Ghana: Vögel im Guinea-Regenwald und der Sahel-Zone

Reisebeschreibung

Ghana: Endemische Vögel im Oberen Guinea-Regenwald und der Savanne

Auf der Suche nach der ungewöhnlichen Stelzkrähe und dem seltenen Krokodilwächter

Reisezeitraum: 10. bis 26. August 2019 

Auch wer vielleicht schon mehrfach in Afrika südlich der Sahara auf ornithologischer Beobachtungsreise war, hat auf seiner persönlichen Landkarte in der Regel ein großes weißes Loch. Ostafrika und das südliche Afrika wurden bereist, und im Westen vielleicht Gambia und Senegal. Wer kennt aber die Sudan- und Guineasavannen und die Guinea-Kongo-Regenwaldzone, also den Teil von Afrika, der sich südlich der Sahelzone von der Westküste bis nach Zentralafrika und den Kongo erstreckt? Dabei steht er mit seinen 1.300 Vogelarten dem Artenreichtum Ostafrikas kaum nach, und übertrifft jenen des südlichen Afrikas deutlich. Gewisse Vogelgruppen sind besonders artenreich vertreten, vor allem Nashornvögel, Schwalben, Bülbüls, Fliegenschnäpper, Würger, oder Prachtfinken. Während manche Arten des östlichen und südlichen Afrikas weit verbreitet sind, besitzt Westafrika viele regionale Spezialitäten, allen voran eine endemische Familie mit nur zwei Arten: Die Felshüpfer, auch Stelzenkrähen genannt (Picathartes), von denen wir die eine Art (Yellow-headed Picathartes – Gelbkopf-Felsenhüpfer, Foto: Lucas Lombardo) auf unserer Reise sehen sollten!

Ghana ist unter den westafrikanischen Staaten eine Besonderheit und eignet sich deshalb besonders gut als “Einstiegsdestination”: Es ist politisch stabil, sicher, englischsprachig und als die freundlichste Nation in der Region bekannt. Es besitzt eine Reihe gut geschützter National- und Regionalparke, die für den Ökotourismus erschlossen sind, und Lodges und Restaurants guter Qualität aufweisen. Natürlich muss auch der berühmte „Kakum canopy walkway“ hier genannt werden. Diese Faktoren, zusammen mit der Vielfalt an Habitaten in diesem Land von 238.000 km², machen Ghana zu einer faszinierenden Destination für eine ornithologische Reise. Die west- und zentralafrikanischen Regenwälder sind durch eine trockenere Savannenzone in Ostghana, Togo und Benin, die so genannte Dahomey-Lücke, in zwei Teile getrennt.

Schwachschnabeluhu. Foto: A. Grosset

Der kleinere, der Ostguinea-Block, erstreckt sich von Guinea bis Zentralghana und ist eine bedeutende ‚endemic bird area’. Diese Zone bearbeiten wir sehr ausführlich. Mehrere Tage verbringen wir im Kakum-Nationalpark, wagen uns auch in das noch kaum bekannte Ankasa Reserve vor. Wir bestimmen uns durch die gemischten Vogelschwärme aus Bülbüls, Nektarvögeln, Schnäppern und Grasmückenartigen, die durch die untere Baumetage ziehen. Die Vielfalt der Arten im Blätterdach genießen wir unter anderem bei auf dem Kakum rainforest canopy walkway, Afrika’s einziger Einrichtung dieser Art. Dazu gehören verschiedene interessante Greife (unter ihnen Schlangenbussard und Schwarzachseladler sowie der seltene Langschwanzhabicht), Turakos (z.B. Blaurückenturako), Kuckucke, waldlebende Nashornvögel (darunter der riesige Schwarzhelm-Hornvogel und der kleine Hartlaubtoko), Baumhopfe, Bartvögel und Honiganzeiger. Im Ankasa NP locken so unbekannte Arten wie Schwachschnabeluhu oder Hartlaubente als auch die Chance, nachtaktive Säuger wie den Potto zu beobachten.

Von hier aus beginnen wir dann unsere Reise nach Norden, zunächst zu den Wäldern im südlichen Zentrum des Landes, wo wir den Gelbkopf-Felsenhüpfer aufspüren wollen, eine der meistgesuchten Arten ganz Afrikas. Die Beobachtung dieses sehr speziellen, ja bizarren Vogels ist wohl der Höhepunkt der Reise! Die Art galt lange als in Ghana ausgestorben, bis sie 2003 durch Zufall wiederentdeckt wurde. Über 14 Brutplätze sind mittlerweile bekannt, aber die Art ist nach wie vor durch Jagd und illegale Abholzung gefährdet.

Krokodilwächter. Foto: A. Miller

Ein breiter Vegetationsgürtel quer durch Zentralghana besteht aus ursprünglichem Guinea-Laubwald, und unsere nächste Basis im ausgedehnten Mole-Nationalpark liegt auf einem steil aufragenden Hügelzug mit Aussicht auf einen größeren Trakt dieses Waldtyps. Ornithologische Ziele wie der wunderhübsche Pirolsänger, Schildturako, mehrere Arten von Eulen, Nachtschwalben (mit der Fahnennachtschwalbe), Eisvögeln, Bienenfressern, Racken, Bartvögel, Nektarvögel und Glanzstare veranstalten ein richtiges Farbspektakel. Mole ist auch mit einer guten Auslese von Säugetieren der Savanne bestückt, wie Kob, Defassa-Wasserbock, oder Husarenaffe, und kann mit einer gesunden Population von vertrauten Elefanten aufwarten. Zuletzt fahren wir in den selten besuchten fernen Norden Ghanas, wobei jetzt die Laubwälder langsam in trockene Sahel-Savanne übergehen. Hier erwarten uns attraktive Arten der Sahel-Zone und mit etwas Glück auch der Krokodilwächter.

Startfoto: Gelbkopf-Felshüpfer (Yellow-headed Picathartes): Foto: Lucas Lombardo. 

 

Reiseplan

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 
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Preise & Leistungen

Staffelpreise

07/08 Teilnehmer 2.790,00 € pro Person im Doppelzimmer/VollpensionEinzelzimmerzuschlag: 350,00 €

Schnelle/günstige Flüge ab/an Berlin z.B. mit Türkish Airline über Istanbul ab 631,00 € (Stand: 01.11.2018) oder mit TAP über Lissabon für ab 740,00 €.

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

 

Im Reisepreis inbegriffen

  • 13 Übernachtungen (Zweibett- oder Einzelzimmer, Privatbad mit Warmwasser, DC/WC) in guten Stadthotels und Logdes
  • alle Mahlzeiten (Beginn mit Abendessen am Anreisetag und Ende mit Frühstück am Abreisetag)
  • Reiseleitung in Costa Rica (inkl. Abholung am Flughafen) und deutsche Reiseleitung durch Bartmeise-Reisen
  • Sämtliche Guidekosten (spezialisierter lokaler Birguide)
  • Private Transporte (immer Trinkwasser unbegrenzt im Tourbus)
  • Bootsausflüge
  • Eintrittsgelder zu allen Orten, die im Resieplan genannt sind
  • Fotogenehmigungen
  • Bartmeise-Vogelliste zum Eintragen der täglich gesehen Arten, Bartmeise-Notizbuch und Kugelschreiber
  • Deutsche Insolvenzversicherung – Reisesicherungsschein nach BGB 651r

Im Reisepreis NICHT inbegriffen

  • Langstreckenflug von D/CH/A nach San Jose (ca. ab 680,00 €) ausschließlich mit sehr guten europäischen Airlines wie Lufthansa und/oder KLM/Air France o.ä. ( kein Umstieg auf US-Territorium notwendig!) oder mit Air Cananda über Kanada.
  • mögliche Verlängerungsnächt/e bei Flugausfällen
  • Alkoholische Getränke
  • Auslandskrankenversicherung (Pflicht für diese Reise)
  • Trinkgelder für Serviceleistungen in Hotels, persönliche Ausgaben für Einkäufe usw.
  • zusätzlicher Bargeldbedarf pro Person nicht mehr als 200,00 € (größere private Einkäufe exklusive)
  • Trinkgelder für Guides und Fahrer zwischen 1,00 € und 2,50 € pro Tag und Person (nach separater Empfehlung)
  • Zusätzliche Angebote in den Hotels wie Spa, Massage etc.
  • Alle weiteren Ausgaben oder Extratouren, die nicht aufgeführt sind
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Allgemeine Reisehinweise

Mitnahmeempfehlung

  • Bequeme, leichte Wanderschuhe für die Exkursionen in den Wäldern
  • Leichte Schuhe/feste Sandalen
  • Langarmhemden/T-Shirts zur Vermeidung von Insektenstichen
  • Ein warmer Pullover und eine warme Jacke für kühle Abende (um 10ºC) in den Bergen, nachts kühl
  • Leichte Regenjacke oder Regenschirm
  • Stirnlampe (für Abendexkursionen)
  • Wasserflasche (1,5 l)
  • Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung.
  • persönliche Reiseapotheke mit Insektenschutz

Zum Charakter dieser Reise

Diese Reise ist eine Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten, Transferzeiten und durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 10-12 Stunden an manchen Tagen). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, “near endemic-” und endemischen Arten. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in Aktivitäten von Landesvereinen und Gesellschaften zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten sichtbar zu machen. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt aber ausschließlich in den Händen des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben. Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn ich der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit anderen Menschen in Kleingruppen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, der kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen! So genannte “Lister”, also jene Vogel-Interessierte, die nur in der Welt unterwegs sind, um ihre ‘persönliche Lifeliste’ an Vogelarten aufzufüllen, die sich rücksichtslos und unhöflich gegenüber anderen Gästen verhalten und die Gruppenaktivitäten stören, sind absolut unwillkommen (solche Gäste können auch von einer laufenden Reise ausgeschlossen werden)!  Vogelfotografen sind immer willkommen, jedoch müssen diese bereit sein, sich den Beobachtern unterzuordnen.

 

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Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 

 

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Reisedetails

Flugreisen, Reisen, Startseite, Vögel intensiv
Staffelpreise ab 2.790,00 € pP im Doppelzimmer/VP
10. bis 26. August 2019

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