Bulgarien: Rothalsgänse und Großmöwen im Winter

Reisebeschreibung

Naturwunder am winterlichen Schwarzen Meer

Arktische Rothalsgänse im bulgarischen Winterquartier & Bestimmung von Großmöwen am Schwarzen Meer

Reisezeitraum:  7. bis 11. Februar 2020 (noch drei Plätze verfügbar)

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Rothalsgänse bei Durankulak. Foto: Pavel Simeonov.

Eines der eindrücklichsten Naturerlebnisse in Europa sind die an der bulgarischen Schwarzmeerküste überwinternden arktischen Rothalsgänse (Red-breasted Goose). Noch vor 25 Jahren in strengen Wintern konnten bis zu 20.000 Individuen von dieser farbenprächtigen Gänseart, die ihre Hauptbrutgebiete in der russischen Tundra auf der Taimyrhalbinsel hat, gezählt werden. Heute liegen die Winterzahlen zwar deutlicher niedriger, aber dennoch werden jährlich noch zwischen 3.000 und 6.000, in kälteren Wintern auch bis 10.000 Individuen zwischen Durankulak in Bulgarien und jenseits der nahen rumänischen Grenze im südlichen Donaudelta festgestellt. Nirgendwo anders in Europa sind diese wunderschönen und im Bestand bedrohten Meeresgänse in einer solchen Konzentration sicher zu beobachten! Leider ignoriert auch das EU-Mitgliedsland Bulgarien die EU-Vogelschutzrichtline und toleriert noch heute auch die Jagd auf die seltenen Rothälsgänse, die Hauptattraktion in der Natur an der winterlichen Schwarzmeerküste. Unsere Kurzreisen zu den Rothalsgänsen in Bulgarien, die ausdrücklich nach Ende der Jagdzeit in Bulgarien terminiert sind, sollen einen Beitrag dazu leisten, den Menschen vor Ort zu zeigen, dass die Förderung des Öko- und Naturtourismus wirtschaftliche Vorteile bringt, die Jagd auf (seltene) Vögel hingegen einen erheblichen Imagesschaden darstellt.

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Fischmöwe. Foto: Pavel Simeonov.

Die Feuchtgebiete entlang der bulgarischen (und rumänischen Schwarzmeerküste) bieten zudem einer Vielzahl europäischer Vogelarten Durchzugs- und Winterquartier. Wir werden auf unserer Kurzreise verschiedene Gebiete aufsuchen und interessante Vertreter der paläarktischen Fauna antreffen. Wir planen u.a. auch einen Besuch am berühmten Kap Kaliakra sowie einen Tagesausflug auf die rumänische Seite der Schwarzmeerküste. Als weitere besondere Vogelarten dürfen wir hier auf Krauskopfpelikane (Dalmatian Pelican) und auch auf Fischmöwen (Pallas’s Gull) hoffen.

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Die “Branta Logde”, unser Quartier. Foto: Pavel Simeonov.

Unsere Reise wird vor Ort von Pavel Simeonov, einem Pionier im bulgarischen Naturtourismus und engagiertem Artenschützer, der sich insbesondere um den Schutz der Rothalsgänse in Durankulak bemüht, geleitet. Wir wohnen sozusagen direkt im Zentrum des winterlichen Vorkommens der Gänse, in der bekannten ‚Branta Logde‘ von Pavel’s Naturreise-Unternehmen, in sehr freundlicher und familiärer Umgebung.

Ein ausführlicher Bericht über unsere Reise 2018 findet sich hier unter “Reiseberichte”. 

 

Reiseplan

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Rothalsgänse. Foto: Pavel Simeonov.

1. Tag (7. Februar, Freitag): Anreise nach Varna

Wir fliegen gegen 7.00 uhr ab Berlin-Tegel (oder Leipzig, Düsseldorf, München, Zürich) mit Austrian Airline (Star Alliance) über Wien direkt nach Varna, wo wir gegen 13.00 Uhr eintreffen. Unser Guide begrüßt uns am Flughafen Varna. Danach treten wir eine kurze Reise im Minibus über 95 Kilometer bis zur ‚Branta Birding Logde‘, unserem Quartier, an. Schon auf dieser Fahrt können wir am Straßenrand ganz bestimmt Adlerbussarde (Long-legged Buzzard) beobachten. Nach Ankunft beziehen wir unsere Zimmer und machen uns mit der komfortablen Ausstattung der Logde vertraut. Es folgen Einweisungen und aktuelle Informationen zu den Abläufen an den nächsten Tagen. Abendessen.

2. bis 4. Tag:
Durch unseren bulgarischen Guide Pavel, der gut in der Orni-Szene des Landes vernetzt ist, werden wir in der Lage sein, ganz aktuell auf die jeweilige Situation in der Vogelwelt zu reagieren. Bevorzugt suchen wir die Schlafgewässer und Nahrungsflächen der Rothalsgänse auf. Zeitig morgens bzw. am Abend wollen wir gut getarnt den Ab- bzw. Einflug der nordischen Gänse, insbesondere der Rothalsgänse, unserer wichtigsten Zielart für diese Kurzreise, erleben. In und um die Brackwasser-Feuchtgebiete des Durankulak- und Shabla-Sees können wir zahlreiche Wintergäste wie z.B. Moorente (Ferruginous Duck), Pracht- und Schwarzhalstaucher (Black-throated Loon, Black-necked Grebe), Mittelsäger (Red-braested Merganser), Zwergscharbe (Pygmy Comorant), Purpurreiher (Purple Heron), Bläss- und vielleicht auch Zwerggänse (Greater White-fronted & Lesser White-fronted Goose), Sing- und Zwergschwan (Whooper & Tundra Swan), Würgfalke und Kornweihe (Saker Falcon & Hen Harrier) erwarten (F/M/A).

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Blutspecht. Foto: Pavel Simeonov.

Verschiedene andere, für die Region und für die Jahreszeit typische Vogelarten wie Seidensänger (Cetti’s Warbler)Blutspecht (Syrian Woodpecker), Raubwürger (Great Grey Shrike), Bergfink (Brambling), Bartmeise (Bearded Tit) und Mariskensänger (Moustached Warbler) werden wir antreffen. Hoffen wir, dass wir in den gemischten Möwen-Trupps die eine oder andere Rarität entdecken können. In einem felsigen Schlucht direkt hinter dem Meer haben wir am Abend beste Chancen, dem Uhu (Eurasian Eagle-owl) beim Jagdflug beobachten zu können.

Natürlich statten wir auch dem berühmten Kap Kaliakra einen Besuch ab. In den Trockenrasengebieten sollten die Stimmen von Hauben- und Kalanderlerchen (Crested- & Calandra Larks) zu hören sein. Bei „Sea watch on sea“ von der Spitze des Kap’s aus müssten uns, wenn das Wetter es zulässt, u.a. Krähenscharben (Shag), Skua’s (Arctic Skua) und vielleicht auch Mittelmeer-Sturmtaucher (Mediterranean Shearwater) vor die Ferngläser und Spektive kommen.
Wenn das Wetter weiter passt, der Winter nicht zu viel Schnee auf den Balkan bringt und wir in den ersten Tagen die Rothalsgänse schon gut und ausführlich beobachten konnten, führen wir auch eine Exkursion zum südlichen Donaudelta durch.

Abhängig von der Wetterlage (bei extremen Schneelagen muss diese entfallen!) planen wir auch eine Tagesexkursion nach Rumänien in den südlichen Teil des Biosphärenreservates Donaudelta. Zuerst stoppen wir am künstlichen See “Techerighol” in Eforie, der für seine überwinternden Zwergsäger (Smew) bekannt ist. In günstigen Jahren (und je nach Strenge des Winters) werden hier Konzentrationen von bis zu 10.000 Individuen festgestellt. In den Flachwasserbereichen des südlichen Donaudeltas im Hinterland des Schwarzen Meeres wartet – auch weider abhängig vom Wetter – eine reichhaltige Vogelwelt vom Großen Brachvogel (Eurasian Curlew) bis zum Steinkauz (Little Owl). Mit etwas Glück können wir Zehntausende nordische Gänse und Schwäne, darunter auch wieder Rothalsgänse in großen Trupps, immer wieder Fischmöwen und viele andere Durchzügler entdecken, wobei die winterliche Schwarzmeerküste bekannt ist für überraschende Entdeckungen in der Vogelwelt. Die landschaftliche Schönheit der Region, die Abgeschiedenheit  und die fast vollkommene Ruhe am Schwarzen Meer im Februar laden zum Entspannen ein.

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Rothalsgänse im Sonnenuntergang. Foto: Pavel Simeonov.

5. Tag (11. Februar):
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von der Schwarzmeerküste und ihrer Vogelwelt, und treten unseren Transfer zum Flughafen Varna an. Hier verabschiedet sich dann unser Guide Pavel. Voraussichtlich gegen 13.30 Uhr startet unserer Rückflug über Wien nach Deutschland (oder in die Schweiz), wo wir am späten Nachmittag/frühen Abend eintreffen.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 
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Preise & Leistungen

Staffelpreise

  • bis 4 Teilnehmer 650,00 € pro Person im Zweibett-/oder Doppelzimmer
  • 5-7 Teilnehmer 620,00 € pro PersonRuV_1143_Spempel
  • 8-10Teilnehmer 580,00 € pro Person im Zweibett-Doppelzimmer 
  • kein Einzelzimmerzuschlag; Einzelzimmer aber nur verfügbar, wenn die Auslastung der Reise es zulässt (Buchung unter Vorbehalt)
Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

 

Im Reisepreis inbegriffen

  • Deutscher Reisesicherungsschein gemäß BGB § 651
  • Reiseleitung vor Ort in englischer Sprache durch Pavel Simeonov
  • deutsche Reisebegleitung durch Bartmeise-Reisen, voraussichtlich Dr. Ronald Klein (Rostock)
  • Fahrten in Kleinbus (mit Fahrer und Treibstoff)
  • Vollpension 4 Nächte (Frühstück, Mittag, Abendessen sowie Tee, Kaffee und Mineralwasser zu den Mahlzeiten), ab Abendessen am Ankunftstag bis zum Frühstück am Abreisetag (Verpflegung am An- und Abreisetag im Flugzeug aus dem Rucksack einplanen)
  • Trinkwasser im Bus und zu den Exkursionen unlimitiert
  • Übernachtung in Branta Logde in Zweibettzimmern mit DU/WC (einfacher, guter Tourist-Standard, sehr familiäre Atmosphäre)
  • alle Eintrittsgelder und Gebühren für Genehmigungen
  • alle Gebühren für lokale Guides
* einige Zimmer ohne Bad, DU/WC auf dem Flur

 

Im Reisepreis NICHT inbegriffen

  • Flug ab/an D/A/CH mit Austrian Ailrines (Star Alliance) nach Varna und zurück für ca. 340,00 € inkl. Reisegepäck
  • mögliche Verlängerungsnacht bei Flugausfällen
  • alkoholische Getränke
  • Trinkgelder, persönliche Ausgaben für Einkäufe usw.
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Allgemeine Reisehinweise

Reiseleitung in englisch (Pavel Simeonov) und zusätzlich deutsche Reisebegleitung für Bartmeise-Reisen durch Dr. Ronald Klein (Großmöwen-Experte).

Diese Reise hat keinen besonderen Schwierigkeitsgrad, daher ist sie für Interessenten jeden Alters gut geeignet.

Klima am Schwarzen Meer im Januar/Februar (für Varna): Die mittlere Tagestemperatur beträgt 6,4°C, nachts – 0,2°C. An bis zu 20 Tagen fällt Regen mit einer mittleren Monatssumme Niederschlag von 40 mm. Die mittlere Tagessumme Sonnenschein liegt im Februar bei 4 Stunden. Auch hoer änmderst sich das Klima: Das Wetter kann freundlich sein, mit Höchsttemperaturen an die +20°C, aber auch winterlich kalt (leicht im Minusbereich) mit Schneeregen und manchmal Schneefällen, dazu sehr windig.

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Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 

 

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Reisedetails

Flugreisen, Startseite, Vögel intensiv, VSO-Reisen
Preis ab 580,00 € VP im Doppel- und Einzelzimmer
7. bis 11. Februar 2020

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