Russland/Ural: Vögel am Ostrand der Westpaläarktis

Reisebeschreibung

Russland: Unterwegs im geheimnisvollen Ural 

Vögel und Natur am Ostrand der Westpaläarktis – Jungfernkranich bis Meisengimpel 

Reisezeitraum: 13. bis 24. Juni 2018

Jungfernkraniche. Foto: P. Simeonov

Diese spannende neue Reise führt in eine Region, die für den normalen Tourismus noch immer weitgehend verschlossen ist. Das bis 2.400 Kilometer lange Ural-Gebirge, das Hoch- und Mittelgebirgscharakter aufweist und sich von Nord nach Süd durch den mittleren Westen Russlands erstreckt, markiert zugleich die Grenze zwischen Europa und Asien. Angrenzend an den Ural beginnt das Westsibirische Tiefland (bis zum Jenissei) im asiatischen Teil Russlands. Deshalb ist die Tiergeografie in der Region auch äußerst interessant, weil sich hier Vertreter der europäischen und der asiatischen Fauna treffen.

Zielarten der Reise im südlichen Ural sind insbesondere Jungfernkranich, Orientturteltaube, Weißflügelund Mohrenlerche, Feld- und Buschrohrsänger sowie Braunkopfammer. Im mittleren Ural erwarten wir u.a. Hopfkuckuck, Rubinkehlchen, Buschspötter, Feldrohrsänger, Lasurmeise, Meisengimpel, Wald- und Weidenammer, Waldpieper, Strichelschwirl und Taigazilpzalp.

Zeltcamp im Ural. Foto: P. Simoenov

Diese Reise wird expeditionsartig durchgeführt. Hotelübernachtungen (3) gibt es nur am Anfang und am Ende der Reise im mittleren Ural im Gebiet um Raum Jekaterinburg. Per Nachtzug (ca.14-15 Stunden Zugfahrt im Liegewagenabteil, ca. 800 km) wird dann die Weiterreise in die Region um Orsk (Orenburg) zu unseren Zeltlagern (5 Nächte, täglicher Wechsel möglich!) im südlichen Ural an der Grenze zu Kasachstan angetreten. Diese Reise ist daher insbesondere für körperlich gesunde, belastbare Menschen geeignet. Durchgeführt wird diese Tour mit min. 8 und maximal 16 Personen. Einzelzimmer stehen nur bei den Hotelübernachtungen zur Verfügung. In den Zeltcamps (Doppelzelte) vermutlich nicht oder eher nur als Ausnahme. Die Zeltcamps werden unter einfachsten „Pfandfinder“-Verhältnissen durchgeführt (Stromgenerator für stundenweise Energie, kein Telefonnetz und kein Internet/WiFi, Trocken-Toilette im Wald und Körperpflege aus dem Eimer bzw. am Gebirgsbach oder Fluss)! Diese besondere Gruppenreise setzt ein hohes Maß an Gemeinschaftssinn voraus (siehe Hinweise zum Schluss).

Startbild: Rubinkehlchen. Foto: P. Simeonov.

Reiseplan

Reiseplan

13. Juni 2018 (1. Tag): Anreise in den Mittleren Ural
Am Abend fliegen wir von Berlin-Schönefeld (oder Frankfurt/M. bzw. München) mit Aeroflot („SkyTeam“) nach Moskau, wo wir um 21.35 Uhr eintreffen. Kurz vor Mitternacht startet unser nächtlicher Weiterflug (7h, 3h Zeitunterschied zu MESZ) nach Jekaterinburg, die bis 1991 Swerdlowsk hieß und viertgrößte Stadt in Russland sowie wichtigste Industriemetropole im Ural ist.

Meisengimpel. Foto: D. Monticelli

14. Juni (2. Tag): Seltene Vögel im mittleren Ural
Morgens um 4.00 Uhr treffen wir in Jekaterinburg ein. Nach einem zeitigen Frühstück (im Flughafen) fahren wir direkt in Feuchtgebiete unweit des Ortes Bolshoy Istok. In den sumpfigen Wiesen mit Weiden und Birkenwäldern haben wir gute Chancen auf Arten wie Buschspötter, Buschrohrsänger und Strichelschwirl. Weitere, dort zu erwartende Arten sind Orientturteltaube, Pallasschwarzkehlchen sowie der farbprächtige Meisengimpel, den wir mit etwas Glück schon heute beobachten können. Nach dem Mittagessen in der näheren Umgebung fahren wir gleich wieder raus um unser ornithologisches Programm fortzusetzen. Später Rückfahrt ins Hotel nach Jekaterinburg. Bezug der Zimmer und Abendessen. 1 Nacht Hotel

15. Juni (3. Tag): Auf der Suche nach dem Meisengimpel
Unser Tag beginnt sehr zeitig am Morgen. Nach dem Frühstück checken wir aus dem Hotel aus und fahren Richtung Nordosten in die Feuchtwiesen und Wälder um Monetny. Dort und auf dem Weg dorthin suchen wir nach Arten wie Uralkauz, Hopfkukuck, Taigazilzalp, Weissrückspecht, Grünlaubsänger, Strichelschwirl, Schlagschwirl und Meisengimpel. Vielleicht lassen sich auch heute schon Rubinkehlchen und Lasurmeise beobachten.

Zitronenstelze: Foto: F. Timmermann.

Nach dem Mittag in Verhniaya Pyshma suchen wir ein Feuchtwiesengebiet um Patrushi auf. Dort dürfen wir auf Arten wie Doppelschnepfe, Uferschnepfe, Teichwasserläufer und Zitronenstelze hoffen. Am Abend nehmen wir den Nachtzug, der uns in den südlichen Ural nach Orsk bringt. Keine 20 km trennen uns hier von Kasachstan. (14h, 800 km). Nacht im Zug.

16. Juni (4. Tag): In der Steppe um Ruppino
Am Vormittag werden wir am Bahnhof Orsk abgeholt, und fahren gleich weiter in die Steppe nach Ruppino. Dort brüten Arten wie Jungfernkranich, Fischmöwe, Schwarzflügel-Brachschwalbe, Weißflügellerche und Braunkopfammer, die wir suchen wollen. Am späten Nachmittag beziehen wir denn unser Zeltcamp in der weiten Steppenlandschaft. 1 Übernachtung im Zelt/Zeltcamp mit Vollverpflegung.

Mohrenlerche. Foto: P. Simeonov

17.-20. Juni (5.-8. Tag): Vogelwelt in der weiten Steppe
Die weiteren vier Tage beobachten wir in der Steppe in der Umgebung von Orsk. In den endlosen Weiten haben wir gute Chancen zahlreiche spannende Vogelarten wie z.B. Steppenweihe, Adlerbussard, Kurzfangsperber, Kaiseradler, Rotfußfalke, Zwergtrappe, Jungfernkranich, Weissflügel- und Mohrenlerche beobachten zu können.

Unser Zeltcamp wird an zwei (- drei) geeigneten Stellen (z.B. am Luzhki- und Kemank-Fluß) für uns aufgebaut. Die Übernachtung in den Zelten unter dem Sternenhimmel der Steppe inmitten der freien Natur stellt ein intensives Erlebnis dar. Für individuelle Erkundungen und eigene Foto-Safaris bleibt genügend Zeit. 4 weitere Zeltübernachtungen mit Vollverpflegung.

12. Juni (9. Tag): Abschied aus dem südlichen Ural
Ein letztes Mal haben wir die Gelegenheit für Beobachtungen in der weiten Steppen Südrusslands, bevor wir am Nachmittag unser Zeltcamp verlassen und nach Orsk zum Zug gebracht werden. Mit dem Nachtzug geht es zurück nach Jekatarinburg. Nacht im Zug.

Schwarzflügel-Brachschwalbe. Foto: P. Simeonov

22. Juni (10. Tag): Vögel am Shartash See
Wir erreichen Jekaterinburg im Laufe des Vormittags. Nach der Ankunft beziehen wir unsere Hotelzimmer. Nach einer Erholungszeit im Hotel setzen wir am Nachmittag unser Exkursionsprogramm in verschiedenen Feuchtgebiete oder am See Shartash fort. Abendessen und Übernachtung Hotel in Jekaterinburg.

23. Juni (11. Tag): In den Nadelwäldern im mittleren Ural
An unserem letzten Tag haben wir noch einmal die Möglichkeit, ausgiebig Vögel im Mittleren Ural zu beobachten. Dazu fahren wir in einen feuchten Nadelwald. Neben verschiedenen Arten, die wir bereits gesehen haben, sollten wir im Gebiet Weidenammer, Waldammer und Waldpieper entdecken können. Nach dem Mittagessen fahren wir an den Shartash See, um erneut nach Lasurmeise und verschiedenen Großmöwenarten Ausschau zu halten. Abendessen und Übernachtung Hotel in Jekaterinburg.

balzende Doppelschnepfe. P. Simeonov

24. Juni (Tag 12): Rückreise nach Deutschland (Schweiz/Österreich)
Zeitig morgens verlassen wir unser Hotel und fahren zum Flughafen der Stadt. Unsere Aeroflot-Maschine Richtung Moskau startet bereits um 7.00 Uhr morgens. Bedingt durch die Zeitverschiebungen treffen wir bereits um 7.25 Uhr in Moskau ein, fliegen 9.25 weiter und erreichen Berlin (oder Frankfurt sowie München) schon vor bzw. um dem Mittag (MESZ). Individuelle Heimreise.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 
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Leistungen und Preise, Teilnehmer

Teilnehmer und Preise 

Diese Reise wird ab 8 und mit max. 16 Teilnehmern durchgeführt. Es gelten folgende Staffelpreise:

  •   8-10 Teilnehmer: 2.380,00 € pP mit Vollverpflegung  
  • 11-14 Teilnehmer: 2.180,00 €
  • 15/16 Teilnehmer: 1.880,00 €

Einzelzimmerzuschlag (wo verfübar): 120,00 €

Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise.de

Im Reisepreis inbegriffen:

  • russisches Team im Ural mit Fahrern, Küchenpersonal und Hilfskräften
  • Zelte inkl. Einrichtung (Iso-Matten und Luftmatratzen), Trockenklo im Wald, mobiler Küchentrakt mit Stromgenerator, Geschirr usw.
  • deutschsprachige Bartmeise-Reiseleitung in Russland (Andre Müller)
  • alle genannten Transfers ab/an Flughäfen (im Ural-LKW)
  • alle Transporte in die Steppen in robusten Mannschafts-Ural (LKW)
  • Fahrkarten, 2. Klasse Liegewagenzug (Abteile mit 2+2 Liegen)
  • 3 Hotelübernachtungen in Touristenhotel mit Vollverpflegung
  • 5 Nächte im Zeltcamp (mitgebrachter Küchentrakt inkl. Generator für stundenweise Energie, Trockenklo im Wald, Körperpflege aus dem Eimer bzw, im Gebirgsbach oder Fluss) inkl. Vollverpflegung sowie Trinkwasser, Tee, ggf. Kaffee
  • persönliche Bewilligungen der russischen Behörden und Sicherheitsgebühren
  • sämtliche Guidekosten, Eintritte usw.

Im Reisepreis nicht inbegriffen:

  • Visum Russland (mind. 70,00 € planen – Beschaffung durch Bartmeise-Reisen)
  • Verlängerungsnacht/e bei Flugausfällen etc.
  • 1x Frühstück am Anreisetag und Verpflegung am Abreisetag 24.06.
  • Verpflegung nachts im Zug (eigener Einkauf vorher bzw. im Zug, falls Speisewagen vorhanden!)
  • Internationaler Gruppen-Flug ab D (SXF, FRA, MUC) mit Aeroflot über Moskau für ca. 552,00 €
  • Trinkgelder für die russ. Crew
  • Trinkgelder ggf. in Restaurants und Hotels, für Kofferträger in Hotels und an Flughäfen, etc.
  • private Einkäufe, alkohol. Getränke usw.
  • Bargeldbedarf ca. 250,00 € pP

Allgemeine Reisehinweise

Folgende Ausrüstung sollte mitgebracht werden:

  • persönliche Reiseapotheke
  • robuste Outdoor-Garderobe für warmes sowie kühles Wetter (wetterfeste Kleidung)
  • leichte, wasserdichte Trekking- oder Bergschuhe
  • Schlafsack (kann auch vorhanden sein) und weitere pers. Campingutensilien
  • Stirnlampe/Taschenlampe
  • Wasserflasche (1,5 l)
  • Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung, leichter Schal
  • Insektenschutzmittel
  • Fernglas, Spektiv (nach Absprache)

Literatur und spezielle Literatur

  • kommt noch

Klima und Gesundheitshinweise

Transport typisch russisch im Ural. Foto: P. Simeonov

Diese Reise stellt eine geringe bis (max.) mittlere Anstrengung dar, geprägt jedoch von einfachen Camping-Bedingungen („Pfadfinder-Lager“). Teilnehmer an dieser Reise müssen gesund sein und dürfen vor allem nicht unter körperlichen Einschränkungen (Erkrankungen des Bewegungsapparates) leiden. WEr mit einfach Campingbedingungen (genannt) nicht einverstanden ist, muss auf diese Reise verzichten. Tags in den Steppen kann es heiß (bis 30°C) und windig sein, nachts im Zelt können die Temperaturen bis auf 15°C, bei extremen Temperaturstürzen auch bis auf 0°C, fallen. Ungewöhnliche Temperaturschwankungen können insgesamt vorkommen. Der Juni ist zudem ein regenreicher Monat im Ural. Jeder Teilnehmer muss auch auf eine Dauerregen-Phase eingestellt sein und diese ggf. im Zeltcamp überstehen.

Gesetzlich sind keine Impfungen vorgeschrieben. Die üblichen Schutzimpfungen für Reisen müssen vorhanden sein (Nachweis Impfausweis). Bitte lassen Sie sich in Ihrem nächstgelegenen Gesundheitsamt, Tropenmedizinischen Institut oder von einem Fachmediziner beraten. Online finden Sie Informationen dazu beim Robert-Koch-Institut und beim Auswärtigen Amt.

Teilnahmevoraussetzungen, Gruppen-Kompatibilität

Zeltcamp im Ural. Foto: P. Simeonov

Diese Reise ist eine besondere Gruppenreise, die einerseits ein hohes Maß an Disziplin voraussetzt (Anweisungen der russischen Crew sowie der Reiseleitung sind unbedingt zu befolgen), andererseits in den Zeltcamps auch Freiräume für abgesprochene eigene Entdeckungen und Foto-Safaris bietet. Ein Zusammenleben auf engem Raum fordert zudem ein hohes Maß an Gemeinschaftssinn und Disziplin. Die Übernachtungen in den Zeltcamps erfolgen in einfachen Doppelzelten auf engem Raum. Alle Mahlzeiten werden gemeinschaftlich eingenommen.

Menschen, die sich nicht in eine Gruppe einfügen können (fehlende Gruppen-Kompatibilität) bzw. verbindliche Mehrheitsentscheidungen ablehnen, sind von diesem Reiseabenteuer ausgeschlossen!

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Sicherheitshinweise

Sicherheit

Hopfkuckuck. Foto: P. Simeonov

Unsere Reise ist bei den zuständigen russischen Sicherheitsbehörden angemeldet und von diesen genehmigt. Unter der russischen Crew wird sich auch ein Sicherheitsbeamter befinden.
Wir können definitiv sagen, dass auch diese Reise nicht nur vogelkundlich hoch interessant geplant wurde und ein außergewöhnliches Naturerlebnis in einer privat kaum zugänglichen Region bietet, sondern ebenso und ganz besonders auch alle Regeln der Sicherheit für die Teilnehmer und die Begleiter berücksichtigt. Absolute Sicherheit hingegen gibt es nirgendwo auf der Welt, Reisen sind immer mit Risiken verbunden!

 

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Reisedetails

Flugreisen, Vögel intensiv
ab 1.880,00 € pP Vollverpflegung