-Bartvogel (Toucan Barbet, Startbild), die wir sehr wahrscheinlich wieder finden können.

Diese Reise ist als effektive Birdingtour, mit kurzen Wegen und langen Beobachtungstagen konzipiert. Während der gesamten Reise bewegen wir uns bei unseren Exkursionen in Höhenstufen zwischen 1.400 und 2.600 mNN, nur ausnahmsweise in der Paramo bis 4.150 mNN (mit Auto erreichbar).

Schwertschnabel-Kolibri. Foto: A. Wischnewski.

Bei unseren bisherigen Reisen in diese Region konnten wir stets zwischen 380 und 420 Vogelarten beobachten. Von den 35 in dieser Bioregion vorkommenden Endemiten wurden je bis 25, von den sehr seltenen und „near endemic“ nochmals um die 30 Arten gesehen. Bis zu 50 (!) Kolibri-Arten lassen sich auf dieser Reise entdecken, die meisten gut fotografieren.

Kolumbien in der bereisten Region präsentierte sich uns stets als sicheres, erstaunlich sauberes, freundliches und gut organisiertes Reiseland. Nette, offene Menschen, die sich über Gäste aus Europa freuen! 

Besondere Hinweise: Für diese Reise ist defacto kein zusätzlicher Bargeldbedarf notwendig (es sei denn, man plant Einkäufe von Reise-Mitbringsel etc.). Zu allen Hauptmahlzeiten sind pro Getränk ein beliebiges Getränk (Softdrink, Bier, Wein und/oder Kaffee/Tee; nur Spirituosen gehen auf eigene Rechnung) im Reisepreis inkludiert. Dennoch empfehlen wir, bei Anreise im Flughafen Bogota ca. 150,00 € in kolumbianische Peso umzutauschen!
Der Standard bei dieser Reise – was den Transport, die Mahlzeiten, die lokale Betreuung und insbesondere die Unterkünfte anbetreffen – ist außer der Reihe hoch bis luxuriös. Das liegt daran, dass es in Kolumbien seit mehr als 50 Jahren stabilen und sicheren Naturtourismus gibt, der insbesondere auf nordamerikanische Befindlichkeiten und Verhältnisse (Hauptzahl der Touristen) aufgebaut ist. Auf keiner anderen Bartmeise-Reise kann daher durchgehend ein solch hoher Standard angeboten werden. Daher können wir diese Reise auch Gästen empfehlen, die grundsätzlich ein gehobeneres Reiseniveau bevorzugen! 

Mehr zu Birding in Kolumbien: http://vimeo.com/86710982

Ein aktueller Bericht über unsere Reise 2017 kann unter “Aktuelles-Reiseberichte” nachgelesen werden! 

Startbild: Andenfelsenhahn. Foto: Th. Pleschke

Reiseplan

Tag 1 (11.09.2024, Fr.): Flug von Deutschland nach Kolumbien 
Wir starten am zeitigen Morgen nach Frankfurt/M. (Zubringer ab innerdeutsch oder A/CH oder “Zug zum Flug”) und von dort weiter mittags nach Panama-City (bzw. nach Bogota). Ankunft dort gegen 17.00 Uhr Uhr Ortszeit mit Umstieg nach Cali, wo wir gegen 20.30 Uhr eintreffen. Begrüßung durch unsere kolumbianische Partnerfirma am Flughafen und Transfer ins Hotel nach Buga (Ü/F).

Tag 2 (12.09.): Wasservögel an der Sonso Lagune und Weiterfahrt zum Rio-Blanco-Reservat 
Wir frühstücken am Hotel-Pool und können dabei bestimmt schon zwei Papageienarten beobachten. In den alten Bäumen am Hotel dürfen wir Schwarzohrpapagei (Blue-headed Parrot) und Gelbscheitenamazone (Yellow-crowned Amazon), die wir voraus. nur hier sehen können, erwarten. Der Morgen startet mit einer kurzen Fahrt zur Sonso Lagune. Diese ist eine der letzten verbliebenen Lagunen im Cauca Valley und eines der besten Feuchtgebiete Kolumbiens. Wir verbringen einige Stunden mit der Bestimmung verschiedenster Wasservögel, die wir auf unserer Reise nur hier sehen werden. Eigentlich sind wir aber hier, um einige echte Endemiten in der Vogelwelt beobachten zu können: Kolumbienschopftyrann (Apical Flycatcher) und Braunrücken-Zwergspecht (Greyish Piculet). Für das Mittagessen fahren wir zurück ins Hotel. Danach treten wir unsere rund vierstündige Autofahrt nach Manizales und zum Rio-Blanco-Reservat an. Ü/VP Hotel 

Rostkappen-Ameisenpitta. Foto: C. Colonje.

Tag 3 (13.09.): Ameisenpittas im Rio-Blanco-Reservat und Bekanntschaft mit der Paramo 
Den gesamten Tag wollen wir Vögel im Rio Blanco-Reservat, einem der besten Vogelbeobachtungsplätze in Kolumbien und nach US-amerikanischer Einschätzung einem der “drei besten Vogelbeobachtungsgebiete in der Welt” (wobei die “Weltsicht” der amerikanischen Kollegen manchmal etwas eingeschränkt ist …) verbringen. Wir fahren noch im Dunkeln aus der Stadt nach oben zur Rio Blanco-Logde auf 2.650m NN, wo wir auch alle Mahlzeiten, vom Frühstück bis zum Abendessen, einnehmen werden. Mindestens 12 Stunden verbringen wir vor Ort und können wieder hoch effektiv birden. Hier im Gebiet erwartet uns eine Besonderheit, denn hier hat die Nationalparkverwaltung auch zum Zwecke von Verhaltensstudien an den Arten Futterstellen für Ameisenpittas, von denen 6-7 Arten (meist im Bestand bedrohte Arten) vorkommen, eingerichtet. Die Ameisenpittas sind es gewohnt, zu einer bestimmten Zeit am Vormittag einige Regenwürmer jeweils an einem festen Platz angeboten zu bekommen. Die Vögel warten vermutlich schon und sollten sich auch nicht lange bitten lassen. Wir können das miterleben und vielleicht vier Arten dieser äußerst schwer zu beobachtenden Bodenvögel sehen: die bedrohte und „near endemic“-Art Zweifarben- sowie Brustband-, Rostkappen- und Graukappen-Ameisenpitta (Chestnut-crowned-, Slate-crowned-, Biocolored- & Brown-banded Pitta). Das Rio Blanco-Reserve beinhaltet eine Vielzahl von Lebensräumen und eine große Artenvielfalt. Nachmittags versuchen wir dann, viele weitere neue farbenprächtige Tangaren-Arten wie z.B. Plüschkopf, Silberbrauen- und Tränenbergtangare (Plushcap, Buff-breasted Moutain- & Lacrimose Mountain-Tanager) zu finden. Später exkursieren wir etwas weiter im Tal an einer Wasseranlage auf der Suche nach Weißkappen-Wasseramsel (White-capped Dipper). Sollten die wilden Avocados reif sein, haben wir beste Chancen, den hübschen Goldkopftrogon (Golden-crested Quetzal) zu entdecken. Ü/VP Hotel

Tag 4 (14.09.): Im Naturschutzgebiet “Owl’s Watch” unterwegs
Das Naturschutzgebiet “Owl’s Watch” liegt unmittelbar benachbart zum Rio Blanco-Reservat und bietet eine großartige Gelegenheit, nach Arten zu suchen, die wir am Vortag möglicherweise übersehen haben. Die Mitarbeiter dort beherrschen auch die Kunst, Vögel an Futterstellen zu locken, so dass es möglich sein wird, Grünband-Sonnennymphe (Tourmaline Sunangel), Fahlschwanzkolibri (Buff-tailed Coronet), Schwarzohrkolibri (Speckled Hummingbird), Bronze- und Violettscheitelkolibri (Bronzy- & Collared Inca), Samtbauchkolibri (Mountain Velvetbreast), die winzige, wie ein Insekt fliegende Hummelelfe (White-bellied Woodstar) und die attraktive Himmelssylphe (Long-tailed Sylph) zu sehen. Ü/VP Hotel.

Blauflügel-Bergtangare. Foto: C. Colonje

Tag 5 (15.09.): Vögel im Farmland und in den Hohen Anden 
Wir starten zeitig zur Hacienda ‘El Bosque’, die sich ungefähr eine Autostunde von Manizales entfernt befindet. Wir wollen hier das Frühstück einnehmen, um dann eine umfangreiche Vogelbeobachtungstour auf dem Gelände dieser Rinderfarm, in der Milch produziert wird und deren Besitzer seit Jahrzehnten große Wälder und Paramo-Ökosysteme schützt, verbringen. Einige unserer Ziele auf diesem bemerkenswerten Anwesen sind z.B. Halbmond-Ameisenpitta (Crescent-faced Antpitta), Blautukan (Grey-breasted Mountain Toucan), der zum Fressen von Weintrauben in den Garten kommt, Kurzschnabelkolibri (Purple-backed Thornbill), der beeindruckende Schwertschnabelkolibri (Sword-billed Hummingbird) und die attraktive Blaurücken-Bergtangare (Hooded Mountain Tanager). Auch unser Mittagessen nehmen wir noch in der Hacienda ein, bevor wir am späteren Nachmittag weiterfahren hinauf auf rund 3.800m zu unserem nächsten Hotel, wo wir uns am Abend in mineralreichen, heilenden heißen Quellen entspannen und die malerische Aussicht auf die zentralen Anden genießen können. Ü/VP Hotel.

In der Paramo auf 4.000 mNN oberhalb von Manizales. Foto: H. Meyer

Tag 6 (16.09.): Bei seltenen Kolibris im Los Nevados-Nationalpark 
Wir werden den Nationalpark Los Nevados erkunden, der sich im höchsten Teil der kolumbianischen Zentralanden befindet. Wir schlängeln uns durch Waldstücke, die sich zur Paramo öffnen, einem Ökosystem aus tropischem Grasland oberhalb der Baumgrenze, in Richtung des malerischen 5.300 Meter hohen Vulkans Nevado del Ruiz. Die Landschaft der Paramo ist magisch und surreal, mit samtigen Schopfbäumen, die diesen Effekt noch verstärken. Frailejon-Pflanzen gehören zur Gattung Espeletia und sind in Kolumbien, Venezuela und Ecuador endemisch.
Auch wenn es hier für einige Stunden auf 3.950 Metern u.U. ziemlich kalt wird, ist es unser Ziel, ganz spezielle und selten Arten zu finden wie den endemischen Violettbart-Helmkolibri (Buffy Helmetcrest) und das ‘near endemic’ Weißspitzen-Glanzschwänzchen (Rainbow-bearded Thornbill), die beide manchmal direkt am Boden winzige Blüten besuchen. Ebenfalls möglich sind Grünglanzschwänzchen (Viridian Metaltail), Schuppenbrust-Uferwipper (Stout-billed Cinclodes), Fahlbrauen-Schmätzertyrann (Brown-backed Chat-Tyrant), die wunderschöne Goldscheiten-Bergtangare (Golden-crowned Tanager), ‘near endemic’ Weißkehltangare (Black-backed Bush Tanager) und Stahlhakenschnabel (Glossy Flowerpiercer). Wir können eine Vielzahl von Samenfressern in der Paramo finden, einschließlich Bleiammertangare (Plumbeous Sierra-Finch) sowie Schlankschnabel- und Schlichtsamenfresser (Paramo- & Plain-colored Seedeater). Ü/VP Hotel.

Tag 7 (17.09.): Paramo-Vogelwelt und Ockerwangen-Ameisenpitta am Straßenrand 
Der Morgen wird damit verbracht, nach eventuell bisher verfehlten Arten zu suchen, und die Kolibri-Fütterungen am Hotel zu genießen. Es besteht auch die Möglichkeit, entlang einer zwei Kilometer langen Straße, die durch den so genannten Elfenwald, einem Ökosystem aus Zwergpflanzen, führt, nach dem sehr seltenen und gefährdeten (endemischen) Rotstirnsittich (Rufous-fronted Parakeet) Ausschau zu halten. Wir hoffen auch, die überhaupt nicht scheue Ockerwangen-Ameisenpitta (Tawny Antpitta) zu entdecken, einem häufigen Begleiter in diesem Gebiet. Wir werden zum Mittagessen in der Tinamu-Lodge anhalten, wo regelmäßig u.a. Schnurrbart-Bartvogel (Moustached Puffbird), Schwarzbauch-Ameisenfänger (Jet Antbird), Streifenkehl-Schattenkolibri (Stripe-throated Hermit) sowie Rötelkopf-,  Azurkopf- und Guiratangare (Bay-headed, Blue-necked- & Guira Tanager) gesehen werden. An die Fütterungen in der Lodge kommen bis zu 15 Arten von Kolibris, darunter Raritäten wie Rosenkehl-, Blauschwanz-Buffonkolibri und Hochland-Smaragdkolibri (Western Emerald). Ü/VP Hotel.

Rotkehlkotinga. Foto: Adrian Rupp

Tag 8 (18.09.): Unterwegs im Otun-Quimbay-Nationalpark
Der Otun-Quimbaya-Nationalpark ist ein Flora- und Fauna-Schutzgebiet am Westhang der Zentralkordillere und ist der Lebensraum der Quindio-Wachspalme, der höchsten Palmenart der Welt, die auch der Nationalbaum Kolumbiens ist. Diese Palmen gedeihen im Gegensatz zu den meisten anderen Palmenarten in großen Höhen und in kühlen Klimazonen. Wir werden hoffentlich von den Geräuschen der Roten Brüllaffen empfangen und können auch rasch den endemischen Caucaguan (Cauca Guan), von dem einst angenommen wurde, dass er bis zur Wiederentdeckung einer Population im Jahr 1990 ausgestorben sei, in Bäumen am Weg entdecken. Ein weiteres seltene Vogelart hier ist die endemische Rotkopf-Ameisenpitta (Hooded Antpitta). Das Schutzgebiet ist auch der beste Platz im ganzen Land, um die beeindruckende Rotkehlkotinga (Red-ruffed Fruitcrow) zu beobachten.

Sturzbachente, M. Foto: B. Möckel.

Hier erwarten uns auch weitere seltene Arten und Endemiten wie Kastanienwachtel (Chestnut Wood-Quail), den erst kürzlich beschriebenen Stilestapaculo (Stiles’ Tapaculo) und ‘near edemic’-Arten wie Grauscheitel-Ameisenpitta (Moustached Antpitta), der hübsche Rotbrust-Laubtyrann (Rufous-breasted Flycatcher) und den leuchtend gefärbten Schwarzohr-Waldsänger (Golden-fronted Whitestart). Andere beeindruckende Arten, die wir zu finden hoffen, sind Dreistreifen-, Rotkopf- und Kanadalaubsänger (Three-striped-, Russet-crowned- & Canada Warbler), Maskentrogon (Masked Trogon), Inkablaurabe (Green Jay), Hochlandmotmot (Andean Motmot), Grün- und Gelbbauchorganist (Blue-naped Chlorophonia & Orange-bellied Euphonia). Wir werden auch nach Schwarzschnabel-Bergtukan (Black-billed Mountain Toucan), Kastanienbrust-Zaunkönig (Chestnut-breasted Wren) und der Sturzbachente (Torrent Duck) im reißenden Bergfluss Ausschau halten. Am Nachmittag Transfer zur Araucana Lodge (5 Stunden). Ü/VP Lodge.

Zimmer in der Araucana Logde. Foto: C. Colonje

Tag 9 (19.09.): Kolibri-Festival in der ‘Finca Alejandria’ im San Antonio-Nebelwald 
Nachdem wir gestern Abend unsere schönen und geräumigen Zimmer in der Auracana-Lodge bezogen haben, in der wir bis zur Abreise wohnen werden, birden wir heute auf ca. 2.000mNN an der berühmten Straße ‘Km18’, die Cali mit der Hafenstadt Buenaventura verbindet. Zuerst halten wir Ausschau nach vier Endemiten:  Kastanienwachtel (Chestnut Wood-Wachtel), Kolumbianguan (Colombian Chachalaca), Braunrücken-Zwergspecht (Greyish Piculet) und der spektakulärer Schwarzohr-Bunttagare (Multicolored Tanager). Dieses Gebiet ist ein Paradies für Tangaren, in dem wir gute Chancen haben zahlreiche weitere Arten wie z.B. Purpurmantel-Berg-, Silberflecken-, Gelbrücken-, Schwarnacken- und Blauflügel-Bergtangare (Purplish-mantled-, Beryl-spangled-, Flame-rumped-, Metallic-green- & Blue-winged Mountain-Tanager) zu sehen. Im Kolibrigarten der ‘Finca Alejandria’ an der Straße erhoffen wir uns eine beeindruckende Show u.a. mit der langschwänzigen Himmelssylphe (Long-tailed Sylph), Grünscheitel-Flaggensylphe (Booted Racket-tail), Blaukopf-Saphirkolibri (Blue-headed Sapphire), Kleiner Veilchenohrkolibri (Green Violetear), Braunbauch-Brilliantkolibri (Fawn-breasted Brilliant) und dem winzigen Orangebauch-Schattenkolibri (Tawny-bellied Hermit). Ü/VP Lodge.

Tag 10 (20.09.): Am Gruppenbalzplatz vom Andenfelsenhahn und im Unteren Anchicaya-Tal 
Nach dem Mittagessen am heutigen Nachmittag wartet ein weiterer Höhepunkt dieser Reise auf uns. Wir erleben den Symbolvogel der Anden, den Andenfelsenhahn – Cock-of-the-rock an einem Gruppenbalzplatz. Jeden Nachmittag zur gleichen Zeit, auch außerhalb der Brutzeit, präsentieren sich die Männchen beim Gruppengesang und -tanz auf ganz speziellen Bäumen. Dieses eindrucksvolle Naturschauspiel dauert eine, vielleicht max. zwei Stunden pro Tag. Wir werden dabei sein! Nach diesen gewiss unvergesslichen Eindrücken geht es zurück ins Hotel und der Tag wird mit einem gemeinsamen Abendessen in unserer tollen Lodge abgeschlossen.

Aber, zuerst erleben wir am Vormittag das vielleicht berühmteste Vogelbeobachtungsgebiet Kolumbiens, das Untere Anchicaya-Tal (die Wasserscheide Kolumbiens) im Farallones-Nationalpark, einem der vielfältigsten Schutzgebiete des Landes. Die Vogelbeobachtung beginnt nur 30 Minuten vom Hotel entfernt, wo wir einige Zeit im El Descanso-Gebiet verbringen wollen. Her erwarten wir u.a. Rotkehl-, Rotohr-Bunt- und Silberkehltangare (Rufous-throated, Glis­tening-green and Silver-throated Tanager), die speziell hier zu finden sind. Etwas weiter dann bei Doña Dora und entlang des oberen Teils der Straße dürften viel gesuchte seltene Arten wie z.B. der endemische Scharlachhaubenkardinal (Crested Ant-Tanager), Halsband-Naschvogel (Golden-collared Honeycreeper), Weißzügel-Faulvogel (White-whiskered Puffbird), Einfarb-Baumspäher (Uniform Treehunter), Rußkopf-Zaunkönig (Sooty-headed Wren) und zwei neue Kolibriarten, Grünfadenelfe (Green Thorntail) und Rotstirn-Brilliantkolibri (Empress Brillaint), zu finden sein.

Eine der wichtigsten Zielarten dieses Tages ist jedoch der fünffarbig-bunte Tukanbartvogel (Toucan Barbet) der hier vorkommt.  Wir werden mit einem Auge immer den Himmel absuchen nach Prinzenbussard (Barred Hawk), Prachtadler (Ornate Hawk-eagle) und Schwalbenweih (Swallow-tailed Kite), während wir nach dem attraktiven Schmucktyrann (Ornate Flycatcher) Ausschau halten, der sich in niedrigen Ästen aufhält. Ein weitere wichtige Vogelart, die wir unbedingt finden müssen, ist der erst kürzlich wiss. beschriebene Tatamatapaculo (Tatama Tapaculo), der hier seinen Lebensraum hat. Ü/VP Lodge.

Tag 11 (21.09.): Vogelwelt in der Auracana Lodge 
Heute bleiben wir im Garten und in der unmittelbaren Umgebung der Araucana Lodge, um nach einigen wichtigen Arten zu suchen. Dazu zählen Parkerameisenfänger (Parker’s Antbird), Rußspecht (Smoky-brown Woodpecker), Streifenameisenwürger (Bar-crested Antshrike), Brillensperlingspapagei (Spectacled Parrotlet, Kehlband-Ameisenpitta (Scaled Antpit­ta), Blutbürzelarassari (Crimson-rumped Toucanet) und Rot-Schuppenkopftyrann (Scale-crested Pygmy Tyrant). Wir haben auch die Möglichkeit, die Pfade zu erkunden, die sich durch den prä-montanen Wald schlängeln, der von den Besitzern der Lodge geschützt wird, und ein Spaziergang durch die Bio-Gemüsegärten ist ebenfalls ein Genuss! Ü/VP Lodge.

Mit der Schienen-Lore zur Vogelbeobachtung. Foto: A. Eisen Rupp

Tag 12 (22.09.) Mit dem Holzkarren auf Schienen zum Vogelfestival San Cipriano-Reservat
Nach einem kräftigen Frühstück beginnt unser Tag mit einer 1,5-stündigen Fahrt nach Zaragosa, unserem Einstiegspunkt in die feuchten Wälder des San Cipriano-Reservats. Es gibt keine Straßen in das Reservat, daher erfolgt der Zugang mittels Fahrt mit der „Brujitas“, einem motorradbetriebenen Holzkarren auf Schienen, die von den Einheimischen einfallsreich konstruiert wurde. Das im Herzen der Choco Bioregion gelegene Gebiet ist für seinen Artenreichtum bekannt. Ein Vogelfestival u.a. mit solchen Spezialitäten wie Küstentukan (Choco Toucan), Hellschnabelarassari (Stripe-billed Aracari), Schwarzkappenkotinga (Black-chested Fruiteater), Rosenwangen– und Schwarzohrpapagei (Rose-faced- & Blue-headed Parrot), Tropfen- und Fünffarben-Bartvogel (Spot-crowned- & Five-colored Barbet), Plattschnabelmotmot (Broad- Billed Motmot), Purpurbrustkotinga (Purple-throated Fruitcrow und Schwarzachsel-Haubentangare (Tawny-crested Tanager) erwartet uns.

In der Gegend wimmelt es nur so von Ameisenvögeln. Wir haben beste Chancen auf Halsband-, Weißkehl- und Kurzschwanz-Ameisenvogel und Schwarzbauch-Ameisenfänger (Ocellated-, Jet-, Stub-tailed- & Bicolored Ant­bird). In der hohen Luftfeuchtigkeit des Pazifischen Tieflands fühlen sich eher Arten wie Choco-Strichel- und Tropfenkehl-Ameisenschlüpfer (Pacific- & Checker-throated Antwren), Pazifik-Breitschnabeltyrann (Pacific Flatbill), Orangeflecken-Ameisenpitta (Thicket Antpitta), Gürtelfaulvogel (Black-breasted Puffbird), Weißnacken-Maskentyrann (White-ringed Flycatcher), Stahlkardinal (Blue-black Grosbeak) sowie Blauscheitel- und Goldbandpipra (Blue-crowned- & Golden-collared Manakin) wohl, die wir unbedingt sehen wollen. Ü/VP Lodge.

Tag 13 (23.09.): Zur Vogelwelt im Atuncela-Trockenwald
An diesem Morgen besuchen wir das Dorf Atuncela, etwa 40 Minuten von der Lodge entfernt, wo aufgrund eines sehr lokalen Regenschatten-Gebietes ein sehr interessanter Lebensraum existiert. Ein Trockenwald mit mehreren endemischen Kakteenarten beherbergt spannende Arten wie Streifenameisenwürger (Bar-crested Antshrike) und Streifenkuckuck (Striped Cuckoo). Weitere Arten, die hier vorkommen, sind Weißbauch-Dickichtschlüpfer (Pale-breasted Spinetail), Goldbürzelorganist (Golden-rumped Euphonia), der endemische Kolumbien-Schopftyrann (Apical Flycatcher) und der Kakaobaumsteiger (Cocoa Woodcreeper). Ü/VP Lodge.

Tag 14 (24.09.) Vögel im San Antonio-Nebelwald und am km18
Nachdem wir gestern Abend in unserer Vogelliste geprüft haben, welche vielleicht wichtigen Arten wir bisher übersehen oder nicht gefunden haben, planen wir die Tour für den heutigen Tag gezielt nach solchen fehlenden Arten ein. Wir besuchen die Gebiete im San Antonio-Nebelwald, die die besten Beobachtungen versprechen. Vogelfotografen können gern an den Fütterungen im Garten der Auracana Logde oder im Kolibrigarten der ‘Finca Alejandria’ verweilen. Ü/VP Lodge.

Tag 15 (25.09.): Abreise aus der Araucana Logde, Stadtrundgang in Cali und Heimreise
Nach dem letzten Frühstück in der Auracana Lodge packen wir unsere Sachen für die Heimreise und verlassen die wunderbaren Anden in Richtung der Großstadt Cali. Je nach Rückflugzeit unternehmen wir einen geführten Rundgang durch die faszinierende Altstadt von Cali. Selbst dabei konnten wir in den vergangenen Jahren stets nochmals drei neue Vogelarten beobachten. Zu erwarten sind Rotbugara (Chestnut-fronted Macaw), Aplomado- und Wanderfalke (Aplomado- & Peregrine Falcon). Vivienne von unserer Partnerunternehmen Columbia Birdwatch erläutert uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der knapp zwei Millionen Einwohner zählenden, zweit-wichtigsten Stadt Kolumbiens. Am späten Nachmittag müssen wir dann in den Vorort Palmira fahren, wo sich der Flughafen von Cali befindet. Wir checken ein zum Flug nach Bogota. Dort wartet dann gegen 22.00 Uhr Ortszeit einer der längsten Lufthansa-Direktflüge durch die Nacht zurück nach Europa, direkt nach Frankfurt/M., wo wir am nächsten Tag eintreffen sollten.

Tag 16 (26.09.): Ankunft in Deutschland/Schweiz/Österreich
Nach einem hoffentlich angenehmen Flug mit LH543 erreichen wir nach mehr als 11 Stunden Direktflug  Frankfurt/M gegen 15.00 Uhr Ortszeit (innerdeutsche Anschlussflüge bzw. “Zug zum Flug” zu den Heimatflughäfen zwischen Hamburg, Dresden und München sowie nach Wien und Zürich).

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 

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Teilnehmer, Preise, Leistungen

Teilnehmer:

  • min 6. und max. 11 Personen

Staffelpreise:

Bei Buchungen bis zum 30.04.2024 gelten in jeder Preisstaffel die in Klammern genannten Frühbucherpreise!

  • 6 Teilnehmer – 5.290,00 € pP/VP/DZ (mit Frühbucherpreis: 4.990,00 €)
  • 7 Teilnehmer – 5.190,00 € pP/VP/DZ (mit Frühbucherpreis: 4.890,00 €)
  • 8 Teilnehmer – 4.990,00 € pP/VP/DZ (mit Frühbucherpreis: 4.690,00 €)
  • 9 Teilnehmer – 4.890,00 € pP/VP/DZ (mit Frühbucherpreis: 4.590,00 €)
  • 10 Teilnehmer – 4.490,00 € pP/VP/DZ (mit Frühbucherpreis: 4.190,00 €)
  • 11 Teilnehmer – 4.190,00 € pP/VP/DZ (mit Frühbucherpreis: 3.890,00 €)

Einzelzimmerzuschlag: 850,00 €

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise

Im Reisepreis inbegriffen

  • alle Hotels und Lodge (14 Nächte), mittlerer bis sehr guter Standard, alle Zimmer mit DU/WC/WiFi kostenlos in Hotels (Hotelliste wird nach einer Buchung ausgereicht)
  • alle Mahlzeiten (Vollpension)
  • Mineralwasser während der gesamten Reise unbegrenzt sowie Snacks und Früchte/Obst, an Reisetagen nachmittags zusätzlich Kaffee
  • Verpflegung zur Reise beginnt am 12.09. mit Frühstück und endet am 25.09. mit dem Mittagessen in Cali (Verpflegung im Flugzeug und ansonsten für die Ab- und Anreisetage “aus dem Rucksack” planen)
  • alle beschriebenen Aktivitäten und Besichtigungen
  • alle Eintrittsgelder und Nationalpark-Gebühren
  • Flughafentransfer
  • Birdguide (Englisch/Spanisch) von Colombia Birdwatch
  • Deutsche Reiseleitung durch Bartmeise-Reisen
  • Vogelliste (Booklet) zum Eintragen der täglich gesehenen Arten (wiss./deutsch/engl.), Bartmeise-Notizbuch mit Kugelschreiber und Lineal
  • Deutscher Insolvenzversicherung/Reisesicherungschein gemäß § 651r BGB

Im Reisepreis NICHT inbegriffen

  • Langstreckenflug mit Lufthansa ab innerdeutsch über Frankfurt/M. nach Bogota und Cali und zurück für ab 1.100,00 € in Economy-Class, ab ca. 1.700,00 € in Premium-Economy-Class und ab ca. 3.000,00 € in Business-Class.
  • geführter Stadtrundgang am 20.09. mit Verpflegung in Cali
  • mögliche Verlängerungsnächt/e bei Flugausfällen
  • Alkoholische Getränke
  • Trinkgelder für Serviceleistungen in Hotels, persönliche Ausgaben für Einkäufe usw.
  • zusätzlicher Bargeldbedarf pro Person nicht mehr als 150,00 € (größere private Einkäufe exklusive)
  • Trinkgelder für Birdguide und Fahrer (grundsätzlich empfohlen für alle Bartmeise-Reisen: Birdguide 2,00 €-2,50 € pro Tag/Person; Fahrer 1,00 €-1,50 € pro Tag/Person; ggf. Tour-Helfer: 1,00 € pro Tag/Person)
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Hinweise, Mitnahmeempfehlungen, Klima, Gesundheit, Charakter der Reise

Mitnahmeempfehlungen

  • geschlossenes Outdoor-Schuhwerk (möglichst wasserdicht), geeignet fürs Hochgebirge (aber keine Hochgebirgsausrüstung erforderlich!)
  • wetterfeste, warme Outdoor-Garderobe (“Zwiebellock”), langärmlige Hemden bzw. T-Shirts (Schutz gegen Sonne und Insekten)
  • eine leichte Jacke/Pullover zum Schutz gegen Erkältungen in klimatisierten Fahrzeugen und Räumen Kopfbedeckung (möglichst mit Abdeckung der Halspartie gegen Sonne)
  • Regenjacke oder Regenschirm (im Regenwald bzw. in den Anden)
  • gute Stirnlampe oder Taschenlampe
  • Outdoor-Trinkwasserflasche (zum Befüllen)
  • persönliche Reiseapotheke
  • Bestimmungsliteratur: McMullan, M. “Field Guide to the Birds of Colombia”. Rey Naranjo Editores 2018. ISBN 978-958-8969-62-6
  • App für Iphone: “All Birds Colombia field guide” von Mullen & Pohland GbR
  • App für Iphone: “The Birds of Colombia” I.M.D: Publicatiuon C.A, 9,99 €

Informationen zur Garderobe
Die Wetterbedingungen in den Anden werden sehr unterschiedlich sein und können täglich mehrfach wechseln: von kalt (nahe dem Gefrierpunkt am Morgen in der Paramo am Nevado del Ruiz auf ab 3.000 mNN) bis neblig, regnerisch, sonnig und sehr warm und feucht. Daher gilt es, für alle Situationen die richtige Garderobe mitzuführen (“Zwiebellook”). Ein warmer Pullover (sowie Handschuhe und Mütze) sollten ebenso nicht fehlen wie Regenschutz (auch für den Rucksack). Ein Schirm kann für kurze und heftige Tropenschauer nützlicher sein als eine unbequeme Regenjacke, die schwitzen lässt. Mit teils hohen Niederschlägen muss in den Anden jederzeit gerechnet werden. Im Westen der Anden regnet es am meisten. Eine Klimatabelle für Cali findet sich hier: http://www.iten-online.ch/klima/amerika/kolumbien/cali.htm. Warm und heiß wird es vor allem in der Region der Sonso-Lagune, im Cauca-Tal und in Cali. Sonnenschutz (Kopfbedeckung) und Insektenschutz einplanen. Wasserdichte Wanderschuhe,  die auch in den Bergen sicheren Halt bieten, sind wichtig, leichte Gummistiefel empfehlenswert für einige Gebiete. Der Schwierigkeitsgrad unserer Wanderungen in den Bergen ist meist einfach, manchmal auch bis mittel.

Colombia Birdwatch und Birdguide
Christopher Calonje (im Foto links; Foto privat), Inhaber von Colombia Birdwatch, ist gebürtiger  Kolumbianer. Seine Eltern und Großeltern erzogen ihn umweltbewusst und vermittelten ihn die Liebe zur Natur und zur Vogelwelt seiner Heimat, mit der er sich seit frühester Jugend beschäftigt. Christopher gilt im Land als ausgezeichneter Kenner der Vogelwelt der Anden und darüber hinaus, mit Schwerpunkt auf endemische Arten. Als gut vernetzter Ornithologe ist er in wichtige Schutzprojekte eingebunden. Er studierte Umweltplanung  an der Humboldt-State-University in Nord­-Kaliforniern/USA. Danach arbeite er 10 Jahre lang als Umweltberater, bevor er seine Firma Colombia Birdwatch gründete.

Gesundheitshinweise
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Malaria kommt in Kolumbien vor, allerdings weniger in den Bergen und kaum in den höheren Anden. Wir empfehlen aber, unbedingt eine tropenärztliche Beratung (z.B. im Gesundheitsamt) in Anspruch zu nehmen. Eine Auslandskrankenversicherung, die im Notfall auch den Rücktransport nach Deutschland absichert, ist für diese Reise eine Vertragsbedingung und muss bei Reisebuchung (spätestens mit der Abschlusszahlung der Reise) nachgewiesen werden. Bei allen unseren bisherigen Reisen in die genannte Region der mittleren und zentralen Anden war das Aufkommen an stechenden und saugenden Insekten äußerst gering (nur in Gebieten von 900 bis ca. 1300 mNN, darüber überhaupt nicht). Dennoch weisen wir auf eine notwendige Vorsorge hin.

Reisende müssen sich innerhalb von 72 Stunden vor der Einreise über das Formular Check-Mig der Migración Colombia online registrieren. Die Registrierungsbestätigung muss der Fluggesellschaft vor Abflug in Deutschland vorgelegt werden. Die übermittelten Daten werden an die kolumbianischen Gesundheitsbehörden weitergegeben. Einreisende werden von diesen nach Ankunft meist telefonisch kontaktiert.

Sicherheitshinweise 
Wir bereisen vor allem ländliche Gebiete die in allen Bereichen als sicher gelten. Die Kolumbianer sind freundlich und hilfsbereit gegenüber Gästen aus dem Ausland. Wie überall auf der Welt muss man jedoch auch in kolumbianischen Städten mit Taschendiebstählen und Trickbetrug rechnen. Wir empfehlen daher, persönliche Wertsachen wie Brieftaschen, EC- und Kreditkarten, Reisepass, hochwertige Optik usw. beim Stadtbesuch im Hotel zu lassen und nur das Notwendigste an Bargeld mitzuführen. Nehmen Sie bitte auch die Allgemeinen Reisehinweise für Kolumbien auf der Seite des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de  zur Kenntnis.

Charakter dieser Reise 
Diese Reise ist eine intensive Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten bzw. durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 12 Stunden am Tag). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, “near endemic-” und möglichst vielen endemischen Arten der bereisten Bioregion. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten, lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in die Aktivitäten zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) über landesweite Vereine bzw. Gesellschaften sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen daher in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten beobachten zu können. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt ausschließlich in der Verantwortung des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-12 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn ich der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit Gruppenreisen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen!

Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben (Ausnahme: Stadtrundgang Cali am Abreisetag – in englischer Sprache). Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Weitere Bestimmungsliteratur/Feldführer
Hilty, S. L. and W. L. Brown. Guide to the Birds of Colombia. Princeton University Press, Princeton, NJ. 1986. A classic and your best source for Colombia bird identification. Fine source of information on voice, behavior, breeding and status and habitat, range maps for almost all species.

Restall, R., C. Rodner, and M. Lentino. Birds of Northern South America. Vol. 2. Plates and maps. Christopher Helm, London. More up-to-date taxonomy and very different color plate style, but similar in size and weight, to previous book. Covers seven countries (over 7000 images) which complicates field use because of large number of illustrations.

Hilty, Steven. Birds of Tropical America: A Watcher’s Introduction to Behavior, Breeding and Diversity. University of Texas Press, 2005. Highly recommended for background information on how things work in bird communities in tropical latitudes.

Kricher, John C. A Neotropical Companion. Princeton: Princeton University Press, 1989. Excellent broad-based resource on just about everything from plants and birds to insects, herps and mammals in the Neotropics.

Snow, David. The Web of Adaptation: Bird Studies in the American Tropics. Quadrangle, New York Times Book Co.: Demeter Press, 1976. A classic. Deals with fruit-eating birds and their adaptations in the American tropics.

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Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 

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Reisedetails

Flugreisen, Reisen, Startseite, Vögel intensiv
Staffelpreise ab 3.890,00 € pP im Doppelzimmer/VP

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