Mexiko/Baja California – Einzigartiges Naturparadies

Reisebeschreibung

Mexiko/Baja California – Vogelwelt und Meeressäuger am Pazifik

Abenteuer für Naturliebhaber: Unter Blaufußtölpeln und Grauwalen im Land der Riesenkakteen 

Reisetermin: 13. bis 29. März 2018

Einzigartige Landschaften am Pazifik. Foto: M. Ortega

Niederkalifornien (Baja California) ist eine schmale Halbinsel im Westen Mexikos von 1.200 Kilometer Länge und nur 80 bis 220 Kilometer Breite. Sie liegt parallel zur mexikanischen Westküste und geht an ihrem nördlichen Ende ins mexikanische Festland über bzw. grenzt unterhalb San Diego bei Tijuana an den US-Bundesstaat Kalifornien.

Ökologisch gesehen gehört die riesige Halbinsel zur Sonora-Wüste und stellt das artenreichste der vier Trockengebiete Nordamerikas dar. Die Baja California gilt als der größte Kaktus-Garten der Welt dar, geprägt von den baumartigen Riesenkakteen (Cardones), die für speziellen Vogelarten Lebensraum bieten.

Großer gemischter Schwarm nordamerikanischer Limikolen. Foto: M. Ortega

Die äußerst dünn besiedelte Baja California, deren südlichen und mittleren Teil wir auf  dieser Reise ausführlich besuchen wollen, verfügt insgesamt über eine einzigartige, atemberaubende Tier- und Pflanzenwelt. Zur heimischen Vogelwelt gehören einerseits zahlreiche Vertreter von Trockenbiotopen wie Gilaspecht, Elfenkauz, Kaktuszaunkönig, Rennkuckuck, Weißflügeltaube, Rotschwanzbussard, Buntfalke aber auch Kolibris und Wachteln. Andererseits sind die nahrungsreichen Gewässer der Cortes-See ein Eldorado für Meeresvögel. Zahlreiche Vertreter aus den Artengruppen der Tölpel, Fregattvögel, Alken, Scharben, Pelikane und Möwen sind hier Brut- bzw. Gastvögel.

Große Bedeutung hat das Gebiet für überwinternde nordamerikanische Limikolen-, Enten- und Taucherarten. Riesige Watvögelschwärme (Brachvögel, Große und Kleine Gelbschenkel, Kiebitzregenpfeifer und viele mehr) – vergleichbar mit dem europäischen Wattenmeer – bevölkern zwischen November und April die Schlickflächen der Lagunen, wenn diese bei Ebbe frei liegen. Große Schwärme von Ringelgänsen, Blauflügel- und Büffelkopfenten sowie Bindentaucher u.a.m. können in den flachen Buchten beobachtet werden. In den Mangrovenküsten sind zahlreiche Reiherarten und Eisvögel, darunter der Gürtelfischer, einer der größter Eisvogel der Welt, beheimatet.

Auch die Säugetierfauna ist einzigartig. Zu erwähnen sind die Gabelböcke, eine seltene Antilopenart, die hier besonderen Schutz genießen. Heimlicher Champion ist aber der kalifornische Seelöwe, der die felsigen Küstenbereiche in großen Gruppen bevölkert. Es wird geschätzt, dass es mind. 150.000 Tiere gibt.

Hautnah Grauwale erleben. Foto: W. Bittmann.

Neben der außergewöhnlichen Vogelwelt ist das Leben im Wasser einfach nur spektakulär. Von Dezember bis April überwintern Grauwale in großer Anzahl in den stillen Buchten zwischen der Baja und dem mexikanischen Festland. Hier, in den warmen Gewässern und in ganz speziellen Buchten gebären die Grauwalkühe ihre Jungen. Die wichtigsten davon sind daher international geschützt und gehören zum „Weltnaturerbe“ der UNESCO. Internationale Meeresbiologen überwachen das Geschehen vor Ort. Von Bord kleiner Boote („Nussschalen“ – siehe Foto) aus diese riesigen Meeressäuger hautnah erleben zu können, ist ein Naturwunder, das man sein ganzes Leben nicht wieder vergisst!

Im Dezember und Januar, wenn die Kälber zur Welt kommen, verhalten sich die Kühe zum Schutz ihrer Jungen zurückhaltend und kommen oft nicht so nah an die Boote heran. Aber ist längst kein Geheimnis mehr, dass das im März und April, kurz bevor die Meeressäuger ihre jährliche Wanderung in die nahrungsreichen Polargebiete antreten, anders ist. Die Jungwale sind neugierig und verspielt geworden und suchen zusammen mit ihren Müttern die Boote auf, um sich sogar anfassen zu  lassen, wie wir selber erleben konnten (Foto). In anderen Buchten wiederum leben die Bullen getrennt von den Kühen, die man bei ihren Balzritualen aus dem Wasser springen sehen kann. Praktisch auf jeder Bootstour sieht man Wale, neben Grauwalen mit etwas Glück u.U. auch Buckel-, Pott-, Schwert- und Blauwale, Delfine (Spinnerdelfin, Großer Tümmler usw.) sowie Mantas, Hammerhaie und andere mehr.

Diese recht außergewöhnliche Reise gilt in erster Linie der speziellen Vogelwelt dieser Region, aber natürlich auch dem herausragenden Naturerlebnis der großen Meeressäuger, wofür wir verschiedene Bootsausflüge geplant haben.

Für die Reise haben wir einen Lufthansa-Gruppenflug von München direkt nach Mexiko-City und zurück von Mexiko-City nach Frankfurt/M. reserviert (ohne US-Festland zu berühren). Der Anschlussflug von und nach La Paz, der Hauptstadt der Halbinsel, erfolgt ebenfalls als Gruppenflug mit Aero Mexico.

Startbild: Brutkolonie Prachtfregattvögel. Foto: W. Bittmann.

Der Reiseplan wird in Kürze hier veröffentlicht.

Für die Reise stehen nur wenige Plätze zur Verfügung. Interessenten bitten wir jetzt schon um unverbindliche Vormerkung (info@bartmeise.de).

 

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