Kenia: Flamingos und Gnu-Wanderung erleben

Reisebeschreibung

Einzigartige Naturerlebnisse in Ostafrika: Gnus, “Big Five” und Zwergflamingos

Bei den Naturwundern im Großen Afrikanischen Grabenbruch

Reisezeitraum: 5. bis 19. September 2019 

Gnus und Zebras in der Masai Mara. Foto: J. Anghwo.

Diese Reise verbindet die Höhepunkte der Natur Ostafrikas mit der besonderen Vogel- und Tierwelt dreier völlig unterschiedlicher kenianischer Lebensräume: Steppe mit Salzseen, Tieflands- und schließlich montaner Bergregenwald. Schließlich kombinieren wir mit dieser Rundreise das einzigartige Naturschauspiel der Massenwanderung Hunderttausender Gnus (und anderer Huftiere) auf der Suche nach frischem Grün mit der zauberhaften Gruppenbalz von über einer Million Zwergflamingos an einem der Natronseen im Großen Afrikanischen Grabenbruch sowie dem Erlebnis der “Big Five“ Afrikas.

Unsere Rundreise beginnt in Nairobi und führt uns zuerst in den berühmten Masai Mara-Nationalpark an der Grenze zu Tansania, wo wir neben der Steppenvogelwelt ein ganz besonderes Naturschauspiel, sicher das größte Spektakel, welches die Tierwelt in Ostafrika zu bieten hat, die Massenwanderung Hunderttausender Gnus zu neuen Weideplätzen, beobachten wollen. Und wir nehmen uns die Zeit, hier auch nach den „Big Five“ Afrikas zu suchen, weil dies hier sehr aussichtsreich ist.

Von der Masai Mara aus führt unsere Rundreise weiter westlich in den letzten großen Tieflandsregenwald Kenia’s, dem Kagamega Forest National Reserve an der Grenze zu Uganda. Er stellt den östlichsten Zipfel des äquatorialen Regenwaldes in Kenia dar. Hier können wir zahlreiche Vogelarten erwarten, die in Kenia nur ein kleines Verbreitungsgebiet aufweisen, manche Arten nur oder fast nur hier zu finden sind. Hier im Regenwald finden wir auch einige Vogelarten, die der benachbarten Fauna von Uganda zuzuordnen sind.

Reisegruppe 2017 am Großen Afrikanischen Grabenbruch. Foto: H: Meyer

Weiter führt unsere Reise wieder in südwestliche Richtung zum bekannten Vogelparadies, dem Lake Baringo, dem einzigen Süßwassersee im Afrikanischen Grabenbruch in Kenia, und an den benachbarten Natronsee Lake Bogoria. Beide Seen liegen zwar nur wenige Kilometer auseinander, bieten aber eine völlig unterschiedliche Tier- und Vogelwelt. Während am Lake Baringo mit seinem Süßwasser ein reichhaltiges Vogelleben auf uns wartet, kann der ‘lebensfeindliche’ Natronsee Lake Bogoria eigentlich nur einer einzigen afrikanischen “Massen”-Vogelart paradiesische Verhältnisse bieten: bis zu 1,5 Millionen Zwergflamingos verwandeln diesen See bei ihren Gruppenbalztänzen im September in ein rosa Meer, das man als Naturbeobachter einfach nur ehrfurchtsvoll betrachten und sich kaum satt sehen kann! Dennoch können in der Umgebung beider Seen 350 bis 400 Vogelarten erwartet werden.

Gepard in der Masai Mara mit Beute. Foto: B. Beckers.

Schließlich verlassen wir den Großen Afrikanischen Grabenbruch, fahren wieder in nördliche Richtung vorbei an den bekannten Thomson-Wasserfällen (2.360m NN), wo wir übernachten, um an nächsten Morgen zügig unseren letzten Höhepunkt auf dieser Rundreise, das berühmte Mount Kenia-Reserve zu Füssen des 5.000 Meter hohen Mount Kenia Massiv erreichen zu können. Im einzigartigen Bergregenwald auf 2.060 m NN werden wir neben den Spezialisten dieses Lebensraumes auch einen der seltensten Vögel Ostafrikas, den stark bedrohten (endemischen) Olivibis (Olive Ibis) erleben können. Wir nutzen unsere Zeit hier in der Umgebung des zweithöchsten afrikanischen Bergmassives, nach speziellen Vogelarten, die zahlreiche seltene, teils auch endemische Vertreter zu bieten hat, zu suchen.

Höhepunkte: Massenwanderung der Gnus (und anderer Huftiere) in der weltbekannten Masai Mara mit den “Big Fife” Afrikas. Vogelwelt im letzten Tieflandsregenwald Kenias, dem Kagamega Forest National Reserve. Einzigartiges Naturschauspiel mit über einer Million Zwergflamingos am Lake Bogoria und zum Abschluss die beeindruckende Bergvogelwelt am Mount Kenia Massiv auf über 2.000 m NN.

Reiseplan

1. Tag: Anreise von Deutschland/Schweiz/Österreich nach Nairobi
Nach ca. 7 ½-stündigem Tagesflug ab Frankfurt (mit innerdeutschen Anschlussflügen ab z.B. Dresden, Berlin usw.) oder ab Zürich/Wien mit LH/Swiss erreichen wir am Abend die Kenianische Hauptstadt Nairobi. Wir schließen Bekanntschaft mit unserem Birdguide Joseph und unserem Tour-Betreuer Ronald sowie den beiden Fahrer. Dann geht unser Transfer in ein nahes gelegenes Flughafenhotel für die erste Nacht (Übernachtung).

Die großen Fleischfresser warten in der Masai Mara. Foto: B. Beckers.

2. Tag. Auf dem Weg in die Masai Mara
Nach einem zeitigen Frühstück machen wir uns auf nach Südwesten in den berühmten Masai Mara-Nationalpark. Für die rund 250 Kilometer benötigen wir ca. fünf Stunden Fahrzeit. Anfangs wird es zügig auf guter Straße voran gehen, später jedoch, auf den ca. letzten 70 Kilometern, müssen wir unbefestigte, staubige Sandpisten nehmen. Der Vorteil wird sein, dass wir unsere langesame Fahrt immer wieder unterbrechen können zur Vogelbeobachtung. Mit etwas Glück sehen wir vielleicht rastende Wermuthregenpfeifer (Caspian Plover) sowie Rotnacken-, Rotkappen- und Braunscheitellerche (Roufus-naped-, Red-capped- & Fischer‘s Sparrow-Lark). Am Straßenrand können wir Helmperlhuhn (Helmeted Guienafowl) und Rotkehlfrankolin (Red-nacked Spurfowl) erwarten.

Baumschliefer im Camp. Foto: B. Beckers

Am späten Nachmittag oder frühen Abend treffen wir im Camp ein. Wir beziehen unsere einfachen, aber komfortablen self-contained Zelte, nehmen eine Dusche und dann wartet auch schon das Abendessen. Das Camp liegt direkt an einem kleinen Flusslauf, der die Grenze zum Schutzgebiet bildet. Beim Abendessen sollten wir bereits die großen Huftiere, die zum Trinken kommen, sowie vielleicht auch Tüpfelhyänen sehen. Ihre Schreie und die der Baumschliefer, die in den Urwaldriesen am Fluss im Camp leben, begleiten uns in und durch die afrikanische Nacht. (3 Übernachtung/VP)

3./4. Tag: Naturschauspiel Massenwanderung der Gnus und „Big Five“ Afrikas
Mit dem Hellwerden und noch vor dem Frühstück birden wir heute Morgen (und/oder auch jeden Morgen) im Gelände der Logde. Danach starten wir unsere erste Safari-Fahrt in die nördliche Masai Mara. Hier und überall in Afrika bestimmt der Regen die Abläufe der beeindruckenden Wanderungen der großen Grasfresser und wir müssen schauen, wie die Situation ist. Voraussagen sind dazu nicht möglich: Natur ist Natur! Sollte überall frisches Grüns sprießen, so können wir auch die ersten großen Herden Gnus, Zebras, Kaffernbüffel, viele Antilopen, Giraffen, Elefanten usw. erwarten. Und mit ihnen die großen Fleischfresser: Löwen, Geparden, auch Leoparden und Hyänen. Letztere werden wir öfters mit Halsbandsendern sehen, denn im Gebiet läuft seit Jahren ein Forschungsprojekt zum Sozialverhalten dieser zu Unrecht gescholtenen Tierart, die bereits erstaunliche und überraschende Ergebnisse erbracht hat. In diesen Tagen haben wir beste Chancen, alle Vertreter der „Big Five“ Afrikas erleben zu können. Die weitgehend baumlose Masa Mara ist wie geschaffen dafür.

Hildebrandt-Glanzstar (endemisch) in der Masai Mara. Foto: B. Beckers

Wir werden in diesen beiden Tagen immer, nur unterbrochen von der Mittagspause, im Nationalpark unterwegs sein, am Mara-Fluss die Überquerung der Gnus und Zebras erleben und auch die Angriffe der im Fluss lauernden riesigen Nilkrokodile sehen. Wie viele Tiere in unserer Gegenwart gleichzeitig den Fluss überqueren, bleibt allerdings auch immer dem Zufall der Natur überlassen.
Die Vogelwelt in der Masai Mara ist beeindruckend. Und so werden wir vom Geier bis zur Nachtschwalbe viele Arten beobachten können. Insbesondere suchen wir auch immer wieder nach solchen seltenen Arten wie dem schmucken Elsterwürger (Magpie Shrike), der nur hier in der nördlichen Mara vorkommt, oder auch nach dem (endemischem) Hildebrandt-Glanzstar (Hildebrandt‘s Starling). Typische Steppenvögel wie Sandflughühner und Trappen, z.B. Braunbauch-Flughuhn (Yellow-throated Sandgrouse), Schwarzbauch- und Senegaltrappe (Black- & White-bellied Bustard) sollten uns regelmäßig begleiten. Im Camp wartet dann wieder ein tolles Abendessen und danach, vielleicht heute, versammeln sich junge Masai um das abendliche Lagerfeuer und führen ihre Hüpf-Tänze vor. Das ferne Trommeln und die Schreie der Tüpfelhyänen (die nachts durch die bewachte Anlage schleichen) begleiten uns in die nächste afrikanische Nacht.

Junger, eben flügger Kronenadler im Kagamega-Forest. Foto: M. Meyer.

5. Tag: Abschied vom ‚Großen Grasland‘
Heute Vormittag unternehmen wir eine letzte Safari in die Masai Mara („Großes Grasland“) bis an die Grenze zu Tansania. Am Grenzstein, der eigentlich völlig einsam inmitten der Grassteppe steht und ein Niemandsland symbolisiert, machen wir ein Abschiedsfoto. Bei den Vögeln suchen wir heute nochmals nach einigen Arten, die wir vielleicht bisher verpasst oder nur in der Ferne gesehen haben. Mit etwas Glück entdecken wir einem Löwenriss, z.B. die Reste eines Kaffernbüffels, der einer gemischten Gruppe von Kappen-, Sperber-, Weißrücken-, Wollkopf– und auch den mächtigen Ohrengeier (Hooded-, Rüppels, White-backed-, White-headed– & Lappet-faced Vulture) eine Mahlzeit bieten. Gute Fotos sind normalerweise garantiert!

Nach dem Mittagessen checken wir aus und setzten unsere Rundreise in Richtung Victoriasee fort. Am Nachmittag erreichen wir die Stadt Kisumu, wo wir übernachten. Auf dem Weg nach Kisumu haben wir ebenfalls die Möglichkeit, immer wieder an interessanten Plätzen zu stoppen und nach der Vogelwelt zu schauen.

Kaffernhornrabe. Foto: J. Anghwo.

6./7 Tag: Den Geheimnissen des Kagamega-Forest auf der Spur
Zeitig frühstücken wir, denn wir wollen schnell unser nächstes Ziel, den berühmten Tieflandsregenwald Kagamega-Forest National Reserve erreichen. Die Strecke ist nicht so weit, nur ca. eine Stunde, und so sollten wir bereits am späten Vormittag im Schutzgebiet ankommen. Bevor wir in die Logde inmitten des zumindest teilweise noch sehr naturnahen Waldes einchecken, können wir bereits an der Zufahrtsstraße nach bestimmten Vogelarten Ausschau halten. Unser Birdguide ist ein ausgezeichneter Kenner und wird sicher rasch einige Spezialisten, die wir auf unserer Reise wohl nur hier erwarten dürfen, entdecken. Mit etwas Glück zählen dazu Kronenkranich (Black Crowned-Crane), Graupapagei (Gray Parrot), Kaffernhornrabe (Southern Ground-Hornbill), Kappenfeinsänger (Black-capped Roufus Warbler), Braunstirn-Eremomela (Turners Eremomela) und Lenduschnäpper (Chapin’s Flycatcher).

Am späten Nachmittag checken wir in uns unsere Bungalows ein, die vergangenen britischen Kolonialstil atmen. Die weitläufige Anlage war einst das private Anwesen einer britischen Farmer-Familie und wird heute als Öko-Logde genutzt. Ganz in der Nähe befindet sich seit Jahren der Brutplatz eines Kronenadler-Paares (Crowned Eagle). Vielleicht haben wir Glück und der Brutplatz ist besetzt, denn dann hätten wir beste Chancen, die beeindruckenden Adler aus nächster Nähe zu sehen. (2 Übernachtungen/VP).

8./9. Tag: Unterwegs im Tieflandsregenwald und Abenteuer Lake Baringo
Wir werden noch 1 ½ Tage auf Vogelpirsch in diesem einzigartigen und für Kenia außergewöhnlichen Schutzgebiet unterwegs sein. Morgens und am Nachmittag, jeweils unterbrochen durch eine Mittagspause (am 11. September nur bis Mittag), werden wir auf Tour sei. Weitere Zielarten sind u.a. Doppelzahn-Bartvogel (Double-toothed Barbet), Orangeköpfchen (Red-headed Lovebird), Jamesonlappenschnäpper (Jameson‘s Wattle-eye), Braunscheitelwürger (Lühder‘s Bush-Shrike), Orangedrossel (Abyssinian Ground Thrush) und der solitäre Kletterweber (Red-headed Malimbe). Am 11. September nach dem Mittagessen verabschieden wir uns, packen unsere Sachen in die Safari-Autos, denn unser nächstes Abenteuer, der Lake Baringo, einer der wenigen Süßwasserseen im Großen Afrikanischen Grabenbruch, wartet auf uns. Die Strecke ist auch relativ kurz, so dass wir nach ca. drei Stunden Fahrt im Gebiet ankommen werden. Sollte uns an der Strecke eine interessante Vogelwelt begegnen, so werden natürlich nicht daran vorbeifahren.

Vom Aussterben bedroht: der Helmstar. Foto: B. Beckers.

Am späten Nachmittag erreichen wir unsere einfache, aber zweckmäßig Logde, nicht weit vom Seeufer gelegen. Wir checken ein und, falls es das Tageslicht noch zulässt, setzen wir uns ins Ufer-Restaurant „Zur durstigen Ziege“ und hoffen darauf, das eine Gruppe der großen, äußerst seltenen (durch Lebensraumschwund stark bedrohten) Helmstare (Bristle-crowned Starlig) im Gelände unterwegs sein werden. Dann wartet unserer Abendessen auf uns. (3 Übernachtungen).

10. Tag: Mit dem Boot die Vogelwelt vom Lake Baringo entdecken
Heute Vormittag steht ein nächster Höhepunkt unserer Reise im Programm. Wir unternehmen mit zwei kleinen Motorbooten eine mehrstündige Bootsfahrt auf dem Lake Baringo, entlang des Westufers durch den „schwimmenden Wald“, der aufgrund natürlichen Anstieges des Wasserspiegels von abgestorbenen Baumriesen gebildet wird. In diesen Tagen dürften die hübschen Madagaskarspinte (Madagascar Bee-eater) von der gleichnamigen Insel bereits zum Überwintern eingetroffen und unsere ständigen Begleiter sein.

Unterwegs auf dem Lake Baringo: Foto: H. Meyer.

Wir werden uns aber ganz intensiv mit den im Wasser stehenden gemischten Webervogel-Brutkolonien beschäftigen. Denn neben dem häufigen Dorfweber (Village Weaver) sind hier immer auch einige wenige Brutpaare vom (near endemic) Goldmantel- (Northern Masked Waever) sowie vom Jacksonweber (Golden-backed Waever), die beide in Kenia nur hier zu finden sind, vertreten. Vielleicht haben wir Glück und finden auch einige Paare vom beeindruckenden Weißstirn-Weber (Groesbeak Weaver). An den Spechthöhlen der abgestorbenen, im Wasser stehenden Baumriesen halten wir Ausschau nach dem seltenen Papageischnabelsperling (Parrot-bellied Sparrow), der hier in einzelnen Paaren nistet. An Blüten am Ufer der Paradok-Insel, die wir umrunden, können wir einen seltenen Nekatarvogel erwarten, den für diese Vogelfamilie ungewöhnlich großen Violettmantel-Nektarvogel (Eastern Violett-backed Sundbird).

Portrait Blassuhu: Digiskopie-Foto: H. Meyer.

Am Nachmittag sind wir am Ufer des Sees unterwegs. Hier wird uns unser Birdguide Joseph seine guten lokalen Kenntnisse beweisen. Innerhalb kurzer Zeit sollte er uns mind. vier Eulenarten im Tageseinstand (meist in Schirmakazien, die für uns Ungeübte eine wie die andere aussehen und auf vielen Kilometern vorkommen), entdecken: Afrika-Zwergohr– und Nordbüscheleule (African Scops- & Northern faced Scops-owl) sowie Grau- und Blassuhu (Greyish– & Verreaux‘s Eagle-owl). Mit einem Blick auf die beeindruckenden bis 2.100 Meter hohen Tugenhills, die den Westrand des Großen Afrikanischen Grabenbruchs markieren, beschließen wir den Tag. In der Nacht sollten wir den Blassuhu (Verreaux’s Eagle-owl), den wir hoffentlich am Nachmittag im Tageseinstand sehen konnten, rufen hören.

 

11. Tag: Ein See in „Rosa“ – Naturwunder Zwergflamingos am Lake Bogoria
Wenn alle Abläufe auch heuer den Jahrtausenden alten Rhythmen der Natur Ostafrikas entsprechen, sollten wir heute das zweite große Naturwunder Ostafrikas, die Gruppenbalz von über einer (vielleicht bis 1,5) Million/en Zwergflamingos (Lesser Flamingo) am Lake Bogoria erleben dürfen. Bevor die Vögel – 2/3 der Weltpopulation treffen sich hier – zum Brüten meist in das Grenzgebiet Kenia/Tansania an den Lake Natron ziehen, vollzieht sich hier die Paarbildung. Die Gruppenbalzläufe dieser Vögel stellen ein unvergessliches Naturerlebnis dar, das man hier voller Ehrfurcht und Bewunderung betrachten darf.

Steppenbaumhopf. Foto: B. Beckers

Am Nachmittag bzw. auf der Anfahrt zum See im Farmland dürfen wir weitere spannende und seltene Vogelarten erwarten. Wir suchen u.a. auch nach dem seltenen Steppenbaumhopf (Violet Wood-hoopoe) und nach dem Feuerweber (Northern Red Bishop). In dieser letzten Nacht am Lake Baringo dürften wir mit „rosa“ Träumen von Zwergflamingos einschlafen.

12. Tag: Abschied von der Steppe und Fahrt ins Bergland
Vormittags werden wir nochmals am Lake Baringo unterwegs sein, und vielleicht noch einige Vogelarten suchen, die bis heute verborgen geblieben sind, wie z.B. Heuglin-Rennvogel (Heuglin’s Courser), Kaptriel (Spotted Thick-knee) und der Kurzschleppen-Nachtschwalbe (Slender-tailed Nightjar). Nach dem Mittagessen checken wir aus, verlassen den Lake Baringo in nördliche Richtung, passieren den Äquator (stoppen für ein Foto, natürlich) und lassen mehr und mehr auch die Natur des Großen Afrikanischen Grabenbruchs hinter uns. Nach ca. dreistündiger Fahrt sollten wir die Thomson-Wasserfälle auf 2.350 m NN erreichen. Hier in der Stadt Nyahururu übernachten wir einmal zwischen. Am späten Nachmittag und nach dem check in ins Hotel unternehmen wir eine Beobachtungstour in die Agrarlandschaft am Rande der Stadt und suchen wieder nach seltene Arten, die nur hier in dieser Höhenstufe zu finden sind: Goldflügel-Nektarvogel (Golden-wingend Sunbird), Schild- und Leierschwanzweber (Red-collared- & Jackson Widowbird). An einem kleinen Fluss könnten wir auf die recht ungewöhnlich große Schwalbe, die Senegalschwalbe (Mosque Swallow) treffen, die meist einzeln unterwegs ist. Mit einem Blick auf die ca. 75 Meter hohen Wasserkaskaden beenden wir den Tag. In unseren Zimmern lodert nun das wohlig-warme Kaminfeuer, das uns das freundliche Personal vor dem Abendessen entfacht hat. Es vertreibt die Kühle der afrikanischen Bergnacht.

Charaktervogel im Mount Kenia-Reserve: Der hübsche Seidenturako. Foto: B. Beckers.

13. Tag: Der Mount Kenia wartet auf uns
Nach dem Frühstück führt unsere letzte Etappe auf dieser spannenden Rundreise zum Mount Kenia-Massiv. Kurz hinter der Stadt stoppen wir kurz, denn hier auf 2.550 m NN bietet sich ein grandioser, ja atemberaubender Blick hinunter in den Großen Afrikanischen Grabenbruch, den man einfach genießen muss. Gegen Mittag dann sollten wir das Haupttor vom Mount Kenia-Schutzgebiet auf 2.060 m NN erreichen. Unmittelbar dahinter überqueren wir ein kleines Flüsschen, den Thiba (Quellfluss des Tana, dem größten Fluss Kenias) und hier halten wir Ausschau u.a. nach dem Riesenfischer (Giant Kingfisher). Wir fahren hoch zur Logde, checken in unsere wirklich schönen Bungalows ein, und dann wartet auch schon das Mittagessen. Beim Essen auf der Terrasse hören und sehen wir eine für das Gebiet typische Bergvogelart, die hier ein wichtiges Verbreitungsgebiet hat: Seidenturako (Hartlaub‘s Turaco), dessen leuchtend rote Flügel und prägnante Stimmen werden uns jetzt in der Balzzeit der Art von morgens bis abends begleiten (2 Übernachtungen).

14. Tag: Endemische Vogelarten im Mount Kenia-Schutzgebiet
Heute sind wir vom Hell- bis Dunkelwerden zu Fuß im Schutzgebiet rund um unsere perfekt gelegene Logde unterwegs. Alle „wichtigen“ Vogelarten, die seltenen und die endemischen, können wir hier erwarten. Mit dem ersten Tageslicht treten wir vor die Tür unseres Bungalows und genießen hoffentlich einen Blick auf den Schnee bedeckten Mount Kenia (über 5.000 m NN), den die Morgensonne beleuchten sollte. Unser Augenmerk richtet sich aber jetzt auf einige abgestorbene Baumriesen. Hier sollten in Kürze die seltensten Vögel Kenias, die endemischen Olivibis (Olive Ibis) zu kurzer Rast erscheinen. Diese nachtaktive Vogelart ist akut vom Aussterben bedroht und nur noch hier am Mount Kenia Massiv zu finden. Wir dürfen uns alle Hoffnung machen, die Vögel heute und bestimmt auch morgen früh zu sehen und zu hören.

Schmucknektarvogel. Foto: B. Beckers.

Nach einer Mittagspause sind wir wieder unterwegs im Schutzgebiet und suchen einen weiteren Endemiten, dem Graunackenschwärzling (Grey-headed Nogrofinch), der auch nur hier zu finden ist. Hoffnung dürfen wir uns hier auch auf Rotstirnwürger (Doherty’s Bus-Shrike) machen, einen seltenen Vertreter dieser Vogelfamilie. Am Ende des Tages können wir schon mal unsere Vogelliste checken und werden hoffentlich 320 gesehene Arten zählen. Während des Abendessen entfacht wie jeden Abend die Crew der Logde in allen Bungalows die Kaminfeuer. Ein unheimlich beruhigendes Gefühl verbreitet sich, vom Bett aus das Feuer zu betrachten … statt Schäfchen zum Einschlafen zu zählen.

15. Tag: Abschied von Kenias großartiger Natur und Vogelwelt 
Der kühle Morgen auf 2.060 m NN und ein letzter Blick auf den Schnee bedeckten Mount Kenia sollten uns den Abschied von der beeindrucken Vogel- und Tierwelt des Großen Afrikanischen Grabenbruches, die wir auf unserer Rundreise erlebt haben, vielleicht etwas mutiger gestalten. Morgens suchen wir aber nochmals nach einigen Vogelarten, die sich bisher vielleicht vor uns versteckt haben wie ein Vertreter aus der Rötelfamilie, das Kaprötel (Cap Robinchat) u.a.m. Beim Mittagessen werden sich die großen Silberwangenhornvögel (Silvery-cheeked Hornbill) lärmend von uns verabschieden. Wir packen unsere Sachen in die Fahrzeuge und machen uns auf die Reise zurück nach Nairobi.

Scharlachwürger. Foto: B. Beckers.

Unsere ca. 170 km lange Fahrt nach Nairobi führt durch ausgedehnte Agrarlandschaft. Hier stoppen wir am Nachmittag an einer kleinen Feuchtstelle in der Hoffnung, dass diese nicht ausgetrocknet ist. Denn es sollte hier die Gelegenheit sein, noch einige neue Vogelarten, die auf unserer Rundreise bisher nicht vorkamen, zu beobachten. Wir erwarten u.a. den hübschen Dreiband-Regenpfeifer (Three-banded Plover), verschiedene Kiebitze sowie auch Finken- und Ammern-Arten, die im Agrarland ihren Lebensraum haben. Auf der Rückfahrt nach Nairobi stoppen wir an einem Restaurant für einen Abschieds-Kaffee. Dabei schließen wir unsere Birdliste ab. Mit etwas Glück sollten um die 350 Vogelarte auf dieser Tour möglich gewesen sein. Gegen 17.00 Uhr müssen wir am Internationalen Flughafen Jomo Kenyatta in Nairobi eintreffen. Wir verabschieden uns von Joseph, Ronald und den Fahrern, checken unser Gepäck ein und hoffen auf eine pünktliche Heimreise, die um 19:40 mit Swiss nach Zürich Uhr starten sollte.

Goodbye Afrika!. Foto: J. Anghwo.

16. Tag. Ankunft in Europa
Nach einem fast 10-stündigen Nachtflug (mit technischem Stopp in Daressalam) sollten wir gegen 6.00 Uhr morgens in Zürich landen (Anschlussflüge nach Deutschland).

Irrtümer vorbehalten. Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten!

 

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Preise & Leistungen

Staffelpreise

05 und 08-09 Teilnehmer 2.890,00 € pro Person im Doppelzimmer/Vollpension
06 und 10-12 Teilnehmer 2.690,00 € pro Person im Doppelzimmer/Vollpension

Einzelzimmerzuschlag: 380,00 €

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

 

Unsere Safari-Fahrzeuge mit pop-up-Dach. Foto: H. Meyer.

Im Reisepreis inbegriffen 

Fahrten und Transport in Toyota-Safari-Fahrzeug (Kleinbus mit pop-up-Dach)
alle Unterkünfte (13 Nächte, gute bis sehr gute Hotels, Safari-Self-contained-Camps bzw. Lodges) in Doppel- und Einzelzimmern
Vollpension (alle Mahlzeiten ab 6. Mittag und bis zum Frühstück am 19. September 2019)
Trinkwasser unterwegs unbegrenzt
an Reisetagen Obst und Früchte, unterwegs Kaffee (so verfügbar)
Eintrittsgelder für Nationalparke und lokale Guides
Transport (Toyota-Minibusse mit pop-up-Dach, belegt mit max. 6 Reiseteilnehmern pro Fahrzeug), incl. Fahrer und Treibstoff
englischsprachiger Birdguide und deutschsprachige Reiseleitung durch Bartmeise-Reisen (Hartmut Meyer & Gästebetreuer Ronald Muma Arama)
Deutsche Reiseinsolvenzversicherung/Reisesicherungsschein gemäß § 651k BGB

Im Reisepreis NICHT inbegriffen

Fernflug ab D/CH/A nach Nairobi und zurück über Zürich nach Deutschland mit LH/Swiss (ab 660,00 €)
Einreisevisa (online verfügbar ca. ab 82,00 USD)
Imbiss abends am Anreise- und ggf. abends am Abreisetag
Sonstige Getränke, alkohol. Getränke, Trinkgelder in Hotel usw.
Trinkgelder für Birdguide und Fahrer (empfohlen für alle Bartmeise-Reisen: Birdguide 2,00 €-2,50 € pro Tag/Person; Fahrer 1,00 €-1,50 € pro Tag/Person; ggf. Tour-Helfer: 1,00 € pro Tag/Person)
Persönliche Ausgaben wie Internet, Telefon, Wäscheservice usw.
ggf. Verlängerungsnacht/e bei Flugausfällen etc.
zusätzlicher Bargeldbedarf für Rundreise: weniger als 200,00 €

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Allgemeine Reisehinweise

Gesundheitshinweise 

Beim Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland sind folgende Empfehlungen für Kenia eingetragen: “Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) ggfs. auch Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen”.

Malaria-Prophylaxe für diese Reise ist notwendig. Eine Gelbfieberimpfung ist nicht zwingend vorgeschrieben (bei Einreise aus Gelbfieber freien Ländern Europas), aber zu empfehlen. Hinweis: Wer in der Nähe einer Filiale der Fa. “Globetrotter” wohnt (z.B. in Dresden, Berlin, München usw.), dem sei die kostenfreie reisemedizinische Beratung und Reiseimpfungen (gegen Bezahlung) in diesen Filialen empfohlen. Meisten finden diese mehrmals in der Woche nachmittags und ohne Terminvereinbarung statt (vorher erkundigen!).

Ansonsten gelten die allgemein üblichen Hinweise zu Vorkehrungen für Reisen in solche Regionen wie ausreichender Insektenschutz, Tragen von Kleidung, die den Körper bedeckt, ausreichender Sonnenschutz usw.

Plastiktüten verboten!

Das Land Kenia hat 2017 vom einem Tag auf den anderen Plastiktüten verboten. Bei Zuwiderhandlungen drohen drakonische Strafen. Man muss damit rechnen, dass Reisende auch an Flughäfen kontrolliert werden. Bitte verzichten Sie daher auch auf die Mitnahme und Verwendung von Plastiktüten (zur Verpackung von Schuhen und Garderobe usw.) im Reisegepäck!

Zum Charakter dieser Reise 

Diese Reise ist eine Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten bzw. durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 12 Stunden am Tag). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, “near endemic-” und endemischen Arten. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in Aktivitäten von Landesvereinen und Gesellschaften zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten sichtbar zu machen. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt aber ausschließlich in den Händen des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben. Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn ich der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit anderen Menschen in Kleingruppen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, der kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen! So genannte “Lister”, also jene Vogel-Interessierte, die nur in der Welt unterwegs sind, um ihre ‘persönliche Lifeliste’ an Vogelarten aufzufüllen, die sich rücksichtslos und unhöflich gegenüber anderen Gästen verhalten und die Gruppenaktivitäten stören, sind absolut unwillkommen (solche Gäste können auch von einer laufenden Reise ausgeschlossen werden)!  Vogelfotografen sind immer willkommen, jedoch müssen diese bereit sein, sich den Beobachtern unterzuordnen.

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Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 

 

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Reisedetails

Flugreisen, Naturerlebnis-Touren, Reisen, Startseite, Vögel intensiv
Staffelpreis ab 2.690,00 € pP/Vollpension
5. bis 19. September 2019

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