Brasilien: Vogelwelt im Amazonas-Regenwald Manaus

Reisebeschreibung

Bei den Endemiten zwischen Rio Negro, Amazonas und Inambari im Herzen Amazoniens

Auf der Suche nach Tieflandsfelsenhahn, Kapuzinerkotinga und zu Besuch bei den Amazonasdelfinen

Reisetermin:  17. Juni bis 4. Juli 2021 (nur noch vier Plätze verfügbar!)

Die ungewöhnliche Kapuzinerkotinga (Capuchinbird) ist eine Zielart unserer Reise in den Amazonas. Foto: F.L.Carvalho

Zu den Höhepunkten im Bartmeise-Reiseprogramm zählen Jahr für Jahr Reisen nach Brasilien, die neben der beeindruckenden Vogelwelt stets auch Eindrücke von der atemberaubenden Schönheit des gewaltigen Landes bieten. In unserem Brasilien-Programm finden sich bisher Reisen in die Biome Atlantischer Regenwald, der im Regenschatten dahinter liegenden Steppe (Cerrado) und dem gewaltigen, einzigartigen Pantanal im Bundesstaat Mato Grosso, stets mit einem Abstecher in den Südamazonas.

Bei all diesen Reisen, die immer geplant und geleitet werden von unserem brasilianischen Partner, dem deutschsprachigen Ornithologen und Biologen (Absolvent der Universität Blumenau/Santa Catarina) Adrian Eisen Rupp, bieten wir stets auch die Bekanntschaft mit typischen Säugetierarten wie Großer Ameisenbär, Mähnenwolf, Tapir und vor allem Jaguar und Riesenotter, die nirgendwo anders als auf dem südamerikanischen Kontinent zu finden sind.

Diese neue Reise nun führt direkt in das Herz des Amazonas-Regenwaldes, zum gewaltigen Amazonasfluss mit seiner zauberhaften Vogelwelt, die allein rund 1.400 Vogelarten, darunter solche Highlights wie Tieflands-Felsenhahn (Foto li.: A. Eisen Rupp),  Kapuzinerkotinga, Kappenpapagei und Harpyie bereithält. Unser Reiseprogramm lässt um die 500 Vogelarten erwarten. Für den Regenwald um Manaus wird eine der höchsten Biodiversitäten der Welt beschrieben. Die großen Flüsse des Amazonas bilden biogeografische Barrieren für Wirbeltiere. Beiderseits solcher Flüsse finden sich unterschiedliche Arten, die sich nicht vermischen. Der Endemismus in der Vogelwelt erreicht im Amazonas daher einen Höhepunkt.

Diese Reise der sehr kurzen Wege beginnt in der Hauptstadt Amazoniens, in Manaus, an der Mündung des Rio Negro in den Amazonas. Wir unternehmen von hier aus in der ersten Woche zahlreiche Tagesausflüge in den Regenwald und in ganz besondere Lebensräume. In der zweiten Woche reisen wir noch etwas tiefer in das Zentrum des Amazonas. Per Boot werden wir z.B. zur Machanteria-Insel fahren, um die dortige, einzigartige Vogelwelt zu entdecken. Von Aussichtsplattformen in ca. 40 Meter Höhe erleben wir in Augenhöhe bzw. über den Wipfeln der Amazonasriesen die bunte Vogelwelt. Ein echter Höhepunkt neben der Vogelwelt sind zudem die ungewöhnlichen Süßwasser-Delfine, Botos (Foto re.: L.F. Carvalho)  die hier vorkommen und die wir hautnah erleben können.

Für diese Reise haben wir einen KLM-Gruppenflug ab Berlin (BER) über Amsterdam in den Norden Brasiliens, nach Fortaleza und weiter nach Manaus reserviert. Nur diese günstige Verbingung bietet die Möglichkeit, die Anreise tagsüber mit Ankunft noch am gleichen Tag abends in Manaus zu garantieren.

Die Teilnehmerzahl ist streng limitiert auf zehn Gäste. Interessenten bitten wir umgehend um entsprechende Vormerkung (info@bartmeise.de).

Titelfoto: Scharlachtupfen-Bartvogel. Foto: L.F. Cavalho

Reiseplan

17.06. (1. Tag):  Anreise ins Herz Amazoniens
Voraussichtlich gegen 9.00 Uhr am Morgen startet unser Flug ab Berlin (BER) nach Amsterdam und von dort als Direktflug weiter nach Fortaleza. Die berühmte Stadt an der Nordostküste Brasiliens erreichen wir gegen 17.30 Uhr. Wir steigen von KLM auf GOL um und erreichen nach über 14h Gesamtflugzeit gegen 21.30 Uhr die Amazonas-Metropole Manaus. Adrian, unser brasilianischer Mitarbeiter und Guide, erwartet uns bereits. Transfer ins Hotel/Übernachtung.

18.-20.06. (2.-4. Tag): Endemische Vogelwelt zwischen Tapajos und Madeira
Wir stehen zeitig auf und fahren zur Tupana Lodge, einem Gasthaus im Zentrum des Endemismus der Vögel Inambari, dessen endemische Vogelarten nur vom rechten Ufer des Tapajós bis zum linken Ufer Madeiras vorkommen. Während unseres Aufenthalts in diesen Tagen werden wir die Wanderwege und Vogelbeobachtungspunkte entlang der Straße BR319 durchqueren. Zu den wichtigen Vogelarten, die wir hier suchen, zählen u.a. Rotkehltinamu (Brazilian Tinamou), Weißbrauenbussard (White-browed Hawk), Kawallamazone (White-faced Amazon), Orangekehl-Schattenkolibri (Pale-tailed Barbthroat), Orangefarbener Schattenkolibri (Needle-billed Hermit), Goldstirn-Faulvogel (Roufus-necked Puffbird), Reinwardtarassari (Red-billed toucanet), Braunohrarassari (Chesnut-eard Aracari) Rotschulter-Ameisenfänger (Chestnut-shouldered Antwren), Amazonasameisenschlüpfer (Rio Madeira Antwren), Iheringameisenschlüpfer, (Ihering’s Antwren), Kurzschwanz-Ameisenwürger (Pearly Antshrike), Schwarznacken-Ameisenfänger (Predicted Antwren), Dunkelameisenwürger (Undulated Antshrike), Olivscheitel-Ameisenvogel (Humaita Antbird), Bindenschwanz-Ameisenvogel (White-throated Antbird), Grauschopf-Ameisenvogel (Hairy-crested Antbird),Tupana-Dunkelsensenschnabel (Curve-billed Scythebill), Inambaribaumsteiger (Inambari Woodcreeper), Grünkleintyrann (Chico’s Tyrannulet), Gelbbauch-Attilatyrann (Citron-bellid Attila) und Inambarimückenfänger (Inambari Gnatcatcher). Wir bleiben drei Nächte in einer schönen Lode am Inambari/VP.

21.06. (5. Tag): Vogel- und Tierwelt um Manaus
Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Manaus und nutzen die Gelegenheit, um Arten zu beobachten, die während unseres Aufenthalts in der Tupana Lodge noch nicht gefunden haben. Nach dem Mittagessen checken wir in unser Hotel ein und können uns während der heißesten Stunde des Tages ausruhen. Am späten Nachmittag werden wir Vögel in einen Wald bei Manaus beobachten und auch nach den Zweifarbentamarin, einer endemische Krallenaffen-Art, die nur hier vorkommt,  Ausschau halten. Übernachtung/VP Hotel.

Mohrentrappist. Foto: A. Eisen Rupp

22.06. (6. Tag): Per Boot zu den Endemiten auf der Marchantaria-Insel
Wir gehen an Bord eines Bootes und fahren zur Marchantaria-Insel. Das Boot wird auch unser schwimmendes Restaurant sein. Einige Vogelarten sind auf den Amazonasinseln endemisch. Wir dürfen uns heute auf großartige Vogelbeobachtungen freuen, die in keinem anderen auf dieser Reise besuchten Ziel zu erleben sein werden. Neben Arten mit weiter Verbreitung werden wir auch zahlreiche seltene, endemische Vogelarten finden. Wir rechnen heute u.a. mit  Hornwehrvogel (Horned Screamer), Amazonasente (Brazilian Teal), Blaureiher (Little Blue Heron), Rosalöffler (Roseate Spoonbill), Schwarznacken-Stelzenläufer (Black-winged Stilt), Streifenkuckuck (Striped Cuckoo) und Grünbürzel-Sperlingspapagei (Green-rumped Parrotlet). Teilweise nur hier zu finden sind u.a. Flussufer-Ameisenvogel (Black-and-white Antbird), Rotrücken-Sensenschnabel (Red-billed Scythebill), Schwarzspitzentöpfer (Wing-banded Hornero), Blassfußtöpfer (Pale-legged Hornero), Flussinsel-Dickichtschlüpfer (White-bellid Spaintail), Gelbkinn-Riedschlüpfer (Yellow-chinned Spinetail), Weißbauch-Riedschlüpfer (Red-and-white Spinetail), Weißbauch-Dickichtschlüpfer (Pale-breasted Spinetail), Dunkelbrust-Dickichtschlüpfer (Dark-breasted Spinetail), Braunkappen-Dickichtschlüpfer (Plain-crowned Spinetail), Flussbaumschlüpfer (Parker’s Spinetail), Schuppenbauch-Baumschlüpfer (Scaled Spinetail), Rostzügel-Todityrann (Rusty-fronted Tody-flycatcher), Nordstelzentyrann, (Lesser Wegtail-tyrant), Braunolivtyrann (Brownish Elaenia), Uferkleintyrann (River Tyrannulet), Stahlkassike (Solitary Cacique), Gelbkopfstärling (Yellow-hooded Blackbird), Zweifarben-Spitzschnabel (Biocolored Conebill) und Perlbrust-Spitzschnabel (Pearly-braested Conebill). Nach diesem “Vogelfestival” erwartet uns ein kräftiges Abendessen im Hotel.

23.06. (7. Tag): Vogelwelt in den Baumwipfeln über dem Amazonien-Museum
Heute steigen wir in die Baumwipfel des Amazonas, und zwar auf den neuen Beobachtungsturm am Museu da Amazônia (Amazonien-Museum) aus.  Aus ca. 35-40 Metern Höhe können wir uns auf folgende wichtige Vogelarten freuen: Drosseltangare (Spotted Tanager), Goldbrust-Würgertangare (Fulvous-shrike Tanager), Guayanakleintyrann (Guianan Tyrannulet), Pfefferfresser (Guianan Toucanet), Kastanienscheitel-Baumsteiger (Lineated Woodcreeper), Tüpfeltangare (Dotted Tanager), Weißhals-Faulvogel (Guianan Puffbird), Scharlach-Tupfenbartvogel (Black-spotted Barbet; Foto re: L:F. Cacalho), Kappenpapagei (Caici Parrot), Rotstirnamazone (Red-lored Amazon), Goldnackenspecht (Golden-collared Woodpecker), Fleckenmantel-Ameisenfänger (Spot-backed Antwren), Veilchenpapagei (Dusky Parrot) und Cayenneorganist (Golden-sided Euphonia).

Nachmittags beobachten wir an einer Straße nördlich Manaus, der „Ramal do Pau Rosa“, Ein langer Weg durch den Wald von Terra Firme, wo in den letzten Jahren immer wieder Harpyie (Harpy Eagle) und Karminkotinga (Crimson Fruitcrow) gesehen wurden. Übernachtung im Hotel.

24.06. (8. Tag): Im tropischen Terra-Firme-Tieflandsregenwald unterwegs
Wir werden einen ganzen Tag in diesem wichtigen Ökosystem, dem Tieflandsregenwald außerhalb der Überschwemmungsgebiete der Flüsse, unterwegs sein. Wir suchen hier u.a. nach Grünarassari (Green Aracari; Foto re.: A. Eisen Rupp), Türkisblaue Kotinga (Spangled Cotinga), Purpurschwanzpapagei (Sappire-rumped Parrotlet), Mohrentrappist (Black Nunbird), Rostkehl-Ameisenvogel (Roufus-throated Antbird), Schwarzkehl-Ameisenwürger Black-throated Antshrike), Weißband-Ameisenvogel (Ferruginous-backed Antbird), Kastanienbürzel-Baumsteiger (Chestnut-rumped Woodcreeper), Goldschopftangare (Fulvous-crested Tanager), Ziertangare (Blue-backed Tanager) und Goldschuppen-Zwergspecht (ssp. buffoni; Golden-spangled Piculet). Übernachtung/VP Hotel.

25.06. (9. Tag): Der berühmteste Vogelbeobachtungs-Turm Brasiliens wartet
Für den heutigen Tag ist geplant, dass wir den berühmtesten Vogelbeobachtungs-Turm Brasiliens, den ZF-2-Turm aufsuchen, und aus ca. 45 Meter Baumwipfelhöhe die Vogelwelt im größten Waldgebiet von Manaus erkunden. Nach dem Frühstück fahren wir dazu einige Kilometer mit Allradfahrzeugen in den Regenwald hinein. Auf dem Weg haben wir die Möglichkeit, nach wichtigen Arten wie Glattschnabelhokko (Black Curassow) und Marailguan (Marail Guan) zu suchen. Von der Spitze der ZF-2-Plattform

Rotzügelsittich. Foto: L.F.Carvalho

aus bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Regenwaldkulisse aus der Vogelperspektive. Akustisch und visuell lassen Grünflügel- und Scharlachara (Red-and-green & Scarlet Macaw) sowie Venezuela- und Mülleramazone (Orange-winged & Southern Mealy Amazon) einen Ohren- und Augenschmaus erwarten. Weitere Vogelarten, die wir hoffentlich zu sehen bekommen, sind u.a. Amazonaszwergkauz (Amazonian Pygmy-owl), Schwarzbauchkuckuck (Black-bellied Cuckoo), Gelbkehlspecht (Yellow-throated Woodpecker), Rotrücken-Ameisenfänger (Streak-capped Antwren), Spiegel-Breitschnabeltyrann (White-crested Spadebill), Guayanalaubtyrann (Olive-green Tyrannulet), Cayennemückenfänger (Guianan Gnatcatcher), Amazonien-Pompadourkotinga (Pompadur Cotinga), Braunwangenvireo (Buff-cheeked Greenlet) und Kurzschnabel-Naschvogel (Short-billed Honeycreeper). Unser Mittagessen nehmen wir in einer schönen Lodge ein, um die wir auch am späten Nachmittag noch beobachten können. Übernachtung im Hotel.

26.06. (10. Tag): Auf der Suche nach dem Capuchinbird am Jaguar-Wasserfall
Nach dem Frühstück geht es raus in den Regenwald. In der Nähe unserer Lodge befindet sich das Privatreservat “Cachoeira da Onça”, was „Jaguar-Wasserfall“ bedeutet. Hier haben wir die Chance, einige spezielle Vögel des Amazonasgebietes zu entdecken. Wir suchen hier u.a. nach Corayazaunkönig (Coraya Wren), Grauorganist (Plumbeous Euphonia), Rotnacken-Topaskolibri (Crimson Topaz, Foto li.: A. Eisen Rupp), Blutkotinga (Guianan Red Cotinga), Weißring-Maskentyrann (Yellow-throated Flycatcher), Gelbkopfpipra (Golden-headed Manakin), Schwarzkehlarassari (Black-necked Aracari), Graubekarde (Cinereous Becard), Schwarzscheitel-Ameisenvogel (hellmayr; Black-capped Antwren), Rotzügelsittich (Painted Parakeet) und mit Glück auch Kapuzinerkotinga  (Capuchinbird) und das Spitzschnabelpfäffchen (White-naped Seedeater). Übernachtung/VP Hotel.

27./28.06. (11./12. Tag): Endemische Vögel im Biom „Campinarana“ und Tiefland-Felsenhahn
Am zeitigen Morgen (27.) beobachten wir nochmals in der Umgebung unserer Lodge und suchen nach Arten, die wir bisher vielleicht verpasst haben. Anschließend checken wir aus und treten einen kurzen Transfer zu unserer nächsten Unterkunft an, die sich zwar inmitten des Amazonas-Regenwaldes befindet, aber einen speziellen Lebensraum (Biom) bietet. In der „Campinarana“, einem extrem armen, trockenen und teilweise steppenartigen Gebiet finden sich zahlreiche endemische und seltene Arten. Hier versuchen wir Pelzelntodityrann (Pelzeln’s Tody-tyrant), Nördlicher Tropfenameisenwürger (Amazonian Antshrike), Schwarz- und Goldscheitelpipra (Black Manakin &  Saffron-crested Tyrant-manakin) sowie Hellbauch-Schmucktyrann (Pale-bellied Mourner) zu finden. Und in diesem Habitat dürfen den vielleicht spannendsten Vogel unserer Reise, den Tiefland-Felsenhahn (Guianan Cock-of-the-rock), erwarten! Am zweiten Tag (28.) werden wir östlich unseres gestrigen Beobachtungsgebietes versuchen, weitere neue Vogelarten zu finden.  U.a. halten wir Ausschau nach Spezialitäten wie Bronze- und Gelbschnabel-Glanzvogel (Bronzy- & Yellow-billed Jacamar), Guyana-Schwarzbrustspecht (Ringed Woodpecker), Rostbauch-Ameisenschlüpfer (Rufous-bellied Antwren) sowie Grau-Schuppenkopftyrann (Double-banded Pygmy-tyrant), auf die wir hier gute Chancen haben. Übernachtungen/VP Lodge.

29.06. (13. Tag): Auf dem Weg zum Anavilhanas-Nationalpark entlang des Rio Negro
Vormittags verlassen wir die Campinarana und reisen südlich am rechten Ufer des Rio Negro entlang zum Anavilhanas-Nationalpark. Dieser Park hat etwa 400 Inseln und 60 Seen auf 350.000 Hektar. Unsere nächste Lodge liegt am Ufer des Rio Negro mitten in Igapo, einer Art überflutetem Wald. Unterwegs beobachten wir Vögel und die zauberhafte Natur des Amazonas. Vielleicht haben wir Glück und eine weitere Krallenaffen-Art, die Rothandtamarin (Foto re.: L.F. Carvalho) lässt sich entdecken. Weiterhin können wir auf unserer Rundreise auch die beeindruckenden Goldgesichtsaki, eine Primatenart aus der Gruppe der Neuweltaffen, die nur im unteren Amazonasgebiet vorkommt, erwarten. Auch der größte Vertreter der Klammeraffen, der Rotgesichtklammeraffe, ist grundsätzlich möglich. Übernachtung/VP Lodge.

(30.06.) 14. Tag: Vögel in der Wasserlandschaft und Highlight Botos in Novo Airão
Heute werden wir nochmals ganztags mit dem Boot in dieser einzigartigen Wasserlandschaft unterwegs sein. In der Inselwelt im Anavilhanas-Nationalpark suchen wir u.a. nach Blaubrauenamazone (Southern Festive Amazon), Tüpfelbrustspecht (Spot-breasted Woodpecker), Grünschwanz-Glanzvogel (Green-tailed Jacamar), Strichelkehl-Schattenkolibri (Streak-throated Hermit), Schwarzgesicht-  und Schwarzgrauer- Ameisenwürger (Black-crested & Blackish-gray Antshrike, Cherrie’s Antwren), Rio Negro-, Várzea- und Weißstreifen-Ameisenschlüpfer (Klage’s-, Leaden- & Cherrie‘s Antwren), Varzea– und Nordamazonien Ameisenschnäpper (Ash-breasted- & Black-chinned Antbird), Elfenbeinschnabel- und Zimmers Baumsteiger (Long-billed- & Zimmer’s Woodcreeper), Braunscheitel-Tachurityrann (Amazonian-Tyrannulet) und die hübsche Fadenpipra (Whire-tailed Manakin, Foto li.: L.F. Cavalho). Wir haben auch die Chance, die seltenen Mohren- (Schwarzer Kaiman) und Krokodilkaimene (Nördlicher Brillenkaiman) zu entdecken.

Am Nachmittag steht ein weiterer Höhepunkt in unserem Programm. Wir fahren nach Novo Airão einer Gemeinde am Rio Negro, ca. 150 km stromaufwärts von Manaus, wo wir die einzigartigen Amazonasdelfine, Botos (Foto re.: Agentur) aus nächster Nähe erleben können. Vielleicht haben die Delfine „Lust auf Menschen“ und kommen ganz zu uns heran? Wie auch immer, für Naturliebhaber ist eindrückliches Abenteuer zu erwarten! Übernachtung/VP Lodge.

(01.07.) 15. Tag: Spannende Vogelwelt zwischen Novo Airão und Manacapura
Schon steht unser letzter voller Vogelbeobachtungstag auf dieser Reise an! Nach dem Verlassen unserer Lodge werden wir auf einigen Wegen in der Nähe von Novo Airão Vögel beobachten, bis wir unsere letzte Unterkunft erreichen. Heute können u.a. Taotinamu (Grey Tinamou), Schwarznacken-Topaskolibri (Fiery Topaz), Strichelbrust-Ameisenpitta (Thrush-like Antpitta), Rotspiegel-Ameisenvogel (Reddish-winged Bare-eye), Weißkehl-Ameisenvogel (Bicolored Antbird), Rotschwanz-Baumspäher (Roufus-tailed Xenops), Orange-Tupfenbartvogel (Gilded Barbet), Napo Amazonien-Bindenbaumsteiger (Amazonian Barred Woodcreeper) und Weißaugen-Todityrann (White-eyed Tody-tyrant) erwartet werden. Übernachtung Logde.

(02.07): 16. Tag: Entdeckungen in Manaus
Heute Vormittag werden wir uns die Zeit nehmen, um in der Umgebung von Manaus nochmals nach Vogelarten zu suchen, die wir insgesamt verpasst haben bzw. können wir auch auf aktuelle Geschehnisse in der Vogelwelt reagieren. Unser Mitarbeiter Adrian ist in der brasilianischen Birder-Szene gut vernetzt und ebenso wie hier in Europa teilen sich die Vogelbegeisterten Besonderheiten in Chat-Gruppen etc. mit. Sollte da vielleicht die eine oder andere seltene Art gemeldet werden, dann können wir unser Glück versuchen!

Nach dem Mittag schauen wir uns im historischen Zentrum der berühmten Urwaldmetropole Manaus, Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, um. Wir besuchen das Amazonas-Museum, bestaunen das berühmte „Teatro Amazonas“ (Foto li.: Agentur) das vielleicht schönste Opernhaus der Welt oder unternehmen noch eine Stadtrundfahrt. Unser Abschlussabend wird auf jeden Fall wieder in einem typischen Restaurant organisiert, das die Köstlichkeiten Amazoniens bereithält. Hier schließen wir unsere Vogelliste ab und lassen diese wunderbare Reise ausklingen. Übernachtung Hotel.

03./04.07. (15./16. Tag): Goodbye Amazonien und Rückreise nach Europa 
Wir können ausschlafen und erstmals etwas später frühstücken! Dann packen wir und präparieren uns für die lange Heimreise. Gegen 10.00 Uhr verlassen wir unser Hotel in Manaus zum Flughafen. Dort verabschieden wir uns von Adrian, unserem Guide, der uns mit Sicherheit erneut unvergessliche Tage in Brasiliens zauberhafter Natur geboten hat. Gegen 12.30 Uhr bringt GOL uns nach Fortaleza, und von dort startet KLM kurz vor 20.00 Uhr zum 10-Stunden-Nachtflug nach Amsterdam, wo wir um 10.00 Uhr vormittags am 04.07. eintreffen werden. Um 12.30 Uhr geht es dann weiter nach Berlin, mit Ankunft in der Deutschen Hauptstadt gegen 14.00 Uhr.

Irrtümer vorbehalten. Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten!
Print Friendly, PDF & Email

Preise & Leistungen

Teilnehmer

Minimum 6 bis maximal 10 Personen.

Preise/Staffelpreise

  • 6 Personen – 3.490,00 € pro Person/VP
  • 7 Personen – 3.2900,00 € pro Person/VP
  • 8 Personen – 3.190,00 € pro Person/VP
  • 9 Personen – 3.090,00 € pro Person/VP
  • 10 Personen – 2.990,00 € pro Person/VP

Einzelzimmerzuschlag: 400,00 €

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329. E-Mail: buchung@bartmeise.de

Im Reisepreis inbegriffen

  • sämtliche (16) Übernachtungen in Doppel- oder Zweibettzimmern (oder Einzelzimmern) mit privatem Bad und WC
  • Alle Unterkünfte in gemütlichen Doppel- oder Einzelzimmern, einfacher und teilweise sehr guter touristischer Standard (je nach Verfügbarkeit)
  • alle Mahlzeiten in Vollpension (meist Buffet) inklusive Kaffee & Kuchen sowie Obst in den Lodges (nicht im Hotel). Verpflegung beginnt am Anreisetag mit einem kleinen Abendimbiss und endet am Abreisetag mit dem Frühstück
  • Trinkwasser während der Busfahrten und Transfers
  • Eintrittsgelder für alle Nationalparks und für lokale Guides
  • ggf. Fotoerlaubnis
  • Alle im Reiseplan genannten Besichtigungen
  • Transport im Kleinbus mit Fahrer (inkl. Treibstoff)
  • Deutschsprachige Reiseleitung Adrian Eisen Rupp (brasil. Biologe/Ornithologe) und Hartmut Meyer, Bartmeise-Reisen
  • Vogelliste (Booklet) zum Eintragen der täglich gesehenen Arten (wiss./deutsch/engl.), Bartmeise-Notizbuch mit Kugelschreiber und Bartmeise-Wasserflasche
  • Deutsche Reiseinsolvenzversicherung/ Reisesicherungsschein gemäß § 651r BGB

Im Reisepreis NICHT inbegriffen

  • Internationaler Flug (Gruppenflug mit KLM/GOL) ab Berlin über Amsterdam und Fortaleza nach Manaus (für ca. ab 1.000,00 €)
  • Verpflegung für An- und Abreise (im Flugzeug/Transatlantikflug kostenfrei) bzw. “im Rucksack” einplanen
  • Zusatzübernachtung/-en bei Flugausfällen (höhere Gewalt)
  • Alkoholische und Extra-Getränke.
  • Trinkgelder in Restaurants und Hotels, für Kofferträger in Hotels und an Flughäfen etc.
  • Trinkgelder für Birdguide und Fahrer (grundsätzlich empfohlen für alle Bartmeise-Reisen: Birdguide 2,00 -2,50 € pro Tag/Person; Fahrer 1,00 -1,50 € pro Tag/Person; ggf. Tour-Helfer: 1,00 € pro Tag/Person)
  • Extra-Übernachtung z.B. bei Flugstornierung o.ä.
  • persönliche Ausgaben aller Art wie Wäscheservice etc.
  • persönliche Gesundheitsvorsorge
  • Private Auslandskrankenversicherung (Pflicht für diese Reise!)
  • Zusätzlicher Bargeldbedarf für private Getränke, Snacks etc. max. 200,00 € pP
Print Friendly, PDF & Email

Allgemeine Hinweise, Mitnahmeempfehlungen, Klima, Gesundheit, Charakter der Reise

Mitnahmeempfehlungen

  • nur leichtes, aber geschlossenes Outdoor-Schuhwerk (möglichst wasserdicht)
  • nur leichte Sommergarderobe, aber langärmlige Hemden bzw. T-Shirts (Schutz gegen Sonne und Insekten)
  • eine leichte Jacke/Pullover zum Schutz gegen Erkältungen in klimatisierten Fahrzeugen und Räumen Kopfbedeckung (möglichst mit Abdeckung der Halspartie gegen Sonne)
  • leichte Regenjacke oder Regenschirm (im Regenwald)
  • wasserdichte Tasche für Ausflüge auf den Booten
  • Badesachen (ggf. für Pools)
  • gute Stirnlampe oder Taschenlampe
  • Outdoor-Trinkwasserflasche (zum Befüllen; erhält jeder Teilnehmer vor der Reise)
  • persönliche Reiseapotheke
  • Bestimmungsliteratur: Wildlife Conservation Society/Gwynne, John A. (2010) – Birds of Brazil – The Pantanal & Cerrado of Central Brazil. Cornell University Press, ISBN 978-0-8014-7646-4
  • App für Iphone: “Birds of Brazil” von Nature Guides basierend auf Van Perlo (2009): A Field Guide of the Birds of Brazil (ISBN 978-0-19-530155-7)

Wetter und Sicherheit 

Fahlkopfspecht. Foto: L.F. Cavalho.

Amazonas: immer heiß um 30°C. Nachtemperaturen nicht unter 20°C. Hohe Luftfeuchte, aber meist trocken. Schutz gegen kurze Regenschauer/Gewitter (Regenschirm, Regenjacke). Alle Zimmer in allen Lodges verfügen über moderne Klimaanlagen. Achtung Erkältungsgefahr: Im Zielgebiet werden alle Verkehrsmittel (Busse, PKW, Flugzeug) sowie alle öffentlichen Räume (Restaurants, Geschäfte etc.) extrem klimatisiert! Deswegen stets dünnen Pullover oder Jacke zum Schutz vor Erkältungen bereit halten! Es besteht kein erhöhtes Sicherheitsrisiko, wenn einfachste Vorkehrungen (Infos von der Reiseleitung unterwegs) wie überall auf der Welt eingehalten werden. Besonderer Hinweis: Um die Schutzgebiete im Amazonas betreten zu können, muss jeder Gast einen Nachweis über eine Lebens- bzw. Reiseversicherung mit sich führen und auf Verlangen vorzeigen können!

Gesundheitshinweise

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt sowie bei besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen. Brasilien verlangt bei der Einreise aus Europa keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung. Der größte Teil Brasiliens ist inzwischen Gelbfieberendemiegebiet, so dass eine Impfung zum persönlichen Schutz empfohlen wird. Das Ausmaß der betroffenen Regionen in Brasilien ändert sich auch kurzfristig. Dazu und weitere wichtige Informationen zur persönlichen Vorsorge (Malaria etc.) finden sich auf www.auswaertiges-amt.de (Sicher Reisen/Ihr Reiseland/Reisen und Gesundheit).

Zum Charakter dieser Reise 

Amazonasfischer. Foto: J. Hottinger.

Diese Reise ist eine Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: “Vögel intensiv”). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten bzw. durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 12 Stunden am Tag). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, “near endemic-” und endemischen Arten. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in Aktivitäten von Landesvereinen und Gesellschaften zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen, fließen in die genannten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten sichtbar zu machen. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt aber ausschließlich in den Händen des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Weiterreichende touristische Informationen zu ‘Land & Leuten’ werden bei dieser Reise nicht gegeben. Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-) Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn in der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit anderen Menschen in Kleingruppen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, der kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen! So genannte “Lister”, also jene Vogel-Interessierte, die nur in der Welt unterwegs sind, um ihre ‘persönliche Lifeliste’ an Vogelarten aufzufüllen, die sich rücksichtslos und unhöflich gegenüber anderen Gästen verhalten und die Gruppenaktivitäten stören, sind absolut unwillkommen (solche Gäste können auch von einer laufenden Reise ausgeschlossen werden)!  Vogelfotografen sind immer willkommen, jedoch müssen diese bereit sein, sich den Beobachtern unterzuordnen.

Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV

 

Print Friendly, PDF & Email
Print Friendly, PDF & Email

Reisedetails

Flugreisen, Reisen, Startseite, Vögel intensiv
Staffelpreis ab 2.990,00 € pP/VP im DZ

Sprache wählen

Für Newsletter anmelden

 

Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV
 

 

Kontaktieren Sie mich