Äthiopien: Die Natur der afro-alpinen Bergwelt

Reisebeschreibung

Äthiopien – Tierwelt und Landschaft der afro-alpinen Bergwelt

Sonderreise (18 Tage): Endemische Vögel, Äthiopische Wölfe und Besuch bei den Blutbrustpavianen

Reisezeitraum: 20.September bis 8. Oktober 2019 (noch 2 DZ oder EZ buchbar!)

Borana. Foto: K. Gedeon

Äthiopien ist ein Land mit einzigartiger landschaftlicher Vielfalt. Das Höhenprofil reicht von 125 m unter dem Meeresspiegel in der Danakilwüste bis zum 4.533 m hohen Gipfel des Ras Dejen im Siemiengebirge. Mit einer Fläche von 1.127.000 km² ist Äthiopien etwa dreimal so groß wie Deutschland, bei einer vergleichbaren Einwohnerzahl von derzeit rund 85 Millionen.

Die Reise „Tierwelt und Landschaft Äthiopiens“ führt uns – in der besten Reisezeit für die Natur und Vogelwelt in unserem Zielgebiet (!) – zunächst von Addis Ababa über den Awash- und einen Abstecher in den ArsiI-Nationalpark in die legendären Bale Mountains, dem weltweit größten afro-alpinen Schutzgebiet. Im dortigen Nationalpark werden wir nach seltenen endemischen Vogelarten Ausschau halten (u.a. Blauflügelgans, Strichelstirnkiebitz, Erzrabe, Mönchspirol und Singtimalie). Über das Sanetti-Plateau (dem Hauptverbreitungsgebiet des Äthiopischen Wolfs) geht es dann in die Savannengebiete Südäthiopiens mit seiner einzigartigen Vogelwelt (Schwarzstirnfrankolin, Akazienhäher, Weißschwanzschwalbe und Libenlerche, der seltensten und gefährdesten Singvogelart Afrikas). Danach führt unser Reiseverlauf zurück in das Riftvalley, wo wir den Lake Langano, den Lake Awasa und den Abijata-Shala Nationalpark besuchen (Schreiseeadler, Marabu, Hammerkopf, Haubenzwergfischer, Blaustirnblatthühnchen und viele andere Wasservögel). Mit etwas Glück sehen wir hier auch Nilpferde und bei günstigem Wasserstand auch tausende von Flamingos.

Erzraben (endemisch) an Pferdekadaver. Foto: H. Meyer

Nach entsprechenden Wünschen wurde diese Reise zum Abschluss um zwei Tage verlängert, die der Beobachtung der endemischen Blutbrustpaviane (Dscheladas), einer faszinierenden, seltenen Primatenart, gewidmet sind. Dazu fahren wir nochmals ins Gebirge nördlich von Addis Ababa.

Reiseverlauf 2019

Unsere Reise soll nicht nur einen Einblick in die Vogelwelt Äthiopien geben, sondern auch in die faszinierende landschaftliche Vielfalt des Landes. Wir streben auf unserer Tour ein ausgewogenes Verhängnis zwischen Birding und Naturerleben an. Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit, die Lebensweise und Kultur der lokalen Bevölkerung kennenzulernen.

Reise-Highlights: Awash Nationalpark, Bale Nationalpark (inkl. Sanetti Plateau und Harenna Forest), Liben Plain, Borana National Park (in Gründung), Lake Langano und Abijata-Shala National Park und Lake Awasa. 

Reiseleiter auch für die Reise ist der promovierte Biologe und Äthiopien-Kenner Dr. Kai Gedeon (Halle/S.). Seit 2002 hat er Äthiopien alljährlich bereist. Forschungsvorhaben zur Biologie und Verbreitung des Akazienhähers (Stresemannhäher, Ethiopian Bush-Crow, Zavattariornis stresemanni) und des Schwarzstirnfrankolins (Pternistis atrifrons) führten ihn wiederholt in den Süden des Landes. Außerdem verfügt er über ausgezeichnete völkerkundliche Kenntnisse insbesondere zur Völkergruppe der Borana (bei der er einen längeren Forschungsaufenthalt absolviert hat), von denen unsere Reiseteilnehmer bei jeder Reise zusätzlich zur beeindruckenden Vogelwelt profitieren können. Im Jahr 2007 veröffentlichte er das Buch: „Die Wata kaufen den Schatten: Reisereportage aus Südäthiopien“ (ISBN: 978-3837007060).

Kai Gedeon

Stimmen unserer Gäste zu Reisen mit Dr. Gedeon: “Um es vorweg zu nehmen: Ich bin restlos begeistert! Kai Gedeon hat uns dank seiner exzellenten Kenntnisse das Land von sehr vielen Seiten nahe gebracht” (Claudia Ruhnke). ” … Es war der spezielle Hintergrund, von dem wir sehr profitiert haben und der die Reise zusätzlich reich gemacht hat. Wir haben viel über das Land erfahren, und durch seine persönlichen Beziehungen zu den Borana Einblicke gewinnen können, die ohne ihn nicht möglich gewesen wären … “ (Dr. Gisela Reichmuth). “Die Reise war einfach toll. Mir … hat es besonders gefallen, dass er immer die Nähe der Bevölkerung gesucht und uns so Land und Leute näher gebracht hat. Es war eine Tour, die ich nicht missen möchte und am liebsten sofort wiederholen würde” (Dr. Bernd-Rüdiger Mund). Mehr auf unserer Startseite unter “Reiseberichte”.

Startbild: Blutbrustpavian (Chelada), endemisch. Foto: T. Pröhl www.fokus-natur.de

 

Reiseplan

1. Tag (20.09.):  Flug nach Addis Ababa
Nachtflug mit Ethiopian Airline (Lufthansa-Partner und Star Alliance Mitglied) ab innerdeutsch und/oder ab Frankfurt/M. direkt nach Addis Ababa.

2. Tag: Addis Ababa – Awash
Bei Ethopian Airline-Flug Ankunft am Morgen in Addis, wo wir frühstücken und unseren ersten äthiopischen Kaffee trinken werden.  Anschließend geht die Fahrt vom Gebirge hinunter in das Riftvalley (Awash Nationalpark). Übernachtung im oder Nähe des Awash Nationalparkes.

3./4. Tag: Awash Nationalpark (ca. 200 km östlich von Addis Ababa)

Blauflügelgans. Foto: K. Gedeon

Der 1958 gegründete Park (756 km²) verdankt seinen Namen dem Awash-Fluss. Er markiert dessen südliche Grenze. In seinem weiteren Verlauf erreicht er das Grenzgebiet zu Djibouti, wo er im Wüstensand der südlichen Danakilwüste versickert. Das Gebiet bietet hervorragende Möglichkeiten zur Beobachtung von Wildtieren der offenen Savanne, wie z.B. Oryx- und Sömmering-Gazelle, Großer und Kleiner Kudu, Swaynes Kuhantilope und Salts Dik-Dik. Anubis- und Mantelpaviane  können leicht in der Nähe des Flusses beobachtet werden, ebenso  Colobus-Affen und Meerkatzen. Leoparden, Löwen, Gold- und Schabrackenschakale sowie andere Raubsäuger sind ebenfalls heimisch, aber nur mit etwas Glück zu beobachten. Die Liste der Vogelarten umfasst über 450 Arten, darunter eine Reihe von Endemiten wie Wellenbartvogel, Wachholderspecht, Spiegelrötel, Graukpfstar, Erzrabe und Klunkeribis. Es gibt mehrere Trappenarten im Park, ebenso wie den Sekretär. Eindrucksvoll ist der Krater des Vulkans Fantalle, an dessen Südflanke die erstarrten dunklen Lavaströme des letzten Ausbruches im Jahr 1820 zu sehen sind. Im äußersten Norden des Parkes gibt es natürliche heiße Quellen, die malerisch von Palmen umgeben sind. Wir haben zwei volle Tage zur Erkundung des Parkes. Übernachtung im oder nahe des Awash Nationalpark.

5. Tag: Awash – Goba
Wir fahren vom Riftvalley hinauf in die Bale Mountains. Unterwegs haben wir die Möglichkeit für einen Stopp im Arsi Nationalpark, wo wir mit etwas Glück Tüpfelhyänen an ihrem Bau beobachten können. Vogelbeobachtung entlang der Route. Übernachtung in Goba.

6./7. Tag: Bale Mountains Nationalpark (ca. 400 km südöstlich von Addis Ababa)

Äthiopischer Wolf. Foto: K. Gedeon

Der 1962 geschaffene Park (2.200 km²) ist das größte zusammenhängende afro-alpine Schutzgebiet auf dem gesamten Kontinent. Er ist Heimat zahlreicher Endemiten, von denen das Berg-Nyala und der Äthiopische Wolf die wohl bekanntesten Vertreter sind. Der Tullu Dimtuu ist mit einer Höhe von 4.377 m ü.NN. der höchste Gipfel im Park und der zweithöchste Gipfel in Äthiopien. Das riesige Schutzgebiet ist vor allem geprägt von seinen weitläufigen alpinen Hochplateaus in über 3.500 m ü.NN sowie den nach Süden hin abfallenden Hängen, die sich bis in Höhen von 1.500 m ü.NN erstrecken und mit tropisch-montanen Wäldern bedeckt sind. Im Harenna Forest leben verschiedene Schweinearten, Löwen, Leoparden, Tüpfelhyänen, Afrikanische Wildhunde und zahlreiche andere Säugetierarten. Von den mindestens 160 Vogelarten des Gebietes sind 16 äthiopische Endemiten, u.a. Blauflügelgans (Blue-Winged Goose) und Strichelbrustkiebitz (Spot-Breasted Plower). Auf dem Sanetti-Plateau können regelmäßig Klunkerkraniche beobachtet werden. Die Bale Mountains beherbergen die einzige Brutpopulation des Steinadlers südlich der Sahara. Wir haben zwei volle Tage zur Erkundung des Parkes. Übernachtung in Goba.

8. Tag: Goba – Negele Borana
Auf unserer Fahrt nach Negele überqueren wir nochmals das Sanetti-Plateau und anschließend den ausgedehnten Harenna-Wald an der Südflanke der Bale Mountains. Hier sind oft große Pavian-Trupps anzutreffen, aber auch Riesenwaldschweine und Löwen werden gelegentlich beobachtet. Übernachtung in Negele.

9. Tag: Negele – Yabello
Wir sind in der Savannenlandschaft Südäthiopiens angekommen. Auf dem Weg nach Yabello kreuzen wir die Liben-Ebene, wo eine der seltensten Vogelarten Afrikas lebt: die endemische Liben-Lerche. Mit etwas Glück bekommen wir die heimlichen und scheuen Vögel zu Gesicht. Übernachtung in Yabello.

10.-12. Tag: Borana Nationalpark/Yabello (ca. 550 km südlich von Addis Ababa)
1978 als Yabello Wildlife Sanctuary (Naturschutzgebiet) eingerichtet, unterläuft das Gebiet derzeit eine Hochstufung zum Nationalpark, der unter der Verwaltung des Oromia Regional State steht. Die weitläufige Savannenlandschaft erstreckt sich überwiegend auf das Borana-Plateau auf einer mittleren Höhe von etwa 1.700 m ü.NN. Der Park wurde ursprünglich zum Schutz der Swayne-Kuhantilope eingerichtet. Regelmäßig zu beobachten sind  Burchell-Zebra, Gerenuk, Grants Gazelle und Guenthers Dik-Dik.

Stresemannhäher. Foto: K. Gedeon

Unter den mindestens 210 bekannten Vogelarten des Gebietes sind zwei endemische Spezies hervorzuheben, die nur hier in Südäthiopien vorkommen: Stresemannhäher (Ethiopian Bush-Crow) und Weißschwanzschwalbe (White-Tailed Swallow). Das Vorkommen dieser Arten ist von der traditionellen, halbnomadischen Weidewirtschaft der hier lebenden Borana-Hirten abhängig. Von der kleinen Ansiedlung Mega bis nach Moyale im Süden der Borana-Zone erstreckt sich eine ursprünglich von Juniperus-Wäldern bedeckte Gebirgskette, in der kürzlich eine endemische Frankolin-Art, der Schwarzstirnfrankolin (Black-Fronted Francolin) nach über 40 Jahren wiederentdeckt wurde. Auch diese Art lebt nur in Südäthiopien und gehört zu den seltensten und gefährdetsten Hühnervögeln Afrikas. Wir haben drei volle Tage zur Erkundung des Parkes. Übernachtung in Yabello.

13. Tag: Yabello ­– Awasa
Auf dem Weg nach Norden überqueren wir noch einmal das Gebirge mit seinen ausgedehnten Ensete-Pflanzungen, ehe wir wieder in das Riftvalley hinunterfahren und am Lake Langano übernachten. In den kommenden beiden Tagen erkunden wir die dortigen großen Seen.

14. Tag:Lake Abijata Shala Nationalpark (ca. 200 km südlich Addis Ababa)

Erzraben (endemisch) an einem Luder. Foto: H. Meyer

Das 887 km² große Gebiet inmitten des äthiopischen Rift-Valleys steht seit 1963 unter Schutz. In Abhängigkeit von den jährlichen Regenfällen sind weite Bereiche mit Wasser bedeckt. Die Höhenlage des Parks reicht von 1.500 bis 2.000 m ü.NN, der höchste Gipfel ist der Mt. Fike, zwischen den beiden Seen Abijata und Shala gelegen. Die abflusslosen Seen weisen einen sehr unterschiedlichen Charakter auf: Abijata ist sehr flach (bis 14 m tief), während Shala im Krater eines erloschenen Vulkans liegt und eine Tiefe von 266 m erreicht. Drei Flüsse (Gogessa, Bulbula und Hora Kelo) speisen den Abijata. Der See hatte ursprünglich eine Fläche von 19.600 ha und eine Ufernlinie von 60 km, schrumpft jedoch seit Mitte der 1990er-Jahre in dramatischem Ausmaß. Der Shala liegt südlich vom Abijata. Er hat eine Fläche von ca. 33.000 ha und eine Uferllinie von 118 km. An seinen Rändern gibt es mehrere heiße, schwefelhaltige Quellen. Über 400 Vogelarten wurden im Nationalpark registriert. Er ist ein wichtiges Rastgebiet, sowohl für paläarktische als auch für inner-afrikanische Zugvögel, insbesondere Greifvögel, Flamingos (Lesser & Greater Flamingo), Störche (z.B. Yellow-Billed Stork), Kraniche (z.B. Black Crowned Crane), Pelikane sowie andere Wasser- und Watvögel. Übernachtung in Awasa.

15. Tag: Lake Awasa

Rosapelikane. Foto: K. Gedeon

Wir besuchen Awasa und den gleichnamigen See mit seinem reichen Wasservogelleben, z.B. Blaustirn-Blatthühnchen, Mohrenralle, Afrikazwergente und Haubenzwergfischer. Ornithologisch ergiebig ist ein Besuch des Fischmarktes mit seinem angrenzenden alten Baumbestand entlang des Seeufers. Auch Nilpferde können mit etwas Glück beobachtet werden. Auf dem Rückweg zum Langano bleibt Zeit für einen Abstecher zum Senkele Wildlife Sanctary, wo vor allem Swayne’s Antilopen gut zu beobachten sind. Übernachtung in Awasa.

16. Tag: Awasa – Addis Ababa
Wir spannen noch etwas aus, ehe wir uns auf die Fahrt zurück in die Hauptstadt begeben. Vogelbeobachtung entlang der Route mit Stopp am Lake Ziway. Am Abend besuchen wir ein traditionelles äthiopisches Restaurant, mit Musik und Tanzdarbietungen. Übernachtung in Addis Ababa.

17./18. Tag: Dscheladas in Debre Libanos und Jemmu Valley

Dschelada. Foto: T. Pröhl www.fokus-natur.de

Am Schluss unserer Reise begeben wir uns auf die Suche nach dem endemischen Blutbrustpavian, auch Dschelada genannt. Dazu fahren wir in den Norden, wo die Art vor allem auf gebirgigen Grasflächen in Höhen zwischen 2.200 und 4.400 mNN vorkommt. Auch weitere Vogelendemiten sind hier heimisch, darunter zwei Frankolinarten: der Erkelfrankolin und der sehr seltene Haarwoodfrankolin. Wir übernachten in Debre Libanos und fahren am nächsten Tag zurück nach Addis Ababa, wo am späten Abend bzw. am frühen Morgen den nächsten Tages unser Flieger nach Hause wartet.

19. Tag (8.10.): Ankunft in Frankfurt/M.
Nach einem Nachtflug treffen wir am frühen Morgen in Frankfurt/Main ein, wo unser Abenteuer Äthiopien endgültig endet.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 

Auswahl bemerkenswerter Vogelarten (*endemisch)

Schwarzstrirn-Frankolin*, Weißringtaube*, Rougetralle*, Blauflügelgans*, Kori-Trappe, Arabertrappe, Schwarzbauchtrappe, Klunkeribis*, Gaukler, Schwalbenschwanzaar, Weißrückengeier, Sperbergeier, Savannenadler, Kaffernadler, Sudanhornrabe, Karminspint, Wellenbartvogel*, Halsband-Zwergfalke, Lannerfalke, Wachholderspecht*,Tarantapapagei*, Erlangerlerche*, Libenlerche*, Weißschwanzschwalbe*, Goldhalspieper*; Spiegelrötel*, Schwarzrücken-Steinschmätzer*, Braundrongoschnäpper*, Weißrückenmeise*, Erznektarvogel, Singtimalie*, Mönchspirol*, Somalirabe, Akazienhäher*, Erzrabe*, Schwarzkopfgirlitz*, Rüppellgirlitz*, Somaliammer

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Preise & Leistungen

PreiseRuV_1143_Spempel

  • Gruppenpreis: 2.980,00 € pP im Doppelzimmer/Vollpension
  • Einzelzimmerzuschlag: 390,00 €

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

 

Im Reisepreis inbegriffen

  • alle Unterkünfte (Hotels, Logdes), 15 Nächte
  • Vollpension (alle Mahlzeiten inkl. Getränke wie Softdrinks, Tee, Kaffee) ab dem F am 7. bis zum Abendessen am 23. Mai. (Verpflegung An- und Abreisetag im Flugzeug bzw. aus dem Rucksack)
  • Trinkwasser unterwegs
  • Eintrittsgelder und lokale Guides
  • Transport (Geländewagen mit max. 3 Reiseteilnehmern pro Fahrzeug), incl. Fahrern und Treibstoff
  • deutschsprachige ornithol. Reiseleitung durch Dr. Kai Gedeon
  • Deutsche Reiseinsolvenzversicherung/Reisesicherungsschein gemäß § 651r BGB

Im Reisepreis NICHT inbegriffen

  • Gruppenflug ab/an Frankfurt/M. mit Ethiopian Airlines nach Addis Ababa für 685,00 € (Zug zum Flug deutchlandweit dazu buchbar für 68,00 € hin/zurück)
  • Einreisevisa (erhältlich im Flughafen Addis Ababa für ca. 48,00 €)
  • Verlängerungsnächte (1x ggf. bei früherer Anreise tags und 2 Nächte am Schluss der Reise in Debre Libanos bzw. Addis Ababa (ca. 120,00  bis ca. 180,00 € pP im DZ)
  • Sonstige alkohol. Getränke, Trinkgelder
  • Persönliche Ausgaben wie Internet, Telefon, Wäscheservice usw.
  • zusätzlicher Bargeldbedarf auf der Rundreise weniger als 200,00 € (Barumtausch vor Ort bei Ankunft im Flughafen Addis Ababa)
  • ggf. Verlängerungsnacht/e bei Flugausfällen und “höherer Gewalt” etc.
  • persönliche Auslandskrankenversicherung, die ggf. auch den Rücktransport ins Heimatland einschließt (Pflicht für diese Reise – muss bis 4 Wochen vor Reiseantritt in Kopie vorgelegt und zur Reise mitgeführt werden).
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Allgemeine Reisehinweise

Information zu den Unterkünften

Borana-Dorf. Foto: K. Gedeon

Wir bereisen zum Teil abgelegene, überwiegend ländlich geprägte Regionen Äthiopiens. Der Standard der vor Ort verfügbaren Hotels ist unterschiedlich. In Awash und am Lake Awasa stehen moderne und gut ausgestattete Hotels oder Lodges zur Verfügung. In den abgelegeneren Gebieten sind wir auf einfache Hotels angewiesen (Basic-Standard). Twin-Zimmer (2 Einzelpersonen/fremde Gäste, die sich ein Zimmer teilen) sind in Äthiopien unüblich. Es gibt Doppelzimmer (fast immer mit großem Doppelbett/Kingsize) für 2 Personen und solche, die einzeln belegt werden können (daher hohe Aufschläge, weil immer das gesamt Zimmer bezahlt werden muss). Dusche und WC sind vorhanden, allerdings sind zeitweise Wasser- und Stromausfälle möglich. Auf Warmwasser muss ggf. ab und an verzichtet werden. Auch die Sauberkeit in den einfachen Unterkünften entspricht nicht immer mitteleuropäischem Standard. Sofern WiFi-Internet in den Anlagen zur Verfügung steht, so ist die Verbindung in der Regel extrem langsam und oftmals unterbrochen.

Information zu den Transporten
Da wir auch Gebiete abseits der Straßen besuchen wollen, nutzen wir während der gesamten Reise allradgetriebene Geländewagen. In der Regel handelt es sich um dabei um geräumige Toyota Land-Cruiser, die jeweils mit drei Gästen belegt werden (je ein Fensterplatz). Auf einigen Reiseabschnitten gibt es keine asphaltierten Straßen. Hier sind wir auf Pisten unterwegs. Staubbelastung ist daher zeitweise unvermeidlich (Optikschutz einplanen).

Malariaprophylaxe und weitere Gesundheitshinweise
Gebiete über 1.500 m NN sind in der Regel malariafrei. Als Malariagebiet kommt vor allem die Riftvalley-Region infrage. Aber mit etwas Vorsicht stellt auch das kein Problem dar. Das Risiko ist in der winterlichen Trockenzeit eher gering, wenn man sich an die üblichen Regeln hält (langärmelige Kleidung am Abend, Insektenspray usw.). Sollten Sie sich für eine Prophylaxe entscheiden, dann besuchen sie bitte rechtzeitig eine tropenärztliche Beratung. Man wird Sie auch über die Möglichkeit einer „Standby-Lösung“ oder die Verwendung alternativer Mittel (z.B. Doxycyclin) beraten.

Klima/Wetter
Die Temperatur erreicht im Hochland tagsüber angenehme 25°C, im Riftvalley kann es wesentlich wärmer werden. Nachts ist es vielfach kühl (insbesondere in den Bale-Mts.), so dass ein dicker Pullover im Reisegepäck sein sollte. Mit Regen ist in der Winterzeit kaum zu rechnen, trotzdem empfiehlt sich für die Bale-Region die Mitnahme einer Regenjacke. Wir bewegen uns überwiegend in Höhenlagen zwischen etwa 1.500 – 3.000 m NN, auf dem Sanetti-Plateau bis ca. 4.000 m NN.

Mitnahmeempfehlungen

  • Bequemes, festes, ggf. Nässe beständiges Schuhwerk, dazu auch leichte Schuhe
  • Kleidung im “Zwiebel-Look” für kalte und heiße Tage (warme Pullover und/oder Fleecejacke für kalte Nächte in den Bergen)
  • dünner Leinen-Schlafsack (für empfindliche Menschen)
  • Schutz gegen Sonne und Insekten, Regen und Wind
  • Taschenlampe bzw. Stirnlampe
  • Wasserflasche, ggf. Campingbesteck
  • Kreditkarte für med. Notfälle
  • Kopien von allen Dokumenten (Pass, Auslandskrankenversicherung, EC- und Kreditkarten usw.)

Zum Charakter dieser Reise
Diese Reise ist nach Bartmeise-Klassifizierung eine Reise in der Kategorie “Vögel und mehr”. Neben Vogel- und Naturbeobachtungen gehören auch intensive Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung und ein Kennenlernen von Kultur, ‘Land & Leuten’ zum Programm. Kleinere touristische Besichtigungen und Aktivitäten sind ggf. im Programm angekündigt bzw. können passend in die Reiseabläufe ergänzt werden (obliegt der Entscheidung das Reiseleiters).
Bartmeise-Reisen sind (Klein-)Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn in der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit anderen Menschen in Kleingruppen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, der kann nicht an einer solchen Reise teilnehmen! So genannte “Lister” (“Twitcher”), also jene Vogel-Interessierte, die nur in der Welt unterwegs sind, um ihre persönliche Lifeliste an Vogelarten aufzufüllen, die sich egoistisch, rücksichtslos und unhöflich gegenüber anderen Gästen verhalten und die Gruppenaktivitäten stören, sind absolut unwillkommen (solche Gäste können auch von einer laufenden Reise ausgeschlossen werden). Vogel- und Naturfotografen sind immer willkommen, jedoch müssen diese bereit sein, sich den Beobachtern unterzuordnen.

Im Falle “Höherer Gewalt” (Naturkatastrophen, politische Unruhen usw., die eine offizielle Reise- oder Teilreisewarnungen des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland nach sich ziehen, kann der Veranstalter die Reise um ein Jahr verschieben. Alle vertraglichen Vereinbarungen (Reisevertrag) bleiben in dieser Zeit bestehen und gültig.

Sonstiges
Elektrischer Strom (220 Volt) ist in den Hotels verfügbar und Adapter sind nicht erforderlich. Mit gelegentlichen, meist kurzfristigen Stromausfällen muss gerechnet werden. Internet ist in Internet-Cafes der mittleren und größeren Städte verfügbar. Währung in Äthiopien ist der Birr (1 Euro entspricht nach gegenwärtigem Kurs ca. 32 Birr). Umtausch von Euro ist in den Banken aller größeren Städte möglich. Zumindest in Addis Ababa und Awasa gibt es Geldautomaten, mit denen Bargeld mit VISA-Card abgehoben werden kann. Zunehmend gibt es auch Automaten, die EC-Karten akzeptieren. Ansonsten werden Kreditkarten nur in großen Geschäften und Hotels der Hauptstadt und einigen Metropolen akzeptiert. Die Nutzung von Reiseschecks ist nicht üblich.

Informationen zum Reiseleiter
Dr. Kai Gedeon ist promovierter Biologe. Er war viele Jahre Vorsitzender des Vereins Sächsischer Ornithologen (VSO) e.V. und der Stiftung Vogelwelt Deutschland (heute: Stiftung Vogelwelt in Deutschland) deren Mitbegründer er im Jahr 2003 war. Seit 2002 hat er Äthiopien alljährlich bereist. Forschungsvorhaben zur Biologie und Verbreitung des Akazienhähers (Zavattariornis stresemanni) und des Schwarzstirnfrankolins (Pternistis atrifrons) führten ihn wiederholt in den Süden des Landes. Im Jahr 2007 veröffentlichte er das Buch „Die Wata kaufen den Schatten: Reisereportage aus Südäthiopien“ (ISBN: 978-3837007060).

Bestimmungsliteratur
Als Bestimmungsbuch wird folgender Feldführer empfohlen: Redman, N., T. Stevenson and J. Fanshawe (2016). Birds of the Horn of Africa. Ethiopia, Eritrea, Djibouti, Somalia, and Socotra. Princeton University Press. 496 Seiten.

Weitere ornithologische Literatur

Ash, J. & J. Atkins (2009): Birds of Ethiopia and Eritrea – An atlas of distribution. Christopher Helm. Spottiswoode, C., Gabremichael, M. & Francis, J. (2010): Where to watch Birds in Ethiopia. Christopher Helm

Ausgewählte Informationen zur Vogelwelt Äthiopiens und zu neueren Forschungsergebnissen finden Sie in englischer Sprache unter http://birdsethiopia.blogspot.de/

Einen gut illustrierten Einblick in die ethnische Vielfalt Äthiopiens gibt folgender Bildband: Giansanti, G. (2004): Völker des Morgens. Vom Verschwinden der traditionellen Kulturen Afrikas. Frederking und Thaler Verlag.

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Bartmeise-Reisen ist Mitglied im Deutschen Reisebüro-Verband DRV 

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Reisedetails

Flugreisen, Startseite, Vögel & mehr
2.980,00 € pro Person im Doppelzimmer

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