Kolumbien: Zwischen Cauca-River und Paramo

Reisebeschreibung

Kolumbien – Zauberhafte und farbenprächtige Vogelwelt der Anden

Beim „Andean Cock-of-the-rock“ und auf der Suche nach den Endemiten der ‚Choco‘-Region

Reisezeitraum: 22. August bis 6. September 2018 

Der Andenfelsenhahn gilt als Symbolvogel der Anden. Foto: R. Mönke.

Das in weiten Teilen noch recht unberührte Kolumbien mit seiner extremen Vielfalt an Landschaften bietet unglaublichen 1.950 Vogelarten Lebensraum! Vermutlich nirgendwo anders auf der Welt leben so viele Arten eng beieinander. Unsere exklusive ornithologische Reise durch Kolumbiens Nebelwälder, Feuchtgebiete, Täler und Hochplateaus und der ‚Choco-Bioregion‘ in den mittleren und zentralen Anden, die ein ausgewiesener einheimischer Kenner und Experte für endemische Vogelarten für uns erarbeitet hat, stellt eine weitere Besonderheit in unserem Reiseprogramm dar.

Reisehöhepunkte (1-7): Bei unserer vierten Reise in diese Region suchen wir im (1) San Antonio Nebelwald gleich zu Beginn auch wieder nach einem der farbenprächtigsten und berühmtesten Vögel, dem „Andean-cock-of-the-rock“ (Andenfelsenhahn), der geradezu als Symbol für die Vogelwelt der Anden stehen kann. Wir werden die Art an einem Gruppenbalzplatz voraussichtlich wieder gut beobachten können. Das Foto (links) entstand 2016 an diesem Ort.

Reiseverlauf.

Die Zusammensetzung der Vogelwelt insgesamt ist schier unglaublich. Gemischte Trupps aus seltenen Tangaren (einige endemisch) wie Multicolored- (Schwarzohr-Bunt-), Flame-rumped- (Feuerbürzel-), Purplish-manteld (Purpurmantel-) und Scrub-Tanager  (Rotscheitel-Tangare)  können bei der Nahrungssuche zusammen mit Green-and-black Fruiteater (Goldband-) und Scaled Fruiteater (Schuppenkotinga), Chestnut-breasted- (Schwarzbrauen-) und Blue-naped Chlorophonia (Grünorganist) sowie Golden-headed- (Goldkopf-) und Crested Quetzal (Kammtrogon) in den fruchtenden Nebelwaldriesen beobachtet werden.

Einen Tag verbringen wir auch in einem kleinen, aber sehr bedeutenden Feuchtgebiet im Cauca-Valley direkt am Cauca-Fluss. Nur hier in der (2) Sonso Lagune können wir auf unserer Reise durch die Anden einige Wasservögel und Limikolen beobachten. Das Schutzgebiet ist auch Heimat des bizarren Horned Screemer (Hornwehrvogel), der vielleicht auch beobachtet werden kann. Weitere Zielarten sind hier zwei echte Endemiten: Apical Flycatcher (Kolumbienschopftyrann) sowie Greyish Piculet (Braunrücken-Zwergspecht). Bei unseren Reisen 2016 und 2017 konnten wir stets auch den ungewöhnlichen Common Patoo (Urutau Tagschläfer) am Tagesrastplatz beobachten (und fotografieren).

Schwarzohr-Bunttangare. Foto: Colombia Birdwatch

Danach folgen Auftenhalte im (3) Tatama Nationalpark und im (4) Rio Blanco-Schutzgebiet in den mittleren Anden und in der ‚Choco Bioregion‘ (einem der artenreichsten Hotspots in der Welt und gemäß US-amerikanischer Einschätzung einem der „drei besten Vogelbeobachtungsgebiete in der Welt“). Hier dürfte es uns gelingen, zahlreiche weitere endemische Arten wie Gold-ringed Tanager (Goldring-Tangare) – ‚Cover-Vogel‘ des Bestimmungsbuches McMullen et al.: „Field Guide to the Birds of Columbia“ -, Munchique Wood-wren (Negretzaunkönig), Chestnut-bellied Flowerpiercer (Maronenbauch-Hakenschnabel) sowie die seltene Orange-breasted Fruiteater (Orangebrustkotinga) zu sehen. Allein im Rio Blanco-Schutzgebiet erwarten uns mind. sieben Antpitta-Arten (Ameisenpittas), zwei davon davon endemisch. Etwa fünf Arten werden an Fütterungen hautnah zu erleben sein!

Im (5) Otun-Quimbaya-Schutzgebiet suchen wir nach dem endemischen Cauca Guan (Caucaguan), und können uns als nächstes Highlight auf die seltene Torrent Duck (Sturzbachente) freuen, die hier im reißenden Otun-Gebirgsfluss lebt. Nur hier kommt die seltene Red-ruffed Fruitcrow (Rotkehlkotinga) vor, die unter extrem günstigen Bedingungen zu sehen sein wird. Außerdem haben wir hier beste Chancen, die endemische Chestnut-wood Quail (Kastanienwachtel), einen scheuen Regenwaldbewohner, aufzuspüren.

Dann geht es hoch hinauf in die Anden. Bei 4.150m NN erreichen wir den (6) Los Nevados-Nationalpark zu Füßen des zweithöchsten aktiven Vulkans der Nordhalbkugel, dem knapp 5.400 m hohen ‚Nevados del Ruiz‘, der trotzt seiner Lage nur 500 km nördlich des Äquators eine Eiskappe trägt. Hier im Nationalpark suchen wir nach weiteren endemischen Arten, darunter einer ungewöhnlichen Kolibri-Art dieser extremen Höhenstufe, Buffy Helmetcrest (Violettkehl-Helmkolibri; Startbild: C. Calonje), und einem sehr seltenen, endemischen Papagei, der nur in diesem Nationalpark vorkommt, Rufous-fronted Paraket (Rotstirnsittich). Am Abend können wir uns im Hotel in den 40°C heißen Schwefel-Thermalquellen von der Anstrengung der Anden erholen.

In der Paramo bei 3800mNN. Foto: H. Meyer

Über Manizales, der wichtigsten Stadt im ‚Kaffeedreieck‘ Kolumbiens geht es zurück nach Cali, wo wir auch unseren letzten Tag als effektiven Beobachtungstag verbringen werden. An der (7) Old Buenaventura Road zum Pazifik, mit 900 mNN am niedrigsten Punkt unserer Reise, suchen wir ganz gezielt nach einer der farbenprächtigsten Arten der Region, Toucan Barbet (Tukan-Bartvogel), die wir sehr wahrscheinlich wieder finden können.

Diese Reise ist als effektive Birdingtour, mit kurzen Wegen (nur rund 1.200 km Gesamtfahrstrecke in 14 Tagen) und langen Beobachtungstagen (jeweils 10-15 Stunden in den Schutzgebieten) konzipiert. Bis auf eine Ausnahme beträgt der Aufenthalt in den Hotels und Logdes immer zwei bis max. drei Nächte. Außerdem bieten wir für Gäste, die wegen Höhenunverträglichkeit nicht mit in die Paramo (3.500 bis 4.200 mNN) reisen können die Möglichkeit, mit einem ornithologischen Sonderprogramm (gegen Aufpreis) in der Region Manizales auf ca. 2.000 mNN zurückzubleiben. Während der gesamten Reise bewegen wir uns bei unseren Exkursionen in Höhenstufen zwischen 1.400 und 2.600 mNN, ausnahmesweise in der Paramo bis 4.150 mNN.

Die Grünscheitel-Flaggensylphe gehört sicher zu den schönsten Kolibris. Foto: M. Walter

Bei unseren bisherigen drei Reisen in die Region konnten wir stets zwischen 380 und 420 Vogelarten beobachten. Von den 35 in dieser Bioregion vorkommenden Endemiten wurden je 23-27, von den sehr seltenen und „near endemic“ nochmals um die 40 Arten gesehen. Zwischen 45 und 49 (!) Kolibri-Arten lassen sich auf dieser Reise entdecken, die meisten gut fotografieren.

Kolumbien in der bereisten Region präsentierte sich uns stets als sicheres, erstaunlich sauberes, freundliches und gut organisiertes Reiseland. Nette, offene Menschen, die sich über Gäste aus Europa freuen!

Mehr zu Birding in Kolumbien: http://vimeo.com/86710982

Ein aktueller Bericht über unsere Reise 2017 kann unter „Aktuelles-Reiseberichte“ nachgelesen werden! 

Startbild: Andenfelsenhahn. Foto: R. Mönke

Reiseplan

Reiseplan

22. August 2018 (Mittwoch, 1. Tag): Flug Deutschland nach Kolumbien 
Wir starten am Morgen in D/CH/A zu einem langen Tagesflug mit einer europäischen Linienairline (z.B. mit Lufhansa ab Dresden, Leipzig, Berlin usw. über Frankfurt bzw. München oder mit KLM/AF ab Berlin über Amsterdam bzw. Paris nach Bogota oder Panama und weiter nach Cali). Ankunft am Abend zwischen 20.00 und 23.00 Uhr Ortszeit in Cali. Begrüßung durch unsere kolumbianische Partnerfirma am Flughafen und Transfer ins Hotel. Übernachtung: Hotel Hampton by Hilton.

Andenfelsenhahn bei der Gruppenbalz. Foto (2016): R. Mönke.

23. August (2. Tag): Erlebnis Gruppenbalz beim Andean Cock-of-the-rock 
Den heutigen Morgen verbringen wird im San Antonio-Nebelwald am bekannten Gelände-Punkt ‚El18‘ auf einem 1.800 mNN gelegenen Pass. Hier erwartet uns ein Tangaren-Paradies. Wir schließen Bekanntschaft mit dieser wichtigen Artengruppe und haben gute Chancen, mehrere endemische Vertreter wie z.B. die schöne Flame-rumped Tanager (Feuerbürzel-Tangare) zu sehen. Außerdem dürfte es gelingen, den endemischen Columbian Chachalaca (Kolumbienguan) zu entdecken. Auch den farbenprächtigen Red-headed Barbet (Andenbartvogel) sollten wir hier erstmals treffen. Bereits am heutigen Nachmittag wartet ein erster Höhepunkt dieser Reise auf uns. Wir erleben den Symbolvogel der Anden, den Andean Cock-of-the-rock (Andenfelsenhahn) an einem Gruppenbalzplatz. Dass Naturschauspiel wird überraschen. Nach diesen gewiss unvergesslichen Eindrücken geht es zurück ins Hotel und der Tag wird mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen. Übernachtung: Hotel Hampton by Hilton.

Kammtrogon. Foto: Colombia Birdwatch.

24. August  (3. Tag): Kolibri-Festival in der ‚Finca Alejandria‘ 
Nach dem Frühstück checken wir aus und es geht sofort wieder hinauf in den San Antonio-Nebelwald, wo in der ‚Finca Alejandria‘ auf 2.000 mNN ein nächster Höhepunkt dieser Reise wartet. In der Öko-Logde sind verschiedene Futterstellen für Kolibris und andere Bergvogelarten aufgebaut. Nicht nur Ornithologen aus aller Welt, auch interessierte Naturfreunde und Schulklassen aus der Umgebung werden hier mit der heimischen Vogelwelt der mittleren Anden bekannt gemacht. Für unser Reisegäste ein wunderbares Erlebnis, denn bis zu 15 verschiedene Kolibriarten können hier gleichzeitig hautnah und aus geringster Entfernung (vielfach unter einem Meter) an den Futterstellen beobachtet und ihre Artmerkmale, die man beim rasanten Flug meist nicht zu sehen bekommt, studiert werden. Attraktive Arten der Anden (ab 1.500 mNN) wie z.B. Withe necked Jacobin (Weißnackenkolibri), Crowned Woodnymph (Violettkronennymphe), Booted racket-Tail (Grünscheitel-Flaggensylphe), Long-tailed Sylphe (Himmelssylphe) oder auch der winzige Purple throated-Woodstar (Purpurkehl-Sternkolibri), der sich wie eine Hummel in der Luft bewegt, können ausgiebig studiert werden. Mit etwas Glück sehen wir hier auch Crested Quetzal (Kammtrogon). Am späten Nachmittag starten wir unsere Rundreise und fahren über Cali weiter nach Buga (ca. 80km). Übernachtung: Hotel Guadalajara de Buga.

25. August (4. Tag): Wasservögel an der Sonso Lagune und Weiterfahrt in den Tatama-Nationalpark
Wir frühstücken am Hotel-Pool und können dabei bestimmt schon zwei Papageienarten beobachten. In den alten Bäumen am Hotel dürfen wir Blue-headed- (Schwarzohrpapagei) und einige der großen Yellow-crowned Parrot (Gelbscheitenamazone), die wir voraus. nur hier sehen können, erwarten. Der Morgen startet mit einer kurzen Fahrt zur Sonso Lagune. Diese ist eine der letzten verbliebenen Lagunen im Cauca Valley und eines der besten Feuchtgebiete Kolumbiens. Wir verbringen einige Stunden mit der Bestimmung verschiedenster Wasservögel, die wir auf unserer Reise nur hier sehen werden. Eigentlich sind wir aber hier, um einige echte Endemiten in der Vogelwelt beobachten zu können: Apical Flycatcher (Kolumbienschopftyrann) und Greyish Piculet (Braunrücken-Zwergspecht). Für das Mittagessen fahren wir zurück ins Hotel. Danach treten wir unsere rund fünfstündige Autofahrt zur abgelegenen Montezuma Lodge an. Die letzten Kilometer werden wir in Allrad-Fahrzeugen zurücklegen. Übernachtung: Montezuma-Lodge.

Goldringtangare

Goldringtangare. Foto: C. Calonje

26./27. August (5./6 Tag): Vogelfestival im Tatama-Nationalpark
An beiden Tagen werden wir voraussichtlich um die 100 neue Vogelarten kennenlernen. Wir starten jeweils noch im Dunkeln morgens gegen 5.00 Uhr und fahren mit unseren Landrovern von der Logde hinauf in die Berge der Anden bis auf ca. 2.600 mNN. Zuerst suchen wir an der Grenze vom Nebenwald zum Buschland nach seltenen und endemischen Arten wie Chestnut-bellied Flowerpiercer (Maronenbauch-Hakenschnabel), Munchique Wood-wren (Negretzaunkönig) und Parker’s Antbird (Parkers Ameisenfänger). Zu den vielen neuen Arten, die wir hier erleben werden, zählen auch Kolibris wie Violett-tailed Sylphe (Langschwanzsylphe) und Velvet-purple Coronet (Hyazintkolibri). Entlang der ‚Montezuma Road‘ erleben wir hier in zweieinhalb Tagen erneut ein „Vogelfestival“ in den Anden. Neben der Avifauna beeindruckt hier im Tatama Nationalpark auch die prächtige Fülle von Flora und Insektenwelt, die wir jeden Tag bestaunen können. Zu den zahlreichen Blütenpflanzen und wundervollen Orchideen gehören auch seltene und bedrohte Arten wie z.B. die Schwarze Anthurie, die hier in guten Beständen vorkommt. In der Montezuma-Logde erwarten uns alle Mahlzeiten immer frisch zubereitet und mit lokalen Zutaten, darunter auch köstliche Früchte. Übernachtung (2x) Montezuma-Logde.

28. August (7. Tag): Abschied aus dem Vogelparadies und Suche nach Torrent Duck 

Die Montezuma-Logde im Tatama-Nationalpark. Foto: H. Meyer

Unsere Zeit in diesem Vogel- und Naturparadies in den westlichen Anden geht heute zu Ende. Wir frühstücken zum ersten Mal nicht im Wald, sondern in der Logde. Anschließend haben wir bis Mittag Zeit, um uns ein letztes Mal im Nationalpark nach Vögeln, die uns bisher noch in der Liste fehlen, umzuschauen. Ganz bestimmt entdecken wir Highland- (Hochlandmotmot) und Broad-billed Motmot (Blattschnabelmotmot) sowie vielleicht auch einen sehr seltenen Vertreter der Faulvögel, Lancelated Monklet (Streifenfaulvogel). Mit etwas Glück sehen wir Indigo Flowerpiercer (Indigohakenschnabel), einen weiteren Vertreter aus der „near endemic“-Artengruppe. Schattenkolibris wie Towny-bellied Hermit (Orangebauch-Schattenkolibiri), die recht scheu sind und nicht an Fütterungen erscheinen, sondern Helikonien-Blüten bevorzugen, sind hier ebenso zu Hause wie der beeindruckende White-tipped Sicklebill (Weißkehl-Sichelschnabel). Nach dem Mittag geht es weiter in Richtung Otun-Quimbaya-Schutzgebiet. Über Cartago und Pereira erreichen wir nach ca. drei Stunden Fahrzeit den Otun-River. Kurz bevor wir das Reservat erreichen, stoppen wir, um nach einer weiteren Zielart dieser Reise, Torrent Duck (Sturzbachente), Ausschau zu halten. Vielleicht haben wir heute schon Glück und sehen diese ungewöhnliche Entenart. Könnte man sich als Birder einen besseren Tagesabschluss wünschen? Übernachtung: La Suiza Lodge Cabins.

Sturzbachentenpaar

Paar Sturzbachente. Foto: C. Calonje

29. August (8. Tag): Unterwegs im Otun-Quimbaya-Schutzgebiet
Noch im Dunkeln beziehen wir heute Stellung, um einige weitere höchst seltene, und sehr schwierig zu beobachtende Vogelarten zu entdecken. Erste Zielart ist Hooded Antpitta (Rotkopf-Ameisenpitta), „near endemic“ und VU. 2017 hat es gut geklappt, wir konnten den Vogel aus fünf Meter Entfernung sehen und fotografieren. Danach versuchen wir einen weiteren Vertreter der Ameisenpittas vor die Ferngläser zu bekommen: Moustached Antpitta (Grauscheitel-Ameisenpitta), ebenfalls „near endemic“ und VU. Nächste Zielart hier ist der endemische Stiles’s Tapaculo (Stilestapaculo), eine „Maus mit Federn“, mit Sicherheit gut zu hören, aber nur mit viel Glück zu sehen. Danach nehmen wir unser mitgebrachtes Frühstück ein: gekochte Eier, belegte Brote, wie immer frische Früchte und Kaffee sowie Tee. Das Otun-Quimbaya-Reserve ist ein Pflanzen- und Tierschutzgebiet an den westlichen Hängen der Centralen Cordillere. Es beheimatet die weltgrößte Palme. Die Quindio-Wachspalme (Ceroxylon quindiuense) erreicht eine Höhe bis 70 Metern und ist der kolumbianische Nationalbaum. Allerdings lassen sich auf unseren Beobachtungswegen am Fluss nur junge Bäume dieser Art entdecken, da der Wald Sekundärcharakter hat. Der bereits als ausgestorben gegoltene und ca. 1990 wiederentdeckte, endemische Cauca Guan (Caucaguan) lebt hier im Reservat. Das Schutzgebiet ist auch der beste Platz im ganzen Land, um die beeindruckende Red-ruffed Fruitcrow (Rotkehlkotinga) zu beobachten. Wir verbringen den ganzen Tag in diesem vielfältigen Reservat. Am Abend versuchen wir, einige Eulen, die wir vielleicht in der Nacht vorher schon gehört haben, zu entdecken. Das wären:  Tropical- und Colombian Screech-owl (Choliba- und Kolumbienkreischeule) sowie Mottled Owl (Sprenkelkauz). Übernachtung: La Suiza Lodge Cabins

30. August (9. Tag): Otun-Quimbaya-Schutzgebiet und Weiterreise ins Kaffeedreieck 
In der Morgendämmerung werden wir sicher von den „Reviergesängen“ der Roten Brüllaffen geweckt, für die das Schutzgebiet ein wichtiger Lebensraum ist. Mit etwas Glück sehen wir später einen der Familienverbände durch die Bäume streifen. Nach dem Frühstück wandern wir ein Stück in einen wunderbaren, von Lianen-Vorhängen geprägten Regenwald. Hier lebt eine ganz spezielle Vogelart, die wir heute entdecken wollen: Die endemische und vom Aussterben bedrohte Chestnut Wood-Quail (Kastanienwachtel). Die Art antwortet fast immer auf Tape, lässt sich aber nur manchmal sehen. Etwas Glück gehört dazu. Am reißenden Otun-Gebirgsfluß halten wir nochmals nach Torrent Duck (Sturzbachente) Ausschau. Die Art lebt paarweise und kann oft bei der Nahrungssuche beobachtet werden.

Nach dem Mittagessen checken wir aus und treten eine dreieinhalbstündige Fahrt nach Manizales, ins kolumbianische ‚Kaffeedreieck‘ an. Am späten Nachmittag erreichen wir diese Stadt mit ihren 500.000 Einwohnern, die eine Besonderheit aufweist. Die Altstadt liegt oben auf den Hügeln. Die Straßen dorthin sind teilweise so steil, so dass größere öffentliche Verkehrsmitteln nicht durchkommen. Daher hat man von den Vororten hinauf ins Zentrum eine Gondelbahn gebaut, die als öffentliches Nahverkehrsmittel gilt. Wir nehmen diese Gondelbahn und fahren in die Altstadt, für einen kurzen Stadtrundgang bis zur beeindruckenden Plastik, halb Mensch, halb Anden-Kondor, die den Freiheitshelden Simon Bolivar verkörpern soll. Nach einer Kaffeepause holt uns unser Tourbus ab und bringt uns in ein nettes Hotel am Rande der Altstadt. Wir checken ein und später wartet unser Abendessen im Hotelrestaurant auf uns. Übernachtung: Varuna-Hotel Manizales.

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Rostkappen-Ameisenpitta. Foto: C. Calonje

31. August/1. September (10./11. Tag): Ameisenpittas im Rio-Blanco-Reservat und Bekanntschaft mit der Paramo 
Zwei Tage lange wollen wir Vögel im Rio Blanco-Reservat, einem der besten Vogelbeobachtungsplätze in Kolumbien und nach US-amerikanischer Einschätzung einem der „drei besten Vogelbeobachtungsgebiete in der Welt“ (wobei die Weltsicht der amerikanischen Kollegen manchmal etwas eingeschränkt ist …) verbringen. Wir fahren noch im Dunkeln aus der Stadt nach oben zur Rio Blanco-Logde auf 2.650m NN, wo wir auch alle Mahlzeiten, vom Frühstück bis zum Abendessen, einnehmen werden. Mindestens 12 Stunden verbringen wir vor Ort und können wieder hoch effektiv birden. Hier im Gebiet erwartet uns eine Besonderheit, denn hier hat die Nationalparkverwaltung auch zum Zwecke von Verhaltensstudien an den Arten Futterstellen für Ameisenpittas, von denen 6-7 Arten (meist im Bestand bedrohte Arten) vorkommen, eingerichtet. Die Ameisenpittas sind es gewohnt, zu einer bestimmten Zeit am Vormittag einige Regenwürmer jeweils an einem festen Platz angeboten zu bekommen. Die Vögel warten vermutlich schon und sollten sich auch nicht lange bitten lassen. Wir können das miterleben und vielleicht vier Arten dieser äußerst schwer zu beobachtenden Bodenvögel sehen: die bedrohte und „near endemic“-Art Biocolored Antpitta (Zweifarben-Ameisenpitta), Brown-banded Pitta (Brustband-Ameisenpitta), Chestnut-crowned Antpitta (Rostkappen-Ameisenpitta) und Slate-crowned Antpitta (Graukappen-Ameisenpitta). Das Rio Blanco-Reserve beinhaltet eine Vielzahl von Lebensräumen und eine große Artenvielfalt.  Am zweiten Tag versuchen wir, viele weitere neue farbenprächtige Tangaren-Arten wie z.B. Plushcap (Plüschkopf-), Buff-breasted Moutain- (Silberbrauen-Berg-) und Lacrimose Mountain-Tanager (Tränenbergtangare) finden. Am Nachmittag exkursieren wir etwas weiter im Tal an einer Wasseranlage auf der Suche nach White-capped Dipper (Weißkappen-Wasseramsel). Sollten die wilden Avocados reif sein, haben wir beste Chancen, Golden-crested Quetzal (Goldkopftrogon) zu finden. Wir nutzen einen der beiden Abende, um einige Nachtschwalben zu suchen. Immerhin kommen hier vier Arten gleichzeitig vor. Die unterseits wunderbar rotbraun gefärbte Rufous-bellied Nighthawk (Andennachtschwalbe) sowie Greater Band-wingend Nightjar (Große Spiegelnachtschwalbe) lassen sich meist gut anzulocken. Übernachtung: Varuna-Hotel Manizales (Gäste, die nicht in die Paramo reisen können, bleiben mit Sonderprogramm hier in Manizales zurück).

Blauflügel-Bergtangare. Foto: Colombia Birdwatch.

Am Nachmittag des 1. September führt unser Rundreise über Manizales weiter hinauf in die ganz hohen Berge; in den nächsten beiden Tagen bis zum tropischen Grasland der Paramo bis auf 4.150 m NN und dort bis zum Los Nevados-Nationalpark. Wir beginnen unser Nachmittagsprogramm an einem kleinen Kratersee (Laguna Negra) auf 3.880 mNN. Hier leben die seltenen Andean Teal (Nordandenente) und Ruddy Duck (Andenruderente), die wir gut sehen sollten. Am Nachmittag erreichen wir unser Hotel auf 3.500 mNN und beziehen unsere Zimmer. Gleich danach in der letzten Stunde Tageslicht finden wir uns im Hotelgarten ein, denn dort tummeln sich an den Kolibrifütterungen neue, spezielle Arten dieser Höhenstufe. Wir dürften attraktive, seltene Arten erwarten wie z.B. Golden-breasted Puffleg (Goldbrust-Höschenkolibri), Shining Sunbeam (Rostroter Andenkolibri) und Buff-wingend Starfrontlett (Fahlfügel-Andenkolibri), aber auch Tyrian und Viridian Metaltail (Weißspitzen- und Smaragdkehl-Glanzschwänzchen). Übernachtung: Hotel Thermales de la Ruiz.

Vulkan Nevado del Ruiz, 5.400m hoch. Foto: H. Meyer

2. September (12. Tag): Los Nevados-Nationalpark
Mit dem ersten Tageslicht unternehmen wir am Hotel eine pre-Birding-Exkursion noch vor dem Frühstück. Es wird kalt sein, denn auf dieser Höhe fallen die Temperaturen nachts auf knapp über +3-4°C ab (tags um 15°C). Die mitgebrachten dicken Wintersachen nebst Handschuhen, Schal und Mütze werden heute und morgen benötigt. Wir halten ganz gezielt Ausschau nach einer endemischen, gefährdeten Papageienart, die zudem nur hier in diesem Nationalpark lebt: Rufous-fronted Paraket (Rotstirnsittich), die in dieser Tageszeit bei der Nahrungssuche aktiv sein wird. Nach dem Frühstück geht es dann im Bus ganz hinauf, und wir erreichen bei 4.150 mNN den höchsten Punkt unserer Reise. Hier im Los Nevados-Nationalpark in der Paramo mit ihren urzeitlichen Schopfbäumen suchen wir ebenfalls wieder Spezialisten der kolumbianischen Vogelwelt. Unsere Zielart ist der nur hier lebende, ungewöhnliche Buffy Helmetcrest (Violettkehl-Helmkolibri). Meist sitzen die kleinen Vögelchen am Morgen auf einem der Schopfbäume, rastend von der Nahrungssuche.  Abhängig vom rauen Wetter hier oben besuchen wir im Laufe des Tages weitere Lebensräume der Paramo, die wieder andere Vogelspezialisten beherbergen. Vor oder nach dem Abendessen im Hotel besteht auch heute die Möglichkeit, die 40°C heißen Schwefelquellen im Hotel für ein Thermalbad zu nutzen. In jedem Zimmer stehen den Gästen dafür auch Bademäntel zur Verfügung. Abendessen und Übernachtung im Hotel Thermales de la Ruiz.

3. September (13. Tag): Sword-billed Hummingbird auf der Spur

Nach einer weiteren kalten Nacht steht erneut ein pre-Birding vor dem Frühstück auf dem Programm. Von 6.00 bis 7.30 Uhr versuchen wir, weitere Vogelarten der Berge zu entdecken. Vielleicht haben wir Glück und entdecken dabei eine neue, seltene Papageienart, Golden-plumed Parakeet (Pinselsittich). Nach dem Frühstück haben wir nochmals Gelegenheit, an den Futterstellen im Hotel nach einer ganz speziellen Kolibriart Ausschau zu halten, und vielleicht auch fotografieren zu können: Sword-billed Hummingbird (Schwertschnabelkolibri). Während alle anderen Kolibriarten auf den Futterglocken landen, gelingt das diesem Vogel nicht. Durch seinen riesigen Schnabel kann die Art nur im Schwirrflug in der Luft stehend in die Zuckerwasserbehälter eindringen. Am Nachmittag verlassen wir diese Höhenstufe fahren wir über Manizales nach Cali, unserem Ausgangspunkt der Reise. Auf der alten Straße ins Tal gelingen vielleicht noch interessante Beobachtungen. Wir erwarten hier u.a. Black-collared Jay (Schwarzkehlhäher) und auch einen weiteren Vertreter aus der „near endemic“-Gruppe, Agile Tit-Tyrant (Brauentachurityrann). Am Abend treffen wir dann wieder in unserem Stadthotel in Cali ein, checken in die Zimmer ein und freuen uns auf ein Abendessen im Restaurant. Überanchtung: Hotel Hampton by Hilton.

Toucan Barbet. Prospekt Colombia Birdwatch.

4. September (14. Tag): Birding an der Old Buenaventura Road und Vögel im Dolmetsch Arboretum
Auch unser letzter voller Tag in Kolumbien ist als intensiver Birdingtag geplant. Wir frühstücken zeitig und fahren anschließend gleich zu Buenaventura Road, der alten Straße von Cali zum Pazifik. Hier erreichen wir bei Km 70 den niedrigsten Punkt unserer Reise bei 900 mNN. Sollten wir bis heute die wunderbaren Toucan Barbet (Tukanbartvogel) noch nicht richtig gesehen haben, hier gelingt es ganz bestimmt! Mit etwas Glück sehen wir weitere neue Kolibriarten: White-whiskered Hermit (Smaragdschattenkolibiri), Green Thortail (Grüne Fadelelfe) und Long-billed Starthroat (Rosenkehlkolibiri). Zum Mittagessen sind wir heute auf die Finca „La Araucana“ der kolumbianischen Partnerfirma von Bartmeise-Reisen eingeladen. Der Inhaber wird uns vorauss. persönlich willkommen heißen. Danach fahren wir ins Dolmetsch Arboretum, einem kleinen, aber wunderbaren privaten botanischen Garten. Mehr als 2.200 Pflanzen aus der ganzen Welt sind hier beheimatet. Hier können wir vielleicht noch einige Vogelarten erwarten: z.B. Green Jay (Inkablaurabe) und Crimson-rumped Toucanet (Blutbürzelarassari). Unser Abschlußessen nehmen wir in einem schönen Restaurant in der Stadt ein. Entweder wählen wir eine originale südamerikanische Churrascaria, wenn die Gäste gutes Fleisch mögen, oder eben eine Pizzeria, je nach den Wünschen unserer Gäste. Am heutigen Abend lassen wir unsere Reise noch einmal Revue passieren, vielleicht bei einem guten Glas Wein. Übernachtung: Hotel Hampton by Hilton

5. September 2018 (Mittwoch, 15. Tag): Stadtrundgang in Cali und Rückreise 
Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Rundgang durch die faszinierende Altstadt von Cali. Selbst dabei konnten wir in den vergangenen Jahren stets nochmals drei neue Vogelarten beobachten. Zu erwarten sind auf jeden Fall Chestnut-fronted Macaw (Rotbugara), Aplomado- und Peregrine Falcon (Aplomado- und Wanderfalke). Vivienne von Columbia Birdwatch erläutert uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der knapp zwei Millionen Einwohner zählenden, zweit-wichtigsten Stadt Kolumbiens. Nach dem Mittag checken wir aus und fahren zum Flughafen im Vorort Palmira, von wo aus wir am Nachmittag entweder über Panama oder über Bogota unsere Heimreise antreten werden. Am Donnerstag, 6. September (am 16. Tag) nachmittags, erreichen wir z.b. Frankfurt/M.

Notwendig werdende Änderungen, die zumutbar sind und den Charakter der Reise nicht verändern, bleiben vorbehalten! 

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Teilnehmer, Preise, Leistungen

Staffelpreise:

  • ab 6-8 Teilnehmer:  3.290,00 € pro Person
  • 9-10    Teilnehmer:  3.150,00 € pro Person
  • 11/12 Teilnehmer: 2.990,00 € pro Person
  • Einzelzimmer-Zuschlag: 520,00 €
  • Sonderprogramm (wegen Höhenunverträglichkeit) 2 Tage Birding mit zusätzl. Guide in Schutzgebieten in Manizales: 200,00 € pP.
Bartmeise-Reisen Vertrieb für Schweiz & Österreich: Michael Straubhaar, 3110 Münsingen, Tel.: (+41) 79 466 9329: E-Mail: buchung@bartmeise

Im Reisepreis inbegriffen

  • alle Hotels und Logde (14 Nächte), einfacher (mittlerer) und bis sehr guter Standard, alle Zimmer mit DU/WC/WiFi kostenlos in Hotels
  • alle Mahlzeiten (Vollpension) ab Frühstück vom 2. Tag bis Mittag am Abreisetag inkl. Softdrinks
  • Mineralwasser während der gesamten Reise unbegrenzt sowie Snacks und Früchte/Obst, an Reisetagen nachmittags zusätzlich Kaffee
  • 500 g-Packung kolumbianischer Kaffee für jeden Teilnehmer (von Colombia Birdwatch)
  • alle beschriebenen Aktivitäten und Besichtigungen
  • alle Eintrittsgelder und Nationalpark-Gebühren
  • Flughafentransfer
  • Birdguide (Englisch/Spanisch) von Colombia Birdwatch, Jose Luna Solarte
  • Deutsche Reiseleitung durch Bartmeise-Reisen, Manfred Siering
  • Deutscher Insolvenzversicherung/Reisesicherungschein gemäß § 651k BGB

Im Reisepreis nicht inbegriffen

  • Langstreckenflug/Gruppenflug von D/CH/A nach Cali-Kolumbien (zwischen 900,00 und 1.200,00 €) ausschließlich mit sehr guten europäischen Airlines wie Staralliance (Lufthansa + Copa/Avianca) und/oder SkyTeam (KLM/Air France + Avianca); kein Umsteige auf US-Territorium!
  • mögliche Verlängerungsnächt/e bei Flugausfällen
  • Alkoholische Getränke
  • Trinkgelder für Serviceleistungen in Hotels, persönliche Ausgaben für Einkäufe usw.
  • zusätzlicher Bargeldbedarf pro Person nicht mehr als 150,00 € (größere private Einkäufe exklusive)
  • Trinkgelder für Guides und Fahrer zwischen 1,00 € und 2,50 € pro Tag und Person (nach separater Empfehlung)

Teilnehmer

ab 6 (min., Durchführungsgarantie) bis maximal 12

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Chrarkter der Reise, allgemeine Hinweise, Reiseleitung

Charakter dieser Reise 

Diese Reise ist eine intensive Birding-Tour (Bartmeise-Klassifizierung: „Vögel intensiv“). Außer an Reisetagen werden von morgens bis abends – nur unterbrochen durch Mahlzeiten bzw. durch Pausen (für das Personal!) – Vögel beobachtet (bis 12h am Tag). Der Schwerpunkt liegt dabei, neben der gesamten lokalen Vogelwelt, auf seltenen, „near endemic-“ und möglichst vielen endemischen Arten der bereisten Bioregion. Bartmeise-Reisen arbeitet ausschließlich mit hoch kompetenten, lokalen Guides zusammen, die exzellente Kenner ihrer heimischen Vogelwelt und zumeist eingebunden in die Aktivitäten zum Schutz und zur Erforschung (Kartierung, Monitoring usw.) über landesweite Vereine bzw. Gesellschaften sind. Neuentdeckungen von bisher in der jeweiligen Landesavifauna unbekannten Fakten zum Vorkommen und zur Biologie einzelner Arten, die bei solchen Reisen immer wieder anfallen. fließen daher in die genanten Projekte des Reiselandes ein. Unsere Birdguides nutzen von Fall zu Fall Vogelstimmen aus einer Soundbibliothek, um schwer auffindbare bzw. versteckt lebende Arten beobachten zu können. Dies geschieht in jedem Fall unter Berücksichtigung der Brutbiologie und der Schutzansprüche einzelner Arten, die von unseren Guides gut eingeschätzt werden können. Deutsche Bartmeise-Reiseleiter haben die Aufgabe, die Interessen der Reiseteilnehmer zu vermitteln und Informationen sprachlich zu übersetzen. Die Verantwortung zu den Abläufen der Reise im Rahmen des ausgeschriebenen Programmes liegt ausschließlich in der Verantwortung des lokalen Birdguides (der Bartmeise-Partnerfirma).

Weiterreichende touristische Informationen zu ‚Land & Leuten‘ werden bei dieser Reise nicht gegeben (Ausnahme: Stadtrundgang Cali am Abreisetag). Interessenten sollten sich bitte vorher in das Gebiet einlesen (Reiseführer oder Internet).

Bartmeise-Reisen sind (Klein-)Gruppenreisen mit 6-16 Teilnehmern (im Ausnahmefall und wenn ich der Reisebeschreibung ausdrücklich genannt, auch mehr). Wer Probleme mit Gruppenreisen und/oder mit Weisungen von verantwortlichen Reiseleitern bzw. Mehrheitsentscheidungen in einer Gruppe hat, kann nicht an einer solcher Reise teilnehmen!

Informationen zu Wetter und Garderobe
Die Wetterbedingungen in den Anden werden sehr unterschiedlich sein und können täglich mehrfach wechseln: von kalt (nahe dem Gefrierpunkt am Morgen in der Paramo am Nevado del Ruiz auf ab 3.000 mNN) bis neblig, regnerisch, sonnig und sehr warm und feucht. Daher gilt es, für alle Situationen die richtige Garderobe mitzuführen (Zwiebellook). Ein warmer Pullover (sowie Handschuhe und Mütze) sollten ebenso nicht fehlen wie Regenschutz (auch für den Rucksack). Ein Schirm kann für kurze und heftige Tropenschauer nützlicher sein als eine unbequeme Regenjacke, die schwitzen lässt. Mit teils hohen Niederschlägen muss in den Anden jederzeit gerechnet werden. Im Westen der Anden regnet es am meisten. Eine Klimatabelle für Cali findet sich hier: http://www.iten-online.ch/klima/amerika/kolumbien/cali.htm. Warm und heiß wird es vor allem in der Region der Sonso-Lagune, im Cauca-Tal und in Cali. Sonnenschutz (Kopfbedeckung) und Insektenschutz einplanen. Wasserdichte Wanderschuhe,  die auch in den Bergen sicheren Halt bieten, sind wichtig, leichte Gummistiefel empfehlenswert für einige Gebiete. Der Schwierigkeitsgrad unserer Wanderungen in den Bergen ist meist einfach, manchmal auch bis mittel.

Colombia Birdwatch und Birdguide

In der ‚Finca Alejandria‘. Ganz links: Birdguide Jose Luna Solarte, 4. v.li. Christopher Calonje und ganz rechts (stehend) unser zuverlässiger Busfahrer Hermes. Foto: H. Meyer

Christopher Calonje, Inhaber von Colombia Birdwatch ist gebürtiger Kolumbianer. Seine Eltern und Großeltern erzogen ihn umweltbewusst und vermittelten ihn die Liebe zur Natur und zur Vogelwelt seiner Heimat, mit der er sich seit frühester Jugend beschäftigt. Christopher gilt im Land als ausgezeichneter Kenner der Vogelwelt der Anden und darüber hinaus,  mit Schwerpunkt auf endemische Arten. Als gut vernetzter Ornithologe ist er in wichtige Schutzprojekte eingebunden. Er studierte Umweltplanung an der Humboldt State University in Nord-Kaliforniern/USA. Danach arbeite er 10 Jahre lang als Umweltberater. Seit ebenfalls ca. 10 Jahren organsiert und leitet er Umweltbildungsmaßnahmen und arbeitet heute freiberuflich im Naturtourismus als Birdguide. Als Birguide auf unserer Reise ist immer Columbia Birdwatch-Mitarbeiter, Jose Luna Solarte tätig.

Gesundheitshinweise

Malaria kommt in Kolumbien vor, allerdings weniger in den Bergen und kaum in den höheren Anden. Wir empfehlen aber, unbedingt eine tropenärztliche Beratung (z.B. im Gesundheitsamt) in Anspruch zu nehmen. Eine Auslandskrankenversicherung, die im Notfall auch den Rücktransport nach Deutschland absichert, ist für diese Reise eine Vertragsbedingung und muss bei Reisebuchung (spätestens mit der Abschlusszahlung der Reise) nachgewiesen werden. Bei allen unseren bisherigen Reisen in die genannte Region der mittleren und zentralen Anden war das Aufkommen an stechenden und saugenden Insekten äußerst gering (nur in Gebieten von 900 bis ca. 1300 mNN, darüber überhaupt nicht). Dennoch weisen wir auf eine notwendige Vorsorge hin.

Sicherheitshinweise 

Wir bereisen vor allem ländliche Gebiete die in allen Bereichen als sicher gelten. Die Kolumbianer sind freundlich und hilfsbereit gegenüber Gästen aus dem Ausland. Wie überall auf der Welt muss man jedoch auch in kolumbianischen Städten mit Taschendiebstählen und Trickbetrug rechnen. Wir empfehlen daher, persönliche Wertsachen wie Brieftaschen, EC- und Kreditkarten, Reisepass, hochwertige Optik usw. beim Stadtbesuch im Hotel zu lassen und nur das Notwendigste an Bargeld mitzuführen. Nehmen Sie bitte auch die Allgemeinen Reisehinweise für Kolumbien auf der Seite des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de  zur Kenntnis.

Bestimmungsliteratur/Feldführer

Mcmullan, M., Donegan, T and Quevedo, A. Field Guide to the Birds of Colombia (2014). Newest field guide for Colombia available. Very portable and includes migratory species. ISBN 978-0-9827615-5-7.

Hilty, S. L. and W. L. Brown. Guide to the Birds of Colombia. Princeton University Press, Princeton, NJ. 1986. A classic and your best source for Colombia bird identification. Fine source of information on voice, behavior, breeding and status and habitat, range maps for almost all species.

 Restall, R., C. Rodner, and M. Lentino. Birds of Northern South America. Vol. 2. Plates and maps. Christopher Helm, London. More up-to-date taxonomy and very different color plate style, but similar in size and weight, to previous book. Covers seven countries (over 7000 images) which complicates field use because of large number of illustrations.

Hilty, Steven. Birds of Tropical America: A Watcher’s Introduction to Behavior, Breeding and Diversity. University of Texas Press, 2005. Highly recommended for background information on how things work in bird communities in tropical latitudes.

 Kricher, John C. A Neotropical Companion. Princeton: Princeton University Press, 1989. Excellent broad-based resource on just about everything from plants and birds to insects, herps and mammals in the Neotropics.

 Snow, David. The Web of Adaptation: Bird Studies in the American Tropics. Quadrangle, New York Times Book Co.: Demeter Press, 1976. A classic. Deals with fruit-eating birds and their adaptations in the American tropics.

Vogelstimmen:

Alvarez, M., V. Caro, O. Laverde and A. M. Cuervo. Guía sonora de las aves de los Andes Colombianos (A Guide to the Bird Sounds of the Colombian Andes). CD discs 1-7. Cornell Laboratory of Ornithology. 2007. Good source for bird sound recordings for the Andes of Colombia (over 600 species). Songs are not introduced at beginning of each track (follow with booklet).

 

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Reisedetails

Flugreisen, Reisen, Startseite, Vögel intensiv
Staffelpreise ab 2.990,00 €