Brasilien: Endemische Vögel in der Mata Atlântica

Reisebeschreibung

Brasilien: Unterwegs zwischen Florianópolis und Rio de Janeiro

Endemische Vögel in der Mata Atlântica und an Brasiliens zauberhafter “Grüner Küste”

Reisezeitraum: 6. bis 22. Januar 2021

Unsere Reiseroute entlang der zauberhaften “grünen Küste” der Mata Atlantica

Brasilien hat für Vogelkundler weit mehr zu bieten als “nur” Amazonas und Pantanal, die fast immer in den Reiseangeboten zu finden sind. Diese Reise führt wieder in den selten besuchten Südwesten Brasiliens und dort in die Mata Atlântica, dem „Atlantischen Regenwald“, dessen Biodiversität eine der höchsten der Welt ist und sogar einen größeren Artenreichtum (über 1.000 Vogelarten) als das Amazonasbecken aufweist. Brasilien zählt zudem zu den 17 Megadiversity-Staaten (Megadiverse Countries), die mit über 70 % der auf dem Land lebenden Arten einen großen Anteil an der Artenvielfalt bzw. Biodiversität der Erde beherbergen. 1993 wurde die Mata Atlântica, die durch die Abholzung als einer der am stärksten bedrohten tropischen Wälder der Erde gilt, in 14 Bundesstaaten Brasiliens zum UNESCO Biosphärenreservat erklärt.

Schwarzkopf-Ameisenfänger. Foto: A. Eisen Rupp.

Für die Vogelkundler wird es wie immer täglich intensive Birding-Touren (ca. ab 6.00 Uhr morgens und auf Wunsch nochmals abends) zur Vogelwelt der Mata Atlântica mit Schwerpunkt auf endemische Arten geben. Wir haben also wieder eine hoch effektive Birding-Tour in einem ganz speziellen Ökosystem, dessen enorme Bedrohung wir vor Ort sehen und begreifen können, geplant. Unser brasilianischer Bartmeise-Mitarbeiter ist nicht nur ein exzellenter Kenner der Vogelwelt seiner Heimat, sondern insbesondere auf endemische Vogelarten spezialisiert. Und so wird es auch auf dieser Reise möglich sein, dass wir von den etwas mehr als 600 in der Mata Atlântica vorkommenden Vogelarten um die 350 Arten auf unserer Strecke entdecken können, darunter vielleicht 60-70 endemische Vogelarten, die nur im atlantischen Regenwald vorkommen und nochmals einige Arten mit dem Status „critically endengered”. Zahlreiche seltene und für diese Region Brasiliens endemische Vogelarten wie z.B. den Araukarien-Meisenschlüpfer (Araucaria Tit-Spintail), Schilfrohr-Ameisenfänger (Marsh Antwren), Rubinkolibri (Foto, Brazilian Ruby), Schmetterlingselfe (Festive Coquette), Schwarzkopf-Ameisenfänger (Foto; Black-hooded Antwren), Olivmantel-Beerenfresser (Black-headed Berryeater), Goldfügel-Cotinga (Black-and-Gold Cotinga) und Scharlachibis (Scarlet Ibis) sind Zielarten (weitere in der täglichen Beschreibung) und sollten wir mit etwas Glück auch beobachtet werden können. Eine außergewöhnliche Reisekombination entlang der “grünen Küste” Südbrasiliens, extra für Bartmeise-Reisen zusammengestellt!

Scharlachsichler. Foto: A. Eisen Rupp.

Außerdem folgt auch diese Reise symbolisch den Spuren von VsO-Mitglied Prof. Dr. Helmut Sick (geb. 10.01.1910 in Leipzig), der auf Empfehlung von Prof. Dr. Erwin Stresemann 1939 an einer dreimonatigen Forschungsreise nach Brasilien teilnahm. Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges blieb er zunächst nicht freiwillig in Südamerika, um dann nach dem Ende des Krieges seine Forschungen in Brasilien aber gezielt fortzusetzen. 1960 wurde Helmut Sick Leiter der ornithologischen Abteilung des Nationalmuseums in Rio de Janeiro. Von 1946 bis 1959 nahm er als Ornithologe an Expeditionen der ‚Fundacao Bracil Central‘ teil, die der Erforschung und Erschließung Zentralbrasiliens galten. In seinem spannenden Buch „Tukani“, das 1957 im Verlag Paul Parey auch in Deutschland erschien, schildert er seine Erlebnisse sehr eindrücklich. Seine ornithologischen Forschungen gipfelten in dem 1985 erschienenen zweibändigen Werk „Ornithologia Brasileira“, das noch heute als Standardwerk für die Vogelwelt Brasiliens gilt (Neumann et al. 2010). Prof. Dr. Helmut Sick wurde in seiner Wahlheimat Brasilien große Wertschätzung zuteil. So erhielt er 1973 die Ehrenbürgerschaft der Millionenstadt Rio de Janeiro verliehen. Er starb am 05.03.1991 81-jährig in Rio, wo er auch seine letzte Ruhe fand.

Titelfoto: Bunttukan (near endemic) und alle Fotos im Reiseplan: A. Eisen Rupp. 

Reiseplan

1. Tag (06.01.): Anreise nach Südbrasilien
Vorauss. Abflug mit KLM/AF um 6:00 Uhr morgens ab D/CH nach Amsterdam oder Paris und von dort weiter direkt nach Sao Paulo und Florianópolis, wo wir Ortszeit gegen 22.00 Uhr eintreffen werden. Nach der Einreise Fahrt zu unserem Hotel, wo ein spätes Nachtessen wartet.

Araukarien-Meisenschlüpfer. Foto: A. Eisen Rupp

2. Tag (07.01.): Auf in die Berge nach Urupema
Wir verlassen heute die Küste und starten die 190 Kilometer in die Berge von Urupema im Hochland des Bundesstaates Santa Catarina. Urupema, wenn auch im tropischen Klima gelegen, gilt als “kälteste” Stadt Brasiliens, denn in ihren Umgebung finden sich mit über 1.700m NN die höchsten Berge und mit über 1.500 m NN die höchst gelegene Straße des Landes.  Um unsere Lodge herum können wir u.a. folgende Vogelarten erwarten: Chimangokarakara (Chimango-Caracara), Weißkehl– und Goldbauch-Smaragdkolibiri (White-throated Hummingbird, Glittering-bellied Emerald), Aurakarien-Meisenschlüpfer (Foto, Araucaria Tit-Spinetail), Azurblaurabe (Azure Jay), Furchen-, Pracht- und Sayacatangare (Blue-and-yellow-, Chestnut-backed- & Sayaca Tanager) sowie Goldschulter-Kassike (Yellow-rumped Cicique).

3. Tag (08.01.): Spezialisten im Auraukarien-Wald und im Grasland
Gut ausgeschlafen und schon akklimatisiert startet unsere Gruppe heute zum ersten vollen Beobachtungstag in die Berge von Urupema. Am Morgen werden wir uns in einem urtümlich anmutenden Araukarien-Nadelwald auf die Suche nach ganz speziellen Vogelarten wie Weißbrauenspecht, Braunbrust-Zwergspecht, Dunkelkappen-Baumsteiger, Isabellstreifen-, Strichel-, und Rotschwanzschlüpfer sowie Graubrut-Ammerfink begeben. Nach dem Mittagessen erleben wir im offenen Grasland ein ganz anderes Biotop und halten Ausschau vor allem nach Langschwanz-Uferwipper, Helmayrpieper, Dominikanermonjita, Ypiranga- und Pampaammer, Schwarzbauchpfäffchen (Foto) und Rotfußserima. Mit Einbruch der Dunkelheit kommen wir zur Logde zurück und können nach dem Abendessen noch nach Brasilkauz und Langohr-Kreischeule suchen.

4. Tag (09.01.): Abschied von den Araukarien-Vögeln und auf der Suche nach dem Scharlachsichler
Nach dem Frühstück nutzen wir die letzte Möglichkeit, nochmals hier in den Bergen nach Arten zu suchen, die uns an den vorangegangenen Tagen vielleicht verborgen geblieben sind. Etwa ab Mittag treten wir unsere Rückreise an die Küste an und begeben uns auf eine ca. 400 km lange Fahrt, bis zum Volta Velha-Schutzgebiet in Itapoá am Atlantik. Auf dem Weg dorthin, bei Joinville, der größten Stadt im Bundesstaat Santa Catarina, werden wird hoffentlich den seltenen Scharlachsichler (Foto oben; Scarlet Ibis) beobachten. Im Schutzgebiet erwarten uns u.a. folgende Zielarten: Gelbzügel-Todyflycatcher (Yellow-lored Tody-Flycatcher), Rotscheitel-Maskentyrann (Social Flycatcher), Brasiltangare (Foto; Brazilian Tanager, Dreifarbentangare (Startfoto; Green-headed Tanager), Krontangare (Ruby-crowned Tanager), Kappennaschvogel (Green Honeycreeper), Schwarzmanteltangare (Black-backed Tanager). In der Nacht gehen wir auf die Suche nach Bänder-, (Short-tailed Nighthawk) und Zwergnachtschwalbe (Little Nightjar), Parauquennachtschwalbe (Common Pauraque) und Kappenkreischeule (Black-capped Screech Owl).

Goldmasenkspecht

5. Tag (10.01.): Auf der Suche nach den Endemiten der Küste
Während des gesamten Tages werden wir im Volta Velha-Schutzgebiet auf Vogelbeobachtung unterwegs sein. Zielarten heute u.a. Rostflügel-Breitschnabeltyrann (Russet-winged Spadebill), Kaempfer’s Tody-Tyrant, Uferlaubtyrann (Restinga Tyrannulet), Bindenschwanz-Ameisenfänger (Scaled Antbird), Südl. Schuppenameisenvogel (Squamate Antbird), Südl. Einfarb-Ameisenschlüpfer (Unicolored Antwren), Rotschwingen-Ameisenfänger (Rufous-winged Antwren), Grauschopftyrann (Sirystes), Dotterkehltukan (Channel-billed Toucan), White-tailed Trogon, Whiskered Flycatcher, Gelbzügelpiprites (Wing-barred Piprites), Weißbrustpipra (White-bearded Manakin), Swallow-tailed Manakin, Gelbkehl- (Yellow-throated-) und Goldschopfspecht (Blond-crested Woodpecker).

6. Tag (11.01.): In den Sümpfen von Itapoa
Nach dem Frühstück suchen wir in den Sümpfen im Schutzgebiet in der Nähe von Itapoá nach dem seltenen und stark bedrohten (endemischen) Schilfrohr-Ameisenfänger (Foto; Marsh Antwren). Weitere Arten, die wir heute zu Gesicht bekommen, sind Maskengelbkehlchen (Masked Yellowthroat), Gelbkinn-Riedschlüpfer (Yellow-chinned Spinetail) und Rothalsralle (Rufous-sided Crake). Nach dem Mittag führt unsere Tour weiter zur Cananéia, eine historische Stadt an der Südküste von São Paulo. Hier versuchen wir, die Rotschwanzamazone (Red-tailed Amazon), eine gefährdete und endemische Art, zu finden.

7. Tag (12.01:): Vögel in den Mangroven und im Restingawald
Am Morgen werden wir versuchen, Papageien zu beobachten, die sich in den frühen Morgenstunden der Stadt nähern. Kurz danach werden wir eine Bootsfahrt auf der Lagune unternehmen, bei der es möglich sein wird, Limikolen und andere Arten zu beobachten, die in den Mangroven leben. Nach dem Mittagessen werden wir im die Restingawald von Cananéia beobachten.

Dreifarbentangare, endemisch

8. Tag (13.01.): Auf zu den Endemiten von Intervales und Suche nach Olivmantel-Beerenfresser
Wir werden zeitig in Richtung Intervales State-Park abreisen, aber auf dem Weg passieren wir den Carlos Botelho-State-Park, und stoppen hier an einer interessanten Parkstraße. Der heutige Morgen gilt einer unserer wichtigsten Zielarten, der Olivmantel-Beerenfresser (Black-headed Berryeater), einer stark bedrohten endemische Vogelart aus dem Tiefland des Atlantischen Regenwaldes. Natürlich sollten wir auch viele weitere spannende Arten wie (near endemic/endemisch) Zwerglaub- & Gelbohr-Laubtyrann (Sao Paulo- & Oustalet’s Tyrannulet), Halbmond-Faulvogel (Crescent-chested Puffbird) Fleckenarassari (Spot-billed Toucanet) und Mantelbussard (Mantled Hawk) vor die Ferngläser bekommen. Nachmittags erreichen wir Intervales und unser neues Quartier. Die Umgebung sollte weitere interessante Vogelarten bereithalten, wie z.B Grünrücken-Todytyrann (endemisch, Hangnest Tody-Tyrant), Schmuck- und Diamantpfäffchen (Double-collared- & Lined Seedeater), Hochland-Olivtyrann (Highland Elaenia), Kurzschopftyrann (Short-crested Flycatcher) und den endemischen Streifenkehl-Attilatyrann (Gray-hooded Attila).

9. Tag (14.01.): Vögel im Intervales State-Park
Heute suchen wir nach weiteren neuen Vogelarten. Mit etwas Glück sollten wir seltene Arten wie Graubauchhabicht (Gray-bellied Hawk), Wellenohrspecht (NE, Helmeted Woodpecker), Blaubauchpapagei (E, Blue-bellied Parrot) und den extrem vom Aussterben bedrohten Schwarzmaskenguan (Black-fronted Piping-Guan) sehen können. Weiterhin halten wir Ausschau nach anderen edemischen, near endemic und seltenen Arten wie Weißbart-Ameisenwürger (White-bearded Antshrike) Elstertangare (Magpie Tanager), Goldtukan (Saffron Toucanet), Graubraune Piha (Cinnamon-vented Piha), Rostbauch-Ameisenfänger (Ferruginous Antbird), Grausteißtinamu (Solitary Tinamou) und Nacktgesicht-Kotinga (Foto; Bare-throated Bellbird) entdecken. Nach Einbruch der Nacht werden wir versuchen, (Hakenschwanz-Nachtschwalbe (Long-trained Nightjar) und einen Bewohner unserer Logde, die Styxeule (Stygian Owl) zu beobachten.

10. Tag (15.01.): Rotkehl-Kotinga und Bambus-Spezialisten im Intervales-Park
Unser erstes Ziel am Morgen ist schon wieder eine seltene Vogelart, nämlich Rotkehl-Kotinga (Foto, Red-ruffed Fruitcrow), die wir hier aber mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Einsammeln von Insekten an Straßenlaternen beobachten können. Im Laufe des Tages warten auf uns in der Umgebung des Parkes zahlreiche Vogelarten, die auf Bambuswälder spezialisiert sind. Das wären u.a. (near endemic & endemisch) Weißstern-Todytyrann (Drab-breasted Pygmy-Tyrant), Halsband-Baumspäher (White-collared Foliage-gleaner), Zimtbauch-, Ockerbrust- und Olivrücken-Ameisenfänger (Bertoni´s-, Ochre-rumped- & Dusky-tailed Antbird), Gelbbrauen-Breitschnabeltyrann (Large-headed Flatbill) und Dunkelkappen-Sensenschnabel (Black-billed Scythebill). Und selbst der heutige Abend ist reserviert für bemerkenswerte Vogelarten wie Weißbrustralle (Red-and-White Crake), Große Bartameisenpitta (Variegated Antpitta) und Orangebrust-Bündelnister (Orange-breasted Thornbird) mit deren Sichtung hoffentlich ein hervorragender Birding-Tag ausklingen wird.

Grünhaubenelfe, endem.

11. Tag (16.01.): Auf dem Weg nach Ubatuba auf der suche nach dem Sao Paulo Antwren
Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen vom Intervalis State-Park, wo wir viele neue Vogelarten der Mata Atlantica kennenlernen durften. Nachdem wir Intervales in Richtung Ubatuba verlassen haben, machen wir einen Zwischenstopp in der Gemeinde Salesópolis, wo wir zu Mittagsessen werden. In dieses Gebiet gibt es einer Vielzahl von Kolibris wie Zimtroter Schattenkolibri (Planalto Hermit), Blauer Gabelschwanzkolibri (Swallow-tailed Hummingbird), Glanzamazilie (Versicolored Emerald) und Weißkehlkolibri (White-throated Hummingbird). Wir werden auch die Möglichkeit haben, eine erst kürzlich für die Wissenschaft neu beschriebene Vogelart zu beobachten, den São Paulo Antwren. Danach fahren wir weiter bis zu unserem Hotel nach Ubatuba.

12. Tag (17.01.): Im Kolibri-Paradies unterwegs
Unser Kolibri-Tag! In der Folha Seca- Kolibri-Logde können wir 10-15 Kolibriarten hautnah an Fütterungen erleben. Hier dürfen wir uns auch auf einige neue, zum Teil wieder sehr seltene Arten wie Sägeschnabel-Schattenkolibri (Foto unten, Saw-billed Hermit), Schwarzkolibri (Black Jacobin), Schmetterlingselfe (Foto re.; Festive Coquette),  Weißkinn-Saphirkolibri (White-chinned Sapphire)  und Erzkolibri (Sombre Hummingbird) freuen. Und noch etwas weiter außerhalb suchen wir noch nach dem Roten Zwergschattenkolibri (Reddish Hermit) der hoffentlich an Heliconia-Blüten zu sehen sein wird. Ganz besonders achten wir heute auf teils sehr seltene und auch akut vom Aussterben bedrohte, endemische Vogelarten wie Salvadoriameisenschlüpfer (Salvadori’s Antwren) und die nördliche Form von Stirnhaubentapaculo (Slaty Bristlefront und die Fahlkehl-Zwergkotinga (Buff-throated Purpletuft), aber auch auf den Rostkehl-Laubwender (Tawny-throated Leaftosser). Wenn wir Glück haben, sind die nahrhaften Clusia-Früchte reif, was uns dann ermöglicht, den Braunrückenpapagei (Brown-backed Parrotlet) auf Augenhöhe zu sehen.

13. Tag (18.01.): Auf der Suche nach dem Schwarzkopf-Ameisenfänger
Heute haben wir eine Tagesreise in Richtung Nova Friburgo vor uns. Über die ‘Costa Verde’, einer Autobahn, die durch mehrere Naturschutzgebiete entlang der “Grünen Küsten” führt treffen wir am Ende wieder auf den Atlantik. Diese Bergregion gilt als die schönste Landschaften der brasilianischen Küste. Unterwegs machen wir einen kurzen Halt, um einen der seltensten Vögel Brasiliens zu beobachten, den Schwarzkopfameisenfänger (Foto Einleitung, Black-hooded Antwren), eine Art, die derzeit nur an einem einzigen Ort in Brasilien bekannt ist. Unser Hotel in Nova Friburgo befindet sich am Anfang der Straße zu Pico da Caledônia.

14. Tag (19.01.): Endmiten am Pico da Caledônia
Wir werden einen herausragenden Morgen erleben, der der Vogelbeobachtung am Pico da Caledônia gewidmet ist, einem berühmten Ziel für die Vogelbeobachtung und Heimat endemischer Arten wie Blasser Distelschwanz (Foto, Itatiaia Spinetail), Grau- und Goldflügelkotinga (Gray-winged- &  Black-and-gold Cotinga), Olivgrau-Laubtyrann (Serra do mar Tyranullet), Rotschwanzameisenfänger (Rufous-tailed Antbird) und Rostrückenwürgerling (Rufous-backed Antvireo) und viele andere. Nach dem Mittagessen fahren wir einen kurzen Weg zur Regua-Eco-Lodge für die zwei letzten Übernachtungen dieser Tour. Nach dem Einchecken können wir den Nachmittag nutzen, um einige interessante Arten zu beobachten, wie z.B Rotschnabel-Pfeifgans (Black-bellied Whistling-Duck), Amazonasente  (Brazilian Teal), Kahnschnabel (Boat-billed Heron), Riesenani (Greater Ani), Rotschwanz-Glanzvogel (Rufous-tailed Jacamar), Schwarzspitzentöpfer (Wing-banded Hornero), Dunkelmantel-Ameisenwürger (Chestnut-backed Antshrike) sowie Gelbbrustvireo (Lemon-chested Greenlet) und viele andere.

15. Tag (20.01.): Im Regua-Schutzgebiet unterwegs
Ein ganzer Tag Vogelbeobachtung im Regua-Reservat sollte wunderbare Vogelbeobachtungen garantieren. Bei den Vögeln suchen wir u.a. nach Sooretama-Tropfenameisenwürger (Sooretama Slaty Antshrike), Schwarzkappenkotinga (Elegant Mourner), Schwarzkappen-Tangare (Hooded Tanager), Schwarzkappen-Schopftyrann (Dusky-capped Flycatcher), Ockerbauch-Pipratyrann (Ochre-bellied Flycatcher), Rotschwanz-Schattenkolibri (Rufous-breasted Hermit), Goldohrspecht (Yellow-eared Woodpecker), Südl. Brustbandtyrann (Southern Antpipit), Gelbbauchorganist (Orange-bellied Euphonia) und Rotsteiß-Spitzschnabel (Chestnut-vented Conebill) etc. Hier gibt es auch ein Wiederansiedlungsgsprojekt für den Tapir, den wir vielleicht sehen können.

Prachttangare

16. Tag (21.01.): Abschied von der Mata Atlantica und Fahrt zum Flughafen Rio de Janeiro
Nach dem Frühstück müssen wir uns von der zauberhaften Vogelwelt der Mata Atlantica verabschieden. In unserer Vogelliste sollten mindesten 400 Arten eingetragen sein. wir machen uns auf den nicht zu langen Weg nach Rio de Janeiro zum Internationalen Flughafen Tom Jobim-Galeao, von wo unser Rückflug am Nachmittag nach Europa wartet. Am Flughafen verabschieden wir uns von Adrian, der uns 15 Tag lang die Vögel Südbrasiliens nahe gebracht hat.

17. Tag (22.01.): Ankunft in Europa und Heimreise
Nach einer hoffentlich wieder ruhigen Nacht im Flugzeug erreichen wir am Morgen paris und/oder Amsterdam. Von dort starten unsere Weiterflüge nach D/CH/A (Berlin, Düsseldorf, Hamburg … Wien und Zürich), wo wir am frühen Nachmittag eintreffen können.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 

 

Print Friendly, PDF & Email

Preise & Leistungen

Staffelpreise

  • 06 Teilnehmer: 3.190,00 € pro Person
  • 07 Teilnehmer: 3.090,00 € pro Person
  • 08 Teilnehmer: 2.990,00 € pro Person
  • 09 Teilnehmer: 2.890,00 € pro Person
  • 10 Teilnehmer: 2.690,00 € pro Person
  • Einzelzimmer-Zuschlag: 400,00 €
Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

 

Im Reisepreis inbegriffen

  • Rundreise im bequemen Miniubus (ca. 1.700 km Gesamtfahrleistung zu erwarten); Trinkwasser im Bus unbegrenzt
  • sämtliche (15) Übernachtungen in Doppel- oder Zweibettzimmern (oder Einzelzimmern) mit privatem Bad und WC
  • alle Mahlzeiten in Vollpension
  • Gruppengröße max. 10 Personen
  • alle genannten Ausflüge und Besichtigungen
  • Eintritte in Nationalparke, Reservate und ggf. in private Schutzgebiete
  • Bootstour
  • Fotoerlaubnis (so erforderlich)
  • Spende in Höhe von 25,00 € pro Reiseteilnehmer für den Schutz der bedrohten Taubenhalsamazone in den Araukarien-Wäldern (für Verein “Espaco Silvestre”)
  • deutschsprachige Reiseleitung Adrian Eisen Rupp (brasilianischer Biologe/Ornithologe, Mitarbeiter Bartmeise-Reisen)
  • Deutsche Reiseinsolvenzversicherung nach § 561r BGB

Im Reisepreis NICHT inbegriffen

  • Fernflug ab D/CH/A über Sao Paulo nach Florianopolis und zurück ab Rio de Janeiro für ab 1.100,00 € in Economy-Class bzw. ab nur 1.200,00 € in Premium-Economy-Class (Stand: Ostern 2020 – jetzt zugreifen!! Diese Preise werden nur kurzzeitig verfügbar sein!!)

    Schwarzmanteltangare. Foto: A. Eisen Rupp

  • Alkoholische und Extra-Getränke.
  • Trinkgelder in Restaurants und Hotels, für Kofferträger in Hotels und an Flughäfen etc.
  • Trinkgelder für Birdguide und Fahrer (grundsätzlich empfohlen für alle Bartmeise-Reisen: Birdguide 2,00 €-2,50 € pro Tag/Person; Fahrer 1,00 €-1,50 € pro Tag/Person; ggf. Tour-Helfer: 1,00 € pro Tag/Person)
  • Extra-Übernachtung z.B. bei Flugstornierung o.ä.
  • persönliche Ausgaben aller Art
  • persönliche Gesundheitsvorsorge
  • Private Auslandskrankenversicherung (Pflicht für diese Reisen!)
Print Friendly, PDF & Email

Allgem. Reisehinweise, Mitnahmeempfehlungen, Klima, Gesundheit, Charakter der Reise

Mitnahmeempfehlung

  • Bequeme, geschlossene Wanderschuhe für die Exkursionen im Regenwald
  • kleiner Rucksack für Tagesausrüstung
  • Sandalen oder ein Paar leichte Schuhe
  • Langarmhemden (zur Vermeidung von Insektenstichen)

    Endemisch für den Atlantischen Regenwald, die Blaukappentangare. Foto: A. Eisen Rupp

  • einen leichten Pullover für kühle Abende in den Bergen in Urupema, für klimatisierte Fahrzeuge und Räume
  • leichte Regenjacke
  • Badebekleidung
  • Taschenlampe bzw. Stirnlampe für Nachtexkursionen nach Eulen und Nachtschwalben
  • Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung
  • Insektenschutzmittel
  • Fernglas, wer möchte Spektiv (nach Absprache
  • Bestimmungsliteratur: Wildlife Conservation Society/Ridgely, Robert S. (2016) – Birds of Brazil – The Atlantic Forest of Southeast Brazil. Cornell University Press, ISBN 978-8-588031388.
    App für Iphone: “Birds of Brazil” von Nature Guides basierend auf Van Perlo (2009): A Field Guide of the Birds of Brazil (ISBN 978-0-19-530155-7)

Wetter und Sicherheit
Mata Atlantica: immer warm, tags bis um die 30°C. Nachtemperaturen um 15-18°C. Hohe Luftfeuchte, aber meist trocken. Schutz gegen kurze Regenschauer/Gewitter (Regenschirm, Regenjacke). Alle Zimmer in allen Lodges verfügen über moderne Klimaanlagen. Achtung Erkältungsgefahr: Im Zielgebiet werden alle Verkehrsmittel (Busse, PKW, Flugzeug) sowie alle öffentlichen Räume (Restaurants, Geschäfte etc.) extrem klimatisiert! Deswegen stets dünnen Pullover oder Jacke zum Schutz vor Erkältungen bereit halten!
In den Bergen von Urupema”: morgens kühl und trocken, tags warm (‘mitteleuropäische Verhältnisse’)

Auf unseren Rundreisen sind grundsätzliche Sicherheitsstandards gewährleistet. Es besteht kein erhöhtes Sicherheitsrisiko, wenn einfachste Vorkehrungen (Infos von der Reiseleitung unterwegs) wie überall auf der Welt eingehalten werden.

Gesundheitshinweise
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt sowie bei besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen. Brasilien verlangt bei der Einreise aus Europa keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung. Der größte Teil Brasiliens ist inzwischen Gelbfieberendemiegebiet, so dass eine Impfung zum persönlichen Schutz empfohlen wird. Das Ausmaß der betroffenen Regionen in Brasilien ändert sich auch kurzfristig. Dazu und weitere wichtige Informationen zur persönlichen Vorsorge (Malaria etc.) finden sich auf www.auswaertiges-amt.de (Sicher Reisen/Ihr Reiseland/Reisen und Gesundheit).

Charakter dieser Reise

Diese Reise ist eine intensive Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten bzw. durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 12 Stunden am Tag). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, “near endemic-” und möglichst vielen endemischen Arten der bereisten Bioregion. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten, lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in die Aktivitäten zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) über landesweite Vereine bzw. Gesellschaften sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen daher in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten beobachten zu können. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt ausschließlich in der Verantwortung des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben (Ausnahme: Stadtrundgang Cali am Abreisetag – in englischer Sprache). Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn in der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit Gruppenreisen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen!

 

In Kooperation mit Adrian Rupp Birding ToursLogo-Adrian-Rupp_500px                                             

 

 

Print Friendly, PDF & Email

 

Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 

 

Print Friendly, PDF & Email

Reisedetails

Flugreisen, Startseite, Vögel intensiv
ab 2.690,00 € pP VP im Doppelzimmer

Sprache wählen

Newsletter

 

Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV
 

 

Kontaktieren Sie mich