Ghana: Vögel im Guinea-Regenwald und der Sahel-Zone

Reisebeschreibung

Ghana: Endemische Vögel im Oberen Guinea-Regenwald und in der Savanne

Unterwegs im Kakum- & Mole-Nationalpark, in Ankasa und bei den Gelbkopf-Felshüpfern, einem der seltensten Vögel Afrikas 

Reisezeitraum: 9. bis 24. Oktober 2021 (neuer Termin!) 

Reiseverlauf 2021 (rote Markierungen)

Auch wer vielleicht schon mehrfach in Afrika südlich der Sahara auf ornithologischer Beobachtungsreise war, hat auf seiner persönlichen Landkarte in der Regel ein großes weißes Loch. Ostafrika und das südliche Afrika wurden bereist, und im Westen vielleicht Gambia und Senegal. Wer kennt aber die Sudan- und Guineasavannen und die Guinea-Kongo-Regenwaldzone, also den Teil von Afrika, der sich südlich der Sahelzone von der Westküste bis nach Zentralafrika und den Kongo erstreckt? Dabei steht er mit seinen 1.300 Vogelarten dem Artenreichtum Ostafrikas kaum nach, und übertrifft jenen des südlichen Afrikas deutlich. Gewisse Vogelgruppen sind besonders artenreich vertreten, vor allem Nashornvögel, Schwalben, Bülbüls, Fliegenschnäpper, Würger, oder Prachtfinken. Während manche Arten des östlichen und südlichen Afrikas weit verbreitet sind, besitzt Westafrika viele regionale Spezialitäten, allen voran eine endemische Familie mit nur zwei Arten: Die Felsenhüpfer, auch Stelzenkrähen genannt (Picathartes), von denen wir die eine Art, den  Gelbkopf-Felshüpfer, auf unserer Reise sehen sollten!

Ghana ist unter den westafrikanischen Staaten eine Besonderheit und eignet sich deshalb besonders gut als “Einstiegsdestination”: Es ist politisch stabil, sicher, englischsprachig und als die freundlichste Nation in der Region bekannt. Es besitzt eine Reihe gut geschützter National- und Regionalparke, die für den Ökotourismus erschlossen sind, und Lodges und Restaurants guter Qualität aufweisen. Natürlich muss auch der berühmte Kakum Canopy Walkway (Baumwipfelpfad in 40 Meter Höhe in Urwaldriesen) hier genannt werden. Diese Faktoren, zusammen mit der Vielfalt an Habitaten in diesem Land von 238.000 km², machen Ghana zu einer faszinierenden Destination für eine ornithologische Reise. Die west- und zentralafrikanischen Regenwälder sind durch eine trockenere Savannenzone in Ostghana, Togo und Benin, die so genannte Dahomey-Lücke, in zwei Teile getrennt.

Schwachschnabeluhu. Foto: A. Grosset

Der kleinere, der Ostguinea-Block, erstreckt sich von Guinea bis Zentralghana und ist eine bedeutende ‚endemic bird area’. Diese Zone bearbeiten wir sehr ausführlich. Mehrere Tage verbringen wir im Kakum-Nationalpark, wagen uns auch in das noch kaum bekannte Ankasa Reserve vor. Wir bestimmen uns durch die gemischten Vogelschwärme aus Bülbüls, Nektarvögeln, Schnäppern und Grasmückenartigen, die durch die untere Baumetage ziehen. Die Vielfalt der Arten im Blätterdach genießen wir auf dem Baumwipfelpfad, Afrikas einziger Einrichtung dieser Art. Dazu gehören verschiedene interessante Greife (unter ihnen Schlangenbussard und Schwarzachseladler sowie der seltene Langschwanzhabicht), Turakos (z.B. Blaurückenturako), Kuckucke, waldlebende Nashornvögel (darunter der riesige Schwarzhelm-Hornvogel und der kleine Hartlaubtoko), Baumhopfe, Bartvögel und Honiganzeiger. Im Ankasa-NP locken so unbekannte Arten wie Schwachschnabeluhu oder Hartlaubente als auch die Chance, nachtaktive Säuger wie den Potto zu beobachten.

Krokodilwächter. Foto: L. Lombardo

Von hier aus beginnen wir dann unsere 15-tägige Reise nach Norden, zunächst zu den Wäldern im südlichen Zentrum des Landes, wo wir den Gelbkopf-Felshüpfer aufspüren wollen, eine der meistgesuchten Arten ganz Afrikas. Die Beobachtung dieses sehr speziellen, ja bizarren Vogels ist wohl der Höhepunkt der Reise! Die Art galt lange als in Ghana ausgestorben, bis sie 2003 durch Zufall wiederentdeckt wurde. Über 20 Brutplätze sind mittlerweile bekannt, aber die Art ist nach wie vor durch Jagd und illegale Abholzung gefährdet.

Ein breiter Vegetationsgürtel quer durch Zentralghana besteht aus ursprünglichem Guinea-Laubwald, und unsere nächste Basis im ausgedehnten Mole-Nationalpark liegt auf einem steil aufragenden Hügelzug mit Aussicht auf einen größeren Trakt dieses Waldtyps. Ornithologische Ziele wie der wunderhübsche Pirolsänger, Schildturako, mehrere Arten von Eulen, Nachtschwalben (mit der Fahnennachtschwalbe), Eisvögeln, Bienenfressern, Racken, Bartvögel, Nektarvögel und Glanzstare veranstalten ein richtiges Farbspektakel. Mole ist auch mit einer guten Auslese von Säugetieren der Savanne bestückt, wie Kob, Defassa-Wasserbock, oder Husarenaffe, und kann mit einer gesunden Population von vertrauten Elefanten aufwarten. Zuletzt fahren wir in den selten besuchten fernen Norden Ghanas, wobei jetzt die Laubwälder langsam in trockene Sahel-Savanne übergehen. Hier erwarten uns attraktive Arten der Sahel-Zone und mit etwas Glück auch der Krokodilwächter.

 

Startfoto: Portrait Gelbkopf-Felsenhüpfer. Foto: Lucas Lombardo. 

 

Reiseplan

Blauflügelpirol. Foto: L. Lombardo

1. Tag (09.10): “Akwaaba” in Accra
Wir starten um 7:00 Uhr morgens in Berlin nach Brüssel und von dort weiter um 10:40 Uhr nach Westafrika. Nach 6,5 Stunden Direktflug erreicht Brüssel Airline gegen 17:00 Uhr den internationalen Flughafen Kotoka der ghanaischen Hauptstadt Accra, die an der wunderbaren „Goldküste“ liegt. Unsere Kollegen und Birdguides begrüßen uns landestypisch mit „Akwaaba“ (willkommen) am Flughafen und bringen uns ins Hotel nach Tema. Nach dem check-in haben wir Zeit zur Erholung, um uns an Westafrika zu gewöhnen. Nach dem Abendessen erhalten wir weitere Informationen für unsere Rundreise. Hotel in Tema.

2.Tag (10.10.): Vogelbeobachtung in den Shai Hills und auf dem Weg zum Kakum-Nationalpark
An unserem ersten Morgen suchen wir spezielle Vogelarten der offenen Grünland-Savanne in den Shai Hills. Unsere Zielarten hier sind unter anderem Weißscheitel-Rötelschnäpper (Snowy-crowned Robin Chat), Natal-Zwergfischer (African Pigmy Kingfisher), Kardinalspecht (Cardinal Woodpecker), Blaubrust- & Doppelzahn-Bartvogel (Vieillots- & Double-toothed Barbets), Schildturako (Violet Turaco), Mohrenkopfpapagei (Senegal Parrot), Senegalschnäpper (Senegal Batis), Schwalbenschwanzspint (Swallow-tailed Bee-eater), Baumhopf (Green Wood-hoopoe) und Felsenhenne (Stone Partridge). In der heißen Mittagszeit treten wir unsere Rundreise Richtung Kakum-Nationalpark an mit Stopp zum Mittagessen unterwegs. Im Grünland versuchen wir am Nachmittag zahlreiche Arten des Offenlandes wie Kurzflügel-Zistensänger (Short-winged Cisticola), Rotbauch- & Kupfer-Nektarvogel (Splendid- & Copper Sunbird), Baumklapper-Lerche (Flappet Lark), Gelbschulter-Weber (Yellow-mantled Widowbird) und Schwarzbauchtrappe (Black-bellied Bustard) zu sehen. Nach einem wundervollen Eröffnungstag und der ersten Bekanntschaft mit Vogelwelt Ghanas fahren wir weiter zu unserem Hotel, welches wir am frühen Abend erreichen. VP/Lodge in Jukwa

3. Tag (11.10.): Vogelbeobachtung in 40 Meter Höhe in den Baumwipfeln im Regenwald

Baumwipfelpfad in den Urwaldriesen 40 Meter über dem Boden. Foto: H. Meyer

Nach einem zeitigen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum berühmten Baumwipfelpfad („Canopy Walkway“) im Kakum-Nationalpark, der etwa 15 Autominuten von unserer Lodge entfernt liegt. Wir wollen möglichst viel Zeit in 40 Meter Höhe über dem Waldboden in den Urwaldreisen verbringen, um Ausschau insbesondere nach den endemischen Arten des Guinea-Regenwaldes halten zu können: Kurzschwanz-Feinsänger (Sharpes Apalis), Braunwangen- & Weißschopf-Hornvogel (Brown-cheeked- & White-crested Hornbill) sowie Kupferglanzstar (Copper-tailed Glossy Starling), Alexanderschnäpper (Bioko Batis), Azurraupenfänger (Blue Cuckooshrike) und Goldmantelspecht (Little Green Woodpecker) sind jetzt unsere Zielarten.
Andere spannende Vögel wie Graupapagei (African Grey Parrot) sowie  Blau- & Schwarzflügelpirol (Western Black- headed- & Black Winged Oriol) sind zu erwarten. Bei den Greifvögeln freuen wir uns vielleicht über Schlangenbussard (African Serpant Eagle) und Schwarzachseladler (Cassins Hawk Eagle). Sehr schwierig zu beobachten, aber dennoch möglich, sind seltene Arten wie  Langschwanzhabicht (Long-tailed Hawk), Hartlaubtoko (Black Dwarf Hornbill), Eisentraut-Honiganzeiger (Yellow-footed Honeyguide) und Grünköpfchen (Black-collard Lovebird).

Nach einem wundervollen Morgen kehren wir zu unserer Lodge zurück, um uns zu erfrischen und unser Mittagessen zu genießen. Während der Hitze des Nachmittags haben Sie die Möglichkeit, auf dem Gelände unserer Lodge Vögel zu beobachten, sich in Ihren klimatisierten Zimmern, am Pool oder an der Bar auszuruhen. Wir bieten in dieser Zeit auch einen kurzen Ausflug zur für ihre Sklavengeschichte berühmten Festung an der Kapküste an.  Am Abend werden wir nochmals im Baumwipfelpfad beobachten, da wir zu dieser Tageszeit beste Chancen auf andere, neue Arten wie  Schwarz- & Goldhelm-Hornvogel (Black- & Yellow-casqued Hornbills), Riesenturako (Great Blue Turaco), Bootschwanz-Nachtschwalbe (Brown Nightjar) und den beeindruckende Guineauhu (Fraser’s eagle owl) haben. VP/Logde in Jukwa.

Purpurspint. Foto: W.d.Vries

4. Tag (12.10.): Auf der Suche nach Binsenralle und Fleckenadler im Kakum Nationalpark
Heute suchen wir in einem anderen Teil vom Kakum-Nationalpark nach ganz speziellen Arten. Wir hoffen auf Purpurspint (Black Bee-eater), Rotbürzel-Bartvogel (Red-rumped Tinkerbird), Perlenralle (White-spotted Flufftail), Cassin- & Sumpfsegler (Cassin’s- & Sabine’s Spinetail, Gabon- & Termitenspecht (Melancholy- & Buff-spotted Woodpecker), Rostflanken- & Einfarbbülbülgrasmücke (Kemps- & Grey Longbill), Fleckenadler (Ayre’s Hawk Eagle) und Ahanta Francolin, um nur einige zu nennen. Später am Fluss halten wir Ausschau nach Mohrenschwalbe (White-throated Blue Swallow), Rostschläfenschwalbe (Preuss’s Cliff Swallow), Halsbandbrachschwalbe (Rock Pratincole), Weißscheitel-Kiebitz (White-headed Lapwing) und mit etwas Glück entdecken wir auch die seltene Binsenralle (African Finfoot). Am Nachmittag konzentrieren wir uns auf die vielen Wanderwege innerhalb und um den Park, die sich als sehr produktiv erweisen werden. Wir hoffen auf Diadembraunschwanz (White-tailed Alethe), Rotschwanzbleda (Red-tailed Bristlebill), Zwergtoko (Red-billed Dwarf Hornbill), Olivkuckuck (Olive Long-tailed Cuckoo) und Blaurückenturako (Yellow-billed Turaco). In der Dunkelheit suchen wir nach Eulen und Nachschwalben. VP/Logde in Jukwa.

Rotflanken-Breitrachen. Foto: L. Lombardo

5. Tag (13.10.): Suche nach Spezialisten im Kakum-Forest und auf dem Weg in den Westen
Heute Morgen konzentrieren wir uns auf das Ackerland, den Waldrand und die Waldwege in Abrafo, einem Teil des Waldlebensraums in der Nähe des Kakum-Nationalpark. Zu unseren Zielarten hier gehören u.a. Dornbrubru (Brown-crowned Tchagra), der seltene Schwarzwürger (Sooty Boubou), Großfuß-Buschdrossling (Puvel’s Illadopsis), Scherenschwanzschwalbe (Fanti Saw-wing), Weißbürzel-Lappenschnäpper (Chestnut Wattle-eye), Glatzen- & Fleckenbartvogel (Naked-faced- & Hairy-breasted Barbets), Raphiabülbül (Swamp Palm Bulbul), Fleckenbülbül (Spotted Greenbul), Finschdrossel (Finsch’s Flycatcher Thrush), Rotschnabel-Brillenwürger (Red-billed Helmetshrike), Rotflanken-Breitrachen (Rufous-sided Broadbill) und Prachtliest (Chocolate-backed Kingfisher). Wir verlassen unser Hotel und begeben uns zu einem sekundären Waldstandort weiter westlich von Cape Coast, um abends Vögel zu beobachten. Mit etwas mehr Mühe sollen wir solche seltenen Arten wie Schwarzschnabeluhu (Fraser Eagle Owl), Fleckenibis (Spot-breasted Ibis) und Weißschopf-Reiher (White-crested Tiger Heron) finden. Diese Nacht verbringen wir in einem kleinen Gästehaus weiter im Westen. VP/Gästehaus.

6. Tag (14.10.): Abenteuer Camping im Regenwald-Reservat
Nach dem Frühstück sind wir heute Morgen im Nsuta-Wald unterwegs. Dieser sekundäre Laubwald, ca. eine Stunde von unserem Hotel entfernt, schützt eine Vielzahl seltener und teilweise bedrohter Vogelarten, die wir heute gern sehen wollen. Dazu zählen u.a. Braunrücken- & Stutzschwanz-Nektarvogel (Blue-throated Brown- & Little Green Sunbird), Gelbfleck- & Borsten-Bartvogel (Yellow-spotted- & Bristle-nosed Barbet), Schwalbenschäpper (Usshers Flycatcher) und der seltene und viel gesuchte Tessmann-Schnäpper (Tessmann’s Flycatchers).

Rotfußralle. Foto: L. Lombardo

Wiederum nach dem Mittagessen verlassen wir unser Gästehaus und fahren weiter gen Westen, um den nächsten Höhepunkt auf unserer Rundreise zu erleben. Ziel ist das Ankasa-Reservat, Ghanas einziger immergrüner Regenwald, der sich in nahezu unberührtem Zustand befindet. Ein außergewöhnlicher Wald an einem abgelegenen Ort! Ankasa schützt viele seltene und bedrohte Vogel- und Säugetierarten. Aufgrund der abgelegenen Lage und der Entfernung von fast zwei Stunden zu einer angemessen guten Unterkunft hat unsere Partneragentur ein eigenes Camp im Wald eingerichtet. Unser Lagerleiter und seine Assistenten warten bereits, uns bei der Ankunft zu begrüßen. Wir bieten unseren Gästen große Zelte mit bequemen Matratzen, Kissen und Bettwäsche, damit sich alle wohlfühlen können. Darüber hinaus gibt es hier WC‘s und kalte private Duschen. Unser Koch wird mehrmals täglich gutes Essen und kalte Getränke bereithalten. Bei Bedarf liefert ein Notstromaggregat Energie. Am späten Nachmittag beziehen wir unser Camp und machen es uns bequem. Am frühen Abend suchen wir nach Eulen und auch nach der mysteriösen Rotfußralle (Nkulengu Rail). Das Abendessen in zauberhafter Natur und Regenwald-Atmosphäre beschließt diesen Tag. VP/Camping.

7. Tag (15.10.): Auf Vogelsafari tief im Ankasa-Reservat
Mit den Vögeln erwacht unser Camp im ersten Morgenlicht. Aber unser Birdguide wird noch in der Nacht aufstehen, wenn er den unverkennbaren Ruf der Rotfußralle vernimmt. Sollte er die Art finden, dann wird er unserer Gruppe sofort informieren. Heute wagen uns tiefer in diesen üppigen Wald hinein. Unsere Zielarten heute sind Guinea-Regenwald-Endemiten wie Olivrückenbülbül (Yellow-bearded Greenbul), Rotschwingen-Buschdrossling (Rufous-winged Illadopsis) und Grünschwanzbleda (Green-tailed Bristlebill), und zusätzlich Ansorge-, Swainson- & Westl. Haarbülbül (Ansorge’s, Red-tailed- & Western-bearded Greenbul), Weißschwanz-Fuchsdrossel (White-tailed Ant Thrush), Glanzdrongo (Shinning Drongo), Blaukopftäubchen (Blue-headed Wood Dove), Zwergnektarvogel (Tiny Sunbird) und der ungewöhnliche Rotstirn-Ameisenpicker (Red-fronted Antpecker).

Schillereisvogel. Foto: W.d.Vries

Tiefer im Wald an den Wasserlöchern bzw. schon auf dem Weg dahin erwarten wird mit Glück Kräuselhauben-Perlhuhn (Crested Guineafowl), Hartlaubente (Hartlaubs Duck), Graurückendommel (Dwarf Bittern), Schillereisvogel, Weißbauch- & Braunkopf-Zwergfischer sowie Zügelliest (Shining Blue-, White-bellied-, Blue-breasted and Dwarf Kingfishers). Am Himmel über uns suchen wir nach dem beeindruckenden Kronenadler (Crown Eagle) und in den Bäumen den Rotbrustkauz (Red-chested Owlet). Bei einem guten Abendessen und einem kalten Getränk unter dem Ankasa-Regenwaldhimmel im Camp lassen wir einen wieder erfolgreichen Tag ausklingen. VP/Camping.

8. Tag (16.10.) Abschied von Ankasa und Savannenvögel an der Küste
An unserem letzten Morgen in diesem wunderbaren Schutzgebiet werden wir nach Arten suchen, die wir bisher möglicherweise übersehen oder auch verpasst haben. Kurz vor dem Mittag kehren wir ins Camp zurück, packen unsere Koffer und genießen ein letztes Mittagessen, bevor wir unsere Rundfahrt zurück in Richtung Kakum-Nationalpark fortsetzen. Unterwegs suchen wir nach Arten, die in anderen Teilen Ghanas nicht zu finden sind, darunter Afrikanische Zwerggans (African Pygmy Goose), Reichenbach- & Gabun-Nektarvogel (Reichenbach’s- & Brown Sunbird) und den seltenen Königsweber (Orange Weaver), um nur einige zu nennen.

Ein Besuch in Brenu Akyinim und in den Savannenebenen der Küste sollte uns die Beobachtung von wieder anderen Lebensraumspezialisten wie Sumpfbrubru (Marsh Tchagra), Augenbrauenweber (Compact Weaver), Doppelsporn-Frankolin (Double-spurred Francolin), Blutschnabelweber (Red-headed Quelea) und Grauastrild (Black-rumped Waxbill) ermöglichen. Und falls wir großes Glück haben, dann könnten wir auch Rotmaskenastrild (Yellow-winged Pytillia) und Wilsonwitwe finden. Wir fahren weiter zurück in Richtung Jukwa und beziehen unser Hotel für die Nacht. VP/Lodge in Jukwa.

Gelbkopf-Felshüpfer. Foto: L. Lombardo

9. Tag (17.10.): Am Brutplatz der Gelbkopf-Felsenhüper, einem der seltensten Vögel Afrikas
Nach dem Frühstück verlassen wir unser Hotel und beobachten Vögel im Abrofa-Wald, dann geht es weiter Richtung Norden. Am Nachmittag steht dann ein besonderes avifaunistisches Erlebnis im Programm. Nach der Mittagspause erreichen wir ein abgelegenes Dorf an einen kleineren Oberguinea-Regenwald in der Region Ashanti. Hier befinden sich alle bekannten Nistplätze der seltenen (ehemals bereits ausgestorben geglaubten) Gelbkopf-Felshüpfer (Yellow-headed Picathartes), einem recht ungewöhnlichen Vertreter der afrikanischen Vogelwelt. Um die Brutplätze zu schützen und zu erhalten, hat unser ghanaische Partnerunternehmen ein eigenes Schutzprojekt ins Leben gerufen und sponsert 24 Rancher, die für die Sicherheit der winzigen Brutkolonien zuständig sind. Im kleinen Waldgebiet gibt es derzeit ungefähr 20 Nistplätze von dieser akut vom Aussterben bedrohten Art. Wir werden heute eine der größten Kolonien mit ungefähr 30 Nestern besuchen. Am Brutplatz angekommen sehen wir die überhängende Felswand und die kleine Höhle mit den Lehmnestern, während wir in aller Stille darauf warten, dass die Vögel von der Nahrungssuche zurückkehren.Zurück im Hotel in Kumasi genießen wir unser Abendessen und denken darüber nach, das wir heute einen der seltensten Vögel des afrikanischen Kontinents begegnet sind! VP/Hotel Kumasi.

Krokodilwächter. Foto: A. Grosset

10. Tag (18.10.): Auf der Suche nach dem Krokodilwächter und Ankunft im Norden
Nach einem frühen Frühstück verlassen wir unser Hotel und treten unsere letzte Etappe dieser Rundreise an, die uns ganz in den Norden Ghanas, zum berühmten Mole-Nationalpark führt. Auf unserer Fahrt nordwärts verändert sich zusehends der Lebensraum. Trockenere Laubwälder und Savannen bestimmen jetzt die Szenerie, und auch die Vogelwelt ändert sich. Wir werden viele Greifvögel sehen wie Beadouins Schlagen- und Schopfadler (Beaudouins Snake and Long-crested Eagles), Heuschreckenbussard (Grasshopper Buzzard) und Shikra. Nach einer Mittagspause setzen wir unsere Reise zum Volta-River fort. An diesem gewaltigen afrikanischen Fluss mit seinen sandigen Ufern suchen wir nach dem seltenen Krokodilwächter (Egyptian Plover), unsere Zielart des heutigen Tages. Nachdem wir die Art hoffentlich gut sehen und bestimmt auch fotografieren konnten, treten wir unsere letzte Etappe zum Mole-Nationalpark an. Von hier aus benötigen wir noch ca. zwei Fahrstunden und genießen die afrikanische Szenerie am Straßenrand.

Mole mit 4847km² ist Ghanas größter Nationalpark und schützt fast 100 Säugetier- und mehr als 330 Vogelarten. Von einer ca. 250 Meter hohen Anhöhe aus, auf der unsere Lodge liegt, bietet sich ein atemberaubender mit Blick in diesen Nationalpark. Es ist ein unglaubliches Gefühl, vom Pool der Hotelterrasse aus den afrikanischen Savannenelefanten zuzusehen, die in den nahen gelegenen Wasserlöchern trinken und baden. Nach dem Abendessen machen wir uns auf den Weg zu einer Nachtexkursion zum Mole-Airstrip, wo wir hoffentlich die beeindruckenden Fahnen-Nachtschwalbe (Standard-winged Nightjars) sehen können. Auch Grauuhu (Greyish Eagle Owl) und Nordbüscheleule (White-faced Scops owls) sollten zu entdecken sein, bevor wir uns zur Nachtruhe in unsere komfortablen Bungalows zurückziehen. VP/Lodge Mole-NP.

Weißschopf-Reiher. Foto: D. Bishop

11./12. Tag (19./20.10.): Birding im Mole-Nationalpark
Zwei volle Tage haben wir Zeit, um intensiv zu birden. Mole ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber, und es wird ein Vergnügen sein, in die außergewöhnliche westafrikanische Vögel- und Säugetierwelt einzutauchen, Unsere Safari-Fahrten werden stets am frühen Morgen bis kurz vor Mittag, und am späten Nachmittag bis zum Abend stattfinden. Die heißeste Zeit, zwischen 11.00 und 15.00 Uhr, in der auch jedes Vogelleben einschläft, genießen wir am Pool oder in dem gut klimatisierten Zimmer. VP/Lodge Mole-NP.

Togowitwe. Foto: W.d.Vries

Wir suchen nach vielen speziellen Arten, die nur hier im trockenen Norden vorkommen, so z.B. nach Schmetterlingsastrild (Red-cheeked Cordon-bleu), Schönbürzel (Lavender Waxbill),  Rotbrust-, Elfen-, Grünbrust- & Violettmantel-Nektarvogel (Scarlet-chested, Beautiful, Pigmy and Western Violet- backed Sunbird), Kastanienschulterweber (Chestnut-crowned Sparrow Weaver), Pünktchen- & Goldschwanzspecht (Fine-spotted- & Golden-tailed Woodpecker), Amethyst-, Langschwanz-, Erzglanz-, Messing- und Grünschwanz-Glanzstar (Violet-backed, Long-tailed Glossy, Bronze-tailed Glossy, Lesser Blue-eared- & Greater-Blue-eared Starling), Langschwanz- & Togo-Paradieswitwe (Exclamatory Paradise- & Togo Paradise Whyda), Zwerg-, Heuglin- & Scharlachweber (Little, Heuglins- & Red-headed Weaver), Dickschnabel-, Jacobiner-, Smaragd-, Schwarz- & Häherkuckuck (Thick-billed-, Jakobins-, African-, Black- & Great Spotted Cuckoos), Guineameise (White-shouldered Black tit) und den sehr schwierigen Dorst-Zistensänger (Dort’s Cisticola).

Von den vielen attraktiven Säugetierarten in Mole erhoffen wir uns Kob- & und auch die größte afrikanische Antilope, die Pferdeantilope zu sehen, außerdem Busch- & Wasserbock sowie Gnus.

Orangebrustwürger. Foto: W.d.Vries

Nachmittags suchen wir u.a. nach Gelbbauch-Feinsänger (Yellow-breasted Apalis), den seltenen Gambagaschnäpper (Gambaga Flycatchers), Rotkehlspint (Red-throated Bee-eater), Waakataube (Bruces Green Pigeon), Orangebrust- & Graukopfwürger (Sulpher-breasted and Grey-headed Bush-shrike), Mohren-Sichelhopf (Black Scimiterbill) und zahlreiche Greifvögel wie Wahlberg-, Kampf-, Zerg-, Schopf- & Raubadler (Wahlberg’s-, Martial-, Booted-, Long-crested- and Tawny Eagle), Weißrücken- & Wollkopfgeier (White-backed, White-headed Vultures), Graubürzel-Singhabicht (Dank Chanting Goshawk) und vielen anderen Arten mehr. Am Abend auf der Terrasse, am langen Tisch, an dessen anderem Ende vielleicht noch ein britische Vogelbeobachter-Gruppe sitzt, diskutieren wir unsere Vogelliste. VP/Lodge Mole-NP.

13. Tag (21.10.): Abschied von Ghanas Norden
Heute am letzten Morgen im Mole-Nationalpark versuchen wir noch einige Vögel zu finden, die uns in den zurückliegenden zwei Tagen entgangen sind. Vielleicht haben wir Glück und finden heute u.a. Feuerweber (Northern Red Bishop), Perlkauz (Pearl-spotted Owlet), Goldscheiterwürger (Yellow-crowned Gonolek), Wollhals- & Sattelstorch (Woolly-necked- & Saddle-billed Stork), Gelbkehlbülbül (Yellow-throated Leaflove) und Orangeköpfchen (Red-headed Lovebird). Zur Verabschiedung am späten Vormittag sollten uns die beeindruckenden Gaukler (Bateleur) mit ihren grandiosen Flugspielen erfreuen.

Nun verlassen wir Mole wieder in Richtung Küste nach Kumasi. Abhängig davon, wie viel Zeit uns zur Verfügung steht, können wir einen oder zwei weitere interessante Gebiete, den Offisino-Wald und/oder das Bobiri-Schmetterlingsschutzgebiet, besuchen. Am Abend erreichen wir unser Hotel für die letzten beiden Nächte.

Olivbauch-Nektarvogel. Foto: W.d.Vries

14. Tag (22.10.): Vögel im Schmetterlings-Schutzgebiet
Wir sind zurück in der Region vom Oberguinea-Regenwald und wollen heute versuchen, weitere spannende Arten dieses Lebensraums wie Riesenelsterchen (Magpie Mannakin) Narinatrogon (Narina’s Trogon), Zwerg- & Hartlaubtoko (Red-billed Dwarf- & Black Dwarf Hornbill), Purpurraubenfänger (Purple-throated Cuckoo-shrike), Preussweber (Golden-backed Weaver), Graubauch-Mausspecht (African Piculet), Einfarbmeise ( Dusky Tit), Glanzhauben-Schnäpper (Blue-headed Crested Flycatcher), Gelbschnabel-Bartvogel (Yellow-billed Barbet), Graukopfbleda (Grey-headed Bristlebills) und den seltenen, begehrten Eisentraut-Honiganzeiger (Yellow-footed Honeyguide) zu finden. VP/Hotel New Tafo.

Nach einem produktiven Morgen machen wir uns auf den Weg weiter nach Süden in Richtung Atewa und dem Flugfafen von Accra. Nach dem Mittagessen suchen wir nach dem in der Agrarlandschaft um Atewa nach weiteren Arten wie Trauer- & Weißstirnweber (Maxwell’s- & Grosbeak Weavers), Senegal-Paradiesschnäpper (Red-bellied Paradise Flycatcher), Rotbrustsamenknacker (Western Bluebill) und mit etwas Glück auch Baumannbülbül (Baumann’s Greenbul) und Fledermausfalke (Bat Hawk), bevor wir in unser nahe gelegenes Gästehaus einchecken. Nach dem Abendessen schließen wir unsere Vogelliste ab und erinnern uns an wunderbare Erlebnisse in Ghana. VP/Gästehaus.

Unser Minibus auf dieser Reise. Foto: M. Williams

15. Tag (23.10.): Vögel im Atewa-Wald und Rückflug nach Europa
Wer mag, kann heute ausschlafen und später frühstücken … oder unsere letzte zeitige Vogelbeobachtungstour auf dieser Reise im Wald in der Atewa-Ranch genießen. Wir kehren zum Mittagessen in unser Hotel zurück, tragen die letzten gesehenen Arten in unsere Checkliste ein, dann duschen wir und packen unsere Koffer, bevor wir nach Accra aufbrechen. Gegen 14:30 Uhr verabschieden wir uns am Flughafen von unseren liebevollen afrikanischen Kollegen, Birdguides und Fahrer, und checken bei Brüssel Airline ein.
Gegen 18:00 Uhr startet die Maschine mit einem Zwischenstopp in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, nach Brüssel, wo wir am Sonnabendmorgen (14.08.) gegen 5.00 Uhr eintreffen. Ab etwa 9.00 Uhr warten dann die Weiterflüge nach Frankfurt/M. und Berlin oder nach Wien und Zürich.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 
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Teilnehmer, Preise & Leistungen

Teilnehmer

Minium 6 bis maximal 12 Personen

Preise/Staffelpreise

  • 06/07 Teilnehmer – 3.290,00 € pP/VP
  • 08/09 Teilnehmer – 3.190,00 €
  • 10/11 Teilnehmer – 3.090,00 €
  •      12 Teilnehmer – 2.990,00 €

Einzelzimmerzuschlag: 420,00 €

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

Im Reisepreis inbegriffen

  • alle Hotels und Lodges (11 Nächte/3 Nächte =14), einfacher (mittlerer) und guter Standard, alle Zimmer mit DU/ WC  (Hotelliste wird nach einer Buchung ausgereicht)
  • 3 Nächte Camping im Regenwald in komfortablen Zelten mit guter Ausstattung und mobiler Küche (Beschreibung im Text beachten)
  • alle Transport inkl. Treibstoff
  • alle Guidekosten
  • Kosten für die PCR-Tests zur Einreise nach Ghana und für die Rückreise (auch für geimpfte Gäste erforderlich)
  • alle Mahlzeiten (Beginn mit Abendessen am 21.07. und Ende mit Mittagessen am Abreisetag); Getränke zu den Mahlzeiten soweit von der Lodge/Hotel bereitgestellt
  • Mineralwasser während der gesamten Reise unbegrenzt
  • Snacks und frische Früchte an Transporttagen
  • alle beschriebenen Aktivitäten und Besichtigungen
  • alle Eintrittsgelder und Nationalpark-Gebühren (für im Reiseplan genannte Orte) und Fotogenehmigungen
  • Reiseleitung in Ghana (inkl. Abholung am Flughafen) und deutsche Reiseleitung durch Bartmeise-Reisen
  • Vogelliste (Booklet) zum Eintragen der täglich gesehenen Arten (wiss./deutsch/engl.), Bartmeise-Notizbuch mit Kugelschreiber und Bartmeise-Wasserflasche
  • Deutscher Insolvenzversicherung/ Reisesicherungsschein gemäß § 651r BGB

Im Reisepreis nicht inbegriffen

  • Kosten für die PCR-Tests zur Einreise nach Ghana und bei Ankunft in Ghana (auch für geimpfte Gäste erforderlich); derzeit noch erforderlich (ca. 200,00 €)
  • Fernflug von D/A/CH, z.B. aber Berlin BER/FRA immer über Brüssel nach Accra und zurück für derzeit ab 650,00 €

    that’s Ghana. Foto: H. Meyer

  • Mögliche Verlängerungsnächte bei Flugausfällen oder anderen “höhere Gewalt”-Ereignisse
  • Visa (Beschaffung vor der Reise durch Bartmeise-Reisen), ca. für 85,00 €
  • Alkoholische Getränke
  • Trinkgelder für Serviceleistungen in Hotels, persönliche Ausgaben für Einkäufe usw.
  • zusätzlicher Bargeldbedarf pro Person nicht mehr als 200,00 € (größere private Einkäufe exklusive)
  • alle weiteren Ausgaben oder Extratouren, die nicht aufgeführt sind
  • Trinkgelder für Birdguide und Fahrer (grundsätzlich empfohlen für alle Bartmeise-Reisen: Birdguide 2,00 €-2,50 € pro Tag/Person; Fahrer 1,00 €-1,50 € pro Tag/Person; ggf. Tour-Helfer: 1,00 € pro Tag/Person)
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Allgemeine Reisehinweise, Mitnahmeempfehlung, Klima, Gesundheit, Charakter der Reise

Mitnahmeempfehlung

  • Outdoor-Garderobe, langärmlige Hemden bzw. T-Shirts (Schutz gegen Sonne und Insekten), immer Zwiebellook empfohlen
  • Jacke/Pullover zum Schutz gegen Erkältungen in klimatisierten Fahrzeugen und Räumen
  • wasserfestes Schuhwerk für den Regenwald; leichtes, aber geschlossenes Schuhwerk für die Savanne
  • Kopfbedeckung (möglichst mit Abdeckung der Halspartie gegen Sonne)
  • Sonnencreme und Insektenschutz
  • Regenjacke und Windschutz sowie Regenschirm
  • gute Stirnlampe oder Taschenlampe
  • Reise-Solarlampe/n
    Outdoor-Trinkwasserflasche (zum Befüllen)
  • Campingbesteck
  • persönliche Reiseapotheke (Mittel gegen Durchfall etc.)
  • für ca. 20,00-25,00 USD 1-Dollar-Noten (als Trinkgelder für Dienstleistungen)
  • zusätzlicher Bargeldbedarf für diese Reise pro Person unter 200,00 € (exklusive ggf. privater Einkäufe)
  • Bestimmungsliteratur: N. Borrow et al. (2010) – Birds of Ghana. Helm Field Guides. Christopher Helm London. ISBN 978-1-4081-2279-2
  • N. Borrow et al. (2014) – Birds of Western Africa. Helm Field Guides. Christopher Helm London. ISBN 978-1-4729-0568-0.

Wetter und Sicherheit

Unser Camp im Ankasa-Regenwald. Foto: H. Meyer

Warm, manchmal heiß und feucht, um 25-30°C oder mehr. Hohe Luftfeuchte. Schutz gegen Regenschauer/Wind (Regenschirm, Regenjacke). Der Monat August gilt als ‘kleine Trockenzeit’, wobei es nach der Regenzeit, die allgemein Ende Juli endet, insbesondere in den Wäldern noch nass sein kann. Alle Zimmer in allen Lodges verfügen meist über moderne Klimaanlagen. Achtung Erkältungsgefahr: Im Zielgebiet werden alle Verkehrsmittel (Busse, PKW, Flugzeug) sowie alle öffentlichen Räume (Restaurants, Geschäfte etc.) extrem klimatisiert! Deswegen stets Pullover oder Jacke zum Schutz vor Erkältungen bereit halten! Ghana ist ein sicheres Reiseland. Auf unserer Rundreise sind grundsätzliche Sicherheitsstandards gewährleistet. Es besteht kein erhöhtes Sicherheitsrisiko, wenn einfachste Vorkehrungen (Infos von der Reiseleitung unterwegs) wie überall auf der Welt eingehalten werden.

Gesundheitshinweise
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt sowie bei besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen. Ghana ist Gelbfieberinfektionsgebiet. Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen älter als neun Monate zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll. Eine einmalig durchgeführte Gelbfieberimpfung wird akzeptiert.Bei direkter Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.  Dazu und weitere wichtige Informationen zur persönlichen Vorsorge (Malaria etc.) finden sich auf www.auswaertiges-amt.de (Sicher Reisen/Ihr Reiseland/Reisen und Gesundheit).

Charakter dieser Reise

Unsere freundlichen ghanaischen Guides freuen sich auf uns. Foto: H. Meyer

Diese Reise ist eine Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten, Transferzeiten und durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 10-12 Stunden an manchen Tagen). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, “near endemic-” und endemischen Arten. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in Aktivitäten von Landesvereinen und Gesellschaften zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten sichtbar zu machen. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt aber ausschließlich in den Händen des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben. Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn ich der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit anderen Menschen in Kleingruppen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, der kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen! So genannte “Lister”, also jene Vogel-Interessierte, die nur in der Welt unterwegs sind, um ihre ‘persönliche Lifeliste’ an Vogelarten aufzufüllen, die sich rücksichtslos und unhöflich gegenüber anderen Gästen verhalten und die Gruppenaktivitäten stören, sind absolut unwillkommen (solche Gäste können auch von einer laufenden Reise ausgeschlossen werden)!  Vogelfotografen sind immer willkommen, jedoch müssen diese bereit sein, sich den Beobachtern unterzuordnen.

 

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Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 

 

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Reisedetails

Flugreisen, Reisen, Startseite, Vögel intensiv
Staffelpreise ab 2.990,00 € pP im Doppelzimmer/VP
9. bis 24. Oktober 2021

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