Georgien/Armenien: Ararat-Ebene und Großer Kaukasus

Reisebeschreibung

Georgien/Armenien – Unterwegs im Großen Kaukasus und der Ararat-Ebene

Auf der Suche nach dem Riesenrotschwanz und zu Besuch bei den Weißschwanzkiebitzen

Reisezeitraum: 26. April bis 8. Mai 2019 (noch vier Plätze verfügbar!)

Bartmeise-Reisegruppe Armenien 2018. 9.v.li. Reiseleiter Andre Müller. Foto: T. Langgemach.

Diese Reise führt uns in die ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien und Armenien. Im Norden Georgiens begrenzt Russland mit den mächtigen Bergen des großen Kaukasus das kleine Land.  Das südlich von Georgien liegende Armenien wird von den muslimischen Staaten Türkei, Iran und Aserbaidschan umschlossen. Vogelkundlich sind diese Länder deswegen so spannend und einzigartig, weil sich hier Faunenelemente von der arabischen Halbinsel mit denen aus dem Mittelmeerraum und Südosteuropas mischen. Zwischen den über 5.000m hohen Gipfeln des Kaukasus im Norden Georgiens, dem Armenischen Hochland an der Grenze zur Türkei, dem Arevik-Nationalpark im Süden an Grenze zum Iran und dem Sewansee im Westen, dem größten See im Kaukasus, bieten diese kleinen Länder spektakuläre Naturräume mit subtropischen Wäldern und Flusslandschaften, Fischteichen, Steppen, Halbwüsten bis hin zu grandiosen Hochgebirgslandschaften. Mehr als 350 Vogelarten wurden in den Ländern nachgewiesen, davon mindestens 250 als Brutvögel.

Eine der Zielarten der Reise: Der Rotflügelgimpel. Foto: R. Aeschlimann.

Zu den Höhepunkten dieser ornithologischen Reise nach Armenien und Georgien gehören der Sewansee, die Armash-Fischteiche, die alten Bergmischwälder um Dilijan, verschiedene Hochgebirgsregionen und Halbwüsten. Am Sewansee befindet sich eine der größten Brutkolonien der Armeniermöwe (Larus armenicus), und an den Armash-Fischteichen dürfen wir auf Blauwangenspint, Weißkopf-Ruderente und Weißschwanzkiebitz hoffen, die hier brüten. In Hochgebirgsregionen suchen wir u.a. nach solchen Spezialitäten wie Steinbraunelle, Kaspi-Königshuhn, Kaukasusbirkhuhn, Ohrenlerche und dem Rotflügelgimpel. Im großen Kaukasus können wir zudem die Raritäten Kauskasuskönigshuhn, Berggimpel und Riesenrotschwanz erwarten.

Neben einer abwechslungsreichen Avifauna bietet diese Reise im Hochgebirgsfrühling auch botanische Höhepunkte, viele Insektenarten und bemerkenswerte Säuger. So konnte bei unserer letzten Reise im Jahr 2018 der Isabellbär, eine Unterart des Braunbären, mehrfach beobachtet werden.

Startbild: Heckensänger. Foto: Bernd Möckel

Reiseplan

Reiseplan

26. April (1. Tag): Anreise nach Tiflis 
Am frühen Abend mit Lufthansa/Austrian Airlines ab Berlin-Tegel, Frankfurt, Düsseldorf, Nürnberg und/oder Hamburg sowie ab Zürich und Wien über München in die georgische Hauptstadt nach Tiflis. Ankunft gegen 03:50 Uhr am frühen Morgen; Transfer ins Hotel und Bezug der Zimmer. Ü Hotel Tiflis

27. April (2. Tag): Auf dem Weg in den großen Kaukasus

In den Bergen unterwegs. Foto 2018: B. Möckel

Nach unserem Frühstück im Hotel fahren wir nach Norden in die Berge des Großen Kaukasus. Unser Ziel ist der Ort Kazbegi im Tergi Tal. Auf dem Weg dahin stoppen wir an den ersten Gebirgsausläufern.  Am späten Nachmittag erreichen wir unser Gästehaus. Dort können wir noch individuelle Exkursionen im näheren Umfeld machen. Vielleicht gelingen schon erste Beobachtungen von Rotstirngirlitzen, welche dort recht häufig zu finden sind. Unweit der Ortschaft und sogar mittendrin rufen Wachtelkönige in den Bergwiesen. Verpflegung/Übernachtung: Picknick am Mittag, Abendessen im Restaurant, Ü Hotel

28. April (3.Tag) Dem Kaukasuskönigshuhn auf der Spur
Nach dem Frühstück unternehmen wir kurz Wanderungen um Kazbegi. Dabei begleitet uns der weithin hörbare Gesang des Kaukasus-Königshuhnes. Dem charakteristischen Ruf dieser Berge folgend, sollte es nicht schwierig werden, diesen stattlichen Vogel in den Felsen zu entdecken. Daneben sollten wir noch typische Arten dieser Hochgebirgslandschaft wie Berghänfling, Ohrenlerche, Bergpieper und Schneefink zu Gesicht bekommen. Verpflegung/Übernachtung: Picknick am Mittag, Abendessen im Restaurant, Ü Hotel

29 .April (4.Tag) Raritäten des Hohen Kaukasus – Berggimpel und Riesenrotschwanz
Unser heutiges Ziel ist das Yuro-Bergmassiv. Dort angekommen, sollten wir sorgfältig die Bergwiesen nach den schwarzen Umrissen des Kauskasusbirkhuhns absuchen. In den felsigen Gebieten sind unsere Zielarten der Berggimpel und Riesenrotschwanz. Der hohe Kaukkasus ist in der Westpaläarktis die einzige Stelle, wo man diese beiden Arten finden kann. Am Abend Rückfahrt nach Tiflis. Verpflegung/Übernachtung: Picknick am Mittag, Ü/Abendessen im Hotel in Tiflis.

Eine weitere Zielart der Reise ist die Steinbraunelle. Foto: R. Aeschlimann.

30. April (5.Tag) Auf dem Weg nach Armenien
Nach dem Frühstück machen wir uns auf dem Weg Richtung Armenien. Auf dem Weg nach Dilijan mit seinen alten Bergmischwäldern planen wir verschiedene Stopps ein. Dabei können wir mit etwas Glück schon den für diese Wälder typische Gesang des Wacholderlaubsängers hören. Verpflegung/Übernachtung: Picknick am Mittag, Ü/Abendessen im Hotel in Dilijan

01. Mai (6.Tag) Wacholderlaubsänger am Polad-Fluss
Nach dem Frühstück besuchen wir die bewaldeten Gebiete außerhalb des Ortes in der Nähe des Polad-Flusses, wo wir auf einige spezielle Waldbewohner hoffen dürfen. Zielarten hier sind Halbring- und Zwergschnäpper sowie der Wachholderlaubsänger. Zu den verschiedenen Spechtarten, die hier verbreitet sind, zählt auch die kaukasische Unterart vom Mittelspecht (D.m. caucasicus). Am Nachmittag statten wir dem Kloster von Haghartsin, einer Anlage aus dem 13. Jahrhundert, einen Besuch ab und halten erneut nach verschiedenen Arten Ausschau. Verpflegung: Picknick am Mittag, Ü/Abendessen Hotel in Dilijan

Rosenstare. Foto 2018: B. Möckel

02.05. (7.Tag) An den Ufern das Sewansee
Unsere Reise führt uns am Ufer des Sewansees entlang bis in die Gegend von Lichk am südlichen Ende des riesigen Sees. Hier befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum See ein kleines Feuchtgebiet, welches zu einen der besten Vogelbeobachtungsplätze in Armenien zählt. Offenlandarten wie Schwarzstirnwürgen und Rosenstare lassen sich hier gut beobachten. Weiter fahren wir über den 2.300 Meter hohen Selim-Pass, wo wir einer der ältesten Karawanserei Armeniens einen Besuch abstatten. Am Ziel angekommen werden wir in Dämmerung und Nacht begleitet durch die Rufe der Zwergohreulen welche im Hotelgelände heimisch sind. Verpflegung: Picknick am Mittag, Ü/Abendessen im Hotel in Yeghegnadozar.

03. Mai (8. Tag): In die Berge zum Kaspi-Königshuhn
Heute geht es nach einem sehr zeitigen Frühstück erneut mit unseren Allradfahrzeugen hoch hinauf in die Berge. Unsere Zielarten heute sind Kaspi-Königshuhn, Rotflügelgimpel und Rotstirngirlitz. Nach der Rückkehr aus den Bergen fahren wir durch die beeindruckende Noravank-Schlucht. Mit etwas Glück können wir hier Felsen- und Klippenkleiber beobachten. Vor dem Mittag steht noch ein Besuch eines der sichersten Plätze für den Weisskehlsänger auf dem Programm. In einem im Fels liegenden Restaurant genießen wir das Mittagessen. Anschließend führt uns die Straße über das Sisianplateau, wo wir einen Beobachtungsstopp an einer Rötelfalken-Kolonie einlegen. Verpflegung: Mittagessen im Restaurant, Ü/Abendessen im Hotel in Yeghegnadzoar.

Weißschwanzkiebitz. Foto 2018: B. Möckel.

04. Mai (9. Tag): Vielfältiges Wasservogelleben an den Aramash-Fischteichen
Heute starten wir in die Araratebene, wo wir die bekannten Armash-Fischteiche besuchen werden. An diesen halten wir Ausschau nach einer Vielzahl von ziehenden und brütenden Wasservögeln. Hier besteht die Möglichkeit, Arten wie Marmel-, Moor- und Weißkopf-Ruderente sowie Zwergscharbe und Zwergrohrdommel zu entdecken. Aus den Schilfflächen ertönen die Gesänge verschiedener Rohrsängerarten, darunter auch die vom Feldrohrsänger, und Mariskenrohrsänger. Auf den offenen Wasserflächen jagen Seeschwalben. In der niedrigen Vegetation sind Weissschwanzkiebitze gut bei Ihrem Brutgeschäft zu beobachten und die ersten Blauenwangenspinte sind aus Ihrem Winterquartier zurückgekehrt. Verpflegung/Übernachtung: Picknick am Mittag, Abendessen im Restaurant, Ü Hotel in Jerewan.

 

05. Mai (10. Tag): Halbwüstenarten in den Hügeln von Vedi
Nach dem Frühstück fahren wir in die berühmten Hügel von Vedi. Dort wollen wir in einer landschaftlich reizvollen Schlucht verschiedene Halbwüstenbewohner wie Isabell-, Mittelmeer- und Felsensteinschmätzer beobachten. Wüstengimpel kommen hier ebenso vor wie Steinortolan, Heckensänger, Steinsperling und Kappenammer. Verpflegung/Übernachtung: Picknick am Mittag und Abendessen im Hotel, Ü Hotel in Yerewan.

06. Mai (11.Tag): Ourts Berge
Die Ourts-Berge sind eine weiterers sehr attraktives Habitat für Offenlandarten. In diesem halbwüstenartigen Gelände sind mögliche Zielarten der rechte seltene Kaukasussteinschmätzer, Dornspötter, Orpheusgrasmücke und Rotkopfwürger. Hier verbringen wir viel Zeit und es bleibt genügend Zeit für ausgiebige Beobachtungen  Verpflegung/Übernachtung: Picknick am Mittag und Abendessen im Hotel, Ü Hotel in Yerewan.

Schwarzflügelbrachschwalbe. Foto 2018: B. Möckel

07. Mai (12. Tag): Bezaubernde Flora und Fauna in den Aragat-Bergen
Den ganzen Tag verbringen wir zwischen der tiefer gelegenen Trockensteppe und den auf 2.300 NN gelegenen Bergwiesen der Aragats-Berge. Durch die Vielzahl der Habitate und Höhenstufen ist auch eine große Vielzahl an Vögel zu finden, u.a. sind Bergkalanderleche, Pallasschwarzkehlen, Blaukehlchen (rotsterniges), Steinbraunelle, Ohrenlerche und Ringdrossel recht sicher zu erwarten. Auch verschiedene Adlerarten wie Schlangen- Schrei- und Steppenadler sollten wir zum Abschluss einer bestimmt sehr interessanten Reise sehen können. Verpflegung: Mittagessen im Restaurant, Ü/Abendessen in Jerewan.

08. Mai (13.Tag) Rückreise von Jerewan
Gegen 02:00 Uhr in der Nacht verlassen wir unser Hotel und fahren zum Flughafen von Jerewan, von wo aus wir um 04:30 mit Austrian Airlines unseren Rückflug über Wien zu den Ausgangsflughäfen in Deutschland und der Schweiz antreten. Ankunft dort ab 09:30 Uhr am zeitigen Vormittag und Heimreise.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten!

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Teilnehmer, Preise, Leistungen

Teilnehmer: 

Diese Reise wird mit minimum 6 und maximal bis 14 Teilnehmern durchgeführt.
Bartmeise-Reiseleitung: Andrè Müller (Berlin/Venusberg)

Staffelpreise:

  • 12-14 Teilnehmer: 1.520,00 € pP im Doppelzimmer/VollpensionRuV_1143_Spempel
  • 10-11 Teilnehmer: 1.620,00 € pP im Doppelzimmer/Vollpension
  • 06-09 Teilnehmer: 1.690,00 € pP im Doppelzimmer/Vollpension
  • Einzelzimmer-Zuschlag: 190,00 €
Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise

Im Reisepreis inbegriffen

  • alle Hotels/Gasthäuser und Logdes (12 Nächte) guter, landesüblicher Standard, alle Zimmer mit DU/WC
  • alle Mahlzeiten (Vollpension) ab Frühstück vom Anreisetag bis Abendessen vor Abreise in der Nacht zum 12. Tag
  • Mineralwasser während der gesamten Reise unterwegs im Auto
  • alle beschriebenen Aktivitäten und Besichtigungen
  • alle Eintrittsgelder und Nationalpark-Gebühren
  • Flughafentransfer
  • lokaler Birdguide (Russisch/Englisch)
  • Deutsche Reiseleitung durch Bartmeise-Reisen
  • Deutscher Insolvenzversicherung/Reisesicherungschein gemäß § 651k BGB

Im Reisepreis nicht inbegriffen

  • Gabel-Flug mit Lufthansa/Swiss und Austrian Airline (hin nach Tiflis und zurück ab Jerewan) für ab 460,00 € (je nach Abflug)
  • persönliche Ausgaben (Souvenirs, Wäsche-Service, etc.)
  • mögliche Verlängerungsna/ächt/e bei Flugausfällen
  • Alkoholische Getränke
  • Trinkgelder, persönliche Ausgaben für Einkäufe usw.
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Allgemeine Hinweise, Reiseleitung

Deutsche Staatsbürger benötigen zur Einreise nach Armenien und Georgien kein Visa (seit 2013 visafreie Einreise). Der Reisepass (zum Zeitpunkt der Reise noch 6 Monate gültig) ist notwendig; ein Personalausweis reicht nicht aus!

Alle Reiseziele gelten als sicher.

Diese Reise bietet auch gute Bedingungen für Vogelfotografen, da es, genau wie 2017, ausreichend Zeit für individuelle Unternehmungen an den einzelnen Beobachtungsplätzen geben wird. Foto: A. Müller

Die Reise erfordert eine mittlere Fitness. Um spezielle Bergvogelarten sehen zu können, sind an wenigen Tagen kurze, steile Aufstiege über Grashänge notwendig. Die maximalen Höhen der Ziel-Gebiete übersteigen nur kurzzeitig die Grenze von 3.000 m NN (im Auto). Feste Wanderschuhe und wetterfeste Garderobe für Aufenthalte in Höhen von 1.500 bis 3.000m NN werden vorausgesetzt, obwohl keine andauernden Wanderungen geplant sind. Das Wetter kann in unserer Reisezeit sehr unterschiedlich sein: von Schnee und Temperaturen im Minusbereich in der Bergen bis zu Temperaturen über + 25°C im Flachland. Nur im Bereich der Fischteiche muss mit geringem Mückenbefall gerechnet werden, sonst sind keine stechenenden oder saugenden Insekten zu erwarten.

Empfohlene Bestimmungsliteratur:

Mullarney, Kilian, Svensson et al. (2011): Der Kosmos Vogelführer. Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens (Kosmos). ISBN: 978-3440123843.

Aye, Raffael, Weizer et al. (2014): Birds of Central Asia: Kazakhstan, Turkmenistan, Uzbekistan, Kyrgyztan … (Princton Field Guide). ISBN 978-0691153377.

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Reisedetails

Flugreisen, Startseite, Vögel intensiv
Staffeplreise ab 1.520,00 € pP im DZ/VP

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